Ausgabe 
19.3.1898 Erstes Blatt
 
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Der Antrag

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Shanghai, 17. März. (Reutermelduvg.) Die Mitglieder einer wissenschaftlichen Misston amerikanischer Aerzte wurden in der Umgebung von Tschung-King von einer Menschenmenge angegriffen. Die eingeborenen Gehilfen der Aerzte wurden mißhandelt, einer derselben gerödtet.

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Allgem. Kosten, mit 16 820 2J?L; Cap. 107, StaatS- schuldeuverwaltung, ist durch eine besondere Vorlage erledigt- Cap. 108, Hauptstaat-kasse, mit 92 388 Mk. vnd Eip. 109, Prozeßführuug u. s. w., 1500 Mk.

Bei Cap. 110, Rentämter, beantragt der Ausschuß,

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Ehrenpreis der Brauerei Bichler. Derselbe für Tauben, Vereins-Ehrenpreis (oerg. silberne Medaille). Georg Kor­bach-Gießen für beste Gesammtleistung in deutschen Kropf- tauben, Ehrenpreis des Wetterauer Geflügelzüchter-Vereins. Hrch. Kreutz in Frankfurt a. M. für beste Leistung in französischen Kropftauben, Ehrenpreis der Brauerei Röhrte. Müller Heck Diez für Fasanen, Ehrenpreis des Uhrmacher Zimmer. Bäckermeister Schreiner-Gießen für Tauben, Ehrenpreis des Thierarzt Seiderer. A. Ahlfeld-Gr. Quev- stadt für besten Stamm Zwerg-Cochtn, Ehrenpreis der Firma M. Wolf-Gießen. Derselbe für beste schwarze Hamburger Hühner, Ehrenpreis. Hrch. Harting-Detmold für beste Leistung in Mmorka (Hühner), Ehrenpreis de» Rechtsanwalt Grünewald. Chr. Stahlhofen-Diez, Ehrenpreis für beste Leistung in Carriers (Tauben). Steinreich-Gießen für ge­schlachtetes Maftgeflügel, Vereins Ehrenpreis (vergold, silberne Medaille). Ferner hat der Verein für Geflügel- und Vogelzucht beschlossen, dem Gärtner Carl Becker für fein vorzügliche» gärtnerisches Arrangement der Vogel-Abtheilung einen Vereins-Ehrenpreis (vergold, silberne Medaille) zu über- reichen. Dem Gärtner Georg, welchem die Decoration der Thurnhalle zu danken ist, wurde die broncene Medaille und ein Ehrrndiplom zuerkannr. Conservator Zinser erhielt in Anerkennung seine» vorzüglichen Arrangement» praparirter Vögel in der Vogel-Abtheilung ein Ehrrndiplom, ebenso Malermeister Groß, der unentgeltlich seine Dienste der Au»- strllung gewidmet hat. Erste Preise für Hühner rr- hielten: C. Frischmann-Eckenheim, Bernhard Großer-Seif» Hennersdorf, K. Behrend-Marburg, Peter ClooS-Kl. Seelheim, Hrch. Harting-Detmold, Conrad MauS-Rupperteurod, Conrad Rübsamen, C. Frischmanv-Frankfurt a. M., LoutS Dittert- Wetzlar, Peter Ditterr-Wetzlar, Frau OberamtSrichter Süffert- Ltch. Zweite Preise für Hühner wurden zuertonnt: Aug. Hofmann-Fulda, Peter Dtttert-Wetzlar, Gustav Heck- Diez, H. Lampr-Marburg, Ph. Dödler-Nieder-Gemünden, Jul. Schütte Bernburg, Hrch. Fmkernagel VII.-Rupperienrod, H. Fiedler Nteder-Gewünden, Peter Decker-Deckenbach, Conrad RÜdsamen-Gießen, Ph. Wtegel-Neumorschen, Dechert-Gießeu, C. Fctschmann-Eck-nhrim, Emil G ppert-Darmstadt, Louis Aßwus-Fronkfurt a. M, Gustav Heck-Diez. Für Tauben er­hielten Erste Preise: C. Frischmann-Eckenheim, Chr. Stahl- hofen-Diez, Hrch Kreutzer-Frankfurt a. M., H. Oeblgart- Mainz, Emil Geppert-Darmstadt, C. Frischmann, Th. H?deS- Fulda, Becker-Laubach, Jean Lauch - Bockenheiw. Zweite Preise wurden sür Tauben zuerkanut: H. W. Runkel-Marburg, Emil Geppert-Darmstadt, Ph. Södler- Rieder-Gemünden, Hrch. Kautzer-Frankfurt a. M., Georg Forbach-Gießen, K. I. Moscherorh-Off^nhetw, Chr. Salzmann- Bad-Nauheim, Joseph Jansen'Coblenz, Fritz Schreiner-G eßen, Anton Weickyardt-Butzbach, Herm. Weidtmaan-Gießen. Für Enten wurden erste Preise gegeben an: Konrad Rübsameu-Gicßen. Zweite Preise für Entrn erhielten Konrad Rübsamen, Gustav Heck Gießen. Für Emdener Gänse erhielt Konrad Rübsamen den zweiten Preis. Für Truthühner erhielt Jul. Zimmer - B.ngmühle den ersten Preis. Alb. Kuhud Gießen wurde für seinen Psau der zweite Preis gegeben. Außerdem erhielten die Aussteller noch zahlreiche dritte Preise und Anerkennungen.

