gramm zurDurchführung grlan-e. Dar Blatt fordert den Beu von vier großen Panzerschiffen, welche bereit» bewilligt worden stod, und vergleicht die Langsamkeit der Arbeiten mit der Schnelligkeit, mit welcher die Am r.kaner einen Kreuzer und ein Panzerschiff bauen, welche beide in 30 Monaten zu liefern find.
Loudon, 21. November. Au» Manilla wird gemeldet, daß zwischen den Eingeborenen und einer Abtheilung Polt« zisten ein Streit entstanden ist, wobei ein amerikanischer Polizist geiödtet und drei andere schwer verwundet wurden.
Loudon, 21. November. „Daily Mail" meldet au» Wien, daß die Möglichkeit einer neuen Allianz zwischen England und dem Dreibund tu Wien erörtert werde. Journale, deren Beziehungen zum Auswärtigen Amte 6t* kaunt find, erklären, daß da» österreichische Ministerium de» Auswärtigen der neuen Grupptrung sympathisch gegenüber« strhe. Man erkennt jedoch an, daß Karser Wilhelm der au»« schlaggebeude Factor in dieser Angelegenheit sei.
MP.C. Durch englische Mtntsterrcden und Zeitung»« betrachtungea ist die Frage in den Vordergrund drS In* tereffeS geschoben, ob E n g l a n d neuerdings, sei es mit Deutsche land oder mit den Bereinigten Staaten von Nordamerika ein Bündniß abgeschloffen habe. Wie an» auS Wien depeschier wird, glaubt mau tu dortigen diplomatischen Kreisen ebenso wenig an den Abschluß eine» anglo-amertkanischen wie an den eine» englisch'deutscheu Bündnisse». England werde höchsten» für gewisse Eventualitäten Abkommen bald mit der einen, bald mit einer andern Macht treffen, Büudniffe aber so leicht nicht eingeheu.
MPC. Schweden Norwegen. Ein Vergleich derTtarke« Verhältnisse dieser beiden Reiche ergiebt folgende Zahlen: Da» norwegische Liuienheer umfaßt Alle» in Allem 25,000 Manu. OrganisationSmäßig sollte die Landwehr dieselbe Stärke aufweisen, allein infolge fehlender Depot» und des Mangel» au Pferden würden im Mobilmachungsfall nur ca. 18,000 Manu ausgestellt werden können. Von diesen wird ein bedeutender Thetl in den Festungen und für Depot» Verwendung finden. Gegen diese 43,000 Mann ist Schweden iw Stande, 105,000 Mann von denen 15,000 zu FestungSzweckeu abgehen, ivS Feld zu führen. Die Uebermacht Schweden» tritt noch deutlicher zu Tage, wenn man die Specialwaffeu betrachtet. Gegen 16 norwegifche Schwadronen Savallerte hat Schweden 40 Schwadronen- gegen 18 norwegische Batterien hat Schweden 38. Dazu kommt, daß die Ausbildung der schwedischen Offiziere im Felddtenst eine beffere ist, als die der norwegischen. — Was die Marine andetrifft, so ist Norwegen ebenfalls unterlegen. Norwegen besitzt zwei moderne Panzerschiffe, zwei weitere sollen jetzt gebaut werden,- Schweden hat sechs Panzerschiffe, dazu zwei im Bau, Norwegen hat vier Monitor», weben ebenfalls vier, dazu noch neun ältere Pavzerboote 3. Klaffe, Norwegen hat drei erstklassige und acht zweitklassige Kanonenboote, Schweden neun erstklassige. An Torpedobooten besitzt Norwegen sechk erster Klaffe, fünfzehn zweiter Klaffe und einen Torprdojäger, Schweden zehn erster Klaffe, neun zweiter Klaffe und drei Torpedokreuzer. Daß eine Kriegserklärung von Seiten Norwegen» an Schweden jemals erfolgen sollte, halten wir nach dem ganzen Sharacter des norwegischen Volke», deffeu Gemüther zwar sehr leicht erhitzt werden, aber einem Kriege durchaus abgeneigt sind, für völlig ausgeschloffeu. Ander» steht die Sache in Schweden. Es ist nicht unmöglich, daß der größere Bruder den sich gelegentlich angemaßten Vortritt, den der jüngere unter der Einwendung „Gleiches Recht" jetzt nicht wehr zugeben will, einst mit den Waffen zu erkämpfen versuchen wird.
