Ausgabe 
4.1.1900 Zweites Blatt
 
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Else Jahr.

Gießen, den 2. Januar 1900.

Betr.: Das Reichsgesetz vom 14. Mai 1879 über den Ver-

auf Grund des rubr. Gesetzes von Ihnen zu I Stempelbetrag mit dem Baugesuch portofrei an uns em-

Privatbriefe vom Kriegsschauplatz.

Aus Abonnentenkreisen erhält dieMagdeb. Zeitung" folgende vom Kriegsschauplätze aus Ladysmith und Jo­hannesburg stammenden Briefe behufs Veröffentlichung zugesandt, die in ihrer Originalform wiedergegeben sind.

Lager vor Ladysmith, 11. November 1899.

Sehr geehrte Frau Jahrl

Augenblicklich, es ist,2 Uhr, sitze ich |mit Ihrem lieben Gatten und noch sechs Mann auf Wache in Front Ladysmith, natürlich wie immer, nichts zu sehen. Es ist doch ein recht faules Leben, man ver­bummelt ordentlich; schlafen, essen, Kaffee trinken und Wache schieben, eine Beschäftigung, die ich in meiner Militärzeit zur Genüge kennen ge­lernt habe, daS sind die einzigen Beschäftigungen Doch halt, eins hätte ich bald vergeffen, 4 bis 6 Mal die Woche hat der ganze Camp Kirche und außerdem jeden abend 12 Stunden lang predigen, beten und singen, entschuldigen Sie, gnädige Frau, brüllen wollte ich sagen, denn die Leutchen scheinen ihre ganze Kraft in die Kehle zu setzen, so daß sie die Engländer in Ladysmith gut hören können. Herr vom Straaten ist bei demselben Kommando-, er hat schon unendlich oft bedauert, keinen photographischen Apparat mitgenommen zu haben, um uns drei Brüder einmal abnehmen zu können, wenn wir so dasitzen und effen. Ihr Gatte als besonderer Fleischliebhaber sitzt da und hat sich ein Stück Fleisch am Ladestock gebraten, was er aus der Hand ißt, unb die Händchen sind seit drei Tagen nicht gewaschen, denn das Wasser ist knapp und Seife giebts überhaupt nicht. Beyemann und meine Wenigkeit sitzen bei einem Pott voll Mehlpapp, auf deutsch: Schusterkleister, heiliger Sebastian, enb einer sieht schmutziger anS als ber anbere. Aber alle« wirb mit dem größten Appetit verzehrt. Ihr Gatte, ober Ohm Wilhelm, wie er

Gesetzes genau vertraut machen.

v. Bechtold.

gesandt wird.

Sie selbst wollen sich mit den Bestimmungen des ruor.

Bekanntmachung.

betreffend das Ersatz-Geschäft für 1900.

Mit Bezug auf die Bestimmungen der Deutschen Wehr- I Ordnung werden 1) alle im Jahre 1880 geborenen Mili- I tärpflichtigen, sowie 2) die in früheren Jahren geborenen, I welche sich- noch nicht zur Musterung gestellt haben, oder I 3) welche hinsichtlich ihrer Berpstichtung zum Eintritt oder I ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine desinitive | Entscheidung erhallen, und entweder im Kreise Gießen chren | -auerudeu Aufenthalt haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehr­anstalten, oder als Haus- und Wirtschaftsbeamte, Hand­lungsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Lehrburschen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der Zeit vom 10. Januar bis zum 20. Januar l. I. bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes, beziehungsweise ihres dauernden Aufenthaltsortes zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburts­schein, welcher nunmehr von dem betreffenden Standesamt zn erwirken ist, und wenn sie sich bereits bei einer früheren Musterung gestellt haben, ihren Losungs- Schein vorzulegen.

Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß die­jenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 30 Mk. oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der Losung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung rc. verlustig erklärt werden.

Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- »nd Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 2. Januar 1900.

Der Zivilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatz-Kommission Gießen. Boeckmann.

