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btn evangelischen Kirchenbauvereta zu Mainz bezw. die toan« gelische Kirche daselbst im Betrage von 500 Mk., Schenkung mehrerer Ungenannter an die katholische Kirche in Ober- Roben zum Kirchenbaufond» tat Betrage von 7000 Mk.- Bermächtniß bei Geistlichen Rath» Decan Brentano in Heldenbergen an die katholische Kirche in Alsfeld zum Pfarrbe- folbnngsfond» im Betrage von 6000 Mk. - Schenkung bei Dr. Schneider in Worml cn die Schule in Rieder-Stoll zur Veranstaltung eine» Schülerfestes und zur Anschaffung von Lehrmitteln im Betrage von 1000 Mk.,- Schenkung eine! Ungenannten an die katholische Kirche in Fehlheim zur Er- Höhung der Pfarrbesoldung daselbst im Betrage von 1000 Mark- vermächtniß bei Gottlob Ebner zu Wimpsen an die Gemeinde Wimpfen zur Berthellnng an würdige Armen zu Weihnachten im Betrage von 500 Mk.- Schenkung vieler Ungenannter an die katholische Kirche in Bad-Nauheim zum Baufondl im Nominalbeträge von 2000 Mark- Schenkung mehrerer Ungenannter an die katholische Kirche in Groß- Umstadt zum Bau einer neuen Kirche daselbst im Betrage von 3000 Mk., Schenkung der Wendel Weiler Wittwe in Mainz an die Stadt Mainz, bestehend in ihrem gesummten, nach Abzug der Legate 50784 Mark betragenden Nachlaß, all „Wendel Weiler-Stiftung", mit der Bestimmung, daß die Zinsen zur Ausbildung eines Mainzer Bürgersohnei und einer Mainzer Bürgerltochter verwendet werden sollen- Bet« rnüchtniß der Nikolaus Pretsch Wittwe in Darmstadt an die Blindenanstalt zu Friedberg im Betrage von 1000 Mark
• • Lr. Bot 60 Jahren. — Ehrenvolle» Jubiläum. Am 15. November 1848 wurde dem damaligen Unteroffizier im Großh. Hesfischeu 2. Infanterieregiment Jacob Kraul wegen besonderer Bravour vor dem Feinde im badischen Feldzug und bei Erstürmung der Barrikaden in Frankfurt a. M. dal Ritterkreuz 2. Klaffe bei LudwigSorden» mit Schwertern verliehen. Herr Kraus war später Tänzlet- diener am vorhiuigen Hofgericht und jetzigen Landgericht in Gießen und hat seinen Dienst stets zur größten Zusriedeuheit seiner Vorgesetzten bti zu feiner im Jahre 1887 erbetenen Peufionirung versehen. Am Morgen del 15. l. M. wurde der Jubilar durch Allerhöchstei Gratulattouitelegramm Sr. König!. Hoheit bei Großherzogi geehrt. Herr Kraui, geboren 1820, steht jetzt im 78. Lebensjahre und erfreut fich einer guten Gesundheit. Mögen diesem Braven noch viele und angenehme Lebensjahre bei gleicher Gesundheit de- schieden sein.
• • Braudtualerei. Für kurze Zeit findet hier, wie in allen übrigen Städten, ein LursuS in Brandmalerei statt, in dem Gelegenheit geboten ist, das Brennen und Bemalen von Gegenständen in Holz, Leder und Pappe, wie HauihaltungSgegenstände, Möbelstücke, Decorationisacheu, ganze Zimmereinrichtungen, Schreib- und Lederutenfilien re. rc. zu erlernen. Da zu Weihnachten sehr gerne derartige Geschenke gemacht werden, so bietet fich hier die günstigste Gelegenheit, auf billige und reellste Weise nur bestes Material zu erholten. Die Apparate werden gestellt, find äußerst leicht za handhaben, amtlich patentht und besitzen die gute Eigenschaft bei vollständig geruchlosen und unschädlichen Brennenl. Den Unterricht ertheilt Fräulein Emilie Wellhäuser, Bleichstraße 24, II., täglich von 8 bi» 12 und 2 bti 6 Uhr. Anmeldungen finden jederzeit statt.
