Leib-Gardehusareu-Regiment» t» Casino der Regiment» Bei« zuwohnen.
Berlin, 21. gebraut. Dem Reichstage ist heute der Tutwurf eines Gesetzes, betreffend einige Äenberungen Über das Postwesen, mit Begründung zugegangen.
Berlin. 21. Februar. Das Abgeordnetenha uS setzte heute die Brrathnng deS Stars des Ministerium» de» Innern fort und erledigte nach längerer Debatte den Titel Unterstaatssecretär. Morgen Weiterberathung und Anerben« recht in Westphalen.
Berlin, 21. Februar. Finanzmiuister Dr. v. Miquel feiert officiell erst heute feinen 70. Geburtstag. Das Staat» - Ministerium hat ihm heute Früh ein prachtvolles Blumenarrangement Überreicht. Später erschien eine Deputation der nattonalliberalen Partei unter Führung v. Bennigsens; Mittags gratulirte der Reichskanzler- auch eine Deputation aus Frankfurt a. M. war zur Gratulation erschienen.
Dielten, 21. Februar. Wie die „DreSd. R. Nacht." melden, find gestern Vormittags in dem Vororte Loebtau 320 Personen unter BergiftungSerscheinungen erkrankt. Die sofort eingeleitete polizeiliche Untersuchung hat ein bestimmtes Resultat noch nicht ergeben, doch glaubt man, daß die Ursache dieser Maffen-Erkrankungen auf den Genuß gifthaltiger Backwaaren zurückzuführen ist.
Arrstarrd.
Wien, 21. Februar. Siner officiellen Verlautbarung zufolge ist die Abberufung des Statthalters von Böhmen, Grafen Coudenhoven, nunmehr betroffene Sache. Coudenhoven soll Statthalter von Ty.'ol werden.
Patts, 21. Februar. Dem „GauloiS" zufolge hat Präfident Faure den General Pellieux zu seiner Haltung im Proceß Zola beglückwünschen lassen.
Paris, 21. Februar. Bei der Eröffnung des heutigen BerhandlungstageS im Zola-Prozeß nahm sofort der Geueralstaarsanwalt v. Süffel das Wort. Er erinnerte daran, daß Zola das Kriegsgericht beschuldigte, Esterhazy auf Brfehl und unter der Mitwirkung deS Generalstabes frei- gesprochen zu haben. Zola habe hierfür keine Beweise erbringen können. Der GeneralstaatSanwalt verwies sodann auf die Aussagen der Generäle, daß Esterhazy der Urheber des Bordereaus nicht sein könne. Zola fei es weniger um die Sorge für die Gerechtigkeit zu thun gewesen, als darum, seine Person in den Vordergrund zu stellen. Er bittet die Geschworenen, Zola zu verurtheilen. Zola verlas sodann eine Erklärung, in welcher behauptet wird, man habe Befehl ertheilt, ihn zu verurtheilen. Er wtffe, daß dies geschehe- et habe die Armee nicht angegriffen. Er bedauere, daß man seine Zeugen nicht habe sprechen laffen, dies trage übrigens nur zur Erhöhung des Ansehens seiner Person bei. Zola behauptet weiter, daß die Regierung überzeugt sei, daß Dreyfu» unschuldig verurtheilt wurde. Zola rief bei Schloß seiner Ausführungen dreimal auS: „Ich schwöre vor der ganzen Welt, daß Drehfus unschuldig verurtheilt wurde!" (Applaus und Zischen im Publikum.)
London, 21. Februar. „Daily Graphic" sagt, daß die Regierung noch keine Meldung von der Goldküste er- halten hat. Die „Moraing Poft" drückt die Meinung auS, ein Krieg mit den Franzosen im Nigerlande wäre bester als die jetzige Lage. „Daily Mail" berichtet, mau habe eine Bestätigung der Nachricht, daß eine französische Expedition in Sokoto angekommen sei, erhalten. Die Niger Compagnie habe von der Regierung den Befehl bekommen, nachdem fie die Vermittelung vergeben« angestrebt hat, sich mit Gewalt dem Vordringen der Franzosen zu widersetzen.
