Ausgabe 
27.7.1898 Erstes Blatt
 
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mauern. Auf der ©teile bei Grabes wurde im dritten Jahrhundert eine Kirche erbaut, die ursprünglich Apostelkirche, bann Ziouskirche genannt würbe. Im Jahre 1333 kam bet Ort in ben Besitz ber Franziskaner, bte bem Gebäube beS Löuakulum seine jetzige Gestalt gaben; 1547 bemächtigten sich ble Mohammebaner beS GebäubeS, tu bereu Häubeu eS dis heute geblieben ist.

Tarnen all Bahnhofs Jnspettoren. Weibliche Staats, beamte im Eisenbahn, und Poftdieast gibt es im Lande der Mitternachtssonne schon lange; seit einigen Wochen aber hat man sogar weibliche StationSmeister angeftellt. An ver- schiedeuen Stationsgebäuden im norwegischen Holzstil kann man jetzt Damen in Unisorm als StationSmeister amtirev sehen. Sie nehmen den Bericht der Zugsührer entgegen, ertheileu den sragelnftigen Fremden in deutscher und englischer Sprache dereitwilligst alle nur denkbaren Auskünfte, rufen die Züge ab, geben mit der Dienstglocke daS vorschriftsmäßige Zeichen zur Abfahrt und signalifiren die Züge auf der Nachbarstation. Daneben verwalten sie den StaatStelegraphen und fungken zumeist noch als Postmeister und Gepäck- Expediteur. Die Damen tragen, wie die »Köln. BolkSztg. erzählt, ein eng anschließendes Kleid aus blauem norwegischem Wollstoff mit goldenem Litzenbesatz an Kragen und Aerrnel- Aufschlägen, sowie einen dunklen Ledergürtel mit goldener Schnalle. Als Kopsbedeckung dient ein blaues Filzhütchen mit rothem Band und der norwegischen National-Cocarde.

Ein eigenartigesAmt". AlsWarnt" fungirt in der MagelyaeuSstraße ein kleines hell gestrichenes Fäßchen, das an die äußersten Felsen des CapS frei schwimmend angekettet ist. Jedes vorbeifahrende Schiff setzt ein Boot aus, um diesen eigenartigen Brieskasten zu leeren oder Briese binehuubefärbern. Noch stets soll biesesAmt", bas den Schutz sammtlicher Flotten ber Welt genießt, seinen Dienst pünktlich versehen haben.

Pariser Weltausstellung. Aus Wien berichten boitige Blätter: Bon Seite ber Generalbirection der Pariser Welt« ausstellung ist eine Mittheilung hierher gelangt, die als eine höchst erfreuliche bezeichnet werden unb aut der man be­rechtigte Schlüffe auf eine willkommene Vergrößerung des AuSstellungSprogrammS ziehen darf. Bisher waren in ben Bereich des Unternehmens fünf Plätze einbezogen: die Champs Elysees fammt bem rechten Seine-Ufer, ble Esplanade des Invalides sammt dem linken Seine-Ufer, ber Trocadero, bas Champ de Mars, die Avenue de Breteuil. Nun sinb biese Plätze um einen sechsten, nämlich um baS Bois de Vincennes, bereichert worben. Daselbst wirb in ber Nähe beS Lac DaumeSnil ein großes Gebäube errichtet, in welchem Eisen­bahn« Tramway«, Automobile« nnb Rabfahrwesen zur An. schauung gebracht werben, natürlich dem Gesammt- Programm entsprechenb als Weltgruppe, sodaß man einen universellen Ueberblick über biese» Gebiet technischer Ent« Wicklung gewinnen wirb. DaS Champ de Mars, resprctivr die Gruppe IV, erfährt badurch eine Entlastung, bie ber anschaulichen Bertheilung bet Objecte erheblich zugute kommen wirb. UebrigenS wird man sich in dieser neuen Abtheilnng keineswegs mit einer bloßen Schaustellung begnügen, sondern die praktische Verwendung de» Material» den Besuchern vor Augen führen. Die Eisenbahnzüge werden probeweise von dort auf die verschiedenen Bahnlinien übersührt und mit den übrigen Verkehrsapparaten werden Probefahrten im Bois de Vincennes unternommen werden. Für Oesterreich bedeutet die besagte Neuerung die Gewißheit, einen seiner intet« kffantesten Beiträge zur Ausstellung zu voller Geltung zu bringen. El ist die» ein 350 Meter langer Eisenbahnzug, beigestellt von sämmtlichen österreichischen Locomotiv« und Waggonfabriken.

