Ausgabe 
18.11.1898 Erstes Blatt
 
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namentlich durch die Thalsache unterstützt, daß «au da- Pro« tocoll über da- Geständrriß Henry» nicht vollständig au den LaffationShof lieferte- es bricht nach dem Gestäudntß der Fälschung jäh ab. Heute stellt, wie dieN. Fr. Pr." meldet, derVoltaire" die bestimmte Behauptung auf, Oberst Henry fei Esterhazy! Mitschuldiger gewesen. Es sei nunmehr be­wiesen, daß DtehfuS den Esterhazy nicht gekannt habe, baß Henry in verschiedenen geschäftlichen Beziehungen zu Esterhazy gestanden sei. Henry sei dem Esterhazy Seid schuldig ge­wesen. Nach seiner Aussage vor dem Caffation«hofe erklärte Lavaigoac in den Kammer-Couloir«, die Schrift auf dem Bordereau sei von nebensächlicher Bedeutung- selbst wenn bewiesen würde, daß da- Bordereau von Esterhazy sei, könnte da- nicht- zu Gunsten Dreyfu- entscheiden. Die Hauptsache bleibe, daß Drryfu- allein in der Lage gewesen sei, die im Bordereau aufgezählten Acteustücke zu kennen und au-zuliefern. Run führt derVoltaire" den Beweis, daß Henry diese Acten zugänglicher waren, al-Drtyfu-, und fügt bei:Möge Cavaiguac diesen Zusammenhang suchen- er wird eS nicht thuv, aber zum Vortheile für die Wahrheit werden au feiner Statt Andere dieser Sache vachforschen."

Madrid, 15. November. Phtlipptnen-Syndicate. Die Nachrichten über Bildung von englischen, französischen, belgischen u. s. w. Syndikaten zur Ausbeutung der Philippinen gegen Zahlung einer großen Summe au denjenigen Staat, der dort künftig dir Oberhoheit aurübev wird, kommen den Spaniern sehr ungelegen, und man erblickt darin nach einer Madrider Meldung derKöln. Ztg." eine schwere Schädigung der spanischen Jaterefien, da dadurch der Appetit der Ameri­kaner weiter gereizt und ihre ehrgeizigen Pläne gefördert werden. Namentlich ist man darüber empört, daß an der Spitze de- oder der Syndikate ein europäischer Monarch, nämlich der König der Belgier, wenn auch nicht in dieser Eigenschaft, sondern in der eine- Geschäftsmannes, stehen soll. DieTorrespondencta de Espaua" fühlt sich veranlaßt, rin solche- Auftreten al- im höchsten Grad inkorrekt zu be­zeichnen. Sie deutet gleichzeitig au, daß die häufigen Con- ferevzen, die die Vertreter mehrerer Großmächte tu den letzte« Tagen mit dem Minister de- Aeußeru hatten und die von einigen Journalisten ganz falsch au-gelegt wurden, nicht etwa mit der großen Hauptfrage de- spauisch.amerikanischen Streites, die doch in erster Linie eine Frage de- Rechte- ist, sondern mit der Nebeufrage, wer schließlich die Philippinenaus- beuten" soll, in Zusammenhang stehen. Und auch da- be­rührt natürlich in Madrid recht unangenehm.

Locales unb j-rovinzielles.

Gießen, 17. November 1898.

** Großherzog» Geburtstag. Um den zur Enthüllung des Denkmal- sür unseren verewigten Großherzog Ludwig IV. nach Darmstadt befohlenen Spitzen der Behörden, sowie den Vertretern der Vereine und sonstigen Festtheilvehmern auch die Betheiltguug an dem Festmahl zur Feier de- Geburts­tage- Ihrer Königlichen Hoheiten de- Großherzogs und der Großherzogin zu ermöglichen, findet dafielbe Sams­tag den 2 6. d1 i/z Uhr, im Saale des Gesellschaft«- Hause- statt. Die Schulfeiern werden bereit- am Donvkr-tag dem 24. November abgehaltev.

** Aus dem Großh. Ministerium. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 16. November den Miutsterialsecretär bei dem Ministerium der Finanzen, Georg Petith, zum Oberförster der Ober­försterei Wald-Michelbach zu ernennen; dem dermale« al« Statiou-coutroleur zu Harburg im Retch-dieust commifiarisch verwendeten Hauptsteueramt-revisor, Oberzollinspector Wil­helm Koch, de« Rang eine- Obersteurriuspeetor» zu ver­leihen- den Hauptstrueramt-asfistenten Georg Heinrich Fa.ust zu Gießen zum RevifionScoutroleur bei dem Hauptsteueramt Gießen und den Steuereinnehmer bet dem Steueramt Lampert­heim Lodwig Laugelott, sowie den Hauptsteueramt-- asststenteu Johann Philipp Hellwig zu Offenbach zu Steuer- controleuren zu ernennen.