Petersburg, 21. Februar. Der gut unterrichtete „Kraj" meldet, daß die Einführung der staatlichen Selbftver- waltung Polens belchloffene Sache fei. Wenn dieselbe sich bewährt, soll das Weichselgebiet eine autonome landtäg- Itd)e Institution erhalten.
Madrid, 21. Februar. Gin Bericht deS Marschalls Blanco an den KiiegSministet kündigt für die nächste Zeit w chtige militärische Operationen an.
Havanna, 21. Februar. Amerikanische Taucher find im Verein mit spanischen zur Bergung der Trümmer deS „Maine" hier angekommen.
Wietze», de» 22. Februar.
*• Die Direktion der Wroßh. Obstbau- und landwirth' schaftlich« Winterschule zu Friedberg versendet foeben das Programm dieser Anstalt für 1898. Der ordentliche Lehrgang dauert vom 30. März bis 1. Oktober. Die Lehrfächer find: Agriculwt'Shemie, Bodenkunde und Düngerlehte, Botanik, Zoologie, Obstbau und Obstvetwerthuug, Wirth. schaftSlehre, Buchführung, deutsche Sprache, Rechnen, Zeichnen, Hebungen im chemischen und botanisch-physiologischen Laboratorium, Hebungen im Obstbau. Die aufzunehmenden Schüler wüsten daS 16, Lebensjahr erreicht haben. Honorar für Heffen 30 Mk., für N-chtheffen 50 Mk.
•• Heber die »othveudige Schnellzug-Verbindung Wietzen- Betzdorf-Hagen geht der „Köln. Ztg." folgender Schmerzensschrei zu: „Die Nachricht, daß der Minister der öffentlichen Arbeiten den beantragten Schnellzug Gießen-Betzdors- Hagen auch für den bevorstehenden Somwerfahrplan nicht genehmigt hat, erregt hier in den zunächst beteiligten Kreisen großes Erstaunen. Leider wird diese Behandlung eines dringenden verkehrsbedürfniffes nicht verfehlen, in weiteren Kreisen große Hnzufriedenheit hervorzurufen, eine Thatsache, die gerade jetzt za vermeiden, sehr im Interesse der Staats« reßierung liegen würde. Seit drei Jahren steht dieser Schnellzug auf der Tagesordnung der BezirkSeisenbahnräthe Köln und Frankfurt a. M. Alle Körperschaften auf der Linie Dortmund bis Frankfurt haben ihn als dringend noch- wendig erkannt. Die Bezirkseisenbahntäthe haben in vielfachen Beschlüssen ihn einstimmiggutgeheißen- die beteiligten Sisenbahndirectionen haben die Forderung al» berechtigt an» erkannt, fie haben die AuSsührung des Antrages dem Herrn Minister im Somwerfahrplan für 1897 und 1898 borge« schlagen, und doch wird alledem keine Folge gegeben. Wenn der Minister der öffentlichen Arbeiten selbst zngesteht, daß seine vollbahnen theilweise am Ende der Leistungsfähigkeit angekommen find, so ist eS doch eine natürliche Folgerung, den Verkehr mehr zu vertheilen, um die Gefahren, die auS solcher Ueberlastuug folgen, zu vermeiden. Sollen wir erst durch eine weitere Periode von U-rglück-fällen dazu gebracht werden? Sind dem Herrn Minister die Zustände aus der Main Weser- und den rheinischen Bahnen tn den Sommer- schnellzügen denn gänzlich unbekannt? Hat daS Hrtheil der direkt am Verkehr beteiligten Sisenbahndirectionen in Berlin gar keinen Werth mehr? Aber auch für die örtlichen In« tereffen bedeutet die Verweigerung dieser Züge einen empfindlichen Nachtheil. Einer der bedeutendsten Jndustriebezirke deS Staates, der sich von Wetzlar bis Hagen i. Westfalen hinzieht, soll sich mit einem Personenverkehr von 25 bis 33 Kilometer Fahrgeschwindigkeit die Stunde begnügen. Ist eS gerecht und wirthschaftlich richtig, daß die StaatSbahn- Verwaltung sich mit der großen Einnahme de» Güterverkehrs auS diesem Bezirk zufrieden erklärt, es aber nicht für noth« wendig hält, diesem Bezirk im Personenverkehr diejenigen Mittel zu geben, ohne die er auf die Dauer seine Wett- bewerbungSfähigkeit im Güterverkehr schlechterdings nicht aufrecht erhalten kann? Solche Erfahrungen in der Staatsbahnverwaltung müffen die Zahl der Anhänger diese» Systems nothwendigerweise verringern. ES ist im allgemeinen Jmereffe wirklich bedauerlich, daß durch solche Vorgänge in einen gut nationalen Bezirk Mißvergnügen und Hnzufriedenheit getragen werden."