Spanien und Nordamerika. Die Friedensverhandlungen in Part» ziehen sich so sehr tu die Länge, daß die öffentliche Antheiluahme an ihnen in den Bereintgteu Staaten fast ganz geschwunden ist. Im Allgemeinen nimmt man an, daß Spanien sich schließlich den amerikanischen Forderungen fügen wird. Wenn auch mitunter eine Wiederaufnahme der Feindseligketten naheliegend scheint — soeben find Befehle er« theilt, die Arbeiten auf allen Schiffen, die auf der Charleston Schiffswerft einer Ausbefferung unterzogen werden, möglichst zu beschleunigen, so ist jene Möglichkeit doch höchst unwahrscheinlich. Dir jüngste spanische Forderung, die Bedeutung der Faffang des Protokolls über die Philippinen schiedsgerichtlich feststellen zu laffen, hält man in den Bereinigten Staaten nur für ein Mittel, Zett zu gewinnen, in der Hoffnung, kö wöge sich mittlerwette Etwa» ereignen, was die Vereinigten Staaten milder stimmen würde. In amtlichen Washingtoner Kreisen glaubt mau fest, daß die Commtffäre ihre Aufgabe bis zum Schluß des Jahres beendigt, und der Senat in der nächsten Tagung des CongreffeS den Friedensvertrag genehmigen wird. — Es ist jetzt bestimmt, daß die Bereinigten Staaten die Verwaltung von ganz Euba am 1. Januar übernehmen. Das Erste, wofür sie zu sorgen haben werden, ist, die Weiterverbreituug de» gelben Fiebers in Cuba zu verhüten. Der Marine Hospitaldienst wird einen Cordon um Cuba ziehen und jedes Schiff wird vor seiner Abfahrt desivfieirt werden. Auch find Pläne zur gesuudheit« Uchen Beaufsichtigung der Insel entworfen worden. Auf Portorico sollen an Anarchie grenzende ungeordnete Zn- ttäude herrschen. Auch hat die Aufführung der amerikanischen Truppen zu Klagen Anlaß gegeben. (!) Das Cabinet in Washington befahl daher dem General Brooke, die Thatsachen zu untersuchen. — Die Eingeborenen in Manila zeigen sich gelegentlich als recht aufsässige Leute. Als sich jüngst die amerikanische Polizei nächtlich in einen unbedeutenden Streit mischte, griffen die drei bethriligtev Eingeborenen die Polizisten an, tödteten einen Sergeanten und verwundeten drei andere Amerikaner- auch einer der Eingeborenen wurde getödtet, die beiden anderen verhaftet. So dürften die Philippinen, wo jetzt Jlo-Jlo in die Gewalt der Aufständischen gelangt sein soll, den Amerikanern noch Mancherlei zu schaffen geben. — Ucbrigens hat in den Bereinigten Staaten selber der Sieg der R publtkaner bet den jüngsten Congreßwahlen die Lage bedeutend geklärt. Die Geschäfte beleben sich im ganzen Laude
und das Kapital zeigt neues Vertrauen infolge der befferen politischen Aussichten. T. R.
Amerika. Die feit Chamberlain» Rede in Manchester wieder auf die Tagesordnung gelangte Frage nach dem Bestehen eines „angelsächsischen ZwetbundeS" wird in einer eingegebeneu Mittheiluug au» Washington berührt. Der dortige Berichterstatter des „New-York Herald" erklärt die Meldung, Chamberlain habe einen Vertragsentwurf mit nach England genommen, für unbegründet. Der Gewährsmann fügt hinzu, er sei von zuständiger Sette zu der Erklärung ermächtigt, daß da» englisch-amerikanische Einvernehmen — von dem man mit gutem Grund aunehmen dürfe, daß es in breiten Gruudzügen bestehe — da» Stadium des Vertragsschluffes noch nicht erreicht habe. Alles, wa» bisher in dieser Richtung geschehen, sei, daß die Leiter der beiden Regierungen dahin gelangt seien, avzuerkenneu, daß die Jutereffen der beiden Länder in großem Maß identisch seien und daß die Ziele, welche beide Länder verfolgen, durch überetnstimmende» Wirken erreicht werden könnten.
Coeate» mm» provinziell«».
Vietze«, 22. November 1898.
