von gegenseitigen Conflicten auf der Balkanhalbinsel erzielt worden ist. Jedoch wird in hiesigen RegterungSkreisen daran festgehaltrn, daß Oefterretch-Ungaru keinerlei Berpfiichtung eingegangen ist, die ein Verlaffen deS durch des Berliner Vertrag vom Jahre 1878 geschaffenen Bodens in sich schließen würde. Deshalb betrachtet man die Veröffentlichung gerade tn den Hauptpunkten als Erfindung. Ein weitergeheudeS Unheil muß aufgeschoben werden, bis seitens des Wiener CabiuetS eine znverläffige Erklärung gegen diese wider die öfterreichisch.uugartsche Regierung gerichtete Veröffentlichung abgegeben sein wird.
Straßburg, 17. Mai. Der Kaiser begab sich heute Vormittag 10 Uhr in Begleitung des Fürsten zu Hohenlohe nach dem Paradeseldr und nahm die Parade über die Straßburger Garnison ab. Auch die Kaiserin war mit der Fürstin zu Hohenlohe erschienen. Bei dem Pionierbataillon Nr. 19 ließ der Kaiser die Offiziere und Mannschaften vortretev, die bei einem hier kürzlich vorgekommenen Unfall beim Brückenschlägen, wo eine Anzahl Mannschasten ins Waffer gestürzt war, fich bei der Rettung ausgezeichnet hatten. Er reichte einem jeden von ihnen die Hand und übergab ihnen eigenhändig die Rettungsmedaille. Um 12 Uhr begab fich der Kaiser in das Generalcommando, wo beim commandireudeu General v. Falkenstein das Frühstück eingenommen wurde. Um 5 Uhr erfolgte die Abreise des Kaiserpaares.
Rudeßheim, 17. Mat. Drn Mitgliedern des am Sonntag hier versammelt gewesenen AuSschuffeS für die Deutschen Rattonalfefte ging aus Straßburg folgendes Telegramm -deS Kaisers zu: Der Kaiser und König läßt den Mitgliedern des rheinischen AuSschuffeS und deS ArbeitßauSschuffeS für die deutschen Natioualseste auf dem Niederwald für die freundliche Begrüßung bestens danken und ihrer patriotischen Arbeit reichen Erfolg wünschen.
Arr-Krud
Prag, 17. Mai. Mehrere tausend tschechisch-nationale Sozi alt st en versuchten gestern Nachmittag vor der Pro- Luctenbörse zudemonstriren, wurden aber von der Polizei auseinander getrieben. Eine Versammlung der Sozialdemokraten auf der Hetzinsel wurde wegen einer aufreizenden Rede deS Anarchisten Körbe! sowie wegen Bedrohung deS überwachenden Beamten aufgelöst.
Budapest, 17. Mai. Gegen den amtlichen Saateu- standSbertcht lauten die Privatmeldungen außerordentlich günstig. Fall« die Witterung-Verhältnisse andauernd wie gegenwärtig bleiben sollten, dürfte auf eine glänzende Ernte zu rechnen sein.
Paris, 17. Mai. Dem Blatte „DroitS de l'homme" zusolge find die Photographien, die Oberst Picquart Arm in Arm mit dem Obersten v. Schwartzkoppen darstellen, von einem gewtffen PI4tri gefälscht worden, der vor wenigen Tagen wegen Betrugs zu zwei Jahren Gefänguiß verurtheilt worden ist.
Loudon, 17. Mat. Wie die Blätter melden, hat die Königin an Gladstone ein Handschreiben gesandt, in dem sie ihm ihre Dankbarkeit für die wahrend feines langen Lebens als Staatsmann dem Lande gewidmete Thätig- keit ausspricht.
Loudon, 17. Mai. Eine Petersburger Meldung des Daily Telegr." besagt, Japan sei eutschloffev, gegen eine etwaige Annexion der Philippinen Seitens der Union- staateu kräftige Einsprache zu erheben.
London, 17. Mai. Die Zeitung „Star" meldet aus Havanna, daß ein amerikanisches Schiff bet CardeoaS in die Luft gesprengt worden und die ganze Bemannung umgekommen ist.
