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Nr. 22 Erstes Blatt Donnerstag den 27. Januar
18V8
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Die Gießener Mamtkleubtätter werden dem Anzeiger wöchentlich viermal beigelegt.
Gießener Anzeiger
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General-Anzeiger
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Anrttichsr Theil.
Gießen, den 25. Januar 1898.
Betr.: Umtausch von PrioritatSobligationen der Hessischen LudwigS-Eisenbahn von 1868/69 rc. gegen 3pCt. Großh. Hess. Schuldverschreibungen.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien und Kirchenvorstände des Kreises.
Nach einer Bekanntmachung der Großh. Staatsschuldenverwaltung vom 7. I. MtS. ist den Inhabern der laut ve- kanntmachung des König!. Preußischen und deS Großh. Hessi- scheu Ftnanzmtuister« vom 31. bezw. 29. December 1897 zur baaren Rückzahlung auf 1. März 1898 gekündigten vter- procentigen Obligationen der Anleheu der Hessischen LudwigS- Tiseobahn-Gesellschaft von 1868/69, 1875, 1876 und 1878 (I. und II. Emission), sowie der im Laufe dieses Jahres ebenfalls zur Kündigung gelangenden 3y3 procentigen Priorität^ obligatiouen derselben Gesellschaft von 1889 an Stelle der baaren Rückzahlung der Umtausch gegen Zprocentige Hessi'che Staatsschuldverschreibungen angeboten worden. Da bet diesem Umtausche für den Inhaber mindesten- die gleich güastigcn Verhältnisse vorltegen wie hinsichtlich der früher gekündigten Anlehen, so empfehlen wir Ihnen, geeigneten Falles von obigem Anerbieten Gebrauch zu machen.
v. Gagern.
Local-Reglement
-da» Herumlaufen der Gänse au Sonu- uud Feiertagen auf den Straßen uud Plätzen zu Birklar betreffend.
Auf Antrag des OrtSvorstandeS zu Birklar wird hiermit nach eingeholter Ermächtigung Großherzogltchen Ministerium- des Innern vom 20. l. M. wie folgt verfügt: Wer Gänse auf den Straßen und öffentlichen Plätzen tu der Geweiude Birklar an Sonn- und Feiertagen umherlaufeu läßt, verfällt in eine Geldstrafe von 20 Pfennig für jedes Stück.
Gießen, den 25. Januar 1898. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Gagern.
Bekanntmachung,
betreffend: die Abhaltung der Biehmärkte zu Gießen.
Wegen der zur Zett in Gießen herrschenden Maul- und Klauenseuche wird die Abhaltung des auf den 1. Februar 1898 fallenden BtehmarkteS untersagt.
Gießen, den 25. Januar 1898.
Großherzogltches KreiSamt Gießen.
v. Gagern.
Bekanntmachung.
Nachdem im hiesigen Kreise die Sch Weines euch e in größerem Umfange au-gebrochen ist, wird zur Abwehr und Unterdrückung dieser Seuche auf Grund deö Artikel 14 Abs. 1 Ne. 2 de- Reich-gesetze- vom 6. August 1896, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung (Reichsgesetzblatt von 1896, Seite 689) mit Zustimmung des Herrn Regierung»» Präsidenten zu Cobleuz vom 17. Januar d. I. für den Kreis Wetzlar die nachstehende polizeiliche Aoordnung getroffen:
1. Der Handel tu. Umherztehen mit Nutzschweinen (nicht Mastschweinen) wird bi» zum 25. Februar 1898 einschließlich untersagt.
2. Zuwiderhandlungen werden gemäß Artikel 21 de» oben bezeichneten RetchSgesetzeS und § 148 der Reichsgewerbe, ordoung mit Geldstrafe bi» zu 150 Mark und tm Unvermögensfalle mit Haft bis zu vier Wochen bestraft.
Wetzlar, den 25. Januar 1898.
Der Königliche Landrath.
Heil unferm Kaiser!
Welch Hochgefühl durchkl-ngt un» heute Wie Jubelton und Festgeläute? — Wir wissen, daß in Kaisers Hand Geborgen ist da» Vaterland.
Und sand sich auch kein Testameut Der Väter auf Papier geschrieben, Ein rechter Hohenzoller kennt Pie Erbschaft wohl, die ihm verblieben: DeS Volkes Hort, des Reiches Schutz, Beut ihren Feinden kühn er Trutz.
Wo feiner Schiffe Wimpel wehu, An fernen, neuerschloss'nen Meeren Darf frei de- Deutschen Hütte stehn In starkem Schutz und hohen Ehren: Wohin der deutsche Aar sich schwingt Und schweifen läßt der Augen Blitze, Dem deutschen Manu er Rechtsschutz bringt vou seines Schirmherrn Herrscherfitze- Ob er daheim, tm fremden Land: Den Deutschen schützt des Kaisers Hand.
