Ausgabe 
23.11.1898 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

einer so schwierigen Borlage aber nicht überstürzen kann, be­weist der mehrjährige Zeitraum, welcher zwischen der An­kündigung und Vorlegung bei ComptabilitätSgesetzel verstrichen ist. Auch weist der preußische Vorgang darauf hin, für die Vorlegung del bett. Entwurf! eine Tagung zu wählen, tu welcher die gesetzgebenden Factoreu mit anderen schwierigen und strittigen gesetzgeberischen Aufgaben möglichst wenig be­faßt sind.

De Protectoratlfrage ist, wie dieWiener Poltt, Nachrichten" melden, nunmehr auch formell geordnet. Die deutsche Regierung hat drm Batican, um diese Angelegen­heit, in welcher der päpstliche Stuhl wiederholt eine schwankende Haltung angenommen hatte, eudgtltig zum Abschluß zu bringen, za Händen bei Lardinal-Staatlsecretär! folgende amtliche Mitrhetlung zugestellt:®ie kaiserliche Regierung bringt zur Kenutuiß bei Heiligen Stuhles, daß sie mit Sr. Majestät dem Sultan die geeigneten Abmachungen getroffen hat, um, wie vorher durch die That, so in der Form Rechten! den Schutz der deutschen Katholiken im ottomauischeu Reich zu übernehmen. Infolge diese! Ereignisse! werden alle Fragen und Angelegenheiten, welche diesen Schutz betreffen und welche der Heilige Stuhl billang ohne Vermittlung der deutschen Regierung regelte, künftig unter beiderseitiger Einvernahme ohne Dazwtscheutreteu einer fremden Macht geordnet werden. Und damit eine gedeihliche Einvernahme zu diesem Ende ficher- gestellt werden könne, ist die Regierung bereit, wenn der Heilig- Stuhl dal für zweckmäßig findet, zu einer besonderen Urberelnkuoft mitzuwirken und überläßt dem Batiean den Vor­rang, die Grundlagen der Verhandlung aufzustelleu." Diese Mitthkiluug hat die Angelegenheit kurzer Hand inß Reine ge­bracht und dem Batican klare und volle Gewißheit Über die Stellung Deutschland! zur Frage de! Schutze! der deutschen Katholiken im Orient geliefert. Im Batican hat mau auch Andeutungen erhalten, daß der Deutsche Kaiser nach seiner Rückkehr tu die Heimath Gelegenheit nehmen werde, wahr­scheinlich in der nächsten Reichltagsthrourede, die Beschützung der Katholiken feierlich all Recht und Pflicht del Reichel zu erklären.

2tn»lonÖ«

Budapest, 21. November. Ja iuformirten Kreisen ver­lautet, daß der Rücktritt bei Kriegsminister! v. Kriegs- Hammer uud dessen gleichzeitige Ernennung zum Militär- Eommanbanten Bosniens unmittelbar bevorsteht. Der Landel-Berthetbigunglminister Graf Welserlhetmb soll nach bem 2 Deeewber zurücktreten und an seiner Stelle der F-ldzeugrneister Holl zum Laadelvertheidiguugl'Mtuister ernannt werden.

Budapest, 21. November. Für die Indemnitäts-Debatte wird eine zweite Auflage der Heutzi-Affaire vorbereitet, und e! wird der Regierung nicht! andere! übrig bleiben, all den Weg der Nothverordnung zu beschreiten.

Prag, 21. November. Die tschechischen Zeitungen fordern den Juagtschechen-Club auf, die Regierung zu zwingen, daß die alten deutschen Beamten peustouirt uud durch junge tschechische Kcäfte ersetzt wcrdeu.

Antwerpen, 21. November. Bis heute früh um 3 Uhr war beim Norddeutschen Lloyd noch keine Bestätigung über den gerüchtweise gemeldeten Untergang bei Dampfer! Cob lenz" etugettoffeu. Man glaubt infolge deffeu, daß die Nachricht unbegründet sei.

Lüttich, 21. November. Die Anwesenheit der beiden Minister Beenaert und Schollaert gelegentlich der Kundgeb­ungen zu Ehren bei Professor! Kurth gab Anlaß zu heftigen Tumulten. Beide Minister wurden bet ihrem Erscheinen in der Universität mit Pfeifen uud Zischen empfangen.

Pari!, 21. November. Die italienische und französische Regierung find dahin übereingekommen, einen Handels­vertrag zwischen den beiden Ländern abzuschlteßen. Der Vertrag soll bereit! im Laufe dieser Woche unterzeichnet werden.

