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Nr. 275 Erstes Blatt.Mittwoch den 23. November
1898
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Fernsprecher Nr. 6L
Amtlicher Theil.
Bekanntmachung.
Ls wird hiermit zur öffentlichen ftenniot§ gebracht, daß unser Buitau wegen der Feier de» Allerhöchsten Geburt»« feste» Ihrer königlichen Hoheiten de» Vroßherzog» und der Großherzogin nächsten Samstag, den 26. d. Mts. Nachmittags gefch.offen bleibt. Dagegen ist dasselbe nächsten Donnerstag, heu 24. d. Mts. auch Nachmittag» voll 2 bi» 4 Uhr geöffnet.
Gießen, den 21. November 1898.
Großh. Rentamt Gießen.
Dexheimer, aee^ss ... . — _
Bedeutsame Gedenktage.
Da» deutsche Reich beruht auf dem freien Entschluß der Fürsten und freien Städte, zu einem einzigen Bunde zusammenzutreten. In diese Zeit fällt der Jahrestag, an welchem vor 28 Jahren die beiden süddeutschen Königreiche. Bayern am 23. und Württemberg am 25. November, sich offiziell dem deutschen Reiche anschloffen. Es war ihr freier Wille, kein Zwang wurde ihnen auferlegt, als fie diesen Schritt thaten, und um so freudiger wurde er von Allen, welche die Schaffung eine» einigen deutschen Vaterlandes berbeisehnten, begrüßt. Daß die Staaten und Fürsten ein Opfer brachten, als sie sich dem Reiche unterstellten, kann nicht geleugnet werden, da sie eine ganze Reihe von Präro- gativen abtreten mußten. Aus diesem Grunde durfte auch da» Reich die Zügel nicht zu straff anztehen, und es mußten einzelnen gröberen Staaten, insbesondere den süddeutschen, oerschiedme Reservatrechte belaffen werden, die dem Einheit»« gedanken wenig entsprachen. ,
Gelegentlich der Berathung der Novelle zum MUitär- strafprozeffe unb insbesondere bei der Aufwerfung der Frage eine« eigenen obersten MUitärgertchtshofes für Bayern find die Reservatrechte in der Oeffentlichkett der weitgehendsten Besprechung unterzogen worden. Wenn wir daran erinnern, wie Fürst Bismarck sich in dieser Angelegenheit auf die Seite Bayern» stellte, so wollen wir damit nur -eigen, wie verschieden die Anschauungen selbst in denjenigen Kreisen waren, welche al» maßgebend gelten müffen. Und daß die Frage schwierig zu lösen war, geht wohl am besten daraus hervor, daß sie auch heute noch nicht endgiltig erledigt ist, daß die Verhandlungen noch fortdauern und deren Ende kaum abzusehen ist.
Wenn wir an diesen Gedenktagen auf die Stellung der Bundesstaaten zur Centralstelle zurückkommen, so hat da- seinen guten Grund. Al» die Frage des obersten Militär- gertchtshofe- zur Erörterung stand, da hieß es allgemein, man dürfe Bayern nicht vor den Kopf stoßen und unter keinen Umständen diesem Bundesstaate einen Zwang auf« erlegen. Aber immerhin machte sich doch eine gewiffe Ent« fremdung zwischen Berlin und München bemerkbar, die ihren äußeren Ausdruck fand in den Erklärungen der bayerischen Bundc-rathsbevollmächtigten im Reichstage und des bayrischen Kriegsministers im Münchener Landtage. Auch heute schweben wieder Differenzen »wischen einem deutschen Bundesstaate unb der Centralstelle. Daß solche Vorgänge geeignet stnb, da» Ansehcn des deutschen Reiche» im Auslande zu vermindern, geht am besten daraus hervor, mit welcher Breite die chauvinistische Presse Frankreich» diese internen deutschen Angelegenheiten behandelt und angeblich eine Schadenfreude zu verbergen sucht. Da» sollte eine Mahnung sein, auf dem eingeschlagenen Wege nicht weiterzugehen. Wir möchten de»halb Vorschlägen, daß sobald wie möglich alle noch irgendwie streitigen Punkte zwischen den Bundesstaaten ein für alle Mal erledigt werden. Bei einigem guten Willen auf allen Seiten könnte e» an einem Erfolge nicht fehlen.
