finnigen zusammen gegen die Sozialdemokraten zu marschtreu, Ausdruck verleiht. Tie schrieb bereit- am Freitag Morgen: ^Mag es dem Einzelnen auch eine noch so große lieber« winduug kosten, einem Laudidatea, den er bis zum Wahltage bekämpft hat, am Stichwahltage seine Stimme zu geben: e- muß geschehen! Mau denke dabei daran, daß man nicht für den mißliebigen Caudidateu, sondern gegen die Sozialdemokratie stimmt!" Aber wird der Aufruf der „Kreuzzeitung" Gehör finden? Hervorragende conservative Männer erklärten am Donnerstag: ehe sie für den freifiuuigeu Tandidaten stimmten, eher noch für den Sozialdemokraten! Bei solcher politischen Einfichts- und Di-ziplmlofigkeit läßt sich leider der Sieg der Sozialdemokratie auch tu der Reich-Hauptstadt mit ziemlicher Gewißheit Voraussagen.
Die „National!. Torr." schreibt: „Für die Stichwahlen selbst ist die Parole gegeben- es versteht sich für die national- liberale Partei von selbst, daß fie ihre ganze Energie tu erster Ltnte gegen dte Bekämpfung der Soztaldemokratie entwickeln wird. In einer ganzen Reihe von Stichwahlen find die verschiedenen Parteien auf dte Unterstützung der uattonalltberalen Partei angewiesen. Wir erwähnen dies, um bet Zetten genug darauf aufmerksam zu machen, daß dte Berettwilltgkett der Wähler dem Appell an thre Unterstützung Folge zu geben, wesentlich dadurch bedingt ist, wie fie von der Sette behandelt werdeu, auf der man auch thre Hilfe beansprucht." M. N. N.
Deutsches Reich.
Berlin, 18. Juni. Der vom BuodeSrath tu seiner heutigen Sitzung angenommene Entwurf von Bestimmungen über den Nachrichtendienst in Vtehseuchen-Ang e- legeuheiten ergänzt dte bisherigen Bestimmungen nach den inzwischen gemachten Erfahrungen. Zunächst wird die Bericht« erstattuug auch auf die Schwetneseuche und die Schweinepest ausgedehnt und zwar soll die Berichterstattung über beide Krankheiten vereinigt werden. Sodann wird bestimmt, daß die beamteten Thierärzte halbmonatliche Meldungen au das kaiserliche Gesundheitsamt zu erstatten haben, das dementsprechend HalbmonatSuachweisuugen zusammeustelleu und tm „ReichSanzeiger" veröffentlichen wird. Endlich soll für Maul- und Klauenseuche ein besonderer Meldedienst ein- gerichtet werden, deffeu nähere Anordnung den Landesregierungen überlassen wird.
verli», 19. Juni. Die Vorschläge deS StaatSsecretärS v. PodbtelSkt wegen einer Reorganisation des PoftzeitungS- tarifeS, sowie wegen der gesetzlichen Regelung des Privat- postwesenS, find in der letzten Sitzung des StaatSministeriumS zur Erledigung gelangt.
Berlin, 19. Juni. Der Borstand dek htefigeu deutsch- couservativeu WahlvereinS empfiehlt bei den bevor« stehenden Stichwahlen einmüthig gegen die Socialdemo- kratie eiuzutreten, unter der Voraussetzung, daß dte fretfinnige Bolk-partei im Laude dasselbe thuu werde.
Berlin, 19. Juni. Das Teutral«Wah leomitö der soeialdemokrattschen Partei fordert im „vorwärts" die Parteigeuoffeu auf, bet der ReichStagSsttchwahl für die- jeutgeu Caudtdateu zu stimmen, welche sich bereit erklären, tm Reichstag eiuzutreten für Aufrechterhaltung des bisherigen Wahlrecht- und das Budgetrecht de- Reichstags, für Schaffung eine- Reichsvereinsgesetzes, gegen Einführung von Ausnahmegesetzen, gegen Vermehrung von Armee und Marine und gegen dte Einführung neuer indtrecter Steuern. Weigert sich ein Caudidat der gegnerischen Parteien diese Verpflichtungen zu übernehmen, so sollen dte Parteigeuoffeu unter allen Umständen stricte Stimmenenthaltung üben.
