Vorlage angekündigt worden. Da die in diesem Jahre erst bewilligten Neubauten zum Theil noch nicht in Ausführung gegeben find, ist die Eile auffällig. Sämmtliche englische Werften find derart in Anspruch genommen, daß mau den Bau eine» großen neuen Docks in Devonport plant. Am Freitag wird Goschen die neue Vorlage ausführlich begründen- man kann seinen Ausführungen um so mehr mit Interesse entgegensehen, als man aller Wahrscheinlichkeit nach dabei auch über die Schlußfolgerungen etwas Näheres erfahren wird, die tu England an die Seeschlachten der spanisch amerikanischen Krieges geknüpft werden.
Madrid, 19. Juli. Aguinaldo hat das Hauptfort von Cavite nach Bakar verlegt. Er beherrscht jetzt die Vorwerke von Manila.
Madrid, 19. Juli. Nach einer Privatmeldung aus Washington will Mac Kinley den Admiral Cervera empfangen, drffeu Ankunft dort erwartet wird.
Madrid, 19. Juli. In Folge der ZettungS-Lensur haben verschiedene Zeitungen ihr Erscheinen eingestellt. Wie der „Jmperctal" meldet, errichten die Carliften an der fron- zöfischen Grenze große Waffen- und Munitions-DepotS. — DaS Geschwader CamaraS ist in den spanischen Gewäffern eingetroffen.
Sofia, 19. Juli. In den Kaffen der StaatS-Monopol- Verwaltung find große Unregelmäßigkeiten entdeckt worden. Die Untersuchung hat ergeben, daß der Haupt- kaffirer von den Einnahmen 8 Millionen nicht gebucht hat.
Sofia, 19. Juli. Hier ist für daS bulgarische Volk ein Geschenk des Zaren eingetroffen, bestehend aus einer vollständigen Costüm-AuSftattung für 100 Theaterstücke im Werthe von 60000 Rubel.
Washington, 19. Juli. Präfident Mac Kinley hat an den StaatSsecretär Alger einen Erlaß gerichtet, in welchem Anordnungen getroffen werden sür die Regierung der Provinz Santiago. Der Erlaß wird in spanischer und englischer Sprache gedruckt und in zahlreichen Exemplaren verbreitet werden. Außer einer Vollmacht für den General Shafter bezüglich der Verwaltung der Provinz enthält das Document eine Proclamation an die Bevölkerung des cubanischen Gebietes, worin die Abfichten der amerikanischen Regierung der Bevölkerung klar gelegt und Sicherheit für Person und Eigen- thum zugestchert wird. Alle zur Zeit im Besitze der Amerikaner befindlichen Häfen und Plätze CubaS werden dem Handel aller neutralen Nationen geöffnet sein gegen Zahlung der in Kraft gewesenen Zölle. Die im Amt gewesenen ordentlichen Gerichte und Polizeimannschaften sollen erhalten bleiben. DaS Tonnengehalt für Schiffe, welche 2000 Tonnen und mehr führen, wird von einem Dollar pro Tonne auf 20 Cents ermäßigt.
Havanna, 19. Juli. Heute Vormittag 10 Uhr begannen sieben amerikanische Kriegsschiffe die Beschießung von Manzanillo. Durch daS heftige Feuer wurden drei der Linie Menedez gehörige Dampfer in Brand gesteckt. Spanische Kanonenboote, die im Hafen lagen, liefen auS, um die Stadt zu vertheidigen, strandeten aber. DaS Ergebniß der Be- schießung ist noch unbekannt.