London, 17. Mai. Lord Salisbury berief für heute einen Cabinettrath, um die Antwort auf die Interpellation wegen Chamberlains Rede in Birmingham im Ober- und Unterhause festzustellen. Der „Standard" bleibt dabei, daß es die westafrikavifcheu Differenzen seien, welche sich in einem ernsten Stadium befinden.
Loudon, 17. Mai. Eine Petersburger Meldung bei „Daily Graphie" besagt, Japan sei eutschoffrv, gegen eine etwaige Annexion der Philippinen seitens der Union thatkrästigen Einspruch zu erheben.
Loudon, 17. Mai. Den „Times" wird aus New-York vom gestrigen Tage telegraphirt, der Hilfskreuzer „Yale", der in den Gewaffern von San Inan de Portorieo gekreuzt habe, habe festgestellt, daß an den Befestigungen von San Juan durch das Bombardement vom 12. Mai kein sichtbarer Schaden angerichtet ist. Das nördlich von Haiti kreuzende amerikanische Geschwader wartet Verstärkungen ab. Der Hilfskreuzer „Harvard" beobachtet die Bewegungen der spanischen Schiffe bei Martinique. — Nach einer Depesche °uS St. Thomas hatte die „g)ale" dort begönnern, Kohlen etnzunehmen, hörte aber plötzlich auf Entscheidung der dänischen Behörden damit auf und verließ gestern Abend den Hafen, nach Westen fahrend. — Au» Curacao wird tele- graphirt, die Flotte de- Admirals Eevera wurde gestern nicht gesehen. Bei der Abfahrt am Sonntag Abend dampften die spanischen Sch ffe nach Westen. Die „BiScaya" und „Jnfanta Maria Theresa" hatten 700 Tonnen Kohlen und eine große Mknge Leben-mittel an Bord genommen. — Eine Depesche auS St. Pierre (Martinique) besagt, der spanische Torpedobootzerstörer „Terror" liege noch im Hafen von Fort de France. Die Keffelrohre und Schrauben des Schiffes seien dienstunfähig. Auch das Ambulanceschiff „Alicante" ist in Fort de France. Der „Terror" wollte von der „Alicante" Kohlen einnehmen.
Madrid, 17. Mai. Einige Blätter find der Ansicht, daß Sagasta und Gamazo fich über die wirtschaftlichen Fragen einigen und das neue Cab in et heute zu Stande bringen werden. Andere Blätter meinen, Sagasta werde infolge der Schwierigkeit, ein kraftvolles Ministerium zu bilden, fich ge- »öthigt sehen, den Auftrag der Umbildung deS CabinetS in die Hände der Königin Regentin zurückzulegen. Dies wird
indeffen von der „Agenzia Fabra" als nicht wahrscheinlich bezeichnet.
Madrid, 17. Mat. Die Lösung der Kris iS ist noch nicht erfolgt. Sagasta verhandelt noch mit den angesehensten FractionSvertretern.
NewYork, 17. Mai. Die Abfahrt des Schiffes „City of Peking" von San Francisco nach Manila ist abermals um einige Tage verschoben worden.
NewYork, 17. Mai. Der „New-York-Tribune" wird aus Washington gemeldet: Admiral Sampson benachrichtigte gestern die Marineverwaltung, er habe beschlossen, uach dem Süden zu gehen und dort die Kriegsschiffe so auf- zustelleu, daß sie die Zugänge uach San Jago und CienfuegoS decken, dort die Landung von Borrathen für die Garnison verhindern und gleichzeitig daS schwache südliche Blokade- geschwader verstärken.
Washington, 16. Mai. Die Regierung hat den atlantischen Kabelgesellschaften Anweisung gegeben, keine Depeschen über die Bewegung der Schiffe der Bereinigten Staaten zu befördern und keine Auskünfte über die bevorstehenden Operationen zu geben. — Nach einem Telegramm der „New-York World" aus Key West hat General Bianco in entgegenkommender Weise den Vorstellungen des amerikanischen Offiziers Brainar hinsichtlich der Freilassung zweier Correspoudeuten amerikanischer Blätter entsprochen. Zwei kriegsgefangene spanische Offiziere werden unter einer weißen Flagge nach Babana entsandt und gegen die Corre- spondenteu ausgewechselt werden. — Eine Depesche deS „Eveuing Journal" besagt, daS Marine-Departement habe die Nachricht erhalten, daß drei spanische Fahrzeuge auf der Höhe von Martinique bemerkt worden seien.
