Ausgabe 
5.10.1900 Zweites Blatt
 
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wirklich auSgesührt werden, dann würde über die Friedens- Verträge mit den Großmächten und die ihnen zukommenden Entschädigungen unterhandelt werden können.

Pans, 4. Oktober. Ein Mitglied der Umgebung des Generalfeldmarschalls Grafen Waldersee erklärte einem Vertreter desJournal" in Schanghai, der Graf sei zum Wiederaufbau, aber nicht zum Zerstören nach China gesandt worden.

Paris, den 4. Oktober. Die hiesige Ausgabe des New-Aork Herald" meldet, daß die Vereinigten Staaten und die übrigen in China interessierten Mächte von Deutsch­land eine Note erhalten haben, worin die Enthebung des Prinzen Tuan und der übrigen ihm zugethanenen Beamten von ihren Posten gefordert wird.

Washington, 4. Oktober. Die Zirkularnote des französischen Ministers des Auswärtigen, Delcassö, traf gestern hier ein und wurde sofort dem zurzeit in Ohio weilenden Präsidenten Mac Kinley übermittelt.

Der Krieg i» Südafrika.

Nach einer Meldung aus Johannesburg benach­richtigte der Militärgouverneur das Hauptquartier, er habe Veranstaltungen für die Rückkehr von Flücht­lingen, je 3000 bis 4000 wöchentlich vom 10. Oktober ab getroffen. Nach einer Meldung derDaily Mail" aus Ma ritz bürg machten die Buren einen plötzlichen Einfall in das nördliche Natal und nahmen einen Train. Zwei Kaffern wurden dabei getötet und mehrere >Natalsche Freiwillige schwer verwundet, während andere gefangen genommen wurden. Man war gerade im Begriff, die Natalschen Freiwilligen in ihre Heimat zu schicken. Dies ist jetzt aus unbestimmte Zeit verschoben worden.

Eine Depesche von Lord Roberts aus Pretoria vom 2. ds. meldet: Ein Convoi von 22 Wagen, der unter Eskorte von 60 Mann Kavallerie nach Vryheid ging, wurde gestern von 140 Buren bei Dejagersdrift an­gegriffen. 12 Mann-entkamen. Natalfreiwillige sind abgesandt, um in Erfahrung zu bringen, was aus den übrigen geworden ist. In der letzten Nacht brachten die Buren einen Eisenbahnzug bei Panstation zum Entgleisen. Im Zuge befanden sich 3 Kompagnien von der Coldstreamgarde und andere Truppen. 5 sind tot, ein Offizier und 13 Mann verwundet.

»Daily Telegraph" meldet aus Lourenzo Marques vom 2. ds.: Die Niederländisch-Südafrikanische Bahn von Komatipoort führt jetzt die Bezeichnung Reichs- Militärbahn.Standard" meldet aus Durban vom 2. ds.: General Dartnell telegraphierte gestern an den Gouverneur von Natal: Ein von Freiwilligen ge­führter Convoi wnrde am 1. ds. 6 Meilen östlich von De Jagers drift von Buren genommen. Ein Offi­zier und vier Mann find verwundet, zwei Farbige gefallen, mehrere Begleitmannschaften gefangen. Lord Roberts teilte dem Lord Mayor mit, daß er nicht rechtzeitig zum Bankett in der Guildhall am 9. November in London eintreffen könne. Lord Roberts verläßt Südafrika wahrscheinlich am 17. Oktober.

Aus Brüssel wird gemeldet: Ebenso wie der reiche Holländer Van Houten beabsichtigt, dem Präsidenten Krüger sein Schloß in Wesp zum dauernden Wohnsitz anzubieten, hat nun auch ein in Belgien ansässiger Holländer, von Aumerie, die Transvaal-Gesandtschaft ersucht, Krüger nach seiner Ankunft in Europa zu benachrichtigen, daß ihm sein Schloß bei Anderlecht in der Nähe Brüssels mit Pferden und Wagen zur Verfügung steht.

* * *

Telegramme des Gietzeuer Anzeigers.