Entscbulbiaen Sie bie Schrift unb bie Reinlichkeit ; es 'st aber nicht M aV mögttch; ich liege lang auf ber roten Erbe, emen Stem °» Sch--itun,.--°g°. - - - ~urg, 18. 1899.

Liebe Elise I

Wir leben jetzt in einer traurigen, ernsten Zett, das bischen Lebensmut, was man noch besessen, geht.einem letzt ganz verloren, liebe Weihnachtsfest rückt uns näher, rote rotrb es für uns sein. <un unsagbar trauriges, wenn nicht gar furchtbares, denn unsere Lieben tm Felde finb täglich ber Lebensgefahr ausgesetzt. Viele, viele Thranen sind seit dem 11 Oktober in Johannesburg gemeint, unb rote ötele werden noch geweint werben! Manch' lieben Freund unb guten Be­kannten, ber wie alle voll frohen Mutes ausgezogen, hat bie Kugel ba- hinaerasft, eine Frau unb Kinder zurücklaffenb. Eine Freunbin von mir hat am 16. Oktober ihr einziges Kmb, 9 Monate alt, unb zur selben Stunbe ihren Mann in ber Schlacht verloren. Das Elenb hier Euch zu beschreiben, ist unmöglich, bas Herz kann einem brechen darüber. Die Preise der Lebensrnittel sind so hoch, daß man es kaum noch be­zahlen kann, da sämtliche Zufuhr in Delagoabai gestoppt ist. Hier in Johannesburg ist nur eine Anzahl Männer, unb nur bie Alten zurück­geblieben zu unserer Bewachung, sonst ist ber letzte Mann fort. Die Armen kriegen nur noch Meli-Mehl von ber Regierung zum Effen, und ist allgemeine Ansicht, wenn der Krieg lange anhält, hier Hungersnot (!) ausbricht, trenn bie Zufuhr nicht geöffnet wirb. Fleisch kostet 1.50 Mk. pro Pfunb unb dann ist es noch nichts. Butter 3 Mk. ein Pfund, Streichhölzer das Gros 12.50 Mk. Die Tinne Milch sonst 50 Pfg., jetzt 1 Mk Ich habe für 6 Monate Vorrat eingetauft, aber wenn dieser alle, dann weiß ich nicht, was wird. (Man beachte, daß ber Brief am 18. November geschrieben ist. Mittlerweile bürste bie Lebensmittelzufuhr nach Johannesburg roieber mehr in Fluß gekommen fein. D. Red.) Keine Miete braucht bezahlt zu werden, seit August leben wir schon aus der Tasche. Ich gebe jetzt im Monat nur soviel aus wie sonst in einer Woche. Wilhelm ist schon 7 Wochen im Felde. Bis jetzt sind unsere Buren noch immer siegreich gewesen, es sind schon an 4000 Engländer gefallen, 2000 sind Gefangene in Prätoria, die anderen tot und ver­wundet. Auf Burenseite sind bis heute 188 Gefangene und cirka 100 verwundet unb 50 tot. Die Buren haben bis heute 1) New Castle, 2) Dunbee, 3) Colense, 4) Warrenton nnb verschiebene anbere Be­sitzungen von ben Englänbem genommen. Labysmith, wo bie Haupt­macht ber Englänber liegt, ist von den Buren vollständig eingeschlossen und wird von allen Seiten mit Kanonen und Gewehrfeuer beschossen, die Buren sind nur noch eine Meile von der Stadt ab, Wilhelm ist auch hier, nach dem Tode des General Kock vom Johannesburg-Kom­mando, ist Wilhelm mit zwei Freunden, dem Advokaten Beyemann, der die Farm von uns gekauft, und einem Herrn Senf zum Prätoria- Kommando übergegcrngen unb steht jetzt unter General Erasmus. Kimberley unb Mefeking wirb ebenfalls bombardiert, alle anderen Pässe sind auch von ber Buren besetzt, bie Englänber kommen nur noch durch Kampf durch. Redvers Buller kommt mit 7000 Soldaten von Durban über Maritzburg, General Joubert mit 4000 Buren, bie besten Leute aus allen Regimentern ausgesucht, finb ihm entgegen, er will ben Be­lagerten in Labysmith zu Hilfe kommen, wirb aber wohl nicht bnrch- kommen. Durban ist in einer schrecklichen Panik ob der fortwährenden Burensiege. Ja, Chamberlain und Sir Alfred Milner hat schon noch eine harte Nuß zu knacken. In 14 Tagen bis 3 Wochen werden wir ein gut Stück in der südafrikanischen Geschichte weiter fein. Wenn Ladysmith fällt, bann ist bie Macht der Engländer vorläufig ge­brochen, wenn es nicht gelingt, Verstärkung zu kriegen, unb die giebt es nur durch Kampf.