Da» deutsche Reich besteht jetzt fast 28 Jahre, e» hat ein gewaltige» Ansehen erlangt im Rothe der Völker. Sollte e* ihm nicht möglich sein, den häuslichen Frieden für immer zu wahren._________________ (xx)
Vemtjches Selch.
TtmftK 21. November. Der Kaiser hat bin Bringen Friedrich Leopold mit seiner Vertretung bei der Enthüllung»feier de» ßanbUbentmal« Ludwig IV. •n 25. d». beauftragt.
Berlin, 21. November. Da» «aiserpaar ist heute Morgen um 9 Uhr von Messina nach Pola abgereist, wo die Ankunft am Mittwoch früh 8 Uhr erfolgt. Mittag» 1 Uhr Wird da» «aiserpaar die Weiterreise nach München antreten
nnb daselbst Donner»tag vormittag 11 Uhr eintressen. Zum Empfang werden der Prinzregent und sämmtliche Mitglieder de» Königlichen Haute» am Bahnhof anwesend sein. Um 1 Uhr Mittag» fährt da» Saiterpaor wieder ab, um dem bobischen GroßherzogSpaar in Baden-Baden einen Besuch ab« zustatten.
Berlin, 21. November. Da» Stunt »Ministerium hielt heute Nachmittag um 8 Uhr unter dem vorsttz de» Finnnzminister» Dr. Miquel wiederum eine S'tznng ab.
Berlin, 21. November. Die ,Rorbb. Allgem. ßtg.* bestätigt heute, daß die in den letzten Tagen durch diePr-ffe gegangene Mittheilung über Gtnzelheiten der biabfichttgten Postreform zutreffend find.
Berlin, 21. November. Die ,Nordd. Allg. ßtg.* schreibt: Gin schlesisches Blatt brachte uaterm 14. b». eine Zuichrift au» Wien, Überschrieben Zur Welfeusrage, betreffend eine angeblich bevorstehende Thronbesteigung de» Sohnes de» Herzog» von Cumberland, sowie Über ein im Jahre 1891 hierüber angeblich erzielte» Ginverständniß. Diese Mittheilung entbehrt, wie wir versichern können, jeder Begründung.
Berlin, 21. November. Wie au« Messina gemeldet wird, erhielt Kaiser Wilhelm ein Glückwunschtelegramm de» König» Humbert, in welchem dieser seine Freude Über die glückliche Rückkehr de» Kaiser» von der Orientreisr sowie seine innige Freundschaft für den Kaiser an»drückt. König Humbert fügt hinzu, daß diese seine Gefühle vom ganzen Volke getheilt würden. Kaiser Wilhelm erwiderte in den herzlichsten Worten.
Berlin, 21. November. Die Schntztrnppe für Kamerun. Die (Kolonie Kamerun steht dem Bernehmrn nach vor der Nothwendigkeit, ihre Schutztruxpcn verfiä keu zu müssen. Zn Anfang diese» Jahre» bestand die bewoffaete Macht tm Schutzgebiete au» einer Polizeitruppe von 100 Manu. Dazu kam eine Schutztruppe in einer Stärke von 200 Farbigen. Ginesthetl» um wirksamer bie Schutzgewalt gegen aufsässige Stämme geltend machen zu können, andererseit» um den sich stark verwehrenden Plantagenbau ausgiebig zu schützen, wurde in diesem Sommer die Schutztrnppe auf 300 Farbige vermehrt, wozu bann noch 36 farbige Chargirte und 6 Spiel« lente kamen. Seitdem durch die letzten Verträge die Nord« Westgrenze von Kamerun und am Rio del Reh nnb Croß River nnb die Ostgreuze am Sangs, dem Nebenfluß de» Kongo, festgelegt worden find, hat fich nach diesen Gegenden hin rin schwunghafter Handel entwickelt, wodurch namemlich im Südosteu der Colonie fich da» Bedürfniß geltend gemacht hat, zum Schutz der Handelszüge eine stärkere Macht zu entwickeln. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird in diesen Gegenden zum Schutze de» Plantagenbaues und zur Controle de» Zolloerkehr» auch an die Anlage von Stationen gedacht werden müssen. In Rücksicht daraus hat e» fich al» nothwendig erwiesen, eine wettere Verstärkung der Schutztrnppe auf etwa 400 farbige Mannschaften in» Auge zu fassen.
