Ausgabe 
22.4.1898 Zweites Blatt
 
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im oberen Ohmthal anzulegen. In der Abficht liegt e-

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ingrcn find, bestimmte Artikel unter de« Koftenpreise zu diese tu Ober-Ohmen -u erbaueu uud die Ohmthalorre 61«

zufolge haben die aufgefordert, ihre zu beschränken.

verkaufen. Dm unheilvollsten und verderbenbringendsten Einfluß aber und darüber sollte fich die Juristeowelt nicht täuschen übt der Verkauf unter Lostenprei« auf da« Vertrauen au«, da« fich solide und reelle Geschäfte müh­sam tu langen Jahren erworben habeu. Selbst da« ver­ständigste und etofichtigste Publikum wird in Folge der rafstntrteu Verbindung von Verkaufsangeboten unter Kosten- Preis, bei Artikeln der herauSgefucht billigsten Beschaffmheit, durch die enorm groß erscheinende Preisdifferenz aufgeschreckt, irregeführt, und in seinem eigenen logischen Urtheil miß­trauisch gemacht. Diesem unredlichen, der Moral Hohnsprechen- den Gebühren muß, wenn gewissenhafte Reellität die Säule des kaufmännischen Gewerbes bleiben soll, ein Riegel borge» schoben werden, und zwar durch gesetzliche Bestimmungen. DaS Gesetz soll das Ziel und den Zweck verfolgen, eine Grenze zu ziehen zwisch-n erlaubter Reclame uud einer unter dem Deckmantel der Reclame begangenen Täuschung. Line Täuschung muß eS genannt werden, wenn mittels der Lock­speise eines Angebotes unter Kostenpreis der Schein ver­breitet wird, als seien sämmltche Artikel billiger als bet der ganzen Concurreuz. Die Täuschung ist um so größer, al« zumeist mit Abficht die minderwrrthigste Waare unter Kosten- prei« angeboten, eine solch scheinbar große Preisdifferenz zu Tage fördert, daß da« Vertrauen zu alten reellen Geschäften absolut schwinden muß uud deren Jotereffen auf daS em­pfindlichste geschädigt werden. Wer fich absichtlich offenkun­digen Wahrnehmungen verschließt, muß zugesteheu, daß die Handhabung und da« GeschäftSgebahreu de« kaufmännischen Betriebe- von heute eine Gestalt angenommen hat, die sich mehr und mehr von solider uud reeller Gruodbafi- entfernt, uud eine Unsicherheit hervorgerufeo hat, sowohl bet dem reellen Kaufmann, der nicht mehr weiß, ob er, um bestehen zu können, noch reell bleiben soll, uud bet dem Käufer, der nicht faffen kann, daß die verlockenden Preise immer nur ein Köder sein könnten. Thatsächlich tst e» nicht mehr Reellität, Intelligenz, Solidität, die den Erfolg verheißen, sondern dem Studium der Manipulation der Täuschung uud der wildesten Reclame winkt der Lohn.

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an deren Fertigstellung e- mit so großem Eifer und Erfolg mitgearbeitet hat, sowohl die Reich-justizgesetze wie die Milüär- Strafproceßordnung, endlich unbeschädigt werden. Die ge­mäßigten Parteien und da- Centrum find in diesen wichtigen Fragen bisher vortrefflich Hand in Hand gegangen; daß da» auch bis zum Schluffe der Tagung anhalten möge, ist ein um so dringenderer Wunsch, weil bekannt ist, daß die agra­rischen Elemente in der conseroatioen. Fraction diesen politischen und nationalen Fortschritten mit großer Abneigung und Kurzsichtigkeit gegenüberstehen uud demgemäß auch bei den bisherigen Reichstagsberathungen in ungewöhnlichem Maße durch Abwesenheit geglänzt haben.