* • Wetterbericht. Das barometrische Maximum verliert langsam an Jntenfität, doch bedeckt noch hoher Druck den Sontinent. Allerdings ist seine Verthellung etwas ungleichmäßiger geworden. Zumal über Süddeutschland hat der Kern de» barometrischen Maximums eine beträchtliche Ein- schnürung erfahren. Vom äußersten Nordweften und Norden, dem Eitze einer flachen Depression zieht fich außerdem über die östlichen Theile Europas ein Ausläufer verhältnißmäßig weniger hohen Drucke» gegen Süden. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch im Allgemeinen Fortdauer des bestehenden Witterungs-Characters.
+ Nidda, 16. November. Der heutige Markt war, ttotzdem e» fast während de» ganzen Tage» nebelte, sehr zahlreich besucht. Auf dem Biehmarkt find Schweine in großer Menge, meist von Händlern, angetrieben gewesen und herrschte ein flotter Handel bei ketneSweg» niederen Preisen - z. B. kosteten sog. Einlegschweiue oder Läufer bi» 60 Mark. — Auf dem Krammarkte waren diesmal mehr BerkaufSstSnde wie sonst; die auswärtigen unb hiesigen Geschäftsleute hatten am Nachmittag regen Zuspruch.
HaNmannShata, 16. November. Die Ehefrau de» Heinrich Weber au» dem benachbarten Völzberg, welche (wie kürzlich in dieser Zeitung berichtet wurde) schwere Bet- letzuugen bei der Dreschmaschine erhielt, ist nach fünftägige« Rranfenlagtr gestorben.
Darmstadt, 16. November. Die gestrige Generalver- samwlung der Darmstädter Volksbank beschloß einstimmig die Umwandlung tn eine Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht mit Wirkung vom 1. Januar 1900 ab und ge* nebmigte alle diesbezüglichen Anträge und Vorschläge deS AoffichtSrathe» und Vorstandes.
Offenbach, 16. November, von welcher Bedeutung die Spielkartenfabrikatiou tn unserer Stadt ist, geht daran» hervor, daß von dem Reich»spietkartenstempel, der im Reich»hau»hattSetat für 1897/98 mit einer Einnahme von 1,366,000 Mk. eingestellt ist, nicht weniger al» 174 537 Mk. aber nahezu 13 Procent von btm Hauptsteneramt Darmstadt erhoben worden find.
Mainz, 15. November. Heute Nachmittag stürzte in der etetngaffe ein 5jährige» Mädchen vom vierten Stock auf die Straße hinab, wo e», furchtbar zugerichtet, tobt aufgehoben wurde. Die Mutter gab ihrem jüngeren Kinde Milch zu trinken, in welchem Augenblick fich der schreckliche Unglücksfall ereignete.
M Rheinhessen, 15. November. Die Rheinschifffahrt empfindet fehr störend nnb schädigend da» schon seit 10 lagen anhaltende Fallen bei Wasser». Die Schiffe fahren »nr noch mit halben Frachten.
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Vor 71 Jahren, am 18. November 1827, starb in seiner Vaterstadt Stuttgart der Dichter Wilhelm Hauff. Er offenbarte in seinen Märchen und Novellen ein treffliche» Erzählertalent. Seine zwei Lieder: .Morgenroth" und „Steh ich in finstrer Mitternacht" find zu Volksliedern geworden. Hauff wurde am 29. November 1802 geboren.
* Furchtbare Latastrophe. Au» Peter »bürg, 15. November wird gemeldet: Bet WeUkij Ustjug im Gouvernement Wologda gerieth am letzten Samstag da» Ei» auf der Serchona infolge de» Steigen» de» Wasser» p'ötzlich in Bewegung, während auf dem Fluffe eine Menge nach Welikij Ustjug bestimmter Fuhrwerke sich befand. Wie verlautet, fallen bei dieser Latastrophe 20 Menschen ertrunken fein.
• Gewebte Geldbeutel ohne Naht (D. R. G. M. 79 706) im In- und Aullanb zum Patent angemeldet, bringt die Fabrik Emil Kleinen in Altenschlirf al» Neuheit auf den Markt, und bietet damit einen Artikel, der wegen seiner außerordentlich practischeu Eigenschaften Empfehlung verdient. Diese Geldbeutel find an» Leinen, Zwirnstoff ober an» Kor- donettseide in einem Stück gewirkt, sogar die kleine Innentasche der Beutel, die sogenannte Separation, bildet mit der größeren Außentasche zusammen ein einzige» Stück Stoff, ist also nicht augenäht, sondern angnoebt, ebenso ist da» Futter bei einzelnen Mustern an den Obtrfioff angewirkt. Naturgemäß find derartige nahtlose Beutel, zumal wenn fie wie hier au» derbem Stoff bestehen, saft unbegrenzt haltbar. E» läßt fich annehmen, daß fie noch weit weniger leicht zerreißen, al» ein guter Lederbeutel. Dabei ist nach dem vorliegenden Muster auch aus die äußere Ausstattung der Beu el sorgsältig Bedacht genommen, fie haben zum Theil N ckelbügel-verschluß, zum Theil vergoldeten Bügel, unb die Seidenbeutel werden tn verschiedenen Farben geliefert.