Die deutschen Interessen in Lhina sollen durch eine ZeitungGo - Goa - Chien«Weng" vertreten werden. Die Zeitung wird in Berlin in chinesischer Sprache heraus« gegeben und bann an einflußreiche Söhne des himmlischen Reiche» versandt.

(| * Bon Berlins Feuerwehr. Der Verwaltungs-Bericht der Berliner Aeuetw:hr für da» verfloffene EtatSjahr ist erschienen. Danach bestaub da» Activ-Personal am Schluffe de» Jahre» auS 6 Brandtnspectoren, 9 Brandmeistern, 7 Feld, mtbeln, 76 Oder Maschinisten und >Feuermännern, sowie 731 Feuer« unb Spritzenmännern; ba» Bureau-Personal au» 12, ba» Telegraphen Personal aus 32 Beamten. Der Ge« sunbheitszustand war ein befriedtgenber, wenn man von ben zahlreichen Erkrankungen absieht, bie ber Branb ber @(bering* scheu Fabrik, Fennstraße 11/12 (SnsangS Juni v. I.) zur Folge hatte. Bei demselben erkrankten infolge Einathmen» von Säuredämpfen außer bem Branbbirector Ginsberg unb zwei seiner Offiziere 57 Mann, von benen einer starb, wäh­rend von 45 Mann jeder durchschnittlich 65 Tage lang ärztlich behandelt wurde. Der Krankenrapport weist sonst im Ganzen 503 Mann auf, von denen 5 starben, 34 penfionirt wurden und 75 in Behandlung biteben. An Dienstbeschädigungen (Raucheinathmuvg, Hitzschlag, Brandwunden, Verletzung durch GlaSsplitter usw.) kamen etwa 270 vor. Der Pferdedestand betrug 130; für den Feuerdieust genügten 60 Gespanne zur gleichzeitigen Mobilmachung sämmtlicher Fahrzeuge (14 Per­sonenwagen, 18 Handdruckspritzen. 9 Dampfspritzen, 19 Schlauch« wagen, 3 mechanische Leitern, 4 Geräthewagen, 10 Tender). Die Zahl der Alarmirungen betrug im Berichtsjahre 1835, von denen 1765 Brände betrafen; in 364 Fällen handelte es sich um blinden Alarm, in 31 Fällen waren die Melder böswillig in Thätigket'. gesetzt worden. Die meisten Alar- mirungeu (15) fanden am 2. September v. I statt, 14 bezw. 13 Alarmirungen kamen an je vier Tagen vor usw.; ohne Alarmiruog verlief nur ein Tag. Zur Rettung ge« fährdeter Menschen ist bte Feuerwehr sechsmal auSgerückt, in 35 Fällen würbe ihre Hilfe bei WafferSnoth verlangt, in 52 Fällen waren Pferde ans Gräben, Brnnneurc. (einmal sogar ein Wagen aus bem Norbhafen) herauSzuschaffrn, enblich mußte die Feuerwehr einmal ein Pferd, ba» zur Abwechselung eine Treppe hinaufgefallen war, herunterschaffen, eine Taube aus den Fernsprechdrähten befreien, einen Bienenschwarm

empfangen, lose Gesimse, Firmenschilder entfernen, gefahr« drohende Gerüste, Bäume niederlegen, offene Gasrohre verschließen und Hundertjahrfeier-Decorationen auS großer Höhe herabholen.