** Freie Rückfahrt. Den Mitgliedern der auswärtigen , Kriegerveretue, welche sich an der Feier der Enthüllung ;

kaum von einer späteren Epoche übertroffen worden sind. Auf einer Wanderung um die gigantischen UmfaffungSmauern der Tempelanlagen, in denen der Stein eingefügt werden wird, den der Sultan zum Gedächtniß des Besuches unseres Kaiserpaares gestiftet hat, betrachtet man noch staunend die berühmten Riesenquadern an der Westseite, von denen man kaum begreift, wie sie an diese Stelle emporgehoben werden konnten. Von den drei großen Steinen mißt der eine 19,52 Meter, der andere 19,45 Meter und der dritte 19,21 Meter in der Länge; sie find 4 Meter hoch und gewiß ebenso dick. Im Orte selbst, der nur aus einer Anzahl kleiner Lehmhäuser besteht, zwischen denen neuerdings einige leidlich eingerichtete Hotels sich aufgethan haben, ist noch ein kleiner Tempel besuchenswerth, dessen halbkreisförmige Cella von einem Peristyl von acht schönen korinthischen Säulen umgeben ist.

In Mualakka besteigt man wieder den Eisenbahnzug, um die Fahrt nach Damaskus fortzusetzen. Nachdem die Bahnlinie das an 1100 Meter hoch liegende Thal durchquert hat, steigt sie aufs Neue empor, um die 1405 Meter be­tragende Paßhöhe des Antilibanon zu erreichen, dessen Kamm von dem weithin sichtbaren fast das ganze Jahr hindurch mit Schnee bedeckten Hermon überragt wird. Nun senkt sich die Bahn, meist dem mit Eichen-, Pappeln-, Wallnuß.. Aprikosen- und Apfelbäumen, wilden Rosensträuchern und Weinreben üppig bestandenen Theile des Barada folgend nach lieber- Windung zahlreicher Tunnels hinab zu der etwa 700 Meter über dem Meere liegenden Ruta, der von den orientalischen Dichtern mit Ueberschwänglichkeit als der Abglanz des Paradieses besungenen Gartenlandschaft, aus deren grüner Mitte die unzählbaren Minarets von Damaskus aufragen.

Die Stadt, die in der Geschichte des jüdischen Reiches

des Ludwigs-Denkmal» in Darmstadt an 25. November be- theilige« werde«, wird, wie derDarwst. Tägl. Auz." bestimmt erfährt, feite«- der betreffende« Bahnen Fahr­preisermäßigung gewährt werden (freie Rückfahrt). Nähere- wird wohl «och osfiziell mitgetheilt werde«.

* MUitarperfonalnachrichten. Dr. Goedicke, Gen.- Oberarzt und Div.-Arzt der Großh. Hess. (25.) Division, zum Gen.-Arzt und Corpsarzt de» 17. Armeekorps, Dr. Roch», Oberstabsarzt 1. Kl. und RegtS.-Arzt vom Eisenbahnregiment Nr. 3, zum Gen -Oberarzt und Div.-Arzt der Großb. Heff. (25.) Division besördert. Der Assistenzarzt der Res. Dr. Meyer vomLaudw.-Bezirk Erbach zum Ober­arzt, die Unterärzte der Res.: Dr. Boensel vom Laud- wehrbezirk Gieße«, Dr. Strüber vom Laudwehrbezirk Mainz, Pirsch vom Landwehrbezirk Worm», unter gleich­zeitiger Anstellung im aktive« SanitätScorp», und zwar beim 4. Großh. Jnf.-Regt. (Prinz Carl) Nr. 118, zu Assistenz­ärzte« besördert. Dr. Wallot, Oberarzt der Landwehr 1. Aufgebots vom Landwehrbezirk Worm», der Abschied bewilligt.

