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M Freitag den 18.er. in Käthe vtotti sei itlen. Fränletn Liotti 1 dir ^lse« tn „Else sich Im Laufe der Saison ’ meinen dar „Losse" in mpathien erworben hat. ein recht besetztes HauS.
ndow vom Dentschen >wei Abende berechnete- z mit „Eatneliendame«. tlt die Künstlerin die ünstlertn, die znm ersten achen wir unser Theater' im. Nina Sandow, nee begriffen ist, die ste wie Oesterreich führt, ist ns ans der Residenz vor« >täbten, wo Nina Sandow b Publikum tinmülhig In ochintereffauten Künstlerin ndow In den franzöfisch-n rßen Ranze-, blt»«« tu* n«unb Leltdame er scheint. 3® Landow das ™ ,t Wiedergabe btt Mn, und die zarte müdchen- h, Ihr geniales KöiM . dah immer ein neue in tritt. - *•■! ;tta in nttfer« St-dM'
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Unter Schmitten. 14. März. Bet der vorgestern dahier I stattgehabten Wahl eines Beigeordneten wurde unser Mit» ; bflrger Herr Karl Ruppel einstimmig gewählt, waS ein ' schöner Beweis für da« in denselben gefetzte Vertrauen ist.
Darmstadt, 15. März. Der Abg. Westernacher- Ltudheim rhetlt der ^Frkf. Ztg." mit, er sei utcht auS der natioaalliberalen Partei, sondern nur au» der uat.-lib. Fraction deS hessischen Landtags ausgetreten.
Darmstadt. 16. März. Deo „N. H. Vbl." entnehmen wir: Man weid sich noch des colosialen Aufsehens erinnern, welches vor etwa Jahresfrist da» Verschwinden der zwölf- jährigen ThuSnelde Henkel, Tochter de» Herrn Handels- qärtnerS Henkel in Auerbach a. d. Bergstr., erregte und welche scheußlichen Gerüchte tu Anknüpfung hieran im Publikum al»dald colportirt wurden, trotzdem amtlich festgeftillt war, daß daS Kind am Morgen, an welchem e» vermißt wurde, in Bensheim eine Fahrkarte dritter Klasie in der Richtung nach Worm» gelöst hatte. Der tiefgebeugte Vater hatte damals eine beträchtliche Belohnung für da» Ausfindeu seine» Kinde» ausgesetzt, aber alle Nachforschungen waren bisher folglo». Wenn man auch hie und da Spuren von dem Kinde aufgefunden zu haben glaubte, so erwiesen sich dieselben doch immer wieder al» falsche und Biele glaubten längst nicht mehr au ein Auffinden der Vermißten. Endlich ist nun der Schleier, der über dem Verbleib de» Kinde» so lange schwebte, gelüftet und das Kind aufgesunden worden. Eine frühere Angestellte de» Herrn Henkel, Frl. Roth, glaubte gestern in dem benachbarten Griesheim in einem bei einer Zigeunerbande befindlichen Kinde die vermißte TuS- nelde Henkel zu erkennen. Sie machte hiervon Anzeige und versicherte man sich alsbald des Kinde», daö sich im Aeußeren kaum von den Kindern der Bande unterschied, es leugnete aber Anfangs, offenbar unter dem Banne von Drohungen der Zigeuner stehend, entschieden, die ThuSnelde H. zu sein. Man verständigte sofort telegraphisch die Familie Henkel, und wurde die Identität de» KindeS durch eine von hier nach Griesheim geeilte Tante deffelben heute festgestellt. Beim Anblick der Tante und nachdem es andere Kleider angelegt hatte, gestand da» Kind unter Thränen, daß e» die Thusnelda fei. Heute Vormittag ist es bereits hier ringe« troffen. Die Aufregung in GrirSheim war, wie uns von dort schon heute Früh telephonirt wurde, ungeheuer. Gendarmerie und Criminalbeamte setzten der Bande, die da» Weite gesucht und damit den Beweis ihre» Schuldbewußtseins geliefert hat, in Wagen nach. DaS Kind soll übrigens früher bet einer anderen Bande gewesen sein. Im Jntereffe der schwer geprüften Familie, die seit einem Jahre stets zwischen Furcht und Hoffnung schwankte, sowie auch im allgemeinen Inter-sie ist die endliche Auffindung de» Kinde» auf daS Freudigste und mit großer Genugthuung zu begrüßen. — Den „N. H. B." wird hierzu weiter geschrieben: Gestern fand in Sberstadt eine gerichtliche Vernehmung der gefammten Zigeunerbande statt, von deren Verfolgung berichtet wurde. Auch die tu R e t n h e i m angehaltenen Zigeuner waren nach Eberftadt gebracht worden. Die gleichfalls anwesende ThuSnelde Henkel suchte durch ihre Angaben auf alle Welse die Zigeuner zu entlasten und war denselben nichts Gesetzwidrige» uachzuwetsen, da da» Kind ihnen freiwillig gefolgt ist. GS wird jedenfalls sehr schwer halten, daS Kind auf beffere Wege zu bringen- e« befindet sich zur Zell noch tn Darmstadt. Für die Zigeuner hatte das Kind einen großen Werth, da es biS zu seinem zwölften Jahre die Schule besucht hatte und dementsprechende Schulbildung be- saß, während Lesen und Schreiben bet den Zigeunern fast unbekannte Dinge find. Au» diesem Grunde schetueu sie da» Kind besonder» gut behandelt zu haben. Die Bande mußte fretgegeben werden.