* Ansicht,.kostkarten all HeirathSvermittler. Ein junger Baumeister Paul M., der Sohn eines reichen Hausbesitzer» aus dem Nordwesten von Berlin, wollte im Laufe dieses Frühjahrs und Sommers die verschiedensten Modebäder be. suchen, um den neuesten Bill en bau zu studiren. Kurz vor feiner Abreise sand er im Thiergarten einen Brief von Damenhand. Jn dem Schreiben bat ein Fräulein Else S. ihrenlieben alten Onkel Curt", ihr doch von seiner Reise nur ja recht fleißig Ansichtskarten zu senden und dies nicht, wie das letzte Mal, zu vergeffen. Im Uebrigen erfuhr der Finder dieses Briefes aus diesem, daß Fräulein Else leider diesen Sommer in Berlin zubringen müsse und daß sie vor einem Jahre die höhere Töchterschule verlassen hatte. Onkel Curt, so dachte nun der Architect, scheint ein recht zerstreuter Herr zu sein, und er beschloß, für den Onkel einzuspringen. Jn den nächsten Wochen ergoß sich ein wahrer Regen von Ansichtskarten über Fräulein Else. Onkel Curt schien seine rühere Vergeßlichkeit gut zu machen. Als er aber nach einigen Wochen von der R.ise zurück kam, bestritt er zur großen Verwunderung seiner Richte Alles und erklärte, er habe ihr auch nicht eine Ansichtskarte gesandt, wohl aber ihren Bries verloren. Anfangs lächelte Else ungläubig, ward aber bald eines Besseren belehrt, als nach wie vor Ansichts- karten einliefen. Natürlich ward sie jetzt neugierig, den Ab­sender der Karten kennen zu lernen. Endlich sollte ihr Sehnen in Erfüllung gehen. Der Architect fühlte nach seiner Rückkehr die Verpflichtung, sich bei der Empfängerin seiner Karten wegen seines Scherzes zu entschuldigen und ihr gleichzeitig den gefundenen Brief wieder zuzustellen. Es siel demfalschen Onkel Curt" nicht schwer, die Verzeihung der kleinen Samm­lerin zu erlangen und heute sind Paul M. und Else S. Bräutigam und Braut.

* eine neue Notenschrift. Die Schriftstellerin Frau Anna Claud-Saar in Nizza ist im Begriffe, eine neue Noten,Notirungsmethode zu veröffentlichen, die nichts Geringeres bezweckt, als die Vorzeichen überflüssig zu machen. Die Sache erscheint auf den ersten Blick verblüffend einfach, denn die Ersinderin benützt statt des üblichen sünflinigen System» ein siebenliniges, bestimmt für die unterste Linie die Note C, für die folgenden D, E und so aufwärts steigend bis zu C in den Octaven auf der letzten Linie. Erhöhungen und Erniedrigungen der Notenwerthe, die halben Töne werden durch Noten in den Zwischenräumen dargestellt, sodaß eine Note im ersten Zwischenraum Cis resp. Des, im zweiten Dis resp. Es repräsentirt. Frau Claud Saar hat bereits als Kind, um den Nöthen zu entgehen, die ihr die lästigen Vor­zeichen schufen, ihr System erdacht, das sie jetzt zum Vortheil kleiner und großer Lernenden zu publiziren gedenkt. Ein vergleichendes Urtbeil hierüber wird erleichtert werden durch die bevorstehende Ausgabe einiger bekannten Musikstücke in der neuen Notirung. Es fei jedoch darauf hingewiesen, daß m alten Notirungen (Tabulaturen) schon sechs- und sieben« linige Systeme zur Anwendung kommen und daß man sich später allgemein auf das heutige fünflinige der leichteren UebersichlUchkeit wegen geeinigt hat.

