Ausgabe 
19.8.1898 Zweites Blatt
 
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2. Für Ziegen:

Ein 1. Preis . . . - Zwei 2. Preise ä 15 Mk. Zwei 2. Preise L 10 Mk.

. . 20 Mk.

. . 30

. . 20

70 Mk.

4 Anerkennungen mit ä 5 Mk. Weageld__20

Summa 150 Mk.

Für die Durchführung der Schau gilt die, vom Land, wirthschaftsrath erlassene allgemeine Prämiirungs Ordnung, deren hierher gehörige Bestimmungen in der Ausstellungs­ordnung den Viehzüchtern noch bekannt gegeben werden.

Mit der Schau wird weiter eine Prämiirung von Schweinen und Ziegen verbunden, für welche besondere Mittel zur Verfügung stehen. Hierüber erfolgt nähere Be­kanntmachung. , t ,

Die Schau wird am 19. September d. Js. abge­halten und bezweckt vorstehende Veröffentlichung, die Vieh- züchter des Kreises Gießen schon jetzt auf dieses wichtige Unternehmen aufmerksam zu machen und zu rechtzeitiger Vor­bereitung reger Theilnahme zu veranlassen. Mit der localen Durchführung ist vom landw. Provinzialverein eine Com­mission beauftragt, in welcher der Unterzeichnete den Vorsitz führt. Anmeldungen sind bis spätestens 9. September an den Unterzeichneten zu richten, von welchem auch die Ausftellungsordnung und die Anmeldeformularien zu be­finden sind.

Hungen, den 4. August 1898.

Der Vorsitzende der Commission der B^irksthierschau.

v. Oven.

Deutsches Reich.

Berlin, 17. August. Orientfahrt des Kaisers In Konstantinopel find große Vorbeitungen für den zu erwartenden Besuch des Kaisers im Gange, aus denen die Einwohner der Stadt dauernde Vortheile ziehen werden. Innerhalb des Ytldiz.Palast«Bezirk» herrscht regste Tätigkeit - besondere Gebäude und Straßen werden angelegt- außerhalb des Bezirks werden alle Straßen, welche der Kaiser Vorau»« fichtlich berührt, gut gepflastert und Tausende von Gaslichtern angebracht. Eine sehr wichtige Verbesserung ist die Erwet« terung der Hauptstraße in Pera. Bisher konnten nämlich an manchen Stellen die Wagen nicht auSbiegeu, doch werden jetzt alle Hindernisse ntedergeriffen und schöne Häuserfronten errichtet. Die türkische Presse darf alle diese Vorbereitungen nicht erwähnen.

Berlin, 17. August. Auf Befehl des Kaisers begibt fich Btce-Admiral v. Diederichs au Bord des Schiffes Kaiser" nach Batavia, um zu den auS Anlaß der Krönung der Königin von Holland stattfindeudeu Feierlichkeiten die Glückwüniche des Kaisers auszudrücken.

Berlin, 17. August. DerReichsanzeiger" veröffentlicht die Abberufung des Gesandten bei den Vereinigten Staaten von Venezuela, Graf v. Rex, behufs anderweiter dienst« ltcher Verwendung von diesem Posten.

Berlin, 17. August. Wie demLocal-Anzetger" aus FrtedrtchSruh gemeldet wird, wird der erste Spatenstich zum BiSmarck-Mausoleum heute gethau werden. 600000 Mauersteine find bereits für den Bau bestellt worden. Das Mausoleum wird fich, wie jetzt feststeht, gegenüber dem Schloß des Altreichskanzlers erheben.

Berlin, 16.August. Neuforderungen für wissen« schaftliche und culturelle Zwecke. Wie bekannt, be­steht in Deutschland ein Verein von practischeu Schulmännern und Gelehrten, welcher es sich zur Ausgabe gestellt hat, da» Material zur deutschen ErziehungSgeschtchte zu sammeln uod zu veröffentlichen. ES ist der Wunsch dieses Vereins, daß sein Unternehmen durch Mittel des Reichs unterstützt werde. Der Etatentwurf für 1899 des RetchSamts des Innern dürste eine entsprechende Forderung enthalten. Auch auf anderen Gebieten dürfte jener Etat Nruforderungeu für Wissenschaft- liche und culturelle Zwecke auswetsen, fo zu einem Abschluß« werk über die Sixtinische Capelle in Rom, zur Förderung der geographischen Wissenschaft, zur Erforschung der Krankheiten landwirthschastlicher Nutzthiere. Auch wird die neugebildete Biologische Abtheilung im ReichSgesundheitSamt im neuen Voranschlag voll in Erscheinung treten.