— SamStag Abend hat die Regierung in Washington noch folgende Punkte der Uebergabebedingungen für Santiago nachträglich bekannt gegeben: 1. Die 20000 Flüchtlinge kehren nach Santiago zurück. 2. Eine amerikanische Jnfanteriepatrouille wird auf den Straßen in der Nähe der Stadt eingerichtet. 3. DaS amerikanische Feld- lazareth hat auch für die Kranken und Verwundeten der Spanier zu sorgen. 4. Alle spanischen Truppen in der Provinz Santiago, mit Ausnahme der Besatzung von 10000 Mann in Holguin unter General Luque, gehen nach Santiago, um fich zu ergeben. (Es sei wiederum bemerkt, daß die als Grenze für das abgetretene Gebiet festgesetzte Linie weder Manzanillo noch Holguin einschließt. Die Linie geht von Aserradero, 25 Kilometer westlich von der Bucht von Santiago, zunächst 27 Kilometer N.-N.-O. aus den kleinen Ort DoS Palmas zu und biegt dann fast rechtwinklig nach N.-O. aus, dis sie in 75° 5' w. L. Greenwich Sagua de Tänamo trifft, das am Unterlauf eines gleichnamigen FluffeS liegt. DaS ganze Gebiet umfaßt etwa 10000 Quadrat-Kilometer) 5. Die Artillerie und die VertheidigungSanlagen der Stadt müssen den Amerikanern in gutem Zustande übergeben werden. 6. Den Amerikanern wird die Benutzung der Bahn nach Juragua bedingungslos gestattet. 7. Die Waffen müssen von den spanischen Truppen ausgeliefert werden. 8. Die Spanier dürfen aus ihren Kirchen alles tragbare Geräth und Schmuckwerk miinehmen. 9. Die Spanier müssen den Ameri- kanern behülflich sein, die unterseeischen Sprengminen aus der Hafeneinfahrt zu entfernen. — Ueber die Abfahrt des ameri- kanischen Ostgeschwaders unter Commodore Watson werden von den Blättern drüben wie auch von denen der nervösen Spanier in Cadiz, Gibraltar und Cartagena fortwährend verfrühte Meldungen in Umlauf gesetzt. In Tanger ist mau am allerängstlichsten. Dort erwartet man jeden Tag die ersten Schüsse aus den gefürchteten amerikanischen Schiffsgeschützen. Wir haben schon früher darauf hingewiesen, daß Kriegsschiffe, die monatelang in tropischen Gewäffern auf Station gewesen find, bald an Manövrirsähigkeit und Geschwindigkeit verlieren durch den dichten Ansatz, der sich an der Bodenbeplankung durch Muscheln, Seethiere und Ge- wüchse bildet. Ehe ein solches Schiff von Neuem in Dienst gestellt werden kann, muß es docken, um diesen lästigen Balast zu entfernen. Wie sehr diese unausbleibliche Folge des Auf- enthaltS in den Tropen ein Fahrzeug behindert, hat fich bei CerveraS Cristobal Colon gezeigt, die trotz großer Ueber- legenheit ihrer Schiffsmaschinen nicht mehr im Stande war, der Verfolgung durch die Amerikaner zu entrinnen. Ohne Zweifel werden auch die amerikanischen Schiffe jetzt nicht im Stande fein, ohne längeres Docken sofort die lange Fahrt über den Atlantischen Ocean zu machen. Die Iowa und die Indiana, zwei der besten Linienschiffe, find zugestandener- maßen zur Zeit völlig unbrauchbar, bei andern wird aller I Wahrscheinlichkeit nach die Artillerie erneuert werden müffen, I
da die Geschütze nach den zahlreichen und langdauernden Beschießungen zum Theil an der Grenze ihrer bekanntlich sehr beschränkten Leistungsfähigkeit angelangt sein müffen. Unter diesen Umständen hat noch nicht einmal die Zusammensetzung des nach Spanien bestimmten Geschwaders vollzogen werden können. Die übrigen Vorbereitungen gehen ihren Gang. So find SamStag auf der KriegSrhede von Hamptou RoadS in Birginien zehn Kohlenfchiffe eingetroffen, die zum Ost- gefchwader stoßen sollen, sobald eS formtrt und klar zum Auslaufen fein wird. Köln. Ztg.
Locales unt j-rovlnzlelles.
Gießen, 20. Juli 1898.
•* UniversitatS-Bibliothek. Von Herrn Prof. Dr. Strahl in Gießen war vor Kurzem der Großh. Universitäts-Bibliothek eine höchst werthvolle Schenkung von Musikalien zugesandt worden,- die Genehmigung zur Annahme dieses hochherzigen Geschenkes ist nunmehr durch Entschließung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs der Landesuniversität ertheilt worden. Die Schenkung besteht aus etwa 200 Quartbänden der vollständigen Ausgaben der Werke von I. Seb. Bach (Ausgabe der Bach-Gesellschaft), Händel (Au-gabe der Händel-Gesellfchaft) und R. Schumann (Ausgabe von Clara Schumann) und ist für die Univerfitäts-Bibliothek umso wichtiger, als sie, bisher äußerst arm an musikalischen Werken, nunmehr einen recht bedeutenden Grundstock zu einer Musikbibliothek erhalten hat. Hoffentlich gelingt eö, dieselbe namentlich mit Rücksicht auf die Pflege der mufikalifchen Jn- tereffen in unserer Stadt, künftig recht vollständig auszubauen.
