Ausgabe 
16.11.1898 Erstes Blatt
 
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Anarchist konnte in Genf nicht zum Tode, sondern zuewigem | Gefängniß" verurtheilt werden, während andere Cantone die I Todesstrafe beibehalten haben. Die Fürsprecher der Rechts- I einheit wiesen außerdem auch auf die Zusicherung von Bundes- I Hilfe bei Errichtung von Arbeit-- und Besserungsanstalten, I sowie bei Maßnahmen zum Schutze verwahrloster Kinder hin, I wodurch eine Bekämpfung der Ursachen der Verbrechen erzielt I werden kann, die den einzelnen Cantonen bisher nur in I geringem Maße möglich war. Trotz der Bedeutung der I Vorlage ist es übrigens zu keinem heftigen Kampfe der I Parteien gekommen. Die Sache war eben spruchreif, die I materielle Entwickelung drängte unaufhaltsam dazu, und so I waren sogar ehemalige Gegner der Rechtseinheit zu ihren I Anhängern geworden oder sie hielten sich still zur Seite, weil I sie recht gut wissen, daß sie das Rothwendige doch nicht mehr I verhindern können. Lange genug hat es freilich gedauert, bis I die Einsicht von der Notwendigkeit der Rechtseinheit allgemein | geworden ist. Fünfzig Jahre sind es her, daß der Bund in I seinem heutigen Wesen besteht, und so lange hat es gewährt, I bis eine Forderung, die von erleuchteten Politikern schon vor I einem halben Jahrhundert als notwendig erkannt worden ist, I endlich ihrer Verwirklichung entgegengeführt wird. T. R.

Paris, 14. November. Aus Kairo wird gemeldet: I Die gestern Abend erfolgte Abreise Marchand» nach I Faschoda war der Anlaß einer Sympathie-Kundgebung, au I welcher sich mehrere hundert Franzosen und Aegypter be- I theiligteu. Marchand wird am 24. d. M. in Faschoda ein- I treffen.

Pari», 14. November. Angesicht» der der Republik I drohenden clericalen Gefahr bestellte die republikanische I Bereinigung bei Senats einen Ausschuß zur Prüfung der I Frage, ob die Schüler der Jesuiteuschuleu nicht vom Wett- I bewerb um die Aufnahme in die Osfizierschuleu ausgeschlossen I werden sollen.

Marseille, 14. November. Ein furchtbares. Ge- I Witter ist tu der vergangenen Nacht über Marseille nieder- I gegangen und hat große Ueberschwemmuugen verursacht. Der I Schaden ist sehr bedeutend.

London, 14. November.Daily Chroniele" meldet, daß da» I Aermel-Canal-Geschwader, welche»aus acht Kreuzern I besteht und sich gegenwärtig im Mittelmeer aufhalr, aus noch I unbekannten Gründen zurückberufeu worden ist. Da» | Geschwader wird durch ein Reserve-Geschwader ersetzt werden. I London, 14. November. Drei Politiker auf einmal, I obschon au verschiedenen Stellen Großbritanniens, haben am I Samstag iu Reden ihre Billigung der Politik Sali»- j burh» anläßlich der Faschodafrage ausgesprochen. Der | Präsident de» Handel»amts, Ritchie, erklärte, England wünsche I nicht, dem französischen Handel Hindernisse in den Weg zu I legen, sei jedoch entschlossen, die ägyptische Herrschaft längs I des ganzen Laufes de- Nilthal» unversehrt aufrecht zu er- I halten. Sir Edward Grey, früher Uuterstaatssecretär de» | Auswärtigen, sagte, wenn England sich au» Aegypten zurück- I ziehe, so würde dieses zweifellos in seinen früheren Zustand I zurückfallen, und England würde sein eigenes großes Werk I zerstören. Der frühere Minister des Innern, Asquith, end- | lich fügte hinzu, es sei eine gute Vorbedeutung, daß eine I engere Annäherung zwischen dem britischen und dem amerika- | nischen Volke in dem Augenblick stattfiuden sollte, wo die | Bereinigten Staaten zu einer colonifirenden und einer Reich»- j Macht (imperial power) werden. Die britischen und ameri- I konischen Interessen in China seien gleichbedeutend, und ein I Zusammenwirken zu gemeinsamen Zwecken würde die ganze | künftige Diplomatie des fernen Ostens im Innersten br- I rühren.