Berlin, 16. August. Die Verwaltung von Kiautschou augenblicklich in folgender Weise eingerichtet: An der Spitze der militärischen Abtheilung deS ReichsmarioeamlS, welcher die Verwaltung von Kiautschou unterstellt ist, steht der Capitän zur See Fischel. Außerdem sind noch zwei Deceruenten, Corvetteu-Capitäu von Semmern für militärische Angelegen­heiten und Wtrkl. AdmiralitätSrath Berber für Verwaltung»- Angelegenheiten, ein Hilfsarbeiter, GertchtSassrssor Dr. Kühner, und die nöthigen Regtstraturbeamten thätig. Ja Kiautschou ist der Gouverneur, Capitän zur See Rosendahl, zugleich Befehlshaber der Besatzungstruppen, Capitäulieuteuaut Wilken ist Adjutant, Hafeucapitän und Platzmajor, Marine-Intendantur« rath SchtlaSky Intendant. Die Civil-Verwaltung: Civil- Commissar Btceconsul Dr. Zimmermann (Referent des Gouvernements), Forstassrssor Thoma», Dolmetscher«Eleven: Dr. Wagensühr, Reitzel, Dr. Bessert-Nettelbeck, Referendar. Justiz-Verwaltung: Kaiser!. Richter Amtsrichter Dr. Gelpke (zugleich Auditeur, Referent de» Gouvernement»), al» Gericht»« schreiber und Actuar. Bau«Berwaltung: Marine-Hafenbau« Jaspector Gromsch (Referent de» Gouvernement»), Regierungs- Baumeister Kuopff, technischer Secretär. Garnison-Verwaltung: Marine«Garnison«VerwaltungSinspector Behr, Lazareth«Ver« Wallung: Chesarzt des LazarethS Martne-Obe,-Stabsarzt Lerche, Lazareth Jaspector Baske. Artillerte-Verwaltung: Capitän-Lieuteuant Grassow, zugleich Führer bei Artillerie« detachementS, FeuerwerkS-Premterleutenant Gabriel. Be« satzungStruppen: Befehlshaber Capitän zur See Rosendahl, Adjutant Sapitäulieutenant Wilken, zum FortifieationSdievst Hauptmaau Müller, commandirt zur Dienstleistung, Premier« lieutenant TiSmer, commandirt zur Dienstleistung.

Berlin, 17. August. Krieg-ersahrungen. Die Mariue-Attachs» Corvetteucapitän v. Krosigk, erster Offizier auf derOldenburg", der in Spanten die KriegSvorberet« tungeu verfolgte, und Capttäulieutenaut v. Rebeur-Pasch« w i tz, der fich auf dem amerikanischen Kriegsschauplatz befand, haben nach Beendigung bei spanisch.amerikanischeu Krieges ihre Thätigkeit im großen Ganzen abgeschlossen. Ihre Be­richte und Wahrnehmungen bestätigen vollauf, daß unsere Marineverwaltuug auf dem richtigen Wege sich befand, al» fie den größten Werth auf den Ausbau der Schlachtflotte legte, v. Krosigk kehrt in die Heimath zurück- in Spanien ist eben für die Deutschen auf dem Gebiete des SchtffSbaueS, der Marinetechuik, nichts zu lernen, v. Rebeur-Paschwitz geht nach Tokio als Marine-Attache - die Verhältnisse in Ost- afiev, insbesondere die gewaltigen Anstrengungen, die Japan aufbietet, um sich eine mindesten» zweitklassige Flotte zu schaffen, erfordern dringend die Aufmerksamkeit eines Marine- Attaches- England unterhält schon längere Zeit einen solchen. Der spanisch-amerikanische Krieg hat gezeigt, wie vorzüglich da» amerikanische Schiffsmaterial ist. Die Ueberlegeuhett der amerikanischen Marineoffiziere ist schon beim Ansange de» Krieges gewürdigt worden. E» dürfte sich vielleicht em­pfehlen, dauernd der Botschaft in Washington einen Marine« Attachs betzugebeu. Abgesehen von der augeordneten Be- setzung in Tokio unterhält daS Deutsche Reich vier Marine« Attaches, zwei Capitäne zur See (Siegel und Jülich) bei den Botschaften in Pari» und London und zwei Corvetteu- capitäue mit dem Wohnsitze in Petersburg und Rom. Der langjährige Mariue-Attachs für die nordischen Reiche, Kalau v. Hofe, ist durch den Corvetteucapitän Frhru. v. Schimmel« mann ersetzt.

