Ausgabe 
28.7.1898 Erstes Blatt
 
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die vor oder nach einem Natioualfeste liegen, von der Ge- meiude des Festortes kostenfrei, von anderen Gemeinden, Vereinen und dergl. gegen eine Gebühr in Benutzung ge­zogen, sowie gegen ein Eintrittsgeld von Jedermann be- fichtigt werden. Bet der Benutzung und Besichtigung der Feststätte ist jedoch der Character des Nationalfestes, als einer geweihten Einrichtung des deutschen Volkes, zu wahren. Die Feststätte kann nur für Zwecke in Benutzung gezogen werden, die sich innerhalb der den Nationalfesteu zu Grunde liegenden Ideen bewegen. Die Feststätte besteht aus dem Land- und Wafferfestplatz. Der Landfestplatz muß eine Aus­dehnung von etwa 60 Hectar haben. Der Platz ist, soweit dies für feine Bestimmung als Festplatz erforderlich ist, mit EntwäfferuugSaulagen zu versehen und derart eiuzuebnen, daß er vom Reichs Ausschuß mit den erforderlichen Bauten und Plätzen versehen werden kann. Als Wasserbahn für sportliche Zwecke (Radern und Schwimmen) wird die rechts­ufrige Strecke zwischen Rüde-Heim und Geisenheim in Aus­sicht genommen, unter Mitbenutzung des Rüdesheimer Hafens. Die Gemeinde verpflichtet sich, soweit es nur irgend in ihrer Macht liegt, keinerlei Geräusch verursachende oder die Um­gebung verunzierende gewerbliche Anlagen in der Umgegend der Feftplätze zu gestatten oder die Aufstellung von Schau­buden, sowie von Volksbelustigungseinrichtungen, die dem Character der Natioualfeste widersprechen, zuzulaffen. Auch verpflichtet sich die Gemeinde, Veränderungen oder Bauten, welche den landschaftlichen Reiz der Feftplätze zu stören ge­eignet find, nach aller Thunltchkeit zu verhindern. Die Ge­meinde wird dafür Sorge tragen, daß eine freie Ueberetn- kunft unter den Bürgern der Gemeinde getroffen werde, wonach im Festorte und in der nächsten Umgebung eine mög­lichst große Anzahl von Festtheiluehmern ausgenommen werden kann und ihnen Unterkunft und Verpflegung zu mäßigen Preisen gesichert wird.

