veranlaßt werde», um sich über den Stand des ArbeitS- markte» orievtiren zu können. — Abg. Kramer hebt die Nützlichkeit de» Arbeitsnachweises für d'e Arbeiter hervor und wünscht, daß derselbe von der Commune übernommen werde. Die Beaufsichtigung desselben durch die Gewerbegerichte sei sodann ewpsehlenSwerth. — Mtnisterialraih Emmerling ist der Anficht, daß die Gioßh Regierung bei der Thätigkeit drS Arbeitsnachweise» nur auf neutralem Boden üehen könne. — Abg. Köhler hebt de» unzweifel- haften Nutzen de» communalrn Arbeitsnachweise» hervor und betont, daß in Darmstadt die erste ArbeitSnachweiSstelle errichtet wurde. Erfreulich wäre «S, wenn die Innungen und Gewerkschaften ihre eigenen Arbeitsnachweise ausgeden und fich der Lentralft'lle für Arbeitsnachweis anschließen würden. — Abg. Reinhardt tritt ebenfalls für einen communalen Arbeitsnachweis ein und weist auf da» Arbeitsamt in Worm» hin, welches zur größten Zufriedenheit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern feine Thätigk-it entfalte. Zu den bestehenden Vereinen chwetsen habe er nicht da» richtige Zutrauen. — Abg. Haa» ist ebenfalls ein Gegner de» BeretnSnachweisr», weil immer ein gewisse» Odium auf ihnen laste. Thatsache sei, daß sehr oft nur Derjenige Arbeit erhält, der in polt tischer und religiöser Beziehung dem betreffenden Vereins nachweise am nächsten stehe. Der Arbeitsnachweis in Privat« Hände» sei in reine Wuchergeschäfte gegenüber den Stellesuchenden auSgeartet. — Abg. Frenah spricht fich ebenfalls für die Regierungsvorlage, insbesondere sür den Antrag Köhler-Darmstadt au», wonach noch weitere 2000 Mk. sür Förderung deS Arbeitsnachweise» in» Budget eingestellt werden sollen. — Abg. Ulrich wünscht ebenfalls, daß der Arbeitsnachweis weiter anSgebaut werde. Er wird für den Antrag Köhler im Finanzausschuß etntreten. Hoffentlich werde der von soctaldemokratischer Seite gestellte Antrag auf Vertretung der Arbeiterschaft tmMinisterium ebenso wohlwollend behandelt werden, wie dieser Antrag. Durch eine starke communale Organisation lasse fich eine Centrali« sation deS ganzen Arbeitsnachweise» in Hessen recht wohl herbetsühren. — Da» Capitel wird hierauf einstimmig genehmigt.
Es werden sodann ohne Debatte einstimmig genehmigt: Cap. 74. Witt wen- und Watsenpflege, 381 300 Mk, Cop. 75, Jnvalidenversorgung, mit 21 150 Mk., Cap. 76, M and eSwatsenanstalt, 208 552 Mk, Cap. 77, Taubstummen - Anstalt, 50400 Mk., Cap. 78, Blindenanstalt zu Friedberg, 13 124 Mk, Cap. 79. BtaatsunterstützungSkasse, mit 24000Mk., Cap 80, Bankbesoldungsfond», mit 5000 Mk., Cap. 81, Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke, 59000 Mk., Cap. 82, VtcartatSkoften, Tagegelder, Reisekosten u. s. w., 80000 Mk., Cap. 83, Sterbe- quarrale, 10 300 Mk., Cap. 84. Regierung», und Reichsgesetzblatt, mit 7300 Mk^, Cap. 85, Kuust- straßen, 1 183 125 Mk, Cap. 86, Beitrag zurFeuer- löschkasse, mit 6000 Mk. Ferner wird für daS Cap. 87, Lentralbauwesen im Ressort de» Ministerium» des Innern, ohne Debatte die Summe von 155 697 Mk. be^ willigt. Damit ist der Etat de» Ministerium» drS Innern erledigt.