Berlin, 21. November. Der neue Entwurf eint» Reich»«HyPvthekeubaukgesetze» war tm Reichsjustizamt tm Laufe diese» Sommers eudgittig au»gearbeitet und sodann im ,Re chSanzeiger* rechtzeitig veröffentlicht worden. Da» ReichSjustizamt hat somit den iuteressirten Kreisen einen weiten Spitltonm zur Beurtheilung dieser Vorlage gegeben. Diese Kritik ist auch in vollem Maße von vielen Seiten grübt worden unb hat ber Reichsregteruug dankeuSwrrthe Fingerzeige gewährt. Die Vorbesprechungen tu bieser Richtung find nunmehr soweit gediehen, daß, wie von gut unterrichteter Seite vrrfichert wird, diese Vorlage Mitte December au bin BandeSrath wird gebracht werden können. Die Berathnugen im BundeSrath werden dermaßen geführt werden, baß ber Reichstag noch In bevorfteheuber Tagung fich mit bem Entwürfe zu beschäftigen haben wirb.
Berlin, 21. November. Zur neuen Postvorlage, die jetzt tu ben bekannten Conferenzeu vorberatheu wird, melbeu verschiedene Berichterstatter, außer der Erhöhung de» Höchstgewicht» der einfachen Briefe von 15 auf 20 Gramm werde eine Herabsetzung de» Ort»brief« bestellgelde» für ben Berliner Stadtbezirk von 10 auf 6 Pfennig vorgeschlagen werden. Auch weitere Herabsetzungen de» Briefporto» im Ortsverkehr find geplant. Die Privat- posten sollen für den durch die Ausdehnung de« PoftregalS auf die Beförderung geschloffener «rufe ihnen entstehenden Ausfall durch eine einmalige Entschädigung abgefanden werden. Im neuen PostzeitungStaris soll ferner nicht mehr allein ber SbounemeutSbetrag einer Zeitung zur Grundlage für die Berechnung der Postgebühr gemacht werden, sondern auch da» Gewicht, daneben auch die Hävstgkeit des Erscheinens
einer Zeitung. DaS ttire also mit entern Worten ungefähr bUlelbe Vv'lage rote im vo j-hre, nur daß die Reg-lung deS Postze'tungStari'» nru hinzutritt unb ferner die Regierung sich in der Eatschtdiguagsfrage den Wünschen deS Reichstags aaßtpifct hat.
Karlsruhe 21. November. Das K aiserpaar trifft in Baden-Baden den neuesten Bestiwmrwgen zufolge am Do'U'rStao ein. Die Hbretfe eriolqt Freitag Abend.
Wien, 21. November. Der .Neuen Freien Presse* zufolge erließ der Krieg »Minister an fämmtliche Corps- Lommandanteu einen Erlaß, in welche« angeordnet werd, sämmilichen actioen Offizieren bekannt zu machen, daß bei Sriegsminister befohlen Hai, gegen ben Hanprmann WieSner vorn 75. Infanterie Reg'ment eine Uuteifnchung rinzuieiten, weil er als Leiter von Coutrol-Verfammlungen bie tschechifcheN Reservisten von bem vorgeschriebenen Meldungsworte ,hier" blsprnstrt hat. Hierdurch habe fich der Hauprmann eine« incomcten vergehens schuldig gemacht und großen «angel an Energie gezeigt.