**0° 9. Deutsches Turnfest in Hamburg 1898. Der Festzug am Sonntag hatte einen ausgezeichneten Verlauf. Von 10 Uhr ab traten die Kreise an den für sie genau vorher bestimmten Stellen in den bei der Turnhalle der Turnerschaft von 1816 in St. Georg liegenden Straßen an, und Punkt 12 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung durch die Altmannstraße, die reich geschmückte Steinstraße und Rathhausstraße zum Rathhausmarkt, wo auf dem großen Balkon und einer auf dem Trottoir hergestellten Tribüne Senat und Bürgerschaft, die Ehrengäste und die Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschuffes mit Damen ihn erwarteten. BrausendeGut Heil"-Rufe schallten aus den Reihen der Turner, wie sie Kreis um Kreis. Gau um Gau und Verein um Verein vorbeimarschirten. Die altehrwürdigen Fahnen, deren Tuch vielfach schon in Fetzen zerspliffen ist, wurden besonders lebhaft begrüßt. Der stramm vorbeimarschirende Zug brauchte 21/2 Stunden, ehe die den Schluß bildende Turnerschaft von 1816 vorbeigekommen war. 35 Musik­capellen und zahlreiche Trommler- und Pfeifercorps der hiesigen Vereine und ihrer Knabenabtheilungen waren im Festzuge vertheilt. Sechs prachtvoll ausgestattete Wagen, der erste mit dem Bundesbanner zu Füßen der Germania, waren auf die Abtheilungen des Zuges vertheilt. In allen Straßen war großer Jubel, aus Fenstern und von Balkonen wurden den Turnern Blumen und Etchenzweige geworfen. Um 4 Uhr fanden auf dem Festplatze Eisenstab-Uebungen von 7500 Turnern aus sämmtlichen Kreisen der deutschen Turner­schaft, einschließlich Oesterreichs, unter Leitung des Fest- Turnwarts Herrn Siepelt statt, die ganz ausgezeichnet verliefen. Die Exactheit aller Griffe bei der 500 Meter tiefen und 200 Meter breiten Aufstellung war bewunderns- werth. Sie wurde ermöglicht durch electrische Glocken, die auf dem ganzen Platz zwischen den Abtheilungen aufgestellt waren und von der Vorturnertribüne aus durch einen Druck auf einen Contactknopf alle gleichzeitig angeschlagen wurden. Das CommandoAchtung" wurde durch ein Trompetensignal, das Tempo durch eine vom Festturnwart geschwungene Fahne angegeben. Es gab nur eine Stimme der vollsten Befriedigung über die irnpoante Leistung, die ihres Gleichen noch nie auf einem Turnfest gehabt hat. Es schloß sich hieran von 5 bis 6 Uhr Turnen der Ausländer, an dem sich folgende Vereine betheiligten: 1. Der TurnvereinAndrea Doria" in Genua mit 12 Mann an 4 Recken. 2. Der Moskauer Turnverein mit 9 Mann am Barren. 3. Der Bürger-Turnverein in Bafel mit 24 Mann an 4 Recken. 4. Der Bukarester Turnverein am Pferd mit 5 Teilnehmern. 5. Der vor­genannte Bürger-Turnverein Basel mit Gemeinturnen an sechs langgestellten Pferden ohne Pauschen und schließlich 6. 4 Lehrer des InstitutsGymnastic-Teachers" in London, die eine Vorführung im Boxen zeigten. Sämmtliche Vor- Mrungen, die außerordentliche Leistungen aufwiesen, waren von einer überaus lebhaften Antheilnahme der Zuschauer begleitet. Das hierauf folgende Stabturnen der Pflichtübungen des 4. Kreises (Norden) sowie des 14. Kreises (Sachsen) gestaltete sich durch die wirklich opferwillige große Antheil­nahme der Turner beider Kreise zu einem wirkungsvollen Gesammtbilde. An dem Stabturnen des Kreises Norden betheiligten sich 1244 Turner, am Riegenturnen 179 Riegen und außerdem 23 Musterriegen. Hierzu kam noch ein Ge­meinturnen der Alten am Barren mit 72 Theilnehmern. Das Turnen des 14. Kreises bestand ebenfalls aus Pflicht- Stabübungen, allgemeinem Riegenturnen und einem Vorturner­turnen. Angemeldet waren hierzu 1940 Theilnehmer und 175 Riegen. Das Riegenturnen konnte bei dem immer stärker anwachsenden Andrängen der Zuschauer auf dem eigentlichen Turnplatz kaum durchgeführr werden, die Zahl der Theilnehmer war aber beim 14. Kreise annähernd die­selbe wie beim 4. Kreise. Die Ergebnisse der Spielvor- führungen und Wettspiele werden später mitgetheilt; es sei nur kurz bemerkt, daß die Spielvereinigung des Altonaer Turvereins recht nennenswerte Erfolge aufzuweisen hat. Am Sonntag früh fanden volksthümliche Wettkämpfe statt. Als Theilnehmer an den drei Uebungsarten: Hindernißlaufen, Dreisprung und Schreuderballwersen waren etwa 400 ge­

meldet, es kamen aber noch Nachmeldungen hinzu. Für den deutschen Dreisprung waren drei Plätze vorhanden, von denen einer wegen der widrigen Windrichtung nicht in Benutzung genommen wurde. Die vorhandenen acht Plätze für das Schleuderballweitwerfen waren alle im Gebrauch. Das Hürdenlaufen wurde auf nur einer Bahn glei-zeitig zu Vieren abgehalten. Im Hindernißlaufen der mit 4 Hürden ver­sehenen 100 Meter langen Bahn wurden erreicht als beste Leistungen 13Vs bezw. 124/5. (Besonders gute Leistung.) Im deutschen Dreisprung erzielte Buch Heidt vom Allg. T-V. Leipzig 11,97 Meter und ein Amerikaner 11,90 Meter. Beim Schleuderballweitwerfen gelang Boormann aus Burhave, 5. Kreis (Oldenburg), der beste Wurf mit 47,50 Met. Trotz des beträchtlich verspäteten Beginns und der theilweife mißlichen Witterung gelang es, die Wettkämpfe noch recht­zeitig zu Ende zu führen und den Theilnehmern die Be­theiligung am Festzuge zu ermöglichen.