Kreuznach, 17. August. DaS Centrum hat für die bevor­stehende Reichstag- Ersatzwahl den Rittergutsbesitzer Puri- celli aufgestellt.

Passau, 17. August. Bon einem furchtbaren Unglück wurde der Ort Wtldeurauua heimgesucht. Au» noch un­bekannter Ursache entstand gestern Vormittag Feuer, da­innerhalb drei Stunden 31 Anwesen einäscherte. Auch zwei Personen fielen dem Feuer zum Opfer. Die ganze Ernte ist vernichtet. Ebenso ist auch viel Vieh verbrannt.

Brüssel, 17. August. In der letzten Nacht entstand auf dem Marktplätze eine furchtbare Feuersbrunst. Die gedeckte Markthalle, welche 4000 Quadratmeter Raum ein« nimmt, wurde von den Flammen total zerstört. Auch die daneben liegenden Häuser wurden von den Flammen ergriffen und sehr stark beschädigt. Menschenleben find glücklicherweise nicht zu beklagen.

London, 17. August.Standard" meldet aus New- York. durch das amerikanische Sptonagesystem habe man entdeckt, daß die Cubaner beabfichtigtev, die Stadt San­tiago zu besetzen, al» mehrere Regimenter amerikanische Truppen die Stadt verlassen hatten. Mau plante alsdann, die cubanische Flagge zu hissen. Die Amerikaner erfuhren dies und ließen die Umgebung der Stadt absperren.

Madrid, 17. August. Der KriegSmintster erklärte, t» sei unrichtig, daß die Uebergäbe Manilas durch eine öffentliche Demonstration entstanden sei.

Barcelona, 17. August. Die Einwohner der Stadt werden dieAbfchließung des Friedens mit Amerika durch eine Festlichkeit feiern. Ebenso wird ein großes Stier­gefecht stattfiadev, dessen Ertrag den Bedürftigen der Stadt zu Gute kommen wird.

Wilna, 17. August. Die Stadt Mir mit 500 Wohn­häusern und vielen öffentlichen Gebäuden ist nieder- gebrannt. Durch ein eiustürzeudes brennende» Hau» wurden 18 Personen getödtet.

Koustavlinopel, 17. August. Wie verlautet, soll der Ftnanzmtuister de» Staat»rathe», Djavid Bay, durch den Sohn de» Großvezir» ersetzt werden.

New-York, 17. August. Wie die Blätter au» Washin- ton melden, ist Mac Kinley entschlossen, keine europäische Einmischung in der Phtlipptnenfrage zu dulden, sondern letztere als eine Angelegenheit zu behandeln, welche die Ber­einigten Staaten und Spanten augeht.

New-York, 17. August. Ein Telegramm au» Santiago meldet, datz die Cubaner über die Handlungen der Awert- kauer sehr erbost feien, besonder» seit dem Tage, au welchem ein Cubaner durch eine amerikanische Schildwache erschossen wurde. Die Cubaner beschuldigen die Amerikaner, daß fie da» Recht der Eingeborenen nicht respretirteu.

