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50. Jahrestage» der Beröffentlichuug der Verfassung fest«
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GonterSktrchener Weg
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Wetter bei wenig veränderten Temperaturen, indessen habe« die Niederschläge aufgehört. — Voraussichtliche Witterung: Ziemlich milde» Wetter mit theilweiser Bewölkung.
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neun Aufficht»rathSmitgliedern.
H.M. Kesselbach, 15. Februar. Heute Morgen sahen hörten wir die ersten Feldlerchen.
(?) Wettsaafeu, 15. Februar. Unsere Gemeinde zählt
ein. Die Bauern befinden fich in volle« Aufruhr, greifen da» ioterveuirende Militär an, sodaß e» bereit» zu mehreren blutigen Zusammenstößen gekommen ist, wobei e» auf beiden Seiten Todte und Verwundete gab. Eine Anzahl Rädel-sührer ist verhaftet worden, große Militärverstärkungeu find in da- Aufruhrgebiet abgegaugen.
Rom, jl5. Februar. Die Deputirtenkammer ge«
zu den kleinsten de» Kreise», aber in reger Bethätiguog für die Pflege de» Gesanges und im JrNerefie für den hiesigen Gesangverein steht fie kaum der größten Gemeinde im Kreise nach. In diesem Sommer wird auf einen noch näher zu bestimmenden Tag in unserem Ort da» Bunde»fest de» OHM'Lumdathal-SäugerbundeS gefeiert und tm Verein das Fahnen» eihfest unsere» Gesangvereins. Welche Förderung mau dieser Feier zu Theil werden läßt, erhellt gewiß qu» dem Betrage von 100 Mark, der tu unserem Dorfe für die Fahne gezeichnet wurde. DaS ist im Ver« hältuiß zur Größe der Gemeinde eine sehr beachtenSwerthe Summe. Auch sonst wird man keine Mühe und Opfer scheuen, da» Bundesfest in unserer Gemeinde tn einer Weise zu feiern, wie sie den vorangegangeneu BundeSfesteu keineswegs vachsteht.
§ Aus dem Ohmthal, 15. Februar. Die bi» jetzt ia unseren Wäldern abgehalteuen Holzversteigerungeu zeigen einen Rückgang tu den Preisen für daS Brennholz. Offenbar ist durch den so gelinden Winter keine Nothdurst von Brennholz vorhanden, wie es sonst bei strengeren Wintern der Fall oft gewesen. Die Brenuholzvorräthe find überall noch recht ansehnlich, die Kauflust für neue Bonäthe deshalb noch gering. So kosteten vier Raummeter Buchen« prügel 15 bi» 16 Mark, vier Raummeter Buchenscheit 20 biS 22 Mk., sechs deSgl. Bachenretfig 4 bi» 6 Mk. Da» Rutz- und Werkholz dagegen zeigt keine Verbilligung, sondern vielmehr Pretsstetgeruog. Die Holzschuetdereien in unserem Thale, besonder» die Dawpfholzlchneidrreten auf der Mücke, verarbeiten alljährlich ein große» Quantum von Werkholz, da» mau in allen Waldungen anzukaufen sucht. Dazu kommt oft nicht selten Concurrevz au» Süd« und Norddeutswland, welche da» ausgezeichnete Holz unserer Vogelsberger Wälder sehr gern kauft. Zweifellos wird die Eröffnung der im Vogelsberg geplanten bezw. projectirten Bahnstrecken den Holzhandel und damit die Preise für Werkholz bedeutend fördern.
Laubach, 13. Februar. Der Wetterführung der Eisenbahn tn der Richtung nach Freteoseen stellen fich bekanntlich auf einer Länge von 700 Metern — vom Bahnhofe bi» zum
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Cocalts und provinzieUes.
Gießen, den 16. Februar 1898.
*• Bon der Universität. Herr Profeffor Dr. K. GrooS erhielt gestern feine Ernennung zum Ordinarius für Philosophie an der Untverfität Basel.
•• Berichtigung. Punkt 11 der gestern bekannt gegebenen Tagesordnung der Stadtverordneteositznog muß lauten: Gesuch des Christoph Bieker um Erlaubntß zum Verkauf von Branntwein über die Straße.