Nach einer kurzen Pause werden die Berathungen mit dem Etat de» Ministerium» der Finanzen und zwar mit Capitel 104, „Ministerium selbst", fortgesetzt. Der Au», schuh beantragt, von den 15 geforderten vortragenden Rathen einen zu streichen und den Gehalt de» Rathe» für Straßen, bau nur noch auf den Inhaber zu bewilligen. Ferner wird beantragt, die Supplementarcredite im Betrag von 9000 Mk. zu stretchen, unbeschadet de» Fortbestandes der auf Grund solcher bereits verwilligten GehaltStheile, im Ganzen aber 374740 Mk. zu bewilligen. Bet der Generaldebatte hier« über spricht Ftnaozmioister Weber dem Ausschuß seinen Dank au» für die bewilligten Summen. Bedauerlich für ihu sei eS nur, daß man an den Räthen stretchen wolle, die doch für sein Ressort unbedingt nöthig seien. Gerade im Finanz Ministerium habe man alle Forderungen aus daS Nöthigste beschränkt, weil dasselbe dazu berufen sei, die Sparsamkeit im Staatshaushalt zu repräsentiren. Er hoffe aber, die Kammer noch später von der Nothwrndtgkeit der Forderungen überzeugen zu können. — Abg. Sch mitt-Mainz hält sich für verpflichtet, einige in da» Ressort de» Ftnanzminifter» fallende Fragen zu stellen. Er fragt zunächst die Großh. Regierung, ob e» richtig sei, daß in der Buchhaltung der Finanzen die jährlichen Ueberschüsse zur Bertheilung gelangen, welche darau» resultiren sollen, daß den Localbehörden Aus- gabeposten abgestrichen und die dann dazu verwendet würden, am diesen Beamten Remunerationen in nicht unbedeutender Höhe zuzuwetsen. So ungeheuerlich diese» klinge, so habe er seine Mittheilungen au» so guter Quelle, daß er sie hier zur Sprache bringen müsse. Er ersuche die Großh. Regierung um Aufklärung. — Ftnanzminifter Weber stellt sofort fest, baß diese» nicht richtig sei- ihm sei hiervon nicht» bekannt. — Im Wetteren berichtet Abg. Schmitt, würden die PenfionSsätze bei Beamten der früheren Hessischen Ludwigs- bahn nicht richtig berechnet und in verschiedenen Fällen die budgetmäßig von der Kammer bewilligten Gehalte an die betreffenden Inhaber nicht auSbezahlt mit der Motivtrung, weil die betreffenden Beamten noch zu jung seien. Auch dre Freifahrtkarten auf den Strecken der früheren Hessischen LadwigSbahn seien den Pensionären kürzlich entzogen worden, trotzdem die Freifahrtkarteu einen Thell ihre» PenfionSsätze» auSmachten. — Ftnanzminifter Weber wünscht keine Eisen« bahndebatte herbetgeführt. Er gibt über alle Punkte auf. klärende Antwort. Ebenso die Regierungsvertreter Geh. Ftnonzräthe Krug und Ewald. Sie verweisen noch im Weiteren auf da» bestimmt in Aussicht stehende Beamten« besoldungSgefetz, wo alle Wünsche wohl ihre Erledigung finden könnten. — Abg. Hirsch wünscht, daß man sür die Steuer-Erheber in den einzelnen Dtstricteu Dienstwohnungen errichten möge, wa» Finanzminister Weber und Geh.Finanz- rath Krug zusagt.
Hier wird die Sitzung um 1 Uhr abgebrochen. Fortsetzung Donnerstag Morgen 9 Mr.
Deutsche» Ueidy»
Berlin, 16. März. Nach einer hiesigen Correspondenz wird den Kaiser in diesem Jahre seine Erholungsreise nicht nach dem Norden, wenigsten» nicht nach den Fjorden führen, dagegen soll der Kaiser eine lang gehegte Abficht aussühren wollen, eine Seereise nach Schottland zu unternehmen und im schottischen Hochland zu jagen.
Berlin, 16. März. An der Jnvaltdensäule in der Kesselstraße beabfichtlgen am nächsten Freitag eine Anzahl Regimenter sür die dort ruhenden, im Jahre 1848 in Berlin gefallenen Offiziere und Mannschaften dieser Regimenter Kränze niederzulegen. Auch die Kriegervereine der betheiligten Regimenter wollen Kranzspenden für die Gefallenen niederlegen lassen. Auch der Kaiser soll, wie ver- hütet, die Abficht haben, sür die im Jahre 1848 und 1849 im badischen Feldzuge gefallenen Krieger, zu deren Andenken die Juvalidensänle im Jahre 1854 errichtet worden ist, am Freitag dort einen Kranz niederlegen zu lassen. An zuständiger Stelle ist jedoch von einer solchen Abficht de» Kaiser» nicht» bekannt.
Berlin, 16. März. ’ Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Verordnung über die thetlweise Inkraftsetzung de» Gesetzes betreffend Abänderung der Gewerbeordnung.