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Schwurgericht.
W. Gießen, 17. März 1898.
Schluß der Verhandlung gegen den Weißbinder Joh. Hrch. Strack von Homberg a. d. O. wegen Todschlag».
Die Ehefrau be» Sohne» der Getödteten weiß nicht, daß die Wtttwe Hartmann mit dem Angeklagten irgend einen Streit gehabt, und theilt weiter mit, daß der Stich durch 13 Lagen Zeug gegangen, ehe er den Körper berührte. — Der Wetßbtuder Vogel von Homberg, der ehemalige Lehrherr des Angeklagten, erklärt, daß es wegen Auflösung de» ArbeitSverhältoiffrs zu Differenzen gekommen und der Angeklagte da» Meffer gezogen habe, worauf er ihn zum Hause hinaus warf. — Der Bürgermeister hon Homberg theilt mit, erfahren zu haben, daß der Angeklagte ein Mefferheld. Die Getödtete war eine alte, harmlose Frau. — Heinrich Wilhelm I. von Homberg sagt auS, er könne dem An- geklagten nicht» Schlechte» uachsagen, er sei ein braver Mensch. Deffen Vater sei ein Trinker und ein mehrfach vorbestrafter Meufch. AlS der Zeuge davon hörte, daß die Wittwe Hart- mann gestochen worden, will der Zeuge gleich drn Strack im Verdacht gehabt haben. — Die Wtrthiu Dech-Homberg deponirt, der Angeklagte habe in ihrer Wirthschaft acht bl» zehn GlaS Bier getrunken, er sei nicht sinnlos betrunken gewesen. — Der Sohn der Borzeugtn deponirt, der Angeklagte sei angetrunken gewesen, al» er in die Wirthschaft gekommen. — Der Zeuge Friedrich Wilhelm war unter den Genoffen, die vor dem HochzeitShauS fingen wollten. Der Zeuge har den ganzen Vorgang zwischen dem Angeklagten und der Wittwe Hartmann in jener Nacht mitangesehen, er schildert die Situation genau so, wie die Getödtete die» gethan. — Die anderen Burschen, welche an dem Abend der Thar mit dem Angeklagten in der Wirthschaft zusammen gewesen, erklären, er habe die Wirthschaft tn angetrunkenem Zustand verlaffen, war aber noch wohl in der Lage, vernünftig zu sprechen. — ES wird da» Protokoll der Vernehmung der Wtttwe Hartmann verlesen, deren Bekundungen find etdltch erfolgt. — Der Kreisarzt Dr. Dörinkel hat einen Tag nach dem Ableben der Wittwe Hartmann die Sretion der Leiche vorgenommen. Das Meffer war bl» mitten in da» Herz gedrungen. Trotz
sorgfältiger Untersuchung der Leiche war kein Symptom einer Krankheit, an der die schon bejahrte Frau gestorben sein könnte, gefunden. Der ganze Befund ergab jedoch, daß eine Herzlähmung in Folge der Verletzung daS Ableben der Frau verschuldet hat. Der Sachverständige erklärt auf Befragen des Vertheidiger», er halte die That für einen Ausfluß bestialischer, roher Gesinnung. — Damit ist die Beweisaufnahme beendet. Die an die Geschworenen gestellten Schuldfragen sind auf Todtschlag und da» Vorhandensein wildernder Umstände gerichtet, und ob für den Fall der Verneinung der vorsätzlichen Tödtung Kö.perverletzung mit tödtlichem Erfolg vorltegt. — Nach einer Pause nimmt der Erste Staatsanwalt Dr. Güngerich das Wort zur Begründung der Anklage. Der Staatsanwalt führt den Geschworenen noch ein Mal vor, w'e der Angeklagt * in der fraglichen Nacht die alte, von sroherHoch- zeit kommende Frau behandelt hat, wie er mit dem Meffer durch 13 Hüllen die BedauernSwerthe bis mitten tn» Herz getroffen. Au» der ganzen