Ausgabe 
29.4.1898 Erstes Blatt
 
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London, 27. April.

I* Detaillisten-Berein. Die gestern Abend abgehaltene, I ^kider schwach besuchte Versammlung de» Detaillisten. I Greins beschästtgte sich mit Angelegenheiten allgemeinen I Interesse». Zunächst berichtete der Vorsitzende, Herr Ernst I Balser, über diejenigen Schritte, die aas Grund der In der Versammlung vom 16. Februar gefaßten Resolution in

I Betreff de» S.Uhr-Ladenschlusse» gethan worden. Die Liste der sich zum 9-Uhr-Ladenschluß verpflichtenden erhielt bei der ersten Zeichnung 236 Unterschriften, rückständig blieben 48 Geschäfte, gestrichen wurden 17 Geschäfte, welche mit Htuwei» auf den von ihnen betriebenen Branntwein-Verkauf und .Ausschank um 9 Uhr nicht schließen zu können erklärten,

I von 31 Rückständigen wurden die Unterschriften noch ein- geholt, nicht angeschlossen haben sich drei Geschäfte (Dort,

I Schwager und Steinhäuser), so daß sich mit dem 9«Uhr- Ladenschluß inSgesammt 269 Firmen einverstanden erklärten. Betreff» der Bäcker und Metzger wurde mitgetheilt, daß eine Regelung der Frage innerhalb ihrer Innungen erwartet wurde- auf diesbezügliche Anfrage hat die Metzgertnnung berichtet, daß fie vorläufig eine Einführung de» 9-Uhr«Laden. schluffe» mit Rücksicht auf verschiedene Zufälligkeiten und Eigenheiten de» genannten Gewerbe» ablehnen müsse. Die Gründe hierfür wurden von dem in der Versammlung an« wesenden Obermeister der Innung, Herrn Ptrr, au»sührltch dargelegt und mitgetheilt, daß die Innung die Sache im Auge behalten und wohl auch die Zett kommen werde, in der sich die Metzger anschlteßen. Nach einer der Versammlung nicht offtctell gewordenen Mittheilung sollen auch die Bäcker ihr Etnverständntß mit dem 9 Uhr-Ladenschluß erklärt haben. Die Erlangung von Unterschriften der Ctgarrenh ändler war ohne Erfolg. Was den Zeitpunkt der Einführung de» 9. Uhr-Ladenschlüsse» betrifft, so war man verschiedener Meinung- nach lebhafter Debatte wurde auf Antrag der Herren Wohlmuth und Herbert beschlossen, die Neue- rung bereit» mit dem 1. Mai eintreten zu lassen und die» sofort durch Inserate in den hiesigen Blättern, wie auch durch in den Tchausenstern der Geschäfte anzubringende Plakate zur Kenntniß de» Publikum» zu bringen, wobei bemerkt wird, daß auf Geschäfte, welche bisher schon um 8 Uhr schloffen, diese Brstiwmung keine Anwendung zu finden hat. Ueber »Schäden im Detailhandel- theilre Herr Vals er mit, daß er in erster Linie die Neujahrsgeschenke habe treffen wollen- es sei beschlossen worden, vorerst in der Mavufactur- I waarenbranche den versuch mit der Abschaffung de»Neu- jährchenS" zu machen. In der Discuffion, an der fich die Herren Herbert, Stamm, Wohlmuth, Imheuser und Schmidt I betheiligten, wurde erwähnt, daß noch eine ganze Reihe von Schäden, unter denen da» solide Handelsgewerbe zu leiden I habe, zu beseitigen seien, z. B. ScheiuauSverkäufe. Es wurde ein einige- Zusammengehen nach vorheriger Besprechung inner- halb der einzelnen Branchen empfohlen, um geeignete Schritte I unternehmen zu können. Ein Beschluß hierüber wurde nicht I gefaßt, tndeß der Vorstand ermächtigt, zunächst die Ange. I hörigen der Manufacturwaarenbranche, die verhältntßmäßig am meisten bei der Sache interefflrt sei, zu einer Besprechung etnzuladen. Herr Balser theilt weiter mit, daß er Schritte I in Betreff der Wanderlager gethan, der Vorstand habe, nachdem bereits Rücksprache mit dem Herrn Oberbürger, meister und Herrn Lavdtagsabgeordveten Metz stattgefunden, I beschlossen, sich mit einer Eingabe an den Lanorag zu wenden. I Herr Balser sprach die Bitte aus, Wahrnehmungen über Mißstände in dieser Beziehung, auch hinsichtlich des Detail- reisens, zur Kenntniß deS Vorstandes zu bringen, er berührte I habet auch die von manchen Beamrenkategorien errichteten Kleiderkaffen, allerdings bezweifelnd, daß hiergegen etnzu- leitende Schritte von Erfolg sein werden, von verschiedenen Seiten sprach man fich indrß doch für Einleitung geeigneter Schritte aus, in der Zuverficht, daß die Regierung solchen berechtigten Wünschen Rechnung tragen müsse. Der Antrag, daß man fich direct an Großh. Ministerium wenden solle, wurde abgelehur, dagegen beschlossen, zunächst mit einer Ein­gabe an die Handelskammer die erforderlichen Schritte ein- -vleiten. In Betreff der Kleinbahn GießenBieber constatirt Herr Balser mit Genugthuung, daß der Stadt- Vorstand sich den Wünschen de» Verein» nach Fortsetzung der I