Verfett, taub* tmb vsttOwirthschast-

eirtt#, 28. 3ult. Marktbericht. Auf bem heutig« Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. X 0,901.00, Hühnneier pt.6L 6-7 A, 2 St. 1113 4, Enteneier 2 St. 1415 A, Gänfe- eier pr. St. 12Oo A. Käse 1 6t. 6-8 A. Käsematte pr. St.3 A Erbsen pr. Liter 20 A. Linsen pr. Liter 32 A, Tauben pr. P«' X 0,70 bt» 0 90, Hühner pr. Stück 0,90 bi» 1,20, Hahnen pr.SLö X 0,70-1,20, Enten pr. Stück X 1,60-2,00, Gänse pr. $fmij X 0'00-0,00, Ochsenfleisch pr. Psb. 66-74 A. Kuh-und Rindfleisch pr. Psb. 6266 A, Schweinefleisch pr. Pfd. 64 bi» 72 A, Schweint- flrisch, gesalzen, pr. Pfd. 76 A, Kalbfleisch pr. Psd. 60-00 4, Ammelfleisch pr. Psd. 6070 A. Kartoffeln pr. 100 Kilo 10,00 bi 12,00 X, Weißkraut pr. Stück N-00 ^. Zwiebel- pr Center 9 001 X0 X. Milch vr. Liter 16 A, Kirschen pr. Pfd. 18-2( 4.

Dauer der Marktzeit von 7 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nach­mittags. Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherriehen nicht feilgeboten werden.

9lad) den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller belief sich die «oheisenprodnetw« des Deutschen Reiches (einschließlich Luxemburgs) im Monat «lunt 1898 aus 595 245 Tonnen, darunter Puddelrobeisen und Spiegeleisen 123 542 Tonnen, Bessemerroheisen 48 616 Tonnen, Tbomasrohetsen 322569 Tonnen und Gießereiroheisen 100518 Tonnen. Die Production im Mat 1898 betrug 610553 Tonnen, im -runi 1897 542 303 Ton»-n. Vom 1. Januar bis 30 3uni 1898 wurden productrt 3 598741 Tonnen gegen 3341815 Tonnen im gleichen Zeiträume des Vorjahre»

Temperatur der Lahn und Luft

nach Reaumur gemeffen am 26. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr Mittags Master 16°, Luft 19°.

Rübsamen'scke Badeanstalt.

Neueste Nachrichten.

Depeschen de» Bureau .Herold*.

Berlin, 26. Juli. Der Kaiser spendete, wie au» Cassel gemeldet wird, der Gemeinde Buergeln ein Gnadengeschenk von 10000 Mark zum Neubau eines Schulhauses.

München, 26. Juli. Die letzte Nummer der hier er­scheinenden humoristisch-satyrischen WochenschriftDer Pfifft- ku»" wurde wegen Beleidigung des Kaisers confiscirt.

Wien, 26. Juli. Nach einer »lättermclöung hat Graf Thuu bet Bekavntmachuvg feines Sprachen-Dorschlages einem deutschen Abgeordneten außdrück.ich erklärt, bah, sowie biese Böhmen betreffe, jebe A-nderung ausgeschlossen sei.

Wien, 26. Juli. Der Pariser Corresponbent berNeuen Fr. Pr." ist von bem Prinzen Fürstenberg ermächtigt, zu erklären, baß ber vom »Jour" veröffentlichte Brief, in welchem sich der Prinz als Deutschenhaffrr bekannt haben soll, vollstän big erfunden sei.

Budapest, 26. Juli. Au» Groß Wardein wirb tele« graphirt, daß bort der Vertreter des Deutschen Kaisers, Oberst Schwartzkoppen. von der Bevölkerung mit den

Rufen: Hoch Schwartzkoppen! Hoch Dreysul! Hoch Zola! begrüßt tooiben sei. Oberst Schwartzkoppen war durch diese Ovation peinlich berührt.

Luzern, 26. Juli. Don Carlos ist mit seiner Ge­mahlin und seinem Adjutanten hier eingetroffen.