Art, tote die That begangen, kann man annehmen, daß der Angeklagte den Tod feines Opfers gewollt hat. ES liege hier nicht etwa vor eine Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, sondern e» handelt sich um einen completten Todtschlag. Ein Motiv zu dieser schrecklichen That ist allerdings nicht erfindlich, und dieselbe ist nur zu erklären dadurch, daß der Angeklagte gehandelt auS einer Bestialität, wie man sie einem Menschen eigentlich nicht zutrauen sollte. Der Ankläger bittet die Geschworenen, die au sie gerichtete Schuld- frage auf Todtschlag zu bejahen, die Zubilligung mildernder Umstände aber zu verneinen. — Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Weißt», erklärt, gewiß gestehe auch er zu, daß die That eine schreckliche, zum Himmel schreiende sei, welche aber nach Lage aller Umstände gerechte Sühne auch erhalten könne, wenn die Geschworenen die mildernden Umstände bejahen. Sein Client sei noch jung und unbestraft, er habe den ein» getretenen Erfolg sicher nicht gewollt, wenigstens sei ihm daS nicht nachgewiesen. Der Vertheidiger sucht auS der Beweisaufnahme zu erweisen, daß der Angeklagte am Abend vor der That stark betrunken gewesen. ES liege kein Todtschlag vor, sondern Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg, und diese Frage bittet der Vertheidiger die Geschworenen zu be» jähen. Der Vertheidiger führt den Geschworenen vor Augen, daß der Vater des Angeklagten eia Trinker fei, der seinen Sohu schlecht erzogen- die Erziehung seines Clienten war nicht dazu angethan, diesen zu einem guten Menschen zu machen, und daß dem so ist, dafür ist der Angeklagte nicht verantwortlich zu machen, und die That, die er begangen, muß ihm milder angerechnet werden als einem normal erzogenen Menschen. Darum müsse auch die Frage nach mildernden Umständen bejaht werden. Nach nochmaliger Entgegnung deS Ersten Staatsanwalts Dr. Güngerich, worauf derBcrtheibiger kurz noch einmal seinen Standpunkt darlegt, folgt die Rrchtsbelehrung durch den Vorsitzenden. Nach kurzer, kaum 10 Minuten währender Abwesenheit der Geschworenen verkündet der Obmann, Bauunternehmer Curt v. Münchow^Gießen, den Wahrspruch, der dahin lautet, der Angeklagte ist schuldig be« Todtschlag«. DaS Vorliegen mildernder Umstände wurde verneint. Der Erste Staatsanwalt beantragt, auf eine Zuchthausstrafe von 12 Jahren und Ehrverlust auf die Dauer von 10 Jahren zu erkennen. Mildernd komme in Betracht die Jugend und Unbestraftheit de» Angeklagten, nicht aber sein Geständniß, die» habe et erst gemacht, als er, durch Wilhelms Zeugniß gezwungen, nicht mehr anders konnte. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Weidig, war der Ansicht, daß gerade baß abgelegte Geständniß nach Recht und Gesetz neben den anderen Milderungsgrünben bei der Strasaußmessung in Betracht gezogen werden müsse. Der Gerichtshof erkannte auf 9 Jahre Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren._________________________________
Vermischtes.
- Budapest, 15. März. Bei einem dreistöckigen Neubau fiel da» ganze Gerüst zusammen, wodurch etwa hundert Personen in die Tiefe stürzten. Sechs Arbeiter wurden lebensgefährlich, Viele schwer verletzt. Zwei Arbeiter werden vermißt.