Weiter Blick. Mit der Vermessung einer Linie I quer durch da» ganze Festland der Bereinigten Staaten von I Ror damerika ist eine wichtige und große Arbeit in den I letzten Monaten zum Abschluß gekommen. Am 3. März 1871 | faßte der Congreß den Beschluß, eine geodätische Verbindung zwischen der Küste am Atlantischen und Stillen Weltmeer herzustellen. Die Arbeiten wurden bald darauf in Angriff genommen, und jetzt ist diese Linie vollendet und läuft vom Kap May Leuchtthurm auf der äußersten Spitze von Neu- Jersey bi» zum Point Arrua-Leuchtseuer in Californien und hat eine Länge von 2625,6 englischen Meilen. Anfang und Endpunkt liegen bi» auf wenige Meilen Unterschied in der­selben Breite. Ueber Berg und Thal mußte natürlich die Linie vermessen werden, und vier ihrer Punkte liegen iu einer Meere»höhe von über 14000 Fuß und 20 über 10000 Fuß. Interessant find nun die Sehweiten, die bei den Ver­messungen im Gebirge erreicht wurden. Die längste Sehlinie, die in der Geschichte der Landesvermessung wohl einzig da- stehen dürfte, war die von Uucompahgre Peak in 14300 Fuß Meereshöhe bis zum Mount Ellen, der 11300 Fuß hoch ist, beide im Felsrngebirge. Die Länge dieser Sicht erreichte 183 englische Meilen, daS find fast 300 Kilometer, etwa so weit wie von Berlin nach Kiel oder Bornholm oder vom Montblanc bi» nach Straßburg oder vom Brocken bis nach Köln. Ueber 20 Mal wurden Strecken von mehr al» 160 Kilometer Länge gesichtet, also Strecken, die von Berlin bi» nach Dresden reichen.

Asten. Eine erneute Kaltstellung Li-Hnng- Tschaug» scheint vorgenommen zu sein. Er hat soeben den Befehl erhalten, sich nach der Provinz Shantung zu begeben, um mit de« Bierkönig über Maßnahmen zu berathen, durch welche tu Zukunft Urberschwemwungeu de» Gelben Flusse» verhindert werden könnten. Dieser Antrag deutet laut einer Pekinger Meldung daraufhin, daß Li-Hung-Tschang seiner Dienste als Minister enthoben ist. Doch ist der Inhaber der gelben Reitjacke schon so oft wieder au» der politischen Versenkung aufgetaucht, daß auch sein jetzige» Verschwinden wohl nur al» ein zeitweilige» betrachtet werden kann.

Iu China wurde die französische wissenschaftliche Mifsion Bonin in der Provinz Sze-tschwan nahe der tibetanischen Grenze angegriffen. Bier anawitische Träger wurden leicht verwundet. Die an dem Ueberfall schuldtragenden Mandarinen find festgeuommen wurden.

Die Anlässe für die europäischen Regierungen, sich mit Be­schwerden an da» Tsuug-li' Armen zu wenden, scheinen wirk­lich kein Ende nehmen zu wollen.

Locales unb provinzielles.

Gieße«, 15. November 1898.

Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten- Bersammlnug Donnerstag den 17. November 1898, Nachmittags 3^ Uhr pünktlich: 1. Gesuch de» Marku» Bauer um Erlaubniß zur Anbringung einer Laterne am Hause Kirchrnplatz 11. 2. Bauzesuch des H. Trrpptnger für den Krofdorferweg- hier: Dispensatiousgesnch. 3. DeSgl. des Gotthilf Röhrle für die Marburgerstraße. 4. Ueber- nähme de» Mittelrheinisch-Badifch-Pfälzifchen Schützenfestes im Jahre 1899; hier: Gesuch des Schützenvereins um Er- laubntß zum Neubau einer Schirßhalle nebst Schießständeu. 5 Gesuch des Gärtners Fr. Schmitz um pachtweise Ueber- lassung eine» Kellerraumes in der Stadtmädchenschnle. 6. Aus­führung des südöstlichen StadterweiterungSplaue»; hier: Ge­ländeerwerb von Peter Keuuel. 7. Die Beleuchtung des Schrffenbergerweg». 8, Gesuch bei Vorstandes der Königl. Maschiuen-Jnspectiou Gießen um Beleuchtung de» Riegel- Pfades. 9. Ausführung des GaS- und Wasserwerks in der Johaunesstraße. 10. Verlegung einer Abzweigung der Wasser­leitung in den Weg von der Neustadt nach Körner! Garten. 11. Einführung der Wasserleitung in daS Haus Tiefenweg 18, dem Hospital gehörig. 12. Aufstellung eines Bentilbrnnnen» im Hofe des Realgymnafium». 13. Herstellung eine- erhöhten Bürgersteiges in der Lubwigstraße zwischen Lebig- und Wil- Helmstraße (vüdostseite). 14. Gesuch del Gg. Schäfer um Entfernung eine! Baumei vor seinem Neubau an der Licher- firaße. 15. Uebernahme der Unterhaltung der Begräbuiß- stätteu der Adolf Weidig Eheleute durch tte Stadt Gießen. 15a. Berwillignng von Lohuzulageu an städtische Arbeiter. 16. Errichtung einer BolkSlesehalle; hier Creditüberschreitung. 17. Die R-chnung der Stadt Gießen für 1897/98; hier: die Uebertragnug von Crediten. 18. Die Wahl der Beisitzer für die bevorstehende Stadtverordnetenwahl. 19. Gesuch de» August Bergemanu um Erlaubniß zum Wirthschaftsbetrieb im Haufe Wallthorstraße 46. 20. Gesuch der H. Felfing Ehe­frau um Erlaubniß zum Wirthfchaftsbetrieb im Hause Wolf- struße 9. 21. Gesuch de» Rudolf Buchacker um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein Über die Straße im Hanse Wallthorstraße 18. 22. Desgl. del H. Gengnagel im Hause Neuenbäue 10. 23. DrSgl. bei Carl Reh im Hause Tiefen- weg 6 24. DeSgl. der Frau Emma Seuling im Hause

Vteinstraße 78. 25. Gesuch drr W. Knpke Ehefrau um Erlaubniß zum Wirthschaftsbetrieb im Hause°LndwigSPlatz 13.

** Theater-Berein. Mittwoch den 16.November:Hof- gunst" von Trotha. Wir können heute constatiren, daß TrothasHofgunft" nicht nur des Volkes Gunst, sondern auch wirklich Hof-Gunst gewonnen hat. Nicht nur, daß in Berlin die Fürstlichkeiten befreundeter Höfe mit Behagen die Persiflirung ihrer Bückeboldr bei der dortigen Aufführung verfolgten, sondern auch unser verehrter Landesherr hat in seinem Hoftheater in Darmstadt seinen Gästen, den russischen Großfürsten, ebenfalls den harmlosen Schrrz zeigen wollen. Die auf Allerhöchsten Befehl angesetzte Vorstellung fiel frei­lich au», aber nicht au» politischen Gründen, sondern weil der Oratorien-verein, der an demselben Abend eine Aus­führung hatte, um Rücksicht bat, die ihm auch dann gewährt wurde. Am Donnerstag wird nun die verschobene Vor­stellung vor dem Darmstädter Hof und der zum Besuche dort weilenden Prinzessin Heinrich von Preußen statt- finden.

* Sangerkrauz-Concert am 27. November 1898. Der Männergesang-Berein Sängerkranz hat sich, seitdem er unter der Leitung Franz Bauer» steht, nach der musika­lischen Richtung hin in schönster Weise entfaltet und sich durch Hinzuziehung von Frauenstimmen zu einem gemischten i Chor erweitert. Franz Bauers Berstäudniß, Thatkraft und Zähigkeit hat es nun verstanden, auf beiden Gebieten ersprieß­liche Leistungen zu erzielen, die sowohl dem Dirigenten wie dem Verein zur Ehre gereichen. Bedeutende Chorwerke, wieAntigone", Walpurgisnacht",Erlkönigs Tochter",Schön Ellen" find bereits in schönster Weise gehört worden, für diesmal (27. November) ist eines der bedeutendsten Werke von Mendelssohn, Athalia", au»* gewählt worden. Als Solisten find engagirt: Frau Balser- Land mann-Hanau (Sopran), FrU Krausse - Gießen (Mezzo-Sopran), Frl. Koch-Wlesbaden (Alt), Orchester: die hiesige RegimentScapelle. Die große Anzahl von inaetiven Mitgliedern macht e» unmöglich, die Aufführung öffentlich vorzunehmev, daher hat der Borstand in dankenSwerther I Weise beschlossen, eine Hauptprobe am Vormittag anzn- I setzen, die gegen ein bescheidenes Eintrittsgeld Jedem zn- | gänglich sein wird.