Berlin, 18. Juni. Zur Reform der Jnvaliditäts- und Altersversicherung erfährt die „Westd. Ztg.": Graf Posadowsky wie- einmal tu einer ReichStagSrede darauf hin, daß jede wirksame Reform der Alters- und JnvaliditätS- Versicherung in einer größeren territorialen Gliederung bestehen müsse. Dem ungeheuren Oberbau der großen Anstalten habe ein den Arbeitgebern und Arbeitnehmern näher stehender Unterbau zu entsprechen. Hierin liegt ein wirklich reforma- torischer Gedanke. Der practischeu Durchführung desselben würde namentlich dann ein Ziel aufs Eifrigste zu wünschen sein, wenn mau daS gegenwärtige geheime schriftliche Fest- setzuugSoerfahreu der Invalidenrente, welches sich lediglich auf ärztliche Atteste und zwar häufig auf sich widersprechende stützt, durch eine mündliche Verhandlung zwischen den Organen der Versicherungsanstalt und den Rentenempfängern ersetzen möchte. Nur auf diese Weise, meint man, würden sich lebendigere Beziehungen zwischen der BerstcherungS«Austalt und den Renten-Empfängern erreichen lassen. Namentlich dürfe man auch nicht vor der Zuziehung von Arbeitnehmern wie Arbeitgebern zur Renteufestsetzuug zurückschrecken. Auch in einem angesehenen, den Interessen der Textilindustrie ge- widmeten Fachblatte wurde unlängst die Forderung gestellt, daß die viel zu großen, bureaukratisch fungirenden, lediglich auf ein schriftliches Verfahren begründeten Versicherungsanstalten ihre Bedeutung verlieren müssen. E» wird nicht leicht sein, hier die reformirende Hand anzulegeu, eS muß aber geschehen im Interesse der zu erstrebenden Verstärkung deS Erfolges der ArdeiterverficherungS-Gesetzgebung überhaupt. DaS letzte Ziel einer durchgreifenden Reform dieser Gesetz- gebung wird eine Vereinigung der großen Anstalten der Alters-, der Invalidität--, Unfall- und Krankenversicherung fein müffen. Ob sich dies jemals erreichen lassen dürfte, steht wohl dahin, jedenfalls kann eS nicht allzubald geschehen.
Att-Urvd.
Wien, 18. Juni. Wie verlautet, verständigten die Ver« trauensmänner der deutsch-böhmischen Abgeordneten den Grafen Thun, daß fie, bevor nicht die Sprachen-Ber- ordnungen zurückgezogen seien, sie sich in keinerlei Ver- Handlungen mit der Regierung einlaffen würden.
Budapest, 18. Juni. DaS Abgeordnetenhaus vertagte sich btS zum 6. September.
!Row, 18. Juni. Ministerpräsident Rudini gab der Kammer Kenutniß von der Demission deS gesummten CabiuetS.
London, 18. Juni. Aus Hongkong wird gemeldet, vier Kriegsschiffe unter der russischen Flagge find vor Manila erschienen und bombardirteu die Stadt. Gleichzeitig griffen die Insurgenten die Stadt au.
Madrid, 18. Juni. Marschall Bianco telegraphiere aus Havanna, daß die Verbindung zwischen Guantauamo und Santiago unterbrochen sei. Man erwartet demnächst die Landung amerikanischer Truppen bei Caimanera. Die spanischen Truppen seien berufen, eine Invasion nach Havanna energisch zurückzuweisen. Die Situation dort sei unverändert.
Madrid, 18. Juni. Auf Cuba gestaltet sich dte Lage für dte Nordamerikaner recht kritisch. Zwar hat SampsouS Flotte durch eine neue Beschießung der Fort- von Santiago am Donuer-tag den Spaniern einen Verlust von 3 Tobten und 21 verwundeten beigebracht, sich aber ohne sonstigen Erfolg wieder zurückzieheu müffen. Vor Allem aber hat sich die Lage der Landung-truppe bet Guantanamo bedenklich verschlimmert. Nur in der bestimmten Erwartung, daß am nächsten Tage die ihm längst versprochenen Verstärkungen eintreffen würden, hat Sampson den Obersten Huntington bei Guantanamo landen laffeu. Tag und Nacht müssen sich dessen Truppen, nur gegen 1000 Mann stark, gegen die unermüdlichen Guerilla-Angriffe der Spanier wehren- Hitze und Schlaflosigkeit haben die Mannschaften auf- Aeußerste erschöpft. Daher fragte Admiral Sampson Freitag Nacht bet dem Kriegsdepartement an, wann die JnvafionSarmee eintreffen werde- er schilderte dte Lage ringe um Santiago als gefährlich, die Stadt müsse sofort genommen werden. Während nun dte „Times" aus New-Uork meldet, die eigentliche Invasion auf Cuba sei endgiltig bis zum Herbste verschoben worden, verlautet anderweitig, daß der Odercommau- dirende der UnionS-Armee, MtleS, sich nicht länger einem sofortigen Einfall im westlichen Cuba widersetze. Nichtsdestoweniger herrscht dte Meinung in den militärischen Kreisen Washingtons vor, die Folge von MileS' langem Widerstande und seiner Reibungen mit Alger werde MileS' Absetzung oder ein nur namentliches Commando der Armee sein.
