Lageristen, Expedienten, Disponenten- 147 all Facturisteu, Hilflbuchhalter re.,- 151 als Buchhalter, Correspondenten, Bureauchrfs, 73 als Reisende und 7 als Geschäftsführer in Summa 854 bet 1792 dem Vereine in diesem Zeitraum zur Besetzung aufgegebeneu Stellen.
* Türken Hinrichtung in Kaudia. Ueber die Hinrichtung von siebe» Rädelsführern der letzten Unruhen in Kandta wird von dort geschrieben: Die Tragödie ist zu Ende und die Stadt ruhig. Um 9 Uhr wurden sie hoch oben auf der Bastion gehängt. Ja einer langen, weithin fichtbareu Reihe ragten die sieben Galgen gen Himmel; ganz Kandia war auf den Beinen, um der feierlichen Processtou betzuwohueu, in welcher die sieben Baschi BozukS von der im Hafen liegenden „Venus" nach dem Richtplatze gebracht wurden. Eine Compagnie Hochländler nahm sie in die Mitte, zwei MollahS stimmten ihre TodtengesSnge an, türkische Truppen, welche den ganzen Weg besetzt hielten, trieben die Bevölkerung zurück, während britische Matrosen und Mariursoldaten den Richtplatz absprrrten. Aber die Bevölkerung verhielt sich so ruhig, wie der MoSlem daS stets in solchen L-gen zu thnn Pflegt. Die Truppen hatten die ganze Nacht unter Waffen gestanden und die Suchlichter der Flotte Stadt und Wälle nach etwaigen Meuterern abgespäht, aber nichts hatte sich gerührt. Der türkische Gouverneur bat im letzten Augenblicke um Frist, damit er erst noch beim Sultan um Erlaß der Todesstrafe telegraphisch nachsuchen könne, aber Oberst Chermstde lehnte dal ab; 47 Freiwillige hatten sich zu dem HenkerSwerke au- geboten, sieben von ihnen standen jetzt da oben, Jeder neben seinem Galgen mit seinen Gehilfen, die sieben Mohammedaner waren im Umsehen auf die Plattform gehoben, der Strick ihnen um den Hall gelegt, die Hörner bliesen da- Signal: „Lichter au»", ein Hieb zerschnitt den die Fallthüren verbindenden Strick und die sieben Mörder waren unseren Blicken entschwunden. Die Erdrosselung war bei Allen sofort und vollständig. Drei Stunden später wurden die Leichname wieder ewporgehißt und baumeln nun dort oben im Winde — ein warnende» Beispiel. Bet der Rückkehr vom Richtplatz klingt uns au» allen Türkeubäusern Wehklage entgegen: die MoSlcmSfraurn haben die Todtevklagr um die Gerichteten angestimmt, in denen sie natürlich nur Opfer brutaler Ueber- macht sehen. Jetzt sind die Straßen völlig menschenleer — kein Türke zeigt sich- ein stummer Protest.
• Röntgenstrahlen und Glassplitter. Oberstabsarzt Dr. v. Linstow (Göttingen) theilt in der „D. Med. Wochenschrift" einen Fall mit, welcher beweist, daß sich durch die Röntgenstrahlen die allerfetnsteu Glaösplitter erkennen kaffen. Ein Photographengehilfe schnitt sich Ende März mit einem GlaSstück in den dritten Finger der linken Hand. Die Wunde teilte, e» blieb aber bet Druck ein stechender Schmerz zurück. Im September kam der Patient zu Dr. v. Ltnstow, der im Nernst'schen Institut eine Röntgenaufnahme de» Fingers machen ließ. Der Schatten des GlatsplitterS war scharf erkennbar. An der Hand der Photographie wurde ein Einschnitt gemacht, bet dem sofort daS Messer eineu harten Körper traf, der mit einer Piucette herausgeholt wurde. ES handelte sich um zwei winzig kleine GlaSsplitter. Der Finger war von nun an schmerzfrei und gebrauchsfähig.