London, 4. Oktober. Morning Leader macht neue Ent­hüllungen über die Finanz-Operationen Chamber­lains. Das Blatt beweist, daß der Kolonialminister einer der Haupt-Aktionäre des Syndikats Birmingham Trust- Company ist, während fast sämtliche anderen Aktien sich in den Händen der Mitglieder seiner Familie befinden. Aus den Geschäftsbüchern geht hervor, daß in den letzten Jahren sämtliche Geschäfte des Syndikats in An- und Verkäufen von solchen Gesellschaften bestanden, die Kriegs-Munition für die englische Armee lieferten.

Lourenzo-Marques, 4. Oktober. Aus der Reise nach Europa befinden sich 920 Flüchtlinge und zwar Deutsche, Holländer, Italiener, Amerikaner und Irländer. Dieselben haben auf den DampfernStyriano",Herzog" undGironde" die Ueberfahrt angetreten. 900 Buren und Afrikander befinden sich noch hier.

Marseille, 4. Oktober. Der DampferPortugal" ist 9ter Süd-Afrika eingetroffen. An Bord desselben be fand sich Prinz Ludwig vonOrleanS, derinTrans- vaal unter B^otha aus Seiten der Buren gekämpft hat.

.Deutsches Reich.

Die Abreise des Kaisers tn^oI9e veränderter Bestimmung in der Frühe deA 4. d. M. und die Ankunft in L a n a f u b r für pr° Tnnp r° 9f p i n1 °h 9 e^ott toirb der Besuch nur von kurzer Tauer sein, da der Kaiser nach Besichtiauna der neuen Militarbauten und nach einem Imbiß im Offizier- ka,mo des 1. Leibhusarenregiments sofort Me Weiterreise nach Marrenburg antreten wird.

~ Zn den Feierlichkeiten während des Beiuebs des Kaisers im Wupperthal haben ihr Erschien bis letzt zugesagt: Reichskanzler Fürst Hohenlohe Ministe? v. Rhembaben, Hausmrnrster v. Wedel, Oberpräsident Rasse Landeshauptmann Dr. Klein und Regierungspräsident bnn Holleufer. Minister v. Miquel und Fürst zu Wied find verhindert.

-Ter Kronprinz begiebt sich am nächsten Sonntag zum Herzog Karl Theodor in Baiern, um an den Jagden in Bad Kreuth teilzunehmen.

Dem verstorbenen Prinzen Bernhard Heinrich von Sachsen-Weimar - Eis e n a ch widmet das Offi­zierkorps des 3. G ar d e - n en -R e g t s. folgenden Nachruf:Obgleich es dem Regimente noch nicht zwei Jahre lang vergönnt war, den hohen Verblichenen mit Stolz Dulden ©einigen tzählen zu dürfen,- so Hat Hochderselbe sich in dieser kurzen Zeit die Liebe und Verehrung aller Regimentsangehörigen in so hohem Maße zu erwerben ge­wußt, daß sein Andenken im Regimente unvergeßlich sein und bleiben wird. Die Leiche des Prinzen Bernhard Heinrich wird am Donnerstag mittag nach Weimar in die Fürstengruft zur Aufbahrung übergeführt lverden. Stadt und Land beklagen in aufrichtiger Trauer das schmerzliche Ereignis, da der junge Fürst eine wirkliche liebenswürdige Persönlichkeit war. Seine Studien hatte er unter Leitung des Majors v. Giersheim in Jena be­endet, ehe er in Potsdam beim 3. Garde-Ulanenregiment eintrat. Am 1. Oktober gedachte er in seine Garnison zu­rückzukehren. Das großherzogliche Hoftheater bleibt noch einige Tage nach der Beisetzung geschlossen. Der Groß­herzog ist durch den unerwarteten Schlag hart mit­genommen und wird sein Hoflager von der Wartburg, wo er bis Ende des Monats zu bleiben gedachte, sofort nach Weimar verlegen. Die ihm so teure Burg wird wohl wie dereinst nach dem Hinscheiden Kver Großherzogin Dorn­burg, für längere Zeit von dern Großherzoge gemieden werden. Als Vertreter des Kaisers wird der Kron­prinz der feierlichen Beisetzung, die am kommenden Frei­tag, mittags 12 Uhr, stattfindet, beiwohnen.

