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16.11.1898 Erstes Blatt
 
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lil Atzeintzeßen, 13. November. Nachdem tm September nab Dctober infolge niederen Rheinwafferstandes die Schiff- fahrt nur tu beschränktem Matze ausgeführt werden konnte, tft dieselbe gegenwärtig wieder völlig im Sange. Besonders find es ganze Schleppzüge mit Sohlen und Frucht, welche täglich unaufhörlich den Rhein hinanfgehen. Der zeitweise eingetretene Frucht und Sohlenmangel ist nun wieder 6t» Koben. In Nieder-FlörShei« wurden am Samstag auf der Treibjagd (ca. 2000 Morgen) 663 Hasen, in Aden» bfün (ea. 2200 Morgen) 615 Hasen erlegt, «in solch gutes Ergebnitz wurde in ganz Rheinheffen seit Jahren nicht ver­zeichnet. Darmst. Zrg.

Uns Rheinheßen» 12. November. Lin Theil von Rhein» besten ist gegenwärtig mit Zigeunern wieder geradezu Überschwemmt. Meistens von den Pferdemärkren an der Nahe wie auch von dem rechten Rheinufer kommend zieht die schmutzige Gesellschaft in langen Reihen, eine unzählige Sinder» schaar und ekelerregende Frauen beherbergenden Wagen Tag für Tag in den Ortschaften umher, machen hier unb da Halt und ziehen zu« Betteln unb theilweise auch zu Diebstählen von KeldfrÜchten und sonstige« aus. Am Meisten unter dieser Plage haben die Landgemeinden zu leiden, die an geotzen Ehausteen liegen, unb ist man häufig genSthigt, zum Schutz gegen da» Nomabenvolk von Auswärts Sensdarmrrie oder sonstige Pvlizeiqewalt zu requiriren.

A»S dee Seit für dis JtK

Lor 29 Jahren, am 16. November 1869, wurde der durch den Franzosen Ferdinand LessepS gebaute Suez­kanal eröffnet. Diese Durchstechung der Landenge von Suez ermöglichte es, daß der Seeweg zwischen Europa und Indien fast um die Hälfte verkürzt wurde.

»Hofgunst.

von Dr. M. Schilling.

(Zar Ausführung des Theater-Bereins am 16. November 1898.) Bou William Shakespeare zu Thilo von Trotha- von .Was Ihr wollt" zuHofgunst"; aus den blumigen Auen der Renaistauee in die kahle Gegenwart hinaus- vom Hose bii Herzogs Orfivo von Illyrien, wo unsere Sinne sofort sütze Mufik bezaubert, an den Hof eines Fürsten Leopold in einem deutschen Duodezstaat, wo die Iutrigue den Herrscher» stab in Händen hält und Abwechslung in bas eintönige Dasein bringt bas ist ein kühner Flug über Länber unb Zeiten, bas ist ein gewaltiger Schritt mit Siebenmeilenstiefelü- aber 300 Jahre finb in ben Augen phantafiedegabter Zu­schauerwie ein Tag, ber gestern gewesen".