Wilhelm schreibt in feinem letzten Briefe, daß schon an 5000 Coloniels unb Natalburen sich ihnen angeschloffen, und wenn Ladysmith in Buren­hände fällt, bie ganze Kapkolonie gegen bie Englänber aufstehe. Wir benken, baß ber Krieg in 6 bis 8 Monaten beendet sein wirb. Aus Deutschlanb finb 12 Offiziere angekommen, ber eine ist ein Bekannter von mir, habe ihn auch gesprochen, sie schließen sich bem Kommanbo General Jouberts an. Die ganze Welt nimmt Stellung gegen Englanb. Viele Englänber, selbst von hier, finb Bürger geworben unb kämpfen für Transvaal. Ein Stock-Engländer sagt, England hat seinen Namen so schlecht gemacht und untergraben, daß man Haftertief graben muß um ihn ans Tageslicht zu befördern. Die Kinder sind alle zuhause, da sämtliche Schulen geschlossen finb. Die Briefe gehen nun über Delagoa- I Bai, unb müßt Ihr dies auf bem Briefe bemerken.

I «VK 'Ltabtvätern finb schon zwei in ber Schlacht gefallen,

I schreibt, wie rott aus Elanbslaagte rausgekommen, weiß nur Gott allem. Am Donnerstag abenb hatte ich Besuch von zwei Damen unb Herren, unb haben wir seit langer Zeit einmal gelacht. Ich mußte alle bie Nacht hier behalten, ba nach 9 Uhr nach bem Kriegsgesetz niemanb raus darf, dies ging auch ganz gut, ba die Zimmer fast alle I Drb=un9Jn}\ wo?en nun iedrn Donnerstag zusammenkommen, I um uns aufzuheitern; es thut einem wirklich not. .

Deine

Kskatrs rmd KrsvinMss.

Gießen, den 3. Januar 1900.

. ^Eschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Dor UbJabren In d!uüch.r°8pr°ch-, AUn-I«r-b f '

&nt'.tineÄ

" Handw-rk-rkamm-rn. Die demnächst in Kesten !llr Achtung kommenden Handwerkerkammern werden sich, wie verlautet, in allererster Linie mit h»r c* roeröen

Sei. fcVsÄ

Großherzoglichen Zentralstelle für die Gewerbe^""» Neckarstraße 3, eine «nsl-gestell- d-r v°m Ä Patentamt in Berlin herauSgeaebenen kaiserlichen über die in den i_80 TLd,tlften

ab erteilten Patente, beginnend mtt Nr 7 di?"" 's" Werktage in der Zeit von 10-121/, und 3 («amsiag mittag ausgenommen) von iederm7^ .

benutzt werden kaum Durch die judT»10 ""eittgeltlich schrist-n wird jedermann Gel^genheit^geÄn ^sick^^'7'' Inhalt °.n°S Patentes zu un^chten^'L auswar"

berechnende |

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heute früh hat sich das Wetter erst aufgeklärt. Haben heule augj 3u WUMMWss-

St KÄS S ra

verliere ich wieder die Sohlen auf ben verb.- -.n Klippen.....