Berlin, 16. März. Die Wahlprüfung». Commission des Reichstages hat die Wahl des Abgeordneten Schulz (freis. VolkSp.) sür gültig erklärt.
Berlin, 16. März. In der Budget-Commission de» Reichstages wurden bei der Abstimmung die Anträge Bebel und Richter gegen 4 bezw. gegen 3 Stimmen ab- gelehnt und der Antrag Bennigsen-Lieder, das ist der von den verbündetrn Regierungen angenommene Zusatz gegen die Stimmen der Solialdemokraten und de» Antisemiten Werner angenommen. Auch die Vertreter der freifinntgen Parteien stimmten sür den Antrag.
Berlin, 16. März. Da» Abgeordnetenhaus erledigte heute zunächst einige kleinere Vorlagen in dritter Lesung und setzte sodann die Weiterberathung de» CultuSetat» fort. Nach Erledigung einer ganzen Reihe von T'.teln vertagte sich daS Hau» auf morgen 11 Uhr. Der CultuSetat steht wiederum auf der Tagesordnung.
Berlin, 16. März. Wie von gut unterrichteter parlamentarischer Seite mitgetheilt wird, besteht gegenüber dem Bestreben, unter der Flagge der wirthschaftlichen Sammlung bei den nächsten Reichstagswahlen eine Cartellmehrheit für Abschaffung des bestehenden Wahlrecht» zu- sammenzubringen, bei denjenigen Parteien, welche an dem bisherigen Wahlrecht festhalten, d. h. beim Centrum, den Freisinnigen und Socialdemokraten da» Bestreben, die Aufstellung der Candidaten in der Weise zu vereinbaren, daß unter allen Umständen die Wahl eines Candidaten der Anti- Cartellparteien gesichert wird. Au» diesem Grunde sollen auch die diesen Zweck gefährdenden Sonder-Candidaturen von kleinen Parteien vermieden werden.
Wetzlar, 16. März. In einer zu Betzdorf am 13. d». abgehaltenen Versammlung von zahlreichen Vertrauensmännern der conservativen und nattoualltberalen Parteien au» den Kreisen Altenkirchen und Wetzlar wurde beschloffen, den seitherigen Vertreter unsere» Wahlkreise» int Reichstage, den uationalliberalen Abgeordneten Herrn Heinrich Krämer, wieder al» einzigen Candidat obiger Parteien sür die bevorstehende RrichStagSwahl aufzuftellen.
Detmold, 16. März. Der Landtag beschloß heute mit großer Mehrheit, daß beim Hinscheiden deS Grafregenten deffen ältester Sohn die Regentschaft übernehmen solle.
Au-Utz»-.
Wien, 16 März. Anläßlich de» Regierung»°Ju- biläum» deS Kaiser» wird dem „Neuen Wiener Tageblatt" zufolge ebenso wie für da» Militär auch für die Staatsbeamten eine eigene JubtläuwSmünze gestiftet.
Wien, 16. März. Das österreichisch-ungarische Geschwader wird mit der österreichischen Truppenadtheilung binnen kürzester Zeit Kreta verlaffen.
Wien, 16. März. Die Leitung der deutschen Volks- Partei beabsichtigt eine gemeinsame Conferenz der Vorstände aller deutschen Fractionen einzuberufen, um eine gemeinsame Aeußerung der Deutschen in der Sprachenfrage vorzubereiten.
Karlsbad, 16. März. Bei dem Bau de» hiesigen Central- bahnhofe» stellten tausend Arbeiter, darunter zweihundert Italiener, die Arbeit wegen Verweigerung einer Lohnerhöhung ein.
Budapest, 16. März. Hier ist ein Carte! l sämmt- licher ungarischer Kohlenwerke in der Bildung begriffen.
Rom, 16. März. Gestern waren die deutschen Professoren und Studenten, sowie da» römische studentische Comiiö und mehrere Prosesioren der Universität Rom zum CommerS im Deutschen Künstlerverein geladen. E» wurden eine Anzahl Ansprachen gehalten. — Die deutschen Studenten reisten Abends nach Civitavecchia zurück. Römische Studenten brachten am Bahnhofe einen Ehrentrunk dar. Studevten- lieder wurden gesungen und Toaste ausgetauscht. Im Augenblicke der Abfahrt gab cS stürmische Hochrufe.
