ben vaumpflanzungen an den Haoptwegeu ans dem ganzen Gelände vorgegangen wird, um eine gleichalterige Anlage zu erhalten. — Herr Helfrich widerspricht diesem Vorschläge, weil dann eine Benutzung de» vorerst nicht nöihtgen Gelände» zu landwlrthschaftlichen Zwecken nicht möglich sei, und empfiehlt Übrigen» mit Rückficht auf die Jahreszeit sofortige Verpachtung desselben.— Herr Oberbürgermeister Gnauth erklärt, ihm sei die Anregung de» Herrn Löber sympathisch, doch sei noch nicht beschloffen, ob die Planirung de» ganzen, ziemlich hügeligen Gelände» gleich oder nur nach jeweiligem Bedarf vorgenommen werde- ein Theil wüste jedoch sofort planirt werden und sei demnach wohl die landwirthschaftliche Berwerthung deS übrigen Gelände» wenigsten» für da» laufende Jahr ausgeschlossen. Dem Boranschlog wurde vorbehaltlich der Geuehmigung spectellrr Pläne und Voranschläge zugestimmt.
Da» Baugesuch der Baugenossenschaft de» evangelischen Arbeiterverein», welche an der Lredver- und Hillebraudstrahe ffinf weitere Häuser errichten will, wird nicht beanstandet und die Dispensation von den Bestimmungen der §§ 18, 25 und 26 de» OrtSbaustatut» befürwortet.
Auf Aatrag de» P o l i z e i a m t» soll im Hofe de» Polizei- gebäude» in der Weidengosse ein kleiner Beutilbrunnen aufgestellt und den Polizeibeomten de» Wachthause» am TelterS- thor die Entnahme von Master au» der Leitung iw Thorhause daselbst gestattet werden.
Für die am 6. Januar beschlofleoe Pflasterung der Frankfurterstratze (zwischen Oberhesflscher Bahu und Wtlhelmstratzr) werden 4100 Mk. bewilligt. Diese Strecke soll ihrer besonderen Beschaffenheit wegen versuchsweise mit Gail'ichen Klinkern gepflastert werden. — Herr Kirch wacht auf den schlechten Zustand der Fußsteige -wischen der Anatomie und dem Bahnhof aufmerksam, dieselben frieu nur zur Hälfte gepflastert, wa» bei schlechtem Wetter augefichtS de» starken Verkehrs daselbst höchst mitzstandtg sei. — Herr Oberbürger, meister Gnauth bemerkt dazu, datz gründliche Abhilfe nur durch Anlage erhöhter ASphalttrottoirS geschaffen werden könne, für solche hätte aber, infolge der bereit» bewilligten Mittel für andere Stadttheile, ein Betrag im Boranfchlag nicht eingestellt werden können, e» solle im nächsten vor- anschlag darauf Rücksicht genommen und vorerst, nach Empfehlung de» Herrn Dr. Schäfer, durch Bekiesung dem Uebelstande einigermatzen abgeholfeu werden. — Zu dem Hinweis de» Herrn Helfrich auf den schlechten Zustand der Wege am Bahnhofe selbst bemerkt der Herr OberbÜrger- meister, datz darüber bereit» Verhandlungen etngeleitet worden feien.
Nach den bestehenden Bestimmungen haben die Gemeinden, welche viehmärkte abhalten, für genügende Unterkunft erkrankten und seuchrverdächtigen Viehes zu sorgen. Mit Rücksicht auf die bereit» beschloffene Anlage eine» neuen Vieh
marktplatze» wird beschloffen, einen provisorischen Kranken» stall tu der der Stadt gehörigen Neuwühle zu errichten.
Bezüglich de» Ge'uche» de» Herrn Ehr. Bieker um Erlaubuttz zum verkauf von Branntwein über die Stratze au» dem Hause Bleichstraße 29 beschloß die Versammlung Verneinung der BedÜrfuißfrage mit Rücksicht darauf, daß fragl. Hau» noch nicht fertig sei unb bi» zu dessen Fertigstellung sich die Berhältuiffe in diesem Bauvierrel ändern könnten. Bejaht wird die Bedürfnißftage berüzlich der Gesuche um WtrthschaftSeoncesfion bezw. Verkauf von Brannt« wein von G. Weller (Schützenhos), Julius Bräutigam (Bleichstraße 21), P h. Herrmann (Lubwigstraße 20), Ludwig Flamme (Kühler Grund), Wilh. Gerhardt (Bleichstraße 31) und Friedrich Hainer (Tiefenweg 4).
