Ausgabe 
27.10.1898 Zweites Blatt
 
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Graf Murawiew in Wien.

Die Anwesenheit des russischen Minister- de- Au-, wärttgeu, de- Grafen Murawiew, faßt man in nicht öfter, retchischen Wiener diplomatischen Kreisen al- ein politisches Ereigniß von sehr bedeutender Tragweite auf und mau erblickt darin einen Bewet- für eine sehr ernste Lonstellatton der Wettpolitik. Mau ist zwar überzeugt, daß Gras Mu- rawtew auch über die FriedeuSconfereuz Vorschläge erstatten wird. Doch glaubt man, daß damit seine Mission keineswegs erschöpft ist, sondern daß dieser Theil der jetzigen Erörter­ungen zwischen dem Grafen GoluchowSki und dem Grafen Murawiew nur eine nebensächliche Bedeutung hat. Man ist vielmehr geneigt, auzunehmeo, daß er sich bet dem Besuche de- Grafen Murawiew um Fragen der Weltpolitik handelt. Und zwar in der Weise, daß jetzt die im April 1897 au. gebahnte Verständigung über die österreichische uud russische Interessensphäre in deu Balkanländeru erweitert und befestigt werden soll. Mau glaubt, daß Rußland gerade in der jetzigen I Zett und Angesicht- der jetzigen kritischen Weltlage besonderes Gewtcht daraus lege, mit Oesterrrtch-Uugaru über die nächsten Fragen der Orientpolitik en accord zu fein. Daß Graf Murawiew direkt von Pari- nach Wien gekommen ist, obwohl e- weder nöthig ist, Wien auf der Reise nach Ltvadia zu berühren, noch der kürzeste Weg über Wien führt, wird a!S Jc" Zeichen dafür betrachtet, daß Graf Murawiew in Paris Eiudrücke gewonnen hat, die ihm eine offene Au-sprache mit I ötn leitenden Kreisen Oesterreich Ungarn- unbedingt wünschen-. I werth erscheinen laffen. Bo zwar, daß Rußland versichert

ew könnte, keinen Rückangriff von Oesterreich-Ungarn be- fürchten zu müffen, wenn eS in absehbarer Zeit wegen der ostafiatischeu Dinge tu eine krtegertsche Compiication der. wickelt werden könnte. Etue Verständigung zwischen Oester. retch.Uugarn und Rußland wird derzeit al- um so leichter bezeichnet, al- der Schwerpunkt der russischen Politik für die nächste Zeit au- dem Orient nach Oftafien verlegt erscheint, k ein 3ntoeff<ncoBfIict am Balkan zwischen Oesterreich und Rußland In den nächsten Jahren leichter vermeiden laßt al- früher. Es kann dabet al- au-geschloflen betrachtet werden, daß eine österretchtsch.rusfische Verständigung allein eine dtrecte Spitze gegen eine andere europäische Macht haben : toarö1 toic bereit- bemerkt, lediglich um

eine Rückeuficherung für Rußland handeln. Am allerwenigsten schiene Deutschland durch eine österreichisch-ruifische Entente *'*"£* ®*°" d-'halb, tottl öie Interessen Deutschland« oub Rußlands in Ostafien einander keineswegs zuwiderlaufen und in zweiter Linie deshalb, weil Deutschland im europäi. scheu Orient keine Jutereffen zu vertheidtgen und zu verlieren hat. Eine Aussprache zwischen Rußland und Oesterreich könnte allo bei vollständiger Aufrechterhaltung de- Dreibundes n5,be® Sieben, soweit er von den Berhältnlffen in Europa ,dD- All-rdinz« wird zugegeben, daß oerzett die Lage in Europa den allgemeinen Weltfrieden weit i totniget beeinflußt al- die verschiedenen Couflictstoff bergenden tyragen^ bte sich zwischen Frankreich und England einerseit- uu Aschen Rußland und England andererseits in Afrika /u entrollen beginnen. Ueber das Ergebniß der Mffston de- Grafen Murawiew in Wien ist selbstverständlich noch ndjt» bekannt, und alle Behauptungen müffen vorderhand tu das Reich der Fabel verwiesen werden. M. R. N.

Deutsches Reich.

