Ausgabe 
30.8.1898 Erstes Blatt
 
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auf das hessische Fürstenhaus und Seine Königliche Hoheit den Grobherzog unter Hinweis auf die Feier des Ludwig-tageS. ES herrschte allgemein fröhliche, durch ein Tänzchen gehobene Stimmung.

E. Butzbach, 28. August. Der heutige, vielversprechende 50-Psennigtag unserer Oberhesfischen Ausstellung erlitt leider durch Regen einigen Abbruch, so daß der Besuch am vormittag nur ein mäßiger war. Am Nachmittag nahm jedoch infolge günstigen Wetterumschlag- die Besucherzahl so zu, daß man mit dem Ergebuiß trotzdem zufrieden sein kann. Im hessischen Bauernhaus war der Besuch den ganzen Tag über sehr stark. Das Jntereffe vieler Au-stellungsbesucher wurde außerdem durch die vom Landespferdezuchtverein ver- anstaltete Pferde- und Fohlenschau gefesselt. Sie zeigte, daß in der Wetterau recht schöne- Pferdematerial vorhanden ist, zum Thetl auch selbst gezüchtet wird. Der Pferdeschau war eine Versammlung de- Laude-pferdezuchtverein- voraus­gegangen, welcher u. A. Se. Excelleuz v. Wefterweller, Land- stallmeister v. Wtllich, mehrere Herren Kret-räthe, Laudwirth- fchaftSlehrer u. f. w. beiwohnten. Die zahlreich besuchte Versammlung folgte mit Jntereffe einem von Herrn Kreis- thierarzt M eh-Friedberg gehaltenen Bortrage überPferde­zucht im Allgemeinen". Redner empfahl dringend den Züchtern die Haltung nur des besten Zuchtmaterials, sowie größte Sorgfalt tu der Pflege der Stuten und Fohlen, und gab in Bezug hierauf recht werthvolle Rathschläge. Es folgte eine Besprechung über die Zucht de- Oldenburger Pferdes in unserer Gegend. Die Meinungen hierüber gingen erheblich auseinander. Den von mehreren Rednern gerühmten Vor­zügen des Oldenburger Schlage- wurde eutgegengehalten, daß die Eigenschaft des Oldenburger Pferde- die- Wohl tu feiner Heimath als Arbeitspferd brauchbar erscheinen taffe, nicht aber in hiesiger Gegend, wo ganz andere Anforderungen an seine Kraft als Zugthier gestellt würden. Herr v. Wester- weller schloß unter Ausdruck des Dankes an die Referenten und für den zahlreichen Besuch die Versammlung.

Ans btt Seit für die Lett.

Vor 28 Jahren, am 30. August 1870, wurde in der Schlacht bet Beaumont das Corps des Generals Failly von den Deutschen, besonders Sachsen und Bayern, unerwartet angegriffen und mit großen Verlusten an Mannschaften und Geschütz in die Flucht geschlagen, weshalb die Franzosen eilig ihren Marsch nach Carignan und Sedan fortsetzten.

Veruttfchtes.

* 68 herbstelt! Au- Luzern berichtet da- dortige Tageblatt": E-herbstelt". Die große Augusthitze hat einer erträglicheren Temperatur Platz gemacht. Damit hat sich aber auch der Nebel eingestellt, und zwar am Donner-- tag Morgen so au-giebig dicht, daß für die Landung der Dampfschiffe zu den im Winter üblichen Signalen Zuflucht genommen werden mußte, wa- zu dieser Jahre-zeit wohl noch nie vorgekommen ist. Noch immer aber zeugt der Umfang de- FrewdenblatteS von der Anwesenheit zahlreicher Touristen und Sommerfrischler.

Was trinken wir al- Cognac. ES ist die- eine Frage, die wohl Jeden interesfirt- denn man braucht nicht gerade ein Trinker zu sein, um sich für die Herstellung, die Unter­scheidung der Echtheit, die Schätzung der PreiSwerthigkeit diese- Getränke-, welche- in so vielfacher Hinsicht der Mensch­heit wohlthätige Dienste leistet, zu iuteresfiren. Jene Frage nun, war wir im Allgemeinen als Cognac trinken, welche Merkmale den echten vom unechten unterscheiden, durch welche Berhältniffe die Preise der verschiedenen Sorten bestimmt werden Alles baß erörtert und beantwortet ein fach­männisch gründlicher Aufsatz im neuesten Heft der allbeliebten Muftrirten FamtlienzeitschriftZut Guten Stunde" (Deutsche- VerlagShauS Boug & Co., Berlin W. 57. Preis de- VierzehntagShefteS 40 Pfg.) Außerdem enthält da- vor­nehm ausgestattete Heft eine Fülle von Stoff in textlicher und bildlicher Darstellung, so daß es sich würdig an feine Vorgänger anschließt.