• • Kirchliche Dienstnachrichten. Seine Röntgt. Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht, am 16. November den von Seiner Durchlaucht dem Fürsten zu Y ruburg und Büdinzeu auf die evangelische Pfarrstelle zu Over-Mockstadt, Decauat Büdingen, präseutirren Pfarrverwalter Adolf Kalb« Henn zu Lampertheim für diese Stelle zu bestätigen.
Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 5. October den Mitgliedern der Freiwilligen Corneliu» Hryl'jchen Feuerwehr zu Worm», Fabrikbeamten Jacob Forster und Jacob Stapf.
• • Stadttheater. Auswärtige Theaterfreunde seien schon heute darauf aufmerksam gemacht, daß im Gießener Stadt- theater om kommenden Sonntag den 27 d». Mi»., Nachmittag» 4 Uhr da» erfolgreiche Lustspiel „Im weißen Rößl" zum 7. Male aafgrsühit wird.
• * Sonderzug nach Darmstadt. Freitag den 25. No- vember geht ein Sonderzug nach Darmstadt:
Gießen ab 766 vormittags.
. Friedberg „ 824 „
Darmstadt an 93B „
Für diesen Sonderzug wird sür Gesellschaften von mindesten» 30 Personen eine Fahrpreisermäßigung von 50 PC. des einfachen Persooenzugpreise» gewährt und zwar sowohl für die Hin- und Rückfahrt al» auch für die einfache Fahrt bi» Darmstadt. Für andere Züge werden ab Gießen und Friedberg an diesem Tage Fahrpreisermäßigungen nicht gewährt. Anträge find an die BtationSvorstände zu Gießen bezw. Friedberg zu richten. Um pünktliche Beförderung de» Zuge» zu erreichen, können die Fahrkarten bereit» am Tage vorher gelöst werden, spätestens Vs Stunde vor Abgang des Zuges muß Lösung erfolgt sein.
* * Glaferarbeit. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurde an einem Hause in der Neustadt eine Fruster« scheibe eiugeschlagrn, und in der darauffolgenden Nacht eine GaSlaterne ia der Ludwigstraße zertrümmert. Im ersteren Falle wurde der Scribent Heinrich Sonntag und in letzterem der Ctgarrenfabrtkaut Karl Bischoff von hier als Thäter ermittelt und wegen Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht.
♦f Der Landesverband hessischer Fenerwehren hielt am vergangenen Sonntag in Frankfurt a. M. seine alljährliche Abgeordneteu-Bersammlung. ES waren anwesend: Die AuS- schußmitzlieder Prickrn Mainz, Vorsitzender- Keller-Mainz, stellvertretender Vorsitzender- Betzberger Nidda, Schriftführer- Müller-Offeubach- Fischer-Darmstadt- ZchulSkl-Kl.-Steinhetm- Pterot Groß Umstadt- Feller-Lollar- Damm-Friedberg-G ail- Gießen- Mayer Over-Jngelheim- Mollec-Wöllsteio. Ber- treten waren 53 Wehren, darunter aus Oderheffen Alsfeld, Sfferiheim, Bad-Nauheim, Büdingen, Butzbach, Friedberg, Gießen Freiw. städt. und Freiw. Gail'sche, Hungen, Lauterbach, Lollar, Nidda, Orteuberg, Rockenberg, Rodheim, Schotten, Vilbel. Der Vorsitzende de» Landes Ausschusses, Branddirektor Pricken au» Mainz, eröffnete die Bersamm- lung durch ein auf den hohen Protektor der hessischen Feuerwehren, Se. König!. Hoheit den Großherzog auSgebrachte» Hoch. Ferner gedachte er de» verstorbenen Herrn Geh. Rath Hechler, früheren Vorsitzenden der BcaudverstcherungS« kammer, der der Feuerwehr stet» ein treuer Freund, Be- rather und Förderer gewesen- zum Zeichen dankbarer Er- inverung erhob sich die Versammlung von den Sitzen. — Der Bestand der freiwilligen Feuerwehren hat sich im vergangenen Jahre unwesentlich geändert, in Schwippenhausen (Rhein- hefleu) und Niederohmen (Oberhrffen) Haden sich die Pflicht« seuerwehren als sreiwtllige orgauistrt. — In seinem Bericht bezeichuete e» der Vorsitzende für rmpfehlrußwerth, wenn der nunmehr erschienene ausführliche Bericht über den 15. deutschen Feuerwehrtag in Charlottenburg, der viel Wiffenswerthe» über daS Feuerlöschwesen enthalte, für