Paris, 21. November. Das BlattJnttanfigeani" meldet, die Regierung wtffe aus bester Quelle, daß die Lrimtuolkammer des CaffartonShofel den Mtnisterpräfidenten Dupuy unö den früheren Präsidenten der Republik,

Casimir Per ter,' auf nächsten Mittwoch zum Verhör vorgeladen hat.

Paris, 21. November.Soleil" versichert, Gonse werde heute verhört werden. Wie es heißt, soll bei dieser Gelegenheit eine Kundgebung vor dem Gebäude des Caffationshofe! durch die Nationalisten stattfiudeu.

Paris, 21. November. Gestern Nachmittag 5 Ubr er« eignete sich in den Kellerräumeu bei Restaurant! von Cham- peau am Börsenplatz eine furchtbare Explosion. Die Fußböden bei Restaurant! würben aufgertffeu, Gläser, Teller und andere Wirthschaftsgegevstände gegen die Wand ge­schleudert. Etwa 50 Gäste waren anwesend, welche zum Thetl schwere Verletzungen erlitten. Zwei vorübergehende Personen wurden durch Glalsplitter so schwer verletzt, daß sie bald darauf ihren Verletzungen erlegen find. In einem Nachbarcafä wurden ebenfalls große Verwüstungen angerichtet.

Locale» und provinzielle».

Gieße», 22. November 1898.

* Für die Weihuachtseinkäufe bittet uni der Deutsch, nationale Handlunztgehilsen'Berdand in Hamburg, unsere Leser und ganz besonder! unsere lieben Leserinnen darauf hinzuweiseu, daß el eine auherordeutUche Erleichterung für die Geschäftsinhaber und ihre Angestellten bedeutet, wenn die Einkäufe nach Möglichkeit nicht in den späten Adenbstuuden und den letzten Tagen vor Weihnachten besorgt werden. Wenn man bedenkr, wie sich die Angestellten der meisten Ladengeschäfte die letzten vierzehn Tage vor dem Feste bi! in die finkende Nacht hinein plagen müffru, wie durch die un­vermeidliche geistige und körperliche Abspannung nach solcher Uebrrarbeitung da! Weihnachtlfest für fie nur bebtngungl* weise dal schönste Fest genannt werden darf, wird mau die herzliche Bitte del Handlunglgehilfeu-Berbaude! verständlich finden und fie davon find wir überzeugt auch gern erfüllen. Also nicht am spaten Abend uud nicht im letzten Augenblicke die Geschenke et laufen I

Für Turnvereine. Ein interessanter Recht!« streit ist nach einer M-ttheilung derDarrnst. Tgl. Anz." augenblicklich au dem Landgericht zu Lorsch anhängig, auf deffeu Aulgang man namentlich in Turnerkreisen gespannt sein dürfte. Der Turnverein Heppenheim hatte f. Z. auf seiner Generalversammlung den Beschluß gefaßt, au! dem Main-Rhriugauverband auszuscheiden. Nachdem dieser Beschluß zur Ausführung kam, zogen sich verschiedene Mitglieder vom Turnverein zurück und holten sich ihre im Versammlungs- local aufgehängten Ehrentafeln für beim Wettturuen errungene Preise ad. Daraufhin hat der Turnverein Heppenheim diese Mitglieder wegen Diebstahls augezrigt und gleich­zeitig auf Herausgabe der Ehrentafeln den Klageweg be­schritten, indem derselbe die Behauptung ausstellte, diese Ehreodlplome seien unantastbare! Eigenthum bei Heppen­heimer Verein!, während die Mitglieder diese all ein von ihnen erworbene! Etgenthnm betrachten. Dal Bewelsver- fahreu ist bereit! emgeleitet uud in zwei Terminen auf dem Amtsgericht Lorsch wurden bereit! eine Reihe von Zeugen vernommen. Neuerding! wurde Termin auf dem Amtlgericht Darmstadt aubrraumt, in welchem Sachverständige ihr Gut­achten dahin abg-ben sollen,ob e! in der deutschen Turner­schaft üblich oder patutengemäß sei, daß die von Mitgliedern der Turnvereine errungenen Preise von den Erwerber» den Vereinen, denen sie augehören, all Eigeuthum überlasten bleiben müssen." Der Turnverein H-ppeoheim hatte die Ehrentafeln auf seine Kosten einrahwen lasten.

