tonf den Derby-Rennen hat hier, wie es schetztt, rnehrSensation gemacht, als Roberts 9)rti r f ch ncrchJohannesburg und die Vorgängein Pretoria.
Im Oranjefreistaate ist am 28. gekämpft worden. Roberts meldet darüber in seinem Berichte:
„General Rundle berichtet, er habe am 28. ds. Mts. eine große Buren st reitmacht in der Nähe von Senekal angegriffen, die Verluste der Engländer seien nicht schwer gewesen. General Brabant meldet, zwei seiner Patrouillen, bestehend aus zwei Offizieren und 40 Mann, seien vom Feinde abgeschnitten und gefangen genommen worden."
Man gewinnt daraus den Eindruck, daß die Oranjeburen noch nicht so demoralisiert sind, wie englische Berichte immer wieder glauben machen wollen. Aus der diplomatischen Fassung von Rundles Depesche ist übrigens nicht zu ersehen, ober einen Erfolg errungen hat. —
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Telegramme des Gietzeuer Anzeigers.
Loudon, 1. Juni. Die Morgenblätter stellen fest, daß sich unter der Bevölkerung nur wenig Begeisterung über die Einnahme von Johannesburg bemerkbar macht. Sie besprechen das R e g i m e, unter das die b e i d e n Burenrepubliken gestellt werden sollen und sind darüber einig, daß dieses nur ein militärisches sein kann.
New-York, 1. Juni. Die Meldungen vom Kriegsschauplätze haben hier einen günstigen Eindruck hervorgerufen. Die Blätter erklären mit Genugthuung, daß der Krieg seinem Ende entgegengeht. Die englischen und amerikanischen Flaggen wehen auf zahlreichen Geschäftshäusern und auf den Masten der Schiffe im Hafen.
New-York, 1. Juni. Der „New-York Herald" veröffentlicht ein Telegramm seines Korrespondenten aus Pre- tario über Lorenzo Marquez vom 31. Mai, welches besagt: Die Engländer sind heute morgen zurückgeschlagen worden. Der Kampf dauert fort. Staatssekretär Reitz erklärte, daß der kritische Augenblick für die Republik nunmehr herannahe. Präsident Krüger ist äußerst ruhig. Er gab dem General Meyer, dem Staatssekretär Reitz und anderen Beamten in vollkommener Ruhe und ohne die geringste Erregung zu zeigen, Befehle. — Der junge Telegraphist Smith hat dem Präsidenten Krüger ein Buch überreicht, worin sich 30000 Unterschriften der Schuljugend von Philadelphia befinden.
Deutsches Keich.
B e r l i n, 31. Mai. Der Kaiser stattete heute Vormittag dem Kronprinzen im Kabinettshause zu Potsdam einen Besuch ab. Um 11 einviertel Uhr fuhr der Kaiser mit Sonderzug nach Berlin und besuchte im königlichen Schlosse den, Kronprinzen und die Kronprinzessin von Griechenland.
— Trotzdem die für heute vormittag angesetzte Parade auf dem Tempelhofer Felde nicht stattgefunden hat, fand abends 6 Uhr im Weißen Saale des königlichen Schlosses! große Paradetafel beim Kaiserpaare statt. Unter großem Bortritt hielt der §of seinen Einzug. Der Kronprinz von Griechenland führte die Kaiserin, der Kaiser führte die Kronprinzessin von Griechenland, der Kronprinz führte die Prinzessin Karl von Hohenzollern. Ferner nahmen die hier anwesenden Prinzen und Fürstlichkeiten, der türkische Marschall Schakir-Pascha, die Staatsminister, Hofdamen, Kabinettschefs, fremden Militärattachees, die Generalität cund die Admiralität teil.