Das Kabel durch den Stillen Ocean, von dem es noch nicht sicher war, ob er von England und Cauada oder von den Bereinigten Staaten zuerst ausgeführt werden würde, ist jetzt von Seiten der letzteren Großmacht gesichert. Die Wahr­scheinlichkeit des Gewinnes eines festen Stützpunktes im west­lichen Thetl des Stillen OceanS hat die Amerikaner zu einer Beschleunigung des Plane- bewogen. Am 20. Juli wurde, wie dieElectrotechnische Zeitschrift" erfahrt, von der Regierung der Bereinigten Staaten mit der P a c i f i c C a b l e - C o m p a u h ein Vertrag abgeschloffen, durch den die Gesellschaft zur ver- legung eines Kabels von San Francisco über die Hawai- Inseln nach den Philippen ermächtigt ist. Die Arbeiten müffen innerhalb eine- halben Jahre- vollendet sein, die Kosten werden auf 40 Millionen Mark veranschlagt.

* Daß nützliche Telegramm. Herr S., ein Leipziger Geschäftsinhaber, ist mit seinen Stammtischgenoffen dieser Tage nach München gefahren, um, wie dieLeipz. Gericht-, zeituug" berichtet, in der bterfrohen Jfarstadt und ihrer herr­lichen Umgebung den Kaffenbestand de- Stammtische- ver­jubeln zu helfen. Wie er nun am Montag vormittag int Hofbräu beim goldigen Gerstensaft fitzt, schweifen seine Ge­danken zurück nach Leipzig, vor seinem geistigen Auge er» scheinen die Räume seines Geschäfte«, er steht seinen Vertreter am Pult hantiren, steht in den Hinteren Räumen die über die Schreibtische gebeugten Gestalten, steht wie der Markt- Helfer geschäftig umherläuft, den vor dem Geschäftslocal bi» findlichen großen Briefkasten und daran-.....Dünner-

lttzchen!" fahrt Herr S. mit einmal auf und schlägt mit der flachen Hand auf den Tisch.Was i« denn los?" fragen verwundert seine Begleiter.Nee, 'S iS doch zu dumm!" erklärt Herr S.,da hab' ich in Leipzig vergeffen, den Schlüffe! zum Briefkasten im Geschäft zurückzulaffcn. Nun steckt die ganze Sonntag-post und wichtige Drucksachen im Kasten, und der Schlüffe! dazu liegt in meiner Wohnung. E- ist doch

zu dumm!" Herr S. überlegt jedoch nicht lauge, sondern eilt, da die Sache von Wichtigkeit ist, nach dem Telegraphen- bureau, wo er ein Telegramm nach seinem Geschäft aufgiebt. --Inzwischen waren die Angestellten int S.'schen Ge­schäft einigermaßen in Verlegenheit, wie fie zu dem wichtigen Inhalt des Briefkasten« gelangen sollten. Endlich dämmerte einem der Angestellten eine Idee.Ach was", begann er, Herr S. wird doch nicht den schweren Schlüffelbund mit auf die Reise genommen haben. Sicher hat er ihn bei seiner Frau draußen in der Wohnung zurückgelaffen, mag also der Markthelfer hinau-gehen und den Schlüffcl, den er ja kennt, holen." Die« leuchtete Allen ein, und sogleich wurdeFried- rich" beauftragt, den fehlenden Briefkastenöffner herbeizu- schaffen. Al« nach beendeter Mittagszeit der Markthelfer um 2 Uhr da« Geschäftslocal wieder geöffnet hatte, that er die« auch mit dem Briefkasten, deffen Schlüffe! inzwischen zur Stelle geschafft worden war. Unter den Briefen und Drucksachen befand fich auch ein Telegramm.Was, sogar ein Tele­gramm im Briefkasten!" rief der Markthelfer. Sofort stürzten Alle über das Telegramm her, um deffen Inhalt zu erfahren. Es lautete:Au- meiner Wohnung Schlüffel zum Briefkasten holen! Herzlichen Gruß! S." Ein allgemeines Gelächter durchdröhnte im nächsten Augenblick das GoschäftSlocal. Es hat wohl selten ein Telegramm so arg seinen Zweck verfehlt wie dieses, welches über die Aufschließung des Briefkastens Kunde bringen sollte und dabei selbst in diesem verschwand.