** Auf der Rosen-Ausstellung zu Frankfurt a. M. erhielt Frau Valentin Moser Wwe. in Gießen für eine Gruppe weißer Zwergdahlieu eine silberne Medaille.

** Sport. Bei dem am 23. und 24.Juli in Offen­bach a- M. abgehaltenen 12. Verband-fest de- Athleten-Ver- baude- Maingau errangen nachverzeichnete Mitglieder des 1. Gießener Stemm- und Ring-Club- Preise: Jos. Staubach den 8., Adolf Thoma- den 16. Preis im Junior-Stemmen, Jos. Stein den 4. Preis im Senior- Stemmen und Senior-Ringen.

** Rad - Weltfahren der Gießener Trainirfchule. Die morgen Abend stattfindeudeu Rennen unserer Gießener Rennfahrer werden sich hochinteressant gestalten. Großartigen Sport wird da» Hauptfahren bieten, in dem zum ersten Male in diesem Jahre Berufsfahrer und Herrenfahrer sich messen werden. Besonders spannend wird sich fraglos der Eudkampf dieses Rennens gestalten, indem Franz Verhetzen und Ludwig Opel, der erstere der drittbeste aller deutschen Berufsfahrer, während Opel unser bester deutscher Herren- fahrer ist, gegeneinander starten. Aber auch das Vorgabe­fahren wird für die Zuschauer feffelnd sein, da hierin den weniger guten Fahrern eS durch reichliche Vorgaben leicht gemacht wird, Sieger zu werden, tim dem Rennen auch ein locales Interesse zu geben, ist zum Schluß ein Männer- fahren vorgesehen und zwar offen für Mitglieder der Wanderer", die mindestens das 30. Lebensjahr überschritten haben. Wir wollen auch an dieser Stelle den Besuch des Schluß-RenuenS der Gießener Trainirschule empfehlen, um so mehr, da der Reinerlös als Gabe für den in Bildung begriffenen großen Preis von Gießen bestimmt ist.

* Postalisches. Bei Postpacketen im Verkehr mit Großbritannien und Irland wird vom 1. August ab der Meistbetrag der Werthangabe von 1000 Mk. auf 2400 Mk. erhöht.

* Mit Rücksicht auf die herannahende Manöverzeit sei darauf hingewiesen, daß bei Postsendungen an im Manöver befindliche Militärpersonen die Adreffen sehr genaue Angaben enthalten müffrn und zwar Vor- und Zunamen de- Adreffateu, Regiment, Bataillon, Compagnie, resp. Schwadron und Batterie. Auch wenn Adressat bereits außgerückt ist, muß man als Bestimmungsort den Namen der Garnison au- geben mit dem Zusotzvermerk:Zar Zeit im Manöver."

** Der diesjährige BerbandStag bei Deutschen Seiler- und Reepschläger-Berbandes wird am 7., 8. und 9. August d. I. in Langensalza imKaffeehauS Langensalza" stattfindln. Vollständiges Programm enthält dieDeutsche Seiler-Zeitung" und ist vom Verlage derDeutschen Seiler-Zeitung" (Berg u. Schoch), Berlin 0 27, Schillingstraße 30, zu beziehen. Auf dem VerbandStage werden gleichzeitig die in der von dem Deutschen Seiler- und Reepschlager-Berbande zusammen wir dem Verlage derDeutschen Seiler-Zeitung" veran- staltetru Concurreuz auf Seilspleißen ausgesetzten Preise ertheilt.

** Wetterbericht. Die im Norden gelegene Depression zieht langsam ostwärts ob, während gleichzeitig das baro­metrische Maximum au Raum gewinnt. Dabet gleichen sich auch die zahlreichen Unregelmäßigkeiten in der Luftdruck- vertheilung einigermaßen aus. Allerdings besteht noch immer ein Druckgebiet vom Norden nach dem Süden der Alpen. Der ganzen Lage entsprechend dürfte der Witterunglcharacter der letzten Tage noch andauern. Voraussichtliche Witterung: Bei wechselnder Bewölkung warmes Wetter.

n. Reichelsheim i. d. W., 26. Juli. Vorgestern ver­anstaltete der hiesige Kriegerverein eine kleine Feier, bei welcher den Veteranen aus dem letzten Feldzuge die ihnen verliehenen Erinnerungsmedaillen überreicht wurden. Die hiesigen Einwohner und die Vereine betheiligten sich lebhaft an dem Fest.

