gehen noch verdächtiger.
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möglich gewesen Ware. Die Einrichtung der BeekaufSab- theilung bezweckt, mit der Ausstellung eine gute E.nkauf-- gelegenheit in Hühnern, Waffergefiügeln und Tauben zu Zuchtzweckeu für unsere Gegend zu schossen. Nicht jeder Besucher einer Aufstellung ist in der Lage, soweit er überhaupt Thiere zu kaufen gedenkt, prämtirungSfähigeS Roste- grflügel anzuschaffen, ihm genügen vielfach für seine Zwecke Thiere, die zwar die Hauptmerkmale der betreffenden Raffe
die Theilnahme an V------------ -
,aqt wird. Auch hat Freycioer Stubenarrest gegen einige Offiziere verhängt, welche fich bei der Sammlung der „Libre Parole" allzuweit vorgewagt haben.
Afrika. Da- britische Element in Tranrvaal scheint Dinge auf die Spitze treiben zu wollen. In Johannesburg hat eine Protestoersammluug von Engländern beschloffen, eine Petition an die Königin Bictoria zu richten, tu der in ent- schiedener Sprache über die „Tyrannei" der vareupolizei Klage geführt und gebeten wird, Schritte zu thun, um ein vollständig unparteiische» gerichtliche» Vorgehen gegen den Poltzetbeamteu, der Edgar erschoß, sicher zu stellen und überhaupt Abhilfe gegen da» Auftreten der Polizei zu erlangen und für Leben und Eigeuthum der britischen Unterthauen Schutz zn verschaff-«. Der Versammlung wohnten eine Anzahl Beamter und Burgher» bei und e» kam zu einem Zasammeu- fioß der beiden Parteien. Mau hieb mit Stöcken auf einander lo». Einem englischen Fretwilligeu-Major wurde der Rock vom Leib gertffeu. Drei Personen wurden verhaftet. Die Burgher» zogen sich daun nach dem Postgebäude zurück. Die Petitou ist dem englischen vtceconsul überreicht worden, der versprach, sie weiter zu befördern. — Der Umstand, daß fich ansehnliche britische Trupprnverstärkuvgen von der Heimath nach dem Cougolaude unterwegs befiudev, macht diese» Bor-
Zahlreiche Rrfiectanteu haben sich bereit» gemeldet, welche gelegentlich der Ausstellung ihren Bedarf an Nutzgeflügel, für Zachtzwecke geeignet, decken werden. Bet der früheren Ausstellung, bei der nur eine PrämiirungS-Abtheilung bestand, beliefen fich die durch die BerkaufScommisfiou vermittelten Umsätze in Nutzgeflügel — ohne die Ankäufe zur Brrloosung — auf ca. 1000 Mk., und hofft mau diesen Umsatz durch Einrichtung der BerkaufS-Abthetlung bet der kommenden AuS- stelluvg mindesten» auf das Doppelte zu steigern.
•* Postalische», vom 1. Januar 1899 ab wird Großbritannien uud Irland am Werthbriefdienst de» Weltpostverein» theiluehmen. Der Höchstbetrag der zuläifigeu Werthavgabe ist britischerseit» auf 2400 Mk. (--- 8000 Franken ---- 120 Psd. Sterl.) festgesetzt. Bi» zu diesem Betrage können Werthbriese nach und au» Großbritaunien und Irland
zur Absendung kommen.
Wegen fortgesetzter Ruhestörung uud Belästigung der beiden Polizeiwachen sowie der Nachtpatrouilleu wurde in verflossener Nacht ein Student vou hier verhaftet. Im Arresthause zerschlug derselbe au zwei Fenstern sämmt- liche Scheiben und einen Fensterrahmen und raste in einer Weise, daß er noch später in eine andere, festere Zelle um- quartirt werden mußte.
Bezüglich de» Aufenthalt» auf den Plattformen der in den Fervzüzeu laufenden Eiseobahuwagen ist den sämmtlicheu Directioueu der preußischen Staat»bahueu soeben folgender Mtutsterialerlaß zugegangen: „Die noch immer in größerer Anzahl nachgrwieseuen Unfälle infolge de» Aufenthalt» auf den Plattformen der DurchgaugSwagen während der Fahrt laffeu erkennen, daß da» bestehende verbot nicht überall genügend beachtet und gegen Zuwiderhandlungen nicht mit dem uöthigeu Nachdruck vorgegaugeu wird. Die Königl. Eiseabahndireetioneu wolltn daher da» Persoual zu that- kräftigem Einschreiten bei Verstößen gegen die erwähnte Vorschrift anhalten und insbesondere die Aufficht»beamten an- weisen, dir Schaffner in dieser Beziehung zu überwachen.