** Fleifchabschlag. Von heute ab ist in den Verkaufs- rreisen de» Schweinefleisches ein Abschlag eingetretrn.

** Befitzwechsel. Das Photographiegeschäft des Herrn Emil Giesow, Bahnhofstraße, ging heute durch Kauf an den Eigenthümer de»Psälzerhof", Herrn Karl Rühl, zu dem Preise von 5000 Mk. über.

Frisch auf! Ihr deutschen Dichter! Die Traibach- Trabener Casino-Gesellschaft erläßt folgendes Preis aus- chreiben: 1000 Flaschen Wein dem, der das beste Lied auf den Moselwein schafft! Die Lieder (Gedichte) find unter den üblichen Formalitäten (Merkspruch) bi» zum 1. September 1898 an das Trarbacher Casino einzusendrn.

** Für Brautpaare Photograph Halm in Butzbach macht intWetterauer Bote" bekannt, daß er Brautpaare m HochzeitSschmuck gratis Photographiet. Hoffentlich techen unsere Gießener Photographen den Butzbacher an» und lassen die Brautpaare noch mit der Chaise abholen.

*Die Thronfolge im Grobherzogthnm Hessen" lautet daS Thrma einer Juaugural Diffrrtatton de» Dr. Pagen­tech e r in Mainz. Derartige Doctorschristen haben in der Regel sür das große Publikum wenig Retz- mit der Differ- tation Dr. Pageuftechers aber istS anders. Da» Großherzog- thum steht vor der Frage:Wer wird uns dereinst regieren? Großherzog Ernst Ludwig hat bekanntlich nur eine Tochier. Freilich der Großherzog ist noch jung und der Jagend gehört die Zukunft aber im Falle de» AuSsterbcns de» hessischen Mannesstamme» würde das HauS Sachsen infolge Erbverbrüderung ben Thron im Großherzogtharn Hrffen ein­zunehmen haben. Da eine Verfassungsbestimmung n cht be« teht so legt Pagenstecher dar muß die Regelung der Thronfolge beim Uebergange nach altem Recht benrtheilt werden, und nach dem Rechte der ReichSzeit hätten bie fünf regierenben sächsischen Fürsten gleiches Recht auf den hessischen Thron. Eine gleichzeitige Verwirklichung bieser Ansprüche ist aber verfaffungSmäßig auSgeschloffen und ist hier, ba sowohl nach ber Verfassung als nach dem Recht der successio feodalia weitere Bestimmungen fehlen, eine Lücke in der Gesetzgebung. Diese Lücke ist auszufüllen. Stirbt der hessische ManneS- iomm aber au», bevor die» geschehen, so müßte btS zur Ent- cheidung der Frage, wer von den sächsischen Fürsten zum Thron berufen ist, ein Regent die Herrschaft führen. Zur Beilegung von eventuell entstehenden Streitigkeiten über die Thronfolge könnte nach Art. 76, Abs. 2, der RrichS- verfaffung, der BundeSrath die gütliche Ausgleichung ver- uchen oder Erledigung im Wege der Reich»gesetzgebung ver- anlaffen. Endgiltig geregelt werden kann die Thronfolge­ordnung beim Uebergang nur entweder durch daS zu erlaffende HauSgesetz oder durch eine ausdrückliche Erweiterung der ver- faffung. Die Dissertation Dr. PacheustecherS erscheint so­eben bet PH. v. Zabern in Mainz.