•• Für unbemittelte Kranke Von der Direktion des städtiichen Krankenhauses in Wiesbaden geht der „v. Med'. Wchschr." die Mittheilung zu, daß für daS dortige städtische Armenbad etwa 100 ganz freie und eine größere Anzahl theilweise freier Aufnahmen zur Verfügung stehen. Das Bad ist vom 1. April diS zum 1. Oktober geöffnet. Ausnahme- gefuche, die von einem ärztlichen Attest begleitet fein müffen, find an die Direktion des Krankenhauses zu richten.
Laugstadt. 20. Februar. Gestern Abend legte sich die 21jährige Tochter deS Landwirths W. S. in selbstmörderischer Absicht in der Nähe des Dorfes auf das Bahngeleise. Der nm 9 Hhr 43 Min. hier abfahrende Personenzug raste heran und endete ein blühendes Menschenleben. Kurz darauf fand ein Bahnwärter die schrecklich verstümmelte Leiche auf.
Das unglückliche Mädchen war allgemein geachtet und beliebt. Hnglückliche Liebe soll das Motiv zur schrecklichen That sein. Darmst. Tgl. Anz.
Vermißtes*
• Berlin. 16. Februar. Fünf Brüder als aetive Stabsoffiziere. In der „Krenzztg." wtrd der wohl vereinzelt dastehende Fall mitgetheilt, daß fünf Söhne einer Mutter gleichzeitig als active Stabsoffiziere in der Armee dienen. Bon den fünf Söhnen der verwittweten Frau Land- rath v. Wrochem, geb. Freiin v. d. Recke, find zwei Oberstlieutenants (Regiment 32 und 25), einer Major und Batail- lonScommandenr (Regiment 165) und zwei aggregirte Majore (Regiment 51 und 87).
• Der Berliner Thicrschnh-Verein hat nachstehende Petition abgesandt:
An
Seine Heiligkeit den Papst Leo XIII. in Rom.
Euere Heiligkeit!
Seit Jahren ist das Herz aller deutschen Thierfreunde mit Schmerz und Entrüstung erfüllt über den Vernichtungskrieg, den die Bevölkerung südlich der Alpen gegen die Vögel führt, die alljährlich beim Herannahen de» Winters aus den deutschen Gauen in die Länder der wärmeren Zonen ziehen. Die Lerchen, Meisen, Distelfinken, Amseln, Zeisige, Nachtigallen — sie alle werden, wenn fie, vom lawgen Fluge über die Alpen ermattet, auf italienischem Boden Rast machen, zu vielen Millionen mit Schießgewehr, Schlingen und Retzen erlegt. Selbst die Schwalben werden nicht geschont, und dieser nützlichste und vormal» auch zahlreichste der deutschen ZugvögÄ ist neuerdings in Deutschland fast gänzlich verschwunden, obwohl er hier überall geschützt wird und in den katholischen Landestheilen als der heiligen Mutter Gottes geweiht gilt.