*• Omnibus-Verkehr. Der Vorstand der OmnibuS-Geftll- schait ersucht unS, an dieser Stelle wiederholt daraus btv- zuwetsru, daß anonyme Einsendungen oder Anzeigen zwecklos find, indem dieselben nicht berückfichttgt werden.
Srunberg, 13. Februar. Heute Nachmittag tagte im „Englischen Hof" die constituirende Generalversammlung der Getreidelagerhau» • Genossenschaft Grüuderg (e. G. w. b. H.), die von Laudwirtheu und Juterrffeuteu au» der Stadt und Umgegend sehr gut besucht war. Der Herr vorfitzeude erstattete Bericht über die Thätigkett der in einer vor etwa vier Wochen ftattgehabten Vorvrrsammlung gewählten, mit den nöthigeu Vorarbeiten betrauten Commission. In etwa 10 Orten der Gegend haben die Mitglieder derselben Versammlungen abgehalten und allenthalben große» Jutereffe der Landwtrthe für die Sache wahrgenommeu. Herr Landwirthschaft»lehrer Reichelt erläuterte hierauf nochmals in großen Zügen die Vortheile einer Absatzgenoffenschaft für die Laudwirthe, sowie die Einrichtung und Verwaltung des geplanten Lagerhauses, worauf zur Gründung der Ge- uoffenschaft und zur Berathung der Statuten geschritten wurde. Al» Stammeinlage der Geuoffeu wurden 100 Mk. fistgesetzt, die tu jährlichen Theilzahluugeu von mindesten» 10 Mk. entrichtet werden müssen. Jede» Mitglied ift bi» zu einem Höchstbetrage von 500 Mk. haftbar. Auch sind die Geuoffeu verpflichtet, sämmtliche» von ihnen erzeugte Getreide — mit Ausnahme de» eigenen Bedarf» zu Saatgut und zu FütterungSzwrckeu — an die Genossenschaft, oder durch Vermittlung derselben abzusetzen. 60 der Anwesenden erklärten sofort durch NamenSunrerschrift ihren Beitritt zur Genoffenschaft, worauf zur Wahl de» Vorstandes und Auf- fichtSrarheS geschritten wurde. Durch Zurus wurde Herr Bürgermeister Zimmer einstimmig zum Dtrector ernannt. Als wettere Vorstandsmitglieder wurden die Herren Mühlen- befitzer Ketl hier (Rechner), Lehrer Römer zu Münster (Stellvertreter des Dtrector»), Ernst Ztmmer zu Sautet und Th. Stetu, Latzmühle (Beisitzer) gewählt. Die etwa vierstündigen Verhandlungen, denen auch Herr Generalsecretär Dr. Müller von Offenbach beiwohnte, endigten mit der Wahl
gesetzt wird.
Part», 15. Februar. In der heutigen Sitzung
Zola-Prozesse» wurde zuerst General Gouse vernommen. Derselbe berichtigte zunächst Aussagen de» Abg. Jaurä» und erklärte, daß der Generalstab thatsächlich eine Prüfung de» geheimen Documente» Esterhazy» vorgeuowmeo, aber kein Resultat erzielt habe. Der Generalstab wünsche dringend, daß Licht geschaffen werde. Auf die letztere Bemerkung erwiderte der Bertheidtger Labort, General Gonse möchte daun dafür sorgen, daß General Mercier erkläre, daß den Richtern im Drehfu»-Prozeß da» geheime Beweisbuch vorgelegt worden sei und daß Oberst Ptcquart vom Amt»- gehetmniß entbunden werde, seruer wüßten Berttllot, sowie die Experten de» Esterhazh-Prozeffe» aufgefordert werden, hier auszusagen. General Gouse erklärte, hierzu habe er keine Befugutß. Hier ruft Labori: Mau solle dann auch nicht immer erwähnen, daß man da» Licht wolle. Darauf wurden mehrere Schrtftfachverständige vernommen.
Pari», 15. Februar. Proceß Zola. Im Laufe der heutigen Verhandlung ohrfeigten fich zwei Advocaten tm Zuhörerraum. Profeffor Moliniäre von der Pariser Universität sagte au», er habe persönlich einen Schriftvergleich zwischen der Schrift Esterhazy» und der Schrift de» Bordereau» vorgenommen. Die Letztere sehe der Schrist Esterhazys sehr ähnlich. Hierauf wurden noch mehrere Schriftkuudtge vernommen, welche gleichfalls betonten, daß beide Schriften große Sehnlichkeit hätten. — In den Wandelgängen wurde heute der AuSgang des ProceffeS lebhaft besprochen. Allgemein herrscht die Meinung, daß am Donnerstag die Platdoher» beginnen und am SamStag das Urtheil gesprochen wird.