Madrid, 19. Juni. Gerüchtweise verlautet, daß M a n i l a c ap i tu lirt habe. Eine amtliche Bestätigung dieser Nachricht liegt jedoch nicht vor.
Madrid, 19. Juni. Nach hier eingelaufenen Meldungen auS Havanna herrscht dortselbst dte Ansicht vor, daß binnen kurzer Zett ein großerTheil der Aufständischen zu den Spaniern übergehen werde, da die Anführer über dte AunexionSabfichten der Amertkaner entrüstet find.
Wahlergebnisse.
Die bis SamStag Nachmittag vorliegenden Wahlnachricht en gestatten folgendes Bild der endgiltigen Wahlen (ohne die Stichwahlen) in 371 Wahlkreisen. ES fehlen noch die Ergebnisse aus 26 Kreisen, und zwar 1 auS Ostpreußen, 3 aus Westpreußen, 1 aus Brandenburg, 2 aus Pommern, 1 aus Posen, 6 aus Schlesien, 1 aus der Provinz Sachsen, 2 aus Mecklenburg, 1 aus Hessen und 8 aus Bayern. In den 371 Wahlkreisen wurden tm ersten Wahlgang gewählt (Gewählte, die bisher dem Reichstag am Schluffe der vorigen Tagung nicht angehörten, find mit einem * bezeichnet):
84 Conservative.
*v. BiSmarck-Bohlen, "Blödau, "v. Bouin, "Borck- Hausen, v. Dewitz, Graf zu Dohna-Schlodieu, v. Frege, v. d. Gröben, Hauffe-Dahlen, "Henning, Hilgeudorf, Himburg, Fürst zu Hohenlohe-Oehringen, Graf v. Kanitz, * Graf Klinckowström, "v. Kröcher, "Kutscher, Frhr. v. Langen, v. Maltzan, Mentz, Frhr. v. Manteuffel, • Ntßler, v. Norrnann, v. Plötz, v. Salisch, * Schrempf, Graf v. Schwerin-Löwitz, v. Sperber, * v. Spiegel, v. Staudy, • Stockmann, v. Werdeck, v. Wiuterfeld-Menkin, * v. Waldow.
7 Reichspartei.
♦ Arendt, Graf v. Arnim, v. Dziembowski-Bomst, Hoeffel, • Holtz, Nauck, v. Tiedemann.
9 Natioualltberale.
* Esche, "Fitz, Frhr. Heyl zu Herrnsheim, Hofmann, Hosaug, " Kaufmann, * Steg, * Tönnies, • Uhlmann.
76 Gentium.
Aichbichler, Prinz v. Areuberg, Bender, Brandenburg, Braun, Breuer, Broekmann, Bumiller, " DaSbach, Dieben, Euler, "Feltin, Frank, Fritzen-Düffeldorf, Fritzen-ReeS, Fusangel, Graf Galen, Gersteuberger, • Glowadski, v. Grand- Ry, Gröber, Hartmann, Frhr. v. Heeremann, Heim, "Herold, "Herrmann, Frhr. v. Hertling, Heffe, "Hille, Hitze, Hofmann, Graf Hompesch, Horn, Hubrtch. Kloie, "Kohl, "Jäger, KrebS, Lehemeir, Lender, Lerno, Letocha, Lieder, "Linder, Lingen-, "Graf MagniS, Marcour, Mayer, "Opfergelt, Pichler, Pingen, " Rannen, Rath, Rembold, Riutelen, Stören, Schädler, Schmidt-Warburg, Schuler, Schwarze, Spahn, "Speck, Stephan, "Stötzel, v. Strombeck, Strzoda, Timmermann, "Thünefeld, Wallenborn, Wattendorf, Wellftein, " Werth- mann, de Witt, Witzlsperger, "Wörle, "Zehnter.
