Ausgabe 
19.1.1898 Erstes Blatt
 
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gehoben werden- nothwendig sei anch der weitere Ausbau von Einigungsämtern.

Abg. Frhr. v. Stum« (Rp.) wendet sich vornehmlich gegen die Ausführungen des Abg. Wurm und drückt dabei den Wunsch aus, daß et den Arbeitern gelingen möge, sich von ihren hetzerischen Blutsaugern zu bewahren, die fich von ihren sauer erworbenen Groschen mästeten.

Abg. Singer (Soz.) giebt zunächst dem Wunsche Aus­druck, daß Herr von Stumm der Sozialdemokratie noch recht lauge erhalten bleibe, denn er sei ihr von größtem Nutzen, und kommt sodann auf den Erlaß zu sprechen, dabei an alle anständigen Minister appellireud, daß sie nicht Erlasse ver­senden, die da« Licht der Oeffeutlichkeit scheuen wüsten. Er übt des Wetteren scharfe Rrittl an dem Rundschreiben und bezeichnet dasselbe als tückisch und hinterlistig, welche Aus- drücke vom Präfideuteu v. Bu ol gerügt werden.

Nachdem noch Staatssekretär Graf PosadowSky er­klärt, daß er überall da einschreiteu werde, wo ein ehren- wertheS Verhalten der Arbeiter des Schutzes bedürfe, wird die Weiterberathuug auf morgen 2 Uhr vertagt.

Schluß 6 Uhr.

Deutsches Reich

Berlin, 17. Januar. Der Kaiser begrüßte bei der gestrigen Audienz der Präfidten der beiden Häuser des Land­tage» die Herren in freundlichster Weise und beglückwünschte besonders Herrn v. Kröcher als neu gewählten Präfideuteu, wobei er die vortreffliche Geschäftsführung des früheren Präfidenten v. Köller hervorhob. Der Kaiser sprach sich noch sehr anerkennend über die Thätigkeit deS Abgeordneten­hauses aus- politische Fragen wurden nicht berührt.

Berlin, 17. Januar. Die ReichStagScommisfion für daS Gesetz, betreffend die Entschädigung der im Wieder­aufnahmeverfahren freigesprocheueu Personen, setzte heute ihre Brrathungeu fort. Die §§ 2 und 3 der Vorlage wurden debattelo- angenommen. § 4 gelangte in etwas veränderter Faffuug zur Annahme. Die nächste Sitzung findet Donnerstag statt.

Sleiwitz, 17. Januar. In dem zum Weftfelde der Königin Louise-Grube" zu Zabrze gehörigenGeorgschacht" ist gestern ein Brandunglück ausgebrocheu, welche» größeren Umfang annahm und bisher nicht gelöscht werden konnte. Deshalb wurden die BerbtndungSgänge abgedämmt. Heute früh 8 Uhr erfolgte ein Durchbruch der giftigen Kohlengase nach derKönigin Louise-Grube" hin, wodurch eine größere Anzahl Bergleute der betreffenden Grube betäubt wurde. Von 15 Schwerverletzten, die bisher nach dem KuapPschaftS- lazareth gebracht wurden, find fieben Mann tobt geblieben. Die leichter Verletzten wurden an Ort und Stelle behandelt. Man befürchtet, daß 25 Manu betäubt oder tobt noch in der Grube liegen.

Arrstaud.

Wien, 16. Januar. Kaiser Franz Josef empfing heute Vormittag König Milan in besonderer Audienz.

Prag, 17. Januar. Landtag. Vor dem LandtagS- gebäude hat fich eine größere Menschenmenge angesammelt. Die Gallerten find übersüllt. Die Sitzung begann um IP/a Uhr. Nach Verlesung der Eingänge und der äuge- meldeten Interpellationen ergriff Abg. Wolf da» Wort und klagte zunächst über die Belästigungen seitens der Bevölkerung Prags.