** Das ZahreSfest des Oberheffifcheu Vereins für innere Mission, daS gestern uud heute gefeiert wurde, hatte sich einer ganz besonder» starken Betheiltguug sowohl von Au»wärtS, als au» unserer Stadt zu erfreuen. Es ist dies wohl in erster Linie den zur Verhandlung gestellte« Gegenstände«, die sich mit besonder» brennende« und i« weite« Kreisen in« teresfireudcn Fragen beschäftigte«, zu verdanke«. Schon zu der am Dieu-tag Nachmittag 3 Uhr im Confirmaudeusaale, Neustadt 61, abgehaltenen öffentliche« BorstandSsitzuug hatte sich eine ganz ungewöhnlich große Zahl von Tyeilnehmer« eiugefuckde«. De« Hanptgegeustand der Berathung bildete dieEvangelisation uud Gemeinschaft-Pflege in Oberhessen." Wie praktisch bedeutsam gegenwärtig diese- Thema ist, mag auch solchen, die diesen Dingen ferne stehen, die Thatsache zeigen, daß in diesen Tagen von Send­boten der Pilgermisfion Crischona bei Basel auch hier in Gießen, wie schon länger in Landgemeinden von Oberhessen, Evangelisation-'Bersammlungen gehalten werden. Da- Referat erstattete Herr Stift-Pfarrer Weber au- Lich, wo die Sendboten der Crischona schon seit zwanzig Jahren statiouirt find. Herr Pfarrer Schulte au» Beuern ergänzte das Referat mit einer sehr eingehenden Beleuchtung der bezüg­lichen Verhältniffe im Decanat Gießen. In der Di-cussion kam eS zu einer sehr eingehenden Au»sprache mit den an­wesenden Brüdern der Crischona über die in Lehre und kirch­licher Praxis bestehenden Differenzen, die, so hoffen wir, für die Zukunft nicht ohne Frucht bleiben wird. Ein schöner uud feierlicher Gottesdienst vereinigte bann die Festgäste in unserer, namentlich am Abend so stimmungsvollen Stadtkirche. Kirchengesangverein und Knabenchorschule thate« da- Ihre, den Gotte-dienst mit ihren Gesängen zu schmücken. Ganz besonder» aber wußte der Festprediger, Herr Professor Dr. Flöriug au» Friedberg, die Versammlung durch seine feine, geistvolle und dabei so warme Auslegung von Apostelgeschichte 20, 32 bi» 35 zu feffeln. Geben ist seliger, denn Nehmen: E» weist un» da» hin auf die innere Schön­heit und Seligkeit echter christlicher Liebe-arbeit. Sie tritt un- entgegen bei einem Blick auf da- Arbeit-feld uud auf den Arbeit-geist der inneren Mission, da- waren die schönen und sruchtbareu Gedanken, die er au-führte. Die Ab end- Versammlung inStein- Garten" hatte wieder in große« Schaareu die Festgäste vereinigt. Herr ProfessorD. Stamm führte in sehr anschaulicher Darstellung im Anschluß an die beide« Jubiläen dieses Jahre», das zweihundertjährige der Francke'schen Stiftungen in Halle, und da- fünfzigjährige der inneren Mission die Lichtgestalten eine» August Hermann Francke uud Johann Hinrich Wichern vor. Herr Pfarrer Albert» au» Frankfurt a. M. sprach au- reicher, in mehr­jähriger Arbeit gesammelter Erfahrung über die fittliche und wirthschaftliche Noth de- Kellnerstandes, über die kirchliche Arbeit an den Kellnern, und suchte namentlich die warme Theilnahme für den Kellnerstand zu wecken. Seine von zahl­reiche« selbsterlebten Beispielen durchflochteven Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Heute Morgen um 10 Uhr ter*

von David an, der sie nach einem blutigen Kriege eroberte und später namentlich unter der Herrschaft der Omajaden eine so große Rolle gespielt hat, ist an eigentlichen Sehens­würdigkeiten nicht reich, wie manche andere orientalische Stadt. Eines aber zeichnet sie vor Allem aus: das eigen­artige, farbenprächtige, fast vollkommen unvermischte orientalische Leben, das sich in ihren Straßen entfaltet und in den Tagen des Kaiserbesuches gewiß einen ganz besonders glänzenden Anblick haben muß. Man lernt auf den Wanderungen durch die Stadt und um die Stadtmauer herum zwar manches interessante Bauwerk kennen, wie die herrliche Omajaden- moschee, die über dem hier beigesetzten Haupt Johannes des Täufers von dem Kalifen Welid (705715) mit unerhörter Pracht erbaut, aber leider im Jahre 1893 durch einen Brand theilweise zerstört wurde. Man besucht mit Interesse die Stätten der biblischen Ueberlieferung, wie das Fenster, aus dem die Christen den Apostel Paulus Nachts in einem Korbe herunterließen, das Haus des Ananias und das des Syrers Naeman. Man läßt von der an den Abhängen des heiligen Berges Cäsium, wo Abraham zur Erkenntniß der Einheit Gottes gekommen sein, wo Adam gewohnt haben und bis wohin Mohamed gelangt fein soll, gelegenen Vorstadt Es Salehijo aus den Anblick der zwischen üppigem Grün sich ausdehnenden Städte auf sich wirken. Die größte Anziehungs­kraft aber übt doch das Leben und Treiben in den Bazaren aus, in denen man die Handwerker, Sattelmacher, Kupfer­schmiede, Goldschmiede, Drechsler u. s. w. bei ihrer Arbeit beobachtet, in benen die prächtigsten Seidenstoffe und Teppiche Bewunderung erregen, und wo man das sich zumeist auf der Straße abspielende Leben der Orientalen wirklich näher kennen lernen kann. Richard Schott.

