Ausgabe 
6.5.1900 Zweites Blatt
 
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Kleine Mitteiluuge« aus Hesse« und den Nachbarstaaten. In Altenmittlau wird Sonntag den 6. Mai die feier­liche Grundsteinlegung zur neuen katholischen Kirche vor sich gehen. In Eidengesäß gerieten einem Mädchen beim Kaffeekochen die Kleider in Brand. Trotz alsbaldiger Hilfe verschied das Kind an den Folgen der erhaltenen Brand­wunden. In Trechtingshausen wurde die Leiche des Kaplan Heun von Eltville gelandet. In Fisch­bach (Kr. Alsfeld) brannte die fast noch ganz neue Scheuer nebst Stallung des Peter Gemmer in wenigen Stunden nieder. Das dabei stehende Wohnhaus konnte gerettet werden. Zum Glück schlugen die mächtigen Flammen und Funken bei cingetretener nördlicher Windrichtung außerhalb des Dorfes, andernfalls wären wohl 4 bis 5 Hofraiten ein­geäschert worden. Die Leiche des sind, theol. Franz Badior aus Geisenheim, der bei dem Unglück bei Bingen ertrunken war, wurde bei Caub gelandet.

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Jagd und Sport.

Ein Abenteuer mit Hirschen. (Kein Jäger­latein!) ImSchottener Anzeiger" lesen wir unter dieser Spitzmarke: Herr Forstwart Schott in Schotten erzählte mir folgendes: Ich fuhr kürzlich! mit'Rad die Straße von Eichelsachsen nach Eichelsdorf, als ich plötzlich; im Bereiche einer Wiesenlichtung fünf Hirsche vor mir auf der Straße stehen sehe. Mein Rad hat einen leichten, ge­räuschlosen Lauf, sodaß die Tiere mich auch beim Näher­kommen nicht bemerkten; erst durch Schreckrufe meinerseits stieben sie jäh durcheinander. Einer von ihnen rennt dabei mit dem Geweih gegen einen Stamm und kommt in den Straßengraben zu fallen, aus welchem er sich wieder auf­rafft und nun eine Strecke Weges von beinahe zwei Kilo-

NermischtLS.

* Wien, 4. Mai. Zwischen dem Direktor derFreien Bühne" Borgias Schmid und dem ehemaligen Hoftchau- spieler Gürtler fand gestern ein Säbelduell statt. Beide Duellanten wurden verletzt. Die Ursache des Duells war, daß Gürtler beim letzten verunglückten Heine- Abend behauptete, Schmid sei mit der Kasse durchgebrannt.

* Zu der Einsperrung des Rittmeisters a. D. Barons August Koller ins Irrenhaus liegt jetzt die Darstellung eines anderen Prager Blattes vor, die den Fall in anderem Licht erscheinen läßt. Danach, erfolgte die Einsperrung des Barons August Koller nicht auf Veranlassung seines älteren Bruders Alexander, son­dern seines eigenen Schwagers Baron Hildprandt, der den Rittmeister als irrsinnig bezeichnete. Die Krankengeschichte, die zur Aufnahme in eine Irrenanstalt erforderlich ist, wurde aus Wien eingeschickt und war von dem Distriktsarzt Dr. Sykora jn Blatna und Bezirksarzt Dr. Josef Arnstein ausgestellt. Sie bezeichnete Baron Koller als einen Morphi­nisten, der zuweilen auch gemeingefährliche Handlungen unternehme. Dieses Gutachten stützte sich allerdings in der Hauptsache nur auf Angaben der Verwandten des Barons Koller. Aus einem Gutachten, das die Gerichtsärzte Professor Dr. Reinsberg und Dozent Dr. Slavik in Prag nach Beobachtung des Barons Koller über diesen aus­stellten, geht hervor, daß Baron Koller geistig nicht normal sei. Es schließt damit, daß er seit einer Reihe von Jahren Morphinist war, daß er wegen seines Morphinismus als Rittmeister pensioniert wurde, daß er durch lange Zeit an Wahnvorstellungen und Hallucinationen litt u. s. w. Hieraus, sowie aus anderen Umständen gehe hervor, daß die Aufnahme des Barons in die Irrenanstalt vollkommen den vorgeschriebenen Bestimmungen entsprochen habe. Trotzdem, daß nun Baron Koller selbst seine Internierung in die Anstalt vollkommen gerechtfertigt fand, verlangte am 13. April seine Gattin dessen Freilassung, und sie ver­pflichtete sich in einem Revers, ihren Gatten in ent­sprechende Obhut und Pflege zu übernehmen. Dieser Vor­gang entspricht den gesetzlichen Bestimmungen.