Prag, 17. Januar. Im böhmischen Landtage sprachen die Abgeordneten Wolf, Graf Sylva-Tarouka und Opitz. Sodann gab der Statthalter Coudeuhove eiue Er­klärung ab. Als der Statthalter zunächst deutsch sprach, wurde er von tschechischen Abgeordneten mit den Rufen: tschechisch, tschechisch", unterbrochen. Nachdem der Oberst- landeSwarschall energisch zur Ruhe gemahnt hatte, setzte der Statthalter seine Rede in deutscher Sprache fort. Statt­halter Graf Coudenhove sai>^: Namens der Regierung er­laube ich mir, nachstehende Erklärung abzugebeu:Gegen­über den waonigfachrn Beschwerden, welche hinfichtlich der Sprachenverordnuugen vom 5. April erhoben werden, erachtet

es die Regierung als ihre Pflicht, ihre Auffaffung und ihre Abfichteu mit voller Deutlichkeit darzulegeu. Die Regierung geht hierbei von der Anschauung aus, daß im Königreich Böhmen beide Landessprachen im Amte vollkommen gleich­berechtigt find. Daraus folgt, daß es jedem Bewohner deS Königreichs Böhmen innerhalb der Grenzen deS Laude» zu­steht, fein Recht bei allen laude»fürstlichen Behörden, fei e» in tschechischer, sei in deutscher Sprache, zu suchen und zu finden, und so, wie diese Grundsätze für die Regierung uu- verrückbar feststehen, wird fie auch au der Einheit deS Laude», sowie an jener der Verwaltung und de» BeamteukörperS un­bedingt festhalten. (Beifall bei den tschechischen Abgeord­neten.) Innerhalb dieser Grundsätze jedoch ist die Regierung behufs Anbahnung friedlicher Zustände gern bereit, geäußerten Wünschen, welche in thatsachlicheu Berhältoiffen ihr< Be­gründung finden, sobald al» nur immer thuulich, entgegen* zukommen. Sie plant daher, vorbehaltlich einer eventuellen gesetzlichen Regelung, eine Neuordnung der sprachlichen Vor­schriften in der Art, daß künftighin auf Grund der Ergeb- niffe der letzten Volkszählung zwischen einsprachigeu und ge­mischt-sprachigen LaudeSbezirkeu unterschieden werden soll, in welchen entweder die deutsche oder die tschechische oder endlich die beiden Landessprachen al» innere Amts- und Dienstsprache Geltung haben sollen. Damit wäre nach Anficht der Regie­rung beiden Nationalitäten gegenüber ein durchaus gerechtes und gleichmäßige» Vorgehen umsomehr bethatigt, als lauch bezüglich der sprachlichen Befähigung der Beamten au Stelle einer doch mehr theoretischen und im Momente der Berufung vielleicht nicht mehr vorhandenen Qualifikation daS reelle thatsächliche Bedürfniß allein maßgebend bliebe und jeder Beamte bei voller Wahrung der Gleichberechtigung das au Sprachenkenntuiß besitzen müßte, wa» der Dienst bei der Behörde seiner Verwendung wirklich erfordert. Um jedoch in Zukunft im Königreich Böhmen genügend sprachlich quält- ficirte Beamte zu besitzen, wird die Regierung nicht er­mangeln, für die nächste LandtagSsesfion Anträge vorzu- bereiteu, welche eine gründliche Aenderung in den Ein­richtungen an Mittelschulen Böhmens behuf» praktischer Er­lernung der zweiten Landessprache bezwecken " (Bewegung auf den Bänken der Linken. Abg. Wolf ruft:Wir werden waS malen.") An dem hohen Landtage wird r» fein, schließt Redner, diese Anträge der Regierung seiner Zeit einer sorg­fältigen und wohlwollenden Prüfung zu unterziehen. Der Statthalter wiederholt hierauf vorstehende Erklärung In tschechischer Sprache.

Petersburg, 16. Januar. Ueber die letzten Aufenthalts­orte der russischen Kriegsschiffe in Ostasien be­richtet der amtlicheKronstadt-Skij-Wjestnik": In Tschifu liegt daS KanonenbootKorejetz", in Chemulpo das Kanonen­bootMandschur" und der KreuzerSabiaka", in Wladiwostok die TorpedokreuzerWssadnik" undGaidamak", die Kreuzer Rjnik",Pawjat-Azowa",Admiral Maschurad",Admiral Kornilow",Dmitrij-DonSkoi" undKraffer", sowie die Ka­nonenbooteGremiasteteschuj",Otwasfimhi" undSfiwntsch" befinden fich, wie andere Blätter melden, theil» in Port Arthur, theilS in Talien-Wan.

