Bekämpfung der Sozialdemokratie aufgefordert werden. In der Erwartung, daß dies auch befolgt wird, hat die Central« leituog der nationalliberaleu Partei ihrerseits besondere Der« aulafsnvg genommen, die Gesinnungsgenossen tu solchen Wahlkreisen, wo das Centrum mit der Sozialdemokratie in der Stichwahl sich befindet, zur entschloffenen Unterstützung der CentruwScaudidatev aufzuforderu. Hiernach darf angenommen werden, daß die Nationalliberalen in Köln, Düffeldorf, Bielefeld, Höchst a. M., Mainz, Würzburg und Kronach zu Gunsten der CentrumScandidaten in der Stichwahl den Ausschlag geben. Dagegen werden, wie andrerseits fich erwarten läßt, in Dortmund, Solingen, München I, Speier, Eßlingen, Tübingen, Mannheim, Karlsruhe und Pforzheim die CentrumS- wähler eß an der nöthigen Unterstützung für die Candidaten der liberalen Mittelpartei nicht fehlen laffen. Hat diese verständige Uebereiukunft hinreichenden Erfolg, so dürfen Centrum nab nationalliberale Partei für sich in Anspruch nehmen, den Sozialdemokraten drei weitere Wahlkreise (Solingen, Dortmund, München I) entrissen zu haben, nachdem es durch das Zusammengehen in Straßburg und Reicheubach-Neurode bereits gelungen ist, zwei Wahlkreise den Sozialdemokraten im ersten Wahlgange abzunehmen, und jedenfalls bleibt auch in den übrigen, oben genannten, von der Sozialdemokratie bedrängten Kreisen der bürgerliche Besitzstand erhalten.
— Bersicherungsgesetzgebung. Die Meldungen über Einzelheiten aus dem Eutwurf betreffs Revtf^n der JnvaliditätS- und Altersversicherung dürfen, wie offictöS bemerkt wird, nur als vorläufige Mittheilungen aufgrfaßt werden. ES ist selbstverständlich, daß bei dem gegenwärtigen Stande der bezüglichen Vorarbeiten die endgiltige Feststellung des Inhalts der Vorlage noch nicht erfolgt ist. Fest steht gegenwärtig nur, daß die Vorlage dem Reichstage in der nächsten Tagung unterbreitet werden, daß fie eine ganze Anzahl von Aendrrnngen bestehender Bestimmungen bringen und in ihrem Aeußern demnach dem Entwürfe gleichen wird, welcher in der vorletzten Tagung den Reichstag beschäftigt hat, von diesem aber nicht über die erste Lesung gefördert wurde.
Hanau, 21. Juni. Auf sämmtlichen Baustellen find die Zimmergesellen heute Morgen in den Strike getreten, da die Arbeitgeber den vorgelegten Lohntarif (zehnstündige Arbeitszeit und 40 Pfg. Stuvdenlohn) nicht bewilligten.
Elbing, 21. Juni. Der Norddeutsche Lloyd bestellte bei der Schtchau-Werft einen Schnell-Passagter-Dampfer für die New Aorker Fahrt. Der Dampfer soll, wie die „ölbinger Ztg." meldet, ein Deplacement von 20 000 Tonnen erhalten und noch bedeutend größer werden als der Dampfer Kaiser Friedrich. DaS neue Schiff soll im Jahre 1900 fertig werden und den voraussichtlich großen Personenverkehr zwischen New« York nnd der Pariser Weltausstellung vermitteln.
Karlsruhe, 21. Juni. Die Zweite Kammer des Landtages beschäftigte fich heute in mehrstündiger Debatte mit dem socialistischen Anträge auf Einführung von Unter- Fabrikinspectoren in den größeren Judustriebezirken, denen auch die Ueberwachung der Gewerbe der Handelsbetriebe und der Hausindustrie unterliegen sollen, sowie auf Anstellung weiblicher Fabrikinspectoren und Wahl der für die Erweiterung der Fabrikinspeetion benöthigteu Beamten direct durch die Arbeiter. Auf den Antrag der Commisfion wurde in den Antrag auf Ausdehnung der Fabrik-Jnspection auf Handel und Hausindustrie nicht eingetreten, weil der Landtag hierfür nicht zuständig ist. Angenommen wurden dagegen die Anträge auf Einführung von Unter-Fabrikinspectoren, auf Anstellung zweier weiblicher-Juspection»- Aisiftentinneu und auf Anerkennung des Vorschlagsrechtes der Arbeiterschaft für nicht akademisch gebildete Beamten der Fabrikiuspection.