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Arbeiterbewegung.

Mainz, 4 iDiat Dec Streik der Metallarbeiter in der Fabrik von Mctzner wu'de heute betgelegt. Die Firma bewilltSte 9«/i ftünbtfle Ardeilsreit, 7 pEt. Lohnerhöhung und einen Mindest- lohn von 27 und 33 Pfg. stündlich. Die Streikenden nehmen am Montag die Arbeit wieder auf. (Franks. Ztg.)

Großauheim bei Hanau, 4. Mai. In dem großen Cism- werk Marienhüttr" bei Großauheim (Besitzer ^Hauptmann a. D. von Arnim) wurden 42 Former, die auS Anlaß derMaifeier der Arbeit serngebliebeu waren, entlasten. wen

3n Büdesheim haben die Arbeiter in den Stetnbruchen wegen Lohndtfferenzen die Arbeit einaestellt.

Neueste Meldungen.

->»n>eschen des BureauHerold".

Berlin, 5. Mai. Kaiser Franz Josef hat dem Kronprinzen und den Prinzen Eitel Friedrich, Adalbert und August Wilhelm sein Bild, das ihn in der Uniform eines preußischen Feldmarschalls darstellt, mit eigenhändiger Widmung zum Geschenk gemacht und den drei letzgenannten Prinzen das Groß kreuz des Stephansordens verliehen. Ferner hat der Kaiser von Oesterreich den Kronprinzen zum Inhaber eines Husaren-Regiments, den Prinzen Eitel Fried, rich .zum Inhaber eines Infanterie-Regiments ernannt. , p

Berlin, 5. Mai. Der Präsident des Herrenhauses Fürst zu W i e d leidet an den Folgen eines Influenza- Anfalles und ist dadurch verhindert, ein ben jetzigen Fest­lichkeiten sowie an den am 9. beginnenden Herrenhaus­sitzungen teilzunehmen.

B e r l i n, 5. Mai. Wie derBorsen-Couner" erfahrt, hat Staatssekretär Graf B ü l o w bei dem gestrigen Früh- sttick in seinem Palais im Auftrage des Kaisers dem Grafen Goluchowsky die Brillanten zum Schivarzen Adler- Orden überreicht. w

Rom, 5. Mai. Der größte Teil der hiesigen Provinz­presse begrüßt freudig die Kaiser-Entrevue in Ber­lin als Unterpfand des Dreibundes und des Friedens.

Fiume, 5. Mai. Nach hier eingetroffeueu Meldungeu ist der englische DampferLeitria", der im März mit 2000 Pferden und 75 Mann nach Südafrika abgegangen ist, an der afrikanischen Küste unter gegangen.

Wien, 5. Mai. Die hiesige Presse ist fortgesetzt der Ansicht, daß die Reise des Kaisers Franz Josef nach Berlin eine große politische Bedeutung habe und erklärt, der 4. Mai werde in der Entwickelung der euro­päischen Geschichte ein denkwürdiger Tag bleiben. In den Ereignissen, dessen Schauplatz gestern Berlin gewesen, sei I ein öffentliches Zeugniß abgelegt worden für die Mächtig- keit und Wehrhaftigkeit des deutsch-öster­reichischen FriedenSbündnisseS. Dasselbe bedrohe Niemand, doch werde sich auch jeder hüten, daran zu rütteln.

Newyork, 5. Mai. Der Gemeinderat von Boston beschloß mit 33 gegen 28 Stimmen, die Buren-Dele­gierten einzuladen, Boston zu besuchen, und nahm eine Resolution an, die den Wunsch ausspricht, daß die Buren­mission den erwarteten Erfolg finden möge.

