praktischen Arzte Dr. Theodor Schott zu Bad Nauheim den Lharacter als Professor zu erthetleu.
•* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung Donnerstag den 28. Juli 1898, Nachmittags Uhr pünktlich, sowie — im Falle der Beschlußunfähtgkeit der ersteren — zu einer weiteren Sitzung au demselben Tage, Nachmittags 3% Uhr (vergl. Art. 42 der St.-O.): 1. Gesuch de» L. Huhu um Erlaubniß zur Anbringung eines Balkon» am Hause Stephaustraße. 2. Baugesuch de» H. Elge» für den Selter-weg. 3. Desgl. de» W. Amend für die Graben« straße- hier: Di»pen». 4. Umbau uud Erweiterung des Hauptpostamt»- hier: Umbau eines Hofgebäudes iu ein Abortgebäude. 5. Anschaffung von Lehr- und Lesebüchern für die städtischen Schulen auf Gruud dr» Art. 26 de» Volksschulgesetzes. 6. Pachtung etue» Grundstücke» de» Hospital» zur Lagerung vou Mutterboden au» der Liebigstraße. 7. Die sreihändtge Abgabe vou Materialieu vom städtischen Lager au Private. 8. Regultrung der Löhnet der städtischen Arbeiter; hier: Teuerungszulagen. 9. Vergebung der Zinsen au» der Wilson-Stiftung. 10. Fortsetzung der Gasleitung auf der Grüubergerstraße bis zum Schützeuhause. 11. Der CokeSprets für die städtischen Anstalten. 12. Gesuch de» Infanterie-Regiment» Kaiser Wilhelm Nr. 116, betr. den Bau einer Holzbrücke Über die Wteseck in der Moltkestrahe durch Handwerker de» Regiment». 13. Benennung von Straßen. 13a. Gesuch de» Heinrich Hahn um Grlaubuiß zum WirthschaftSbetrieb im Hause Bismarck- straße 7.
Revision der Ctaatsbanten. Infolge de» UnglückS- falle» in der höheren Mädchenschule werden seit einigen Tagen auf Anordnung de» KreiSamt» au alleu Staatsbauten gründliche Revisionen vorgenommen betreffs der Festigkeit der Dacheousoleu uud sonstigen Fatzadenstücke.
** Schluß Rennen der Gießener Trainirschule. Da- schon avgeküudigre Wettsahren der Gießener Rennfahrer findet bestimmt am Donnerstag Abend 7 Uhr au der Hardt statt. Zu demselben haben fich bereit» sämmtliche Fahrer, welche au dem hier abgehalteneu Traiuir - Cursu» theil- genommen, gemeldet, uud verspricht da» Rennen recht in- tereffant zu werden.
* * Das Sommerfest des Heff. Fechtverein» „Waisenschuh" findet nunmehr bestimmt am Sonntag über 8 Tage auf der „Schönen Aussicht" statt.
* • Aus dem Coloutaldieust. Durch Allerhöchste Entschließung ist dem Kaiserlichen RechnungSbeamtev Herrn Georg Bickel in Dar-eS-Salaam ein viermonatlicher Erholungsurlaub bewilligt worden. Herr Bickel wird gegen Ende nächsten Monats hier eintreffen und nach Beendigung feine» Urlaub» wieder iu den Colontaldieust treten.
• • Unfall. Ein hiesiger Einwohner machte gestern mit noch zwei Herren etue Ausfahrt zu Wagen nach Großen- Ltudeu. Unterwegs scheute da» erst kürzlich gekaufte junge Pferd uud stürzte etue hohe Böschung hinab. Zwei der Ja- soffen deS Wagen» sprangen rechtzeitig ab, der dritte erlitt aber beim Sturze nicht unerhebliche Berletzungeu. DaS Pferd hatte fich beim Sturz derart beschädigt, daß e» auf einem Wagen nach Hause gefahren werden mußte.
* • Haffia. Nach Erfüllung der satzungsmäßigen Pflichten ist der Milttärverein Hackenheim, Bezirk Alzey, und der Krtegerveretu Rockenberg, Bezirk Butzbach, tu den LandeSoerbaud der Krtegerkameradschaft „Hasfia" ausgenommen worden.