Die gespannten Beziehungen Großbritan­niens zu Rußland finden mehrfach in äußeren Vorgängen ihren Ausdruck. Man meldet aus Hongkong:Die Reise des englischen KreuzersPowerful" nach Java ist durch Gegenbefehl aufgehoben und die Ausbesserung desBarfleur" verschoben worden. Der KreuzerBlenheim", welcher tu See gehen sollte, bletbt bis auf Weiteres hter." Auch die gegenwärtigen größeren Befestigungsarbeiten au der cauadt- scheu Küste gelten als Vorkehrungen für mögliche Schwierig­keiten zwischen Rußland und England. ES verlautet, sechs weitere Kriegsschiffe würden sofort nach dem ESqutmaulthafen gesandt. AuS Vancouver wird berichtet, tu den Werkstätten der Pacificbahn würden zahlreiche Eisenbahnwagen für Truppeubeförderuug gebaut. Daß mau iu Kopenhagen nicht ohne Sorge wegen eines britisch-russischen Zusammen­stoßes ist und feine Vorkehrungen zum Schutze der dänischen Neutralität zu treffen sucht, läßt fich auch, je länger je weniger verkennen. In einem augenscheinlich beeinflußten Artikel über die Lage im fernen Osten führt der LondonerDaily Telegraph" aus, selbst tm letzten Augenblick sei noch Grund für die Hoffnung vorhanden, daß Rußland die Gefahr der Politik, die sein rücksichtsloser Agent in Peking dem schwäch« ltcheu Tsungli'Yameu aufdräuge, etusehen möge, denn sonst müsse eins von zwei Ergebnissen folgen: entweder werde I Rußland die chinesische Regierung, nachdem e» fie zu einer

Mala ücks-Haudluug gegen England verleitet, pretSgebeu oder nach Betfetlewerfoug aller Borwäude in unmittelbaren Zu­sammenstoß mit England treten müssen. Bisher fiud da» allerdings erst Drohungen ohne wirkliche Thateu, wie schon öfter vordem.

Marburg, 17. August. Ein traurige- Ereiguiß hat fich gestern tu 7. Abendstunde in dem benachbarten Dorfe Wehrda zugetragen. Dorthin war von hier auf seinem Fahr­rade der Dr. med. Mooren gefahren, welcher von Würz­burg nach hter gekommen war, um fein StaatS-xameu zu machen. Er ist ein Sohn des bekannten Düsseldorfer Augen­ärzte» Geh. Med.-Rath Prof. Dr. Mooren. Als der junge Mediciuer in denLahngarten" kam, vernahm er Hilferufe von der Lahn her und gewahrte alsbald, daß diese von einem ca. 12jahrtgen Knaben, dem Sohne de- Gastwtrih» Rudolph herrührteu, der, in der Lahn badend, in Leben-* gefahr geratheu war. Am Ufer standen tu Verzweifl ng drei Dameu, vou denen die eine durchaus, um zu helfen, tu die Lahn springen wollte. Dr. Mooren kam ihr zuvor, legte Rock, Weste und Portemonnaie ans Ufer, entledigte sich der Schuhe, sprang tu deu Fluß und hatte den finkenden Knaben alSbalb gefaßt. Inzwischen nahte das Motorboot, man hielt dem vou Dr. Mooren emporgehalteueu Knaben einen eisernen Hacken hin, au dem er fich auklammerte und gerettet wurde. Dr. Mooren aber, der sehr erhitzt inS Wasser gesprungen war, ist plötzlich, wohl in Folge Wasser- schlucken- vou eiuem St ckkrampf befallen, in dem Fluß v-r- sunkeu, in welchem der edle R<tter etwa 20 Minuten später a's Leiche von den Herren Bamberger und Keuscher auf- gefuuden und alSbald gelandet worden ist. Der herbei­geholte Arzt konnte nur den durch Erstickung eingetreteurn Tod constatireu. Die» traurige Borkommniß erregt auch hier natürlich die allgemeinste Theilnahme.

Speyer, 16. August. Der bekannte pfälzische Dialect« dichter Ludwig Krebs ist, 72 Jahre alt, in Oppau ge- st o r b e n.

Aber die Katze, die Katz' ist gerettet. AuS London, 13. August, wirb gemeldet: Bei einem Ausflug des National- verein- für heimische Cultur schlug auf dem Derwentwater- See ein Boot mit fünf jungen Damen und drei Herren um. Alle fünf Damen ertranken, die drei Herren find gerettet. Diesmal Engländer und nicht Franzosen.