• Tie Getreuen, in Jever, welche alljährlich btn Fürsten BiSmarck mit ihren originellen Gaben und Geburtstag»- Versen zu erfreuen pflegten, bewahren in ihrem Besitz ein kostbare» Andenken an den großen Kanzler. BiSmarck widmete ihnen 1883 al» Gegengeschenk für ihre wiederholte Aufmerksamkeit einen prachtvollen silbernen Pokal in Form eine» großen Kiebitzeies- oben au» dem Deckel sieht ein kunstreich gearbeiteter Kiebitzkopf heran», unten ragen die Ständer de» Bogel» hervor, auf welchen der Becher ruht. Aeußerlich zeigen fich an dem malt oxydirten Silber die dunklen Flecke de» Kib'tzeie» Da» vergoldete Innere trägt oben im Deckel dal Bi»marck'iche Wappen auf einem Schilde. Der Pokal ist etwa 22 Zentimeter hoch unb faßt reichlich ein halbe» Liter. Die „Getreuen" mochten natürlich bas Kleinod, da» nun für fie noch kostbarer geworden ist, nicht ständig in Gebrauch nehmen. Um aber für ihre Tafelrunde ein ähnlich gestaltete» Werk du besitzen, haben fie fich jetzt vom Bildhauer Magnuffen-Berlin nach dem Pokal BiSmarck» Krüge an» Steingut unb Zinn nachformen lassen, welche zur allgemeinen Benutz, ng ber „Getreuen" dienen sollen. Herr Magnussen, der auch ein Bi»marck-Denkmal in Jever geschaffen hat, zählt zu den Ehrenmitgliedern der „©(treuen".
Dr. W. H. o. Riehl.
die Hand.
München, 27. Juli 1896.
Die Renner RilhlS werden sich nInnern, datz der Dichter fich Über das Wesen feinet kulturgeschichtlichen Nooellen tn einer feinet Vorreden ausführlich geäußert hat. Unser Brief fügt diesem Ge- sammtbilde etnißc willkommene E'nzelzüge hinzu.
Heidelberg. Proseffot D. »dols D.eißmann.
TL gl. Rundsch.
wWenschaft, Citeratur und A«nft.
— Riehl über seine Novellen. In der prächtigen Novelle Riehls „Die Lehrjahre eines Humorificn" (Gesammelte Geschichten und Novellen, Band 2, Stuttgart 1879, S. 336) kommt folgender Satz vor: „So zog et jetzt bei dem Schein des FeuetS verstohlen seinen Homer in der kleinen Herborner DuodezauSgabe unter der Schürze hervor." AlS ich vor einigen Jahren diese Stelle wieder einmal las, hatte ich mich gerade mit ber nicht uninteressanten Geschichte des Herborner Buchdrucks beschäftigt. Ein Herborner Homer wat mir bis dahin nicht bekannt geworden; Nachforschungen nach dieser Ausgabe führten ebenfalls nicht zu einem Ergebniß. Nun wat an der Sache von vornherein der Umstand etwa» verdächtig, daß die Novelle 1561 spielt, während die Herborner Pteffe erst 1585 in Betrieb gesetzt worden ist. Immerhin körnte Riehl einen ihm etwa bekannten Herborner Homerdruck au» fpäterer Zeit in ber Novelle vielleicht zurückbatirt haben. Oder sollte er feine Angabe etwa völlig fingirt haben d Ich glaubte mich mit bietet Kleinigkeit an Riehl selbst wenbcn zu dürfen, zumal mit fein lebhafte» Interesse für fein alte« Heimalhland und insbesondere für Herborn nicht unbekannt war. Einet Anfrage bei dem greisen Dichter verdanke Ich folgendes schöne Schreiben, das ich zum ersten Jahre»gedLchtniß seines Tode» (16. November) gern hetvothole:
„Hochgeehrter Herr Pfarrer! Ich habe die Novelle „Die Lehr- fahre eine« HmnorMen" vor 40 Jahren geschrieben und bin nicht mehr im Stande, übet die Quellen, welche ich benutzte, Rechenschaft zu geben. So ist denn auch mir die Herborner DuodezAuSgabe ganz neu, denn ich pflege meine Büchet nicht mehr zu lesen, wenn fie einmal gedruckt find, und schreibe liebet neue.
