Ausgabe 
4.2.1900 Zweites Blatt
 
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Schiffsnachrichten

Norddeutsche, Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten- Carl Loos und I. M. Schulhof.

Bremen, 2. Februar. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Dopp--lschrouben-Postdampser Hannover, Capt. I I a n tz e n , vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 1. Februar 8 Uhr vormittags wohlbehalten in Baltimore angekommen

Aeueste MeUstmge«.

Depeschen deS Bureau .Herold".

Berlin, 3. Februar. Behufs Förderung der Auf­gaben der Provinzialverbände haben mit Unter­stützung der nationalliberalen Fraktion im Abgeordneten­hause die Abgeordneten von Eynern, Dr. Friedberg und Schmieding folgenden Antrag eingebracht: das Haus der Abgeordneten wolle beschließen, die königliche Staats-Regie­rung zu ersuchen, einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen nach den Grundsätzen des Gesetzes vom 8. Juli 1875 den Provinzial Verbänden aus den Ueberschüssen des Etatsjahres 1899/1900 ein Fonds von 50 Millionen Mk. überwiesen wird.

Berlin, 3. Februar. Das Allgemeinbefinden des Abgeordneten Dr. Lieber war auch am gestrigen Abend befriedigend. Die vorhergegangene Schwäche war wieder gehoben, sodaß sich der Kranke wohl fühlte, zumal auch die Nahrungsaufnahme keine Schwierig­keiten machte.

Wie», 3. Februar. In Holleschau wurde vor eiligen Tagen eine Demonstration gegen Deutsche verübt. Auf dem dortigen katholischen Friedhöfe wurden alle Grabsteine mit deutschen Inschriften in der Nacht be­sudelt und verschmiert. Mehrere Marmortafeln wurden zerschlagen, ein Grabstein umgeworfen.

Wie», 3. Februar. Der Eisenbahnminister setzte den Transport-Tarif für Kohlen bedeutend herunter.

Wie», 3. Februar. Hiesige Burenkreise beschlossen eine Sympathie Kun dgebung für die Buren und sandten ein diesbezügliches Telegramm an Dr. Leyds.

Brussel, 3. Februar. Die Petition des belgischen Friedens-Bundes an den Präsidenten Mac Kinley, welche eine halbe Million Unterschriften trägt, wird in den nächsten Tagen dem hiesigen amerikanischen Gesandten übergeben werden.

Warschau, 3. Februar. Die Kohlennot in Polen nimmt immer größere Dimensionen an. In den Gouvernements Warschau, Petrikau und Radow hat eine

größere Anzahl Fabriken wegen Kohlenmangel den Betrieb einstellen müssen. Viele tausend Arbeiter sind brotlos.

Vom Kriegsschauplatz.

L o n d o n, 3. Februar. Ein hiesiges Blatt verbreitet ein sensationelles Gerücht, wonach Lord Roberts unt Zusendung von 90 000 Mann gebeten habe. Das Kabinett habe geantwortet, die verlangten Truppen würden sofort abgesandt werden. Das Kabinett habe beschlossen, die Miliz-Ballotir-Akte in Kraft zu setzen, wonach ein jeder unverheiratete Mann zwischen 18 und 30 Jahren dienst­pflichtig wird. 40 000 Mann sollten von der Miliz-Reserve und 50 000 Mann von den Volontären eingezogen werden. Der gestrige Kabinettsrat habe den Zweck gehabt, alle Ein­zelheiten hierüber festzusetzen.

London, 3. Februar. Laffans Bureau meldet aus Kapstadt, daß General Tucker, der Kommandeur dev 7. Division, am Montag nach dem Modderfluß aufgebrochen sei. sltach weiteren Meldungen ließ Lord M e t h u e n Brunnen anlegen, um das Trinken des Wassers aus dem Modderfluß zu vermeiden.