Ihr ergebenster

Arno Senf.

kehr mit Nahrungsmitteln.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an Großh. Polizeiamt Gießen nnb die

Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 26. Fe­bruar 1886 (Arzeigeblatt Nr. 46) sehen wir der Ein­sendung der vorschriftsmäßigen Auszüge aus der von Ihnen zu führenden Tabelle über die im Jahre 1899 vor» genommenen Untersuchungen von Nahrungsmitteln und Gebrauchsgegenständen bis zum 25. Januar d. I. entgegen.

Sie wollen in der Tabelle auch angeben, bei welcher Stelle (z. B. dem chemischen Untersuchungsamt für die Provinz Oberhessen) die betr. Untersuchungen stattgefunden haben. Die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden werden diesbezüglich auf unser Ausschreiben vom 26. März 1895 (Anzeiger Nr. 75 betr. Ausführung der Kontrolle von Nahrungs- und Genußmitteln und Gebrauchsgegen- ständen durch das chemische Untersuchungsamt für die Pro­vinz Oberhessen in dem Kreise Gießen) hingewiesen.

I. D.: vr. Wagner.

Lekavatmachuug.

Betr.: Maul- und Klauenseuche zu Rodheim a. d. Horloff. I Nachdem die Maul- und Klauenseuche zu Rod heim I a. d. Horloff in vier Gehöften festgestellt worden ist, haben I wir Gemarkungsfperre angeordnet.

Gießen, den 30. Dezember 1899.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Bechtold.

wähnenden Personen bie Einsicht ber Palentschrchen zu er- möglichen, ist bie leihweise Abgabe einzelner Nummern auf kürzere Reit gestattet. Die neu erscheinenden Patentschriften werden den Auslegestellen vom Kaiserlichen Patentamt in Berlin in einwöchentlichen Zwischenräumen überwiesen und dem Publikum alsbald nach ihrem Erscheinen zugänglich gemacht.__

_j_ Grünberg, 2. Januar. Die gestern abend vom hiesigen Turnverein unter gütiger Mitwirkung des Musikvereins in der Turnhalle veranstaltete Abend- Unterhaltung war sehr gut besucht. Auch diesmal wieder müssen die einzelnen Darbietungen als vorzügliche Leistungen bezeichnet werden, und ernteten denn auch die Mitwirkenden nach jeder Nummer lebhaften Beifall. Die Glanznummer des Abends bildete unstreitig der von vier Damen und vier Herren in malerischem Kostüm sehr schön ausgeführte Schwarzwälder Schnittertanz, der auf allseitiges Verlangen teilweise wiederholt werden mußte. Auch das Weihnachtsmärchen in zwei AufzügenPrinzessin Grete" und das humoristische TheaterstückchenErobert" wurden recht flott gespielt und gefielen sehr gut. Ein Tanzvergnügen bildete den Schluß der wohlgelungenen Abendunterhaltung.

---- Nidda,2. Januar. Die Feier der Jahreswende vollzog sich durch Gottesdienst, Spielen eines Chorals und Festgeläute, geschossen wurde nur vereinzelt; es war im allgemeinen sehr still, abgesehen von den Neujahrsbegrüßungen. Die Gottesdienste waren besonders stark besucht. Am Abend des Neujahrstages wurde der große Krast'sche Saal bau unter allgemeiner zahlreichster Beteiligung ein» geweiht. Die Feuerwehrkapelle besorgte den instrumentalen, der Männergesangverein und der Gemischte Chor den vokalen musikalischen Teil der Veranstaltungen. Nach verschiedenen Begrüßungs- und Dankreden wurden noch vom Turnverein Leiterpyramiden gestellt und ein Fahnenreigen aufgeführt, wie auch die Radfahrer ein Reigenfahren vorsührten, aus­geführt von 8 Fahrern. Ein Ball schloß die Feier, die als eine in jeder Beziehung gelungene, harmonische bezeichnet zu werden verdient. Noch mag erwähnt werden, daß der nach den Plänen des Herrn Architekten Höhn an der hiesigen Gewerbeschule entworfene und ausgesührte Saalbau einen Hauptsaal enthält, der den Saal von Steins Garten in Gießen noch übertrifft. Außerdem sind ein Kegelhaus, ein Lokal für Radfahrer und verschiedene andere, Vereins­zwecken dienende Zimmer angebaut. Unter dem ganzen Bau. befinden sich mächtige Keller.