Washington, 17.Mai. Die Unzufriedenheit über die letzten Mißerfolge ist im Zunehmeu begriffen. ES mehren fich die Stimmen, welche den Senat avklagen, daS Land unvorbereitet in den Krieg gestürzt zu haben. Mau ist entrüstet über die Planlose Kriegführung und wirft dem Admiral Sampson Unfähigkeit zur Bekleidung eines Flotten- commandos vor. In officiellen Kreisen schiebt man alle Schuld an den Mißerfolgen der Preffe zu, welche durch Registrirung jeder SchiffSbewegung den Spaniern die besten Kundschafterdienste leiste. Pröfideut Mac Kinley hat dieserhalb die strengste Ceusur verfügt gegen die Preffe bezüglich der Verbreitung militärischer Nachrichten.
Washington, 17. Mai. Im Miuisterrath wurde gestern über den KrtegSplau der amerikanischen Flotte verhandelt. Man ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß Santiago de Cuba, CienfuegoS und Havanna die Schauplätze der kommenden Seeschlachten sein werden.
Port au Prince, 17. Mai. Das amerikanische Torpedoboot „Porta" ist gestern in den hiesigen Hafen eingelaufen und hat Telegramme des Admirals Sampson nach Washington ausgegeben. DaS Torpedoboot hat SampsonS Geschwader im Norden von Cap Haiti verlaffen und ist nach Erledigung seines Auftrages um 6 Uhr Morgens wieder ab- gesegelt, um sich mit dem Geschwader wieder zu vereinigen. DaS Marine-Departernent hat dem Geschwader SampsonS den Befehl ertheilt, nach CienfuegoS zu segeln, wo er morgen eintreffen soll.
EardeuaS, 17, Mai. Als gestern eine mit 17 Mann besetzte Kriegsschaluppe aus den mit Torpedos belegten Gewaffern hiuauSfahren wollte, kam infolge eines falschen Manövers ein Torpedo zur Explosion. Alle 17 Mann kamen umS Leben.
wahlbervegrrirg.
•X. Darmstadt, 16. Mai. Die nationalliberale Partei, wenn sie mit ihrer heutigen ersten großen Wählerversammlung auch zeitlich zuletzt kam, hatte doch mit >iefcr einen außerordentlichen Erfolg zu verzeichnen. Einer 'er größten Säle der Stadt, der des Schützenhofs, war zum Erdrücken voll, und Biele mußten, da absolut kein Platz mehr la war, umkehren. Entgegen der socialiftischen und aati* emitischen Versammlung mit ihren Schimpfereien und Verunglimpfungen der Gegner befleißigten sich die Redner des Abends: der Caudidat der Partei,. Herr Ghmnafialdirector Nodvagel, sowie die Herren Stadtverordneter Wolfskehl, ReichStagSabgeordueter Dr. Osann und Landtagsabgeordneter Schmeel, wohlthuend gemäßigter, sachlicher Redeweise, und mau hatte den Eindruck, daß gerade die gebildeten Wähler dies anerkannten und ihrer Denkweise entsprechend billigten. Herr Noduagel erinnerte daran, waS die nationalliberale Partei zur Gründung und zum Ausbau des Deutschen Reiches beigetragen (und sie braucht fich ihrer Mitwirkung gewiß nicht zu schämen) und entwickelte in großen Zügen die Grund- ageu des Parteiprogramms. Als große Aufgaben deS kommenden Reichstags wurden bezeichnet ein Reichs-Vereins- I efetz auf möglichst liberaler Grundlage, Vereinfachung und Weiterförderung der Arbeiterschutzgesetzgebung usw.