• • Die Hessische Obere Landwirthschaftliche Behörde hat, (wie „Siegfried", eine Wochenschrtft am Rhein, herau-gegeben vou Han» R. Fischer, Mainz, schreibt), in dem bisherigen KretSrath de» Kreises Lauterbach und uuumehrigen Mini- sterialrath Ernst Braun einen Vorsitzenden erhalten, zu dem Heffen gratulirt werden kann. Braun kennt die Be- dürfntffe der Landwirthschaft iu Starkenburg, Rhetnheffen und Oberheffen genau uud er weiß, daß sie gefördert werden muß. Neben Küchler, dem Ftnanzmtntster, dünkt mich Braun al» die charakteristischste Erscheinung de» neuen Ministeriums. Wie der ehemalige Wormser Oberbürgermeister ist er eine nur in Thaten redende, kernhafte Persönlichkeit, die mit weitem Blick immer daS Ganze überschaut, ohne die Kleinarbeit zu vernachlässigen. Braun besitzt die Gabe, daß man au ihn glaubt, und daS ist heute, im Zeitalter schwankender Gestalten viel werth. Ich vermuthe, daß er nur mit schwerem Herzen aus dem Vogelsberg, der köstlichen Landschaft geht, aber er wird fich mit ganzer Kraft auch dem neuen Berufe, vou dem er viel erhofft, widmen.
• * Die HuudStage (die Zeit vom 23. Juli bis 23. August) haben am SamStag begonnen, doch das, was sonst die HuudStagezeit characterisirt, die Hitze, scheint diese» Jahr auSzubletben.
* * Postalisches. Vom 1. August ab können Post- packete ohne und mit Werthangabe bi» zum Gewichte von 5 Kg. nach dem europäischen Rußland versandt werden. Die Werthaogabe wird bis zum Betrage von 40,000 Mk. zugelaffeu, Nachnahmepackete find auSgeschloffeu. Die Post- packete wüffen franktrt werden,- die Taxe für Postpackete ohne Werthangabe beträgt 1 Mk. 40 Psg. Ferner tritt infolge auderweiter Bewerthung des russischen Rubels etue entsprecheude Herabsetzung der Gebühren für andere Packete (Postfrachtstücke) nach dem europäischen und dem ostafiattscheu Rußland, sowie der Bezugspreise sür die in Rußland er- scheinenden Zeitungen ein.
Wetterbericht. Hoher Druck ist neuerdings vou Westen nach Leutral-Europ- hereingerückt, doch ist seine Vertheiluug durchaus keine gleichmäßige. Den Norden dagegen bedeckt eine Depression mit einem verhältutßmäßig tiefen Ceutrum über der Ostsee. Frische Winde umkreisen die weitere Umgebung dieses Minimums. Im Gebiete de» barometrischen Maximu» herrscht ruhiges Wetter, doch war der Himmel am Morgen über West-Deutschland noch wolkig. — Vorau».
sichtliche Witterung: Bet wechselnder Bewölkung warme» Wetter mit einzelnen Gewittern.
Offenbach, 23. Juli. Die Offenbacher Turner find gestern Abend um 79/4 Uhr zur Thetlnahme an dem Preisturnen des 9. Deutschen Turnfeste» nach Hamburg ab- gereist. Leider sollte die Frohlaune der Turner unterwegs eine jähe Trübung erfahren. Der Turner Franz Stadt- Müller, Mitglied der Turngefellschaft, klagte, al» man eben die Station Marburg verlaffen hatte, über heftige» Unwohl- sein uud nach wenigen Augenblicken schon brach er tobt zusammen — ein Herzschlag halte dem Leben de» jungen, erst im 26. Jahre stehenden Manne» ein Ziel gesetzt. Seine bestürzten Kameraden mußten die Leiche in Treysa aussetzen und von dort au» wurden dann die hiesigen Angehörigen de» Verstorbenen telegraphisch benachrichtigt. Der Bruder desselben ist heute mit dem Frühzug nach Treysa gefahren, um die Ueberführuug der Leiche nach Offenbach zu veranlaffen.
A«r der Zett für die Zett.
Vor 68 Jahren, am 27. Juli 1830, brach in Paris die Julirevolution aus, durch welche fich das Volk nach einem heldenmüthtgen dreitägigen Kampfe Befreiung von der Herrschaft des bourbonischen Königshauses erstritt. Die in Paris anwesenden Deputierten errichteten am 29. Juli während des heftigsten Straßenkampfes eine provisorische Regierung, bis die konstitutionelle Partei über die republikanische siegte und mit Ludwig PHUipp die Orleansdynastie auf den Thron erhoben wurde.
Verarschte».
* Züterbogk, 23. Juli. Der interessanteste Theil der Hebung der Gardefeldartillerie-Brigade war das Schießen nach dem Luftballon, das allerdings nur kurze Zeit dauerte. Der Fesselballon war bis zu einer Höhe von 350 Meter aufgelassen worden. Die 6. Batterie des 2. Regiments stellte ein gewöhnliches Feldgeschütz auf eine sehr große Entfernung ein und feuerte so nach dem Ballon. Rach dem dritten Schuß begann dieser schon zu sinken und mit achtzehn Schüssen war er so zerfetzt, daß er sehr bald niederkam.