*♦ Ans dem Staatsdienst. Die „Wormser Zeitung" bringt folgende Meldung: „Wie verlautet, beabsichtigt der KreiSrath zu Offenbach, Herr Geh. RegieruugSrath Haas aus dem Staatsdienst auSzu'cheiden und feine Thätigkeit allein dem Genossenschaftswesen zu widmen."
** Kromer-Concert am 24. Juli im (Safe Leib. Ueber daS Königliche Hof - Theater-Sextett (C. Kromer) erhalten wir folgende Nachricht aus Straßbur.g: Im „Bäckchiesel" war der vorgestrige und gestrige Abend der holden Tonkunst geweiht. Das schon in früheren Jahren dort aufgetretrne Stuttgarter Hofsänger-Sextett ließ sich wieder einmal hören und eroberte fich in noch höherem Maße als ehedem die Gunst des Publikums. Sämmtliche Lieder wurden fo inniglich und minniglich vorgetragen, daß fie zum Herzen sprechen mußten. Und wie einschmeichelnd klangen die Stimmen der Sänger, wie schmetternd der erste Tenor und von welcher Weiche der Bariton! Von den Darbietungen erfreuten fich die vom Leiter de- Quartetts, Herrn Kromer componirten ganz besonders warmer Aufnahme. Eins davon ist längst Gemeingut einer großen Reihe von Männergesangvereinen, besonders im Elsaß, geworden und verschiedene Vereine haben mit dem Vortrage derselben auch schon erste Preise bei Wettgesängen errungen. ES ist das Lied „Grüße an die Heimarh" mit Baritonsolo. Das Kromer'iche „Mein letzt' gut Nacht" ist jedoch nicht minder schön. Ebenso hat gestern „Mein letztes Grüßen" vom Musikdirector Klein in Freiburg, welches bei dieser Gelegenheit vom Quartett zum ersten Male gesungen wurde, sehr gefallen. Nach diesem Erfolge werden die sechs Sänger bei ihrem Auftreten im „Bäckchiesel" gewiß wieder eine große Zahl Zuhörer anlocken- gestern waren eS Tausende.
”* Vom Sprachvereine. In Sachen der deutschen Namen auSländtscher Städte hat der deutsche Verleger-Verein auf Antrag des Buchhändlers Lehmann zu München am 7. Mai d. I. folgenden wackeren Beschluß gefaßt: 1) Falls der Versuch gemacht werde, die alten deutschen Ortsnamen in Oesterreich-Ungarn und im übrigen AuSlande zu slawisiren oder zu magyarifiren, unentwegt an den alten Namen festzuhalten und nur diese in seinen amtlichen Veröffentlichungen zu führen. 2) Seine Mitglieder aufzufordern, in allen ihren Verlag-Werken bei Ortsnamen, die in deutscher und fremder Sprache vorkommen, grundsätzlich so weit wie irgend möglich nur die deutsche NamenSform zu gebrauchen.
