Ausgabe 
3.5.1900 Erstes Blatt
 
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Müsse gefaßt hat, für zutreffend. Bezüglich des Fleisch­beschaugesetzes sei anzunehmen, daß die Mehrheit des Bun­desrates dem Beispiel Preußens folgen und dem Kom­promiß ebenfalls seine Zustimmung geben werde. Die Kreuzztg." bestätigt, daß die neue Kanalvorlage noch nicht fertiggestellt ist.

Die Z e n t r u m s f r a k t i on des Reichstages hielt gestern abend eine Besprechung über die Flo t t e n - V o r - läge ab. DieGermania" teilt aus den Beratungen nur nrit, daß sich in der Gesamtbeurteilung und in der An­erkennung der Stellungnahme derjenigen Fraktions-Mit­glieder, welche der Flottenkommission angehören, Ein­mütigkeit ergeben hat.

Wie derBörsen-Courier" aus Stuttgart mel­det, wurde dort in einer gestern abend abgehaltenen, zahl­reich besuchten Versammlung die endgültige Konstituierung des Goethe-Bundes vollzogen. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Hof-Theater-Jntendant Baron v. Puttlitz gewählt.

DemBerliner Tageblatt" zufolge ist es wahr­scheinlich, daß aus dem bekannten Kompromiß-An- trage Müller- Fulda zur Flotten-Vorlage der Passus über eine direkte Reichs st euer zur Aufbrin­gung der Mittel, die aus den vorgeschlagenen Steuern nicht aufkommen, als überflüssig nicht zur Anwendung gelangen wird. Dies sei um so wahrscheinlicher, als Frei­herr v. Thielmann heute in der Kommission erklärte, die Mehrheit der verbündeten Regierungen sei für keine di­rekte Steuer. (Vgl. den Artikel über die Verhandlungen der Budgetkommission.)

Das preuß. Abgeordnetenhaus beriet gestern in zweiter Lesung die Gemeindewahlreform-Vor­lage. § 1 wurde in der Kommissionsfassung angenom­men, desgleichen §2 mit einem Anträge Zedlitz (freikons.), wonach die zu fingierten Steuersätzen eingestellten Beträge bei der Berechnung des durchschnittlichen Steuerertrages außer Betracht bleiben. Ferner wurden die §§ 3, 4, und 5 nach den Kommissionsbeschlüssen genehmigt. Zu dem § 5a wurde ein Antrag Zedlitz betreffend Zulassung der Bildung von Abstimmungsbezirken in den einzelnen Wahlbezirken angenommen, desgleichen der Rest des Gesetzes. Morgen kommt die Interpellation von Eynern betreffend die Do­tation der Provinzen zur Beratung.

T-as preuß. Abgeordnetenhaus beriet heute Sen Antrag v. Epnern (natl.), die Regierung wolle einen Gesetzentwurf vorlegen, durch den nach dem Grundsätze des Gesetzes vom 8. Juli 1875 den Provinzialverbänden aus den Ueberschüssen des Etatsjahres 1899/1900 ein Fonds von 50 Millionen Mark überwiesen wird. Dieser Antrag wurde an eine besondere Kommission verwiesen, desgleichen ein Antrag von Dziembowski, die Regierung unter Ablehnung des Antrages v. Eynern aufzufordern, einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach unter der betreffent- den Abänderung des Gesetzes vom 8. Juli 1875 eine ander- weite Verteilung der Ueberweisungen an die Provinzen Nach Maßgabe ihrer Aufwendungen vorgenommen wird.

Im Reichstag hat Graf Schwerin-Löwitz (Yons.) eine Interpellation eingebracht, in der um Auskunft ersucht wird, weshalb der Bundesrat zu den wiederholten Beschlüssen des Reichstages betr. Aufhe­bung der gemischten Transitlager und Müh­len tonten sowie besonders zu den letzten im Jahre 1897 angenommenen Resolutionen weder in ablehnendem noch zustimmendem Sinne Stellung genommen hat. Abg. Wassermann (natl.) hat einen Antrag im Reichs­tage eingebracht, wonach Liköre in Gebinden von 180 auf 240, ausländischer Branntwein in Fässern von 125 auf 160, in Flaschen und Krügen und anderer Umschließung von 180 auf 240, Schaumwein, in Flaschen eingehend, von 80 auf 120 Mk. im Zolltarif erhöht werden sollen. Der vom Abg. Müller-Fulda in der Kommission eingebrachte Gesetzentwurf über die Erhöhung und Einführung von Stempelsteuern zum Zweck der Deckung der Flottenvorlage ist nun auch im Plenum desj Reichstages eingebracht worden und steht bereits zur ersten Beratung auf der morgigen Tagesordnung.