Heil unserm Kaiser!
Rudolf Bunge.
Kaiser» Geburtstag.
In diesem Jahre feiern wir den Geburtstag unsere» geliebten Kaiser- mit besonderer Bewegung. Wir denken au das große Unternehmen, das tm fernen Oftafieu zu Deutsch» land» Ehre und Wohlfahrt ist begonnen worden und freuen miß, daß das verflossene Lebensjahr das unermüdliche Streben unsere- Kaiser» nach Sicherung und Mehrung des Reiche» mit so herrlichem Gelingen geklönt hat. So blicken wir auch mit freudiger Zuversicht in die Zukunft und erhoffen vou der Fahrt der deutschen Flotte nach China, an deren Spitze unser Kaiser seinen einzigen Bruder auSgesandt hat, die friedliche und glorreiche Festigung deutscher Macht im Osten. Wir wtffen, daß e» unsere- Kaiser- eigenster Ge» danke ist, der deutschen Flagge zur See eine gebietende und deS deutschen Namen- würdige Stellung zu erringen. In unserer Zeit, da die Welt unter dem Zeichen de» Verkehr- steht, ist kein Gedanke berechtigter als der, Deutschlands Antheil an dem Weltverkehr durch den Ausbau der deutschen Seemacht zu schirmen und zu fördern. Und darum wünschen wir unser« Kaiser fürs neue Lebensjahr aus vollem Herzen Glück zu seinem Wirken. Doch beschränkt sich unser Wunsch und unser Gebet nicht auf diese gegenwärtig tm vorder- gründe der Ereigniffe stehende Angelegenheit. Wir verehren in dem Haupte, das Gott der Herr unserm Volke gesetzt hat, den Schirmherrn aller heiligen Güter unseres Baterlande», den Landesvater, deffen Fürsorge da- Gedeihen aller Stände, der Frieden und der Fortschritt nach innen und außen anvertraut ist. Wir fühlen uns dem echt deutschen Herren, der seine Pflichten mit dem Ernst uud der Treue deS rechten Hohenzollern übt, in persönlicher Treue und herzlicher Anhänglichkeit verbunden. Wir wünschen unserm Land Glück dazu, daß Gottes Gnade über unserm Kaiser und seinem Hause tm vergangenen Jahre freundlich gewaltet und ihm, wie der hohen Frau an seiner Seite und der blühenden Schaar der kaiserlichen Kinder Gesundheit und Kraft verliehen hat. Wir erflehen für den Kaiser und sein HauS an diesem Tage den Segen von oben auch für da- neue Lebensjahr, und geloben ihm Treue in guten uud bösen Tagen. Denn die beste Art, Kaiser- Geburtstag zu feiern, besteht darin, daß jeder deutsche Mann an diesem Tage in Dank» barkett und Freude das Gelübde erneut: Allezeit mit Gott für Kaiser und Reich!
Deutscher Reichstag.
25. Sitzung vom Dieu-tag, den 25. Januar 1898.
Tagesordnung: Fortsetzung der Berathung de- Etat- des Reichsamt- des Innern, Titel Börsenausschuß.
Abg. Barth (frs. vg.) erwidert dem Abg. Graf Arnim auf deffen gestrige Bemerkung, die Berliner Kaufmannschaft denke nicht daran, in den Feenpalast zurückzukehren, möge der Spruch deS OberverwaltungSgertchtS ausfallen, wie er wolle. Redner weist dann die Behauptung de- Abg. Paasche, daß die Freisinnigen die Schuld an der Gestaltung de» Börsengesetzes trügen, zurück. Die Schuld treffe vielmehr Nattonalltberale und Regierung. Zweifellos fei, däß die Tendenz zur Conceutratiou de» Bankgeschäfts und Ge- I treidehaudels in einzelnen großen Händen noch durch das I
Bölsengesetz verschärft worden sei zum Nachtheil namentlich der Laudwtrthschaft und deS Mittelstände» im Getreidehaudel-
Abg. Hahn (b. k. F.) beleuchtet, wie unter der Herrschaft deS Termingeschäft» die Meinungen deS Publikum» Über den Stand des Gttreidemarkte» irre geführt worden und die Preisbildung dadurch künstlich beeinflußt worden sei. DeS Weiteren fordert er eine gleitende Zollskala, schwankende Zölle nach Maßgabe deS Preises deS Getreide», falls sich dabei Abschluß der Handelsverträge ermöglichen lasse.
Abg. Paasch e (ul.) tritt nochmals dem Abg. Barth entgegen.