Toub les genres sont amüsante hors les ennuyeux Verzeihung für ben ungenauen Wortlaut ber frivole Ausspruch stammt aus Voltaires Munde. Das Wort be­steht zu recht, unb es wäre eitel Thorheit, bagegen anzu- kämpfen, wenn es auch bie banalste Weisheit von ber Welt ist, bie hier grprebigt wirb. Die Zunft ber Literarhistoriker muß natürlich ob eines solcher» Richtspruch! au» dem Munde des Spölters von Ehätenoh Zeter unb Morbio schreien, denn diese Marktschreterphilosophie ist der Todesstoß für ihre Kunst de» Rubriciren», da» heißt alle schulmeisterliche Weisheit Über den Haufen werfen, da» wetterwendische Publikum in ben Areopag einsetzen unb bie Fahne de» vielköpfigen Un­geheuer! Willkür hiffen. Da» heißt auch in literarischen Dingen die Sleichheltsrechte proelamiren, da» Urtheil de» Mob» sanctioniren unb Herrn Hinz und Kunz, Gevatter Schneider unb Handschuhmacher aus bin Schild erheben. Finden biese Leute eine Sache amüsant, so hat fie ihre Existenzberechtigung, fie lebt weiter, ber Erfolg ist ihr holb, unb Alle» ist in schönster Ordnung, wenn die Herren Ber- faffer solcher Eintagsprobuctr keine literarischen Prätrnfioneu haben. Denn unüdersteigliche Schranken trennen den ephemeren Erfolg, die Anerkennung der Zeitgenoffen von dem Unheil der Literaturgeschichte. Mit auSgestreckrem Arm, unnahbar wie ber Pelide, steht ber «unstrichter an den Thoren und «ehrt ben Eindringlingen, bie die Pforten ber Ewigkeit schon für sich erschlaffen wähnen, den Einlaß. Es ist ein Glück, daß unsere Herren Dichter von heute fich mit dem bescheidenen Schmelterlingsdasein begnügen nab nur um bie Gunst de» Publikums buhlen- denn manchen kostete ber kühoe Salto- mortale ben Sopf. Unb schließlich, es ist doch ein hehre» Ziel, die Ztitgenoffen zu begeistern- ihr Beifall istLohn, der reichlich lohnet".

Sicherlich wirb heute keiner Literaturgattung so reicher Beifall zu Theil wie dem Schwank ich sage: Schwank, denn nie waren wir weiter entfernt von ber Errungenschaft Moliäres, ber Eharaktercomödie, al» heutzutage.Der Sönig ber modernen Bühne", lesen wir im neuesten Kunst- wart,tfi der Schwank. In reichen Falten fließt ber Mantel der Macht von seinen Schultern, und das beglückte Volk jubelt, wenn er sich in aller Herrlichkeit seinen trunkenen Blicken offenbart .... Der Schwant hat i» ästhetischen Parlament eine fichere Majorität. Wenn er lächelnd die Bühne betritt, verstummt bie Kritik unb dienert befliffm. «tue lumpige Tragödie wird gedreht, gewendet und unter die Lupe genommen. Aber ein Schwank ah, der Schwank ist Sönig!"--

Doch selbst »Vnig Schwank will nicht mit Fuhrmanns. Händen, sondern mit GlocLhandschuhen angegriffen werden. Sein Herrscherstab, die Pritsche, will mit Eleganz geschwungen, feine Srone, die Schellenwütze, Effekt getragen sein. N®tx einen Schwank schreibt, hat große Rechte. Er darf fich über jede ernsthafte P ychologie und über jede innere Nothwendigkeit Hinwegsetzen wie ein Student am ersten über dir Gesetze der Finanzknnst. Wer aber Rechte hat, hat Pflichten, und wir können zu unsere« Leidwesen die Schwan- eantoren von diesem hausbackenen Satz nicht ausnehmen. Wir fordern von ihnen irgend eine originelle Figur, irgend einen originellenSoup", irgend ein originelle» satirisches Streiflicht, kurzum irgend etwas Originelles."