67 814 Mk. zu bewilligen und die Regierung zu ersuchen, auf dem Wege der Beauftragung der DtstrictSetnuehmereien mit der Rentamtsuntererhebung fortzufahren.

Deutsches

Berlin, 17. März. DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt an der Spitze ihrer heutigen Nummer über die heutige Ab­stimmung in der Budgetcommisfion betreffend die Flotten­vorlage und zwar in osficiöS gesperrtem Druck, daß eS sich jetzt nicht mehr darum handele, ob die Vorlage äuge- vommen werde. ES handle sich vielmehr darum, daß nun- mehr auch eine starke Mehrheit sich zusammenfinde. TS sei dies zu wünschen mit Rücksicht auf die Stimmung im Laude, welche eine sehr erfreuliche Empfänglichkeit und so volles Verstäuduiß für unsere nationalen Bedürfutffe gezeigt habe und welcher sicherlich Rechnung getragen werde. Bor Allem sei eS aber auch zu wünschen im Hinblick auf daS Ausland, welches Abstimmungen über Forderungen für bie Lande»- vertheidigung als symptomatisch für die Gesundheit unserer inneren Lage zu betrachten gewohnt sei.

Berlin, 17. März. Zujdem Funde von 44 000Mk. in neuen Tausend- und Hundert-Mark-Scheinen auf einem hiesigen Friedhöfe meldet dieStaatSbürger-Zeitung": Man scheint damit einem großartigen Schwindel auf die Spur gekommen zu sein, der bi» in die RetchSdruckerei führt. Als Besitzer jener Scheine fei ein penfiontrter Oberfactor ermittelt worden, gegen den jetzt so viel belastendes Material zusammen- gebracht sei, daß man an seiner Schuld nicht mehr zweifeln könne. ES soll noch ein weiterer Fund von Werthpapiereu auf einem Friedhöfe gemacht worden sein.

Berlin, 17. März. DerDeutschen TageSztg." zufolge glaubt man in parlamentarischen Kreisen, daß die Annahme der Flottenvorlage im Plenum mit einer Mehrheit von etwa 20 Stimmen erfolgen werde.

Berlin, 17. März. Wie derReichSanzetger" mittheilt, hat das türkische Hafenamt in Salonik die Durchfahrt durch die Meerenge bet Cap Kara, am Eingänge der Bucht von Salonik während der Zeit von Sonnen- Untergang bis Sonnenaufgang bis auf Weiteres bei Strafe verboten.

Berlin, 17. März. Die Justiz-Commifsion des Reichstags entschied sich heute mit 10 gegen 7 Stimmen dafür, die Revifionssumme außer bei dringlichen Ansprüchen auf 3000 Mark zu erhöhen.

Berlin, 17. Mürz. Der Abg. Werner («ntis.> hat in der gestrigen Sitzung der Budgetcommisfion nicht gegen, sondern für den Antrag Lieber-Beunigsen gestimmt.

Metz, 17. März. Gestern Nachmittag halb 6 Uhr wurden in einem Cafö am Deutschen Thore ein Bildhauer NameuS Queleer und ein Reisender Namen» Dussard wegen Spionageverdachts verhaftet. Die vor- genommene Haussuchung führte zur Beschlagnahme compro- mittirender Schriftstücke.

Att-Urud.

Bern, 17. März. Der BundeSrath wird der Bundes­versammlung demnächst einen Gesetzentwurf, betreffend die Errichtung von Maschinengewehrabtheilungen vorlegen, wonach vier Maschinengewehr-Schützencompagnien mit je acht Maschinengewehren errichtet und der ArmeecorpS- cavallerie beigegeben werden sollen.

Wien, 17. März. DaSFremdenblatt" meldet: Die Regierung werde die auf den Ausgleich mit Ungarn bezüglichen Vorlagen in einer der nächsten Sitzungen deS Abgeordnetenhauses einbringen.

Pari», 17. März. Die angekündigte partielle Mo­di lisirung der Flotte wird von osfieiöser Seite mit der Nothweudigkeit motivirt, um rechtzeitig beim AuSbruch eines Krieges zwischen Amerika unb Spanien ben Seeverkehr zu sichern.

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wird nicht angenommen. DeSgl. Cop. 111, Camer al- Domäuen be« Großh. Hause», mit 223146 Mk.