* Archäologische» au» Griechenland. Die Ausgrabungen de» Herrn Stais auf Kap Sunton haben, wie der „All- gemeinen Zeitung" mitgetheilt wird, Bautheile eine» älteren Tempel» zu Tage gefördert, der vcrwuthlich von den Persern zerstört worden ist und drssen Fundamente unter dem noch heute zum Thetl aufrecht stehenden berühmten Tempel au» der Mitte de» 5. Jahrhunderts v. Chr. liegen. — In Tretria, wo Herr Kuruntotts seit längerer Zeit gräbt, sind außer den fortgesetzten Funden von Gräbern des 5. Jahrhunderts jetzt zahlreiche Inschriften zum Vorschein gekommen, aus denen hervorgeht, daß in der Nähe der Fundstelle ein Tempel des Apollon, der Artemis und der Leta gestanden hat. Doch sind von diesem selbst nur geringe architectonische Bruchstücke gefunden worden- er scheint von den umwohnenden, nach Steinen grabenden Bauern bis auf den Grund zerstört zu sein. — Bei Gythion, dem Hafeuort von Sparta, ist man einem Raubgräber auf die Spur gekommen, der seit längerer Zeir in einem Thale, zwei Stunden von der Stadt, auf einem ihm gehörigen Grundstück in einer antiken Nekropole systematische Nachgrabungen veranstaltete. Als die Sache bekannt wurde, fanden die Behörden nur noch einen marmornen Wtdderkops von angeblich sehr guter Arbeit und einige Münzen bet ihm, die confiSctrt wurden.
nicht tm deutschen, sondern im böhmischen Sinne verstehen, mit Ausnahme der Faafareucnpelle der „Bohemia", die au» Deutschland mit hierher gekommen ist.
Wir hatten kaum da» Borland beim alten Serail in Stambul umsch fft, al» wir auch schon am Horizont das kaiserliche Geschwader durch die Ferngläser erkennen konnten. Auf der Höhe von Makriko und St. Stsphano erkannten wir genau da« herandampfende Geschwader. Voraus die Uacht de» Sultan» „Jzzedin" mit den türkischen Würdenträgern, dann die „Hohenzollern", welche am Bormast die türkische Flagge führte, während vom Hauptmast die ttatserstandarte wehte. Recht» folgte die „Hertha", link» die Hela. Bei Makriko formirten die vier Schiffe der deutschen Colouie eine Linie. Als die Archt de» Sultan» an uns vorüber war, veränderte die „Hohenzollern" ihren Cours und dampfte auf uu» zu. Die Schiffe der Colouie wendeten nun ebenfalls auf Befehl de» Vorsitzenden de» Club» „Teutonia", so daß nun da» führende Schiff der „Teutonia", der „König Karl", mit der „Chirket" rechts, „Vesta" und „Bohemia" link» zu stehen kamen, und durch diese vier Schrffe segelte nun da» kaiserliche Geschwader in Kiellinie hindurch. Voran die „Hohenzollern", dann die „Hertha", zum Schluß dir „Hela", denen sich die Schiffe der Colonie auf der Wetterfahrt anschlossen. Beim Durchfahren de» KaisergeschwaderS stimmten sammtliche Kapellen „Heil Dir im Stegerkranz" an, die Matrosen enterten in die Wanten und brachten mit den FahrtgSfteu drei donnernde
— Der Löwe von Chaeronea, den die Archäologische Gesellschaft schon seit langer Zeit wieder anfznrichten beschlossen hat, ist jetzt endlich einmal von Technikern untersucht worden. DaS Ergebniß ist ein viel ungünstigeres, als man erwartet hatte. Der marmorne Coloß war aus drei Blöcken zusammengesetzt, die zur Erleichterung beim Transport stark auSgehöhlt find. Beim Sturz find die Ränder der Stücke stark ausgesplittert, so daß die Zusammenfügung bei dem ungeheuren Gewicht der Blöcke auf große Schwierigkeiten stoßen wird. Auch der Unterbau der Bafis — von dem Postament selbst find nur ganz geringe Reste noch vorhanden — ist, da er au» weichem Kalkstein besteht, so stark mitgenommen, daß er in seinem jetzigen Zustand kaum als Fundament der neuen Bafis benutzt werden kann. Die Techniker haben einen Bericht über ihre Untersuchungen der Archäologischen Gesellschaft eingereicht.