§ Rudingshain (Kreil Schotten). Gestern Abend gegen 7 Uhr ertönte in unserem sonst so stillen Ort der Rus: Feuer!" E! bräunte in der Hofraithe eine! hiesigen Landwirthl. Die Hofraithe, bestehend aus Scheuer, Stall und Wohnhaus (im vorigen Jahr neu erbaut), brannte bis auf die Wohnstube im unteren und zweiten Stock nieder. Es wird Brandstiftung vermuthet.

§ Ruppertenrod, 21. November. (Blutiger Ueber. fall unter Zigeunern) Während de! gestrigen Nach- mittaglgottesdienstel durchzogen zwei Wagen mit Zigeunern unsere Ortschaft und nahmen ohne Aufenthalt ihren Weg

nach dem benachbarten Wettsaasen. Nur drei ihrer Kinder mit einem Handwägelchen bettelten vorübergehend in dm Häusern uud blieben so hinter den Wag n zurück. Da kam plötzlich eine junge Zigeunerfrau die Ortsstraße her mit schrecklich zugerichtetem Kopse. Dal Fleisch hing ihr in Fetzm vom Haup'e und dicke! geronnenel Blut klebte zwischen dm schwarzen Locken ihre! Haares. Al! die genannten Kinder diese Frau erblickten, geriethen fie in Helle Verzwe flung uni schrien entsetzt:Dal sind unsere Feinde, die bringen uns um!" Die verwundete Frau verlangte nach der Gensdarmerie und erzählte, daß unmittelbar vor Wettsaasen ihre Wagen den oben genannten begegnet seien. Die Mitglieder letzterer Bande, zu deren auch genannte Kinder gehörten, hätten nun sofort mit Flinten nvd Säbeln auf die Angehörig-n der Frau geschoffen und auf sie selbst eingehauen- zwei männliche Mitglieder ihrer Familie lägen mit Schußwunden im Chaussee- graben bei Wettsaasen. Sofort wachte sich unsere Gensdarmerie auf den Weg zur Verfolgung der Attentäter. Inzwischen langten hier drei Wagen der Ueberfallenen au, mit sich die zwei durch SchÜffe Verwundeten führend. Der eine dieser Beiden hatte einen vollen Schrotschuß in den Rücken erholten, der Andere in da! Becken, dazu noch einen Säbelhieb über Stirn und Nase. Die durch Säbelhiebe schwer verwundete Fran war inzwischen zusammengesunken und Mitglieder ihrer Baude betteten sie neben ein angezündete! Feuer. Weh-' klagend erzählten die Ueberfallenen, sie feien von Angreifern eines alten Zwiste! wegen ohne alles Weitere gleich mit Waffen angefallen worden und hätten sich nicht vrrthridigen können, da sie keine Waffen besäßen, auch seien ihre mäan* lichen Mitglieder nicht beieinander gewesen. Zu den ver- wundeten rief man telegraphisch den Arzt von Groß Felda hinzu, der noch in der Nacht die Wunden verband. Im Laufe der Nacht trafen noch vier Wagen mit Z gennern hier ein, die zu der Baude der Ueberfallenen zählten. Bor bem Dorfe lagerte so eine Zigruuerschaar von fieben Wagen bei hellflawweudem Feuer. Mit aller Energie hatten nähret I bieser Zeit die hiefigrn Gevldarmrn Dörr uud Graulich die Verfolgung der auf eiligster Flucht befindlichen Horde anf- genommen. Diese war in so raschem Tempo durch die One Wettsaasen, Nieder Ohmen, Atzenhain, Bernsfeld, Büßfeld, Schadenbach, Deckenbach, Rüdtngshansen und Wermuthlhausea geeilt, daß el den Ortsbewohnern ausgefallen. Die verfolgenden Genibarmen hatten rasch die Gensdarmerie zu Homberg herbeige- rufen, uud nun ging el im Verein mit diesen und einer Schaar von Einwohnern au! den genannten D«ten der Fährte der Flücht­linge nach. Im Walde bet Roßberg im Kreise Marburg traf man um Mitternacht auf bas Lager der Verfolgten, welche aufcheineud im tiefen Schlafe lagen. Man schritt zur Verhaftung der 5 Mann zählenden Baude, eine Frau und ein Manu hatten aber da! Weite gesucht und waren nicht beim Trupp. Dir Gendarmen fanden bei der Durchsuchung der Wagen und bei Lager! unter einem T'PPich eine ge- labene Doppelflinte, ein scharf gelabenel Pistol, zwei scharf geschliffene Säbel unb mehrere andere gefährlichen Waffen. Die Verhafteten wurden in da! Amtsgericht zu Homderg abgelieferr und die Waffen beschlagnahmt. Da man die Namen der zwei Entflohenen weiß, so ist Hoffnung vorhanden, daß auch diese gefaßt werben. Unsere Gendarmerie kehrte erst in den heutigen Morgenstunden von der äufeuft an- strengenden Verfolgung heim- die Bravour und Ausdauer, mit der fie die Attentäter hinter Schloß unb Riegel brachten, verdient in der That Anerkennung. Die Verwundeten liegen hier- ihre Wagen bleiben hier bis zur gerichtltchen Der- nehmung der Verletzten. Fünf andere Wagen der großen Schaar sind wieder wriierpezogen. Unb bie Ursache des blutigen Zigeunerstreitel:Cherchez la femme I