die Commandanten der Feuerwehren bezogen würde. — Den Anschluß der hessischen Feuerwehren an einen internationalen Feuerwehr- congreß hat der LandeSauSschuß in der Erwägung, daß daraus ein Bortheil für das deutsche Löschwesen im Allgemeinen nicht erwachse, finanziell sogar ein Opfer von jährlich ca. 1200 Mk. erheische, die zweckdienlicher verwendet werden können, abgelehnt, womit fich die Versammlung einverstanden erklärt. — Nach dem von Herrn Fischer-Darmstadt er« flatterten Berichte über die Aachen-Münchener Feuerwehr-Unterst ützungskasse, die ein vermögensfland von 2967 Mk. 78 Pfg. ausweist, beliefen fich die Einnahmen auf 305 Mk. 85 Pfg., die Ausgaben (hauptsächlich für Ua- terstützuugen an Mitglieder der Feuerwehren zu Worms, Weisenau und Lollar) auf 202 Mk. 32 Pfg. — Ueber einen
Antrag, ber auf Beschluß fctS Ob-rhesfischrn Feuerwehrtage» in Nidda auf die Tage»ordnuug gesetzt worden: „Der Landesverband wolle veraulaffen, daß die bet Bränden und Hebungen verunglückten oder in deren Folge erkrankten Feuerwehrleute von der Landes Feuerlöschkaffe voll entschädigt, und die O ts« krankenkaffen bezw. Fabrikkrankeukaffen ntcht in Mitleidenschaft gezogen werden, wie solche» seither der Fall", wurde nach längerer Besprechung zur Tagesordnung übergegangen in der Erwägung, daß au» Annahme de» Anträge» denen, in deren Interesse er gestellt, nicht gedient wrrde. Bon der Landes« brandkaffe werden bet Hebungen und Bränden verunglückte oder in Folge davon erkraukie Feuerwehrleute nach Maßgabe ihres TageSarbeitsverdienste» entschädigt, ohne Rücksicht darauf, ob fie gegen Arbeitsunfähigkeit sonst verftcherr find. Es müsse zunächst abgewartet werden, wa» die Brandverficherungskammer dazu sage, tomn fie fich mit einem Falle im Sinne de» Anträge» zu beschäftigen habe- nach Anficht verschiedener Redner dürfe die Kcanken- Verficheruvg ebenso wenig wie private Versicherung (Unfallversicherung) von Einfluß auf die au» der Braudverficher- ung-kaffe gewährte Unterstützung sein. Weiter wurde auch die Ansicht bmreten, daß fich, nachdem der für bezeichnete Zwecke vorhandene Fond» den Betrag von 100,000 Mk. überschritten habe, feste Uuterfiützungsaormen finden ließen. — Der folgende Antrag: Der Landesverband wolle bet Großh. Regierung die nähere Präzisirung de» Art. 11, Absatz 2 der Lande»feuerlöschorduug beantragen, wurde von dem Vertreter der Freiw. Feuerwehr Nidda eingehend mottvlrt. Referent brzrichnet es al» ungerecht, daß Personen vom Dienst in der Pfl'chtfeuerwehr lediglich desha'b entbunden werden, wett sic, oft ohne Grund, angeben, öffentliche verrrftpflichten erfüllen zu müssen. Es fördere die Disziplin und Dienstfreudigkeit tu der Feuerwehr nicht, wenn solche Personen, die kö'p rltch zmn Dienst tu der Pflichtfeuerwehr befähigt seien, bet Hebungen und Bränden den Zuschauer spielten, oder gar fich noch über die Feuerwehr lustig machten- Arzt, Apotheker, Militär» seien selbstverständlich vom Dienste zu befreien, nicht »der Rechtsanwälte, Bollziehungsbeamte, Lehrer und nicht im äußeren Dienst beschäftigte Bahnbeamte. Der Antrag wurde zurückgestellt, nachdem empfohlen worden, daß Wahrnehmrngra tn der vom Referenten dargelegten Art zur Senntniß ter competeuten Behörden gebracht werden möchten- ferner wurde der Lande-auSfchuß ersucht, auch seinerseits auf Ettheillichkrtt in der Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen hinzu- arbeiten. — Der Antrag derselben Feuerwehr: Erhöhung der BtttragSpfltcht der BrrfichernngSgesellschaften auf etwa 4 pCt. und Wegfall aller Uaterflützungen Setten» der Berficheruvgsgestllschaften an Feuerwehren zur