*• Wetterbericht. Hoher Druck behauptet die Herr- schäft über gauz Nordwrst- und Nord Europa. Seiu Lentrum hat fich durch einen Zuzug vom Atlantischen Oeeau her noch vertieft. Außerdem zieht fich rin sackförmiger Ausläufer über dir britischen Inseln bi» zur BtSeaya-See herab. Der südliche Theil de» Eonttneut», sowie da» Mi-telmeer-Gebiet liegt noch im Bereiche eine» barometrischen Maximum». In- deffeu hat daffelbe allgemein an Jureufirät verloren und hat fich zugleich sein Kern in zwei Thetle gespalten. Die Witterung war am Morgen auf unserem Gebiete noch heiter. Im Laufe de» Tage» find die Temperaturen stark gestiegen. — voraussichtliche Witterung: vorerst zuuehmeude Trübung, daun unruhige» Wetter mit Niederschlägen.
Klei« Linden, 25. Deeember. Durch den BergwerkSdirector Herrn Pascoe wurde un» heute für unsere Kleinktnder- schule ein Geschenk von 150 Mk., sowie 50 Mk. für eine arme Wttiwe zugrsaudt. Herzlichen Dank dem hochherzigen Geber. S.
r. Sich, 27. Deeember. Der frühere Gemeiude-Ein- nehmrr Schneider dahier hat bereit» vor einem Monat krankheitshalber die seither noch verwaltete Rechnerstelle ntedergrlegt. Diese Aemter find nunmehr wieder besetzt, uud ist da» Amt al» Ktrcheurechuer dem Großh. OrtSeiuuehmer Zimmer dahier übertragen, al» Armenrechuer ist Herr Grmeindeetuuehmer Zimmer uud al» DecanatSrechnerHerr Rechner Falk zu Hungen ernannt worden.
Gründer», 25. Deeember. vom hiesigen Männer- Gesangverein find jetzt vier Mitglied»!, die Herren F. Schott, Möller, Wolf und Roth nunmehr 25 Jahre im Verein thättg. Au» diesem Anlaß wurde denselben da» vom Lahnthal Sängerbund, dem der hiesige Gesangverein augehört, gestiftete BerbaudSabzeicheu für fünfundzwanzig- jährige Mitgliedschaft unter entsprechenden Feierlichkeiten überreicht.
kauf»'Abthetluog, welche in 78 Klaffen eiugetheilt find. Waren - bet der früheren Ausstellung in der Turnhalle mangel» Raum ] selbst für Hühner nur Stämme bi» zu dret Thieren zulässig, so hat mau diesmal in Klaffe 34 (Hühner aller Nutzraffen) Aolleetioneu bis zu 6 Thtereu (1 Hahn 5 Hühner) zugelasseu. Man beabsichtigt, zahlreiche Stämme dieser Klaffe zur Ber- loosung auzukaufeu. Die Einrichtung einer Verkaufs-Abtheiluug für Nutzgeflügel verdankt zahlreichen, au den Vorstand de» Grflügelveretn» herangetreteuru Wünschen ihr Entstehen. Der Verein war bisher stet» bereit, auch Nichtmitgliedern bet Beschaffung von Geflügel mit seinem Rath zur Sette zu stehen. Für Mitglieder wurde der Ankauf der Thiere durch den Verein ohne Berechnung eine» Aufschläge» für die Mühewaltung besorgt. Die Erfahrung hat bewiesen, daß die Interessenten gut dabet fuhren und daß der Verein al» solcher Vortheilhafter zu kaufen im Staude war, al» e» Einzelnen
Loeales r»nd prooittsiellest
Gießen, den 28. Deeember 1898.