Paris, 16. März. Einer Blättermeldung zufolge soll stündlich der Mobilmachungsbefehl des Nord- geschwader» in Brest und Cherbourg zu erwarten sein. Di: „Aurore" behauptet, sämmtliche Admirale seien nach Pari» besohlen worden. Die Mobilifirung sei durch die Er- eiguiffe in Ostasien veranlaßt.
Kopenhagen, 16. März. Die Kaiserin - Wittwe von Rußland trifft am Montag Abend zum Besuch de» hiesigen Hofe» anläßlich de» bevorstehenden 80. Geburtstages de» Königs hier ein.
Athen, 16. Marz. Prinz Georg begibt fich im Anfang nächsten Monat» auf einem rassischen Kriegsschiff nach Petersburg und von dort an die übrigen europäischen Höfe.
Rewyork, 16. März. Bei einem Brand im nationalen Mufikgedäude in Chicago kamen 15 Personen um» Leben, Frki. Ztg.
unb ptwhtsUUcfo
Sieben, den 17. März 1898.
•• Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog haben Allergvädigst geruht, den Lehrer an dem Ludwig-GeorgS-Ghmnafium zu Darmstadt, Dr. Albert Schöl, zum Lehrer an der Realschule und dem Progymnafium zu Friedberg und den provisorischen Lehrer an der höheren Mädchenschule zu Offenbach, LehramtSassrffor Karl Bergmann, zum Lehrer an dieser Schale, den GertchtSschreiber bei dem Amtsgericht Homberg Karl Beith zum Gericht»- schreiber bei dem Amtsgericht Worms und den HilfSgerichtS- schreiber bei dem Amtsgericht Oppenheim Heinrich Mau» zum GerichtSschreiber an einem Amtsgericht zu ernennen.
•• Kunstverein für daS Großherzogthum Hessen. Wie verlautet, will der Peäfident de» Hessischen ttunftvereinS, Herr v. St ar ck Excellenz, von seinem Amte zurücktretennäheren Aufschluß hierüber wird wohl die bevorstehende Generalversammlung am 19. d. M. in Darmstadt bringen. In der gestrigen Mittheilung über die Ergebntffe deS letzten VeretnSjrhrS war al» ÄnSstellungSziffer für Mainz irrthüm- lich 560 Gemälde — statt 5 6 angegeben, au» deren hiermit erfolgenden Richtigstellung erst die dazu bemerkte Präponde- ranz Gießen» mit 391 Gemälden ersichtlich ist.
** Stadtiheater. Auf da» morgen Freitag ben 18. er. stattfindende Benefiz für Fräulein Käthe Viotti sei hiermit nochmal» empfehlend hingewiesen. Fräulein Viotti hat offenbar zu ihrem Ehrenabend die „Else" in „Elfe vom Erlenhof" gewählt, weil sie fich im Laufe der Saison bereit» in einer ähnlichen Rolle, wir meinen da» „Lorle" in „Dorf und Stadt", hier große Sympathien erworben hat. Wlr wünschen der jungen Künstlerin ein recht besetztes Hau».
** Stadtiheater. Nina Sandow vom Deutschen Theater in Berlin beginnt ihr für zwei Abende berechnete» Gastspiel am Montag den 21. März mit „Cameliendame". Am Dien-tag den 22. März spielt die Künstlerin die „PhiUppine Welser". — Auf diese Künstlerin, die zum ersten Male auf unserer Bühne erscheint, machen wir unser Theater- Publikum ganz beionberß aufmerksam. Nina Sandow, die auf einer großen Gastspieltourn6e begriffen ist, die fle nach Nord- und Süddeutschland, sowie Oesterreich führt, ist eine Künstlerin, der ein großer Ruf au» der Residenz vor- auSgeht. In Berlin und all den Städten, wo Nina Sandow schon bisher gastirt, find Presse und Publikum einmüthig tn dem Lobe gewesen, daS man dieser hochinteressanten Künstlerin zollen muß. Man rühmt Nina Sandow in den franzöfischrn Stücken al» eine Salondame allerersten Ranges, die wegen der Feinheit der Conversation, prachtvollen Figur und eleganten Toiletten al» die vornehmste Weltdame erscheint. Im klasfischen Repertoir spielt Nina Sandow da» Fach der Sentimentalen: hier ist die seelenvolle Wiedergabe der Rolln, ihr lieblicher und inniger Vortrag und die zarte mädchenhafte Figur von berückendem Liebreiz. Ihr geniale» Können macht sich jede Rolle so zu eigen, daß immer ein neue» überraschende» Charakterbild vor un» tritt. — Man wird auf da» erste Auftreten der Künstlerin in unserer Stadt sehr gespannt sein dürfen.