Leider läßt uos nach dieser Seite Thilo von Trothas

Hofgmrst" i« Stich. Da» kleine Fräulein vicky von i Hohenstein eineBombenrolle" sür die Naive, das nicht auf den Sopf gefallen ist und den Mond auf de» rechten Fleck trägt, ist gewiß ein recht » spaßiges Ding, aber durchaus typisch, nach der Backfi chschablone zugeschnitten. Diese eufante terribles find seit Jahrzehnten aus unseren Bühnen ein ebenso beliebter ThpuS wie die Schwiegermütter- Xanthippen, ebenso heimisch dort wie der Lieutenant ä la Schlitg-n in denFliegenden", vicky hat nichts vor all den Backfischen der Moser und Schönthan, der Blumenthal und L'Srronge voraus, nur daß fie und darin liegt vielleicht das Neue, der Soup den ganzen Abend kaum von der Bildfläche verschwindet, von einem originellen satirischen Stretftichte, das aus die Hoslnst fiele, ist nicht die Rede- behaglich werden die Zustände ausgemalt, fern von jeglicher Manier, aber doch auch ohne irgend etwas Neues zu bringen, was uns nicht längst aus tausend und abertausend Romanen geläufig wäre. Unb alle bie übrigen Personen, die fich um vicky scharen, finb völlig conventionell: ber loyale Fürst, bie Fürstin Mutier, bie viel auf bie Etikette hält, bie intrigante Oberhosweistrrin, bie Hofschranze von Roben, ber biderbe Minister, der schöne Flügeladjutant, die treue alte Seele von Diener, wem find das nicht von Jugend auf Bekannte?

Und selbst eine englische Erzieherin mit dem nichts weniger als englisch klingenden NamenFräulein Stern" giebt ihre lächerlichen Erziehungsgrundfätze -um besten und treibt den Taut so weit, daß fie einen Spaziergang im Park horribile dictul in der Dunkelheit für ein Capital- verbrechen hält. Tont le monde weiß, daß bie englischen Mädchen viel freier erzogen werden, als dies bet uns ber Fall ist, aber bie englischeGovernetz" steht nun einmal bei unS in dem Ruf, daß fie zelotische Moralistin ist, und es wäre vergebliche Mühe, solchen eingeseffenen Anfichten die Spitze abzubrrchen. Die Typen find amüsant und damit haben fie fich sogar vor Voltaires sceptischrm Auge ihre Da- seinsberechtigung gefichert.

Rechten wir also nicht weiter mit Herrn von Trotha, seien wir ihm dankbar für daS harmloseLustspiel", welches er uns bescheret hat, und das selbst einen Griesgram unb Tauertopf zum Schmunzeln anregen muß.

So lange man uns nicht literarisch kommt, wollen wir nicht literarischen Maßstab anlegen.

Bon William Shakespeare zu Thilo von Trotha- von Ihr wollt" zuHosgunst".

Macht fort! DaS Spiel kann beginnen!

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Düsseldorf. 12. November. Bei herrlichem Herbst- wetter vollzog sich heute Vormittag auf der neuen Düffel- dorser Rheinbrücke unter dem geschmückten ersten Pseilerportal die Einfügung des letzten Nietes. Nach An­sprachen des Bauleiter», Wafferinspecior Nakonz und der Commerzienrath- Heinrich Lu eg vollsührten Hammerschläge zunächst die drei zur Feier erschienenen Minister. Der Minister des Innern, Freiherr v. d. Recke, gab im Auftrage des Kaisers folgende Auszeichnungen bekannt: Commerzienrath Heinrich Lueg wurde zum Geh. Commerzienrath ernannt; den Rothen Adlerordcn 4. Klaffe erhielten Franz Haniel, Ober- bürg'rmeister a. D. Haumann und Wafferbouinfpeclor Nakonz; den Kronen Orden 3. Klaffe Profeffor KrvhnSterkrade; das allgemeine Ehrenzeichen mehrere Werkmeister, Monteure und Poliere. Geh. Commerzienrath Lueg schloß diesen Theil der Feier mit einem Hoch auf den Kaiser. Dieft» gab da» Zeichen sür die zahlreichen reichbewimpelten Dampfer und Schlepper zum Salutschießen. Auf dem ersten Brückenportale stieg eine mächtige Flagge mit den Reich-farben empor, von den vielen Tausenden von Zuschauern läng» des Ufers mit brausendem Hurrah begrüßt. In drei Sonderzügen fuhren die Festgäste von der neuen Brücke aus auf der neuen Bahn nach Krefeld, wo die Stadt Krefeld in der GesellschaftVerein" einen Imbiß bot.

