Ausgabe 
23.4.1898 Zweites Blatt
 
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it 189 8/99 gemacht, die et» erfreuliche» Resultat zeigten «nd mit einem Mehr von 87 669 Mk. gegen do» Vorjahr abschließen, eine Ziffer, wie sie bisher in keinem, Jahre sich "»eben. '

Herrn Bäckermeister Jae. Horn soll die Belassung einer Rohrleitung für Abfallwäffer auf einem stLdtischen Weg gegen die übliche AnerkemmvgSgebühr gestattet werden, de»gl. wird widerruflich genehmigt da» Gesuch de» Herrn Director Sp a wer nm Erlaubnis zur Anlage eine» Kanal» nach und in der Ltebigstraße, sowie da» Gesuch de» Herrn H. W. Rinn von Heuchelheim um Erlauboiß zur Erbauung eine» Backfteiumacher- Hänschen» im Reustädterfeld.

Dem Baugesuch de» Herrn H. Kockerbeck, deffev an der Lreduerstraße projectirtes Hintergebäude gegen die Be- Stimmungen der SS 6 und 26 des Ortsbaustatut» verstößt, soll Dispensation bewilligt werden.

Da» Gesuch be» Herrn K Kling spor um Trlaubuiß zur Errichtung einer provisorischen Sorttrhalle für die Zeit einer Bauveräuderung seine» Fabrikgebäude» wird mit der Maßgabe befürwortet, daß die projectirte Halle parallel zur Rordanlage errichtet wird.

Die Mehrforderungen für Maurerarbeiten bei den Ver- Änderungen im rechtseittgen Thorhau» be» Neuenweger ThoreS werden bewilligt, da der Gesammtaufwaud immer noch im Rahmen be» Voranschlag» bleibt, be»gl. die Mehr« forderung für Aufräumung vouFluthgräben, welche zu niedrig veranschlagt gewesen.

Die Pflasterung von Gossen auf dem Friedhöfe, welche ohne Materiallieferung zu 1 Mk. pro Quadratmeter veranschlagt war, wird, da za diesem Preise ein Angebot n'cht erfolgte, dem einzigen Submittenten Hahn von Annerod zum Preise von 1,50 Mk. übertragen.

Auch hinsichtlich der Lieferung von Rollläden und der Einrichtung der GaS- und Wafferlettuug im Erweiterung»' bau de» Realgymnasiums hat sich die Bewilligung einer Mehrforderuvg im vergleich zum Voranschlag, veranlaßt durch Veränderung der betr. Arbeiten, nöthig gemacht, der die Ver­sammlung zustimmt.

Für verschiedene bauliche Herstellungen im westlichen Thorhau» am SelterSweg werden 820 Mark be­willigt.

Die Anpflanzung de» Gräberfelde» auf dem neuen Thetle de» städtischen Friedhöfe», welche» so weit belegt ist,

daß belfen Anpflanzung geboten erscheint, wirb zu Lasten be» vorhandenen Kredit» genehmigt.

Nachdem in der vorigen Versammlung ein Beschluß über die Errichtung eint» AuSsichtSthurme» auf der Hoch warte au»gesetzt worden, um Über die Möglichkeit einer Verschalung de» Treppenausgange» noch sich schlüfftg machen zu können, wurde in heutiger Versammlung nochmal» darüber berathen. Da» Stadtbauamt har sich für etue Verschalung de» Thnrme», die von Herrn Haubach mir Rücksicht auf nicht ganz schwindelfreie Besucher und Damen empfohlen worden, nicht ou»zusprechen vermocht und die» u. A. damit begründet, daß etnerseit» der Bau dadurch erheblich ver- theuert, andererseit» auch ungünstige WitteruugSverhältuiffe in wett höherem Maße den Bau schädigen würden. Die Baudeputation schloß sich dem Gutachten de» Stadtbauamte» an und beschloß dir Versammlung demgemäß. Herr Löber bemerkte, daß nach Mittheilung von Mitgliedern de» ver- schönerullgsverein» der Thurm die Bedeutung, die ihm zu- geschrieben, nicht haben werde, da besonder» die Aussicht nach der Stadt an den Nachmittagen durch die Bonne beeinträchtigt werde. Man solle den Thurm niedriger bauen und die Er- sparutß zur Errichtung eine» Thurmes auf dem Hangelstetu mit verwenden, der ihm wichtiger erscheine. Herr Ober- bflrgermeifter Guauth spricht sich für die Hochwart auS, da dieselbe bequemer zu erreichen sei- allerdings müfle der Thurm höher sein, damit man in der Richtung nach Burk« hardSfelden usw. zu einen freien Ausblick genießen könne. Herr Georgi befürchtet, daß die Höhe des Thurme» (er soll bis zur ersten Plattform 22 Meter, bi» zur obersten 28 Meter hoch werden) die Besteigung erschweren würde, er würde ebenfalls für eine geringere Höhe stimmen und den Rest de» Gelbe» zu Gunsten eines Thurmes auf dem Hange!- stein verwenden. Herr Haubach schlägt vor, au Stelle der Verschalung den Treppenaufgang bis etwa Schulterhöhe mit Handleisten zu versehen, die auch da» Gefühl der Sicher­heit geben. Herr Kirch spricht sich für Errichtung be» Thurme» auf der Hochwart au», worauf besten Errichtung unter Berücksichtigung beS Huubach'scheu Vorschlag» be» schloffen wirb.

Herrn Joh. Nickel soll ein als Kehrtchtablageplatz be­nutzte» Triedoiertel am Mittelweg bl» auf Weitere» pacht« weise überlassen werden.

DaS Gesuch beS Herrn Franz Nebl um Entfernung eine» angeblich die Wohnung verbunkelndeu Kastanienbaumes

vor seinem Hause an der Arünberger Straße wirb abgelehnt, da der Abstand be» betreffenden Baume» 10 Meter beträgt, wa» al» erträglich bezeichnet wird.

Die Anlieger bet zwischen Südanlage und Selter»weg belegeuen Tdeile der Goethestraße haben fich durch die Bestimmung, daß bei bet künftigen Bebauung geaannttr Straßentheile Vorgärten anzulegen find, al» benachthetligt betrachtet. ES wird aus Antrag der Baudeputation beschloffen, die für diese Theilstrecke früher festgesetzte von bet Straßen­flucht abweichende Baufluchtlinie aufzuheben.

Die vorliegenden Gesuche um Wi tth sch aft»c,n- cesston werden dem Anträge der Commission entsprechend durch Bejahung der Bedürfnißfrage bett. Au»schaake» von Branntwein befürwortet. Die Gesuchsteller find: Franz Hermes (Bahnhofstraße 34), Ferd. Schott (Bahnhof­straße 27), Louis Bourgeois (Wallthorstraße 6), Ludw. Spuck (Katferhof) und Adolf Stoffel (Germania).

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Lauterbach. 17. April. In einer gestern Abend im Gasthaus ,ßam Anker" hier abzehalteuen Sitzung be» Fest- comitel für da» 25. Gauturnfest, die ebenso wie die vorige von dem Vorsitzenden, Herrn Kreisrath Braun, sehr geschickt geleitet wurde, wurde zunächst al» Festplotz eine Wiesenfläche an der Herbsteiner Straße, dtrect vor dem sogen. Billstei-'bruch und nahe an der Stadt gelegen, bestimmt. Zu diesem Platze führt eine breite schöne Zufahrtsstraße und hat mau von ihm aus einen schönen Blick auf die Stadt und Umgebung. Im weiteren verlaufe de» Abend» bildeten fich auch die einzelnen AuSschüffe.

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