Zu Cap. 112, Localforstverwaltung unb Forst­schutz, beantragt ber Ausschuß Streichung ber Gehalte von sech» Oberforstmeistern, bagegen die unter Cap. 104 erwähnten vortragenben Räthe zu bewill g»n. Ferner beantragt ber Ausschuß, bie erforderl. Mittel im Betrage von 1 717 376 Mk. zu bewilligen. Die Kammer beschließt in diesem Sinne. Für Cap 113, Allg. Kosten ber Forstverwaltung, werben bie geforderten 17 800 Mk. bewilligt.

Bei Cap. 114, Verwaltern gekosten der direkten Steuern und indtrectru Auflagen, entspinnt sich eine lebhafte Debatte Über die Steuerveranlagung u. s. w. Geh. Finanzrath v. Krug gibt ein Bild von der tu Aus­sicht stehenden Steuerreform in Hessen. ES bestehe die Ab­sicht, eine einzige Vermögenssteuer eivzusühren und daS Wandergewerbe mit einer besonderen Steuer zu belegen. Ferner sei die Aufhebung der Gewerbesteuer geplant. Abg. Frenah bemängelt die jetzige Steuerdeclaration und ins­besondere daS Eindringen ber Steuercommiffäre in die Ver­hältnisse der Geschäftsleute. E» sei sogar in einzelnen Fällen versucht worden, den Verdienst deS Geschäftsmannes an den einzelnen Artikeln nachzurechnen. Abg. David wünscht die Verbesserung der Lage der Steuercommissariatsgehilfen, deren höchster Gehalt 1650 Mk betrage. Er wünscht, noch in diesem Budget eine Summe für diese Gehilfen einzustellen. I Geheimer Obersteuerrath Bitte! bespricht daS Selbst- etnschätzungS-Verfahren in Hessen, mit dem man sehr gute finanzielle Erfolge erzielt habe. Eine scharse DeclarationS- Controle halte er im Interesse des Staatsbudgets für geboten.

Schluß der Verhandlung um 1 Uhr.

Steßen, den 18. März 1898.

* UniverfitätSbanten. Im Staatsbudget 18971900 I befinden fich folgende, vom Ausschuß der Zweiten Kammer I befürwortete Ausgaben für verschiedene, den Zwecken der ! Univerfität dienende BanauSführnngen: 1) Anatomie- I gebäude zu Gießen, a. Dienerwohnungen 17,100 Mk. I b. ThierhäuSchen 3,900 Mk. Die vom ersten Ausschuß I ausgeführte Einsichtnahme an Ort unb Stelle hat ergeben, I daß insonderheit die Erbauung eines Hauses für Diener- Wohnungen ein dringendes Bedürsniß ist, besonders auch deshalb, weil die Wohnungen und selbst die KücheulocalitSten der Diener im selben Souterrain-Raum fich befinden, in dem die Leichen aufbewahrt werden, der von den Leichen- und Chemikalien-Getüchen durchaus erfüllt ist. Im Weiteren findet auch der Ausschuß gegen die Erbauung eines Thier- Häuschens ntchls zu erinnern. 2) Gew ächshäufer und botanischer Garten in Gießen. Für a. Errichtung von Cultnrhäusern und b. gründliche Instandsetzung deS I alten Gewächshauses, das auf diese Weise noch längere Zeit [ dem Gebrauch erhalten werden soll, find zu a. 11,400 Mk., zu b. 5,400 Mk. gefordert. Der Ausschuß, der Augenschein nahm, findet hieran nichts erinnerlich. 3) Univ ersiräts- gebäude auf dem SelterSberg. Beschaffung einer Döcker'schen Baracke zur Gewinnung von Jsoltrräumen für infecttöse Augenkranke 4000 Mk. 4) Universitäts­bibliothek.^ a. Erweiterung der Universitätsbibliothek durch einen Anbau einschließlich innere Einrichtung 54,000 M. b. Bauliche Beränberungen im alten Gebäube 6,500 Mk. Nach Einsichtnahme sand ber Ausschuß, baß die ehemals zu anderen Zwecken gebrauchten Räume der UnioerstlätSbibliothek durchaus unzureichend sind. Die Räume sind vollgestopft von Schriften und Büchern vom Boden bis zur Decke, und mitunter ist eS für die Bibliothekare und daS Dienerperfonal mit Lebensgefahr verknüpft, hoch oben herab die Bücher zu holen ober roleber einzustellen. Dazu findet fich ein großer Haufen werthvoller Bücher int Lesesaal des Gebäudes vor, der aus Mangel an Raum hoch aufgeschichtet, ungeordnet und dadurch unbevützbar daliegen muß. Der Ausschuß in seiner Mehrheit war nun anfänglich der Anficht, den Anbau nicht zu verwilligen, sondern die Großherzogliche Regierung um Vorlage über ein ganz neue«, den gegenwärtigen Ber- hältr.issen und Bedürfnissen entsprechendes Gebäude zu er­suchen. Die Baubehörde und auch die Verwaltung der Bibliothek, welch' Letztere hohen Werth besonders auf die schnellste Beseitigung der Raumnoth legt, widersprachen jedoch, indem sie ausführten, daß der neue Anbau, ber nach bem mobernen sogenannten Magazin-System auSgeführt werden soll, jederzeit ohne besonders hohe Kosten dadurch zu vernr- fachen, wieder auSeinandergenommen und dem etwaigen Neu­bau angefügt werden könne. Durch diese Ausführungen befriedigt, bewilligte der Ausschuß die angeforderte Position a. des Titels 15 und ebenso die Pofition b., indem er Großhrrzogliche Regierung ersuchte, dafür Sorge zu tragen, daß ein geeigneter Platz für den zu erwartenden Neubau möglichst in her Nähe der Aula gesichert werde. 5) Ve- terinäranftalt. Forderung für: a. Aufbau eines Stock­werks auf dcm Anatomtegebäude 9,300 Mk. b. Herstellung eines Heuspeichers 1,800 Mk. 6) Neue Kliniken. Forderung inSgesammt 64,900 Mk. Unter diesem Titel find als dringlich die Positionen: a. Wegeanlagen von dem pathologischen Institut nach» der Frankfurter Straße, b) Mehrkosten für den Keller- und Schuppenbau, inSgesammt mit 30,100 Mk. von den Ständen bereits genehmigt. Der Ausschuß unterzog alle Anstalten unter persönlicher Leitung der Spezial-Vorstände einer eingehenden Besichtigung, und fand sich völlig einverstanden mit den Anforderungkn.