Darmstadt, 19. November. Wie derDarmst. Ztg." mitgetheilt wird, hat die Groß Herzogin Marie von Mecklenburg-Schwerin dem Großherzog ein Exemplar des soeben veröffentlichten Ledensbilde! dcS mit dem Torpedoboot 8 26 vor Jahresfrist in hohen Ehren untergegangene« Herzog! Friedrich Wilhelm zu Meckieuburg durch den «er- faff-r Corvettrnk.pitän Herrn v. Dombrowski Übersend,» lassen. Die Einnahme au! dem Vertrieb de! vortrefflich geschriebenen, reich illustrirten und schön aulgestatteten Buch,! ist für die Errichtung eines Seemannshriml in unlernt oft*

Auch mußte man die, im Verhältuiß zur Länge bei SchiffSlumpfe» nur wenig größeren (etwa um 100 Fuß) Brette de! Oderbetts berücksichtigen. Bei völlig ungehemmtem Ablauf der niedergleitenden ungeheuren Maffe wäre ein Hin- eialaufcn der Fregatte in das gegenüberliegende flache und sumpfige Ufer bei Flusses unvermeidlich gewesen. Um nun die Schnelligkeit und Wucht der Bewegung zu verringern und gleichzeitig das Schiff vom Ufer abzulenken, war eine äußerst finnreiche und darum einfache Vorrichtung getroffen worden. Man hatte nämlich zwei, 56 Fuß lange, starke Krile parallel mit dem Sch ffe gelegt- da! allmählich locker werdende iünnere Ende dem Lande zugekehrt. Zwischen zwei sehr starken, durch dicke Eisenbänder fest verbundenen Balken am Ufer waren die Krile festgelegt unb würben am vorberen dicken Ende durch starke Aukrrketten mit bem zuerst in! Wasser tauchenden Sch>ffshintertheil verbunden. Setzte sich jetzt die Fregatte in Bewegung, so muhte fie nothwendiger- weise diese beiden Keile mit fich unter iheem festen Joch hinbucchziehen, damit aber ihre Bewegung selbst bremsen und sich durch die succesfive zur Wirkung gelangenden Ketten ganz von selbst im Fluffe so umlenken, daß fie parallel mit dem Ufer zu liegen kam.

In stet! wachsender Zahl stand die Menge der Zu­schauer schon seit Tagesanbruch am Ufer der Oder. Auf bem Strome weiter abwärts hatten fich zahlreiche von oben bi! unten beflaggte unb bewimpelte Flußdampfer eivgefunben, bereu Verdecke dicht mit Schaulustigen besetzt waren, welche zitternd und zähneklappernd aber tapfer im Schneesturm aul- selten. Hinter bem Bug ber Fregatte war eine reich im Flaggenschmuck prangenbe hohe Tribüne errichtet. An schwarz.

weih-rothem Seidenbande hing von der Höhe del Sch ffe! dicht vor der Brüstung der Tribüne die blumcnnmtounbene Champagnerflasche, mit der der Taufact vollzogen werden sollte. Am Ende der großen Zuschauertribüne, der Mitte bei Schiffes gegenüber erhob fich ein offener Zeltpavillon au! farbigen Stoffen gebildet und darüber auf hohem Mast die gelbe Kaiserflagge.