sammelte« sich die Festtheilnehmer im Coufirmaudeusaal der Johanvi-kirche zur Morgen and acht, die Herr Pfarrer Euler hielt. Al-danu erstattete Herr Pfarrer Schlosser de« Jahresbericht uud warf darin einen Rückblick auf die zwanzigjährige Thätigkeit de- Verein», hinweisend auf die Gründung der Ktuderheilaustalt ia Bad Nauheim int Jahre 1878, die der Herberge zur Heimath in Gießen ine Jahre 1880, die Mitwirkung be» Verein» bei einer Reihe weiterer Anstalten (z. B. da» Lehrling-Heim in Dillenburg) seine Thätigkeitfürversorgung berLocalPreffe,fürAnregung vonallerlet localen Werken, sowie reichgesegneter Jahre-versammlnngen. DerBorfitzenbe be- hesfischenLanbe-au-schusse- sür innere Mission Herr Pfarrer Widmann in Darmstadt ergänzte den Bericht durch werthvolle Mittheilunge« über die zu gründende Anstalt für jugendliche Epileptische, da» Frauenheim (weibliche Arbeitercolonie) und eine zweite Lehrling-anstalt mit laud- wirthschaftltchem Betrieb. Daran schloffen sich die Verhand­lungen über da- zeitgemäße ThemaWirth-hau- und Volksleben", die durch ein sehr eingehende- Referat des Herrn Pfarrer» Fritsch au» Ruppert-burg eingeleitet wurden. Der auf eindringendem Studium der in Betracht kommenden Verhältniffe unb Literatur und genauer Kenntniß beruhende Vortrag bemühte sich ernstlich, Licht und Schatten gerecht zu vertheilen. Referent führte darin aul, wie da» WtrthshauL eine für da» heutige Volksleben unentbehrliche uud nützliche Einrichtung und welch' em bedeutsamer Factor in unserem gesammte« gewerblichen Beben da» Gastwirrhsgewerbe sei. Gerade beßhalb aber sei bte vielfach ungesunde Entwicklung be» Wirthshause» auch eine große Gefahr für unser Volks­leben geworden. Redner weist statistisch unb durch zahlreiche Zeugnisse von Nationalökonomen unb Aerzte« nach, in welch' furchtbarem Maße bet so hoch gesteigerte Alkoholgenuß den Wohlstand, die Gesundheit unb bie Sittlichkeit unseres Volkes schädige- er macht für biefe gefährliche Entwicklung be» Wirth-Hause» bie gesteigerte Genußsucht und Vergnügung-- sucht in allen Ständen, die schrankenlose Concurrenz, wie sie namentlich durch die großkapitalistischen Brauereien befördert wird, unb bie vielfach so schlechten sociale« Verhältniffe, namentlich bie schlechte« Wohnungen verantwortlich, unb ruft Staat, Kirche unb innere Mission zum Kampf gegen biefe Schäden auf. Der Staat könne durch gesetzgeberische Maß­regel« hrlfen, durch Aeuderuugen in dem Gesetz über Schank» wirthschafte« unb ein Trunksuchtögesetz. Gegen ben Wirths- Hausbesuch ber fortbilbungsschulpflichtigen Jugend unb gegen bar Kellnerinnenunwesen müsse energisch vorgegangen werben. In der Discussio« pflichtete ber Vertreter der in der Versammlung zahlreich anwesenden Gastwirthe, Herr Stadt­verordneter Rein em er von Darmstadt, den Ausführungen des Referenten in vielen Stücke« bei, und betonte, wie sehr eS dem organifirten Gastwirrhsgewerbe um Hebung be» Standes nicht blos in wirthschaftlicher Beziehung, sondern auch in persönlicher sittlicher Tüchtigkeit zu thun sei. Die Mißstände würben von allen reellen Gaftwirthen selbst am meisten empfunden. Sie trügen aber daran bie wenigste Schulb, da sie vielmehr eine Folge ber Verhältnisse feien» Er forbert vor Allem eine Einschränkung ber Concesfioner^ die es ben bestehenden Wirtschaften ermögliche, ohne zweifel­hafte Zugmittel im Coucurrenzkampf zu bestehen. Die Gast­wirthe feien für alle Maßregeln zur Bekämpfung derUnfitt« lichkeit zu Haden, sofern sie ihnen nicht ben Existenzkampf un­möglich machten. Auch mit ber Fernhaltung der fortbilbung»- schulpflichtige« Jugend seien sie einverstanden, wenn nur bte Wtrthe für dir Durchführung nicht verantwortlich gemacht würden, was unmöglich sei- Auf eine aus der Versammlung an ihn gestellte Ansrage entwickelte Herr Reinemer die technischen Bedenken, bie einer größeren Ausdehnung ber Sonntagsruhe auf baS GastwirthSgewerbe entgegenstehen, versprach aber, die Sache im Verband nochmals erwägen zu wolle«. Seine ge- fammten Ausführungen erweckte« in der Versammlung den Eindruck, daß die zum Verband organifirten reellen Gast«- wtrthe fich ihrer hohen Verantwortung gegenüber dem Wohl unseres Volke- wohl bewußt sind, und baß bte von Seiten ber Kirche unb ihrer inneren Mission ausgehenben Bestrebungen zur Bekämpfung ber von dem Wirth-hau- ausgehenden Ge­fahren auf ihre weitgehende Unterstützung rechne« bürfea, so­fern sie auf bie tharsächlich vorhandenen Schwierigkeiten (je* bührevb Rücksicht nehmen. Der Vorstand des Oberhesfische« Vereins wird nun au- den lehrreichen Verhandlungen bte Folgerungen für ein weiteres Vorgehen ziehen.