Für die thunlichste Beschlußfähigkeit zu forgen, ist aber um so mehr Pflicht der gemäßigten Parteien und des Cent­rum«, weil dieser Reichstag bekanntermaßen mit einer Anzahl juristischer Sonderlinge behaftet ist, die in der Verzapfung der nur von ihnen selbst gewürdigten Weisheit kein Maß und Ziel kennen, und nicht nur die Zeit und die Geduld der fleißigen Mitglieder in ungebührlichem Maße in Anspruch nehmen, sondern sich auch mit der Zeit ein besonderes Geschick angeeignet haben, eine an sich gute Vorlage durch sogenannte, meist nur ihnen verständliche Verbesserungsvorschläge in den Grund und Boden zu reden. Gegen die Gefahren, die diese Herren heraufbeschwören, hilft ausschließlich eine gute Besetzung des Reichstags; weder gütliche« Zureden nock strenge Frac- tionsdisciplin vermag sie zu zügeln. Hoffen wir deßhalb, daß wenigstens diese letzten großen Arbeiten in der Mehrheit de« deutschen Reichstag« nicht blos volles Verständniß, sondern auch regsten Pflichteifer im Besuch der Sitzungen erwecken und lebendig erhalten werden. Dann können wir hoffen, daß diese Schlußtagung de« Reichstag» in höchstens 14 Tagen erledigt sein wird.

provinzieller

Sieben, 21. April 1898.

London, 26. April. Amerika hat in Birmingham 1OOOOO Gewehre bestellt.

Loudon, 20. April. Rach einer Meldung au« Shanghai soll auf den Biceköntg Lt-Huug»Tschaug ein Attentat versucht worden sein.

Loudon, 20. April. Nach Washingtoner Meldungen hat MacKtnleh die Congreßresoluttou unterzeichnet. Da« Ultimatum geht heute au Spanten ab. Der spanische Gesandte tu Washtugtou erklärte, Mtntsterpräfident Sagasta werde da« Ultimatum nicht beantworten, sondern General Woodford seine Päffe zuschtcken, um so Amerika da« Odium des Krteg«begiuuS zu überlassen. Dem Au-brach der Feind­seligkeiten sieht mau zu Beginn nächster Woche entgegen. Ja Washington ist jede diplomatische Action zum Sttllftaod ge­kommen. Zwar schreibt man den Vertretern Oesterretch- UngarnS uud Frankreichs noch Bemühungen zur Erhaltuvg des Frieden- zu, diese find aber Illusorisch Angesicht- der ftrtcteu ablehnenden Haltung de- englischen Vertreter-. Dieser hatte gestern eine längere Unterredung mit dem Staat-, fecretär Dop

Madrid, 20. April. Die beiden Häuser der CorteS htelteu bereit- Borbereitung-sttzungeu ab, verlesen wurde da- Auflösung-» und Zusammeuberufung-decret für die Kammern, sowie da- Decret über die Demission de- letzten conseroattven und die Bildung de- jetzigen liberalen Labinet«.

Newyork. 20. April. Die Stock Exchange hat beschlossen, ein Corps Freiwilliger anzuwerben. Zu diesem Zweck find bereit« 100000 Dollar- gezeichnet worden.

Newyork, 20. April. Im Ultimatum, welche- der Präsident heute zusammen mit der Congreßresoluttou zu unterzeichneu grdeukt, wird gefordert werdeu, daß die spanischen Truppen bi- SamStag früh 6 Uhr (Madrider Zeit) Cuba räumen. Da« Schriftstück wird ferner die Erklärung ent­halten, daß, wenn Spanten daraufhin wirklich seine Truppen zurückziehe, Amerika danu abwarten will, bi- die Jnsurgenren directe Vereinbarungen mit Spanien treffen. Mac Kinley ist jetzt, wie Ltacoln zur Zeit de« Bürgerkriege«, von einer besonderen Leibwache umgebeo.

Deutscher Reich.

Berlin, 20. April. Der Kaiser hörre heute Vormittag von 9 Uhr ab tm Schlöffe zu Homburg den Vortrag de« Chef- de« Ctvtlcabtuet- v. LucanuS.

Berlin, 20. April. DaS StaatSmiuisterium trat gestern Nachmittag in feinem Dteostgebäude unter dem Vorsitz de- Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe zu einer Sitzung zusammen.

Berlin, 20. April. DaS Abgeordnetenhaus hat heute die Interpellation Szmula und Genossen, betreffend den Mangel an ländlichen Arbeitern in den östlichen Provinzen, berathen. Die Interpellation gelangte nicht zur Erledigung, sondern steht morgen wieder auf der Tagesordnung- ferner die Fortsetzung der zweiten Berathung des Comptabilität». gesetze«.