H- Ortenberg, 1. Januar. An der hiesigen Stadt­mauer befindet sich der sogen.Stadtbrunnen". Dieser liefert täglich 200 Kubikmeter Wasser. Nunmehr geht man mit dem Gedanken um, das Wasser dieses Brunnens mittelst eines Benzinmotors auf dieHöhe" bei Wippenbach zu bringen. Wippenbach liegt ungefähr 80 Meter höher als der Bahnhof Ortenberg. Von derHöhe" aus soll Orten­berg, Konradsdors und Wippenbach mit Quellwaffer ver­sorgt werden. Ein Voranschlag ist bereits über dieses Unternehmen aufgestellt und wird die Ausführung des Pro­jekts nicht lange auf sich warten lassen. Ein großer Teil derBr eiten h ei de" ging vor wenig Wochen in Besitz des Staates über. Unter der Leitung des Großh. Oberförsters vr. Weber-Konradsdorf wird ein Teil des Geländes mit Obstbäumen bepflanzt; ein Dampfpflug be­sorgte bisher die Tiefkultur.

Laubach, 31. Dezember. Daß man auf manäem unserer Dörfer mit der O r t h o g r a p h i e noch auf gespanntem Fuße lebt, namentlich auch dann, wenn es sich um die Schreibweise einerneumodischen" Krankheit handelt, zeigt nachstehende Aufschrift einer unlängst auf dem Wege zwischen Gonderskirchen und hier angebrachten Tafel:Hir ist die Maul- und Klauseg!"

. § Alis Rheinhessen, 2. Januar. In dem bekannten Mainorte Bo den heim unfern von Mainz lebt eine Witwe, oie das seltene Glück hat, in drei Jahrhunderten gelebt zu haben; dieselbe ist am 17. Januar 1796 geboren, hat dem­nach heute ein Alter von nahezu 105 Jahren. Wenn auch schon mehrere Jahre ständig im Bette zubringend, erfreut fid) die hochbetagte Greisin, deren Rame Condini ist und die aus Lorch im Rheingau stammt, doch verhältnismäßig eines guten Wohlbefindens.

cf Kinzenbach, 2. Januar. Im hiesigen Bahn- perfonal ist mit dem 1. Januar eine Veränderung ein- ^bn.mdemHerr Scheid, früherAbendstern" stationiert, in den Ruhestand getreten ist. An seine Stelle wurde Herr ^"uer aus Freiendiez (Westerwaldbahn) berufen. - hii o wird auch in diesem Jahre

®e6,lt«'ag in gewohnter Weise festlich werben diesmal folgenbe Stücke gespielt: Regiments", 2.Der schönste Mann im ä s' "®,n9ei09cn"- ober:Reservistenfreuben", bat w-. 5- »Soldatenulk". Der Verein

iünaeren "°" 58 Mann, unb bilden bie

bieS S1' .'! °"ch einen Sangerchor. So steht auch aenubreitipr a« Stcunbe des Kricgervereins ein genußreicher Abend in Aussicht,

*1 QSnuar- Güterversteigerung. gtbotcnct^ini^iJ*6 Johann bei Saarbrücken, ein ber Wirtschaften L°Peulck t Freitag in

aeleaenen St ^cnic in hiesiger Gemarkung

so pflegen NeAbkt' -^'lich versteigern! Wie bekannt, S£*?» Sn ,2 10,50 a (73,3 Ruthen) hat Jlne ®rb6c DDn