Stadttheater. Die gestrige Aufführung de» fünf- artigen Sardou'schen Schauspiele» „Dora" mit Fräulein Clara Drucker vom Lesfingtheater tu Berlin al» Gast erzielte bet gut besetztem Hause einen recht günstigen Erfolg, volle» Lob uud rückhaltlose Anerkennung muß dem verehrten Gaste gezollt werden. Die Rolle der Dora gelangte durch Fräuletn Tlara Drucker übeeau» packend zur Darstellung. Sie entwarf un» ein getreue» Bild der verschiedenen Stimm- ungen de» weiblichen Herzen» und zeigte fich in Allem al» ein Eharacter ersten Range». Ihr hinreißende» Spiel verfehlte denn auch nicht, ebensowohl auf die übrigen Mit- fpteleudeu, als auf die Zuschauer seine Vortheilhafte Wirkung geltend zu machen. Frau Helm fand fich mit Berständuiß in die Rolle der Marquise von Rio Zarö», recht gut spielten auch die Herren Merker und Dtetzsch al» Audrä vou Maurtllac uud deffeu Freund Favrolle. Da» Jntriguanten- paar Baron van der Kraff und Fürstin Zlcka fand tu Herrn Liebscher uud Fräulein Würdig, der au»fichi»lo» Ltebendeu, ganz glaubhafte Vertreter- leider war Herr Liebscher zuweilen trotz der ziemlichen Deutlichkeit seiner Absichten sprachlich schwer verständlich. Herrn Köhler konnte man al» Tekli pasfireu laffeu, während Fräulein Pauli in Gestalt der Mion al» allerliebste» Kammerkätzchen verdienten Erfolge» sich zu erfreuen hatte. Alle» tu Allem darf die Aufführung al» eine wohlgelungeue bezeichnet werden. Ob der hierin überau» peinliche Autor frriltch mit Veeuerte und Costümen einverstanden gewesen wäre, ist eine andere Frage, iuveß wollen wir hier da» ultra posae nemo obligatur gerne gelten laffeu, um so mehr, al», wie schon gesagt, alle Darsteller fich tu hohem Grade echter Kunst be- fi'ffeu zeigen.
•• 17. BerbandSSchützenfest. Nachdem der Geschäft»- führeude Ausschuß am DlenStag den 20. seine Zusammenstellung gefunden hatte, tagte derselbe, gemeinsam mit de« Fest-AuSschuß am 27. ds». Mt»., vormittag» 10 Uhr, im Schützeuhau». In dieser 1. Sitzung wurden die Tage vom 2. bi» einschließlich 9. Juli 1899 zur Abhaltung de» ver- baudSfeste» bestimmt, sowie ferner beschloffen, den eigentlichen Festplatz auf den Trieb und die Schießanlagen auf dem Terrain de» Schützenhause» auzulegeu. ES folgte hiernach eine Besichtigung der beiden Festplätze, wobei mau die Ansichten über die Anlagen, Bebauung und Verbindung derselben auswechselte. Die Ausführung der einzelnen Projecte unterliegen den spezielleren Berathungeu uud Beschlüssen der einzelnen Ausschüsse laut Satzungen. Daß der Trieb bezw. der mit Kirschbäumen umpflanzte Theil desselben einen großartigen Festplatz bieten wird, unterliegt keinem Zweifel, auch wird die projreürte Schteßplatzanlage den Schützen eine anziehende und bequeme Schießstätte bieten.
*• Geflügel- uud Vogel-Ausstellung. Die Programme uud AuSschreiben zur zweiten allgemeinen Geflügel- und Vogelausstellung zu Gießen find nunmehr erschienen. De Ausstellung wird umfassen: „Eine PrämtiruugS- und Brr-
vermischtes.
" Sine furchtbare Catastrophe hat der Draht am Samstag au» Cettinje, der Hauptstadt Montenegro», mitgethrilt. Darnach find mehrere Hundert Soldaten, die sich auf dem Marsche nach Podgorice befanden, vom Schueesturm überrascht und verschüttet worden. Bei der Uiwegbarkeit der Bergstraßen ist jede Hilfeleistung unmöglich, so daß die verschütteten dem Untergang geweiht sein dürsten. Die Unglücklichen hatten Befehl erhalten, in Podgorice die vom Ezareu geschenkten Gewehre abzuholeu.
♦ Exkaiserin Eugeute hat fich, wie ein Londoner Blatt an» Part» erfährt, nach langer Ueberlegnng damit einverstanden erklärt, daß Prinz Victor Napoleon die Anwartschaft erhält auf 2 Millionen Pfund, welche Summe gemäß den LebevSverficheruugSverträgen zwischen Napoleon III. und englischen Gesellschaften ausgezahlt wurde, al» der verstorbene kaiserliche Prinz die Volljährigkeit erlangte. Mit dieser Summe in Aussicht dürfte eine Anleihe zur Förderung der WeltmachtstellungS'Propaganda durch den Prinzen Victor zu Wege gebracht werden.