Ausnahmsweise unb widerruflich wird Herrn H C. Werner die Anbringung eine» Firmenschildes am Ferber- scheu Hause am Kirchenplatz gestattet.
Die DiSpensattonSgesuche de» Herrn Löb Süß, welcher einen nach der Wrltergasse zu gelegenen einstöckigen Bau um Thürbrette vergrößern will, und de» Herrn Carl Loo», welcher da» Dachgeschoß seine» Hauses am Ktich-nplotz um» zubauen beabsichtigt, werden befürwortet.
Dor Schluß der öffentlichen Sitzung legte Herr Oberbürgermeister Gnauth noch den Voranschlag de» Stadt- erweiteruug»fond» für 1898/99 vor; derselbe wurde genehmigt.
Tifl Ö
Bekanntmachung, betreffend: Das Beschneide» der Hecken.
Da» Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wonach die Garten und Feldbesitzer die ihren Grundbesitz au öffentlichen Fahr oder Fußwege» einsriedigenden Hecken in jedem Frühjahr dis zum 1. März auf 1,25 m Höhe und 0,50 m Breite zurückzuschneiden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund de» Art. 31 de» Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mark bestraft werden.
Gießen, den 15. Februar 1898.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen
Gnauth. 1706
Spar- und Leihkasie Gießen.
Der seitherige provisorische Diener unserer Kaffe, Herr Conrad Wißner, hat wegen eines Augenleidens seinen Dienst freiwillig aufge- gegeben und es wurde an feiner Stelle Herr Carl Ziutzer von hier provisorisch al» Diener angenommen, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Gießen, den 15. Februar 1898.
Die Direction.
_________ I. E.: Wiener.1702
f'cluuintnuidjiuuv
CkMkntrohr-Fikfttllug.
Die Gemeinde Leihgestern beabsichtigt zur Canalisation einer Ortsstraße circa 220 laufende Meter Cementröhren bester Qualität von 80 cm lichter Weite auf dem Sub- Missionswege zu vergeben.
Lieferungstermin 10. Mai l. I. loco Verbrauchsstelle. Zusendung der Offerten Hot verschlossen mit bezüglicher Aufschrift bis zum 25. Februar I. I. an die unterzeichnete Stelle zu erfolgen. 1730
Leihgestern, den 16. Febr. 1898. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern.
Heß.
Versteigerungen, t
Holzversteigerung.
Donnerstag den 24. Febr. 1898, von Vormittags 9% Uhr an, soll in dem Anneröder Gemeindewald in den Abtheilungen 7 Neu- wieß und 16 Suhl nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Bau- und Werkholz.
218 Eichenstämme, 49,93 fm halt. (Wagnerholz),
56 Fichtenstämme bis 47 em Durchmesser, 25,51 fm haltend,
30 Eichen Derbstangen 3,02 fm haltend (Wagnerholz),
24 Fichten Derbftangen 3,80 fm haltend,
B. Brennholz.
27,6 rm Eichen-Scheitholz,
11 „ Nadel- „
50 „ Eichen Knüppel
189 ,, Nadel-
920 ,, Eichen-Wellen,
3860 „ Nadel- „
27 rm Eichen-Stockholz,
46 „ Nadel- „
Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerftraße am Pfarrweg.
Annerod, den 17. Februar 1898.
Großh. Bürgermeisterei Annerod.
Horn.1726
Die Holzversteigerung vom 16 ds. Mts. in der Oberförsterei Schiffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 26. d. Mts. an bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werden. Die Ueberweisung des Holzes erfolgt Montag den 28. d. Mts., Morgens 8 Uhr.
Gießen, den 17. Februar 1898. Großh. Oberförstern Schiffenberg.
Heyer. 1723
Große NuhhoWersteisenulg.
Lamstag deu 26. d. M.
1) Groß Rechtenbach. Beginn Vorm. 10 Uhr, District 7 „Langerain", westlich der Straße nach Wetzlar, unten an den Wiesen.
Eichen: 7 St. 2. Kl. = 11,07 fm, 60 3. Kl. = 37,95 fm, 10 4. Kl. ----- 2,50 fm u. 12 rm Nutzholz.