Vermischtes.

Wermelskirchen, 10. April. .Du ahnst t« nicht!" Es wird derBürger Ztg." geschrtebea: vor einigen Tagen kam ein hiesiger Herr auf dem Kölner Bahnhöfe an uud ließ fich von einem dortigen Wichser seine morastigen Stiefel mit neuem Glanz versehen. Als der rothaasige Bürsteuschwtoger mit vollem Krastauswavd versuchte, ,tn oic dicke, den Stiefel etnhülleade Erdschicht Furchen zu graben, um so allmälig auf das feiie Kalbleder zu gelangen, blickte er plötzlich den nodetn Stiefelträger mitleidig von der Seite an und sagte:Hähr, Se send wohl uS Wermilsktrche?" .Ja, gewiß, woher wissen Sie denn da«?"Dat seun ech an Oehrem Dreck!" (Wa- muß der Mann für böse Erfahrungen gemacht haben.)

Al« in Naumburg a. 6. eine Dame fich zum Morgen- GotteSdieuste begab, brach vor ihren Augen ein Arbeiter plötzlich zusammen und starb. Der Anblick de« lobten er­schreckte die Dame derartig, daß sie, vom Herzschlage getroffen, leblo« neben der Leiche zusammensank.

Komische- am Ladentisch. Folgende« niedliche Ge- schichtchen schreibt demHannov. Cour." ein Kaufmann au« Sittensen: Kommt da eia kleine« fünfjährige« Mädchen za einem Kaufmann tu Sittenseu, einem utederfächfischen Kirch- dorfe. .Kanu ick woll een Pund Syrnp kriegen, vun den besten?" sagt die Kleine, einen braunen Milchtopf auf den Tresen stellend. .Ganz geern, mten Kind," antwortet der Kaufmann, stellt den Topf auf die Waage und läßt au« seiner Kanne die süße Flüssigkeit hineinlaufen.So, mten Kind, hier heft Du cen Pund Syrup, bet käst 25 Pennen." Stumm sieht die Kleine den Mann an.Du mußt 25 Pennen utgeben." Keine Antwort.Hett Mutter Di keen Geld mitgeben?"Jaaa!"Na, denn giv mt batt man her!" Schmunzelnd antwortet die Kleine: .Dat Geld iu'u Putt!"

* Der Posthllfsbole als Dichter. Au« Worm« wirb geschrieben: Za der vom alldeutschen verband veranstalteten Blsmarck-Feier waren zwei Feftlieder ausgeschrieben worden. Die Zahl der eingelaufeneu Povmaia war groß, doch der dichterische Schwung ließ Manches zu wünschen übrig. Al« die Dichter der zwei besten Lieder wurden lebhaft begrüßt Professor Dr. Heumann und der PosthilfSboie Wilhelm Graf.

lieber Geschiitzverlnß der deutschen Artillerie im Kriege 1870/71 theilt der bekannte Militärschriftsteller Major a. D. Kunz in den kürzlich erschienenen weiteren zwei Heften (6. und 7.) derKrieg-geschichtlichen Beispiele au« dem deutsch französischen Kriege von 1870/71" mit:Im Ganzen sind sieben deutsche Geschütze in die Hände der Franzosen gefallen, davon drei, die gar nicht feuerten, nämlich zwei Reservegeschütze einer bayerischen Manitionßcolonue ans dem Rückzüge nach dem Treffen bei Coulmier« und ein sächsische« Geschütz bei dem Ueberfall von Etrspagny in der Rächt vom 29. zum 80. November, von den übrigen vier Geschützen gingen zwei am 18. August bei der Katastrophe, die über die Corp-artillerie de« 9 Corps hereindrach, verloren, sie gehörten der linken Flügeibatterie (4. schweren) an, die am stärksten mitgenommen war. vri der Capitulation von Metz wurden sie in der Festung wieder vorgesnnden. Die beiden anderen Geschütze gehörten der ersten leichten bezw. der 3. schweren Batterie deS Feldartillerte-Reg'ment« Rr. 10 an und gingen In der Schlacht bei Braune la Rolande ver.oren. Beide Batterien hatten so starke Verluste an Mannschaften gehabt, daß die Geschütze nicht mehr abgeprotzt werden konnten, trotz der größten Anstrengungen. Die 1. leichte Batterie erhielt ihr Geschütz noch am späten Abend wieder, während das Geschütz der 3. schweren Batterie dauernd tu Feinde« Hand verblieb." Interessant ist die Angabe, daß 1915 französische Feld- uud 5526 Festungsgeschütze in deutsche Hände gefallen find, darunter 255 Feldgeschütze im offenen Kampf».