In dem Gesetz betr. die ärztlichen Ehren­gerichte werden die Gerichts-, Verwaltungs- und Ver­waltungsgerichtsbehörden verpflichtet, soweit kein dienst­liches Interesse entgegensteht, auf Ersuchen des Ehrenge­richtes behufs Aufklärung des Thatbestandes Auskunft zu erteilen. Das Ehrengericht ist berechtigt, die Ortspolizei­behörde um Auskunft oder protokollarische Vernehmung von Personen zu ersuchen.

Dem Reichstag ging eine Petition betr. reichsgesetzliche Regelung der Arbeitsverhältnisse der Kellnerinnen zu.

Der im Reichsschatzamt ausgearbeitete Entwurf eines Saccharingesetzes hat, wie diePost" hört, die Z u st i m m u n g des S t a a t s m i n i st e r i u m s ge­sunden und dürfte demnächst dem Reichstage zugehen.

Im Reichstage soll der Versuch gemacht werden, die Session gegen Himmelfahrt zu schließen. Die Regierung hat bereits ihre Wünsche zu erkennen ge­geben, die alle größeren Vorlagen umfassen, bis auf oie Lex Heinze, auf die verzichtet werden soll.

Eine Konkurrenz fürKruPp durch Gründung! eines P a n z e r p l a t t e n w e r k s ist, wie mehreren Zeit­ungen aus Kiel geschrieben wird, geplant von einem Kon­sortium, zu dem!U nter anderem die Howaldtwerke in Kiel und derVulkan" bei Bredow gehören. Das Anlage­kapital soll zunächst sieben Millionen Mark betragen. Das Werk soll am Audorfer See, der vom Kaiser-Wilhelm-Kanal durchschnitten wird, angelegt werden.

Die Sozialdemokraten feierten den 1. Mai in der üblichen Weise. In sämtlichen Versammlungen wurde eine gleichlautende Resolution angenommen. In einigen Versammlungen wurde besonders gegen die Flotten­vorlage Stellung genommen. Von sozialistischen Abge­ordneten sprachen nur Fischer-Berlin, Kloß und Zubeil. Die A n a r ch i st e n hatten die Abhaltung einer besonderen Versammlung ausgegeben und beteiligten sich an Gewerk-, schaftsversammlungen. Auf den Neubauten wurde nur teilweise gearbeitet. Cs ist eine Zunahme der Feier im Baugewerbe, namentlich bei den Zimmerern gegen das Vorjahr zu konstatieren. In der Tischlerbranche und im Schneidergewerbe haben Diele klei­nere Meister, um Konflikte zu vermeiden, Arbeitsruhe am heutigen Tage gestattet. Die Vergolder feierten fast alle.

Emmerich, 1. Mai. Abends 7 Uhr traf die Tor- pedoboots-Flotille wohlbehalten hier ein.

Kassel, 1. Mai. Gestern nachmittag fand in An­wesenheit der Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen, des Oberpräsidenten, Staatsminister Grafen zu Zedlitz und Trützschler, des Regierungspräsidenten von Trott zu Solz, sowie der Damen und Herren vom Vaterländischen Frauen­verein und zahlreicher sonstiger Gäste die feierliche Ein­weihung der neuen Lunge nh eil st ätte bei Oberkauf­ungen statt.