Soll ich eine Hypothese über mich selber auf stellen, fo glaube ich, daß Sie das Richtige Betroffen haben, indem Sie den Herborner Homerdruck als eine dichtetifche Freiheit nehmen. Entfchuldigt wäre dieselbe dann durch die wohlwollende Absicht, die fast verschollme literarische Betriebsamkeit deS alten Herborn in leise Erinnerung zu bringen. Doch das ist eben nur Dermuthung. Vielleicht wußte ich vor 40 Jahren wirklich von einem späteren Herborner Homerdruck und erlaubte mir nur, ihn in eine etwa» zu frühe Zeit hinauf zur ücken. Ich war bei meinen Novellen stets bemüht, da« culturgeschichtliche Gesammtblld möglichst getreu unb gewissenhaft zu zeichnen; tn Einzelheiten gönnte ich mir Freiheit, habe aber auch da» Einzelne niemals ganz aus der Luft gegriffen.
Für Ihre freundlichen Worte meinen besten Dank! ES freut mich immer zu erfahren, daß ich in meiner naffauischen GeburtS- heimath, an welcher mein Hetz allezeit so sehr HMg und heute noch hängt, nicht dergeben bin.
Ich sende Ihnen die besten Grüße und drücke Jhnm im Geiste
Hottridienst m der Synagoge.
SamStag den 19. November 1898.
Vorabend 4« Uhr, Morgens 9 Uhr, Nachmittags 3 Uhr, ’ SabbathauSgang 5“ Uhr.
Gottesdienst der israettttschen Keligionsgesellschaii.
babbathfeiet am 19 November 1898.
Freitag Abend 41 Uhr, SamStag vormittag 8* Uhr, Nachmittag 3 Uhr, SabbathauSgang 6* Uhr.
Nachmittag 2* Ubr Tchrifierklärung 'N der Synagoge.
WochengotteSdicnst Morgen» 7 Uhr, Abend» 4 Uhr.
Verkehr, Land- unb Vswirtschaft.
Gießen, 17. November. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1.00—1.20, Hühnereier per St. 6—9 4, 2 St. 13-17 H, Enteneier 2 St. 00—00 Gänse- eier per Et U—13 H, Ääfc 1 Et. 5—8 Räfematte per St- 3 Jf, Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar
X 0.60—0.60, Hühner per St. X 1.10—1.30, Hahnen per Stück X 0 70—1.40, Enten per Et. X 1.80—2.50, Gänse per Pfund X 0.46—0.55, Ochseustetfch per Pfd. 68—74,$, »uh- und Rindfleisch per Pfd. 46—58 -H, Schweinefleisch per Pfd. 68—76 Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 80 H, fialbfleisck per Pfd. 64—66 Hammelfleiscv per Pfd. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 bi» 6.50 X, Weißkaut per St. 10-20, Zwiebeln per Str. X 5.00—5.50, Milch per Liter 16 H.
Dauer der Marktzeit von 8 Uhr Morgen» bi» 2 Uhr Nachmittag». Während der ersten 3 Stunden der Marktzeit darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.
Neueste Nachrichten.
Depefche» bet Bureau .Herold"
Berlin, 17. November. Da» „Kleine Journal" meldet au» Part»: Die Blätter find der Anficht, Kaiser Wilhelm werde nach seiner Rückkehr nach Deutschland einen entscheidenden Schritt zur Anräherung an Frankreich zum Widerstande gegen die englischen Welteroberung»pläne thun.
Berlin, 17. November. In der Schleiermacherstraße im Süden von Berlin ist in der Nacht zum Bußtag die 31 Jahre alte Prostituirte Emma Siemund ermordet worden. Ale muthmaßlicher Thäter ist ihr Geliebter, der 28 Jahre alte Arbeiter Berkholz verhaftet worden.