Deutsch-öylau, 21. Juni. Bei einer heute Vormittag hier erfolgten Truppenschau durch den commandirendeu General v. Lentze fiel plötzlich ein scharfer Schuß, der den General« Major v. Rabe in den Unterschenkel traf und diesen zerschmetterte sowie das Pserd des Generalmajors tödtete. Ueber den Vorfall, der hier große Aufregung verursacht, ist eine eingehende Untersuchung eingelettet.
An-Ur«d.
Lemberg, 21. Juni. Wie au» Prag gemeldet wird, wurde von der Polizei-Direction dem General Komorow verboten, dort seine Generalsuniform zu tragen.
Rom, 21. Juni. Sonnino wurde gestern wiederum in den Qutrinal berufen. ES heißt, daß Visconti Benosta für den Fall, daß Sonnino die CabinetSbildung übernimmt, wieder das Portefeuille des Aeußern übernimmt.
Paris, 21. Juni. Der Gemeinderath nahm eine Resolution aa, tu welcher die Regierung ersucht wird, alle Hinrichtungen in Zukunft innerhalb der Gefängnisse und nicht mehr auf öffentlichen Plätzen vorzunehmen.
Loudon, 21. Juni. Wie aus Madrid gemeldet wird, erhielt die Regierung die Nachricht, General Augustin werde mit den Befehlshabern der europäischen Kriegsschiffe die Besetzung Manilas vereinbaren, da die Stadt bis zur Ankunst der amerikanischen Truppen nicht Stand halten könne.
London, 21. Juni. Auf den Marschall Blanco hat rin Freiwilliger Namens Salva geschaffen. Der Marschall wurde leicht am Bein verletzt. Salva ist verhaftet und wird erschoffeu. Die Menge rief bei seiner Verhaftung: Nieder mit Blanco, hoch Wrhler.
Konstantinopel, 21. Juni. Zwischen Rußland, Frankreich, England und Italien wurde ein Einvernehmen erzielt bezüglich der provischen Verwaltung Kreta». Die Pforte ist verständigt worden, daß ein Comits der kreteufischen Nationalversammlung unter Obrraufficht der Admirale die Verwaltung der Jasel demnächst übernehmen werde.
Rew dort, 21. Joni. Infolge der Zunahme des gelben Fiebers unter den Truppen des Admirals Sampson soll der Angriff auf Santiago beschleunigt werden. 600 Fieberkranke wurden nach Key West tranSportirt.
Rew«Vork, 21. Juni. Inmitten des kriegerischen Treibens bereitet man in Washington einen Plan vor, der gerade mit Rücksicht auf die jetzigen Zeitverhältuiffe seine politische Be- deutung besitzt. Der SenatSauSschuß zur Borberathuug des Nicaragua-Canal«Plaue» nahm einen Bericht über die Canalbauvorlage an, welcher von den bisherigen Plänen stark abweicht. Die Vorlage bestimmt im Wesentlichen, daß der Canalbau durch die Bereinigten Staaten ausgeführt und daß da» ganze Baugeld von den Vereinigten Staaten übernommen werden soll. Letztere sollen fich also das alleinige Besitzrecht de» durch Mittelamerika zu legenden nächsten WafferwegeS zwischen dem Atlantischen und dem Stillen Meere sichern. Auch dies ist wieder ein Schritt znr Verwirklichung des Satzes: „Amerika für die Amerikaner."
Localer und provinzieller.
Gießen, 22. Juni 1898.
** Höheres Lehramt. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 15. Juni den von Seiner Durchlaucht dem Herrn Fürsten zu Isenburg- Birstein präsentirten LehramtSaffefforvr. Jacob Dingeld eh und den LehramtSaffeffor Dr. Wilhelm HeräuS, beide zu Offenbach, zu Lehrern am Gymnasium und der Realschule daselbst zu ernennen.
*• A uszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 11. Juni der Pflegerin de» Alice-Fraurn-DereiuS Fräulein Bertha Schneider, Pflegerin des Zweigvereins Mainz, das DienstauSzeichnungSkreuz für Krankenpflege (in Gold) Allergnädigst verliehen.