München, 1. Mai. Hebet das Befinden des Königs Otto wurde heute folgendes Bulletin aus- gegeben: Nachdeni sich bei dem Könige seit zwei Jahren keinerlei krankhafte körperliche Erscheinungen wahrnehmen ließen, stellten sich am 21. April Schmerzen im Unter- leibe ein, die später in der rechten Lungengegend sich bestimmter lokalisierten und durch Druck unter den rechten Rippenbogen auch jetzt noch hervoraerufen werden können. Es kann kaum ein Zweifel bestehen, daß ein Zusammenhang zwischen den jetzigen Schmerzen und dem vor zwei Jahren vorhandenen Blutharnen gegeben ist. Nach der Läge der Dinge handelt es sich um ein Konkrement im rechten Nierenbecken. Im übrigen ist das Befinden zufriedenstel­lend und giebt zur Zeit zu ernsten Besorgnissen keinen Anlaß. Schloß Fürstenried, 1. Mai 1900. Ziemssen, Bauer, Angerer, Grashey.

Nach denNeusten Nachrichten" richtete ein Stu­dentenausschuß eine Huldigungsadresse an Professor Lipps.

AuÄand.

London, 1. Mai. Das Unterhaus ernannte eine Kommission zur Untersuchung der Betrügereien, die angeblich bei den Verträgen mit dem Kriegsamte vorgekommen sind.

London, 1. Mai. DieBritish Ampere League" ver­anstaltete gestern abend ein Festmahl zu Ehren des Prinzen von Wales. Der Herzog von Devonshire brachte einen Toast auf den Prinzen von Wales aus, in welchem er Bezug nahm auf dessen Errettung aus Lebens­gefahr. Der Prinz von Wales dankte für die ihm zuteil gewordene Aufnahme, und sprach hierauf rühmend von den Diensten der Kolonialtruppen. Salisbury führte aus, der Eindruck, den der Beistand der Kolonialtruppen hervorge­rufen, habe die Welt von der Vorstellung zurückgebracht, daß das britische Reich für praktisches Zusammenwirken zu weit auseinander liege. Desgleichen sei die Welt jetzt im­stande, sich im voraus zu sagen, daß mit fortschreitender Zeit die einzelnen Teile des Reiches zu noch engerem Zusammenschlüsse mit einander gelangen würden, und daß im Verhältnis hierzu die Macht desselben wachsen würde. Die Kolonien hätten England eine mora­lische Unterstützung von nicht geringem Werte geleistet. Nichts sei bemerkenswerter, als die Einstimmigkeit, mit der verschiedene andere Nationen und namentlich ihre Straßen­presse sich in der Verurteilung von Englands Vorgehen und in der Verleumdung der tapferen Haltung seiner Truppen (?) zusammengeschlossen hätten. Nichts sei, wie gesagt, be­merkenswerter, mit Ausnahme der Gleichgiltigkeit, mit der dies von dem englischen Volke wahrgenommen worden sei, und diese Gleichgiltigkeit rühre daher, weil es wisse, daß die anderen Unterthanen der Königin in der ganzen Welt, die zuständigere Beurteiler seien, die Haltung Englands billigten. England wisse nach dem, was die Kolonien ge- than haben, daß es eine Nation von größerer Bedeutung in der Welt sei, als vorher. Nach dem Premierminister hielt Chamberlain eine Ansprache, in der er sich haupt­sächlich über den australischen Bund verbreitete.

Brussel, 1. Mai. Die Kongoregierung hat über die Untersuchung der Vorgänge in Mongalla heute tele­graphische Nachrichten erhalten. Danach befindet sich Laeroix seit dem 8. März in Untersuchungshaft in Boma, wo der Dossier über sein Vergehen in Neu-Antwerpen noch nicht eingetroffen war.

Im heutigen Ministerrat wurde einstimmig be­schlossen, sich jeder Diskussion des Antrags auf Verkürz­ung der militärischen Dienstzeit zu widersetzen, und darüber die Kabinetsfrage zu stellen. In der Kammer erklärte Woeste, daß auch er die Zeit für ungeeignet halte, um noch die Militärfrage auszurollen. Im Augenblick scheint also das Ministerium gerettet.

Das BlattPetit Bleu" veröffentlicht einen Brief aus dem Kongostaate, in dem erklärt wird, daß der Agent Moray gesetzlich das Recht hatte, die von ihm eingeleitete Untersuchung über die Greuelthaten des Agenten van Eyken vorzunehmen.