* Debet den Untergang eines Bootes mit deutschen See­leuten an der mittelamerikanischen Küste erfährt dieRhein.- Westsäl. Ztg." Folgendes: von der auf der Rheede von Jcalcal bei Costa Rica liegenden El-flether BarkOtilde" fuhr der erste Steuermann Ahlers mit fieben Mann der Besatzung vom Schiffe ab, dem Lande zu. Bor der Küste befand fich in einer Entfernung von 5 bi« 6 Schiffslängen ein Riff, an dem eine starke Brandung herrschte, die man aber nicht für gefährlich hielt, da schon eine Landung gut verlaufen war. Plötzlich jedoch wurde da« Boot von einer Welle erfaßt und quer geworfen- eine zweite Welle schlug e« voll Waffer und brachte e« zum Sinken. Drei Matrosen retteten fich durch Schwimmen, zwei klammerten fich an da« Boot und trieben mit diesem an« Ufer, drei Seeleute aber, der Steuermann Ahler« an« El«fleth, der Matrose Gilsen au- Emden und der Schiffsjunge PlÜnnecke au« Hildesheim fanden in den Wellen den Tod. Bon derOtilde" au« be­merkte man zwar den Unfall, ruderte auch sofort ein zweite« Boot nach der üufallstelle, konnte aber von den verunglückten keine Spur entdecken.

Was die Zerstörung eines Kriegsschiffes kostet. Die Amerikaner hegen bekanntlich eine große Vorliebe für Statistiken aller Art. So haben fie neuerdings eine Auf­stellung der Kosten vollendet, mit denen das Zerstören ver- schiedener spanischer Kriegsschiffe verbunden gewesen ist. Da­nach dürfte der Untergang derBi-caya" den Yankee« nicht weniger al« 43,385 Dollar« (173,540 Mk.) gekostet haben. Wie man weiß, wurde dieBi-caya" von den Granaten de« Brooklyn" vernichtet, welche Geschoffe int Werthe von oben­genannter Summe in kaum sechs Minuten abgeseuert waren. Hier ist die kleine Rechnung: 141 achtzöllige Granaten von bester Qualität ä 250 Dollar-, 65 sech-zöllige Granaten von bester Qualität L 105 Dollars, 12 SechSpfüuder- Bomben ä 5 Dollars, 400 Einpfünder«Bomben ä3*/8 Dollars, macht zusammen 43,385 Dollars. Diese schöne Summe in den wenigen Minuten in Pulverdampf aufgelöst zu haben, darf den Amerikanern aber nicht leid thun, denn nur durch diese« schnelle Feuern ist es ihnen gelungen, ihr eigene« Schiff vor der Vernichtung durch den Feind zu retten, da dieviscaya" ebenfalls Alle« that, [um da« amerikanische Schiff zum Sinken zu bringen.

* Die Weltsoune. Die jetzt ja allgemein al« gütig an­erkannte Kopernikanische Lehre, daß die Erde sich um die Sonne dreht und die Sonne still steht, ist eigentlich nur mit einem Vorbehalt richtig. Man muß nämlich, um ganz exact zu sein, sagen, daß die Sonne in Bezug auf die Erde still steht, daß fie aber mitfammt dem ganzen Trabanten- und Planetensystem, zu dem auch die Erde gehört, um einen Centralkörper, den man also gewissermaßen al« Weltsonne bezeichnen könnte, rotirt. Man muß fich den Prozeß etwa so vorstellen, al« ob unser ganze« Planetensystem in einen ungeheuren Kasten gesetzt wäre, innerhalb deffen nun die Planeten um die Sonne und die Monde um die Planeten, deren Begleiter fie find, kreisen, und daß dann dieser ganze gigantische Kasten mit seinem gewaltigen Inhalt in coloffalen Rotationen um die Ceutralsonne wandelt. Bermuthlich kreisen außer unserer Sonne noch andere Fixsterne um dieselbe Central- sovne, so daß da« Ganze also wieder eine Art höheren Planeten­system« darstellen würde. Welcher der vielen Sterne die Centralsonne ist, hat noch nicht festgestellt werden können- neuere Beobachtungen aber sprechen dafür, daß der Siriu« e« fein dürfte. Eine einmalige Umkreisung de« Siriu« durch die Sonne würde etwa eine Million unserer Erdjahre er­fordern, und die gegenwärtige Stellung der Sonne zum Siriu« könnte etwa mit derjenigen verglichen werden, welche die Erde im Januar zur Sonne einnimmt. Unter diesen Voraussetzungen würde also unsere Sonne etwa in fünfmal- hunderttausend Jahren ihren Sommer haben- eS ist nicht un­möglich, ja sogar sehr wahrscheinlich, daß dann auch die Sonne uns mit noch viel größerer Wärme beschenken werde al« gegenwärtig, aber da ja bi« dahin noch sünfhundert Jahr­tausende vergehen müffen, kann die Sache un« gegenwärtig noch kalt laffen.