25. Oktober. DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt: Ein Theil der Presse hat die Forderung erhoben, der Gesetzentwurf zum Schutze der Arbeit-, willigen solle alsbald veröfftmllcht werden. Diese Forde, ruug ist schon deshalb unerfüllbar, weil der Entwurf noch nicht alle Instanzen bis zu feiner Feststellung für die Be- rathung der gesetzgebenden Körperschaften durchlaufen hat. Daß der Entwurf weder den Grundsätzen der CoalitionS. m ®^cm b<6 Strafgesetzbuches widerspricht,

ist selbstverständlich. '

Berlin, 25. October. Nach einer Blättermeldung hat der Justizmtuister da- für den Freiherrn v. Hämmerst ein eingereichtk, von allen in Betracht kommenden Factoren

I befürwortete vorläufige EntlaffungSgesuch abgelehnt, wie es | heißt, ohne Angabe von Gründen.

Berlin, 25. October. Die heute erschienene Nummer 31 der illustrirten WochenschriftSimplicissimuS" wurde hier beschlagnahmt. Dieselbe Nummer ist auch in Leipzig | auf Verfügung des dortigen Untersuchungsrichters beschlag. I nahmt worden und zwar wegen Majestätsbeleidigung, be- gangen in dem Gedicht:Im heiligen Lande".

I Wilhelmshaven, 23. October. Die mit dem neuen Linien« | schiffe Kaiser Friedrich in. angestellten Probefahrten haben bi- jetzt sehr zufriedenstellende Ergebntsie geliefert, und man ist zu der Hoffnung berechtigt, daß alle von diesem neuen Schtffrihp aehegten Erwartungen fich erfüllen werden. Kaiser Friedrich UL ist bekanntlich da- erste Schlachtschiff

I unserer Marine, welches drei Maschinen bezw. drei Schrauben erhalten hat. Während man in ausländischen Marinen das Dreischraubenshftem bi- jetzt nur vereinzelt auttifft, hat die deutsche Marineverwaltung fich ausschließlich für dasselbe auf ihren neuen Linienschiffs» und großen Kreuzerbauten ent­schieden. Der Vortheil de- Dreischraubensystem- liegt einmal in der größeru Wirthschaftlichkeit im Kohlenverbrauch bei der sogen. Marschgeschwindigkeit von 10 bi- 12 Knoten, mit welcher Kriegsschiffe in der Regel zu dampfen Pflegen, indem man entweder die beiden seitlichen Schrauben oder die mittlere allein arbeiten läßt. Der geringere Kohlenverbrauch schließt aber einen größeren ActionSradiu» in fich. Da- Kohlen- faffunfi-vermögeu der Bunker aus Kaiser Friedrich UI. be. trägt 650 Tonnen, es können jedoch 1000 Tonnen an Bord genommen werden. In tactischer Hinsicht bietet e- die Mög« | lichkeit, die Fahrgeschwindigkeit sofort zu steigern und aus daS höchste Maß anwachsen zu laffeu, indem man alle drei Ma» schinen arbeiten läßt. Endlich vom technischen Standpunkte au» ist eS der bequemere Einbau den kleiner ausfallenden einzelnen Maschinentheile und ihre Aufstellung unter dem Panzerdeck.

Arr-Krud.

Wien, 25. October. Das Befinden der Kranken. Wärterin Pecha ist derart kritisch, daß die Aerzte jede Hoffnung aufgeqebeu haben. Da- Befinden der übrigen in Beobachtung befindlichen Personen ist zufriedenstellend. Der Statthalter ließ den Profeffor Nothnagel ersuchen, da- All- gemeine Krankenhau- vorläufig zu meiden und seine Kranken, besuche einzustellen.

Budapest, 25. October. Die Volkrpartel brachte in der heutigen Sitzung de- Abgeordnetenhauses einen Antrag ein, die Regierung solle wegen der EinschleppungSgefahr der Pest die österreichische Grenze sperren.

Locales unfc Provinzielles.