- auch wurde erklärt, daß die Partei fich bemühen werde, einen Ausgleich der stark widerstreitenden Jntereffen in der Sache der (1902 ablaufenden) Handel-Verträge zum Wohle der ganzen Nation demnächst herbeizuführen. Mit Social- demokratie und Ultramontanismus als natürlichen Feinden fei kein Pakt irgendwelcher Art möglich- der AnttfemitiSmuS wurde als eine Erscheinung bezeichnet, die unberechtigt und verwerflich in ihrem Ausgangspunkt, gefährlich und bedenklich im Wirken, unklar und verworren in den Zielen fei. Herr vr. Osann rechtfertigte ausführlich, weshalb er feiner Zeit, entgegen feiner früheren Ueberzeugung, doch für den russischen Handelsvertrag stimmte und beleuchtete das viele Unausführbare im antifemitifchen Programm, zugleich auch die unausgesetzte volle Fürsorge der nationalliberalen Partei für die Landwirthschaft hervorhebend und die practische Un- durchsührbarkeit des bekannten Antrags Kanitz betonend. Man kann wohl annehmen, daß manche noch „Unschlüffige" (und für diese find doch hauptsächlich diese Versammlungen) nach den gehörten, fich nur auf realem Boden bewegenden,
keinerlei leere Versprechungen machenden Darlegungen der Mittelpartei mehr und mehr fich nähern werden. — Am Abend der Versammlung waren urfläthige Plakate gegen den Candidaten angeklebt und wurden natürlich bald entfernt- dies kennzeichnet auch wieder verschiedene Gegner!
Mainz, 17. Mat. Die Vertrauensmänner der national- liberalen Partei beschloffen in ihrer Generalversammlung, den Landwirth August Dettweiler zu Laubenheim als Candidat für den Reichstag-Wahlkreis Mainz-Oppenheim vorzuschlagen.
Ctcate* rrird prooinsiea^
Sieben, den 18. Mai 1898.
** Abschied. In diesen Tagen scheidet Herr Pfarrer Dingeldey von hier, um sein neues Amt als Geistlicher der JohanueSgemetude in Darmstadt zu übernehmen. Von der warmen Liebe und herzlichen Verehrung, mit der Alle, und insbesondre die Mitglieder unsrer LucaSgemeinde an ihrem treuen Seelsorger hingen, legte der verfloffene Sonntag ein beredte- Zeugniß ab. Am Morgen verabschiedete fich der Herr Pfarrer in der bis auf ten letzten Platz dichtgefüllten Johanneskirche von feiner Gemeinde- im Anschluß an daS Bibelwort: „Haltet im Gedächtniß Jesum Christum" führte er uns noch einmal die Grundrichtung seines, sowie jedes wahren evangelischen PredigerthumS vor Augen: „So lauge eS einen evangelischen Gottesdienst gibt, wird die Predigt in seinem Mittelpunkt stehen, und so lauge eS eine evangelische Predigt gibt, wird ihr Inhalt JesuS Christus sein!" Der Abend hatte eine überaus stattliche Schaar von Bekannten, Freunden und Verehrern de- Scheidenden im großen Saale von Stein'- Garten zu einer Familienzusammenkunft vereinigt; und hier zeigte e- fich wiederum, wie schwer e- doch für beide Theile ist, wenn ein geliebter Hirte fich von feiner Gemeinde trennt, der er in jahrelanger, treuester Berufsübung mit selbstloser Hingabe gedient hat. Wir verlieren j« unserm verehrten Pfarrer nicht nur einen ganz hervorragenden Prediger, sondern vor Allem den liebevollen Seelsorger, der jederzeit mit Rath und That Trost zu spenden und Hilfe zu bringen bereit war. Und wenn ihn jetzt au- taufend Herzen die innigsten Wünsche in seinen neuen Wirkungskreis begleiten, so erntet er nur, waS er gefäet hat. Möchten er und seine Familie dort bald all die Liebe und Verehrung finden, die ihnen von hier in so reichem Maaße nachfolgt - möchten fie unsrer Stadt und ihren evangelischen Gliedern ein freundliches Andenken bewahren- daß fie selbst unser Aller Herzen immer nahe bleiben werden, dessen —■ daS wissen fie — bedarf e- keiner Versicherung mehr.