I DieZeitschr. f. d. landw. Vereine" schreibt: Kürz- | lich feierte der Geh. Hofrath Prof. Dr. Dr. A. Thaer In I Gießen seinen 70. SebnrtStag. Wir bringen dem Enkel deS I berühmtenBaters der rationellen Landwirthschaft" nachträg- | lich unsere herzlichsten Glückwünsche für einen sonnigen LebeuS- | abend und weiteres rüstige» Schaffen. Die deutsche land- I wirthfchaftliche Literatur verdankt ihm durch eine große Zahl | gediegener Werke eine werthvolle Bereicherung, von denen I wir besonders hervorheben möchten:Die Direktion des Land- ] gutes",System der Landwirthschaft",Die landwirthschaft- \ lichen Unkräuter" und die Neubearbeitung von A. D. ThaerS !Grundsätze der rationellen Landwirthschaft". DerBer- I Itnet Club der Landwirthe" und derBerliner Verein deut- 1* scher Landwirthschaftsbeamteu" haben in einer Glückwunsch- Adresse den Jubilar al» Mitbegründer dieser Corporationen besonders gefeiert und sein warmes und opferwilliges Ein­treten für die Ziele der allgemeinen Menschenliebe mit be­sonderem Danke anerkannt. ES freut unS aufrichtig, den Gefeierten so geehrt zu sehen, der in unserer engeren Heimath seit einer Reihe von Jahren al» Dozent in so segen»reicher

Weise auch weit über die Landeszreuzen hinan» wirkt, und außerdem noch Zeit gefunden hat, speciell die hessische Land­wirthschaft im Provinzialverein für Oberheffen und durch werthvolle Beiträge für dieZeitschrift für die landw. Vereine bei GroßherzogthuwS Hessen" feit Jahrzehnten zu fördern.

** Kaufmännische Fachschule. In der letzten Sitzung der Schulcommission der Kaufmännischen Fachschule wurde eine Deputation gewählt, bestehend aus den Herren Karl Orbig und Knauß, welche in Sachen genannter Schule bei Großh. Ministerium referiren sollte. Heute nun erfahren wir, daß Seine Excellenz der Herr Staatsminifter durch sein Secretariat dem Vorsitzenden des Kaufmännischen Verein», Herrn Kaufmann Karl Orbig, die Nachricht hat zugehe« lassen, daß er genannter Deputatton nächsten Mittwoch oder Samstag Audienz ertheilen wolle.

* Der Schachclub, der in diesem Winter da» vierzig­jährige Stiftunglfeft feiert, veranstaltet ein großes Jubi­läumsturnier unter seinen Mitgliedern. Von Gönnern edlen Spiele» find namhafte Preise gestiftet.

* Einbruch. In vergangener Nacht wurde in zwei Wirtschaften in der Bahnhofstraße eingebrochen bezw. durch offenstehende Fenster eingestiegen. In einer derselben erbrach der Dieb den Musikautomat und nahm das dari« befindliche Geld mit, und in der anderen entwendete er aus der Küche zwei Hemden und ließ seine schmutzigen Hemden und einen Ueberzieher zurück.

Einen Auflauf verursachte gestern Nachmittag in den Neuen Bäuen ein Ehepaar durch gegenseitiges Zanken und Schlagen. Da der Ehemann auch des Abends wieder Scandal anfing, wurde er, um die Ruhe herzustellen, in Hast ge­nommen.

* Verhaftet wurde ein Postbediensteter von aus­wärts, welcher in betrunkenem, tobsuchtähnlichen Zustande in einem Hause der Crednerstraße eine Frau in einer Weise belästigte, daß sie laut um Hilfe schrie, und ein Auflaus entstand.