Ist die Art der Jagd, deren Opfer die Bewohner unserer Wälder und Felder find, roh und abscheulich, muß fie sich in ihrer unsinnigen Maßlosigkeit binnen Kurzem durch völlige Ausrottung der Zugvögel selbst ein Ende bereiten, so hat sie unserem deutschen Vaterlande bereit» unermeßlichen Schaden zugefügt. Seitdem unsere Wälder und Felder von Jahr zu Jahr.mehr der gefiederten Bewohner beraubt werden, nehmen die schädlichen Insekten in schreckenerregender Weise überhand, und keine Kunst und keine Sorgfalt de» Forstmannes und de» Landwirth» ist im Stande, dem Absterben der Bäume, dem Kahlwerden der Obstpflanzungen, der Vernichtung der Saaten Einhalt zu gebieten. So Hirt bestraft es sich, wenn die Menschen Gottes weisen Rathschluß mißachten, der die Vögel geschaffen hat, um da» mühsame Werk der Menschen vor der Zerstörung durch die Schaar der Insekten zu bewahren!
Aber nicht Deutschland allein hat die Folgen diese» traurigen Frevel» zu tragen; es ist bekannt, daß tn Italien hauptsächlich die Jugend an dem Maffenmord der Vögel betheiligt ist, und eine tausendfältige Erfahrung lehrt, daß die Thierquälerei die Vorschule für alle schweren Verbreche» gegen Leden und Gesundheit der Mitmenschen ist. In der That ergtebt ein vergleichender Blick auf die Criminal- statistik der cioilifirten Länder, daß die Zahl der Morde bei den Völkern verhältnißmäßig am größten ist, bei denen die Grausamkeit gegen die Thiere landesüblich ist. In den Jahren 1876—84 kamen Morde auf eine Million Einwohner in
Großbritannien und Irland 6
Deutschland.....11
Belgien......14
Frankreich......16
Oesterreich......23
Ungarn......67
Spanien......83
Italien.......95
Hier ist um de» zeitlichen und ewigen Wohl» zweier großer und edler Völker willen schleunige Hülfe nöthig, solange noch zu Helsen ist
In solch schwerer Bedrängniß haben wir geglaubt, uns an das milde, erbarmungsvolle Herz Eurer Heiligkeit
allen Seiten. Eine Schlacht wird geliefert. Es giebt zerfetzte Mäntel, »erkniitertr Briefe, verstauchte Hände, zerriffene Drucksachen. Und immer die gleichmäßige Liebenswürdigkeit des Beamten, welcher — die Postsachen über die zusammen- g pferchten Köpfe den auSgeftreckten Arme» entgegenreichend — in einem halben Dutzend Sprachen ausruft: Harrison, Seid, Omar, Müller, Cohn, DouglaS, Deprez, Bersauoff, KcnflnSky, Hamad, Morgano, Lehmann. . . .
Und da giebt eS noch heiße, tu Sehnsucht beinahe erstickende Herzen, die höchlich verwundert find, wenn ihre Liebesbriefe nicht ankommen. . . . Leider wiederholt sich diese dramatisch belebte Postscene wöchentlich nur zweimal. Zuweilen sogar, wenn da» Postschiff ob der aufgeregten See von dem wogenumbrandeten Geklipp im Hafen von Jaffa nicht Anker werfen kann, dampft die ganze Postfracht weiter und trifft dann erst eine Woche später hier ein.
In noch beklagenswertherem Zustand als die liebe Post b findet sich der Journalismus. In Jerusalem erscheint keine einzige Zeitung. Man sollte deshalb meinen, das Verbreiten localer Neuigkeiten, wie aufregende Nachrichten von Berlob« uugen, Bankerotten, Kindtaufen, allerhand Unglücksfällen, fei eine sehr umständliche Sache. Aber nein, da — meint man daneben - auch die lumpigste Neuigkeit fliegt wie in Windes- eile durch die ganze Stadt, etwa unten vom Delberg an bi» hinaus zum deutschen Eonsulat — selbstverständlich colportirt, rebigixt, geklatscht, aufgedauscht, entstellt von Mund zu Mund. So kommt fie ebenso schnell in Kur», wie wenn fie vielleicht in einer „Jerusalemer Times", einem „Echo vorn Todtcn Meer" oder einer „Bolkssttrnme von Bethanien" stände.