Trais-Horloff, 23. October. Herr Reuhl von hier feierre am 20. d. M. seine 25jährige Amt-thätigkeit als Lehrer in dieser Gemeinde und als Organist be» Kirchspiels. Vormittags 10 Uhr begab fich Herr Bürgermeister Bornmann mit dem Gemeinderath, sowie Herr Pfarrer Heia mit dem Kirchenvorstande in den Schulsaal, um dem Jubilar ihre Wünsche entgegenzubringen. Herr Bürgermeister Bornmann gab in beredten Worten seiner Zufriedenheit über den Fleiß und die Tüchtigkeit de- Jubilar- Ausdruck und ließ dem« selben einen prachtvollen Seffel überreichen. Nachdem Herr Pfarrer Hein im Namen des Kirchenvorstande- gratulirt uud betont, daß die Hebung de- Kirchengrsanges nur dem treuen, fleißigen Orgarnften zu verdanken sei, übergab derselbe ein Gedenkblatt. Von verschiedenen Schülern wurden dann noch Geschenke überreicht, und dankte Herr Reuhl, sichtlich gerührt, für die vielen Beweise der Siebe und Achtung.

Vermischtes.

* Kiel, 24. October. Die am Samstag von Wilhelms- Haven in Kiel eingetroffenen Leute de- ersten Seebataillons, welche der DampferErefeld" von Kiautschou nach Deutschland brachte, waren 26 Chargirte, deren Commando für Kiautschou abgelaufen ist, und ferner 9 Gemeine. Die letzteren mußten wegen Untauglichkeit für den Tropendienst

in die Heimath gesandt werden. Durch ärztliche Untersuch. ungenwird festzustelleu sein, ob diese Leute noch zum Dienst m ki 8U ""wenden find. Beim zweiten Seebataillov tst bte Zahl der Dienstuntauglichen noch weit größer. Der DampferErefeld" brachte 51 Mann zurück, die wegen Herzleiden, Fieber oder anderen Krankheiten in die Heimath jefjicft find. Diese Leiden dürften größtentheil- durch dir Anstrengungen im ersten Jahre herbeigeführt sein, wo eS namentlich an guten Quartiren mangelte. Bei Abgang bei am Samstag heimgchhrten Transportes hatte unsere neue Kolonie im Ganzen 10 Opfer gefordert, die auf dem Kirch, Hofe in Kiautschou ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

. m «'Uschneidiger" Kaufmann. Mit dem Amt kommt der Verstand, so dachte wohl ein biederer Schneidergehülfe, al- er ein vor Kurzem von derSchwerter Ztg." gebrachte» I Inserat, betreffend da- Gesuch eine- Buchhalter- für die 1 Gasanstalt las. Er legte nämlich schnurstracks die Nadel weg und nahm die Feder zur Hand, um seine Bewerbung um die Stelle in folgendem Schreiben der Direktion der Ga». anstatt vorzutragen:Frohnlinde, den 11/9. 98. Mit den größten ergebuiffeu theile Ich Ihnen mit, daß ich durch die Zeitung gelesen habe wegen stelle eine Buchhalters, wo mich Freundlich stelle. Im Rechnen und Schreiben ausgezeichnet. Ich werde in 24 Tg. die JnstallationSgegem stände leicht fertig bringen. Lebensalter 19 Jahre Lebens­lauf Schneider. Achtungsvoll Schneider«Gehülf Fr. Möller."