Budapest, 21. November. In ber heutigen Sitzung be» Abgeordnetenhauses kam es auf die neuerlichen Angriffe der Opposition wegen der Heutzi Affalre, insbesondere gegen den Minister Ftjervarh zu derart stürmische« See neu, daß die Sitzung zeitweise unterbrochen werde« mußte.
Paris, 21. November. Infolge be» Ersuchen» bei spanischen Regierung wir» die sranzöfische Regierung ihr» Präsec en in der Nähe ber spanischen Grenze an, auf die in ihren Departement» weilenden Carliste u ein scharfe» Ange zu haben, da fich dieselben zu einem Einfall in Spanien rüsten.
Pari», 21. November. Die Flotteufrage wird von eine« Fachmann «tt größter Entschiedenheit wieder anfge- toorfen. dir Admiral im Dienst, ber fich deshalb nicht nennen darf, veröffentlicht im »Figaro* an erster Stelle einen Warnruf an das französische Volk. Er führt an», baß Frankreich «it seiner heutigen Flotte nicht die geringste Aussicht in einem Seekriege gegen England habe unb ihm auch an Schlachtschiffen nicht ebenbürtig «erden könne. England fei nur durch Aushungerung, d. h. durch Zerstörung feine» Seehaudel», besiegbar, Frankreich müffe fich also ausschließlich auf den Kaperkrieg verlegen und zu diese« Behufe eine große Anzahl leichter Kreuzer bauen, die nicht zu fechten, sondern zum Abfangen und vernichten der Handelsschiffe bestimmt waren und bei denen einzig auf die möglichst größte Geschwindigkeit gesehen «erden müßte.
Poris, 21. November. DaS Colonialministerium erklärt die Nachricht, daß d e Regierung angeordnet habe, Drehfn» soll vorläufig gestartet werden, Tag» einige Stunden lang seinen Käfig zu verlaffeu, für unbegründet. Bisher sei keine Aeuderung in der Behandlung DreysuS' eingetreten.
Paris, 21. November. In der heutigen Sitzung der fpanifch'amertkauischen Friedens - Commission boten die amerikanischen Delegirten den spanischen eine Summe von 20 M ll.onen Dollar für die Abtretung der PH lippl«e« an. Die spanischen Delegirten haben fich ihre Antwort Vorbehalten und Jastructiouen von ihrer Regierung erbeten. Die nächste Sitzung der Cvnfireuz fiodtt am Mittwoch statt.
Paris, 21. November. Die Affaire Piequart scheint die Affaire DreyfuS immer wehr verdrängen zu wollen. Bon radicaler Seite wird augenblicklich ein ernster Druck ans den Srirgsmiuister Frehcmet anSgeübt, damit dieser nicht erlaubt, daß der Generalstab aus Piequart einen zweiten Dnhfus wacht. Auf der Seite der Ami-Revisionisten «acht man keinen Hehl daraus, daß eS jetzt geboten sei, Piequart so schnell wie möglich zu verurthetleu, nm auf diese Weise seine Aussage im verhör über DreyfuS abzuschwLcheu.
Paris, 21. November. Die DreyfuS-fteuudliche Presse schreibt: Beim Lesen der Esterhazh'schtn Broschüre gewinne iS immer «ehr den Anschein, daß diese Broschüre von Rochefort, wenn nicht verfaßt, so doch wenigstens corrigirt worden ist, da in der Broschüre zahlreiche Ausdrücke vorhanden find, die den Stempel Rochefort'scher AuSdruckswrise tragen
London, 21. November. Ein hiesiges Blatt meldet, daß die eugltsche Regierung die Frage erwäge, ob eS nicht an- gäug'g fei, das Gebiet von Bahr el Ghazal an bin Congostaat abzutreten, um auf bltfi Weise einen Pufferstaat zwischen Frankreich und England zu errichten.
Loadoa, 21. November. »Daily Mail* beklagt fich über dir Langsamkeit, mit welcher da» Flotten-Pro-