Pari», 15. Februar. Dem „Matin" zusolge beabsichtigen mehrere Senatoren, demnächst eine Interpellation über die DreyfuS-Angelegenheit einzubringen.
Warschau, 15. Februar. In Dubno wurde eine auS acht Köpfen bestehende Falschmüuzerbande verhaftet, welche sich mit der Herstellung von Hundertrubelnotru und goldenen Imperial» befaßte.
Landon, 15. Februar. Wie au» Shangat gemeldet wird, find die meistenVtcekönigemit der Reorganisation de» Heeres beschäftigt. In den Provinzen au der Küste wird der Bestand der Armee bedeutend erhöht.
PortSmouth, 15. Februar. Die Admiralität hat Befehl erhalte», den Kreuzer „Terrible" zum Abgang nach China auSzurüsteu.
Konstantinopel, 15. Februar. Wie verlautet, wird die türkische Regierung gegen den gegenwärtig 20000 Mann betragenden Stand der ägypttschenArmee protestiren, weil letztere vertragsmäßig nur 18 000 Mann betragen soll.
keiten entgegen. Von den drei projectirten Linien hat — wie früher schon hier mitgetheilt — die mittlere, ein Stück auf dem rechten Wetteruser hergeheud, die größte Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung. Dieselbe ist nun in den letzten vier Tagen einer eingehenden Verweffuog unterzogen worden - fie wird infolge nothwendiger Curven mitten durch Hau»- gärten und Hofraithen führen, die infolgedeffen mehr oder weniger für den Befitzer ungeeignet werden, sodaß hohe Entschädigungssummen voraussichtlich find. Wenn von höherer Seite eine definitive Entscheidung getroffen ist, wird der hiesigen Stadt, der in finanzieller Beziehung bedeutende Lasten zufallen, da» Recht zustehen, billiger auszuführende Vorschläge zu machen. Ob ein solcher eine über den Schießplatz führende Linie oder eine Verlegung des Bahuhos» nach der Wetter- selber Straße wäre, dürfte dann zur Erwägung kommen. Wie wenig definitiv überhaupt die ganze Linie bi» jetzt fest« gelegt ist, geht daraus hervor, daß bezüglich eine» Durchstichs (Tunnels) durch da» „Kaff" im Frühjahre neue Ber- weffuugen vorgenommen «erden. Jedenfalls werden vor 1900 die schwebenden Fragen ihre Erledigung nicht finden.
An» dem oberen Odenwalde, wird den „N. Hess Bbl." geschrieben: Die Candtdatur de» Herrn Krei»rathS Haa», Präfidenteu der Zweiten Ständekammer, al» zukünftigen ReichStagSabgeordueten de» Wahlkreise» Erbach—Bensheim, wird hier allgemein sympathisch ausgenommen, wa» beweist, daß die Verdienste de» Herrn Haa» um die Land« und Volks-
** Erledigte Lehrerstellen. Erledigt find: Eine einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle der Gemeindeschule zu Raunheim, Krei» Groß Gerau, einem nach dem Dienstalter sich bemeffenden jährlichen
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halte von 900—1000 Mk. Mit der Stelle ift Organistendienst verbunden. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kelsterbach, Kreis Groß-Gerau, mit einem nach dem Dienstalter sich bemeffenden jährlichen Gehalte von 1000 bi» 1500 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evangel. Lehrer zu besetzende 2. Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hungen, Kreis Gießen, mir einem jährlichen Gehalte von 900 Mk. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Herrn Fürsten zu SolmS-Braun- sels steht daS Präsentationsrecht zu derselben zu. Eine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle au der Gemeindeschule zu Armsheim, Kreis Oppenheim, mit einem nach dem Dienstalter sich bemeffenden jährlichen Gehalt von 900 bis 1000 Mk. Mit der Stelle ift Organtstendienst verbunden. Sine mit einem katholischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Hainstadt, Kr. Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 950 Mk.