Washington, 5. Mai. Gestern wurde das Dekret veröffentlicht, das den General Otis von seinem Kom­mando über die Truppen auf den Ph^lrpprnen e hebt und den General MacArthur damit betraut.

meter neben mir herrennt. Ich befand wH m einer ko-- mischen Situation: kreuzt der Hirfch plötzlich den Weg, dann ist eine Karambolage unvermeidlich, absitzen wollte ich auch nicht und ein Revolver stand mir nicht zur Ver­fügung, sonst hätte ich das Vieh jpuf die ca. Eunddreivicrtell Meter Entfernung sicher zu Fall gebracht. Nachdem wir den Wald verließen, zog endlich der gehetzte, Hirsch vor, mich zu verlassen. (Hierzu sei bemerkt, daß die» jedenfalls ein Rudel der Hirsche war, welche von dem Waldhüter in Ober- Lnis seit längerer Zeit bewacht wurden, aber neuerdin^ aus dem Bezirk verschwunden und sich ^hlmehr^ nach dem Oberwald zu bewegen im Begriff ftnd. Red ) Lir können nicht umhin, den Forstwart wenigstens in BegUg auf die Waidmannssprache in Schutz zu nehmen. Denn wenn auch vorsichtigerweise am Kopfe stehtKern V>ager- latei n", so ist es. doch auch kein Jager deut sch, wenn der Gewährsmann desSchott. Anz." den Forstwart seine lieben Hirsche alsVieh" bezeichnet und siezu Fan stattzur Strecke" bringen läßt. Und noch gar mit einem Revolver?! -

Uhr- Versammlung der Veteranen zum Festban^tt in I ktein's Saalbau: 3 Uhr 30 Min. Eintreffen Sr König- i hchen Hoheit des Großherzogs. Abfahrt durch die Sud- ,ilaqe nach dem Bahnhof. 6 Uhr: Schluß des Banketts IG Aei eintretender Dunkelheit: Beleuchtung des Denk­mals und des Marktplatzes; Militär-Konzert auf dem

"^Kriegerdenkmal. Die Arbeiten zu den Empfangs I Zierlichkeiten schreiten merklich vorwärts. Dem Denkmal gegenüber ist bereits der Emp fangs Pavillon für d en UrnüberioQ mit anschließender Tribüne für das Ge- I Sofa? bi, Ebrenaäste usm. im Rohbau fertig gestellt. Die I Lpch'e des Pavillons schmückt die Großh. Krone. Auch der I -lüana zu der Bedachung mit dunkelrotem, schwerem Tuch k, bereit gemacht. Auch die Gerüste, von denen aus viele büLiferoch schnell ein neues Gewand erhielten, verschwinden I iwn Mit Beginn der nächsten Woche will man allgemein I mit den Vorbereitungen zur Schmückung der Straßen und I Häuser beginnen.

Festpoftkarten zum 1. Mai. Zur Einweihung des i QrieqcrbenfmalS ist - so schreibt man uns - eine wunder- OpH geprägte Postkarte mit den Wappen von Hessen, I Hießen, dem Deutschen Reiche und der Ansicht des Markt- I platzes mit dem Denkmal im Verlage von H. Kühn und I p. Noll erschienen. Wir verfehlen nicht, schon jetzt auf I diese aparte Karte aufmerksam zu machen, die trotz der I feinen Ausführung zum Preise von zehn Pfennig ver- I kauft wird.

Darmstadt, 5. Mai. Die Studentenschaft beab- I sichtigt einen Fackelzug zu Ehren des Geh. Baurat Pro- I fcssor Pfarr, der einen ehrenvollen Ruf nach Stuttgart I auSschlug, am Montag zu veranstalten. Da in der Sexta der Ober-Realschule 58 Schüler neu eingetreten sind, erscheint eine Teilung dieser Klasse geboten. Dieselbe wurde von den Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung beschlossen; besondere Kosten werden dadurch nicht veranlaßt. Auch an der Stadtmädchenschule III muß eine Klasse errichtet werden, da 83 Schülerinnen eingetreten sind. Die Kosten betragen 1800 Mark die bewilligt wurden.