♦ In der ersten Wiutrrversawmlung bei Zweigvereiul Berlin-Charlottenburg de» Allg. Deutschen Sprachverein» am 18. October hielt Professor Dr. Paul Förster einen fesselnden und lehrreichen Bortrag Über die Verrottung unserer Sprache und dieZtele deSAllg. DeutschenSprach- vereinl. Einleitend wie» der Redner darauf hin, daß el die Ehrenpflicht eines jeden Deutschen sei, die Muttersprache zu Pflegen und fie in ihrem Wortschatz; sowohl wie im Satzgefüge vor fremden Eindringlingen zu bewahren. Die Sprache sei ein nationale» Gut, und so bilde ihre Pflege nur einen Theil der nationalen Pflichten, die wir mit der NeubegrÜn- bung deutscher Macht und Einheit auf uni genommen haben. Noch seien aber viele, selbst gut deutsch gesinnte Männer und Frauen fich dieser Pflicht gegen ihre Muttersprache nicht genügend bewußt, und diel mache el norhweudig, immer wieder zu zeigen, in welchen Zustand der Verrottung und Berwclschung die deutsche Sprache durch Gleichgiltigkeit einerseits und dann durch die dem Deutschen eigene Vorliebe für alle» Fremdländische zu gerathen droht. Manch schöner Erfolg sei zwar schon erzielt worden durch Wort und Schrift Einzelner sowie durch die Behörden und namentlich durch das zugleich maßvolle und thatkräftige Vorgehen bei Allg. Deutschen Sprachvereins, der keineswegs, wie oft von feinen Gegnern zu Unrecht behauptet worden ist, lediglich Fremd- wölterjagd betreibe, sondern durch Bekämpfung von sprachlichen Fehlern jeder Art die Schönheit und Reinheit der Sprache zu heben suche. Aber noch sei unendlich viel zu thun übrig, und die» legte der Rrdner an der Hand zahlreicher Beispiele bar, indem er zunächst den Gebrauch Über- flüssiger Fremdwörter besprach, dann die wichtigsten Fehler in der Formenlehre (z. B. des Rhein stattt Rheins, des Tageblatt statt des Tageblattes) und zum Schluffe die in der Satzbildung. Besonders scharf geißelte er hierbei die fich immer mehr verbreitende Geschmacklostgkeit, im bedingenden Satzgefüge unter Bkimeidung de» ConjunkttvS zu sagen: „Wenn ich da» thnn würde, würde er ..." statt: Wenn ich daS thste, würde er ..."). Nach diesen mit lebhaftem Betsalle aufgenommenen Ausführungen trug Fräulein Klara Oesterlen au» Stuttgart mit klangreicher Stimme, muster- gütiger Aussprache und verständnißvoller Wärme Dichtungen von Julin» Wolff und Rudolf Baumbach sowie schwäbische Gedichte von Adolf Grtmmtnger vor.
• Eine mitttr ächtliche Stadt. Unter diesem Titel gibt der „Ssün a'-Lzicheßtwa" eine Beschreibung der Stadt Jäkatariuinsk, die noch in keinem Lehrbuch der Geographie, auf keiner Karte zu finden ist. Die Bedeutung dieser jungen Stadt wird Jedem klar, wenn wir hinzufügen, daß fie an der Murwanskr'schen Küste (der nordöstlichen Küste der Kolahalbinsel) bei der Mündung der Kola am Katharinenhafen liegt. Die Stadt ist in den letzten zwei Jahren erstanden. Der eisfreie Hasen hat eine Länge von zwei Werst, eine Brette von zwei Fünftel Werst und ist 25 Vsashen (gleich 175 englische Fuß) tief. Durch hohe Ufer ist der Hasen vor den Winden geschützt, und sein steinloser Grund gibt den Sch ffen die Möglichkeit, bis an’» Ufer heranzufahren. Die russische Regierung schenkt dieser Stadt ihre besondere Fürsorge. E» sind bereit» ein Postamt, Telegraphen, Telephone, eine Wafferleitung angelegt, und energisch wird der Ban einer Eisenbahn betrieben, die den Verkehr und die unmittelbare Verbindung zwischen dem Hasen und der Stadt vermitteln wird. Die Stadt wird elektrisch beleuchtet und die ganze Verwaltung der großen Halbinsel Kola, die bisher zum Theil in der Stadt Kola »hr Domic'l hatte, wird nach JäkatärininSk verlegt. Außerdem werden