Sogar ein deutsches Bierhaus hat sich tn Jerusalem eingefunden, wo deutsche Trinker im Reflex der Bierseidel die Fahne deutschen Kneipens hochhalten, tn üppiger Fülle der deutsche Durst gedeiht, deutsche Stimmen im Rauchgewölk stark paffender türkischer Cigaretten durcheinander scherzen und daS Lachen deutscher Fröhlichkeit erschallt. . . . ES soll sogar Vorkommen, daß deutsche Junggesellen nach scharsdurchkneipten Nächten, wie fie patriotischen Festen folgen, dis tief in den neuen Vormittag hinein schlafen und vollständig vergeffen, die au» ihrer Wohnung in das morgen- frische Straßenleben noch weit hlnauSbaumelnde schwarz-weiß- rothe Flagge einzuziehen.
Unter der hiesiger, Flewdencolonie ist da» Ewig-Weibliche in ausfallender M.nderzahl. Trotzdem — soviel heirathSlustige Junggesellen, wie tn dieser feierlichen Jerusalemer Atmosphäre herumsteigen, habe ich auf der weiten GotleSwelt in gleich großen Gesellschaftskreisen nirgend» augetroffen. Aber was für barbarische Anforderungen stellen hier die unbarmherzigen Eltern zuweilen an die braven Schwiegersöhne: ewiges Lebewohlsagen dem HauSschlüffel, Eintritt tn einen Verein, der da» Weintrinken al» eine Art Gemeinheit betrachtet. strengste Religiosität nach allen Kanten hin. Und die» Alle» Angesicht» der wundersamsten orientalischen Nächte, der goldsunkelnden Weine und der vielfachen religiösen Be- kenntn ffe.
Heber der Jerusalemer Gesellschaft, fofern man überhaupt von einer solchen reden kann, liegt eben der Schimmer einer strengen, weithin sichtbaren Frömmigkeit, welche allem Profanen den Zutritt zu ihren scharf umzogenen Kreisen zu
wehren sucht. Diese Gesellschaft birgt in sich manch' »innig* liche Matd — aber die Herrliche kann nicht tanzen, nicht die lumpigste Polka, nicht da» schäbigste Walzerchen- birgt in sich manch' ehrwürdigen Greis — aber er hat in seinem Leben nie ein Theater gesehen- birgt in sich manch' weindurftige Kehle — aber fie ist eingetragen beim Mäßigkeitsverein.
Glücklicher Weise gibt c» daneben auch ein Häuslein fröhlicher Herzen, denen selbst in dieser feierlichen Luft frohe» Lachen, Helle Freude über einen frischen Scherz, klare» Ver- stäudniß für einen guten Tropfen nicht flöten gegangen ist — Leute, die in diesem internationalen Jerusalem \o leben, wie man in aller Biederkeit in deutschen Städten vernünftiger Weise auch lebt!
Sonach ist die ganze Gesellschaft in zwei Gruppen ge» theilt: die eine Hälfte »xistirt in aller Harmlosigkeit frisch und munter drauflos, damit die andere Hälfte hinter den Taffen de» nachmittäglichen Kaffee» in krankhafter Ängstlichkeit etwas Entrüstung marhren kann. Daß man ja jenen Ungeheuern vra fröhlichen Herzen keine Lobeshymnen fingt, keine Dankeskränze flicht, läßt sich denken.... „Habt Ihr schon gehört? WaS? Wie! Ganz unglaublich! Nein, solche Menschen! Hm! hm!" ... .
Dock wo gerathe ich hin mit meinen modernen Jerusalemer Bildern.... Wieder summen voa der GrabeSkirchc herüber weihevoll die Blocken, und au» überwölbten Gäßchen tönt ein ernster Pilgerchor heraus auf meine von Sonnenschein überflutete Terrasse. Berschwunden ist daS Wetterleuchten profaner Erscheinungen- vor mir dämmert wieder Jerusalem mit seinem Glorienschein.