♦ Licht und Pflavzeuduft. Nach einer Mittheilung de» „Prometheus" machte Eng en MeSnard auf der Hochschule zu Rouen den Einfluß de» Lichte» auf den Pfianzenduft zum Gegenstand eingehender Studien. Au» seinen Ergebnissen ist die Thatsache lehrreich uud anziehend, daß im Morgeulande die Blumen, wenigsten» am Tage, nur wenig duften, weil die Wirkung de» Lichte» mäßig und die Trockenheit groß ist. Bäume, Sträucher, Flüchte und Gemüse enthalten mehr verharzte al» flüchtige Oele. Die duftendsten Früchte und Gemüse liefern die gemäßigten Zonen, namentlich Schweden und Norwegen mit ihrem gemilderten Licht und feuchten Klima. Da» andauernde, aber gemilderte Licht de» langen
«ommertage» verleiht den Früchten, die dort reifen, unb aromatischen Wurzeln (,. B. Sellerie) einen Wohlgeschmack, den mau im Süden nicht kennt. Der Vorzug de» deutschen Obste» und Weine» vor dem im Süden gezogenen Obst uud Wein beruht auf denselben Berhälm ssrn. Der rüden erzeugt mehr Zucker al» Aroma in seinen W.intraubeu, und die Südwetne entbehren daher der Blume. Unsere Kunstgärtner können au» diesen Ergebnissen beherzigenSwerthe Lehren besonder» für da» Treibhau» ziehen.
• Hebet daß bremische «everbewnsenm wird der „Köln- Zig." cm» Bremen geschrieben: Mir der Wiedereröffnung de» Gewerbemuseum», da» wegen erheblicher baulicher Erweiterung IVi Jahre geschloffen bleiben mußte, ist Bremen wieder um einen AnziehuugSpankt sür Fremde reicher. In den 25 Jahren de» Bestehen» de» Museum» konnten ansehnliche Sammlungen zusammeugebracht werden, wozu die Freigebigkeit der Bürger nicht wenig beigetragen hat. Sehr angenehm aber ist e» für Fremde, den Saal aufzusuchen, ia welchem vorübergehend Kuusterzeugniffe der Jetztzeit ausgestellt find. Ganz vorzügliche» wird augenblicklich hier auf dem Gebiete der DecorationSmalerei und der Schmtedekunst geschaffen. So fallen vortheilhaft für die neuen Lloyddawpfer bestimmte Malereien auf, bei denen nach japanischem Vorbild die Plastik mit herangezogen worden ist. So nimmt fich z. B. ein völlig anfgetakelte» Schiff au», al» wenn es an» einer Mesfingplatte hrrauSgeschnitten wäre. Seltsam find sür Bleiverglasungen bestimmte WorpSwrder Sctzzen. Pracht» volle, für den Dom bestimmte Stücke hat die Schmiedekuust geliefert, die hier augenblicklich einige vollgiltige Vertreter hat. Für weitere Kreise interessant mag die Thatsache sein, ' daß im Gewerbemuseum Nachbildungen von berühmten, Jahrhunderte alten Schnitzereien und Steinrelief» avgefertigt und abgegeben werden.
Leiden Schiffbrüchiger. Die an» 13 Wann bestehende Besatzung de» deutschen Dampfer» „Nord", die nach der Strandung von dem schwedischen Dampfer „Saga" gerettet ; und nach Oeregrund im Stockholmer Lehn gebracht wurde- hatte bi» zn ihrer Rettung außerordentliche Leiden zu erdulden. Der „Nord" wurde während de» furchtbares Schneesturme» in der Nacht an der schwedischen Küste auf eine Klippe geworfen, wo er fich so schnell mit Wasser füllte, daß Jeder fich retten mußte, wie er ging uud stand. Man sprang über hervorstehende Klippen, um zu einer nahen Felt- insrl zu kommen, wobei die Leute bi» zum Halse im Wasser waten mußten. Der Eapttän hatte nicht einmal Schuhzeug au. Auf der kahlen Insel mußten die Schiffbrüchigen bet 15 Grad Kälte und heulendem Schneestnrw eine schreckliche Nacht zubringen. Am nächsten Morgen beschlossen die vor Kälte und Hunger leidenden Leute, zum Dampfer zurückzukehren, zu welchem Zweck ein Mann zum
Dampfer schwamm und dann ein Tau zur Insel
warf, au dem fich die übrigen herüberholten. Nach vieler Mühe gelang e», in» Innere de» inzwischen tiefer gesunkenen Fahrzeuge» zu kommen und Proviant und Kleider zu erreichen. Dann spähte mau eifrig nach Hilfe und gab vou Zeit zu Zeit mit Signalbomben Zeichen. Aber erst in der folgenden Nacht wurden die Signale vom Dampfer „Saga" bemerkt. Trotzdem e» mit größter Gefahr verbunden war, in die Nähe der StrandungSstelle zu kommen, wagte sich die „Saga" doch dorthin. Eine» ihrer Boote wurde vom hohen Seegang zerschlagen, aber endlich konnten alle Schiffbrüchigen au Bord gebracht werden, wo ihnen sorgsame Pflege zu Theil wurde. Später fanden sie Aufnahme im Krankenhaus zu Geste. Die Hälfte der Leute hat während de» zweitägigen, hilflosen Zustande» so schwere Frostschäden davon getragen, daß Operationen an Zehen und Füßen uöthig sein werden. Der Dampfer „Nord" gehört nach Geestemünde, der Kapitän heißt Rud. Becker.