1 freifinnige Volkspartei.
Schmidt-Bingen.
1 fieifinnige Bereinigung.
Frese.
5 Antisemiten.
Grase, Liebermann v. Sonnenberg, Lotze, Vielhaben, Werner.
11 Polen.
CegielSki, v.Czarlin-kt, Fürst CzartorySki, v.DziembowSki- Pomiau, "Glembocki, v. JazdzewSki, KrzywinSki, Graf Kwilecki, * Neubauer, v. Janta PolczhnSki, Fürst Radziwill.
0 süddeutsche Bolk-partei.
33 Soeialdemokrateu.
Auer, Bebel, Bock, Baed, Dtetz, v. Elm, * Goldstein, Förster, Frohme, Geher, Haase, "Hoch, Hofmann-Chemnitz, Hofmann-Rudolstadt, "Kloß, Liebknecht, Meister, Metzger,
Molkenbuhr, Oertel, "Psannkuch, ReißhauS, Schippel, Schmidt. Frankfurt, Schönlauk, "Schwartz, Seifert, Singer, Stadthagen, Stolle, Ulrich, v. Bollmar, Wurm.
7 Elsässer.
" Delsor, Küchly, • Merot, • Röllinger, SpieS, ®toterer * Wetter!«.
1 Däne.
Johannsen.
3 Bayerischer Bauernbund.
Bachmeier, Hilpert, • Ratzinger.
Bei keiner Partei.
v. Dallwitz, Riff (von den Straßburger Ordnuog-parteiea gewählt), Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst, Schmid (urad- hängiger Clericaler).
Locales unb Provinzielles.
Gießen, 20. Juni 1898.
*" Bon der Universität. Se. Königs. Hoheit der Groß- Herzog hat den außerordentlichen Profeffor bet der philo- sophischen Facaltät an der LandeS-Uaioersität Dr. Brune Sauer au- Leipzig zum ordentlichen Professor, den außer- ordentlichen Professor bei der mediciutschen Facultät an der Lande- Universität Dr. Theodor Steinbrüg ge auS Hamburg zum etatsmäßigen außerordentlichen Profeffor der Ohren- Heilkunde und den außerordentlichen Profeffor bet der philo, sophischen Facultät der LandeS-Universitat Dr. Wilh. Wetz au- Eppelsheim zum etat-mäßigen außerordentlichen Professor der englischen Sprache an der Lande- Universität ernannt.
** Persoualuachrichteu. Durch Entschließung deS Großh. Ministerium- deS Innern wurden die GerichtSaccefisten: Dr. Emil Safener in Mainz, Wilhelm Maximilian Lauer in Giefeen, Rudolf Langermaun in Giefeen, Dr. Wilhelm Neidhart in Darmstadt zu RegierungSassefforen ernannt — Durch Entschliefeung des Grofeh. Ministeriums der Jasti, wurden die GerichtSaccessisten: Fritz Bohn in Alzey, Wil- Helm Brust in Darmstadt, Otto Dornseiff in Al-feld,. Martin Emmerling in Darmstadt, Georg Haußmann in- Mainz, Dr. Gustav Hey er in Darmstadt, Karl Korman in Giefeen, Dr. Ernst Mayer in Mainz, Dr. Friedrich Pagenftecher in Mainz und "Simon Stahl in Friedberg zu GerichtSaffefforen ernannt.
*" Militärdie^stuachrichteu. Heyer, Bicefeldwebelvom Landw.-Beztrk I Darmstadt, zum Sec.-Lt. der Res. des Inf.« RegtS. Nr. 174, Stieger, Vicewachtmetster vom Land».- Bezirk II Darmstadt, zum Sec.-Lt. der Res. des 1. Großh. Hess. Drag.-Regts. (Garde-Drag.-RegtS.) Nr. 23 befördert. Schwan, Sec.-Lt. von der Infanterie 2. Aufgebot- b:l- Landw -Bezirk- Giefeen, R-örn Held, Pr.Lt. von der Inf. 2. Aufgebots, Weber, Fuchs, Pr.-LtS. von der Cavallerü 2. Aufgebot- deS Landw.-Bezirks I Darmstadt, der Abschied bewilligt. Em ich, Zahlmeister von der Reitenden Abtheil. Hess. Feld-Art.-RegtS. Nr. 11 zum 1. Grofeh. Hess. Drag.-- Regt. (Garde-Drag.-Regt.) Nr. 23 versetzt.