Havana, 17. Januar. Ein gewiffer Pichou hat gestern, ohne zu treffen, zwei Revolverschüffe auf den Präfecten von Santa Clara abgegeben, als dieser mit Marschall Blanko einem Ballspiele beiwohnte. Der commaudirende General in Santa Clara nahm Pichou fest, den die Anwesenden lynchen wollten. Pichou wurde in» Gefängniß gebracht. ES herrscht vollständig Ruhe.

Cocale» «nd provinzielle».

Gießen, dm 18. Januar 1898.

* Ordensverleihung. Herrn Hauptmann v. Schlemmer im Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm (2. Großh. Heff.) Nr. 116 wurde aus Anlaß des KrönungS- und OrdenSfeste» in Berlin der Rothe Adlerordeu 4. Kl. verliehen.

H. Stadttheater. Bor einem wider Erwarten schwach besetzten Hause ging gestern Sudermanns fünsactige» Schau­spielSodom» Ende" in Scene. Das Werk, deffen Inhalt wohl jedem Gebildeten bekannt sein dürfte, ist eine

Shakespeares gewesen, aber wäre ein Hamlet Ibsens ge­worden.

Shakespeare greift mit der Hand des Genies die hervor­ragendsten charakteristischen Momente heraus und gibt fie. Er nimmt von tausend Gedanken nur den tausendsten oder dm, der ihn jeweils besonders kennzeichnend dünkt, die andern 999 fallen als Späne unter den Tisch vorausgesetzt, daß er diese tausend Gedanken überhaupt iah.

Ibsen fieht dieselben, ohne Fratze! Für seine natur- wissenschaftliche Psychologie jedoch ist ihm jeder dieser tausend Gedanken aber gleich wichtig und nothwendtg, und er kann gar nicht anders, als fie auf irgend eine Weife zum Ausdruck zn bringen. Da» rein Künstlerische leidet hierunter, wie gar nicht ander» möglich. Die naive Kunst Shakespeare» ist ihm ein Unding. Dennoch will er genau, wa» dieser will: eine Anerkennung der Möglichkeit seiner Folgerungen.

Der Unterschied jedoch besteht darin, daß Shakespeare ein freie» Zugeständniß der Voraussetzungen verlangt, auf denen er aufbaut, Ibsen dagegen solche nicht beansprucht, aber um so kategorischer fordert, daß man ihm bi» in die kleinsten Ausläufer seiner Gedanken folgt und auf dem Weg, auf dem er will.

Die» gilt sowohl für die Technik eine» ganzen Stücke», al» auch für das Verhältniß der einzelnen Entwicklungsphasen unter fich. Daß Ibsen» Dramen auf diese Art mehr nur den letzten Capiteln fich weit zurückspinnender Romane gleichen, dem Shakespeare jeweils ein vor unfern Augen Werdende» und Lösende» gibt, erhellt hieraus ganz von selbst. Ebenso aber anch, daß bei Ibsen die sogenannte Handlung de» Drama», von der übrigen» kein Mensch einen klaren Begriff hat, weit mehr zurückgedrängt, weit mehr verinnerlicht wird.

Shakespeare, oder in diesem Zusammenhang bester gesagt: Stücke wie derFürst von Verona", derScharfrichter von Berlin" und dergleichen haben im Verhältniß zu Ibsen unleugbar etwas ganz bedenklich Haupt- und Staatsaktion- Haftes.

DaS liebe Publikum will im Theater allerdings auch etwas sehen für sein Geld. DaS Publikum aber ist ein Ding, daS mit Kunst noch nie viel zu thun gehabt hat und das fich int Cirkus bei Luft- und Wafferwerk zum Mindesten ebenso gut unterhält. Und e» will unterhalten sein, womöglich ohne daß seiner Denkthätigkeit etwas mehr zugemuthet wird, als bei einem AuSstattungSballet oder bei einemJungdeutschland. zur-See"-Wettrennen. DaS ist sehr wohl zu erwägen.