Nadel: 34 St. 3. u. 4. Kl. = 10,66 fm, 99 Stangen, 43 rm Nutzholz.
Weichholz: 13 St. 4. Kl.----1,57 fm und 80 Stangen.
2) Hörnsheim. Beginn Nach mittag 2 Uhr, Distr. 9 XIV Hörnsheimer Eck am Fuße des Stoppelbergs.
Eichen: 2 St. l.Kl. = 8,56 fm, 6 2. Kl. = 10,25 fm, 25 3. Kl. = 16,34 fm, 3 4. Kl. = 0,71 fm, 8 rm Nutzholz.
Nadel: 21 Stangen, 2 rm Nutz holz.
3) Lützellinden. Beginn Nachmittag 3 Uhr Distr. 5a „am Wetz' larer Weg".
Eichen: 8 rm Nutzholz.
। Buchen: 3 St. 3. Kl. — 2,82 fm.
Nadel: 77 St. 3. und 4. Kl. = 26,87 fm, 16 Stangen, 66 rm Nutzholz.
Schluß der Versteigerung Nachm. gegen 6 Uhr an der „Holzburg", Straße von Lützellinden nach Gießen.
Die Waldungen liegen unmittelbar zusammen und gehören zur selben Försterei.
Groß-Rechtenbach, 17. Febr. 1898.
Das Bürgermeisteramt. 1731
Die Holzversteigerungen vom 31. Januar im District Noll und 8. Februar im District Eichwald sind genehmigt. Die Abfuhrscheine können bei Freiherrlicher Rentei zu Londorf vom 21. l. MtS. ab in Empfang genommen werden, lieber* Weisung des Holzes Dienstag den 22. l. MtS.
Papiermühle, den 16. Febr. 1898. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. _________Schwör er._____1720
Holzversteigerung
im Albacher Gemeindewslb.
Montag den 21. nnb Dienstag deu 22. Februar, des Morgens um 10 Uhr anfangend, kommen in den Waldungen der Gemeinde Albach in den Districten Kreuzholz, Stangenheege und Roderde nachstehende Holzsortimente zur Versteigerung:
A. Brennholz.
Scheith. Knüppelh. Stockh. Reisig rm rm rm Wellen Buchen 40 140 36 2000
Eichen 4 32 32 1500
Nadel - 35 80 1600
B. Bau- und Nutzholz, sodann kommt Dienstag den 22. Februar in denselben Districten nachstehendes Bau- und Nutzholz zur Versteigerung:
27 Eichenstämme von 26 bis 34 cm mittlerem Durchmesser, 5 bis 11 m Länge — 16,78 fm, 196 Nadelstämmr von 14 bi« 41 cm mittlerem Durchmesser, 7 bis 18 m Länge — 51,70 fm, 286 Nadel-Derbstangen von 8 bis
12 cm mittlerem Durchmesser, 6 bis 14 m Länge — 20,72 fm. Der Anfang und die Zusammenkunft an beiden Tagen ist auf der Straße Albach—Pppenrod am Eingang des Walde«.
Albach, am 17. Februar 1898.
Großh. Bürgermeisterei Albach. ___________Balser._______1721
Holzversteigerung.
Montag deu 21. Februar l. I sollen in den Waldungen der Gemeinde Staufenberg, District Strackeloh und Mark, nachver- zeichnete Holzsortimente versteigert werden:
6 Eichenstämme, 2,29 fm haltend, 142 Fichtenstämme, 65,63 fm haltend, darunter
22 Stämme Schnittholz von 1,17 bi« 2,24 fm Inhalt,
728 Fichten-Derbstangen bi« 18 m lang,
583 Reisstangen.
Dienstag d. 22. Februar:
66rrnBuchen-Scheit, 26 rrn Eichen- Scheit, 238 rm Buchen Knüppel, 120 rm Eichen- und Nadel-Knüppel, 6870 Buchen-, 1830 Eichen- und Nadel-Wellen, 43 rm Buchen- und Nadel-Stockholz.
Der jedesmalige Anfang ist Vormittag« 91/a Uhr im District Strackeloh beim Gemeinde-Sandsteinbruch.
Staufenberg, 15. Februar 1898. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg.
Step Han. 1660
NklßkMMg.