•• 25jährige» GefchaftSjabilaum. Die Firma Mettenheimer & Schult hei» beging gestern das 25jährige Jubiläum ihres Bestehens. DaS Personal der Firma hatte dem Chef, Herrn Hermann Mettenheimer, au» diesem Anlaß eine Ueberraschung bereitet. Am Abend vorher hatte man den HauSeingang und daß Comptoir prächtig decorirt. Herr Hosch, der bereit» 16 Jahre bet der Firma thätig ist, be- grüßte am Morgen, als der Jubilar in'» Geschäft kam, den- selben, er dankte ihm Namens seine» kausmänuischen Personals für daS Wohlwollen, welche» der Ches für jeden Einzelnen stets bethätigt habe, und überreichte ein von Maler Scheich kunstvoll gefertigte» Diplom. Herr Mettenheimer dankte für die ihm erwiesene Aufmerksamkeit, speciell den langjährigen
Mitarbeitern, und sprach den Wunsch au», daß deren jüngere College» fich an diesen ein Beispiel nehmen möchten. Namen» der Arbeiter gratulirte Herr Kerber und überreichte ein photographische» Gruppenbild de» gekämmten Personal». Herr Mettenheimer dankte für die Ehre, die ihm sein Personal nnd besonder» seine Arbeiter heute erwiesen. Mittag» vereinigte ein Festmahl im Hotel Schütz Jubilar und Personal, sowie zahlreiche Verwandte.
*• Stadttheater. Herr Hofschauspieler Hacker von Darmstadt wird al» „Hamlet" an hiesiger Bühne am Donnerstag Abend gastireu. Ueber seine Verkörperung dieser RSlle anläßlich der unlängst stattgefundenen Aufführung am Darmstädter Hoftheater schreibt die „Darmst. Ztg.": „Vor Allem bot Herr Hacker in der Titelrolle eine auf eisernen Fleiß und verständnißvollste» Studium fich gründende großartige Leistung, die fich ebenso von Uebertreibungen fern hielt und das undeutliche Sprechen vermied, wie ihr die wuchtigen Töne stärksten AffectS aufs beste gelangen. Wir gestehen offen, daß un» der „Hamlet" des Herrn Hacker, der auch treffliche Maske trug, tn vielen Punkten bester al» der Barnay'fche gefallen hat, den wir vor mehreren Jahren sahen. Wenn je, so war der ihm gespendete Lorbeer ein wohlverdienter.
— Vortrag de» Herr» Prof. Dr. Sauer über Hellenische» und Hellenistisches auS Kleinasien, gehalten am 14. Februar tu der Aula des UniverfitätSgebäude». Gar Mancher mag wohl denken, wie paßt denn Hellenische» und Hellenistische» au» Kleinasien tn die Gruppe der Borträge über die neueren Ausgrabungen auf griechischem Boden, und fich sagen, Kleinasien ist doch nicht Griechenland. Allerdings. Aber dieser Ansicht wird mit einem Schlage die Spitze abgebrochen, wenn man bedenkt, wie eng fich Kunst und Cultur der kletnasiattschen Insel« und Küstenstädte an die be» Mutterlandes anschloß, ja sogar fich noch reicher entfaltete al» daheim. Freilich bietet dafür die Insel Cypern, die von der vormykenischen Epoche au» bi» tn» zweite Jahrhundert v. Chr. in einer sonderbaren Stellung verharrte, al» ein Mtschkeffel egyptischer, orientalischer und griechischer Cultur, kein allzu bedeutende» Beispiel, wohl aber hat da» Alpenland Lykien, Cyperu gegenüber, griechische Kunst und Cultur in reinerer Gestalt aufzuwetsen. Abgesehen von dem Harpyien« und Nernlden-Mormment, da» die Engländer ausgefunden haben nnd jetzt einen reichen Schatz de» Britischen Museum» bildet, wurde nicht allzuweit von diesem Fundorte auf einer Höhe de» steilen Gebirge» ein mit reichem Relief geschmückter Grabbau aufgefunden: das Heroon von Gjölbaschi. Dieser Grabbau, ring» von einem Mauerwerk umgeben, innerhalb desten der Sarkophag des Heros stand, war außen und innen mit Relief verziert, unter dem fich neben abgedroschenen