Ausgabe 
2.12.1900 Fünftes Blatt
 
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gänzlich unberechtigte Vorliebe für fremdländische Erzeug­nisse, glücklicherweise aber nur eines Teiles des deutschen Publikums. Diese Schwäche wird aber von dem amerika­nischen Nähmaschinenfabrikanten durch deutsche Verkäufer und Händler mit Erfolg ausgenützt, unterstützt durch eine eine echt amerikanische Reklame. Die amerikanische Nähmaschine braucht nicht weniger Zwirn re., als die deutsche, sie hält nicht länger und bedarf auch nicht weniger Reparatur als eine deutsche Nähmaschine be­kannten und bewährten Fabrikates. Die amerikanische Nah­maschine ist aber durch Zoll, verteuerten Betrieb der Lager rc. um 20 bis 25 Prozent teurer aB die beste deutsche Marke! Woher also billiger im Gebrauch? Ein beliebter Tric der Reklame ist der bekannte:Die echt Amerikaner Nähmaschine eignet sich am besten für Kunststickerei". Eine jede deutsche Nähmaschine gleichen Systemes eignet sich ebenso gut und bringt dasselbe fertig, wenn die S t i ck e r e i - K ü n st l e r i n hierin firm ist, und dieses erfordert viel mehr Talent und Uebung als Hand­stickerei und bleibt stets Kunst? Ein weiterer Köter ist, die gebotene Zahlungserleichterung durch kleine Abzahl­ungen. Bei wöchentlichen Abzahlungen ist der Preis der

Maschine schon so gestellt, daß die Zahlungen recht lange währen und die anscheinende Erleichterung oft recht schwer wird. Das Beitreiben solcher kleinen Abzahlungen er­fordert Arbeit, Zeit und Geld, und dieses muß im' Voraus bezahlt werden und auch von den Käufern, die gegen bar oder mit kurzem Ziele kaufen. Diese Verkäufe auf Raten­zahlungen mit Mietverträgen ü*er das betreffende Objekt sind als ein ungesundes und in den meisten Fällen für den Käufer nachteiliges Geschäft zu bezeichnen. Besonders dem kleinen Publikum wird die Anschaffung einer Näh­maschine durch diese Ratenzahlungen leicht gemacht und es so zu einem Kauf verleitet; in vielen Fällen geht hierbei für den Käufer Geld und Maschine verloren. Ein jedes reelle Nähmaschinengeschäft wird seinen Kunden, wenn derselbe ihm als solid bekannt ist, ein Ziel einräumen, selbst bis zu einem Jahre, und dieses ist für einen Betrag von 60 bis 100 Mark ausgedehnt genug. Nur mit großem Kapital ausgestattete Gesellschaften können auf längeres Ziel eingehen, doch muß dieses längere Ziel teuer erkauft werden, und dieses Geschäft ist 'immer noch eine sehr gute Kapitalanlage für die Unternehmer. Aus allem Vor­gesagten wolle sich das kaufende Publikum folgendes zu

Herzen nehmen: Kauft deutsche Nähmaschinen von deutschen renommierten Fabriken und in Ge­schäften, die Auswahl in bekannten deutschen Fabri laten und Systemen bieten, und deren Rus Bürge> reelle Bedienung für Ziel- und Kasse-Geschäfte ist. -z.

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Bekanntmachung,

betreffend: Tonueuabfuhr.

Der bisher zwischen der Stadt Gießen und dem Herrn Oekonom Earl Pnth dahier über die Abfuhr und Entleerung der Tonnen, Kübel und Abortwagen abgeschloffene Vertrag läuft mit dem heutigen Tage ab. Nachdem unter den seitherigen Bedingungen Niemand die Abfuhr über­nehmen wollte, mußten die Gebühren entsprechend erhöht werden und es wurde mit Genehmigung der Stadtverordneten Versammlung vom 29. l.MtS die To^nenabfuhr auf die Dauer eines Jahres dem Herrn O konom Christian Nebe dahier übertragen. Die Gebühren, welche der Unternehmer zu erheben hat, sind wie folgt festgesetzt word-n:

a. für eine Tonne von 120 L ter Inhalt . . 70 Pfg.

b. , « 40 . . 50 Pfg.

c. Entleerung eines liegenden Behälters . 1,80 Mk.

Die Hauseigentümer werden ersucht, rechtzeitig dem Unternehmer Mitteilung zu machen, wenn eine Abfuhr der Tonnen erforderlich ist.

Gießen, den 30. November 1900. 7773

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V.: Wolff.

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Sief Art!.: Die Wty tmber 1878 Verpflegung J 1 Ta? @nW an bit Aroßh. Bür gemeinde lluter vezugnahme : 11 91ot>embtt 1893, Am MAener llnzeign Nr. E rin rubr. erwach »sn Ihnen obliegenden i ßGeminde solche Sinder t 115. Januar 1901 entge, v.

Gi Beir.: JmWrllur von Lehrern MobLmachl

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HÖIXlheld, Rechtsanwalt und Notar.

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Die Mitglieder werde« daran erinnert, baß Sonntag

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Vormittag in der Stadtkirche gesungen wird.

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Gießen, den 1. Dezember 1900.

Aer Vorstand

verehr!. Damen bestens empfohlen.

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Tagesordnung:

1. Geschäfts- und Kaff nbericht.

2. Neuwahl de» Vorstandes und AufsichtSrateS.

3. Erhöhung des Sterbegeldes.

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