Ausgabe 
27.1.1898 Erstes Blatt
 
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Zar Tagesordnung steht nunmehr die Besprechung der Interpellation de» Abg. Dr. Tchmttt und Genossen, die Austeilung von Mtlitärauwärteru imGemeiude- dienst betr. Die Großh. Regierung hat diese Anfrage bereits in ablehnendem Sinne beantwortet.

Abg. Schmitt betont, seine Anfrage sei von ihm gestellt, um die AnfiLt der Großh. Regierung kennen zu lernen. Die gegebene Antwort könne ihn im Ganzen befriedigen, nur möge er bitten, daß die Regierung für Erhaltung des Selbst- erhaltuugßrechtS der Gemeinden eintreten möge und in diesem Sinne unterstützend mitwtrke. Abg. Köhler-Darmstadt hebt hervor, daß die Jaterpretirung de» Gesetzes nach preußischem Muster nicht auf verfassungsmäßiger Grundlage beruhe. Gerade der letzte hessische Städtetag habe sich in demselben Sinne geäußert. Die jetzigen Communalbeamteu seien von der Pike auf im Gemeindedienst groß geworden, wahrend der Militäranwärter als Mädchen au» der Fremde in die communalen Verhältnisse komme. Daher seien diese nicht in der Lage, den hohen Anforderungen, die an den Gemeindedtenft jetzt gestellt werden, gerecht zu werden. Abgg. Ulrich und HaaS-Mainz erklären, die Annahme deS Gesetze» bedeute einen weiteren Schritt, um den Militärftaat im Deutschen Reiche durchzusühren. Bet Durchführung deS Gesetzes sei dem schon jetzt wehr als genug sich breit machenden Militarismus Thür und Thor geöffnet. Sache der Kammer fei es, hier einen präctsen Standpunkt zu faffeu. Die Militäclaften, die der Bürger tragen müsse, seien schon mehr wie genug. Nun wolle man ihn auch noch in seinem Erwerb durch Militäranwärter in Concurreuz treten lassen. StaatSminister Finger muß offenen Widerspruch gegen die Worte der Abgg. HaaS und Ulrich erheben. Thatsache sei, daß von verschiedenen Seiten Antrag auf Aufhebung deS Artikels 77 de» RetchSgesetze» bet Großh. Regierung gestellt worden sei. Dazu könne die Regierung nicht die Hand bieten. Wenn im Laufe der Besprechung von Mtlttarismu» gesprochen werden fei, so sei ein» doch sicher, daß Deutschland ein großes, starkes und mächtiges Heer haben müffe. Wolle mau ein solches, so müsse man auch für Diejenigen sorgen, die ihr Leben dem Dienste des Vaterlandes widmeten. Dazu gehöre aber, daß man den Leuten auch Gelegenheit gebe, im eigenen Vaterlande Verdienst und Unterkunft für sich und ihre Familie zu suchen. Abg. Köh ler-Langsdorf wendet sich ebenfalls gegen den überhandnehmeuden Militarismus. Dagegen müsse Jeder sein Veto einlegen, daß nicht alle Stellen in die Hände der Militäranwärter fallen. Geschehe dieses, so sehe er die Zett kommen, wo an Stelle des jetzigen SraatSmiuisterS ein peusiontrter Oberst die Geschäfte de» hessischen Staate» leiten werde. Mtnisterialrath Usinger bittet, der Sache ruhig in» Auge sehen zu wollen. Befürchtungen in dem augedeuteten Maße seien nicht stichhaltig. Damit ist die Besprechung der Interpellation beendigt.