* Reue Enthüllungen in der Grünenthal'schen An­gelegenheit stehen in der nächsten Zeit bevor. In der Affaire spielte bekanntlich die Portierfrau und frühere Wirth- schafterin Frau Lötsch, Camphausenstraße 2 wohnhaft, inso­fern eine große Rolle, al« diese die erste Denunciation gegen Gr. bei der Criminalpolizei etnreichte. Nun hatte Gr. in früherer Zeit auch ein Liebe«verhältuiß mit seiner ersten Wirthschafterin Hedwig Jähde, die jetzt in Dresden wohnt. Al« sich die Folgen diese« Berhältniffe« bemerkbar machten,

schickte Gr. die Jähde zu einem Arzt, den die Portierfrau L.I empfohlen hatte. Der Kunst desselben soll es nun geglückt! sein, daß die Geburt eine-Kindes vereitelt wurde. Auf ver-1 aulaffung der Frau L. wandte fich nun die frühere Geliebte Grünenthals an diesen, und zwar wenige Wochen vor Ent- 1 deckung der Strafthaten desselben, mit der Aufforderung, ihr 4000 Mk. Abfindungssumme zu geben, von welcher die L. 400 Mk. zu erhalten wünschte, um fich eine Plättstube ein. richten zu können. Die Jähde hat denn auch die 4000 Mk. bös Gr. erhalten. Ferner schwebt gegenwärtig ein Ehe- scheidung-prozeß, deffen Held Grünenthal ist, indem er zu der Fran eine« Freundes in unerlaubten Beziehungen ge­standen hat. Fall« diese Ehe geschieden werden sollte, wird Gr. fich später auch derentwegen strafrechtlich zu verantworten haben.

* England nimmt unter den Kohlen producirenden Ländern die erste Stelle einer Production von 188277000 Tonnen. Im englischen Kohlenbergbau find etwa 700000 Per- Ionen beschäftigt. An zweiter Stelle stehen die vereinigten Staaten mit einer Production von 164 Mill. Tonnen. Dann fällt die Zahl auf einmal bedeutend, nämlich 73 Millionen Tonnen für Deutschland, wobei allerdings Braunkohle nicht mit eingerechnet ist. folgen Oesterreich-Ungarn mit 10700000 Tonnen- Frankreich und Rußland mit je M/, Mill. Tonnen- Spanien producirt 1300000 Tonnen - Italien 1200000, Schweden 200000 Tonnen. Bon anderen außer­europäischen Ländern fördert Australien 4 Millionen, Japan 3j/4 Mill., Neuschottland 21/* Mill. Tonnen. Berechnet man den Kohlenverbrauch pro Kopf der Bevölkerung und pro Jahr, so steht wiederum England an der Spitze, wo nicht weniger al« 3,3 Tonne auf den Kopf entfällt. Die ver- einigten Staaten folgen mit 2«/4 Tonne, während Oester­reich mit 750 Kg. die Reihe beschließt. (Mittheilung de« Internationalen Pateut-Bureau- Carl Fr. Reichelt, Berlin NW. 6.)