** Stichwahl. Wir machen die Wähler auf die Bekanntmachung des Herrn Wahlcommiffa-S im amtlichen Theile dieser Nummer aufmerksam, wonach die engere Wahl zwischen den Herren Köhler und Schetdemann am nächsten Freitag den 24, Juni stattfindet.
"• Concert-Xournse. Die ungemein herzliche Aufnahme, die der Kärntner Dichtercornpouist Thomas Koschat und fein Quintett anläßlich seiner vorjährigen Kunstreise durch Deutschland allerwärtS gesunden hat, bestimmten ihn, den zahlreichen von verschiedenen Seiten an ihn ergangenen Einladungen folgend, auch im Laufe dieses Sommer- eine Lon- cert-Tournve zu unternehmen. Nach glücklicher Uederwindong der Folgen schwerer Erkrankung ist Koschat wieder im Boll- besitze seiner früheren Gesundheit und SchaffenSsreudigkeit. Einen Beweis dafür liefert eine Reihe neuer zum Theil sehr heiterer Vocalcompofitionen, die der Vortragsordnung seiner demnächstigen Tournee einen besonderen Reiz verleihen dürften. Dabei sollen jedoch seine früheren, sich allgemeiner Beliebt- heit erfreuenden alteren Quartette nicht vernachlässigt werden, denen die weitverbreitete Koschat-Gemeinde in den Vorträgen de» vom Meister persönlich geleiteten Ensembles so gerne mit Entzücken lauscht.
"" Die Hnnde-AnSstellnug auf der „Schönen Aussicht* war vorgestern und gestern zahlreich besucht. Die Ausstellung hob sich nicht nur hinsichtlich der Anzahl der Hunde, sondern auch wegen der Reichhaltigkeit der Rassen und der Schönheit der au-gestellten Thiere von anderer derartigen Veranstaltungen Vortheilhaft ab. Unter der großen Anzahl der Besucher wachten sich besonder-Jäger und Förster bemerkbar, Leute, deren Beruf sozusagen Mensch und Hont am engsten mit einander verknüpft. Die Vorführung der SanitätShunde, welche bestimmt sind, tm Kriege die Verwundeten aufzusuchen und bereit- bei einigen Jägerbataillonen Verwendung finden, nahm naturgemäß besondere- Interesse in Anspruch. Eine größere Anzahl Offiziere, Oberjager nut Jäger de- Marburger Jägerdataillonß wohnten der Bor- fÜhrung bet. Die zahlreich anwesenden sonstigen Besucher spendeten je nach Liebhaberei für diese oder jene Raffe, den au-gestellten Thieren berechtigtes Lob. Die, jedenfalls nicht leichte Arbeit der PrämiirungS-Commisfion ist hoffentlich zur Zufriedenheit der Aussteller au-gefallen- die Mehrzahl der Hunde konnte prämiirt, viele mit recht werthvollen Preist» ausgezeichnet werden.
•* Die Bereinsbanerfahrt nach Gießen, welche der Gan- verband 9 (Frankfurt a. M.) des Deutschen Rad- fahrerbunde- am gestrigen Sonntage veranstaltet hatte, ging programmgemäß von Statten. Wenn man sich die von einzelnen Vereinen (gemeldet hatten ca. 30 Vereine) durL- fahrenen Strecken vergegenwärtigt und weiter ermißt, wel« Anforderungen an die Kraft de- einzelnen Fahrer- der Prei ' corso, an dem nur Fahrer der zum großen Theil w # Nacht angetretenen Dauerfahrt theilnehmen durften, steü , so kann man wohl behaupten, daß sportlich da- Dauerfahrt^ von derselben Bedeutung ist, wie da- Wettfahren. Wie ma
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Bor 690 Jahr, ton Schwaben e der Altenburg zu B Otto von Wittelsbaci des Gemach, wo der eine Wunde bei, an Otto von Wittelsbach
* Kohlensäure fi Zürich, 15. Jani: 'Todor" wird jetzt i Hd In den Handel i'chsi kleine Ouantitä umendbar gewacht irvensSrwtge Küpsti SJ reine Kohlei gj tW eine W ötlD- Fruchtsaft u.
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