8. Darmstadt, 4. Mai. Wie nunmehr bestimmt ver­lautet und aus verschiedenen Umständen mit Wahrscheinlich­keit hervorgeht, hat der Präsident der zweiten Stände­kammer, der Landtagsabgeordnete Geh. Regierungsrat Haas bei dem Ministerium sein Abschiedsgesuch als Kreis­rat von Offenbach eingereicht. Er wird sich voraussichtlich ganz der Landwirtschaft widmen und feinen zukünftigen Wohnsitz in Darmstadt nehmen. Der Sitz der Landwirt­schaftlichen Genossenschaften wird damit von Offenbach nach Darmstadt verlegt. Als Termin ist der 1. Oktober in Aussicht genommen. Seine Rolle in den hessischen politischen Verhältnissen hat Geheimrat Haas also nicht ausgespielt. Die Beratungen des Finanz-Ausschusses der zweiten Kammer nehmen nur sehr langsamen Fortgang, da die Regierung bei den Verhandlungen sich sehr zurückhaltend | zeigt und die Bahnprojekte nur mit größter Vorsicht be­handelt. Das vielbesprochene Projekt einer Vollbahn Darmstadt-Oppenheim darf man als gescheitert betrachten, da der Finanzminister sich als entschiedener Gegner des Projektes erklärt. Die Einberufung der zweiten Ständekammer auf den 29. Mai ist als verfrüht und nur als Vermutung zu betrachten, da wegen des langsamen Fortschreitens der Finanz-Ausschuß-Beratungen nur schwer ein Termin festzustellen ist und zunächst auch noch vorher einiger wichtiger Gegenstände halber der zweite (Gesetzgebungs)-Ausschuß einberufen werden muß, was bis jetzt noch nicht erfolgt ist. In Oberramstadt wurde gestern ein verheirateter Arbeiter, der auch mehrere Kinder hat, wegen Vergehen gegen § 1752 des Strafgesetzbuches verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis in Darm­stadt abgeführt. Seine Frau versuchte heute vergeblich, feine Freilaffuug zu erwirken. Der Groß her zog, die Großherzogin und Prinzessin Elisabeth sind von ihrer seit Februar dauernden Italien-Reise, Aufenthalt auf Lapri, heute zurückgekehrt und in bestem Wohlsein von dem Prinzen Wilhelm, den Spitzen der Behörden und der Generalität empfangen, hier 3,39 eingetroffen und sofort nach dem Sommeraufenthalt Schloß Wolfsgarten

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion keinerl^ Verantwortung.^o

Warum liegt der Sand von der Umpflasterung her noch immer auf der Verbindungsfirahe »wischen Kwchen-^^ndenp^tz.^^^

Auerbach

fZwrf^che. PensionsproBpekt u. Führ. grat. Be» : Q. Diefenbach.

Universität und Hochschule.

Verschiedenesr Aus Heidelberg vom 2. ds. wird berichtet: Der a.-o. Professor der Rechte Alfred Seng hat krankheitshalber Ur­laub erhalten; das von ihm angekündigte Kolleg hat Privatdozent Aff alter übernommen.

Meratur.

Im Verlage von I. Diemer in Aiainz ist soeben erschienen:Das Invalidenversicherungs-Ge­setz v o m 13. I u l i 1899" mit den zu seiner Durchführung, insbesondere für das Großherzogtum Hessen, erlassenen Vorschriften. Herausgegeben von Regierungsrat Dr. Dietz., Vorsitzendem des Vorstandes der Jnvaliden-Versicherungs- anstalt des Großherzogtums Hessen. Das gut ausgestattete Werk charakterisiert sich durch übersichtliche Anordnung und erschöpfende Behandlung des Stoffes sowohl für den Juristen, wie auch für den Laien als ein vortreffliches' Hilfsmittel zur Orientierung in allen das Jnvaliden-Ver- sicherungsgesetz betreffenden Fragen.