Brüssel, 3. Februar. Soweit vom gestrigen Tage Meldungen vom Kriegsschauplätze vorliegen, bestätigen die­selben die Konzentrierung eines großen Bu- renheeresiD ei Colesberg, sodaß jeder Versuch der. Engländer, von dort in den Oranje - Freistaat einzu­dringen, auf Widerstand stoßen muß. Die Meldung vom Tode Jouberts wird dementiert.

London, 3. Februar. Vier Abteilungen des Regi­ments Rhodesia haben am 22. Januar 3 Uhr morgens einen Kundschafterritt bis zum Burenlager an den Kroko­dilseen gemacht. Sie griffen mit aufgepslanztem Bajonnet die Buren an. Diese mußten fliehen, und verloren zwei Pferde {unb zwei Fahnen. Schließlich kehrten sie aber mit Verstärkungen zurück, und beschossen die Engländer, welche beim Rückzüge vier Verwundete verloren.

London, 3. Februar. Im Unterhause erklärte der Konservative Clarke, Chamberlain habe die größte Verantwortung für den Krieg. Der sofortige Rücktritt Chamberlains und des, Gouverneurs Millner sei notwendig, um . eine friedliche Lösung zu ermöglichen. Der Marine­minister erklärte, daß das Ministerium von dem Ernst der Lage durchdrungen sei. Die militärischen Vorkehrungen, welche getroffen seien, würden den Beweis führen, daß die Regierung ihrer Ausgabe gewachsen sei. Diese im Verein mit der Flotte getroffenen Vorkehrungen ermöglichten es, der Zukunft mit Vertrauen entgegenzusehen. Der union- istische Irländer Henderson rief einen heftigen Zwischenfall hervor, durch Beschimpfung der Kriegs-Partei. Die Sitzung mußte wegen der hierdurch entstandenen Tumulte um Mitternacht aufgehoben werden.

London, 3. Februar. Die Königin erhielt eür Telegra mm, unterzeichnet vom Bürgermeister vou Mafeking, datiert 27. Januar. Dasselbe drückt anläßlich des hundertsten Belagerungstages die unerschütterliche Treue der Bevölkerung und deren Entschlossenheit, die eng­lische Oberhoheit anzuerkennen, aus. Das offizielle Hof­blatt erklärt, dieses Telegramm habe der Königin große Freude bereitet. Die Königin hat vier Offizieren und Unteroffizieren, sowie 16 Artilleristen die Ehren-Medaille verliehen, weil dieselben außergewöhnlichen Mut an den Tag gelegt haben, bei dem Versuch, unter dem mörderisch­sten Feuer bei Colenso die Kanonen vom Feinde zurückzu­erobern. Das Kriegs-Departement erklärt, bis Mitternacht keine Nachrichten vom Kriegsschauplatz erhal­ten zu haben.

Darmstadt, 3. Februar, 1 Uhr 30 Min. mittags. (Privat- Telephonmetdung.) Die Marine AuSstellung wurde heute mittag 12*/2 Uhr durch Seine Königliche Hoheit den Großherzog feierlichst eröffnet. Der Vorsitzende deS Deutschen FlotteuvereinS begrüßte Seine Königliche Hoheit, worauf der Großherzog etwa folgendes erwiderte:ES ist mir eine große Freude, die Marine Ausstellung e. öffnen zu können, ehe ich nach Italien abreise. Ich hoffe, daß der Segen, den man von der Ausstellung erwartet, in vollstem Maße in Erfüllung gehe!" Anwesend waren in Vertretung des Staatssekretärs der Marine der Kapitän B ü ch s e l, ferner der kommandierende General des 18. Armeekorps v. Linde q ui st, der hessische Staats- und Justizminister Rothe und Dittmar, sowie die Spitzen der Staats- und städtischen Behörden. Die Aus­stellung hält 22 Räume, die mit über 500 Marineflaggen ausgeschmückt sind, und umfaßt 270 Nummern. Ein aus­führlich geschriebener Katalog ist zum Preise von 10 Pfg. zu haben Der Besuch der Ausstellung ist jeder­mann zu empfehlen.

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Hochachtungsvoll

Konrad. Vogt VII.

Lich, den 2. Februar 1900.

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