Berlin, 17. November. Nach einer Meldung au» Shanghai findet daselbst am 21. d». Mt». in Anwesenheit de» Prinzen Heinrich und de» Admiral» von Diederich» rebst sech» deutschen Schiffen die Einweihung de» Denkmal» für die untetgegongentn Offiziere und Mannschaften de» Kanonenbootes „Iltis" statt.
Berlin, 17. November. Wie dem „Kl. Joum." zufolge in Mün t,en au» sicherster Quelle verlautet, trifft am 3. De- cember Kaiser Wilhelm und am Tage daraus der Großherzog von Baden -um Besuche de» Prinz-Regenten in München ein.
Hamburg, 17. November. An Bord dt» am 8. d. M. von Neapel nach Gibraltar abgegangenen deutschen Dampfer» „Dera" fand eine heftige Explofiou statt, bei welcher drei Mann der Besatzung erhebliche Verletzungen erlitten. Da» Schiff selbst ist unbeschädigt geblieben.
Wien, 17. November. Ja hiesigen militärischen Kreisen hat da» allerhöchste Befehlsschreiben in der Angelegenheit del Hentzi-Denkmals einen außerordentlich befriedigenden Eindruck gemacht. Dagegen wird aul Budapest gemeldet, daß die ungarische Opposition dasselbe zu neuen Angriffen gegen die Regierung benutzen wird.
Rom, 17. November. Dal Parlament wurde gestern durch den König mit einer Thronrede eröffnet, welche eingehend die Unruhen im Frühjahr behandelt. Die Kretafrage, die AnarchisteU'Lonferenz, die Finanzlage und die Adrüftungl- pläae bei Zaren werden sodann erörtert und zum Schluß betont die Thronrede die friedlichen Absichten Italien».
Pari», 17. November. Der Ehesredactear de» Tempi, Deprense ist gestern au» der Liste der Ehrenlegion gestrichen worden. Auch da» Tragen jede» fremden Orden» ist ihm untersagt worden.
Pari», 17. November. Der Minister der Eolonien ordnete telegraphisch die Freigabe des Briefwechsel» zwischen Drehfu» und seiner Familie an. Auf Anordnung dtS Gouverneurs von Eaytnne wird Drehfu» ‘ortan al» Angeschuldigter behandelt. Advocat Moruard fiellte den förmlichen Antrag, daß Dreysu» nach Pari» geschafft werde Der Eaffationßhof wird in den nächsten Tagen über dielen Antrag emscheideo. Für heute ist der General Gonl- vorgtladen.
Bordeaux, 17. November. Die Schriftstücke, welche Drcyfus infolge Beschluffes des Caffationshofe» zur Beantwortung zugestellt werden müffen, werden am 26. d. Mt». durch einen nach Martinique bestimmten Dampfer nach Guyana abgehen. Von Martinique au» werben dieselben mittelst Specialdampfers in vier Tagen nach Layenne gebracht werden.
Brüflel, 17. November. Große» Aufsehen erregt die Verhaftung und Au»wetsnng de» polnischen Professor» Gnmplowitz unb einer 13jährigen Schülerin. Dieselben werden anarchistischer Umtriebe beschuldigt.
London, 17. November. Daily Mall commentirt die italienische Thronrede und sagt: Italien werde in Zukunft eine Hintergrund-Politik verfolgen müssen. Der Drei- bunb sei eine Sache der Vergangenheit. Italien brauche keinen Krieg, sondern einen dauernden Frieden, um fich wieder auszurichteu und Reformen zu machen.
Üaqeine, 17. November. Dreyfu» ist gestern Nachmittag um 4 Uhr von dem Beschlüsse des Caffationshofes benachrichtigt worden. Ueber dm Eindruck, welchm diese Mlltheilung auf ihn gemacht hat, wird bi» jetzt vollständige» Stillschweigm beobachtet.
Milch nicht zuträglich.
Dann versuchen SU dieselbe mit etwas Mondamin von Brown und PoUon ea. »ehn Minut-n gekocht. Nehmm Sie nur soviel Mondamin, daß die Milch cremetrttg wird. Die durch Mondamin erlangte leichte Derdaulichkett der so nahrhaften Mllch ist von den Herren Aerzten anerkannt. Für Brown und Polson'» gute Qualität bürgt am besten deren 40 jähriger Welttuf. Mondamm ist überall in Packeten ä 60, 30 unb 15 Pfg. erhältlich. EngroS bei Türk u- Pabst, Frankfurt a. M.