* Die Kunpgrwerbefchnle zu Cassel wird in dem neuen, zum April beginnenden Schuljahre wesentlichen Veränderung en entgegengehen. Wird sie doch für nahezu sämmt- liebe Unterrichtsfächer größere und entsprechendere, vor allem mit besserem Lichte versehene Räume erhalten, so daß der Unterricht unter wesentlich günstigeren und allen Anforderungen ensprechenden Bedingungen wird fortgeführt werden können. Wir machen auf diese Umstände mit dem Bemerken aufmerksam, daß die Anstalt damit in die Lage gesetzt ist, dem starken Schüleraudrange gerecht zu werden, der sich im letzten Jahrzehnt derart geltend gemacht hat, daß die Schülerzahl von ungefähr 45 auf 260 Schüler angestiegen ist. Die Anstalt bient bekanntlich zur Heranbildung von Modelleuren, Musterzeichnern, DecoratiouSmalern, Lithographen usw. Da die Anstalt demnächst daS Sommersemester beginnt, machen wir noch besonder» auf die Anzeige aufmerksam, welche daS Nähere hierüber geben wird.
— Die Vrrlagsanstalt Frauenerwerb, Dresden, erläßt daS folgende Preisausschreiben pro 1898: 400 Mk. für den besten Roman von ca. 200 Druckietten L 28 bis 30 Zrilen, kein Tendenz romar im Uebrigen ist jedes Genre zulässig. Die bezüglichen Manuskripte sind mit Motto bi« zuw 1. October einzusendm. Für diesen Betrag geht die Arbeit in den Besitz der Verlag?anstalt Frauenerwerb über.
— Di« Umschau. Ueberstcht über die Fortschritte und Bewegungen aus vem Grsammigebiet der Wissenschaft, Technik, Literatur und Kunst. Jährlich 52 Nummern. Preis vierteljährlich Mk- 2.50. Postzeitungsliste Str. 7362. Verlag von H. Beckhold in Frankfurt a. M., Neue Kiäme 19/21. Zum 70. Geburtstag Henrik Ibsens bringt die Wochenschrift „Die Umschau" (Frankfurt a. M.) einen Festartikel aus der F<d:r de« angesehenen Literarhistorikers Leo Berg. Die feine und tiefe Studie über den Meister des bürgerlichen Drama«, dessen Werke in großartigen Zügen die Abbreviatur der geistigen Geschichte unserer Zeit sind, wird j den Literaturfreund
wahrhaft erfreuen. Von actuellem Interesse ist auch ein Aufsatz au» der Feder eines hohen Militär« über „Englands strategische Stellung in der NordatlantiL", der dte Stä'ke der englischen Weltmachtstellung gegenüber dessen nächsten und gefährlichsten N-benduhler, den Vereinigten Staaten von Nordamerika, untersucht und zu interessanten und überraschenden Resultaten gelangt. Utber die derzeitige Bedeutung deS „Acetylen" in der Beleuchtung und Kraftübertragung berichtet ein Vortrag von Dr. Frank, über die Gefahr elektrischer Leitungen für den Menschen finden wir einen sehr zeitgemäßen Artikel eines Fachmannes. An diese giöße^en Aufsätze schließen sich kürzere Artikel über Technische Neuheiten, Betrachtungen und kleine Mittheilungen aus allen Wissensgebieten, sowie eine vorzüglich rebb flirte „Zeitschriftenschau", die das W flnlliche aus dem Inhalt bet Revuen und Fachblätter von Bedeutung in kurzen Auszügen wieder- gibt. In der Reichhaltigkeit und Vielseitigkeit ist die dabei fkt» wissenschaftlich gediegen«- „Umschau" unübertroffen.
Universität- * Nachrichten.
Leipzig. Am 10. d. Mts. wurde im Festsaal der Universität Geheimer Hofrath Dr. Wilhelm Pfeffer wegen seiner Verdienst« um die Bacterienforschung zum Ehrendoctor von Cambridge ernannt.
— Der Professor für indo germanische Sprachen, Dr. W. Streitberg aus Freiburg (Schweiz), ist wieder in den Verband der ßcips ziger Universität, der er früher angehörte, zurücka« treten.___________
Wöchentliche UtlvriW Der TodeSMe tw Gieße»
11. Woche. Dom 6. März bis 12. März 1898. Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (incl. 1600 Mann MUittr). Sterbliche«!itSztffer: 32,37, nach Abzug der Ortsfremden 19,41"/«,-
Kinder
A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel« der Todesfälle In der betreffenden Krankheit auf von »uSwärtr nach Sffeße» ardrachte Kranke kommen
<tl starben an: Rnfxw.Ko*; Erwachsene:
tm !eben»jabr: 2.-
0008
-15. Iah«:
l.L
Lungentuberkulose
1 (1)
—
—
1 (1)
Gehirniuberkulose
2
1
—
1
Diphtheritts
1 (1)
—
1 (1)
—
Lungenentzündung
1
1
—
Herzentzündung
1 (1)
1 (1)
—
—
Nierenentzündung
3 (1)
3 (1)
—
—
Gehirnschlagfluß
1
1
—
—
Epllepfie
1
1
-—
—
Bösart. Geschwülsten
2 (1)
2 (1)
—
—
Im Wochenbett
1 (1)
1 (l)
—
—
Unbekannte Krankh.