Dieses Andere nun, das Ibsen aufgebracht hat, stellt gerade darin aber Ansprüche, die in diesem Maße vorher noch nicht gestellt wurden wenigstens nicht an daS Theater- publikum, das wir heute haben. Und Mehrforderungen gegenüber verhält fich ein kluger Hausvater mit berechtigter Vorliebe meist ablehnend. Nichtsdestoweniger aber hat fich die wahre Kunst zu allen Zeiten hierum immer sehr wenig gekümmert, und trotzdem den Sieg gewonnen. Vor zehn Jahren ungefähr fielNora" in Berlin durch. Und heute?! Und derCollege Crampton" steht fast jede Woche auf dem Spielplan! Aus dieser Wandlung ist sehr viel zu lernen: zunächst dies, daß baß Publikum doch nicht so schlecht ist al» ich es oben gemacht habe.

Der Augenblick freilich ist ein kritischer. Man sehnt fich förmlich nach dem Unbekannten, den man auf den Schild heben möchte. Noch keine Zeit hat vielleicht so nach einem Dichter verlangt, der ihrem unbestimmten Hangen und Bangen ein Ziel gäbe, als die unsere. ES sei nur an Sudermann

Straspredigt Über genial-verlumpte Naturen und Gesellschafts­kreise, in welchen solche gezüchtet und zum Ruin getrieben werden.SodomS Ende" erfuhr bei seinem Erscheinen in der Oessentlichkeit den heftigsten Widerspruch und ist heute noch vielbeschrieen - immerhin vertritt eS einen entschieden ethischen Standpunkt und ist ungleich bedeutender als de» Dichter» ErstlingswerkDie Ehre", da» vor wenigen Tagen hier wiederholt aufgeführt wurde. Der hervorragend sittliche Ernst der Tendenz vonSodomS Ende" wurde selbst gegnerischerseits anerkannt, sogar von solchen Seiten, die für modernen Realismusnichts Übrig haben". Die gestrige Wiedergabe des bedeutsamen Werkes ist eine musterhafte za nennen und machte fich um das Gelingen einer solchen in erster Linie Herr Janson als Willy Janikow verdient. Seine Leistung verrieth fleißige Arbeit und zeigte manch echten Zug lebenswahrer Realistik. De» Weiteren ist Frl. Würdig als Ada zu nennen, die durch eine vortreffliche Characierifirung dieses in Großstädten fich entwickelnden weiblichen LiebesvawpyrS erfreute. Die Herren Liebscher (Dr. Weiße), Fritzschler (Kramer), Albrecht (Barczi- nowSki), sowie Herr Forsch (Riemann) boten tüchtige Leistungen- desgleichen Frl. v. Winterstein (Kitty), Fra« Kruse (Frau Janikow), sowie Frl. Berner, welche al» Klärchen da» in edler, uugesucht natürlicher Weise verkörperte, was Willy suchte: Reinheit. Herr Dir. Helm als alter apoplektischer Janikow war vorzüglich. Da» Zusammenspiel war abgerundet, der Schlußakt von ergreifender Wirkung. DaS Publikum verfolgte mit Interesse die fich lebenswahr abspielende Handlung und spendete für da» Gebotene leb­haftesten Beifall.

* Stadtthealer. Am Freitag findet da» Benefiz für den beliebten Charakterdarsteller unseres StadttheaterS Herrn Hieronymus Liebscher statt. Derselbe gibt BrachvogelsNareiß" und spielt darin den Narciß Rameau, eine der hervorragendsten Charakterrollen.