* Bruchsal, 22. Juli. Ein hochinteressanter Fund ist, wie die „Kraichg. Ztg." berichtet, auf dem Speicher des Rathhauses gemacht worden. Armenrathssecretär Schmitt entdeckte eine bis obenhin mit alten Urkunden gefüllte Kiste, daneben auch eine sogenannte „Zankgeige" mit Oeffnungen für Hals und Hände, wie sie in früheren Jahrhunderten als Strafmittel für zanksüchtige Weiber in Gebrauch waren. Von den meist auf Pergament geschriebenen Urkunden — 195 an Zahl — ist die älteste vom Jahre 1278 datirt und enthält die Stiftung einer Seelenmesse durch den Pfarrer von Joheningen (Jöhlingen?). Fast alle Urkunden sind mit sehr kunstvoll geschnittenen Siegeln versehen. Von ganz besonderem Kunstwerth stnd bet den Urkunden aus dem 17. und 18. Jahrhundert die Initial-Buchstaben.
* Würzburg, 24. Juli. In den Tagen vom 23. bis 27. Juli feiert die hiesige Burschenschaft „Arminia" ihr 50jähriges Stiftungsfest. Heute Mittag wurde bei dem Festact im Schrannensaal der Burschenschaft eine neue von den Philisterdamen gestiftete Fahne und die von Oberbibliothekar Professor Dr. Haupt in Gießen verfaßte Festschrift „Die Geschichte der Würzburger Burschenschaft" überreicht. Am Abend war Festcommers. Ungefähr 100 Philister haben sich zur Feier eingefunden.
* Um 1000 Flaschen Moselwein. Au» Trarbach, 21. Juli, schreibt mau: In dem Wettbewerb um ein Moselweinlied ist jetzt bereit» da» 1000. Gedicht (eS kam av» — Kamerun!) eingegangen. Dem Verfasser diese» Gedichte» sandte da» Trarbacher Casino einen Korb von den Preis- flaschen mit folgendem berechtigten Stoßseufzer:
„Herr! Halt ein mit Deinem Segen!
Denn e8 ist genug gedichtet Auf solch reichen Liederregen Sind wir wahrlich nicht gerichtet. Selbst in diesem feuchten Jahr Ist das etwas viel, fürwahr! Taufend Lieder, hunderttaufend Verse gar! Erschreckend, grausend, Geht so was im Kopf herum, Macht den Menschen gänzlich dumm. Wer nur hat ein Tintenfaß Hat er Durst, er dichtet was.
Laßt das Dichten doch den Dichtern, Habt Erbarmen mit den Richtern! Sauer wird ihr Amt sonst sein, Wie in diesem Jahr der Wein.
Schont, wir bitten Euch zum Schluß, Schont den armen Pegasus!"
* Für bas 500 jährige Jubiläum der Schützen-Gesellschaft Kronberg vom 31. Juli bis 7. August 1898 ist folgendes Programm festgesetzt: Samstag, den 30. Juli: Böllerschießen. Abends : Commers und Begrüßung der eingetroffenen fremden Schützen im Saale des Schützenhofes. Sonntag, den 31. Juli: Früh 6 Uhr: Weckruf, 11 Uhr: Festzug, 2*/2 Uhr: Großes Festbankett in der Festhalle. Hierauf Eröffnung des Jubiläums-Schießens, Concert und Tanz auf dem Festplatze. Montag, den 1. August: 9 bis 1 Uhr: Schießen, 1 Uhr: Bankett mit Tafelmusik, 3 bis 8 Uhr: Schießen, von 3 Uhr ab Concert und Tanz auf dem Festplatze. Dienstag, den 2. August: 9 bis 1 Uhr: Schießen, 1 Uhr: Bankett, 3 bis 8 Uhr: Schießen, von 4 Uhr ab Concert auf dem Festplatze. Mittwoch, den 3. August: 9 bis 1 Uhr: Schießen, 1 Uhr: Bankett mit Tafelmusik, 3 bis 8 Uhr: Schießen, von 4 Uhr ab Concert auf dem Festplatz, Abends 8 Uhr: GesangS-Vorträge der Cronberger Sänger-Verbindung. Donnerstag, den 4. August: Schießen und Bankett wie an den vorhergehenden Tagen. Abends 7 Uhr: Concert auf dem Festplatze, 8 Uhr: Aufführungen der Cronberger Turner. Freitag, den 5. und Samstag, den 6. August: Schießen und Bankett wie an den vorhergehenden Tagen. Von 7 Uhr ab Concert auf dem Festplatze. Sonntag, den 7. August: 2 Uhr: Beginn des Schießens, von 3 Uhr:
Concert und Tanz auf dem Festplatze, 6 Uhr: Schluß des Schießens, 8 Uhr: Vertheilung der 10 ersten Preise aus beide Festscheiben im Saale des Schützenhofs. Fest-Ball.