Mittwoch deu 23. und Donnerstag deu 24. Februar, 10 Uhr Bormittags anfangend, wird auf dem Hofgute Otterbach (Station Burg-Nieder-Gemünden) folgendes lebende und tobte Inventar versteigert:
9 Pferde, darunter ein Paar hochelegante Rappwallache und ein brauner norddeutscher Wallach (vorzügliche Chaisenpferde), so- wie eine norddeutsche trächtige Zuchtstute (vorzügliche« Reitpferd),
1 einjähriges Stutenfohlen,
1 ll/, jähriger sprungfähiger Bulle (Simmenthaler Reinzucht),
12 Kühe (7 mit Kälbern, 5 trächtig), 8 Rinder (Simmenthaler Rasse), hierbei 4 trächtig,
4 Zuchtstiere,
6 fette Ochsen,
9 fette Kühe,
1 sprungfähiger Zuchteber, 19 Einlegschweine (theilweise fett),
1 »/, jähriger deutscher Hühnerhund, ca. 60 Hühner und 4 Hähne, ca. 100 Paar Tauben (wildblaue und
Kröpfer, mit und ohne Schnüren), ferner:
1 Chaise, 1 Jagdwagen, und ein Schlitten,
2 Paar Chaisengeschirre und ein Paar Schlittengeläute,
10 Oeconomiewagen mit vollständigem Zubehör, hierbei mehrere leichte,
6 Pflüge (Selbstgänger),
1 eiserner Wendepflug,
6 Hohenheimer Pflüge,
2 starke Gruber,
1 eiserner dreischaariger Schälpflug, 1 Häckelpflug,
4 Häufelpflüge,
1 Wiesenegge,
1 Ringel- und 1 Glattwalze,
6 Eggen,
1 Jauchefaß,
2 Jauchepumpen,
1 Decimalwaage,
1 Oelkuchenbrecher, mehrere Dickwurzmühlen und Häckselmaschinen, sowie eine große Anzahl landwirthschaftlicher Geräthe,
1 complete Schmiedeeinrichtung,
1 Säemaschine, 1 Frucht- und
Grasmähmaschine, 1 Pferderechen, 1 einpferd. Göpel, eine große Anzahl completer Pferde- und Ochsengeschirre,
Fässer, Bütten, Betten, Tische, Stühle, sowie sonstige Hau« und Küchengeräthe in großer Anzahl und gutem Zustande.
Die Versteigerung findet in obiger ! Reihenfolge -statt und wird, sobald da« Vieh versteigert ist, mit dem tobten Inventar, auch schon am ersten Tage wenn nöthig, angefangen.
L. Junker,
Otterbach
bei Burg - Nieder - Gemünden (Oberhessen). 1511
ÄIIIpfklÜMlM
Frankfurter Würstchen beste Qualität, 1677 bei Emil Fischbach.
Vorzügliches Speise-Gel, zum Kreppelbackeu besonder« zu empfehlen, bei 1368
__Roth II. Grüne Häringe (feinster Backfisch), per Kfd. 15 Mg., empfiehlt 1670
J. M. Schulhof,
Marklstraße 4.____________Telephon 119.
Dörrobst
al« Apfelriuge, Apfelfpalteu, Aprikosen, Birnen, Brünette» Datteln, Feigen, Kirschen, Pflaumen, Zwetscheu,
gemischtes Obst Z
bei Emil Fischbach.
Fft. Blüthmmehl
1 Psg. 22 Psg, — d Md. 1,0'' Mk, 10 Md. 2 Mk
Eocosllllßbuttkl pst. 60 Pf. Margarine, ertra, „ 70 „ st. Aßmarmladk „ 30 „ Pa. Süliöl {fr. 70 „ empfiehlt 1684
Gustav Walter,
»LvSbvrg .6.
1OOOOO Harmonikas
mit meiner selbstcrsim- denen, goranlirt unzrr- brcdiltdtcn Epiral-Lla- ttlQlurftbtrunfl bade td> bereit» seit kurzer Zeil verkauft. Nickt eine einzige Reklomo Hon wegen «recken oder Lahm- wrrdenmriner neuen Tasten« federung ist in b efet Zeit einyegangen. Diese fttbe-- runfl ist in verschiedenen Ländern patentirt, IN Deutschland unter
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