Re»1eruog»rarh Dr. Richter gedenkt Ende Mai wieder nach

Paris zu gehen. Frkf. Ztg.

I ** 85t Radfahrer. Wir machen die Radfahrer (auch I Radfahrerinnen) hiermit auf die in vorliegender Nummer I enthaltene Bekanntmachung Großh. Polizeiamts aufmerksam, I wonach die Ausgabe der Radfahrkarlen und Nummerplatten I in ben nächsten Tagen noch nicht erfolgen kann. Der Termin wird noch veröffentlicht. Bis jetzt liegen 680 Anmeldungen

Omnibaßfahrten Der mancherlei Veränderungen I aufweisende neue Omnibusfahrplan ist erschienen und I bei Ernst Balser, Mäusburg, zu haben.

I * Bieberthalbah». Nachdem die Vorarbeiten für dir | Verbretterung der Lahn brücke bereits vorgenommen, hofft man in der kommenden Woche auf das Eintreffen der Eisen-

I thkilt, um die Arbeit selbst vornehmen zu können. Die Arbeiten auf der ganzen Strecke werden so gefördert, daß I dieselbe bem Verkehr im Juli übergeben werden kann. Auf demAbendsteru" steht bereits ein ganzer Wagenpark bereit und -war je drei Personenwagen, Pack- und Postwagen sowie

I 40 Güterwagen zur Beförderung von Eisensteinen und mehrere gedeckte Güterwagen, auch treffen in den nächsten Tagen bereit» drei Maschinen ein.

BiehauSstellung. Der preußische Landwirthschaft^ Minister hat auf Antrag jür die in Gießen stattfindende Ausstellung von reine« Vogelsberger Zuchtvieh als Beihilfe 2000 Mark bewilligt. Diese Summe wird zu Preisen | lür die aus den preußischen Gebietstheilen in Gießen aus­gestellten Thiere Verwendung finden.

Frankfurter Pferdelomrie. Bei der gestrigen Ziehung der Pferdemarkt.verloosuug fiel der Hauptgewinn auf Nr. 47 876. Der dritte Treffer fiel auf Nr. 66 207, und bie Gewinnnummern 510 auf die Loosnummern 49 693, 97012, 92835, 70757, 36059 und 4607.

verirrter Junge. Ao» Seligenstadt wird der Darmst. Ztg." geschrieben: Im gestrigen Abendzuge, der zwischen Frankfurt a. M. und Aschaffenburg verkehrte, de« obachteten Paffagiere einer vierten Wagenabtheiluog einen recht gut gekleideten, etwa fünfjährigen Knaben, der plötzlich unter Thränen nach feinerMama" verlangte. Die Gesuchte war aber nirgend» zu finden. Die Fahrkartenangelegeoheir schien tndeffen geordnet gewesen zu sein. Der Mitreisende Zündholzhändler Adam Winter von Mainflingen nahm fich schließltch de» verlassenen Jungen liebevoll en, verließ mit ihm auf Staüon Dettingen den Zug und verbrachte ihn zu seiner vielköpfigen Familie. Der Junge kann auffälliger Weise seinen Namen nicht angeben- er spricht vielWehr ledig, lich und ziemlich oft von Lollar an der Lahd, seinem vermurhlichen Geburtsort.