E» folgt die Berathung der Interpellation der Abgg. D avid und Haas-Mainz, den Ladenschluß der rhetn- hesstscheu Städte au Sonntagen betr. Die Großh. Regierung hatte seiner Zeit ihre Ansicht in dieser Sache dahin geäußert, die ganze Sache sei auf eine starke Agitation der Ladevbefitzer der betreffendes Städte zurückzuführen, während au» den Kreisen der Geschäft»augestellteu keinerlei gegen- theilige Kundgebungen hervorgetreten seien. Demgemäß halte die Regierung die von den Abgeordneten beantragte Neu­regelung der Angelegenheit für undurchführbar. Abg. Haa»-Mainz betont, durch den gegenwärtigen Modu» der Durchführung der Sonntagsruhe würden die Ladenbefitzer in Mainz, WormS, Alzey usw. schwer geschädigt, und die Re­gierung müffe zur Beseitigung diese» unhaltbaren Zustandes die Hand bieten. In den preußischen Städten am Rhein werde die Sonntagsruhe in anderer Weise durchgeführt, und dadurch sei eine fühlbare und schädigende Concurrenz zu Tage getreten. Gr spricht sich für Regelung dieser tief ins kauf­männische Leben einschneidenden Frage durch reich-gesetzliche Bestimmungen auS. Nur auf diesem Wege könne eine be­stehende Ungleichheit der Sache beseitigt werden. Dabei sei auch der Gehilfenfiand zu berücksichtigen, in dem noch Manches faul sei. Abg. Pennrich steht auf dem Standpunkt der Großh. Regierung und ist mit deren Ausführungen einver­standen. In Bingen sei man mit der Durchführung der Sonntagsruhe zufrieden. Abg. Reinhardt hält ebenfall» den von der Regierung eingenommenen Standpunkt für den richtigen. Ein Unterschied zwischen Stadt und Land liege schon in der Natur der Sache. Abg. Brentano wünscht die Durchführung einer möglichst ausgedehnten Sonntagsruhe, um den Geschäft»angestellten Erholung au» der Arbeit zu gewähren. Auch müffe man Jedermann die Möglichkeit gewähren, seinen religiösen Verpflichtungen nachzukommeu. Der Ansicht der Regierung, die Frage einheitlich zwischen Stadt und Land zu regeln, pflichte er gerne bei, nur müsse hierbei ein Unterschied zwischen Land und Land vermieden werden. Abg. Frenay hält an dem Grundsatz^sest, daß da» Grundgesetz unsere» sittlichen und religiösen Lebens die Heilighaltuug der SonntagS-Ordnung sei. Wolle man diesen Grundsatz antaften, so müsse er die» entschieden zurückweisen. Der von der Regierung eingenommene Standpunkt sei der richtige und trage allen berechtigten Wünschen Rechnung. Mit den Anschauungen de» Abg. HaaS über die Hriltghaltung deS Sonntag» sei er nicht einverstanden. Ministerialrath Emmerling betont, daß eS zwei Gründe gewesen seien, welche die Regierung veranlaßt habe, einen Unterschied zwischen Stadt und Land aufzustellen. Erstens seien eS die besseren Verkehrverbindungen der Städte und die Verschieden- artigkeit der zum Verkauf bedingten Objecte, die zwischen Stadt und Land naturgemäß einen Unterschied bedingt hätten. Im Wetteren wende aber auch die Großh. Regierung dem Aufblühen kleiner Städte ihre ganze Aufmerksamkeit zu und werde diese Thatsache in jeder Weise unterstützen. Nach­dem noch die Abg. Dr. David, Römer u. A. zur Sache gesprochen und ersterer betont hatte, daß durch eine Der- säumutß der preußischen Städte wie Coblenz u. s. w. die Regierung sich nicht abhalten lassen dürfe, der Frage auf

einheitliche Regelung näher zu treten, wird die Besprechung der Interpellation um IV2 Uhr geschlossen.

Deutsches Reich»

Berlin, 25. Januar. In der ReichtagS-Commtsfiou zur Berathung der Militärstrafgerich t»o rdnuvg wurde heute die Debatte bei § 47 fortgesetzt, welcher je nach den verschiedenen Rangstufen der Angeklagten die fünf Offiziere bestimmt, die außer dem KrtegSgerichtSrath da» Kriegsgericht bilden. § 47 wurde angenommen und zwar mit folgendem Zusatz de» Abg. Bafferwann (nl.): Die Berufung der Offi« ziere zu Richtern erfolgt nach einer vorher feftznftellenden Reihenfolge, von der nur in Ausnahmefällen Umgang ge­nommen werden darf. Die §§ 48 bi» 77 wurden unver­ändert angenommen. § 78 gelangte mit einem Anträge Gröber zur Annahme, desgleichen die §§ 81 und 82. Nach« dem die §§ 83 bi» 103 erledigt, beantragte Abg. Gröber, nach § 104 einen besonderen Abschnitt eiuzusügen, betreffend die Errichtung eines obersten Landesmilitärgericht» in Bayern. KrtegSminister v. Goßler erklärt, diese Frage sei eine Polt- tische. Er bitte, die Behandlung dieser Frage zur Verhand­lung über da» Einführungsgesetz zu verschieben. Der baye­rische Bevollmächtigte, Graf v. Lercheufeld-Köfering, schloß sich diesem Ersuchen an. Er erklärte sodann, die bayerische Regierung räume dem Reiche die Cowpetenz ein, die Form des obersten Gerichtshöfe» für Bayern zu bestimmen, aber fie halte au dem Standpunkte fest, daß Bayern einen obersten Gerichtshof beanspruchen könne. Die Commission beschloß, die Berathung bis zur Verhandlung über das EtnsührungS- gesetz auszusetzen. Die §§ 105 bis 108 wurden debatteloS erledigt. Damit war der erste Theil der Vorlage, welcher die Gerichtsverfassung behandelt, erledigt. E» folgte der zweite Theil über das Verfahren. Die §§ 119 bis 143 gelangten heute noch zur Erledigung. Hierauf wurde die Weiterberathung auf Freitag vertagt.