Verzwickte Heirathsgefchichte. Man schreibt auS Bon­bon, 13. August: Die seltsamste Heirath, so berichten amerikanische Blätter, ist jüngst in St. Loui» eingegangeu worden. Braut und Bräutigam waren ursprünglich Manu und Frau, die geschieden worden find. An sich würde ba­den Fall noch nicht zu einem einzigartigen machen, denn AehnltcheS ist schon öfter vorgekommen. Der Bräutigam ging aber seine vierte Heirath ein und hat doch im Ganzen nur zwei Frauen gehabt. Seine Frau Nr. 2 hat er ge- heirathet, nachdem er sich von Nr. 1 hatte scheiden lassen- dann heirathete er Nr. 1 wieder al- Fran Nr. 3 und später Nr. 2 als Nr. 4, nachdem fich Nr. 3 von ihm hatte scheiden lassen.

Der Deutsche Feuerwehr-Ausschuß besteht auS 28 Reichs­deutschen und 8 deutsch-österreichischen Mitgliedern und ist derselbe dem deutschen Samariterbund beigetreten. Das ge- sammte deutsche und deutsch-österreichische Feuerwehrwesen zählt im Deutschen Reich zur Zeit: 11664 freiwillige, 13916 Pflicht- und 57 Berus-«Feuerwehren, zusammen 26061 mt einer Mitgliederzahl von 588 626 freiwilligen, 808 452 pflichtigen und 420 bezahlten Mannschaften, zusammen also mit 1451 123 Mann, daS find 7809 Wehren mit 468585 Mann mehr al- vor fünf Jahren. Zur Verfügung des geordneten Feuerlöschwesens stauben im Deutschen Reich 226 Ga-« und Dawpsspritzen, 23158 Handdruckspritzen mir und 18253 ohne Gangwerke, zusammen 45172 Spritzen, 2274 Hochdruck-Wasserleitungen mit 112201 Hydranten, so­wie ferner 3 750278 Mtr. Fortgangsschläuche. In Deutsch. Oesterreich bestehen zur Zett 4109 freiwillige, 55 Pflicht- und 32 Berufsfeuerwehren, zusammen 4496 Wehren mit 200298 freiwilligen, 3306 Pflichtigen und 362 bezahlten, in-gesammt also 218501 Mitgliedern. Zur Verfügung stehen in Deutsch Oesterreich 108 Dampf« und GaSsprttzen, 5983 Handspritzen mit und 1723 Handspritzen ohne Saugwerk, zu- sammen 8058 Spritzen, 241 Hochdruck Wasserleitungen mit 8222 Hydranten und 1121184 Mtr. Fortgang-schläuche. Die Zahl der Unfälle und Erkrankungen im Dienst hat fich wesentlich erhöht. E» ereigneten fich in den Jahren 189296 tm Deutschen Reich 9089, in Deutsch Oesterreich 2311 der­artige Fälle, 4602 bezw. 258 mehr al« in der Vorpertode. An Unterstützungen wurden den Kranken und Verunglückten gezahlt im Deutschen Reich 971855 Mk., in Oesterreich 120938 Mk., da- sind 577 340 Mk. bezw. 38 732M?. mehr als in der Borperiode.

«ul derguten alten Zett", «tu unheimliche» Zeugniß erhielt vor 100 Jahren, am 1. September 1798, der Scharfrichter von Tecklenburg, Jobst Stolle, ausgestellt. E- lautet folgendermaßen:Daß der Scharfrichter Jobst Stolle zu Tecklenburg, Bruder der Scharfrtchtertu Maria Jungmann, der für einige Zett zu Hallenberg iuhaftirt ge» wefeneu Heinrich Scheuertng wohl und zu meiner besonderen Zufriedenheit enthauptet, und auch zu meines Bruders, be» Syndici, Zetten etnen daselbst tnhafttrteu Dteb über die Maßen wohl gehenkt hat, also daß mau in dergleichen Fällen von ihm bedient wird, solche» bescheinigt hiermit nach Gebühr Joseph Heerde, Gaugraf zu Meeste im Amt Wollbach."

* Auf einen deutschen Kriegsschiffe geboren zu werden, ist ein So», das ganz gewiß nur Wenigen beschteden ist. Judeß hat am 16. Juni einkräftiges Mädchen", wie die Eltern erfreut kundgeben, an Bord S. M. S.Irene" I vor Manila das Licht der Welt erblickt, und zwar find Vater und Mutter Hamburger. Herr Buck und Frau, »e« borene Popp, sind vor Manila gleich anderen Deutschen von