* Der hessische Laubes-Pferde,uchivereiu läßt in diesem Jahre durch eine besonders bestimmte Eommisfion iu Belgien, Holland und Oldenburg Zuchtstnten ankaufen und zur öffentlichen Versteigerung bringen. Die Geueralversammluuf: genannten Verein» wird am l.Mai in Friedberg abgehalten.

* Fürsorge für fallsüchtige Kiuber. Zu der großen Anzahl humaner Anstalten, durch die unser Heffeuland au», gezeichnet «an denke an die Kranken« und Siechenhäuser, an die Einrichtungen für Blinde, Taubstu«we, Idioten und Geisteskranke wird demnächst eine neue, nicht minder noth- wendige kommen: eine Heil- und Pflegeanstalt für epileptische Kinder. Etwa 200 Epileptische in dem Alter von 614 Jahren hat man im Großherzogthuur ge­zählt, und zu« größten Theil, sofern fie nicht sehr wohl-

Mttglieder der Kleinbahuco««ission zugetheilt hat. Al- Nachfolger de» verstorbenen Herrn Heinr. Rübs am en, I dessen Andenken die versaunulung durch Erheben von den | Sitzen ehrte, ist Herr Schmidt (Firma Brüder Schmidt) in den Vorstand berufen worden. Die angeregte Heraus- gäbe einer vertraulichen Liste schlechter Zahle, wurde al» nicht empfehlenöwerth bezeichnet, jedoch den Mit­gliedern der Eintritt in den VereinCreditref orm" em« pfohleu, der seiner Aufgabe voll und ganz gewachsen. Nach einigen Mittheilungen über die im Sommer d». I». tu Gießen stattfindenden Lonferenz de» Detaillisten-Verbaud», der noch eine Generalversammlung de» hiefigen Vereins be« Huf» Besprechung der Tagesordnung ufw. vorausgehen wird, wurde die Versammlung geschloffen.

* Sportplatz. Die Uebungen der Mitglieder der unter der Direclion von Franz verhetzen stehenden Trainir- schule nehmen einen guten Fortgang und üben eine große Anziehungskraft aus das sportliebende Publikum der hiesigen Stadt und Umgegend au». Mit großer Pünktlichkeit wird täglich von vormittags 10 Uhr und Nachmittags von 5 Uhr an trainirt, und die Zuschauer, welche fich stet» zahlreich einfinden, legen da» größte Jntereffe für die Uebungen an den Tag. Die eiserne Laergte, mit welcher Herr verhetzen seine Aufgaben zu erfüllen bestrebt ist und die Lousrqueuz mit der er seine Schüler fortgesetzt auf alle» Dasjenige auf- merksam wacht, was fie fich aneignen müssen, um demnächst mit Erfolg in den Wettbewerb eintreten zu können, staden das richtige Berständniß, und die jungen Leute find äugen- scheiultch auf da» Eifrigste bestrebt, den Rathschlägen des bewahrten Fachmannes verhetzen Folge zu leisten. Dir vorzügliche Beschaffenheit der Cementbahn ermöglicht aber auch in ganz besonderer Weise die Uebungen der Rennfahrer, und wenn einerseits dem auf«erksamen Beobachter fast von Tag zu Tag die Verbesserungen bei den Schülern ohne Weiteres auffüllen müssen, so schreiben andererseits die Herren verhetzen und Opel selbst ein gute» Theil an den hervorragenden Erfolgen, die fie am letzten Sonntag bei starker Eoncurrenz in Dortmund, bezw. Mannheim erzielten, ihrem Training auf der hiefigen, in jeder Beziehung muster- gültigen Rennbahn zu. E» türftr fich daher für viele sehr empfehlen, sich zu dem immerhin noch einige Wochen dauern« den Lursu» jetzt noch einichreiben zu lassen, wa» unter Bei­fügung der Gkbühr von 20 Mk. bei demLuratoriuni der Rennbahn Gießen 1897" beantragt werden kann. Das -weite Versuchsrennen der Tratnirschule de» Herrn verhetztr findet in aller Kürze statt.