— .Tre Offiziersprüfung des Deutschen Kronprinzen und der drei mit ihm seit 1896 gemeinsam unterrichteten Fähnriche: Graf von Hochberg, von Sommerfeld und Steinbörner fand, wie erwähnt, am 28. Mai im Stadtschlosse zu Potsdam statt. Der Präses der Obermilitärprüfungskommission, General der Infanterie von Scheel, war hierzu am Morgen von Berlin aus eingetroffen. Dem Kronprinz Wilhelm wurde nach der vierstündigen Prüfung das Prädikat „Vorzüglich/' erteilt.
— Finanzminister von Miquel wird morgen Abend ein größeres Fest geben, zu welchem zahlreiche Einladungen an Vertreter der Reichs- und Staats-Regierung sowie an Mitglieder der Parlamente ergangen sind.
— Das Befinden des Oberpräsidenten Dr. v. Goßler hat sich! soweit gebessert, daß er sich kurz nach Pfingsten nach Bad Kissing en begeben kann.
— Morgen findet beim Handelsminister Breseld eine informatorische Konferenz mit Mitgliedern des Ael- testenkollegiums der hiesigen Kaufmannschaft statt, in der über die Frage der Umgestaltung dieses Kollegiums zu einer Handelskammer beraten werden soll.
— Ter „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht die Verleihung des Großkreuzes des Roten Adlerordens mit Eichenlaub an den Gouverneur von Metz, General der Artillerie vonFroben.
— Wie die „Kreuzztg." meldet, betrachtet man in diplomatischen Kreisen die demnächst erfolgende Abberufung des italienischen Botschafters Grafen Lanza als feststehende Thatsache. Als sein Nachfolger wurde bereits ftüher der General del Mayno genannt.
~ Dem Reichstage ist der Bericht der Reichs- Schuld e n - Ko m m i s s i on über die Verwaltung des Schuldenwesens des Reiches, sowie über die Verwaltung des Reuhs-Jnvalidenfouds re. zugegangen. Der Bestand des Reichs-Jnvalidenfonds betrug am Schluß des Rechnungsjahres 1898: 399 001 251 Mark, für den Reichslagsbau sind seit 1882 überwiesen worden: 30 477 305 Mark. Der Bestand des Reichstagsgebäudesonds betrug Ende 1898- 619577 Mark.
— lieber die Einberufung des K o l o n i a l r a t e s ist ein bestimmter Beschluß an leitender Stelle noch nicht gefaßt. Eine Entscheidung darüber, ob er nock) im Frühjahr einberufen wird oder nicht, dürfte in kürzester Frist erfolgen, da sonst die Vorbereitung des Materials nicht möglich! ist. Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Einberufung für den Juni erfolgt. Was die Beratungsgegenstände anlangt, so scheint es, daß auch gewisse Forder- wngen, die in den nächsten Etat eingestellt werden sollen, zur Erörterung gebracht werden.
— Die „Wiener Freie Presse" will aus dortigen diplomatischen Kreisen erfahren haben, die Studienreisen der Konstantinopeler Militärattaches von Oesterreich-Ungarn, Deutschland und England nach verschiedenen Gebieten des türkischen Reiches' würden auf Anregung Deutfchlands unternommen und ständen untereinander in offenkudigem Zusammenhang. Nach der „Nordd. Allgem. Ztg." ist das eine so falsch wie das andere. Vielmehr ist es nur ein! zufälliges Zusammentreffen, daß die Militärattaches der genannten drei Mächte gleichzeitig von Konstantinopel abwesend sein werden, und von einem gemeinsamen Planq kann umsoweniger die Rede sein, als man hier maßgebenden Orts nichts näheres darüber weiß, welche Aufgaben den österreichisch-ungarischen und den englischen Militärattaches etwa gestellt sind. Hiermit werden, so sagt das offiziöse Blatt weiter, natürlich auch die Betrachtungen hinfällig, mit denen das Wiener Blatt seine falschen An?- gaben versehen hat.