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HurrahS aus. Der Kaiser stand in Marineuniform auf der Commandobrücke und dankte nach allen Seiten für die Ovationen. Dann verließ er die Commandobrücke, um sich umzuziehen und die Uniform seiner Danziger Leibhusaren anzulegen. Bald daraus langte die „Hohenzollern" auf der Höhe del alten Serail von Stambul an. In demselben Moment feuerte die „Hela" einen Salut von 21 Schuß, der sofort von sämmtlichen umliegenden türkischen Batterien erwidert wurde. Nun begann eine wahre Jagd von Fahrzeugen aller Art, die vom Quai herkamen und so nahe al» möglich an die „Hohen zoüeru" heravzukommen suchten. E» war geradezu ängstlich mitanzusehen und lief el auch nicht ganz ohne Unfälle ab, die aber zum Glück kein Menschenleben kosteten. Bor Dolma- Bagdsche drehte die „Hohenzollern" bei und legte sich läng!- seit», flauk-rt von der „Hertha" und „Heia", im Rücken den „König Karl", die „Befta", „Bohemia" und „Chirket". Eine englische Dawpfyacht leistete fich den Sport, unter dem Bug der kaiserlichen Yacht „Hohenzollern" und der Landungsstelle von Dolma-Bagdsche kurz vor dem Landen bei Kaiser! hin- burchzndampsen. Um 9 Uhr 20 Minuten stieg da» Kaiser- paar bei Dolma-Bagbsche an! Laub, vom Sultan herzlich de- grüßt. Gleich darauf fuhren die kaiserlichen Herrschaften durch die sparlierdüdeudeu Truppen hindurch nach Yildiz. Alle RegimentSkapellen spielten „Heil Dir im Siegerkranz" ! und sowohl von den Truppen wie von den zahlreich herbei- ' geströmten Menschenmaffen wurden die Majestäten auf!
bereit! Schritte gethan, um diese mitternächtliche Stadt, die wohl die einzige Stadt in der Wett ist, die sechs Monate tm Jahre Tag und Nacht künstlich beleuchtet werden muß, mit dem Zentrum Rußland! durch Schienenwege zu verbinden. Auf diese Weise wird e6 in nicht mehr ferner Zukunft wog- lich fein, vom Eismeer bis zum äußersten Süden mit der Eisenbahn zu reisen, vielleicht gar, ohne umsteigen zu müssen.
• Ein raffiniere» Gaunerüück ist in Mailand verübt worben. Dort hatte Signora Balzaretti, eine etwa 50 Jahre alle vermögende Dame, vor einiger Zeit ein Zimmer an einen Fremden verwiethet. Dieser wurde bald zutraulich und erzählte seiner Wirthin alle» Mögliche aui seinem Leden. Er war von Amerika herübergekommcn und wollte in Mailand Geschäfte machen, hatte auch 200,000 Lire bei fich zu diesem Zwecke. Wenn er nur einen sicheren Ott wüßte, wo er fie unterbringen könnte, nur so im Koffer ist eine solch ansehnliche Summe nicht gehörig versorgt. Frau Balzaretti war selig. Ein so angehnehrner, zuthunlicher Herr, dazu so wohlhabend — fie hatte el wirklich prachtvoll getroffen ! Natürlich wußte fie ein sichere» Plätzchen für da» Geld bei Amerikaners - in dem Zimmer, dal er inne hatte, stand ja ein fester, feuer- und diebessicherer Geldschrank- do« konnte er seine 200,000 Lire hinlegen. Unter ihren Augen deponirte der Herr Mtether ein Blechkistcheu in den Kaffen- schrank und nahm den Schlüssel an sich. Bald darauf erhielt der Miether Besuch zweier Freunde, und während alle Drei mit Signora V. zu Mittag speisten, wußten sie von ihr in Erfahrung zu bringen, baß sie in einem Mailänder Bankinstitut den größten Theil ihres Vermögen», 65,000 Lire, deponirt habe. Sobald fie heraus hatten, in welchem, waren Beide sehr bestürzt, daß ihre „verehrte Freundin" ihr Geld einem so unsicheren Hause antiertraut hatte, und sie ruhten nicht eher, bis die geängstigte Frau mit dem Miether Herrn Duranvo, wie er fich nannte, nach der Banca Lombards ging und sämmtliche 65,400 Lire zurückzog. Nun war der Schatz gerettet, und Herr Dnrando machte der W'tttve bal Anerbieten, ihr Geld zu feinen 200,000 Lire in die Blechbüchse zu legen. Frau Balzaretti war durchaus eintierstandeo. Bald darauf machten die drei Freunde eint „GeschäitSreise" nach der Schweiz und wollten in acht Tagen zurück sein. Al» fie nach vierzehn Tagen nicht wiedergekommen waren, wurde Frau Balzaretti nachdenklich und requirirte die Polizei und einen Schlosser. Angstvoll ichaut die Witlwe dem Handwerker zu, wie er da» Schloß de» Kassenschranke! erbricht — da schimmert dal Blechkästchen hervor, und fie schreit ausjubelnd: „Ich bin gerettet!" „Warten Sie einen Augenblick," sagt der Beamte, ergreift daS Kästchen, öffnet e» uni hält es der Dame hin — ein Rafirmeffer nebst Zubehör lag darin.