** S erichtßperfonalien. Ernannt wurden: Am 16. Juni der Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Fürth Theodor Wa aS zum Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Lorsch, der Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Ulrichstein Friedrich »leyensteuber zum Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Seligenstadt, der Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Oppen« heim Johannes Schäfer zum Hilfsgerichtsschreiber am Amtsgericht Mainz, die Gerichtsschreiber - Aspiranten : Georg Neunobel tu Hirschhorn, Heinrich Dilling in Darmstadt, Ernst Weisel in Hungen, Franz Jacob Zahn in Lauterbach, Johann Jacob Ambach und Georg Friedr. Schmuck, beide in Mainz, Carl Keil manu in Darmstadt und Johannes Weitzel in Worms zu HilfSgerichtSfchreibern bei den Amtsgerichten Darmstadt II, Fürth, Gießen, Ulrichstein, Mainz, Oppenheim und WormS, sowie die GerichtSschreiber« Aspiranten Heinrich Thoma» in Seligenstadt, Emil Nie» in Grünberg und Philipp Benz in Offenbach zu zweiten TtaatSanwaltrgehilfen an den Landgerichten der Provinzen Starkenburg, Oberheffen und Rheinhefien, alle auf Widerruf.
** v ewerbeaufficht. Da» am 20. Juni auSgegebeue Großh. Regierungsblatt enthält: Die Verordnung, die Gewerbeaufficht betreffend. Dieselbe lautet:
Mit Allerhöchster Ermächtigung Tr. König!. Hoheit de« Großherzogs wird, unter Aufhebung der Verordnung vom 22. September 1894, die Fabrikaufficht betreffend (Regierungsblatt Nr. 28), mit Wirkung vom 1. Juli d. I. daS Folgende bestimmt:
§ 1. DaS Großherzogthum wird in vier Aufsicht»- bezirke eingetheilt, welche nachstehende amtliche Benennungen führen:
Gewerbeiuspection Darmstadt, n Offenbach,
„ Gießen,
,, Mainz.
§ 2. Die Gewerbeinspection Darmstadt nmfaßt die Provinz Starkenburg mit Ausnahme des Kreises Offenbach, die Gewerbeinspection Offenbach umfaßt den Kreis Offenbach, die Gewerbeinspection Gießen umfaßt die Provinz Oderheffen, die Gewerbeinspection Mainz umfaßt die Provinz Rheinhessen.
§ 3. Jeder Gewerbeinspection steht ein Gewerbetnspector vor. Der Gewerbeinspection Darmstadt wird ein Assistent beigegebeu. Nach Bedürfuiß können auch den übrigen Ge- werbeinspecioren Assistenten beigegeben werden. Für die Dienstobliegenheiten der Gewerbeinspectoren und ihrer Assistenten ist bis auf Weiteres die Jnllructiou für den Fabrik« inspector vom 22. April 1879 in der Fassung des Miuisterial- Erlaffes vom 3. Mat 1892, sowie die wettere Dienstanweisung für die GewerbeaufstchtSbeamten vom 26. September 1894 maßgebend.
§ 4. Den Gewerbeinspectoren für die ÄuffichtSbezirke Offenbach und Mainz wird außerdem je eine Assistentin beigegeben, deren Aufgabe eS ist, vornehmlich diejenigen der Gewerbeaufficht unterstellten Betriebe, neben den Aufsichtsbeamten, zu besuchen, in welchen Arbeiterinnen in erheblicher Zahl beschäftigt werden. Die Asfistentinnen haben selbstständige Anordnungen nicht zu treffen, sondern über ihre Wahrnehmungen dem zuständigen AuffichtSbeamten regelmäßig Berichte zu erstatten. Im Uebrigen bleibt Vorbehalten, die Obliegenheiten der Asfistentinnen durch besondere Dienstanweisung zu regeln.
§ 5. Die GewerbeaufstchtSbeamten unterstehen bis auf Weiteres unmittelbar dem unterzeichneten Ministerium. Demselben steht eS auch zu, die ersorderlichen Anordnungen wegen Vertretung verhinderter Beamter zu erlaffrn.