Darmstadt, 26 Juli. Unsere Stadt steht dieses Jahr im Zeichen der Congresse- Darmstadt wird als Congreß- stadt, wie eS scheint, immer beliebter. Bereit- haben der Verein deutscher SlrasanstaltSbeamten und der Verein deutscher Chemiker getagt, und Anfang- nächster Woche, vom 31. Juli bis 3. August, wird ihnen die 21. Hauptversammlung des Deutschen Geometer-Vereins in unseren Mauern folgen. Sie wird zwei Havptfitzuugen in der Technischen Hochschule ab- Latten, deren erste den geschästlichen Angelegenheiten, deren zweite Vorträgen gewidmet ist, und zwar werden sprechen Steuerrath Dr. Lauer über das hessische Kataster- und Grund­buchwesen, LaudeSkulturrath vr.KiaaS über die Feldbereinigung in Hessen und Steuerrath Steppe- über die Einführung der neuen Grundbuchordnung für da- Deutsche Reich und deren Zusammenhang mit dem Kataster. Eine sachliche Ausstellung wird arrangirt. Da- weitere Programm führt Besichtigungen, Ausflüge in Bergstroße und Odenwald usw. auf. Der werte heurige Darmstädter Congreß wird wieder den Natur­wissenschaften gelten: vom 6. bi- 11. August versammelt sich h er die unter dem Protectorat de- Großherzogs von Baden stehende Deutsche dendrologische Gesellschaft. Neben dem Ge­schäftlichen und den Fachvorträgen werden zahlreiche Be­

sichtigungen in unserer deudrologisch recht interessanten näherem und weiteren Umgebung unternommen, so nach dem Großh» Hofgarten, Wildpark, Botanischen Garten, der DouglaStaoneu- Pflanzung in derTann", derScheppen Allee", dem Prinz Emil-Garten, Oraugertegarteu, der Henkel'schen Gärtnerei, auch die Pflanzungen auf Heiligenberg, Försterkopf bei Auer­bach, deS v. Berkheim'scheu ParkeS bei Weinheim, Botanischer Garten in Heidelberg, event. auch in Frankfurt und Cronberg sollen in den KreiS der Jnspicirung gezogen werden. Eine eigens zum Congreß arrangirte möglichst vollständige Aus­stellung von Couifereu-Zweigen und Zapfen dürfte hohes Interesse bei allen Pflanzenverständigen und den Freunden der Botanik erwecken.

Darmstadt, 26. Juli. Eine Verlobung, die auch in hiesigen aristokratischen Kreisen interesfireu dürfte, wird auS Berlin gemeldet: Der Bildhauer Werner Begas hat sich mit Fräulein Hedwig von DieSkau, der Hofdame der Prinzessin Feodora von Sachsen-Meiningen verlobt. Der junge Bräutigam ist der einzige Sohu des berühmten Bild­hauers Reinhold Begas, der außer diesem Sohne nur noch eine Tochter Molly besitzt, welche in dem FriedenSengel ver­ewigt sein soll, der daS Pferd Kaiser Wilhelm! I. im National» denkmal führt. Werner BegaS modellirte die Prinzeß Feo­dora von Sachsen Meiningen und lernte dabei die Hofdame der bräutlichen Prinzeß kennen und lieben. Fräulein Hedwig von DieSkau ist eine Tochter des verstorbenen PrivatsecretärS der verewigten Großherzogin Alice von Heffen, Majors a. D. Ulrich von DieSkau und seiner Wwe. Alice geb. Rodewald auS England. Nach ihres Gemahls Tode heirathete Frau von Dieskau 1882 auf dem in der Grafschaft Surrey be- legenen Gute ihrer Familie einen Beiter ihres verstorbenen Gatten, den im Auswärtigen Amte des deutschen Reiche- beschäftigten Freiherrn OScar v. DieSkau, der nach noch nicht dreijähriger Ehe 1885 starb, worauf sie nach Jahres­frist den jüngeren Bruder ihres Gemahls, Frhru. Leopold, heirathete. Mit ihm lebt fie auf RetterShof im Taunus. Drei Töchter find der letzten Ehe eutsproffeu. Durch ihre Beziehungen zur Großherzogin Alice von Heffen, welche die Baronin Alice DieSkau schon von England her kannte, ebenso auch mit der Kaiserin Friedrich bekannt, wurde ihre Tochter erster Ehe Hofdame bei Prinzeß Feodora von Sachsen- Meiningen. Die beiden Bräute find sich in inniger Freund­schaft zugethan.