**H. Sportplatz au der Hardt. Zu den Rennen am 22. dS. Mts. haben das Ehrenpräsidium gütigst übernommen die Herren: Profeffor Dr. Spengel, Rector der LandeSuniverfität, Geheimrath Freiherr v. Gagern, Provinzialdirector, LandgerichtSpräfident Freiherr v. Rico», Oberst v. Madai, RegimentScommandeur, Oberbürgermeister Gnauth, Oberstlientenant Bigge. — Als Vorsitzender de- Preisgerichts fungirt Herr Robert Sei ff ermann in Frankfurt a. M., 1. Vorsitzender des Gauver- bandeS 9 des deutschen Radfahrer-BuudeS und als Fahr- wart des Wettfahr-AuSschusseS Herr Hermann Johl in Offenbach a. M., 1. Fahrwart des GauverbandeS 9 des D.-R.-B. Zu den Meldungen, von denen von 38 Fahrern die überaus stattliche Zahl von 116 zu den einzelnen Rennen vorliegen, ist noch zu bemerken, daß wohl fett Jahren kein Feld eine so hervorragende Klaffe von Amateurfahrern vereinigte, wie eS diese- Mal hier in Gießen der Fall ist. ES ist dies wohl hauptsächlich dem Umstande zu verdanken, daß unsere Rennbahn als eine der besten allgemein bekannt und anerkannt ist, und nachdem auch der Gewinner des Kaiserpreises in Bremen, Herr Walter Seine aus Lüttich fein Erscheinen noch zugesagt hat, ist eS vollkommen unmöglich geworden, die Gewinnchancen auch nur annähernd im Voraus zu bestimmen. Der Favorit des Gießener sportliebenden Publikums, Herr Ludwig Opel — Mitglied der „Wanderer", G.-R.-G. — wird einen recht schweren Stand haben und insbesondere zur Vertheidigung deS „Damen-WanderpreiseS" sein Bestes bergeben müssen, wenn er auch dieses Mal die Palme des Sieges nach Hause bringen will.
♦ ♦ Fernsprechbetrieb Gießen—Wetzlar. Wie der „Wetzl. Anz." mittheilt, ist gestern mit der Herstellung der Stadt - fernsprecheinrichtung in Wetzlar nebst BerbindungS- leitung Wetzlar — Gleißen begonnen worden.
* * Wegen Kuppelei wurde gestern Nachmittag ein hiesiger Wirth, der in seinem Locale Damenbedienung hielt, in Untersuchungshaft genommen.
* * Die Aussichten für eine reiche Obsternte sind in der denkbar günstigsten Weife vorhanden. Die allgemein vorherrschende Ansicht, daß daS Regenwetter der Biüthe schade, ist irrig- alle voravgegangenen reichen Obstjahre hatten ein feuchte- Frühjahr zu verzeichnen. Die Landwirthe dürften um so freudiger einem guten Herbst für Obst entgegensehen und haben alle Ursache, ein besondere- Augenmerk aus ihre Bäume zu richten und ihnen gute Pflege zu Theil werden zu lassen, ebenfalls zeitig genug vor Beginn der Ernte die befferen Absatzquellen zu suchen. ES wird ja den Landwirthen seitevS de- Oderhesfischen ObftbauvereinS Gelegenheit geboten, sich über die Pflege der Obstbäume zu informiren, wenn fie die Versammlungen, welche die Obstbautechniker abhalten, besuchen und namentlich den practischen Unterweisungen an Obstbäumen beiwohnen- wer Lust dazu hat, kann in einigen Stunden viel lernen.
Laubach, 16. Mai. Ein schwere-Wetter zog am gestrigen Sonntag Mittag, zwischen 6 und 7 Uhr über unser Thal. Begleitet wurde dasselbe von einem heftigen Hagelschauer. Dächer und Gaffenrinnen bebttften fich bald so dicht, daß fie, wie mit Ei- überzogen, au-sahen. Der Blitz schlug mehr» malS im Felde ein- uach Freienseen zu spaltete er einen Baurn in zwei Hälften, auch in einem HauSgarten (Kaiser-
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