Berlin, 25. Januar. Laut telegraphischer Meldung an daS Obercommando der Marine ist da» SchiffGeier", Eommandant Corvetten-Capitän Jacobsen, am 23. d». M. in Port-au-Prince angrkomwen und beabfichtigt, am 28. wieder in See zu gehen.

Berlin, 25. Januar. DerReichsanzeiger" schreibt: Zur Untersuchung de» Etsenbahnuvfalle» bet Herne begab fich der Vortragende Rath deS ReichSeisenbahnamtS, Geh. RegierungSrath Temmler, an Ort und Stelle.

Die von den Artillerie-Werkstätten zur Ausgabe an die Truppentheile gelangenden neuen Schnellfeuer- Geschütze weisen eine reiche decorative Ctseltr-Arbett auf, die, nach der Ausschmückung deS Randes kurz vor der Mündung, etwa in der Mitte des Laufes, mit der in Stahl etngelaffenen Inschrift beginnt: Pro Gloria et Patria. Dann folgt der eingravirte Reichsadler. Weiter unten um­rahmt von Blätterschmuck, erscheinen die Insignien des obersten Kriegsherrn W R II. Den Abschluß der Arbeit bilden die eiugravtrten Worte: Ultima ratio regia. Diese decorative Ausstattung der neuen Kanone ist auf Anordnung de» Kaisers zurückzuführen.

Köln, 25. Januar. Amtlich wird gemeldet: Heute früh 4 Uhr 30 Mtn. stieß der Güterzug 957 (Nteder-Lahu- steinSpeldorf) infolge Ueberfahrens des auf Halt stehenden Einfahrtssignal» auf dem Bahnhofe Hönningen auf eine Rangirabtheiluug des Güterzuge» 1905. Ein Loco- motivheizer vom Zuge 957 wurde getödtet, eia Heizer und ein Bremser deffelben Zuge» schwer verletzt. Zwei Locö- motiven und zwei Packwagen de» GüterzugeS 957 entgleisten und wurden erheblich beschädigt. Außerdem wurden von den beiden Güterzügen fünf Güterwagen erhebl.ch und sechs un­erheblich beschädigt. Beide Hauptgeleise find gesperrt. Der eingeletfige Betrieb wurde 4 Uhr 30 Min. Nachmittags wieder ausgenommen. Die Aufnahme des vollen Betriebe» wird voraussichtlich gegen Abend erfolgen. Der D Zug 116 wurde linksrheinisch über Coblenz geleitet.

Hönningen a.Rh., 25. Januar. Bei dem Eisenbahn­unglück wurden vier Beamte vom Zugpersonal getödtet, einer liegt noch unter den Trümmern. Zwei Maschinen find total zertrümmert. Der Verkehr ist gesperrt.

Arr-laird.

L.'N, 25. Januar. DieNeue Freie Presse" meldet: Die hier,weilet de Abordnung sächs.ischerFraueuauSSieben- bürgen, welche dem Kaiser Franz Joseph eine Adreffe mit der Bitte, daS ungarische Gesetz über die Ortsnamen nicht zu sanctioniren, überreichen will, wird, wie verlautet, vom Kaiser nicht empfangen, sondern mit ihren Wünschen an die ungarische Regierung verwiesen werden. Dasselbe Blatt meldet ferner: Der akademische Senat der deutschen Uni­versität in Prag wird auf Verlangen der Verwaltung de» öffentlichen Unterrichts gemäß den Bestimmungen de» Gesetze» so lange im Amte bleiben, bi» der UnterrichtS- mtnister seine Entscheidung getroffen hat.