* Jatereffaute Mittheiluugen machte Professor Dr. Chun, der Nachfolger Leuckarts auf dem Lehrstuhle für Zoologie an der Universität Leipzig, in seiner am 16. d. Mts. gehaltenen Antrittsvorlesung über die erste, von ihm zu leitende deutsche Tiefseeexpedition. Das mit allen erdenklichen wissenschaftlichen Apparaten und Instrumenten ausgerüstete Schiff, das einen Rauminhalt von 3000 Registertons, eine Länge von 111 Meter hat, verläßt Hamburg am 1. August. Die erste Fahrtzeit gilt als Vorbereitung der Instrumente in den englischen Gewässern, dann geht es an die westafrikanische Küste, in den Golf von Guyana nach Kamerun, wo die Zufuhr organischer Massen nach dem Meere durch eine größere Flußmündung geprüft werden soll; dasselbe geschieht bei der Mündung des Congos, dann geht e» nach Capftadt. Hiermit ist das erste Drittel der Aufgabe erfüllt. Sodann wird das antarktische Gebiet untersucht. Im indischen Ocean kommt die Südküste von Sumatra, dann Ceylon, die Seychellen, die Ostküste von Ostafrika, die Umgegend des Cap Guardafui zur Untersuchung. Mit der Einfahrt ins Rothe Meer ist nach neun Monaten die Reise vollendet. Die Leitung dieser ersten großen wissenschaftlichen Forschungsunternehmung Deutschlands liegt in den Händen Professors Chun, der sie seinerzeit in einer Immediateingabe an Kaiser Wilhelm II. angeregt hatte. Dem Gelehrten zur Seite stehen zehn Naturforscher. Das Schiff führt Capitän Köch.
* Ein echte» Schildbürgerstückchen. In einer kleinen Stadt Irlands hat sich kürzlich folgendes fast unglaubliche Geschichtchen, das ein wunderbares Licht auf die dortigen Rechtsverhältnisse und das Begriffsvermögen der Polizeibeamten wirft, zugetragen. Eine junge Dame machte ihren täglichen Spaziergang am Ufer eines Kanals, der gerade nicht breit, aber ziemlich tief war und an dessen niedriger Böschung allerlei bescheidene Blümchen prangten. In der Absicht, einige davon zu pflücken, verlor die Dame das Gleichgewicht und stürzte kopfüber ins Wasser. Des Schwimmen». unkundig, gerieth sie in große Lebensgefahr. Ihre lauten Hilferufe erregten die Aufmerksamkeit eines vorübergehenden Herrn, der sich ohne Verzug seines Rockes entledigte, der Ertrinkenden nachsprang und sie rettete. Ein in der Nähe befindlicher Polizist kam nun auf den kühnen Retter zu,, machte ihn auf eine Warnungstafel am Ufer aufmerksam, auf der in großen Buchstaben die Worte prangten: „Das Baden ist hier nicht erlaubt!" und befahl dem erstaunten. Paar, mit ihm zur Wache zu kommen. Da alles Protestiren nichts half, bequemte man sich, dem pflichteifrigen Vertreter der heiligen Hermandad zu folgen. Doch, wenn die Leutchen glaubten, so ohne Weiteres wieder fortgelaffen zu werden, so> irrten sie fich gewaltig. Man ließ ihre Darstellung der Thatsachen gar nicht gelten und verurtheilte sie zu empfindlichen Geldstrafen. Anstatt eine Rettungsmedaille für feine muthige That zu erhalten, mußte der Mann noch baare 40 Schillinge aus seiner Tasche bezahlen.