auch sehr viele intereffante Scenen ab« spielen. Aber erst die Entdeckung von 1887 hat der Wissenschaft Offenbarungen gebracht, wie fie sonst nur tn langer Zeit angesamwelt werden. Die» ist der phönicische Grabfund in der Nähe von Sidon, der ein Problem von der höchsten Wichtigkeit darbot, das erst durch den Grabfund tn Kacomeuae gelöst wurde: die orientalische Sitte, den Leib des Tobten in einem Sarkophag zu erhalten, war hier nicht der altgriechischen Sitte gewichen. Der Sarkophag de» Satrapen mit seinen entzückend-lebenswahren Gestalten, der lhkische mit dem hohen Aufsatz einer spitzbogtschen Tonne, an dem stark das rein Dekorative hervortritt, der Sarkophag der Klagefrauen, wo der Künstler mit großer Genialität die stille Trauer tn 18 Figuren zum Ausdruck brachte, und schließlich jener Alexander-Sarkophag, wo bei 50 Figuren jeder Kopf mit der größten Feinheit durchgebildet ist und noch heute im Schmuck der Bemalung un» da» erste deutliche Beispiel gibt. Die frische Erinnerung an die Thaten Alexanders de» Großen hat da« prächtige Kunstwerk geschaffen- aber doch ist schon der Herakles-Typus unverkennbar. Daran sowie an der auffälligen Anhäufung von Ornamenten erkennt man bereit» den Utbergang zur hellenistischen Epoche, deren schönste» und charakteristischste» Kleinod un» tn dem ZeuS- Altar tn Perganeum erhalten ist. Deutscher Aufmerksamkeit und deutschem Fleiß ist e» gelungen, dieses Prachtwerk und mit ihm die Ruinen der AttalidenResidenz, die Paläste, die Tempel, die Bibliothek, ja sogar die Wafferleitung der Stadt au» dem Schutt der Jahrhunderte wieder erstehen zu lassen. Dazu kommen noch die Ausgrabungen tn Ephesu», Milet und Magnesia. Aber jede Stadt wieder in ihrer Art bietet ein merkwürdiges Beispiel der Allgewalt de» HelleniSmu» Über den Orient.
•• Gelavde-Erwerb. Ingenieur Koch kaufte da» an der verlängerten Liebigstraße gelegene 1600 Qu.«Meter große Baugelände, bisher Herrn LandgertchtSrath Helwig gehörig, für 10 Mk. pro Qu.-Meter.
•• Hessischer Landwirthschaftsrath. Nachdem der vom Hessischen LandwirthschaftSrath in Darmstadt veranstaltete Bor- tragscurS für practische Landwtrthe so günstige Aufnahme und große Betheiligung der Landwtrthe gefunden (die Theilnehmerzahl war schließlich auf 257 gestiegen), verlautet, daß die Abhaltung solcher Curse für die Zukunft alljährlich mit wechfeluden BortragSthematen unter Beschränkung der Dauer auf vier hiutereinanderfolgende Tage abgehalten werden sollen. Seiten» der Laudwirthe dürfte diese Absicht mit großer Befriedigung begrüßt werden.
Zu Amerika verstorbene Hesieu. New-Aork, Jos. M. Oh weis, 74 Jahre alt, auS Ober-Erlenbach. Syracuse, N. ?)-, Johann Eckelmanu, 57 Jahre alt, au» Guntersblum. New-Dock, Jacob Adlon, 45 Jahre alt, auS Mainz. Eoansvtlle, Jnd., John Klein, 74 Jahre alt, au» Nieder LieberSbach.
Wetterbericht. Ueber Central-Europa ist der Luftdruck wieder gestiegen und verläuft heute von einem Maximum über Westfrankreich ein breitet Rücken hohen Barometerstandes in östlicher Richtung gegen da» schwarze Meer und Kleinasien. Ueber dem Norden de» Erdtheil» besteht niederer Druck fort und liegt dessen Centrum nördlich von Schottland. In Süddeutschiand, wo gestern meist Regen- oder Schneefälle stattfanden, bestand noch am Morgen meist trübe»
nehmigte in geheimer Abstimmung mit 188 gegen 26 Stimmen den Gesetzentwurf, wonach für diese» Iaht der 4. März zur Feier de» BerfaffnugSfeste» anläßlich
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