Paris, 1. Mai. Die Eröffnung der beiden Kunst- paläste in den Champs Elysoes durch den Präsidenten der Republik verlief in den einfachsten Formen. Um 2 Uhr kam der Präsident mit Gemahlin an und besichtigte in einem kurzen Rundgang, von Picard geführt, zuerst das kleinere und dann das große Palais. In beiden ist noch viel zu thun, ehe von einem geschloffenen künstlerischen Ein­druck die Rede sein kann. Das zahlreiche Publikum war in etwas gedrückter Stimmung, die durch unpraktische Ab­sperrungsmaßregeln nicht gerade gehoben wurde. Loubet wurde beim Rundgang durch den großen Kunstpalast _ am Eingang zur deutschen Abteilung von dem deutschen Generalkommissar Richter begrüßt. Er besichtigte die deutsche Abteilung mit großem Jntereffe und sprach Richter seine Bewunderung aus über die prächtige und stimmungsvolle Ausschmückung der deutschen Säle. Im Auftrage des Präsi­denten besuchte ein Ordonanzoffizier die bei dem Unglück in der Weltausstellung Verletzten und verteilte Hilfs­gelder. Infolge Aufforderung des Polizeipräfekten Lepine ordnet der Generalkommissar der Ausstellung an, daß mehrere den Anforderungen an die Sicherheit nicht genügende Schaustellungen in der Ausstellung zu schließen seien.

Wien, 1. Mai. Die Maifeier der Arbeiterschaft ist hier und in der Provinz äußerst ruhig verlaufen. Die

Teilnahme an den Versammlungen, in denen über die Be- I deutung der Maifeier und über die Forderungen der Ar­beiter referiert wurde, war wesentlich schwächer als im Vor­jahr. Auch der Ausmarsch nach dem Prater wies eine ge­ringere Beteiligung auf.

Aus Stadt und Md.

(«rwrryme Einsendungen, gleichviel welche« Anknltes. Werde« grundsätzlich nicht aufgenommeü?)

Gießen, 2. Mai 1900.

Personalien. Der Finanzaspirant Wilhelm Merkel aus Darmstadt ist zum Ministerialrevisor bei der Buch. Haltung der Ministerien des Innern und der Justiz, der Kammerrat Stephan in Braunfels zum Ober Kammerrat ernannt worden. Der Poften des Gemeinde-Empfängers zu Hohensolms ist Herrn Karl Tropp auS Ehrings­hausen übertragen worden.

* Aus dem MUitar Wochenblatt. Dr. Gau de, einj., freiw. Arzt beim 1. Nass. Inf. Regt. Nr. 87, unter Ver­setzung zum Jnf.-Negt. Nr. 26 zum Unterarzt ernannt.

* Die hier wohnenden pensionierten Volksschullehrer haben, wie man unS mitteilt, gestern eine arge Enttäuschung erfahren. An den Zahlstellen Rentamt, DistriktS- einnehmerei wurden sie bedeutet, daß ihre Zulage be­treffs der Wohnungsmietentschädigung nur für das Rech­nungsjahr 1899/1900 bewilligt sei, und für das laufende Jahr 1900 nicht gelte. Die mit nur geringen Pensionen bedachten Lehrer hatten geglaubt, diese MietSentschädigungen von 150 Mk. bis 170 Mk. würden dauernd, auch in der Zukunft ausgezahlt werden.

** Konzertgesellschaft. Man schreibt uns, daß die beiden Konzertgesellschaften in den vier Jahreszeiten, die russische Jnstrumentalgesellschaft Romanow und das Stockholmer Damen-Quartett in schmucker Nationaltracht auftreten und gute Leistungen bieten. Die Instrumentalisten Romanow (2 Damen, 1 Herr) sollen außerordentlich vielseitig fein: Mandoline, Guitarre, Geige, Xylophon, Schlittenschellen, Glocken, Tybaphon, Zither, Flöte, Klavier. Das Stock­holmer Damen Quartett verfügt über angenehme Stimmen und singt deutsche und schwedische Weisen.