— Seitdem den Postassistenten auch die Sekretärstellen zugänglich gemacht worden sind, verlangt Herr v. Podbielski von den jungen Anwärtern für den Post- und Telegraphendienst die Reife für die Untersekunda der Vollanstalten bezw. die Versetzung nach der ersten Klasse, der Realschulen. Nun hätte man annehmen dürfen, der Andrang zum mittleren Postdienst werde besonders groß sein, da der Postbeamte bei guten Leistungen dasselbe Ziel erreichen kann, wie bei anderen Behörden, und dabei mindestens ein Jahr weniger die Schulbank zu drücken hat. Das ist aber nicht der Fall. Vielmehr macht sich in einzelnen Direktionsbezirken ein ganz erheblicherMan- gel an Anwärtern geltend; in einem Bezirk beträgt die Zahl der fehlenden Anwärter über 100.
Köln, 31. Mai. Die Torpedoboots-Division ist heute mittag unter Abschiedssalut von hier rhein- abwärrs gedampft. Ein zahlreiches Publikum wohnte am Rheinufer d<er Abfahrt bei. Die Boote werden bei Mühlheim anlegen und dann nach Düsseldorf weiter fahren, wo sie während der Pfingstfeiertage verbleiben.
Dresden, 31. Mai. Der Hof legt für den verstorbenen Prinzen Wilhelm von Hessen vom 1. Juni, bis 7. Juni Trauer an.
Karlsruhe, 31. Mai. Der badische Hof hat ans Anlaß des Ablebens des Prinzen Wilhelm vom 29. Mai bis zum 7. Juni Hoftrauer angeordnet.
München, 31. Mai. Die „Augsburger Abendztg." erfährt a«us authentischer medizinischer Quelle, König Otto habe Blasenkrebs und in der letzten Zeit auffallend häufig lichte Momente.
München, 31. Mai. Im Ausschuß der Kammer der Reichsräte bemerkte der Kultusminister, es sei nun in Preußen das Recht der Verleihung des Dr. ing. den technischen Hochschulen eingeräumt worden. Die anderen deutschen Staaten seien diesem Beispiel gefolgt, mir Bayern stehe noch aus. Auch hier werde die Angelegenheit bald ihre Erledigung finden. Bezüglich des Titels wünsche die technische Hochschule den Titel „D r. der technischen Wissenschaf t en"; es sei jedoch noch zu erwägen, ob man nicht den Titel „Dr. der technischen Hochschule in München" wählen solle. Die Frage der Verleihung des Diplom-Ingenieurs sei wichtiger als die des Doktors. Beide Angelegenheiten werden miteinander ihre Erledigung finden. Sämtliche Redner, bis auf einen, sprachen sich für den Doktortitel aus.
Metz, 31. Mai. Gestern abend fand hier eine große Versammlung zur Gründung eines Mosel-Kanal- Vereins statt. Die Versammlung hatte einen zahlreichen Besuch auszuweisen. Es wurde einstimmig beschlossen, sich als Verein zu konstttuieren und gleichzeitig die Konstituierung von weiteren Vereinen im Mosel- und Saar-Gebiete vorzubereiten. Zweck des Vereins ist, darauf hinzuwirken, daß die Kanalisation der Mosel baldigst in Angriff genommen werde.
Kopenhagen, 31. Mai. Der König wird seine Reise nach Wiesbaden nächsten Montag antreten. Er verbleibt dort 18 Tage und begiebt fich dann nach Gmunden.
Haag, 31. Mai. Die Konferenz der internationalen Kodifizierung des Privatrechts wählte vier Kommissionen, die in dieser Woche getrennt arbeiten. Zum Präsidenten der ersten Kommission, „Eherecht", wurde der französische Delegierte, Renault, gewählt, zum Präsidenten der zweiten, „Erbrecht-, der russische Delegierte, MartenS, zum Präsidenten der dritten Kommission, „Vormundschaftsrecht", der österreichische Delegierte, Schumacher, zum Präsidenten der vierten Kommission, die sich nur mit Vorbereitungen für die nächste Konferenz beschäftigt, der italienische Delegierte, Pieranioni.