Wien, 27. April. In der hentigen Abgeordneten- Haussitzung gab Mintsterpräfident Gras Thun die äuge- kündigte Regierungserklärung in der Angelegenheit der Sprachenfrage ab. DieN. Freie Presse" beurtheilt dieselbe abfällig und bemerkt, das wichtigste an dieser Erklärung sei da», wa» sie nicht enthalte.

Venedig, 27. April. Die Regierung gab dem hiesigen Marine-ArsenalBefehl, alle hier befindlichen Kriegsschiffe eiligst au»zurüsten und zum AuSlaufeu bereit zu halten.

Mailand, 27. April. Von hier reisen heute eine große Anzahl Freiwilliger nach Euba ab, um fich den Auf­ständischen anzuschließen. Darunter befindet sich auch der Trienter Ravarsini, der im griechisch-türkischen Kriege bei Domokos gegen die Türken focht.

Sofia, 27. April. Der LaffationShof wie» die Nichtig- keit»besch werde Boitjchew» und Novelitsch» ab. (Bottschew und Novelitsch wurden bekanntlich am 25. Januar wegen Ermordung der Ungarin Anna Simon zum Tode ver- urtheilt.)

Bayonne, 27. April. Nach hier eingegangeoen Meld­ungen aus Madrid ist ein au» vier Panzerschiffen und drei Torpedojägern bestehende» spanische» Geschwader gestern in See gegangen. E» geht da» Gerücht, da» Ge- schwader solle die Haupthafenplätze der amerikanischen Nord- ; fiaaten angreifeu. Ein andere» Geschwader sei in Ladir in Bildung begriffen.

London, 27. April. Die Eonsulu von Salvator und Nicaragua erklärten, ihre Regierungen würden Neu­tralität beobachten.

Für die nächsten Tage ist ein ernste» Zusammentreffen der spanischen und der amerikanischen Flotte zu erwarten. Die spanische Flotte in den Gewässern der Philippinen geht dem au» der Mios«Bay kommenden amerikanischen Geschwader entgegen.

London, 27. April. Die Regierung von Capstadt hat die Neutralität im spanisch amerikanischen Conflict gestern offictell erklärt.Daily Mail" berichtet au» Was- hington, Präsident Mac Kinly habe jetzt da» Finanz-Project in Händen, welche» zur Deckung der Krieg»kosten aufgestellt wurde. Dasselbe beläuft fich auf 120. Millionen Pfund Sterling und wird noch heute dem Congreß unterbreitet werden.

Madrid, 27. April. Nach einer amtlichen Meldung be­findet fich das amerikanische Geschwader noch vor Havanna, aber in großer Entfernung. Ein amerikanisches Schiff näherte fich, wie die Meldung weiter besagt, der Küste und machte den Versuch, eine Freibeuter-Expedition zu landen. Da» spanische KanonenbootLtgero" griff baß Schiff an und zwang es, sich unverrichteter Sache zurückzuziehen.

Madrid, 27. April. Der commandtrende Admiral in Manila meldet telegraphisch, daß er mit dem Geschwader ausgelaufen sei, um Aufstellung zu nehmen und den Feind zu erwarten.

Madrid, 27. April. Einer Meldung de»Heraldo" zu­folge würde Rußland Spanien ebenfo seinen Beistand leihen, wie England ihn Amerika leihen würde. Im Falle eine» englisch.amerikanischen Bündnisse» würde ein solche» »wischen Spanien und Rußland beschlossen werden.

Rew-Aork, 27. April. Für den nächsten Samstag wird hier rin entscheidender Kampf auf den Philippinen erwartet.

Rew-Uork, 27. April. DerNew-Aork-Herald" meldet an» San Juan auf Portorico: Die Spanier hätten den nn- möglichen versuch begonnen, die seit längerer Zeit vervach- läsfigten Befestigungen wieder in Biand zu setzen. Nur der Bau einer neuen Batterie westlich des Fort» Ehristobal schreite rüstig vorwärts. 14 gezogene Geschütze großen Kaliber» würden dort ausgestellt, auch würden große Vorbereitungen »nr vertheidigung der Einfahrt der Häfen durch Minen usw. getroffen. 1

Havanna, 27. April. (Reuter.) Zwei amerikanische Monitor» brachten zwei Kohlenschiffe auf. Diese wurden alsbald wieder freigegeben, weil es deutsche Schiffe waren. Die Lolonial«Regieruug»«Eommission, die .sich in i ba» Lager der Aufständischen begeben har, ist noch nicht zurückgekthrt. Selbst in Regierungskreisen heißt e», die An- strengungen, einen Frieden mit den Aufständischen herbeizu- führen, seien ftfololo» aewelen.