§ 6. Der Amtsbereich der Gewerbeinspectoren erstreckt fich regelmäßig auf alle Geschäfte de» AuffichtSbeamten in dem Bezirke, für welchen fie ernannt find. ES kann jedoch durch daS unterzeichnete Ministerium angeordnet werden, daß eine bestimmte Art von Geschäften ohne Rücksicht auf die Bezirkszugehörigkeit einem Beamten ausschließlich übertragen oder daß die Geschäfte in anderer Weise, als nach den Auf- fichtSbeztrken unter mehrere Beamte vertheilt werden.
§ 7. Dem unterzeichneten Ministerium steht eS zu, den Gewerbeinspectoren auch andere, als dir ihnen nach der Gewerbeordnung obliegenden Geschäfte der gewerbepolizeilichen Aufficht zu übertragen.
§ 8. Die Gewerbeinspectoren führen die ihnen verliehenen Dienstfiegel.
§ 9. In Betreff der Tagegelder und Reisekosten ver« bleibt e» bei den Bestimmungen der Großh. Verordnung vom 9. September 1879. Die Asfistenten werden in Beziehung auf Tagegelder und Reisekosten in die Klaffe § 3 Ziffer 5 die Assistentinnen in die Klaffe § 3 Ziffer 7 der erwähnten Verordnung eingereiht.
Darmstadt, den 15. Juni 1898.
Großherzogliche» Ministerium de» Innern.
Finger. vr. Wagner.
•• Ko schat Soueert. Wir haben wiederholt in unseren Spalten auf da» in Aussicht stehende Coucert des Com« ponisten Thomas Koschat hiugewtesen. Heute können wir Definitive» mittheilen. Da» Concert findet bestimmt am Donnerstag den 30. Juni, Abends um 8 Uhr, in Stein» Garten statt. Weitere» bringen wir in den allernächsten Tagen im Jnseratentheil.
•* Bo rttag. Auf den Vortrag de» Herrn Welko- borSky im kaufmännischen Berein»hause über Acetylen, al» — wie un» berichtigend mitgrtheilt wird — „höchst aus- fichtSvolle Zukunstsbeleuchtung" machen wir hiermit noch rin« mal besonders aufmerksam.
•• Se verbeschuliofpeetor. Wie wir von zuverlässiger Seite vernehmen, ist die neugeschaffene Stelle eines Ge« werbeschulinspector» (zur regelmäßigen Vifitativn aller ge« werblichen Fortbildungsschulen des Landes, soweit fie mit der > Centralftelle für die Gewerbe in Verbindung stehen, Herrn Hauptlehrer Mayer' an der erweiterten Handwerker« schule in Nidda übertragen worden, der als sehr tüchtiger Fachmann im Gewerbeschulwesen gilt. Um die Stelle war» viele Bewerbungen au» unserem und den benachbarten Ländern eingelaufen.
♦* Li ehansstellung. Für die am 16. und 17. Juli hirr iu Gießen stattfindende BerbandS-AuSstelluog von Vogelsberger Rindvieh fiad über 300 Ausstellung»- thiere, worunter 80 Bullen, angemrldet, während bei ter landwirthschaftlicheu Ausstellung im Jahre 1895 nur etwa» über 100 Thiere dieser Rindviehraffe hier vertreten waren. Der Vergleich der Zuchtleistungen in den verschiedenen vr- zirken de» Verbandsgebiete» wird fich bei einer so großen Zahl von AuSstellungrthteren zu einem sehr interrstanten gestalten und da» Zuchtgebiet des genannten Höheosäsiagr» scheint fich noch immer auSzudehuen, da dem Vernehmen nach sowohl im Kreise Fulda, al» auch im Ober-Westerwald Kre it diese Zuchtrichtung eingesührt wird. — Für die mit der BerbandSauSstellung verbundene Lotterie ist nun auch dir Genehmigung der Königlich preußischen Regierung zum Btr- triebe der Loose in den Kreisen Wetzlar, Marburg, Kirchham, Biedenkopf und Dillenburg eingetroffen.
Versammlung. Vom 28. Juni bi» 2. Juli tagt li Nürnberg die 38. Jahresversammlung des Deutscher- Verein» von GaS« und Wasserfachmännern. Dit Vorträge handeln über Oefen mit geneigten Retorten, übn Wafferbeleuchtung, «cetylenbeleuchtung, electrische Beleuchtuig. den Dieselmotor u. a. m. Unser städtische» GaS- nnl Wasserwerk wird durch Herrn Director Bergen ver« treten sein.