Der Gouverneur von Deutsch-Ostafrika, General­major von Li e b e r t ist in dem Soolbade Karlshafen zum Besuche eingetroffen.

Der Staatssekretär Graf v. Bülow, den man fälschlich für erkrankt ausgab, hat die Geschäfte des Aus­wärtigen Amtes in vollem Umfange übernommen.

Am 1. Oktober d. I. trat im Fürstentum Schwarz- Durg -Sondershausen eine öffentliche Schlacht­vieh-Versicherungsanstalt ins Leben. Es ist eine vom Staat geleitete und bezahlte Gegenseitigkeitsanstalt, welche die Aufgabe hat, die inländischen Viehbesitzer für alle die­jenigen Verluste zu entschädigen, welche bei der Schlachtung von Rindvieh und Schweinen infolge der Fleischbeschau- Ordnung erwachsen.

Das Reichsgesetzblatt veröffentlicht die am 1. Ok­tober d. I. in Kraft getretene Verordnung betr. das straf­gerichtliche Verfahren gegen Militär - Per­sonen der Schutztruppen vom 18. Juli d. I.

Die Ausrüstung der Garde-Infanterie mitdem neuen Gewehr, Modell 1898, hat begonnen; Montag und Dienstag waren Abteilungen des Garde-Gre- nadier-Regiments Königin Elisabeth aus Charlottenburg in Spandau, um die neue Waffe im Artilleriedepot in Empfang zu nehmen.

Im Verlage von Mittler u. Sohn, Berlin, ist so­eben eine Dienstaltersliste der Offiziere des Beurlaubten st an des der Armee mit Angabe der Patente jedes Dienstgrades erschienen. Ein Bedürfnis nach einer solchen Liste ist hervorgetreten, seitdem die Offiziere des Beurlaubtenstandes in hie höheren Dienstgrade inner­halb der Waffe nach dem Dienstalter aufrücken und bei ihrer Weiterbeförderung nicht mehr an die Bestimmung gebunden sind, daß zuvor der Hintermann in der Linie befördert sein muß. Die Dienstaltersliste setzt durch ihre Anordnung jeden Offizier in den Stand, sich selbst über den Zeitpunkt seiner Weiterbeförderung unterrichten und sich infolge dessen auf die abzuleistende Beförderungsübung rechtzeitig vorbereiten zu können. Der höchste in der Dienstaltersliste vertretene Dienstgrad ist der eines Obersten von der Infanterie. Diesen Grad bekleidet int Beurlaubtenstande nur ein Offizier, und zwar Graf von Seckendorfs in Berlin. Ebenso ist nur ein Oberstlt. von der Infanterie, Staatsminister v. Bo etlicher in Magdeburg, verzeichnet. Die Kavallerie weist keinen Obersten, sondern nur einen Oberstlt., den Fürsten Radziwill, auf. An Majors von der Infanterie sind 13, von der Kavallerie 9 aufgezählt. Bei allen übrigen Waffengattungen sind Stabsoffiziere nicht vorhanden.

Ausland.

London, 3. Oktober. Bis nachts i/22 Uhr waren folgende Wahlresultate bekannt: 178 Ministerielle, 54 Oppositionelle, darunter 19 Irländer. Die Ministeriellen gewannen 6, die Oppositionellen 7 Sitze. Balfour wurde in Manchester mit 2454 Stimmen 776 mehr als bei der letzten Wahl gewählt. Die Liberalen gewannen einen Sitz in Grantham. WieTruth" mitteilt, will sich der Marineminister Goschen nach seinem Rücktritt vom Amt litterarischer Arbeit widmen, die er seit 30 Jahren geplant habe. Er will nämlich die Korrespondenz, die sein Großvater, der berühmte deutsche Verleger Göschen in Leipzig, mit litterarischen und politischen Größen in allen Teilen Europas unterhielt, zusammen mit einer Biographie seines Großvaters veröffentlichen.