* * Landes-Lehrerverein. Nach bem Beschluß be- Vor­standes vom LaudeSlehrervcretn soll bte nächste Vereins- Versammlung am Dienstag unb Mittwoch in ber Pfingst- woche 1899 hier abgehalten werben.

* * btabttheater. lieber das gestern von Seiten be» Theaterverein- zur Aufführung gebrachte Trotha'sche Lustspiel Hofgunst" mit Fräulein Anna Walther vom Darmstädter Hoftheater als Gast werde« wir morgen berichten.

* btabttheater. G. von Mosers humorvolle« Lustspiel Das Stiftung-fest", welche- von der DirectionKruse- Helm u. A. beim diesjährige« Stiftungsfest des Kaufmännischen Vereins mit großem Erfolge zur Aufführung gelangte, soll vielfach laut geworbenen Wünschen entsprechend, am Freitag, ben 18. bss. MtS. im Stadttheater gegeben werden. Wir zweifeln nicht, daß bas flotte Lustspiel fich eines guten Be­suche- erfreuen wirb. Für Sonntag, den 20. b. M. hat bie Direktion wieder eine Kind erv orstellnng in An-ficht genommen.Binsenmännchen und Btnsenmichel" heißt da­für bte Kleinen bestimmte sünfactige Märchen. Abends geht Nestroys unverwüstliche PosseLuwpaet-Vagabundus" in Scene.

Schenkungen und Vermächtnisse. Im Laufe be« 3. Quartal« 1898 find vom Großherzog u. A. nach­stehende Schenkungen und Vermächtnisse bestätigt und hiernach bie betreffcnben Behörden zu deren Annahme ermächtigt worden: vermächtniß der Wittwe de« Provtantmetsters Gröntich in Darmstadt an die Knabenarbeitsanstalt daselbst im Betrage von 1000 Mk.- Vermächtniß de« DistriktSein* nehmet« t. P. Johan« Matti« Brunner in Darmstadt an

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Lr. $0t 15. ftobtinbtt 1841 Großh. HtMu vtgtu befonbeter t Feldzug uud ieiErstl bal Ritterkreuz mit Schwertern verlt diener am vorhintgen Gießen und hat seine seiner Vorgesetzten di Peufionirnvg versehet der Jubilar durch i «Suigl. Hoheit der bereu IW, steht \ einer guten Sesuvdt und angenehme Le schieden sein.

Brandmäler allen übrigen Stal statt, in dem Beleg aalen von Segens haushaltungsgegens ganze Zimmereinrich zu erlernen. Da schenke gewacht wer ltgtM ouf blUtji za echiten. Liech za handhaben, awtlio ichast de« vollständig Den Unterricht «v Aeichstraste 24, N., Anmeldungen finden

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