• Postkarten - Automaten i# London. Die Engländer haben fich erst seit ganz Kurzem mit dem P o st k a r t e n s p o r t | vertraut gemacht uud haben noch keine heimische Ansicht»- I kartrn-Jndustrie. Wa» im Lande verwendet wird, ist deutsche» I Fabrikat- aber welchen Umfang der verbrauch vou illustrirteu I Eorrespondeuzkarten bereit» erreicht hat, geht au» folgenden. I Ausführungen hervor, die von fachmännischer Seite gemacht 1 werden: „Schon find Millionen von Postkarten mit Ausichteu- I altenglischer Sehen»- und Merkwürdigkeiten theil» bestellt, I theil» im Handel. In Loudon selbst finden die Bilder- | Postkarten seit einigen Wochen solche Abnahme, daß ein | Speculaut, uud mit ihm eine große Aetiengesellschaft, bereit» | den guten Gedanken verwirklicht hat, auf allen Stationen I der unterirdischen Eisenbahnen Selbstverkäuser für solche I Postkarten, oder bester gesagt, wie man ihn in der Millionen- I stadt nennt, einen „Penny-in-the elotu aufzustelleu. Durch | Einwurf eine» Penny (8l/a Pfennig) erhält man eine mit I prächtigen Farben auSgestatme, bereit» mit einer half-penny- | Postmarke versehene Brlderkarte, auf der fich noch genügend I Raum findet, um einige Worte der Begrüßung oder Benach- | rtchttgung anzudringeu. Schreiber dieser Zeilen stellte e» sich I zur Aufgabe, einmal auf empirischem W ge nachzuforschen, I wieviel solcher Karten durchschnittlich dem Selbstverkäuser I entnommen werden. Zunächst wählte er die Station West- I minster und beobachtete dort während einer Biertelstuude I nicht weniger al» 65 Personen, die fich mit illustrirte» Karten versahen. Bedenkt man, daß vor der Hand 72
I solcher Maschinen Aufstellung gefunden haben, und nimmt | man mit Rücksicht auf gewiste, dem Verkehr weniger günstige Tageszeiten an, die durchschnittliche Entnahme während einer I S'unde wäre nut 20 Karren — also während eine» Tage» I 240, gleich ein Pfund Sterling per Maschine, so beträgt die tägliche E nnohmr der Gesellschaft 72 Pfund Sterling (1440 M.).
♦ Vogelmord in Italien. Da» Emfangen der Vögel mit den großen fahrenden Netzen ist tu der Lombardei nur iu der Zeit vom 20. September bi» zum 20. Oktober gestattet. Wie so manche andere, wird aber auch diese Vorschrift umgangen. Die Bauern gehen de» Nacht» mit ihren Netzen Über Feld und Überrumpeln die armen Vögel im s Schlaf, fangen Tausende von Thierchrn ein und morden fie
Sti.aämlnlftetgrihcinet hat »m dt.B». j b.fitzw, °d» itgenb einen nnb-d-°tend-n SchiInh-it«,.hltr an
ittauna von 1896 In Erinnerung gedr-rcht, wodurch Deinen fich haben und deshalb in die 8i^fauf«Q6t^el una gi^8ten, in politischen Kundgebnngen strengsten» unter, welcher auch nut ein gau, geringe, Standgeld erhoben wir .