Brussel, 31. Mai. Der Sozialistensührer Vander- velde erklärte in einem Interview, die Sozialisten seien entschloffen, zur Erlangung des allgemeinen gleichen Stimmrechts zur parlamentarischen Obstruktion zu greifen.
— Gerüchtweise verlautet, Prinz Viktor Napoleon werde Belgien definitiv verlassen.
Paris, 31. Mai. Esterhazy schrieb dem Senats- präfidenten: „Würde die Amnestie trotz seiner jüngst dem ranzöfischen Konsul in London gemachten Enthüllungen lewilligt, so würden diese Enthüllungen sofort publiziert."
— In der heutigen Kammersitzung interpellierte der reaktionäre Abg. Gran dmaison die Negierung über )ie Ursache der Demission GalliffetS. Waldeck- Rousseau erklärte, die Gründe der Demission seien bereits amtlich bekannt gegeben; er habe denselben nichts sinzuzufügen. Er erklärte weiter, es sei jetzt an der Zeit, >aß die Kammer ernstlich an die Arbeit gehe und die parlamentarische Agitation ein Ende nehme. Abg. Prinz Arenberg, ein persönlicher Freund GalliffetS, bemerkte, Galliffet sei nicht krank; er wünsche der Regierung eine gleich gute Gesundheit. Der Interpellant antwortete hierauf, Galliffet habe die Regierung mit seinem Portefeuille geohrfeigt. Diese Bemerkung zog ihm einen Ordnungsruf zu. Die Kammer schritt nun zur Abstimmung über den
Anttag der Regierung, die Interpellation auf einen Monat zu vertagen. Dieser Antrag wurde mit 313 öeflen 171 Stimmen angenommen. Der Finanzminister brafre alsdann das Budget für 1900 ein. Dasselbe sieht die ffin nähme mit 3,547,000,0000 Fr. vor.
Madrid, 31. Mai. Wie die Regierung nach dem gestrigen Ministerrat erklärte, habe sie der Königin ab. geraten, den Ausschuß der Handelsleute in Audienz empfangen, widrigenfalls sie abdanken werde. Die $e. gierung bestätigte der Königin das Vertrauen.
Wien, 31. Mai. Die gesamte Preffe bespricht das sensationelle Gespräch zwischen dem Kaiser und dem tschechischen Abgeordneten Dr. Pacak bei dem gestrigen DelegationS-Cercle und ist der Ansicht, daß aus den Aeußerungen des Kaisers zu entnehmen sei, die Situation im Abgeordnetenhause sei verzweifelt und jede Hoffnung auf das Funktionieren des parla. mentarischen Apparats sei aufgegeben. Ucker seine Unterredung mit dem Kaiser berichtet noch Pacak- Der Kaiser hat nach meinen Worten, daß die Sprachen gesetzentwürse für uns total unannehmbar seien, mit „Oho!" geantwortet, ebenso nach meinem Ausspruche, daß die Aktivierung der Sprachenvorlagen auf Grund de- § 14 den Krieg in Permanenz erklären bedeuten würde, Zu Betreff der Obstruktion sagte der Monarch: „Wir find zum Gespött der ganzen Welt geworden, es ist eine Schande."
Budapest, 31. Mai. Im Unterrichtsministerium und seitens des Rektorats der Universität wird die Sh? gelegenheit einer seit einiger Zeit sich bemerkbar machende Bewegung der Studenten beraten, die einen klerikal antisimitischen Charakter annimmt. Die Veranlaß: ung der Bewegung bildet der Umstand, daß einigen dar Universitätsgebäude schmückenden Gipskronen die Kreuze abgeschlagen wurden, wofür die Juden verantwortlich gr macht werden. Eine andere Version meint, der Bandalis- mus sei von Studenten fremder Nationalität verübt, welche vorgestern auf dem Friedhof das Grab des ungarischen Generals Klapka verunzierten.
Yokohama, 31. Mai. Infolge der Forderung der Liberalen, daß ihnen Sitze im Kabinett eingeräumt würden, wird wahrscheinlich das gesamte Ministerium zurücktreten. Die Lage Koreas wird als sehr ernst angesehen. Die Presse verlangt, daß Japan seinen Einfluß in Korea auf? recht erhalte.