WaS man ans Liebe nicht Alles thut. Die amüsante Vorgeschichte einer Verlobung wird au« Bad Hall ge­schrieben: Im Kurpatke warEr" der Held, an dem alle zündenden Blicke aus Mädchenangen wirkungslos abprallten. Er war ein hochinteressanter Mensch und al« Maler Secesfionist. Da« hübsche, blonde Töchterchen einer reichen Wittwe verliebte fich in den Löwen der Saison- er aber hatte für fie nur ein kühle« Lächeln und machte zu einem Brkannten de« Fräulein« die Bemerkung:Sie ist mir zu natürlich. Blonde« Haar, in Zöpfe geflochten ganz Grethchen. Wie abgeschmackt poetisch! .... Und wie einfach in der Toilette ist fie sonst. Kein auffallende« Baud, blaffe Wänglein brrr! . . ." Diese Worte scheinen der jungen Dame hinterbracht worden zu sein, denn fie ver­schwand aus Hall, war zum Mindesten dort nicht mehr öffentlich zu sehen. Zwei Wochen vergingen. Da gab plötzlich im Kurparke während de« ConcertS eine Sensation. In schreiender Toilette erschien eine Unbekannte. Nur die Mama an ihrer Seite machte fie al« da« Fräulein kenntlich, von dem man zu wissen glaubte, daß fie in den Maler ver­liebt fei. Sonst war Alle« an ihr ander«, Alle« gekünstelt. Die Haare wild zerrauft, weit vom Köpfchen abstehend und brennend roth gefärbt. Das Geficht spielte in« violette und die Augen starrten au« grauen Schminkerändern hervor. Die Badegäste waren entsetzt, der secesfionistische Maler aber entzückt. Er war fortan nur mehr an der Seite der selt­samenSchönheit" zu sehen. Heute find die Beiden Braut und Bräutigami

* Die Alexanderbrücke in Paris. Die Arbeiten auf den Bauplätzen der Alexander III.-Brücke, zwischen dem Pont de la Concorde und dem Pont des Invalides, schreiten rüstig vorwärts. Die größten Vorarbeiten sind beendigt und der Bau der eigentlichen Brücke kann nicht mehr lange aus­stehen. Ein ungeheueres eisernes Gerüst überragt gegenwärtig das ungefähr den dritten Theil der Seine-Breite einnehmende Pfahlwerk, ohne daß die Flußschifffahrt während des Brücken­baues Unterbrechungen zu erleiden hat. Die Widerlager sind fest und sicher auf "beiden Seiten der Seine herggstellt und schon mit Mauerwerk bekleidet, das mit der Uferstraße auf gleichem Niveau ist. Starkes Gebälk zieht sich ungefähr 30 Meter dem Quai de la Conference entlang und erhebt sich gleich einem Hafendamm ungefähr 30 Meter über das Waffer. Es stützt sich auf starke Pylonen, die Taucher im Flußbett errichtet haben. Auf dem entgegengesetzten Ufer stehen schon die Pylonen, aber ohne Damm. Sobald dieses erste Pfahlwerk an Ort und Stelle war, ging man an die Construction der Rollbrücke, die täglich zahlreiche Neugierige hinauslockt. Das nun beinahe vollendete Werk erinnert auf den ersten Blick an einen langen riesigen Gitterkäfig. E« mündet auf der Wafferseite in ein 14,80 Meter langes Vor­haupt aus, dessen oberer Theil sich der Basis zu senkt, wo­durch dieser Ausläufer des Gerüsts, deffen ganze Länge 75 Meter beträgt, bedeutend erleichtert wird. An drei ver­schiedenen Stellen der Basis wurden Rollen angebracht und nun kann man zu dem Werfen der Brücke schreiten, womit vor Kurzem der Anfang gemacht wurde. Wie schon vor einigen Monaten in der Vorstadt La Chapelle, wo der Schienenweg der Nordostbahn bei der Rue Stephenson zu überbrücken war, jedoch in einem geringeren Verhältniß, wurde die Eisenmaffe mittels Wellbäumen vorwärts geschoben, und zwar derart, daß das Ende in der Lust schwebt. Der zurückbleibende Theil der Maffe bildet das Gegengewicht. Von den 75 Meter, die bis jetzt hergestellt waren, liegen 30 Meter auf dem Seine­staden. Diese schob man vorwärts, bis sie auf dem Pfahl­werk zu liegen kamen, sodaß die vordersten 30 Meter über der Strommitte schwebten. Das bleibt so, bis weitere 30 Meter auf dem Staden hergestellt worden sind, worauf ein zweites und ebenso ein drittes Schieben erfolgt. Beim zweiten Male wird das Vorderende fich auf die Py'onen des linken Ufers stützen, die ein Zwischenraum von 50 Meter von denen des rechten trennt Damit ist dann die schwerste Arbeit vollendet und einer dritten ähnlichen Bewegung vor­gearbeitet. Der vorgestrige Schub nahm nur dreiviertel

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