Punkt 1 Uhr dampfte der von Berlin kommende Extra- zng in den Bahnhof ein, wo fich die Spitzen der Stadt- unb Provinzialbehörden bereit! eingefunden batten unb die hohen Gäste empfingen. Unter dem jauchzenden Hurrahgeschrei der Tausende, welche fich auf dem Platz vor dem Bahnhofe und in den angrenzenden Straßen zusammendrängten, war der Kconprinz, seine Gemahlin und ihre beiden ältesten Söhne, begleitet von ihrem Gouverneur General von Gottberg in den bereitgehaltenen Wagen gestiegen. Um zwei Uhr erschie­nen die hohen Herrschaften auf dem Frstplatz, die vor der Estrade ausgestellte Militärkapelle intonirteHeil Dir im Stegerkranz" unb zehntausendstimmiger Wtllkommenrus burch- brauste bie, von Schnee und Regen bnrchpeitschte Luft. Mit leichten Schritten stieg bie Fran K onprinzesfiu die Stufen zur Tribüne hinauf, die Ihrigen folgten ihr und mit kühnem Schwünge »ach einer kurz gefaßten paffenden Ansprache, schmetterte ihre feine Hand die Champagnerflasche gegen den Bug bei Schiffes, daß Schaum und Glalsplitter daherflogev. Ein nicht enden wollendes begeisterte! Hnrrah der Menge begleitete den feierlichen Akt.

Gleich darauf begab man fich zum Schutze gegen das entfetzliche Wetter in den Zeltpavillon, in welchem bereit! die Honoratioren Stettin! fich versammelt hatten. Nun gin­

gen die Zimmerleute an ihr letzte! Werk, Holzkelle unter de» Bug des Schiffe! zu treiben, um diesen zum Ablauf vom Lager zu heben. Eine halbe Stunde lang hörte man nichts all Hammerschläge, Mufik und Srurmesheuleu. Endlich begann ber Koloß zu gleiten, die Hammerschläge verstummte« und die Arbeiter eilten am Bauche b s Schiffe! hinter der Balkenwand hervor. Sch'ffsdaumeister Haack commandttte laut:Wippen weg! Hnrrah!" unb langsam fuhr ber Koloß, unterstützt burch ben Druck ber hydraulischen Preffen, unter dem brausenden Tusch der Mufik und dem Hurrah ber Menge vom Stapel. Rasch wuch! die Schnelligkeit seines Laufs, immer begieriger sehnte sich die Fregatte nach ihrem Element. Rauch, Funken unb Flammen schlugen von den Bahnen bei Schüben! auf, alles Holzwerk knarrte, ächzte, krachte, zerbrach und stürzte hinab in dal hochaufwogende, fchaumsprühende Waffrr, die Eifenketten hielte« fest, die riefigen Keile schoffcn vor, und mit leichter Wendung legte fich da! Ungeheuer mitten in den Strom parallel bem Ufer, ein schöner Triumph für bie, welche das schöne Manöver geleitet hatten.

Nach einem in der Festhalle eingenommenen solenne« Diner, während deffen der Kronprinz einen Toast auf feinen kaiserlichen Vater, ben Schöpfer von Armee unb Marine und einen zweiten auf diese selbst und auf den deutschen Gewerbe- fieiß auldrachte, fuhren die hohen Gäste unter bem erneuerte« frenetischen Jubel bei begeisterten Volk! um 6 Uhr mit bem Extrazug nach Berlin zurück.

Deutschland aber wird diesen Tag feiner Emaneipation zur See stet! in dankbarer und stolzer Erinnerung halten.

, Mol" 3«« & Ä'-

Verhältnis SfiÄ Atzten Grundsätze S-A SS»

Aid!«'», Io6«lh flnbtt, »tun artell« fti« 8" Pe°ß°» 1" bitebenen»«?»» ' ch str bte W-ts- Httbtn. Die Ski hörigen Delegirren Mtzt werden, ößl weit zu toiM * la hilft! fütaßl P gefaßt werden kann Rechnuogtjahres die wohlthätigen Einrichi können.

Kehlae, 21. N ersten Sitzung des S klage gegen den Arde rar Verhandlung. T 4. gatt d. g. w Wetzlar Lollarrr Eise fährduug einet Ütitr üngeklagte wurde s drei gadren Znitthli

Zur Schöllt der hgihstfeligen von H. Hohmann, I |abt eine in neu einer Originalzrichn l. Sutter in Ma! diese Satte gegen 9 dürfte diese/öt für l

gegen das I

Unter Hinweis tu Gießen* machen tr ^?'»-auöwafst Mderlich ist, die H. entleeren. Dies ges<j HMichperrdahn gej nachdem ein Mffnct gefallen wird gelaufen ist, worauf b .,, V.m eine voUjlSr lrUtn >as in ob ber 1 auslettnng offen obererHeildes entleert werden i fa'Wter Entleerung Mnb^^erun7g . . Das ra

Ader Richte

Ä

EZs

schon hur* $ welch, Sy/ÄX MS» SK