Gedenken eitel Spaßvogel! über den h an d» et k erstand. Maler find keine empfehlenswerthe Leute, weil sie gern anschmieren und ihnen alle« in der Welt zum Vorwurf biene»

einschließlich Ulrichstein in Anschluß zu bringen. Diese Ohmthalorte liefern seither schon ihre Milch größtentheil« zur Molkerei de« Herrn Zimmer von Grünberg, welche an der Straße zwischen Groß Eichen und Rnfnerteurod fich be findet. An Molkereien wird e« sonach nicht fehlen. Zweck« Erbauung der g haben in verschiedenen Orten jüngst________D._ ____

gefunden, die von der hiesigen Molkereigenossenschaft einbe­rufen worden waren. Wenn allerding« solcher Reingewinn erzielt wird wie bei der Molkerei in Reichelsheim L d. W., der laut des Berichtes sich auf 16,665 Mk. 5 Pfg. beläuft, bann lohnt e« fich schon, die Molkereien zu vergrößern.

X Ruppertenrod, 20. April. Im Verlauf de« heutigen Nachmittag« zogen zwei Gewitter über unseren Ort, von denen da« letztere stark donnerte.Donner im April Gute« künden will", sagt eine Wetterregel, aber von diesem Guten haben wir bis jetzt leider noch wenig zu sehen bekommen. DaS heurige Aprilwetter entspricht so sehr seinem sprichwört­lichen Character, daß eS dem Landwirth noch nicht möglich gewesen ist, obwohl wir unS dem Ende deS April« schon nähern, seine Frühjahrsbestellung zu beginnen, geschweige denn zu vollenden. Abgesehen von dieser ungewöhnlichen Verspätung der FrühjahrSsaat, ist sonst daS Wetter wirkliche« Wachswetter".

Darmstadt, 19. April. Für da« Fach de« zweiten jugendlichen Liebhaber« pasfirte heute an der Hofbühne Herr Stöckel vom Stettiner Stadttheater in der Rolle de« Mortimer" inMaria Stuart". Sowohl darstellerisch al« der Interpretation nach dürfte der Gast nicht völlig den hier zu stellenden Anforderungen entsprochen haben, wenn- gleich nicht zu verkennen ist, daß man e« hier ausschließlich mit einem noch in Bildung begriffenen recht schönen Talente zu thuu hat. Die beste Leistung bot die Jahaberiu der Titelrolle, Fräulein Eichelsheim. Der Hof wohnte der Vorstellung bis zum Schluffe bei.

8ttt ^en soliden Kausmann-ftand. Immer mehr bricht fich m dem mittleren Kaufmannsstande die Erkenntniß Bahn, daß der durch bie Gewerbefreiheit hervorgerufenen Zügellosigkeit tm Handel Einhalt geboten werden müffe. So hat jetzt der Verein selbstständiger Leipziger Kaufleute und Fabrikanten zur Wahrung berechtigter Inter- effen an den Reichskanzler und den Reichstag eine bemerkens- wcrthe Petition gerichtet, in der n. A. auSgeführt wird Cs ist in der KaufmanvSwell ein offene« Geheirnniß, daß die enormen Erfolge der meisten Waarenhäuser und großen Bazare auf da« zur Unsitte auSgeartete Manöver zurückzu-

Nom, 20. April. DerItalia" Großmächte Amerika und Spanien Feindseligkeiten auf Cuba und Portorico