Abg. Fischbeck (srs. vg.) geht ausführlich auf die Schwankungen der Weizen- uud Roggenpretse ein. Die jetzigen PreiSnotiruugen seien ganz unzulängliche und unzuverlässige. Da» werde auch von Landwtrtheo zugegeben. Und dafür seien allein Diejenigen verantwortlich, die da» Börsengesetz beschloffen bezw. den Börseuvorständen Landwirtheu als Aufpaffer gesetzt hätten. Redner wendet sich schließlich noch gegen den Abg. Paasche, dem ja auch das Zuckergesetz nicht gefallen wolle. Weßhalb aber lehne derselbe nicht lieber solche Gesetze ab, die ihm zu schlecht erschienen? (Rufe liukS: Sehr richtig!)
Abg. Graf Arnim (Rp.) behauptet, der Zweck de» Gesetzes, stetigere Preise zu schaffen, sei jedenfalls erreicht worden- Unleugbar seien die von den Speculanteu verursachten uud durch Mitläufer verstärkten Preisschwaukuogeu. Ebeoso unbestreitbar sei daö jetzige Schwinden der DiSparÜäten zwischen deutschen uud ausländischen Plätzen. Entichiedeu müffe er den Vorwurf zurückwetseu, daß die gegenwärtigen PreiSuottruogeu unrichtige seien. Stetige Preise, Reduction de» Import-, größere Thätigkeit der Provinzhändler, da- seien die Vortheile des BörseugesetzeS. Noch Manches bleibe zu thun, so die Schaffung eines großen GettetdemarkteS in Berlin unter Betheiltgung der Laudwttthe.
Abg. Sch wartz e (Crntr,) gibt seiner Befriedigung über die Wirkungen deS Verbot- deS Gktretdetermiuhavdel- Ausdruck.
Abg. Hilpert (bayer. Bauernbündler) ist mit den jetzige« Preisen ganz zufrieden, er verlange gar keine höheren uud wolle auch keine künstliche Heraufschraubung der Preise.
An der Debatte betheiitgen sich noch die Abg. Fischbeck (frs. Vg.) und Graf Arnim (Rp.), worauf der Titel genehmigt wird.
Beim Titel „Statistische-Amt" plaidirt Abg. Werner (Antts.) für Befferstellung der etat-mäßigen Hilfsarbeiter.
SraatSsecretär GrafPosadowSky erwidert, er wolle die Sache nochmal» erwägen, er glaube aber nicht, daß er zu dem gewünschten Resultat kommen werde.
Der Titel wird genehmigt.
Beim Titel „Normal-Aichungscommisfion" constatirt Abg. Müller (frs. Vp.), daß daS Atchverfahren in den verschiedenen Theilen der Monarchie kein einheitliche- sei.
StaatSsecretär Graf Posadowsky bestätigt dies und sagt zu, den Ursachen nachforschen zu wollen.
Beim Abschnitt „Gesuudheit-amt beantragt Abg. Müller (frs. Vp.) eine Resolution betr. Einstellung eine- neuen Titel» in Höhe von 30000 Mk. noch in diesem Etat zur Errichtung einer biologischen Dersuch-anstalt für wissenschaftliche Erforschung wirthschaftlich nutzbarer LebenSbeziehungeu vou Pflanzen und Thterea.
StaatSsecretär Graf PosadowSkh erklärt, der Reichskanzler stehe diesem Verlangen durchaus wohlwollend gegenüber. ES sei bereit- diesbezüglich eine Commission zu- sammeuberufen, deren Verhandlungen abgewartet werde« müßten. Vor 1900 lasse sich aber die Sache nicht erledige«.
Nachdem noch die Abgg. v. Kardorf (Rp.), Wurm (Soz.) und Müller (frs. Vp.) zu diesem Gegenstand gesprochen, wird da- Hau» auf morgen 2 Uhr vertagt.
Tagesordnung: Initiativanträge Plötz und Paasche, betreffend Sacharinbesteuerung und Auer betreffend CoalttwnSrecht.
Schluß 6 Uhr._____________________________________
Aus den Verhandlungen der Zweiten
Kammer der hessischen Stände.
nn, Darmstadt, 25. Januar 1898.
Die Sitzung wird um 9*/2 Uhr eröffnet. Vor Eintritt tu die Tagesordnung widmet Präsident Haa» dem seit der letzten Tagung verstorbenen Abg. Pitthau einen ehrenden Nachruf und erhob sich das Hau» zum Andenken de» Dahtu- geschtedenen von den Sitzen.
Abg. Pennrich fragt die Regierung nach dem Stande seine» neuerliche« Antrags auf Errichtung einer Lande»« lotterte uud bittet um Beschleunigung der Sache.