• Eine interessante Vermählung, welche die Dichterhauser Byron und Söul wer mit einander vereinen wird, steht io London in Aussicht, und zwar durch die Heirath des „Hono- radle" Neville Lytton mit Miß Judith Blunt. Die Braut stammt tn birecter Folge von Byron! „Ada", ber „einzigen Tochter meines Hanfes und Herzens" ab, die fich mit Lord Lovelace vermählte. Die einzige Tochter diese« Paare!, Lad- Anna Isabella Noel vermählte fich mit Wilsrid Blunt Dieser Verbindung entsproß als einzige» Kind Judith, die gegenwärtige Braut, auf die in der kommenden Saison die Augen Aller sich richten werden. Ihr Bräutigam ist der jüngere von zwei überlebenden Söhnen des verstorbenen Earl Lytton und der Enkel Bulwer». Sein Schwiegervater Blunt ist feine» eigenen Vater« getreuester Freund gewesen, und diese Freundschaft der Väter hat zu dem Bunde ber Rinber geführt. Die Hochzeit ist frühzeitig angefefct worben, noch vor Februar, in welchem Monat der junge Ehemann dann seine» — zwanzigsten Geburtstag feiern wird. Miß Judith ist achtzehn Jahre alt und eine interessante Schönheit.
• Die Bilanz von Klondyke, dem neuen Eldorado, zeig' in öconomischer Hinsicht keinen Gewinn, sondern einen Verlust! Diese Behauptung, so unglaublich fie klingt, ist wahr. ®i wirb geschätzt, daß 50,000 Menschen in diesem Jahre nad Klondyke gegangen find. Jeder hatte mit fich eine Ausrüstung, die mehrere Hundert Dollar! kostete, und die Reisekosten betrugen auch über 1000 Mk., sodaß die Gejammt- kosten fite jede Person wenigsten» 2500 Mk. betrugen, wai im Ganzen 125 Millionen Mark macht. Wie wir nun einer Mittheilung de» Patent- und technischen Bureaus von Richard Lüders in Görlitz entnehmen, wird sich andererseits die Ge- sammiauSbiute an Gold in diesem Jahre auf höchstens
Stürmischste begrüßt. Gegen 1 Uhr fuhren der Kaiser uni die Kaiserin in die deutsche Botschaft und waren beide sichtlich erfreut von den lebhaften Ovationen, die die Bevölkeruoz ihnen bereitete. Der erhoffte Besuch des deutschen Clubi „Teutonia" unterblieb wegen Mangel an Zeit, dagegen der weilten die Majestäten längere Zeit in der deutschen Schule, hinter dem Kloster der tanzenden Derwische. Vorher hott: Sr. Majestät die Militärschule zu Pancaldi, die Kaiserin da« deutsche Hospital besucht. Ein tiefer Seufzer der Erleichterung entrang fich den Brüsten der führenden Mitglieder bei deutschen Colonie, als beute Abend die Majestäten wieder glücklich von Pera nach Uilbiz Palast gelangt waren. Dem noch am Montag sollen drei italienische Anarchisten von bei Polizei verhaftet worden sein. E! waren jedoch für die Sicherheit deS Kaiserpaarel die umfaffenbftcn Vorsichtsmaßregel« getroffen. In Pera hatten alle deutschen Hauser Flaggen- schmuck angelegt, und als der Kaiser in diese Stadt hineiv fuhr, ließ ihm der Sultan eine Ehrenbezeugung erweisen, bii einzig in der Geschichte Konstantinopel» unter der Herrsche der Türkei dasteht, denn auf dem Galatathurm stieg sitz neben der rothen türkischen Flagge die deutsche Rrieglflagf empor und wehte dort an einem Flaggeustock zusammen »6 der türkischen Flagge bi» Sonnenuntergang. Dieser Borgav, erregte da« größtmöglichste Aussehen umsomehr, da unser' Krtegtflagge bekanntlich ein Rrcuz enthält.
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