* Das Grab David». Nach der Meinung der Juden und Mohammedaner befindet sich da» Grab de» zweiten Königs der J»raeliten an der südlichen Seite Jerusalem», auf dem Berge Zion, außerhalb der Stadtmauer und nicht weit vom ZionSthor. Unter den vor diesem Thor liegenden Häusern befindet fich ein einstöckige» Gebäude, da» da» sogenannte Cönakulum enthält, den Raum, in dem Christus mit seinen Jüngern das Abendmahl abgehalten haben soll. DaS Cönakulum befindet fich im oberen Stockwerk deS Hause» uud ist vou einer Dachterrasse und einer hohen, steinernen Treppe au» zugänglich- der Zugang zum Erdgeschoß, in dem Christus die Fußwaschung vollzogen haben soll, ist Jedermann streug verboten, da sich unter diesem in einer tiefen, kellerartigen Gruft angeblich daS Grab Davids be» finden soll, und die Mohammedaner glauben, daß die dem Könige einst wahrscheinlich abgegebenen großen Schätze noch immer darin enthalten seien. DaS ist aber wohl nicht mehr der Fall- wenigsten» finden wir in verschiedenen, theilweife auch glaubwürdigen Quellen Berichte über stattgehabte Be- raubungtn be» Davidsgrabes Der jüdische Geschichtsschreiber JosephuS erzählt in seinem 93 n. Ehr. verfaßten Werk „Dir jüdischen Alterthümer" (antiquitatum judaicarum libri XX), daß David mit großen Schätzen begraben worden sei- später hätten aber Hyrkan I. und auch Herode» die Gruft wieder öffnen laffen und die dort vorgefundenen Schätze geraubt v Hyrkan habe dem Grabe 3000 Talente entnommen. Bon Herodes erzählt eine Sage, daß er die Gruft heimlich in der Nacht, damit im Volke nicht» davon bekannt würde, durch einige Vertraute habe öffnen lassen und mit diesen dann da» Gewölbe betreten habe. Beim weiteren Vordringen jedoch seien plötzlich Flammen au» dem Boden hervorgeschoflen, wodurch zwei der Leute getöbtet würben. Erschreckt $abe barauf ber König mit ben übrigen bas Grab verlassen und später am Eingang zur Sühne ein Denkmal au» weißen Steinen errichten lassen. In späterer Zeit scheint bie Grab- stelle wieber in Bergeffenheit geraden zu sein - ein Mischer Palästinareisenber, Benjamin von Tubela, bet im zwölften Jahrhunbert lebte, berichtet, wie fie burch Zufall wieber ge- funben wurde. Um» Jahr 1100, so erzählt er, stürzte eine Mauer ber Zion-kirche ein- um fie zu repariren, wollte man Steine au» bem Funbament ber alten Stadtmauer nehmen - die hiermit beschäftigten Arbeiter erblickten, nachdem fie einige Steine herauSgebrochen, die Oeffnung einer großen Höhle^ Zwei von ihnen wagten sich hinein. Sie fanden ein hohes, reich au-gestattetes Gewölbe, in dessen Mitte ein Tisch stand. Auf diesem lagen eine Krone und ein Scepter- ring» an den Wänden standen Sarkophage. Plötzlich habe, berichtet die Mythe, ein heftiger Sturmwind die beiden Leute angeblasen- fie seien zu Boden geworfen, und eine Stimme habe ihnen zugerufen: „Stehet auf und gehet von hinnen!" — Auf den Bericht der erschrockenen Männer ließ der Patriarch von Jerusalem die freigelegte Oeffnung sofort wieder zu--
Ä
JrtlU «' lD1 Ä>°b°
•«» |o|a«£
JU» epraie bet* bießW ob' U Meu zur üb flad|ba*on. mb * @$pibitl«. M »M," VMiff m» ,° aufWüt", Schnalle. »ls mit rothern San.
♦ Sin eigen btt FLHchtll, angefettet iß- ■ aa», m tiefen ei bineiPudefördero. SW ftiMn MM versehen
' Inrifti W Blatter: Boa anrstellung ist ein höchst ersrtllliche «chiigte AnSstellunMog' Bereich des Unter Elysees säumt' Invalides sarnrn: Champ de Mai Plätze um einer bereichert Word DaurneSnil ein bahll« Tramwat schauung gebrc Programm entsp universellen Uel wldlung gew/m Mt @ruppt IV, uitaulidM Bert tvird. Uebrtgent hintltot^ mit ti die yrattiiche Bri sührea. dort aus dir ver Übrigen Berühr Vincennes nnti bie besagte N Gunsten Bei bringen. Er | beigestellt von Waggonfabriken
* Die ben: Leitung „Go< Die Zlitnng wi Skgeben und bi JM($el versandt Jl * Bon 8tt Meinet «Menen. b,6N«8 aus
12 fr* W
gleichen Elh
W. v°lge batte. boa Siiuredän M stiner Q' ,rt?6 doll 45 a KAI- Nrl 7 Mavll am ff761« 8
> 130;
«y *
^'de