*• 15 . Deutscher Feuervehrtag. Seine Köutgl. Hohen Prinz Friedrich Heinrich von Preußen hat dal Protectorat über den vom 9. bi» 12. Juli ds». IS. 'i Charlottenbürg stattfindenden 15. deutschen Feuer« wehrtag übernommen- Die Ausstellung des 15. Allge« weinen deutschen Feuerwehrtages wird, wie sich jetzt schot übersehen läßt, außerordentlich reichhaltig beschickt werden- Von Seiten fast aller ersten Firmen der einschlägigen Brarnte liegen bereits Meldungen vor. Sämmtliche ausgestellt! Apparate und Materialien gelangen zur Prüfung. Besonder« intereffant versprechen die Brandproben zu werden, welche in einem bisher noch nicht geübten Umfange stattfiader werden.
*♦ Da» Feldbergsest hat auch am Sonntag wieder sein- unverwüstliche Anziehungskraft bewährt. Schon ao> , Samstag Abend hatte die Crovberger Bahn zahllose Hu»- ! flügler nach Cronberg befördert, von wo aus der eigeoarch reizvolle Aufstieg im unsicheren Schein zahlreicher Lampion« angetreten wurde. Auch der kurz nach 4 Uhr von Franksnr abgehende Sonderzug war bereits stark besetzt und die erst» fahrplanmäßigen Frühzüge waren trotz ihrer respektabler Länge geradezu überfüllt. Der Himmel war am Morgt: ziemlich bedeckt, ein paar Helle Streifen und die gelegeotliä durchbrechende Sonne ließen jedoch die Hoffnung berechtig: erscheinen, daß der Himmel ein Einsehen haben und den Ver lauf de» Feste» nicht stören werde. Allerdings — der 8ü" könig hatte eine dichte Nebelkappe auf und der Feldberg ver« ■ schwand so vollständig in einer Regenwolke, daß von Croo berg aus auch nicht eine Spur von ihm zu entdecken war Ausflügler sind nun aber einmal in Wetterangelegenhritr: unverwüstliche Optimisten und so rief der Eine dem Ander«: । die frohe Hoffnung zu, daß es schon bester werden würd' - bis man hinauf käme — die höher steigende Sonne wen mit Nebel und Wolken schon aufräumen. Aber je höher M- Ausflügler kamen, desto schlechter wurde dar Wetter, vereid am Bergschlag hinter Falkenftetn wurde der naßkalte, 8‘ legentltch mit Regen untermischte Nebel recht unangenehr fühlbar und nun kam man in immer dichter werdende Neve. ‘ masten hinein, die jeden Ausblick hemmten. Und al» ®ö • endlich auf dem Gipfel angekomwen war, da ließen fich ■ Feldberghäuser erst undeutlich wahrnehmen, nachdem e®' ihnen auf zehn Schritte nahegekornmen war. Dabet machte- fich der regenschwere Nebel und die empfindliche, durch etof' । heftigen Nordwest verstärkte Kühle so sehr bemerkbar, Mi der Aufenthalt tm Freien geradezu unmöglich wurde. $'• Häuser und die Hütten — die letzteren allerdings nur toi’’ weit, als fie gegen Wind und Wetter nothdürftigen boten — waren über füllt und recht Viele entschloss» P 1 wieder zum Abstieg, ohne auch nur einen Bisten geuofski
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m Deutsche t fanb In Mainz t ba deutschen 0 Angelegenheiten de gegenständ der Ta band-organ» „^ai funailuag nach ein, jfD RrdacllontanSs SeverbrgerichtS au Glossen, daß Stut anllN stellen n verbandet, dem ge gehören, erging e 20 M auf 30 M Liberalität der grö tiuzudämmen. Von Abstand genommen iu Arnberg tagen »eise, bei weichen i ,lieber der Gewerb jiaugloseBesprechni auch dir Frage, e' gesichte und dem itobnng stattfinden zogen werden soll.
Lotzbach, 21. stattsiadrndr Obe ginnt man jetzt di< Markthalle ist au« theilt Ober-, thell, derselben wird dnr Der Vlafithmptl u kiehwarkiplatz ach lvelche» der Winh^ »erden eben die F denselben zu schließe liefe enthaltende 8 and neue» Bereinth in bringen, wird ■ r-rohallestraße 6ea: Erstellung fich in
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