* Wie Jnstu- von Liebig nach München kam. I» Novewberheft der Deutschen Revue (Herausgeber Richard Fleischer, Verlag der Deutschen VerlagSanstalt in Stuttgart) erzählt Max v. Pettenkoser wie Liebig nach München kam: Im Sommersemester 1844 arbeitete ich in LiebigS Labors- torium zu Gießen und entdeckte das Kreatin nnb Rrtatinin im menschlichen Harn, an welcher Arbeit Liebig besondere» Interesse nahm/ sie veranlaßte ihn, wie er mir öfter sagte, seine Untersuchung über da- Fleisch und die Fleisch flüsfigkeit sofort in Angriff zu nehmen, welche er im Jahre 1847 ver- öffentlichte. Ich war inzwischen nach München znrückgekehrt und im November 1847 zum außerordentlichen Profeffor an der Univerfität für die damals sogen, medicinische Chemie ernannt worden, auS welcher sich allmählich das Fach der Hygiene entwickelte. Liebig blieb mit mir wie mit anderen seiner Schüler in brieflichem Verkehr, und da schrieb er mir einmal, im April 1852, daß er augenblicklich sehr verbittert gegen sein Ministerium fei, weil e« einem ihm gegebenen Versprechen nicht nachkomme. Liebig hatte bekanntlich eine \ 8'obe Zahl von Berufungen an andere Universitäten regel- mäßig abgeschlagen, weil er von dem von ihm gearündeten Laboratorium auf dem SelterSberg in Gießen nicht scheiden wollte. Nach GmelivS Tod erhielt er auch wieder den Ras i "ach Heidelberg, welchen er seiner Regierung anzeigte nnb auch unter der Bedingung abschlug, daß man seine verdienten Assistenten Hermann Kopp, RemigiuS Fresenius und Heinrich Will zu Profrfforen befördere, wa- ihm das Ministerium in Darmstadt selbstverständlich auch in Aussicht stellte. Als da- aber immer noch nicht erfolgte, weil dazu die Mittel fehlten, schrieb er mir bei einer Gelegenheit auch von seiner Ber- stimmung. König Max II., der 1848 den Thron von Bayern bestiegen hatte, huldigte bekanntlich der Protection und Förde­rung der Wissenschaft ebenso unentwegt wie sein Vater Ludwig I. der Kunst und berief hervorragende Gelehrte nach München. Da traf mich, al- ich eben zur Universität gehen wollte, König Max am Hofgarten, sprach mich an und drückte sein Bedauern aus, daß er zu den wissenschaftlichen Korh- phäen, die er nach München berufen möchte, den berühm­testen Chemiker nicht zählen dürfe, da Liebig in Gießen ja wie festgenagelt sei und alle Berufungen ablehne. Ich er- widerte:Majestät, jetzt geht eS vielleicht," und erzählte von dem Inhalt de- vor einigen Tagen von Liebig em­pfangenen Briefes. König Max war rasch entschlossen, sandte mich sofort nach Gießrn, um mit Liebig zu verhandeln. Äl» ich so im April 1852 zu ihm kam, war Liebig sehr überrascht Über meine Mission, entgegnete aber, er habe fich jetzt wieder beruhigt und hoffe, daß daS Ministerium in Darmstadt in seinem Sinne vorgehen werde/ er wolle doch lieber in Gießen bleiben, wo er alle Berhältniffe kenne, während fie ihm in München unbekannt seien. Al» ich ihn

schieb gab er mir folgenden Wunsch mit auf den Weg- ^öge das Resultat der Ehre Deines Besuches bei mir sein, daß ich auf ewig in den Heften Deiner Liebe und Freund­schaft verzeichnet stehe!"

Damit aber den Worten auch die That nicht fehle, dictirte er seinem Secretär einen Brief an die Behörden von Haidar Pacha, Hereke und Jsmed in Kleinasien, mich deren wärmster Aufnahme und Fürsorge anempfehlend. Hiermit ausgerüstet, fuhr ich heute früh mit dem Dampfer nach Haidar Pacha in Kleinasien. Hier beginnt die große aua- tolische Bahn, welche jetzt über 1000 Kilomkter lang ist, bi» »onio und Angora in Kleinasien fich erstreckt und vermittelst einer Zweigbahn auch eine Über Land-Route nach Smyrna geschaffrn hat. Die Bahn, hauptsächlich mit deutschem Gelde gebaut, gehört zum BerwaltuugSgebiet der deutschen Bank in Berlin und wird mit wenigen Ausnahmen von Deutschen Äeunb verwaltet. E« war daher einer von den liebens- Katt-?, km 2 Cx4iC Ü8 emincnt praktischen Gedanken unseres beutfdje Colonisationswerk in Asien selbst zu nba.mit futschem Fleiß, deutscher Arbeitskraft trttnnnn* tZi Unternehmung-geist eine Belohnung und An- fkfit auf6hi,uC 8U «eben. Mit Rück-

®abn h,rtr^ Moment ^tte die Direction der

Bahn vertreten durch ihren Präfidenten, Herrn Geh. RegierungSrath Dr. Zander, besonder» gedruckte Einladnuaen zum Eintritt in den Bahnhof von Haidar Pacha an bK guirte Persönlichkeiten der deutschen Colonie in Konstantinopel versandt. Bri herrlichstem Sonnenschein landeten wir und sahen schon da« ganze asiatische Ufer dicht besetzt mit einer buntgekleideten Menschenmenge.