Brussel, 3. Oktober. Bei dem Fackelzug zu Ehren der Vermählung des Thronfolgers kam es gestern in Gent zu schweren Ausschreitungen. Die Militärmusik, die die Brabanxonne spielte, wurde von Arbeiterhaufen zum Schweigen gebracht und statt deffen aus Hunderten von Kehlen die Marseillaise angestimmr. Das Volk verfolgte das Militär. Man warf mit Steinen. Die Unteroffiziere mußten blank ziehen.

Paris, 3. Oktober. Laserriöre, der bisherige Generalgouverneur von Algerien, übernahm das Amt als Generalprokurator am Kassationshose an Stelle Manaus. Der gestrige Ministerrat erledigte die Derschiebungeu in den höchsten Richterstellen; doch steht die Beröffeni^ lichung noch aus, weil der bisherige Gouverneur Algeriens, Laferriöre, für das Präsidium des Kassationshofes kan­didiert, das die Regierung dem Berichterstatter der Dreifus- Affaire, Ballot-Beauprö, bestimm! hat. Laserriöre soll als Nachfolger Beauprös Präsident der Zivilkammer des Kassationshofes oder General-Staatsanwalt anstelle des wegen Alters zu pensionierenden Man au werden. Falls Lüferriöre ablehnt, würde ihm der Posten eines Gesandten

angeboten. Da das gesamte Avancement alle hohen Richter und Staatsanwälte umfaßt, die in der DreyfuS-Affaire oder tm StaatSgerichts-Prozesse eine Rolle spielten, so ist man in manchen Kreisen nicht abgeneigt, darin ein ReinigungS- Verfahren zu erblicken, das die letzte Phase der DreysuS- Affaire einleitet.

Dem »Figaro" zufolge trifft der König von Griechenland Mitte Oktober in Paris ein und wird dort länger verweilen. Gegen Ende deS'Monats wird der König der Belgier erwartet, dem zu Ehren eine Reihe von Festlichkeiten veranstaltet werden sollen. Ferner wird Prinz Georg von Griechenland die Weltausstellung offiziell besuchen.

Wien, 3. Oktober. Kaiser Franz Joseph ist heute zu den Hochwildjagden nach Radmer abgereist. Die ge­meinsamen Ministerkonferenzen werden Sonntag fort­gesetzt. Es handelt sich um den Bau einer neuen bos­nischen Bahnlinie, die von Serajevo nach Südosten geführt werden soll. Die Kosten wären aus Mitteln Bos­niens zu bestreiten.-Hlas Naroda" warnt die Jung- czechen, auf dem eingeschlagenen Wege zu verharren und auf fremde Hilfe sich zu verlassen. Gott sei hoch und der Zar weit. Andererseits empfiehlt dasselbe Blatt im In­teresse der nationalen Abgrenzung, die czechischen Gemeinden von Niederösterreich an Böhmen und Mähren anzugliedern. DerCzas" bekämpft angesichts des Wiederbeginns der Kontrollversammlungen die unglückliche Politik in der Z de"-Frage.

Sofia, 3. Oktober. Heute begannen die Verhandlungen vor dem Schiedsgerichte, welches zur Regelung des Streitfalles zwischen der bulgarischen Regierung und den Generalunternehmern des Baues der Eisenbahn Sofia-Roman eingesetzt worden ist. Schiedsrichter sind der frühere belgische Ministerpräsident Bernaert, der Präsident des Frankfurter Oberlandesgerichts, Hagens, und der Advokat am Pariser Kassationshofe, Bari.