1. Sozialdemokratische Versammlung. In der gestern abgehaltenen sozialdemokratischen Versammlung gelangte folgende Resolution zur Annahme: Die Versammelten entbieten am heutigen Tage ihren brüderlichen Gruß den klassenbewußten Arbeitern aller Länder und verpflichten sich weiter, mit allen Kräften die Beseitigung der Klassenunter­schiede und Herstellung des Weltfriedens anzustreben. Zur kulturellen Hebung der Arbeiterklasse erklärt die Versamm­lung die gesetzliche Einführung des achtstündigen Normal- Arbeitstages in allen Industriestaaten für unerläßlich. Da eine Durchführung desselben ohne jede Schädigung der Industrie möglich ist, fordern wir die sozialdemokratische Fraktion des Reichstags auf, diese Forderung wiederholt in der Gesetzgebung zu beantragen.

** Marine Verein. Ein interessantes Geschenk wurde demMarine-Verein Gießen" von seinem Ehrenmit­glied, Leutnant z. See d. R. und Schiffsoffizier Sch mehl zugesandt, das aus dem Gebiß eines im Arabischen Meere erlegten gewaltigen Haies besteht.

Darmstadt, l.Mai. An die Versammlung der Freie» litterarisch - künstlerischen Gesellschaft hat aus Anlaß der Gründung eines Darmstädter Goethebund es der Münchener Hauptbund eine Depesche folgenden herz, lichen Wortlauts zur Begrüßung gesandt:Bravo Darm- stadt. Bravissimo. Wir freuen uns auf ichtig und neidlos des bei Euch herrschenden frisch und frei emporstrebenden künstlerischen Geistes, und rufen Euch ein herzliches Will­kommen im Goethebund zu. Münchener Goethebund: Max Halbe, Georg Hirth, Fritz August v. Kaulbach."

m. Ziegenhain, 1. Mai. Gestern fand hier irnDeut­schen Hause" unter dem Vorsitz des Landrats v. Schwertzell die Generalversammlung des Obstbauvereins statt. Nachdem der Vorsitzende die äußerst zahlreiche Ver­sammlung und insbesondere den Direktor der landwirtschaft­lichen Winterschule zu Marburg, Dr. Hasse, begrüßt hatte, wurde das Protokoll der letzten General-Versammlung ver- lesen und genehmigt. Sodann berichtete der Landrat über die Vereinsthätigkeit im verflossenen Jahre, und machte die erfreuliche Mitteilung, daß der hiesige Kreisausschuß de« Obstbauverein für dessen Zwecke die Summe von 600 Mk. zur Verfügung gestellt habe. Von der Anstellung eines Obstbautechnikers für den hiesigen Kreis hat man bis jetzt Abstand genommen. Dr. Hesse referierte über die Tätig­keit des Hauptvereins und brachte im Anschluß hieran ein Hoch auf den Vorstand des Obstbauvereins für den KreiS Ziegenhain aus. JnstitutSgärtner Huber aus Caffel er­freute die Anwesenden in einem längeren fesselnden Vor­trage über Obstbaumpflege und-Schädlinge. Lehrer Dick­haut -Siebelsdorf berichtete über seine Thätigkeit im In­stitut zu Geisenheim. Damit auch der praktische Teil nicht fehle, Pflanzte der Lehrer Thiel-Schwarzenborn auf dem Bunten Bock" vor der Versammlung einen Apfelbaum.

** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Zwischen Rüdesheim und Aßmannshausen ereignete sich ein Unfall. In der Nähe des Bingerlochs scheuten die Pferde eines Wagens vor dem Zug. Die Insassen, sechs Personen, sprangen aus dem Wagen, wobei eine Dame und zwei Herren Verletzungen erlitten. Die Verletzten gehören einer Kopenhagener Familie an. Das Unglück wurde dadurch herbeigeführt, daß, als die-Pferde scheuten, dem Kutscher die Zügel rissen und er vom Bock geschleudert wurde. Die beiden aus Mainz mi| hyg Mk. durch­gegangenen Konfirmanden sind in Heidelberg verhaftet worden. In Neunkirchen wurde der Pfarrer Pieper verhaftet. Er ist beschuldigt, 26000 Mk. Gelder des Gustav Adolf-Vereins, die zu Kirchenbauzwecken

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