Mainz, 25. Juli. Der Mainzer Kriegerverein be- abfichtigt, bei dem Vorstand deS VerbandesHasfia" dahin vorstellig zu werden, daß die bestehenden Beteranenvereine auch für diejenigen Krieger geöffnet werden, welche keinen Feldzug mitgemacht haben. Den Vereinen wird hierdurch frischer Zuwachs zugeführt und fie vor dem AuSsterben bewahrt.

A Mainz, 26.Juli. Ein interessantes militärische! Schauspiel, das in seiner Art daS erste in der deutschen Armee ist, findet kommenden Freitag Nachmittag auf dem Rhein hier statt. ES wird nämlich eine ganze EScadron de! hier garuisonirenden Husareu-RegtrnenlSKönig Humbert von Italien" unter Leitung des Rittmeister- Frhrn. v. Schauroch mit den Pferden in Kähnen schwimmend über den Rhein setzen. Die Mannschaften und Pferde werden am hiesigen Ufer ziem­lich weit stromaufwärts eingeschifft werden und findet dir Landung au dem Kasteler Ufer unmittelbar oberhalb der Straßenbrücke statt, so daß eine recht beträchtliche Strecke deS bekanntlich hier sehr breiten Rheins zu durchschwimmen ist. Da bei der Tiefe und Breite des Rheins hier diese Uebungen immerhin einige Gefahr in sich bergen, werden aus­gedehnte Vorsichtsmaßregeln getroffen und zahlreiche HilfS- mannschaften bereit gehalten werden. Während der Dauer der Uebungen von 4 bis 6 Uhr am Nachmittag ist die angedeutete Stromstrecke für die Flößerei ganz und für die Schifffahrt theilweife gesperrt.

A An! Rheinhessen, 26. Juli. Als Nachfolger des an die Spitze der hessischen Finanzministeriums berufenen Ober­bürgermeisters Küchlet von Worms ist Notar Dr. Hubert in Oppenheim in Aussicht genommen. Dr. Hubert soll in» dessen schwer zu bewegen sein, daS Amt als Stadtoberhaupt von WormS zu übernehmen.

Mainz. 25. Juli. Den 102. Namenstag feierte am Sonntag in verhältnißmäßig bestem Wohlsein die Wittwe Christine Condini geb. Stilger aus Caub, welche sich seit mehreren Jahren bei ihremNesthäkchen", dem 61jährigen Ackers- mann Karl Codini in Bodenheim, aufhält. Sichtlich erfreut haben die Matrone eine große Anzahl von Verwandten, Freunden und Bekannten eingelaufenen Gratulationen und kleine Geschenke, welch letztere fie, in Papier eingeschlagen, an verschiedenen Stellen ihres Bettet versteckt hält.

Aus der Zeit für die Seit*

Vor 148 Jahren, am 28. Juli 1750. ftarb zu Leipzig Johann Sebastian Bach, der erste Meister seiner Zeit im Orgel- und Klavierspiel, in Theorie und Praxis unüber­troffen. Als Componist erhaben und ernst, dabei zart und weich, vereinigte er unerschöpfliche Fruchtbarkeit mit solcher Meisterschaft in der Ausarbeitung, daß fast jedes seiner Ton­werke zum Studium dienen kann. Bach wurde zu Eisenach am 21. März 1685 geboren.

Vermischtes.

* Hebet bin Capitäu betVoutgogne", Deloncle, veröffentlicht der Pariser Feuilletonist Gustave Mirbeau im Journal" eine psychologische Studie. Man kann aus der Art, wie die Persönlichkeit Deloncles sich darstellt, Schlüffe darauf ziehen, wie er sich in der schrecklichen Katastrophe, der dieBourgogne" zum Opfer fiel, benommen haben mag. Seine sceptische und kühle Natur neigte eher dazu, eine Gefahr zu unterschätzen, als sie zu hoch zu bewerthen. Er erzählte einmal Gustave Mirbeau folgende Episode aus seinem Seemannsleben:Seit drei Tagen hatten wir Havre ver­lassen; mit einem Mal bemerkte ich beim Rundgang, daß irr

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