** Neue Totalansicht von Gießen. Im Verlage der I. Ricker'schen Buchhandlung hier erschien vor Kurzem eine neue Totalansicht von Gießen, nach einer von Landschaftsmaler Frank vom Thurme der katholischen Kirche auS auf» genommenen Bleististzeichuung. DaS in Lichtdruck hergeftellte vorzüglich gelungene Bild eignet fich trefflich als Wandschmuck und darf als sprechende Erinnerung an unsere freundliche Stadt gelten. Der Preis (5 Mk.) ist in Anbetracht des Gebotenen, al» sehr mäßig zu bezeichnen. — In gleichem Berlage ist soeben in zweiter Auflage erschienen: Die Reichsgesetze zum Schutze von Industrie, Handel und Gewerbe. DaS Markenschutzgesetz vom 11. Januar 1876 DaS Patentgesetz vom 7. April 1891. DaS Gesetz bett, den Schutz der Gebrauchsmuster vom 1. Juni 1891. DaS Gesetz zum Schutze der Waarenbezeichnungen vom 12. Mai 1894. Das Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs vom 1. Juli 1896. TextauSgabe mit Einleitung, erläuternden Anmerkungen, sowie einem Sachregister. Ein PractischeS Handbuch sür Juristen, Gewerbtreibende und Techniker von C. Davidson, Rechtsanwalt in Ortenberg. 450 Seiten in handlichem Taschenformat. In elegantem biegsamen Ganzleinwandband. Preis 5 Mk. Ein kurzer, in knappem und übersichtlichem Rahmen gehaltener Commentar, der fich vortrefflich für den practischrn Geschäftsmann und Gewerbetreibenden eignet. Die Verfügung deS Großh. Ministeriums in Darmstadt, das Werk für die größeren Amtsgerichte Heffens anzuschaffen, ist ein vollgiltiger Beweis für Werth und Brauchbarkeit deffelben.
•* Beförderung von Fahrrädern auf Eisenbahnen. Der Kölner Radfahrerschutzverband beschloß in einer zahlreich besuchten Versammlung, alle größeren Verbände und Tchutzverbände aufzufordern, in einer gemeinsamen Petition an dar Ministerium dahin vorstellig zu werden, daß der
Ausschluß der Schnellzüge von der Beförderung der Räder I nicht erfolge. Die Versammlung erklärte fich mit dem Tarife einverstanden, wenn practische Einrichtungen für die Beförderung der Räder geschaffen würden. Sie gibt der Bahn anheim, Preisausschreiben für practische BesörderungSwagen zn erlaffen. — Wie man unß mittheilt, hat auch der Vorstand der Gießener „Wanderer" gegenüber der für den 1. September in Aussicht genommenen verschärften Bestimmungen über die Beförderung der Fahrräder Stellung genommen und zwar zunächst in einer Eingabe an den Vorsitzenden des Rechts- schutz-AuSschuffeS deS deutschen Radfahrerbundes, RechtSanwall Dr. Scherloch in Königsberg. In der Eingabe wurden ausführlich die besonderen Verhältnisse hinfichtlich bei gebirgigen Geländes im Nordbezirk des Gaues 9 geschildert und dargelegt, daß eS dieser besonderen Verhält- | oiffe wegen den Fahrern nicht möglich sei, ihre größeren I Touren auch wieder nach dem Ausgangspunkte zu Rad zurück- ' zulegen, fie seien gevöthigt, die Eisenbahn zu benutzen. Die Folge der die Beförderung von Fahrrädern erschwerenden Bedingungen würde ein erheblicher Ausfall an Personen- fahrgrldern sein.
** Manöver. Die 21. Division hält ihre Herbstmanöver in der Gegend von Kirchhain ab und zwar vom 13. bis 20. September. Zuvor, vom 7. bi» 12. September, finden die Brigademanöver der vereinigten 83. und 41. Jn- fanteriebrigade unter der Führung des Generalmajor» v. Gilsa in der Gegend nordöstlich von Gießen statt. Da» THÜring. Ulanen-Regiment Nr. 6 wird der 42. Infanterie-Brigade zngetbeilt.
** Für Steuerpflichtige. Von allgemeinem Interesse ist ein gerichtliches Urtheil, das kürzlich in Mainz in einer SteuerreclamationSsache gefällt worden ist. Ein Steuerpflichtiger erklärte bei seiner Beschwerde gegen die Einkommensteuer, er habe nur einen festen Gehalt und weiter nichts und legte auf weitere Aufforderung eine Bescheinigung seines Arbeitgebers vor, worin diese Angaben bestätigt wurden und zwar mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß fich der betreffende Reclamant Kost und Logis selbst stellen müffe. Da sich jedoch herausstellte, daß diese Bescheinigung falsch war, da dem Steuerpflichtigen von seinem Dienstherrn auch Kost und Wohnung bezahlt wurde, mußte die Sache der Staatsanwaltschaft zur Verfolgung wegen Betrug-- Versuchs übergeben werden. DaS Ergebniß war, daß die Strafkammer des Landgerichts Mainz in letzter Instanz den Steuerpflichtigen wegen BetrugSversuchs und deffen Arbeit- geber wegen Beihilfe hierzu auf Grund des § 263 des Reichsstrafgesetzbuches unter Annahme mildernder Umstände in entsprechende Geldstrafen verurtheilte.