1
1
—
—
Summa: 15 (6)
12 (4)
1 (1)
2 (1)
AotteSdierry in der Eyunsos
Samstag den 19 März 1898
Vorabend 6 Uhr, Morgens 9 Uhr HaphtarahGrklLr««-, Nachmittags 3 Uhr SchrifterttLr««g, Savdathauögang 71» Uhr. Gottesdierrst der israelitische« ReligiouSgeseüschal, Sabbatbfeier am 19 März.
Freitag Abend 6 Uhr, Samstag Vormittag 8*9 Uhr Nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 7M Uhr-
Wochenaottesdienst Morgens 6<6 Uhr, Abends 6" Uhr.______
Verkehr, CanS* tsttfc Vottswirthschaft
eimfcttta, 16 März. Fruchtmarkt. Rother Wei»«« X 17,79, weißer Wrizen X 00.00, Korn X 1184, Gerste X 10 65, Hafer X 7.63.
Nachrichten.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 17. März Die CentrumSfraction bt» Reichstages trat gestern Abend zusammen, um zur Flottenvorlage Stellung zu nehmen.
Berlin, 17. März. Der Bürgermeister Fritsche von Charlottrnburg ist gestern Abend gestorben.
Berlin, 17. März. Die socialdemokratische Reichstag»- fraction beschloß in ihrer gestrigen Sitzung, bei der dritten Berathung de» Etat« beim Titel RrichLkanzleramt eine Resolution einzubringen, in welcher die im „ReichS- anzeiger" gegebene Berichtigung zu § 138a der Gewerbe- Ordnung als gesetzlich unverbindlich bezeichnet werben soll. Die Fraction hält eine Anwendung de» Paragraphen nur auf dem Wege der Gesetzgebung für zulässig.
Lemberg, 17. März. Mehrere hundert Holzhauer erschienen mtt Aexten und Sägen bewaffnet vor dem Stadt- Hause, um Abhilfe gegen den Wettbewerb durch Sträf« liagearbett zu fordern. Die Polizei zerstreute die Demonstranten.
Pola, 17. März. Entgegen den offiziösen Meldungen wird hier versichert, daß die Zurückberufung der großen österreichisch'Uvgarischrn Kriegsschiffe au» den kretenstschen Gewässern beschlossene Sache sei. Dieselben siad bereits zur Theilnahme an den großen See-Manövern bestimmt.
Rom, 17. März. Gestern verließen die deutschen Studeuren Rom, um sich Über Civitavecchia und Livorno nach Florenz zu begeben.
Konstantinopel, 17. März. In dem Hause Ahmed Selatin Pascha», des Chefs de» politischen Geheimcabinett», erschoß ein albanesischer Diener den tscherkessischen HauS vermalter. Daran» entstanden die Gerüchte über eine Erneute im Palast. Die anfängliche Bermuthung, baß e« sich um eineu politischen Morb handle, ist durch nicht» bestätigt.
Algier, 17. März. Gestern fand hier ein Degen» duell statt zwischen dem jüdischen Osfizer Oger und dem Antisemitenführer XereS. Oger wurde durch einen Degenstich verwundet.
H Frankfurt a. M. 17. März. (Telephon Meldung.) An» Berlin wirb gemeldet: Die zweite Lesung deS Flotten- Gesetze» in der Budget-Commission be» Reichstage» nahm heute nur kurze Z-.it in Anspruch. In der gesammten Abstimmung wurde da» Gesetz mit allen gegen sieben Stimmen angenommen. Dagegen stimmten nur die Socialdemokrater, die Freisinnigen, die Süddeutsche Volkspartei, die Polen und vom Ceutrum der Abgeordnete Müller-Fulda. Bon dem schriftlichen Bericht wurde Abstand genommen. Dem mündlichen Bericht soll die Erklärung de» Regierung-Vertreter» beigefügt werden. Writer wurde beschlossen, den Präsidenten zu ersuchen, schon nächsten Mittwoch die zweite Lesung im Plenum auf die Tagesordnung zu setzen, damit dieselbe noch ' tm Etat fertiggestellt werde.