Budwei», 25. Januar. Bet den heute vorgenommenen Gemeindewahlen des zweiten Wahlkörper« fiegteu die Candidateu der Deutschen,- die Tschechen enthielten fich der Wahl.

Algier, 25. Januar. Die heutige Nacht ist ruhig verlaufen. Die Truppen kehrten um 2% Uhr in die Kaserne zurück - erst um 5 Uhr früh rückte da« Militär wieder au».

Algier, 25. Januar. Hier herrscht Ruhe. Die Er- regung hat erfichtlich nachgelassen. Die Beerdigung der am Sonntag bei den Unruhen Getödteten fand gestern unter großer Betheiligung der Bevölkerung statt. Such die Ver­treter der Behörden, sowie der' spanische Consul waren zugegen.

Biidah (Algerien), 25. Januar. In der verflossenen Nacht zerschlugen Antisemiten die Fensterscheiben ver- schiedener Läden und versuchten zu plündern. Einer der Ladenbefitzer schoß einen Revolver ab und verwundete I einen Araber. Die Truppen stellten die Ordnung wieder her.

Locales und proüittjiefl»».

Gießen, den 26. Januar 1898.

Allerhöchste Cabiuetsordre. DieDarmst. Ztg." ver­öffentlicht die Cabinetsordre, durch welche den drei Bataillonen bei Jnf.-RegtS. 116Kaiser Wilhelm II." in Gießen zur Erinnerung an die Parade in Homburg am 4. September 1897 Bänder für die ruhmreichen Fahnen verliehen wurden. Der Dank de» Großherzog» schließt mit den Worten: »Wir haben nur ein Ziel: zu sein allzeit bereit für de» Reiches Herrlichkeit!

Ordensverleihung. Se. König!. Hoheit der Groß- Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung dem Generallieutenant ä la suite Mootz zum 90. Geburtstage daS Großkreuz de» Verdienstorden» Philipp» des Groß- müthigen zu verleihen geruht und dem Jubilar Sein Bild mit Allerhöchsteigeuer NamenSunterfchrift überreichen lassen. General Mootz hat, ein gewiß einzig dastehender Fall, unter allen fünf Großherzogen von H'ssen gedient. Er ist, wie da» Darmst. Tgbl." meldet, am 25. Jarvar 1808 in Gießen al» Sohn eine» Oberfeldwebels geboren nid trat am 1. Juni 1826 in da» 3. Infanterie-Regiment ein. Im Jahre 1830 wurde er zum Secondelieutenant befördert- er war stets eine Zierde des hesfischen OffizierScorp» und gehörte lange Zeit infolge seiner wissenschaftlichen Befähigung dem Generalstab an. B'i der großen Rüstigkeit deS Herrn Jubilar», der noch täglich einen ausgedehnten Spaziergang unternimmt, steht zu hoffen, daß ihm noch vergönnt sein werde, seinen 100. Geburtstag zu begehen.