New-York, 31. Mai. Es wird das Gerücht verbreitet, Aguinaldo sei getötet worden.___
Aus Stadt und Kan).
(Nrrorryrn« «irrst ndrrngeir, gleichviel welchen Inhaltes^ werven grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Gießen, 1. Juni 1900.
-0. Der Mai hat gestern seinen Abschied genommen, der Flieder und die Kastanien fangen an zu verblühen, und der Goldregen hängt seine glänzenden Dolden aus. Leider ist nicht alles Gold, was glänzt, und wer fich auch ein ganzes Bouquet von den Goldregensträuchern pflückt, bei kann sich darum doch noch nicht ein einziges Zwanzigmark' stück ins Portemonnaie stecken. ES gab eine Zeit — fie ist schon lange her — da nannten dichterisch veranlagte Schwärmer den Mai den Wonnemonat. Damals, so erzählt man sich noch heute, konnte man tief in die linden Frühlingsnächte hinein im Freien sitzen, von süßem Blütenduft umwogt, von jauchzendem Nachtigallenlied umflötet. Aber wie viele Abende haben wir in diesem Frühjahre gehabt, wo man sich im Freien aufhalten konnte, ohne Schnupfen und Rheuma und ähnliche Scherze davonzutragen, an denen heute die stärksten Menschen leiden! Und dabei konnte man gar nicht einmal über allzu schlechtes Maiwetter klagen. An den beiden letzten Maitagen allerdings hat'S fast unausgesetzt in dicken Strichen geregnet, aber im ganzen war S doch so etwas wie ein Kompromiß zwischen gutem und schlechtem Wetter; einen Tag Wärme und Sonnenschein, den nächsten Regen und Kälte. Das ist gewiß nicht der ideale Frühling. Aber schließlich ist eS int Leben doch auch so, ganz ohne Kompromiß kommt man nicht weit, und schließlich ist jedem der Sperling in der Hand lieber alt die Taube auf dem Dache. Ein Kompromiß z. B., wie ei. im Reichstage in Bezug auf die gesetzliche Fleischbeschau geschloffen ist, ist eine Sache, die keiner Partei zur Unehn gereicht, und dem ganzen Reiche entschiedenen Vorteil verspricht. Aber es gießt auch Fälle, in denen ein Kompromiß kompro — mittiert. Hätten unsere Leuchten der Kunst und Wissenschaft mit den Heinze- männern und der Reichsregierung bezüglich del ja nun glücklich zu Grabe getragenen Lex paktiert, so hätten sie sich damit selber ihr Urteil gesprochen. Die Frage war ernst genug, und das Bürgertum sollte sich auch heute noch viel mehr regen, als es bisher geschehen, sollte seine Entrüstung über das Attentat auf seinen besten Befik immer und immer wieder laut kundgeben. Wer weiß, M- finstere Maulwurfsarbeit demnächst ans Tageslicht bringt- Man denke nur daran, daß von gewisser Seite der Versuch gemacht worden ist einen Mann wie den vortrefflichen Strafrechtslehrer Professor v. Liszt wegen einer ausgezeichneten Rede im Berliner Goethebunde als staatsgefährlich zu denunzieren. Es gibt Leute, die die Katheder der deutschen Universitäten verschließen möchten für alle, die nicht Geist von ihrem Geiste sind. Gefährlich find nur die, die das Volk verdummen wollen und ihm nicht die freie Bethätigung seiner geistigen Kraft gönnen. Das ip der Feind, gegen den wir uns wehren müssen. Und n* dieser Zeit des Frühlings und der jungen Blüte in Natur und Kunst, die uns auch von Darmstadt aus verheißungs- voll entgegenleuchtet, wo man soeben erst beschlossen hat daS Kunstgewerbe im Hefsenlande mit reichen Mitteln zu fördern, thun wir daS am besten im Goethebunde!
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