Konstantinopel, 3. Oktober. Der Schah vonPersien ist stark verstimmt. Er erwartete den Empfang des Sul­tans, wie verabredet worden war, in Ortakeni, statt dessen begrüßte ihn der Sultan im Iildiz-Kiosk. Die offiziellen türkischen Zeitungen veröffentlichen an ihrer Spitze in fetter Schrift die Nachricht, der Schah habe dem Sultan bei der ersten Begrüßung die Hand geküßt und ihn als Khalifen angeredet. Wenn dieses offizielle Kommunique mit den Thatsachen übereinstimmt, so wäre, wie in einflußreichen persischen Kreisen versichert wird, die Stellung des Schahs unmöglich und die intensivste Agitation der fanatischen persischen Sekten wäre zu erwarten. Der hiesige persische Botschafter ist im Zusammenhang hiermit in Ungnade gefallen und seine Abberufung wird nach Beendigung des Besuches erfolgen. Als Zeichen der Mißstimmung des Schahs ist es auch anzusehen, daß das für morgen im Wldiz-Kiosk geplante diplomatische Diner infolge angeblicher Ermüdung des Schahs ausfällt.

Mexiko, 3. Oktober. Die neue Amtsperiode des Präsi­denten Parfirio Diaz beginnt am 1. Dezember 1900. Aus diesem Anlasse werden große Festlichkeiten vorbereitet.

Km Stadt und Kand.

Gießen, 5. Oktober 1900.

** Elektrizitätswerk. Um Irrtümern entgegenzutreten, werden wir gebeten, darauf aufmerksam zu machen, daß bis jetzt nur die beiden Firmen M. Weisbäcker hier und Schuckert u. Cie. in Frankfurt a. M. die Erlaubnis haben, Anlagen zum Anschluß an das städtische Elektrizitäts­werk auszusühren. Letztere Firma ist verpflichtet, hier dauernd ein Bureau zu unterhalten, da nach den Be­stimmungen für Installateure nur solche zugelassen werden, die ihren Wohnsitz in Gießen haben. Dadurch stad tue Interessenten vor Ueberlaufung von Leuten mit wenig ober keinen technischen Kenntnissen geschützt. Das städtische Elektrizitätswerk prüft vor Anschluß sämtliche Anlagen, ist aber auch bereit, mit Ratschlägen, Kostenanschlägen usw. behilflich zu sein. ,

Theater-Verein. Wie schon im 3nfenitenteu an» gekündigt, beginnt der Theater-Verein am 30. Oktober feine Borstellungen. Als Gast für diesen Abend ist die aus- gezeichnete Berliner Künstlerin Fran Prasch G revenberg gewonnen worden. Daß alle übrigen Rollen durch Mit­glieder unseres Stadttheaters besetzt sind, dieses über­haupt mit dem Theater-Verein Hand in Hand geht, dürfte wohl allgemein bekannt sein. Gleichzeitig steht die jährlich sich wiederholende Verlosung der Sperrsitze bevor. Die Logenplätze werden vergeben, nicht ver­lost und können nach dem Plan, der bei Herrn Challier ausliegt, soweit sie nicht bereits in festen Händen sind, ausgewählt werden. Mitglieder, die bereits bei früheren Verlosungen ihre Wünsche geäußert haben, brauchen diese nicht zu wiederholen, da alles ordnungsmäßig vorgemer't wird. Nur Neueintretende und bisher Nicht - abonnierte müssen unbedingt die Zahl der Platze und daraus bezügl. Wünsche bei Herrn Challier angeben.

" Stadttheater. Die gestrige Vorstellung, die uns das LustspielMauerblümchen" von Blumenthal und Kadel- burq brachte, zeigte uns dasselbe Gesicht wie die Eröffnungs­vorstellung und verfehlte mit ihren mehr oder minder guten Witzen und Scherzen ihre Wirkung auf die Lachmuskeln d-s Publikums nicht. Die Rolle des alten, verliebten Jung­gesellen Wörmann ist für Herrn Helm wie geschaffen, sodaß bei ihm, ebenso wie be. Herrn Liebscher a« chüchterner, unbeholfener penston,er,er Beamter der Erfolg ein durchschlagender war. Auch Herr d. Balthynr gab sich aefteru reckt natürlich, wie überhaupt die gestrige» Ostungen, unter denen noch di- von Frl Wohtbrück, SW v Lindenan und Herrn Ramsey er besonders bervorlraten, sich allgemeiner Anerkennung zu erfreuen hatten Morgen abend wird Max Dreyers sensationelles