**cT Der Eoacert Verein bringt zwar mit seiner Auf­führung am 1. Februar keine Novität für Gießen, jedoch ist mehr als ein Jahrzehnt verfloffen, daß wir da» köstliche Chorwerk Paradier und Peri nicht gehört haben. Robert Schumann ist eine der poetischsten Naturen, die die Musik­geschichte aufweist, der Meister, in deffen Werken die Romantik ihre schönsten Blüthen getrieben, hat eine ganze Reihe be­deutender Chorwerke geschrieben- unter denen, nebenDer Rose Pilgerfahrt" seinParadier und die Peri" unstreitig zu dem Bedeutendsten gehört, war überhaupt nach dieser Richtung hin geschaffen ist.Paradier und Peri", die Be­zeichnung opua 50 tragend, ist Schumanns erstes, großes Chorwerk, eS erstand im Jahre 1843 und erlebte seine Erstaufführung unter Schumann« eigener Leitung am 4. August desseibeu Jahre«. Der berühmte Musik-Kritiker HanSlicck in Wien hatte, als sich über die musikalische Form des Werkes Meinungsverschiedenheiten zeigten, den geistreichen Einfall zu bemerken:Man ver ißt gern de« Streit um eine Bezeichnung, wo das Bezeichnete selbst so unbestreitbar schön ist, wie in der Musik zur Peri." Nicht uninteressant ist es, daß Mendelssohn, ein Zeitgenosse Schumann» und von diesem aufrichtig geschätzt, wenig Ver- ständntß für Schumanns Kunstrichtung zeigte- vergeblich sucht man in Mendelssohn» Briefen anerkennende Urtheile über Schumann, trotzdem beide Meister an dem 1843 in Leipzig gegründeten Conservatorium al« Lehrer wirkten und Schumann in der Zeit grade die schönsten Erfolge mit seinemParadie» und Peri zu verzeichnen hatte. Den Besuchern de» Concerte» empfehlen wir al» vorzügliche Information den Mufikfübrer, in welchem Richard Hauberger in knapper, aber übersichtlicher Form geschichtlich und musikalisch da« Chorwerk erläutert. Da» kleine Merkchen ist für 20 Pfg. im Musikhandel von Herrn Challier verkäuflich.

* Bortragscnr» für praktische Landwirthe. Der vom Hessischen LandwtrthschafrSrath in den Tagen vom 31. Januar bi» 5. Februar zu veranstaltende VortragScars für praktische Landwirthe scheint fich großen Anklang» unter den Land- wirthen zu erfreuen. Bi- jetzt sind bereit» 90 Anmeldungen eingelaufen. Sollte der Andrang noch wesentlich größer werden, so dürfte der für die Abhaltung in Aussicht ge­nommene Saal im Gebäude der Centralstelle für die Ge­werbe nicht auSreichen und würde die Wahl eine» anderen Local» nothwendig werden. In besserer Anpassung an die Züge soll der Beginn der Vortrage auf 91/4 statt 9 Uhr ge» legt werden. In der BortragSwoche findet auch, Voraussicht- lich Mittwoch, eine Borführüdg der Gestüts-Hengste durch die Großh. Landgestütk-Dirrction statt. E» ist dringend er- wünscht, daß die Anmeldungen, die noch auSstehen, möglichst rasch erfolgen, weil sonst unter Umständen aus Raummangel die Aufnahme von Theilnehmeru vor Beginn deS Curse» ab­geschlossen werden muß.

Detaivisteu-Vereia. Wir machen an dieser Stelle nochmal» auf den heute (Mittwoch) Abend 8'/, Uhr im Hotel Einhorn" stattfindevden Vortrag deS Herrn Land- gerichtSrath Müller aufmerksam und möchten dessen Besuch empfehlen, zumal dem Verein Gäste willkommen find. Da» Thema lautet:Bericht über Aenderungen in der Handels­gesetzgebung >m Anschluß an da» geltende Recht."

* * Die Bank für Eüddeutschlaud hier bleibt am DonuerS- tag von Vormittag» V3I2 Uhr ab geschlossen.

* lleberfchnß. Zu der gestern über da» KreiSturn- fest Hom bürg gebrachten Notiz bringen wir heute die der Abrechnung beigegebene Bemerkung:Die von der Ein­wohnerschaft Homburg» und der Stadtgemeinde Homburg in Baar ge'peudeteu Mk. 4965 find in der Abrechnung unter Ein­nahmen Ila (Finanzausschuß) mit aufgeführt, sodaß nach Weg­lassung dieser Baargeschenke da» thatsächliche Ergebniß de» 23. Mittelrheinischen KreiSturnseste« in Homburg eine Minder­einnahme von Mk. 919.85 ergiebt.

Kunstnotiz. Der frühere Tenor de» Wiesbadener Hoftheater«, Herr Buff-Gießen, jetzt am Hofoperntheater in Wien, ist U. Mitteilung derFrkf. Zig." vom 1. De- cember ab, an daS Hoftheater in Dresden engagirt worden.

Südliche» Klima. In dem Garten des Herrn Corn- mercienrath Buderu» wurden gestern blühende Veilchen gepflückt.

» Wetterbericht. Der niedere Druck, welcher gestern noch ganz Osteuropa bedeckte, ist verschwunden und hat ei« barometrische» Maximum ueuerdiugö vom größten Theile de»