*♦ Zählung der Sifeubahareiseudeu. In der letzten Juli- Woche wird auf den preußischen DtaatSbahneu eine Zählung derjenigen Reisenden vorgenommen, die mit Rückfahrkarten (auch Sommer-Rundreisekarten usw.) in Schnellzügen fahren». Zum Zeichen der vorgknommenen Zählung werden die Fahrtausweise mit einem Stempel versehen. Zum gleichen Zwecke werden die nach Entnahme de» letzten Fahrschein» sonst ta den Händen der Reisenden verbleibenden Umschläge zu Fahrscheinheften usw. in der Zeit vom 25. Juli bi» 16. September d. I. nach Beendigung der Fahrt von den Reisenden zurückerbeten. Es handelt sich hierbei um eine Feststellung- im welchem Umfange Schnellzüge mit Fahrkarten zu Personen- zugpreisen benutzt werden. Sollen die Ergebnisse der Zählung nützliche Berwerthung finden, fo muß auf möglichst große Zuverlässigkeit gerechnet werden. Jrn Interesse der Sache und der Pünktlichkeit de» Zugdienste» wird da» reisende Publikum gebeten, die mit dem Zählgeschäft betrauten Beamten durch bereitwillige» Vorzrigen der Fahrtausweise zu unterstützen.
• * Obstdurchschuittspreis. Nach einer Mitthe lang der Centralstelle für Obftverwerthung in Frankfurt a. M. stellten sich die Obstdurchschnittspreise am Montag den 18. Juli bei sofortiger Lieferung wie folgt: Erdbeeren 35 Mk., Kirschen 14 Mk., Johannisbeeren 11 Mk., Stachelbeeren 16 Mk., Stachelbeeren (unreife) 10 Mk., Aprikosen 50 Mk, Pfirsiche 50 Mk., Birnen 18 Mk., Heidelbeeren 8 Mk., Himbeeren 30 Mk., Reineclauden 30 Mk, Zwetschen 25 Mk. per Centner.
* • Die Abnahme der TageSläuge macht sich jetzt, nachdem wir die Mitte de» Juli überschritten haben, schon allmählich bemerkbar. Die Zeit der längsten Tage vor und nach Johanni, an denen die Sonne rund 16 Stunden über« Horizonte stand, ist vorüber und in den nächsten drei Wochen vermindert sich nun die TageSläuge zunächst um etwa eine Viertelstunde. Später erfolgt dann die Abnahme schneller, odaß fie im August bereit» 1 Stunde 34 Minuten beträgt.
- u. Wieseck, 19. Juli. Nächsten Sonntag, den 24. d. M., von Nachmittags 1 Uhr ab, hält die Gemeinde Wieseck ein Jugendfest. Al» Festplatz hat der Gemeindevorstand den District „Heegwald" gewählt. ES ist die» der Wald, der ganz unmittelbar an der Straße liegt, die nach Altenbuseck und Trohe führt. Die Wahl dieses Platze» kann man als eine sehr glückliche bezeichnen. Nur wenige Minuten vom Orte entfernt, bietet unser Festplatz mit seinem dichten Blätterdach vollständig Schutz gegen Sonne und Regen. Man ’ann sich deshalb ganz mit Muße dem Spielen und dem l uftigen Treiben der fröhlichen Kinderschaar hingeben. Mehrere Festwirthe werden die Gäste mit Speisen und Getränken versorgen. Wahrscheinlich wird auch Omnibusverbindung bi» zum Festplatz eingerichtet.
Nidda, 19. Juli. Die auf dem letzthin abgehalteuen Feuerwehrfcft auf dem Festplatz eingeführte Acetylen- beleuchtuug hat fich so gut bewährt, daß drei Hau»- befitzer unserer Stadt dieselbe in ihren Häusern einrichten offen.
Friedberg, 18. Juli. Der Wetterauer Geflügelzuchtverein, der nach nunmehrigem dreijährigen Bestehen Über 200 Mitglieder zählt, beschloß in seiner letzten Generalversammlung, im Frühjahr 1899 eine große allgemeine
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