• * Saaldau-Vereia. Wie un« gemeldet wird, findet da» nächste (4.) Concert am Sonntag den 27. März unter gefl. Mitwirkung des Kronbaur'schen Quartettvereins im Clnbsaale statt.
• • Theater Wallenda ist angekommen und giebt auf Oswald» Garten heute Donnerstag Abend feine Erö f f n u ngS- Vorstellnng, auf welche wir aufmerksam machen.
• • Die deutsche Kriegetzeitnug „Parole", Organ der Kriegerkameradschaft „Hassia", wurde im verflossenen Jahre in einer Auflage von 28,167 Exemplaren gelesen und bat für die einzelnen vereine einen Antheil am Reingewinn von 9455 Mk. 5 Pfg. ergeben. Hiervon entfallen auf den hessischen verband 831 Exemplare mit 274 Mk. 67 Pfg. Gewinn.
Masseuverkäufe. Man schreibt un»: Wenn e» im Grunde nur anzuerkennen ist, wenn unsere Hausfrauen darauf auSgehen, bei ihren Einkäufen möglichst Sparsamkeit walten zu lassen, so zeigt fich doch oft, daß diese Sparsamkeit nicht immer am richtigen Platze angewendet wird. So läßt man fich oft täuschen und kauft bei einem vorübergehend am Platze eingerichteten Massenverkauf vielfach m.nderwerthige, leicht beschädigte Artikel zu einem Preise, zu welchem man in hiefigen reell geführten Geschäften solide und vollständig prima Waare kaufen kann. Dürfte e» nicht richtiger sein, gerade mit Rücksicht auf Sparsamkeit, Maaren, welche man ohnedies nur sehr schwer auf ihre Güte beurtheile« kann, in hiefigen Geschäften zu kaufen, welche unS auch eine gewisse Garantie bieten, daß wir auch wirklich reelle und preiswürdige Waare für gleiches Geld bekommen.
4- Ridda, 17. März. Der gestrige Markt war infolge der uugflnfttgen Witterung schwach besucht. Nur in Schweinen zeigte fich ein lebhafter Handel, nud wurden besonders Ferkel begehrt, die je nach dem Alter und ihrer Qualität bis 40 Mk. kosteten- für Läufer bezw. Einlcge- schweine wurden bis 80 Mk. per Paar gefordert. Dagegen waren in Rindvieb nur einige Kühe aufgetrieben, von denen bloS ein Stück verkauft wurde. Auch auf dem Krammcnkie gingen die Geschäfte flau. — Der nächste Markt findet am 11. Mai statt.
Ridda, 15. März. Welche hohe Preise für Im- mobilien mitunter hier bezahlt werden müssen, beweist die Thatsache, daß bei einer gestern begonnenen freiwilligen Güterversteigerung für ein altes Häuschen in einer Seitengasse die Gebote bis za 3000 Mk. gesteigert wurden.
Ml Ach
jH|ff He" Darr $f®e J
Dirndl
«roctlon dri J rilnstadt
D>I'° ®°! ikwitl W1 mlit It-nSlW allbatb colporl da» Sind ia vmSheim t nai WormS g «als eine betri ginhel auSaeie folgte«. De°i tinbe aufgefun (eiben doch im längst viitt «e ist nun der lange schwebte, Sine frühere glaubte gestern einer Zigeuner neide Henkel zi versicherte man Lum von den
aber Anfangs, der Z'geunrr f Man verstäub! und wurde die nach GrieSheio Beim Anblick d
aelegt hakte, ge lhuSnelda fei. »offen. Die A hort schon heute darrnerie und Er gesucht und dan liefert hat, in 8 bei einer anbei ichwer gepiüstei Furcht und hc Outet!fie ist l Freudigste uni Den h. i fand in Sberstc Zigeunerbaude wurde. Such. warn nadj Sbt äsende ThuSnel Stift die Zigeu Tefetztvidriget D folgt ist. @8 » “f bessere Weg! ,n Darmstadt. Mtn Werth, ^°le besucht h
während Le “»Mannte Ding! A besonder» g ^gegeben werde
^lub der hch ^iraik ton
^''Ehefrau ete-'t “Ä MMa. VZ Kr s?s? wann ».s?!* bei w k tai
äjjS
Ä hi $ in bc,
’rt Df. 7