Sektion Gießen bei Deutschen nnb Oesterreichische« AlpenvereinS. ^Der SectionSanSflug auf den DünSberg am vergangenen Sonntag hat den gehegten Erwartungen in jeder Beziehung entsprochen. Man kann Über Zweck und Nutzen einer längeren Wanderung durch mehr oder minder dichte Nebelwolken und Über den Reiz eines Aufstiege» auf glatten, steilen Wegen verschiedener Anficht sein, jede Mühe­waltung wird aber sicher reichlich belohnt durch ein Bild landschaftlicher ^Schönheit, wie e» der DünSberg seinen Be* suchern am Sonntag um die Mittagsstunde bot. Ueberwaltigeud war der Eindruck, als während des letzten steilen Aufstieg» die Nebel zu weichen begannen und durch die golden, wie von der aufgehenden Sonne beschienenen und vom Ranhreif stark bereiften Bäume ein wolkenloser Himmel hell herunter blickte. Von der freien Höhe ringsum ein weites, dichte» Nebelmeer, Nicht» sichtbar als die Spitze des Stoppelberge» und nach Norden hin, ein langer, schmaler Küstenstreif, die Hinterländer Bergrücken. Nach längerem, fröhlichen Auf­enthalt bei fast sommerlicher Temperatur mit den von Wetzlar au», der Verabredung gemäß, fast gleichzeitig eingetroffenen Herren der Sektion Wetzlar des LaunuSclubS wurde gemein­schaftlich der Abstieg vorgenommen und die Wanderung nach dem Hofe Bubenrod fortgesetzt. Den Ansprüchen von 34 hungrigen und durstigen Touristen zu genügen, hat Frau Schwarzentraub vollständig verstanden. Um rechtzeitig den Rückweg anzutreten, mußte die Festsitzung gegen 4 Uhr auf­gehoben werden.

♦♦ Verein zur Förderung eiueS EaalbaueS in Gießen. In der Sitzung deS GesammtanSschnsse» am 14. d. M. wurde zunächst die Lonstituirung deS AuSschnffeS vorgenommen nnb darauf zur Wahl de» Vorstande» und der Arbeitsaus­schüsse geschritten. In den Vorstand wurden gewählt die Herren Professor Spengel (Vorfitzender), Oberbürgermeister Gnauth (stellvertr. Vorsitzender), Quästor Orbig (Schrift­führer, E. Lhallier (stellvertr. Schrftführer), Commerzieu- rath Heichelheim (Rechner)- in den Finanzausschuß der Vor­sitzende, der Rechner, die Herren Jean Kirch und Landgericht»- rath Dr. Schäfer- in den technischen Ausschuß die Herren, Oberbürgermeister Guauth, Commerzienrath Hehligenstädt und Stadtbaumeister Schmandt; in den Kunstausschuß die

erinnert und dessen Erfolg. Doch warum kommt er nicht, der, den fie krönen möchte?!

In welchem Geleise dieser Unbekannte aber wandel» wird, vermag wohl Niemand zu sagen. Ibsen selbst ist es nicht und kann e» auch nicht fein, trotz Allem. Aber ist zweifellos ein Prophet, ein Johannes der Täufer für den, der kommen soll und kommen wird. Vielleicht kennen wir feinen Namen schon! Wer weiß {? Oder greift er auf

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Shakespeare zurück? Müßige Fragen! Und doch, gehen wir auf da» oben Gesagte zurück, daß Shakespeare von tausend Gedanken nur einen aufnimmt und verwerrhet, Ibsen da­gegen auch nicht einem entsagen will und kann, so könnte der unbekannte Zukunftsgoethe vielleicht zwischen Beide zu stehen kommen, insofern als er etwa, um noch einmal auf diese Mathematik" zurückzukommen, jeweils den hundertsten Ge­danken herau-griff und verwerthete. Sein Verhältniß zu Shakespeare wäre dann ein durchaus gleiches wie zu Ibsen - allerdings müßte er die große Kraft besitzen, durch jede» einzelne der ihm befonderS charakteristisch scheinenden zehn Momente überall den gleichen Jdeengang hervorzurufen, zu dem Ibsen für fich durch feine fchrittweise.Pshchologie zwingt, sodaß feine Psychologie auch vor der Wissenschaft lückenlos bestehen könnte. Ob dies möglich? Jedenfalls muß et vor Allem unsere moderne Wissenschaft durchaus überwunden haben, oder doch so bezwungen haben oder bezwingen können, daß sie seine« künstlerischen Schaffen nicht hemmend in dev Weg treten kann. Dem Allen nach jedoch wird er thad sächlich Ibsen näher stehen als Shakespeare.

Caesar Flaischlen.