Bon der Landungsbrücke bis zum Bahnhof bildeten In­fanterie und Sapeure mit einer Regimentscapelle Spalier. Dicke Swhrnateppiche führten durch eine Hicke fxotischer Pflanzen bis zum kaiserlichen Zuge vor dem Stationsgebäude, da» im reichsten Blumen« und Flaggenschmuck prangte. Arn Eingang zum Bahnhof war eine hohe Ehrenpforte errichtet, geschmückt mit deutschen und türkischen Fahnen, dem Namen-- zug de- Kaisers und de- Sultan». Im Kreise ber Beamten erwarteten auf bem Bahnhof ber Präsident des Berwaltungs- rathes der Bahn, Herr Dr. ©timen« aus Berlin und der Director, Herr Dr. Zander, die Ankunft de- Kaiserpaares. Kurz nach 9 Uhr tarnen die kaiserlichen Boote in Sicht. Da- Kaiserpaar hatte in einer türkischen StaatScaik von 16 Ruderern Platz genommen, während da- türkische Ge- folge auf einer Musch folgte. Beim Landen wurde da- Kaiserpaar von Herrn Dr. Siemen- begrüßt, der Sr. Majestät feinen Dank für den Besuch an-sprach und dessen Rebe in einem enthusiastisch aufgenommenen dreimaligen Hurrah auf dos Kaiferpaar endete. Darauf ließ fich Se. Majestät der Kaiser den Präfidenten Dr. Zander und die Chef- ber Rrssort» vorstellen, währenb die Kinder der deutschen Schule von Haidar Pacha deutsche Lieder sangen, wa» die Majestäten besonder» erfreute. Hierauf bestieg da» Kaiser« paar den Sonderzug von 9 Wagen. Sieben der Wagen sind in München gebaut, aber erst an Ort und Stelle mit den schwersten Seidenstoffen an» der kaiserlichen Seiden- Weberei und Teppichwirkerei in Hereke auStapezirt und au», gelegt worden. Der Salonwagen de» Kaiser» war mit Damastseide von goldenem Untergrund tapezirt. Besonder» elegant ist der AuSfichtSwagen hergerichtet worden/ dieser

Wagen, dessen Wände schwere Damasttapeten in einem aus­gesucht schönem EiZmemnster al» Untergrund bedecken, war mit Cederholz-Lehustühlen mit kostbarer eingelegter Perlmutt­arbeit ausstasfirt. Im Speisewagen war ein kalte» Buffet nach türkischer Art durch die Direction der Bahn berett ge­stellt worden. Ihrer Majestät der Kaiserin und den Damen de» Gefolge» wurden von der Direction der Bahn kostbare Fächer mit Handwalereien, Anfichtev der Bahn nach Konia und Angora darstellend, Überreicht, während Se. Majestät der Kaiser und die Chef» der Cabinette ein Album mit An- fichten der Bahn erhietten. DaS Album des Kaisers ist in einem kostbaren Seideneinband gebunden und zeigt auf den ersten Seiten eine auf Pergament geschriebene kurze Geschichte der Bahn und der hauptsächlichsten Orte, die von ber Bahn au» gesehen werden. Die in Handmalerei ausgeführt en Illustrationen stehen in dem Text.

Unter Leitung de» Herrn Dr. Bley ging dem kaiser- Hdjen Zuge ein AufklärungSzug voran, der auch mich nach Hereke brachte, woselbst ein Marinebataillon mit der Regi­ment»capelle ausgestellt war, nnb wo ber Minister de» Innern, der Minister ber Civilliste unb der Director der kaiserlichen Seidenwebereien in Hereke auf die Ankunft de» KaiserPaareS harrten. Die Fahrt, die durch eine herrliche Gegend führte, war entzückend, und wenn hier geregelte Culturverhältn'ffe geschaffen würden, würde hier bald ein irdische» Paradies entstehen.

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