Hessischer LandwirthschaftSrath. Nach den erfolgten Ergänzungs unb Sachverständigenwahlen besteht der Hesfische LandwirthschaslSrath nunmehr aus 33 Mitgliedern. Als ständige Sachverständige und bcrathende Mitglieder hat der Hessische LandwirthschaftSrath die Herren Geh Hosrath Prof. Dr. Wagner-Darmstadt, Landgerichtsrath Dr. Meisel-Darrn- stadt, Gutsbesitzer Heinrich Dettweiler-WinterSheim gewählt.

Kunstverein. In der Gemäldeausstellung im Thurmhau» am Brand hat diese Woche wieder ein Wechsel der Gemälde stattgefunden. Gleichzeitig wollen wir es nicht unterlassen, unsere Kunstfreunde darauf aufmerksam zu machen, daß unter den circa sechzig neu ausgestellten wieder eine große Anzahl sehr beachtenswerther Gemälde fich befinden.

Stadttheater. Zu dem am Montag beginnenden Gastspiel deS Frl. Nina Sandow vom Deutschen Theater in Berlin haben, wie man unS au» dem Theaterbureau schreibt, Abonnement- und DutzendbilletS Gültig­keit.

** Pramiirnng von Großgeflüge! und Tauben ans unserer Geflügel- und Bogel-Ausstellung. Conrad Rübsamen-Gießen für beste Gesammtleistung in Nutzhühnern, Ehrenpreis der Stadt Gießen. Derselbe für beste Gesammtleistung in Wasser- geflügel, Ehrenpreis der Stadt Gießen. Derselbe für beste Einzelleistung in Gänsen, Ehrenpreis des Landwirthschaftlichen BezirkSvereioS. PH. Södler-Nieder-Gernünden für den besten Stamm Hamburger Hühner, Ehrenpreis der Actienbrauerei Gießen. Derselbe für den besten Stamm Holländer Hühner, Ehrenpreis. Derselbe für beste Gesammtleistung tn Ham­burger Hühnern, Ehrenpreis des BorüandeS des vereioS zur Züchtung reiner Hunderassen. Emil Geppert-Darmstadt für beste Gesammtleistung in Tauben, Ehrenpreis deS Land- wirthschaftlichen Bezirksvereins. Derselbe für da« beste Paar Lockentauben, Ehrenpreis des BefitzerS derStadt Mainz." E. Frischmann in Eckenheim b. Frankfurt a. M. für Cochin, I