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x Bon der Lahn, 20. April. Die freundlichen Tage mit wärmerem Wetter beginnen, und Jeder, der seine Freude am Wandern hat, trägt fich mit alten und neuen Plänen für Frühjahr- und Sommerzeit. Neben dem vielbeuutzteu Fahrrad mögen denn auch die Fußwanderungen nicht vergeffen werden- sie sind für Körper und Geist in hohem Maße er­frischend, genußreich und gesund. Man muß Jedem, der neue Gesichtspunkte in diesem Betracht eröffnet, dankbar sein­es find auch stets Anfänger nud Neulinge im Wandern vor- Händen, die ohne eigene bewährte Praxi« für gute Wjnke dankbar sein müssen. In seltenem Reichthum bietet die Umgebung von Gießen, die nähere wie die wettere, Ziel­punkte für ein genußreiches Wandern- um unsere Berge und Burgen: Schiffenberg, Gleiberg, Staufenberg, Dün«berg, Altenburg rc., kann uns manche Stadt beneiden. Gießen hat eine herrliche Umgebung! Eine Tour möchten wir heute besonder« in Erinnerung bringen. Man wandert über Krof­dorf zum Forsthau« (2 Stunden), macht dort, auf der Strecke KrofdorfSchmelze, sehr guter Weg auch für Familien er­reichbar, Halt, labt fich und genießt die Walde-frische und -Einsamkeit, von da kann man leicht mit einiger Vorficht und Achtsamkeit in einer Stunde die Altenburg, unweit von Odenhausen Staufenberg, erreichen, die bekanntlich Ausblicke vielseitiger und erhebender Art bietet auf die beiden Univer­sitäten Gießen und Marburg, auf das Lahnthal nach Nord wie Süd, nach den Bergen des hessischen Hinterlandes, noch Frauenberg und Amöneburg rc. Bon der Altenburg ist man in einer Halden Stunde an Station Friedelhausen und in dreiviertel Stunde auf Burg Staufenberg. Der aufmerk­same Wirth in der Burg ist den Touristen wohl bekannt, die Preise in der Wirthschaft find mäßig zu nennen- hier wird man gerne ausruhen, und in denSchaitengängen für Lie­bende" fich behaglich ergehen. Wer noch Frische und Aus­dauer besitzt, mag am Abend gen Gießen wandern, wer es sich bequem macht, besteigt um 8 Uhr Abends in Friedel- Hausen den Zug. Gin genußreicher Tag liegt hinter ihm.

-s- Nidda. 20. April. Unsere Diaspora, in welcher großentheils bie CultnSkosten durch Beiträge der steuerpflich­tigen Katholiken bestritten werden, hat jetzt ein Ritten» vermögen von 4000 Mk., wozu 5000 Mk. Werth deS für einen Capellen» nebst PfarrhauSbau dahier gekauften Platzes kommen. Derselbe konnte aber noch nicht zum er­wähnten Zwecke verwendet werden, obwohl dies im Hinblick auf den sichtbaren Fortschritt der Pfarrcuratie räthlich und uöihig wäre und von den Gläubigen auch dringend ge­wünscht wird.

Bad-Nauheim. 20. April. Wie man erfährt, wird fich im Herbste dieses Jahre- in unserer Stadt ein Recht«, au walt niederlassen. Wenn mau auch im Allgemeinen nicht so sehr für dietheurre" Gerichtsbarkeit, Anwalt-« kosten rc. zu schwärmen braucht, kann diese Niederlassung aber doch mit Freuden begrüßt werden, denn ersten- ist e« leichter, sich einen juristischen Rath einzuholen, zweiten- kommen die ZeitversLumwffe und Kosten bei Einholung von Gutachten bei au-wärtigen Anwälten in Wegfall. Wir find Überzeugt, daß der betreffende Herr hier eine auskömmliche Existenz finden wird. Wie demBad-Nanh. Anz." mitgetheilt wird, find in der Nähe von Rödgen, versteckt unter Stroh­matten auf der Meifinger'schen Besitzung daselbst, wiederum eine Anzahl Briefe und Drucksachen, jedenfalls von dem jetzt im Gefäagniß befindlichen ehemaligen Posthilfsboten Heue« herrübrend, aufgefunden und den rechtmäßigen Eigenthümern zuzestellt worden. Für Heue- dürfte die Sache noch ein | weitere« gerichtliches Nachspiel haben.

O Nieder-Ohmen, 20. April. Die hiesige Molkerei- ' geno,jenschaft, welche zur Zeit schon etae Rahmstation zu Groß-Eichen besitzt, beabsichtigt eine zweite Rahmstation