Rom. 26. Juli. DieJtalie" behauptet, daß der Papst gestern Mittag zwischen 12 und 1 Uhr von einer Ohnmacht befallen worden sei. Im Vatican bestreitet man ües auf das Entschiedenste. Thatsächlich war bi» um 1 Uhr der Präsident von Brasilien im Vatican und um 1 Uhr 10 Minuten verließ Cardinal Rampolla den Vatican, um dem Präsidenten einen Gegenbesuch zu mvchen. Wäre dem Papste ein Unfall zugeftoßen, so hätte der Cardinal wohl nicht so sehr mit dem Gegenbesuche geeilt.

Rom, 26. Juli. Der italienische Militär-Attache i« Paris, Oberst Panizzardi, ist nach einer hiesigen Blätter« Meldung von seinem Posten abberufen worden.

Neapel, 26. Juli. Der über bte Provinz Neapel ver­hängte Belagerungszustand ist aufgehoben worden.

Brüssel, 26.Juli. Don EarloS soll, wie die Blätter melden, Belgien nicht freiwillig, sondern auf Ansuchen der belgischen Regierung verlassen haben.

Pari», 26. Juli. Der Abgeordnete Baudriasson wird die Regierung beim Wiederzusammentritt der Kammer Über bte Flucht Zola» tnterpelliren.

Pari», 26. Juli. Der Romancier Paul Alexis, von bemPetit Journal" erzählte, er sei mit Zola in verueul gewesen, hält die im Anschluß an Zola» dortigen Aufenthalt erzählte Geschichte für erfunden. Andauernd ctrculiren bte widersprechendsten Nachrichten über Zola» Aufenthalt. Heute liegen Depeschen au» London, Rotterdam, Kopen­hagen, Havre und Hamburg vor, wo Zola überall gesehen worben sein soll.

Pari«, 26. Juli. Im Justiz-Palast verbreiteten bte Freunde bt» Untersuchungsrichter» B ertulus ba» Gerücht, Esterhazy habe, nachdem er von seiner Geliebten verrathen wurde, ein Geftändniß abgelegt und dem Major Pathy du Clam als ben Urheber bei ganzen Dreysul-ScanbalS be­zeichnet.

Parti, 26. Juli. In militärischen Kreisen glaubt man, daß Cavatgnac angesichts ber immer mehr wachsenden DreyfuS-Affäre besonder» aber wegen der von Ester­hazy compromittirten Offiziere des Generalstabes mit einem Schlage bie Zola-Affäre au« ber Welt schaffen will, unb zwar indem er bie Betheiligten im ersten Drthfus Prozeß sowie General Mercier ihres Amtsgeheimnisses entbinbet unb fie zu einer offenen Erklärung verlaßt, ob Dreysus gesetzlich ober ungesetzlich verurtheilt worben ist.

London, 26. Juli. DerStandard" meldet au» Rom, der Papst habe einer Großmacht die Friedensbedtngungen unterbreitet, die wahrscheinlich von den Krieg führenden Parteien angenommen werden dürften, und zwar folgende: 1) Abtretung von Cuba unb Portorico an bie Bereinigten Staaten, 2) Spanien behält bie Philippinen, 3) soll ein Zoll­tarif für bte abgetrtenen Inseln aufgestellt werben, ber für Spanien günstig ist.

London, 26. Juli. Wie au« Cap Haitten gemelbet wirb, hat sich bie spanische Besatzung von Guantanamo unb der benachbarten Festung Caimanera den Congreßtruppen ergeben. Die Amerikaner haben hiermit außer Santiago einen weiteren wichtigen Hafenplatz in ihre Gewalt bekommen, der ihnen den gesicherten Besitz beß Ostens ber Insel ge­währleistet.

London, 26. Juli. Die Kubaner verlangen, baß Cuba in zwei Hälften getheilt werden soll, wovon die eine ihnen al« Republik Überiaffen, die andere amerikanische Colonie werden soll. Die Junta von San Juan auf Portorico bereitet eine Botschaft vor, worin fie bie Annexion durch bie Amerikaner begrüßen.

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