** Wetterbericht. Hoher Druck bedeckt ganz Europa mit Ausnahme des äußersten Nordwestens, woselbst eine flache Depression liegt. Kleinere Unregelmäßigkeiten find' noch Über Westfalen und im deutschen Küstengebiet, wie am südlichen und westlichen Mittelmeerbecken zu eitcnnen. Die Witterung ist allenthalben ruhig, im Flachlande vielfach nebelig. Dieser Witterung» Charakter dürfte vorläufig noch auhalten. Voraussichtliche Witterung: Je nach der Oertlichkeit heiteres oder nebeliges Wetter.

veller»heim, 12. November. Ein braver und fleißiger hiesiger Einwohner, Vater eines Kindes, au» Eberstadt stam­mend und nach hier verheirathet, ist seit vorigen Dienstag Vormittag verschwunden, ohne daß fein Aufenthalt bis jetzt ermittelt werden konnte. Ob der Mann, der sich in geregelten Verhältnissen befindet und am Sonntag noch einer Familienfeier bei Verwandten in Darmstadt beiwohnte, von wo er am Montag guten Muthel nach hier zurückgekehrt ist, fich ein Lrid augethan hat oder verunglückt ist, konnte bi» jetzt nicht feftgrstrllt werden. Der betreffende Mann ist en. 30 Jahre alt und ist mit Arbeitsanzug bekleidet. Die ganze Gegend und die ausgedehnten Waldungen find schon von der hiesigen Einwohnerschaft abgesucht worden, jedoch ohne Erfolg-

4- Nidda, 14. November. Berwichene Nacht gegen 1 Uhr verkündeten Feuerrufe und Alarmsignale den AuSbruch eines Brande», der dritte seit 8 Wochen. Auf dem Ruppett- hofe, einer Anhöhe nächst dem südöstlichen Stadteude brannte« mehrere große Sttohhaufen lichterloh, sodaß der Feuerschein weithin sichtbar war. Da» Feuer wurde bald gedämpft und das übrige in der Nähe auf Haufen fitzende Stroh geretter. Die Sigenthümer des Strohe» hatten solche» nicht versichert. ES wird Brandstiftung vermuthet.

Friedberg, 12. November. Behuf» Erlangung geeigneter Entwürfe für den Neubau eine» Gymnasial- und Realfchulgebäude» hatte die Stadt Friedberg einen öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben, zu dem ein hoch­herziger Friedberger Einwohner, der ungenannt bleiben will, 3000 Mark zur Verfügung gestellt hat. Da» Amt eine» Preisrichters hatten außer je einem Vertreter der Stadt und der Schule die Herren Oberbürgermeister Gnauth in Gießen, Geh. Oberbaurath Hofmann und Professor Wickop in Darmstadt in liebenswürdiger Bereitwilligkeit übernommen. 61 Entwürfe find eingelaufen, die nunmehr bi» zum 21. Ifd. Mt». im Cafinogebäude öffentlich ausgestellt find, nachdem da» Preisgericht feine Entscheidung getroffen hatte. Sin erster Preis von 1200 Mt. wurde dem EntwurfWappen: Wetterau" Verfasser Herr Architect Thhriot in Köln und je ei» zweiter Preis von 900 Mk. dem EntwurfSchlicht" Ver­fasser die Herren Architekten Blattner & Slotzbach in Barme» I und dem EntwurfMalerisch Eck" Verfasser Herr Archi­tekt Müller in Hannover zuerkannt. Welcher Entwurf zur Ausführung kommt, ist noch nicht entschieden.

Darmst. Ztg.

Darmstadt, 15. November. (Telegramm.) Die mit einem Sostenaufwande von 800,000 Mk. errichteten Gebäude der Bictoriaschule (höhere Töchterschule und Lehrerinnen­seminar) wurden heute Vormittag im Beisein Sr. Königs Hoheit des Großherzog», de» Prinzen Wilhelm, der Prinzessin Ludwig von Battenberg, der Spitzen der Staat»- und städtischen Behörden feierlich eingeweiht, Die Feier verlief glänzend. Dem Festakt für die Ginge- I lobenen und Schülerinnen folgte eine Besichtigung der An- I statt. Abend» findet ein Festspiel im Saalbau statt. Der I Erbauer, Professor Beck wurde durch OrdenSau-zeichnnug I geehrt.

I Darmstadt, 14. November. Ein sog.Studenten« I st r e i ch", wurde in letzter Nacht am großen Arnheiter'fcheo I Laden auf dem LadwigSPlatz verübt, indem ein Karren d» I denselben geschoben und dieser den Abschlußladen durchdranr I und die Scheibe zertrümmerte. DerSpaß" dürste thener' | zu stehen kommen.

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