Max Grube, der als vorzüglicher Schauspieler be­kannte Oberregisseur des Berliner Schauspielhauses, eröff­net in der Nummer 18 derM o d e r n e n K u n st" (Verlag, von Rich. Bong, Berlin, Preis einer Nummer 60 Pf.) eine Serie von höchst interessanten Artikeln; er erzählt mit ergötzlichstem Humor zunächstvom Dutzendmann", einem jener kuriosen Käuze, deren er auf seinen Wanderfahrten durchs Leben eine große Anzahl kennen gelernt haben mag. i Der übrige Teil der Nummer ist zum Teil Julius Kraut, dem Berliner Porträtisten, gewidmet. Mit Verständnis legt Arthur Stieler den Bildungsgang, das Mühen, Streben und endliche Durchkämpfen des Künstlers dar. Das Heft bringt eine Anzahl der Kraut'schen Porträts. Außerdem birgt das reich ausgestattete Heft noch eine Fülle Artikel, von denen folgende hervorgehoben seien:Die Große Oper ku Paris",Bei den schönen Frauen des Orients",Die photographische Flinte" usw. Auch der RomanWandern­des Volk" von Moritz von Reichenbach, in dem ein zeit­gemäßes Thema behandelt wird, sowie der sonstige bild­nerische Schmuck des Heftes, dessen Holzschnitt-Illustra­tionen nach Werken von I. Perault, A. Fabres und L. Dett- | mann angefertigt wurden, sind eingehender Beachtung wert.

weitergefahren.

bm. Mainz, 4. Mai. Ein bedeutendes Schaden­feuer wütete heute vormittag in der hiesigen Neustadt. Es ioar in einem Anwesen von Holzfachwerkbauten ausgebrochen, in dem sich vier ausgedehnte Geschäfte im Betriebe befanden, und zwar eine Sackfabrik, (Louis Luft), eine Küferei, eine Schreinerei und eine Bildhauerei. Durch die zahlreich vor­handenen Brennstoffe entwickelte sich das Feuer mit solcher Schnelligkeit, daß alsbald der ganze Komplex lichterloh -brannte. Es war nicht das Geringste zu retten, und be­durfte großer Anstrengung der Feuerwehr, die Flammen von der angrenzenden Lack- und Pechfabrik der Firma Al­brecht fern zu halten. Wenn das Feuer in die Pechfabrik fibergegriffen hätte, wäre bei den großen Waren-Vorräten, welche darin angehäuft sind, nicht abzusehen gewesen, welche Ausdehnung der Brand hätte nehmen können, zumal in der Gegend der Brandstätte sich noch viele leichte Fachbauten befinden. Der heutige Brandschaden ist größtenteils durch Versicherung gedeckt. DieFrist Ztg." teilt noch mit, daß her Schreiner Mathias Blanz verhaftet wurde, weil er den Arand fahrlässig verursacht haben soll.

Marburg, 4. Mai. Im Burenkrieg ist auch ein alter Herr der Turnerschaft Philippina gefallen, Dr. W. Schulz aus Brandsord im Oranje-Freistaat. Er starb in Ausübung feiner ärztlichen Pflicht im Lazarett der Buren zu Boshof. Er war dorthin abberufen worden, nachdem et vorher längere Zeit vor Kimberley gelegen hatte.

(Marb. Ztg.)

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

® Frankfurter Börse vorn 4. Mai.

Wechsel auf New-York zu 4.21-22. ,

Prämien auf Kredit per ult Mai 1.40 %, do. ye ult Juni 2 30%. Diakonto-Kommandit per ult. Mai 1.30/o,

per vlL JuniTsoo/o, Lombarden per ult Mai 0.65 o/o, do. per ult. Juni 0.85 ®/r, Berliner Handelsges per uH. Juni -. ^°nto-

Äotierungen: Kreditaktien 227.vu-22c.-u,

Kommandit 185.90-186.20, Staatßbahn ^7.00 Sotthard 142.50, Lombarden 26.90-00 00, Ungar. Goldrente 97:402?!^ Colp^ 3proz Mexikaner 25.70, Oeeterr. Coupons 84, Amenk. Coupons

227.20-226.50-60 D^O-t-Kom- mandit 186.20-40-185.90, BWobahn 137-186.70, Lombarden 26.70 bis 26-26 20.

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«öüngelische Gemeinde.

Sonntag den 13. Mai findet in der Sladlürcke FrühgotteS- dienst um 8 Uhr, und in Verbindung damit Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Malthäusgemeinde staw ______