Ceealet m«6 prouHnjiea««.

Sietzen, den 28. April.

M-y", «Iccfclb». °°m jLanbiD«Ct»Uf Öicfjtn, zum Seconde-Lieutenant der Reserve des S. Großh. Heff. Jnf.-Regt». Nr. 168, Klingspor, Vice- fdbn>. vom Landw-Bezirk I Darmstabt, zum Sec.-Lt. ber Reserve beS Jnf.-Regts. Nr. 185 besörbert.

** tMW Dienstnachrtchlen. Am 22. März wurde am. « ?0|epfr ttcfarl zu Vendersheim, Dec.

Gau-Vickelheim, die kathol. Pfarrstelle daselbst Übertragen - am 4. April wurde der Psarrcurat Earl Forschner in hlbft8 J?L, r,Q^oItld,,n Warnt von St. Quinrin da«

J EM,kang vom 18. April b». I- an, bestellt. Ueber den Besitz der nach Art. 1 und 4 des Gesetze» ShApAh1 r88x7/ bic Abbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend, zur Uebernahme eine» KirchenamteS berüalich der ? tfl bcr Nachweis erbracht worden

bezüglich der Canbidaten ber evangelischen Theologie: Ernst «aWu1 ' O"o Lenz an» Gießens Heinrich Schlösser au» Worms, Friedrich Sch u st er ans Frischdorn und Paul Vogt aus Darmstadt. Frstchdorn

H-ttdel-kammer vom 22. April 1898.1 «nteefenb bie H«ren: Koch, Scheel, Balser, Gail, Kad Klingspor unb Wortmann. - In Folge eine» von den

Herren Abgeordneten Metz und Genossen bei der zweiten I »ahn bi» Bischoffen so thatkräftta aoaeschlollen babe imh Kammer eingereichten Antrag» auf Gewährung einer staat» angewoffni ^abe, unb »we

Uchen BeihÜlfe für die kanfmännifchen Fort-' bildungsfchulen zu Darmstadt, Gießen, Offenbach, / Worm» unb Bingen hat Großh. Ministerium, um eine Grundlage für Beurtheilung diese» Anträge» zu gewinnen, I unsere Handelskammer über Höhe und Herkunft der Mittel, I Schülerzahl, Unterrichtszeiten u. f. w. fpeeiell der hiefigen Fortbildungsschule zur Berichterstattung aufgefordert. Die I Kammer hat ohne Verzug dieser Verfügung entsprochen und in einer ausführlichen Darlegung auf die Bedeutung unb die Erfolge der hiesigen Fachschule inSbesonbere auf daS Er- I sorderniß eine» staatlichen Zuschusses hingewiesen. Wir bürfen un» ber Ueberzeugung hingeben, baß Großh. Staats- regieruvg bem Antrag wohlwollend gegenübersteht unb nach- I dem noch jüngst unsere LanbrSvertreter in so bereitwilliger I Weise bie für anbere BilbungSzwecke erforberlichen Gelb- mittel gewährt haben, ist eine Ablehnung vorstehenb gebuchter I Subvention umsoweniger anzunehmen, als biefelbe sich in sehr bescheidenen Grenzen hält. Der Voranschlag des I Budget» der Kammer für das Rechnungsjahr 1898/99 gelangte zur Berathung und Festsetzung. Bor Anknüpfung I einer Geschäftsverbindung mit den Firmen: Guillaume Siehl I fils in Brüssel, GroSvenor n. Eo. in London, Georg Meißner I in Belgrad, Isaak Goldenberg u. Co., Begnopulo» in Cairo I muß gewarnt werden. Mit Bezug auf den Beschluß de» BundeSrath» vom 28. Januar d. I. betreffendBestimm- I ungen über Ertheilung amtlicher Auskunft in I Zolltarifangelegenh eiten" theilt Großh. Ministerium I de» Jauern den Handelskammern die Bestimmungen! hierüber mit. Dieselben können sowohl auf unfeem Bureau, I I werden"^ 6cn Hauptsteuerämtern eingesehen I i