Aufbesserung der Löschgeräihr, wurde zurückgezogen, da em ähnlicher Antrag dem Ministertum bereits Seiten» de» Landesausschuffe» unterbreitet worden ist. — Die freiw. Feuerwehr Büdirrgetr hat beantragt: Die Abgeordneten-Bersammlun- möje be« schließen, bet hoher Regierung vorstellig zu werden, daß die 15jährige Dienstzeit fetten» de» Staate- ausgezeichnet und die 25jährige Dienstauszeichnung durch eine Medaille ersetzt werde. Der Antrag wurde damit begründet, daß die Auszeichnung für 15jährige Dienstzeit, weil Sache der Gemeinden, nicht überall verliehen werde. Aur-etchnuvgcn seien aber zur Förderung der Dienstfreudigkeit durchaus augebracht. Die Auszeichnung für 25jahrige Dienstzeit aber bleibe ihrer eigenartigen Form wegen unbeachtet. Der Antrag fand keine Unterstützung- man war der richtigen Ansicht, daß kein Manu der Dienstauszeichnung wegen in eine freiw. Feuerwehr eintrete, sondern zum Eintritt veranlaßt werde eingedenk de» Spruche»- „Einer für Alle, Alle sür Einen, Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr". Die 25jährige Dienstauszeichnung sei eine Stiftung deS hochseltgen Großherzogs Ludwig IV., der Dank gegen den hochherzigen Stifter gebiete, daß diese Auszetchnung auch ferner getragen werde. Der Antrag wurde hierauf zurückgezogen. — Bet der Einweihung des DeukmaiS Großherzog» Ludwig IV. am 25. d. M. werden auch die hessischen Feuerwehren durch den LandeS-Ausschntz und Deputationen tn Stärke von ca. 150 Mann vertreten fern.
Friedberg, 21. Nov mder. Letzten Samstag Abend verunglückte im hiesigen Bahnhöfe ein Streckenarbettrr au» Bruchentrrückrn. Ai» er nach Beendigung seiner Arbeit sich tu den Bahnhof zur Heimreise begeben wollte, sah er plötzlich etnen Güterzug auf sich zukommen. Er wollte aus dem Weg fpriugeu, bltcb aber mit dem linken Stiefelabsatz in einem sogen. Herzstück der Schienen hängen und der Zag fuhr über setncn Fuß. Außer einer Zermalmung de» linken Vorderfüße» erlitt er dabet zwei Hautwunden auf dem behaarten Kopf. In» hiefige Ho»pital verbracht, wurde ihm sofort der Fuß abgeuommen mit Erhaltung der Ferse. Er befindet fich jetzt leidlich gut. — In der Nacht von Samstag auf Sonntag v eruuglückte auf der Zuckerfabr.k der Ar- beiter Schenrig, al» er eine im Gange befindliche Maschine putzen wollte. Sein rechter Arm wurde von der Maschine erfaßr und zermalmt. Oberh. Anz.
Reckarhaufm, 20. November. Die Weltfirwa Holzmana & Co. tn Frankfurt a. M. hat fich hier ausäsfig gemacht, um die Steinindustrie im Großen zu betreiben. Ueber 50 Arbeiter find schon eingestellt und eine Rollbahn mit Dampfbetrieb faucht bereits uuabläsfig am Südfuße des SchloßbergtS vom Bahnhof nach den Lauzeubacher Steiu- brüchen. Das gewonnene Steinmatertal wird zunächst für die Karlsruher Hafenbauten verfrachtet. Im kommenden Frühjahre soll der Betrieb und zwkckentsprechend auch der hiefige Bahnhof bedeutende Erweiterung erfahren. So wird dem prächtigen vteinmaterial hierorts endlich auch die verdiente Würdigung zu Thetl.
Ruppertsburg, 19. November. Nachdem tn unserer Gemarkung vorgruommene Schürfungen zur Ermittelung von Eisenstein ein sehr günstige» Resultat ergeben haben, beab« fichtigt eine Firma aus Dortmund, demnächst hier au»ge- dehnten Bergwerks«Betrieb zu eröffnen. Die Firma steht bereits mit der Gemeinde in Unterhandlung wegen Erwerb» des in Frage kommenden Gelände». Die Verwirklichung bt>
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Vor 28 Jahren bem beuifchcn Reiche in MMcher Bes denkwürdigen Brief meldete, er Habe sich Mi bie Ausübung Staaten mit btr Füh verimdrn werbe,
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