Auetkennuagk-Diplo-e für Arbeiter. Die Handels- kamwer zu Wiesbaden versendet soeben an Industrielle, Kaufleute und Gewerbetreibende ein Rundschreiben, tu welchem angefragt wird, ob die Adressaten geneigt find, an die in ihren Betrieben seit 25 Jahren thatigen Arbeiter von der HaodelSkamwer auszustellende Anerkennungs-Diplome zuver- leihen, bezw. solche Diplome, eventuell gegen Erstattung ber Selbstkosten, von ber Kammer zu beziehen.

ein Fevspitlhan» a» Rhein. Aus Mainz wird den M. N. N." geschrieben:Was lange währt, wird gut!" Dieses alte Wort, das allerdings nicht immer zutnfft, gilt wohl von btm Bungert'fchen Festspielhaus in Godesberg a. Rh. Freilich, der ursprüngliche Plan wird nicht zur Aus­führung gelangen, denn es werden dort außer Bungert noch andere Componisten gehört werden. Während des letzten Sommer» ist der auf dem Höhenzuge südwestlich von Godes» berg gelegene Bauplatz in den Besitz der Gemeinde über» gegangen. Herr Bürgermeister Dengler macht jetzt nachstehende MMheiluugen:.....Es wird versucht werden, hervor»

ragende Architecten zu interessiren, die Entwürfe für da» Festspielhaus auf Grundlage des nunmehr gegebenen Terrain» liefern. Solange man nicht die Terrainfrage definitiv gelöst halte, war die Projettirung ausgeschloffen, da das Festspiel» Haus der Gegend angepaßt werden muß. August Bungert hat die kräftige Anregunq zum Bau de» Festspielhauses ge» geben; seine Werke werden dort den Vorzug erhalten. Der Compomst ist jedoch mchl so parteiisch, zu verlangen, daß ein Musentempel ausschließlich für ihn zu schaffen sei. Bungert ist vielmebr der Meinung, daß in diesem Festspielhaus alle großen Musikwerke zur Aufführung gelangen müffen, aber m so vollkommener Weile. daß sie künstlerisch und bühnentechnisch kaum übertroffen werden kann." Ein Ziel, so schön, daß man nur wünschen kann, e» möge die Ausführung nicht hinter dem Vorsatz zurückbleiben'.

Dtrle^r, Land- unb

Gieße», 15. November. Marktbericht. Aus bem, heutigen Dochcnmarkl kosteten: Butter per Psd. .X 1.001.HO, Hühnereier per Ei. 69 H, 2 6t. 1317 Enteneier 2 Et. 0000 4. Gänse» ein per El. tl13 A, Käse 1 St. 58 Käsematte per Et. 8 4, Erbsen per üüer 20 4, Linsen per Liter 30 Tauben per Paar X 0.600.60, Hühner per Et. X 1.101.30, Hahnen per Stück X 0.701.40, Enten per St. .< 1.802.50, Gänse per Pfund X 0.480.6b, Ccbfenfleifd) per Psd. 6874 Kuh- unb Rindfleisch per Pfd. 4658 H, Schweinefleisch per Psd. 6876 Schweine» leisch, aesaften, per Psd. 80 Kalbfleisch per Psd. 6466 Hammelfleisch per Psd. 5070 Kartoffeln per 100 Kilo 5.50 bis 6.50 X, Weißkraut per Et. 1020, Zwiebeln per Etr. X 5.005.50, Milch per Liter 16 Zwetschen per Etr. X 6.000.00.

Dauer der Marklzeit von 8 Uhr Morgen» bi» 2 Uhr Nach­mittag». Während der ersten 3 Stunden der Marttzeü darf im Umherziehen nicht feilgeboten werden.

Neueste Nachrichten.

Depeschen des Buren» .Herold'.

Berlin, 15. November. Bei der gestrigen Ersatz­wahl zum Reichstag im Wahlkreis Schaumburg Lippe wurde Müller (sreis. volkßpartei) mit 8701 gegen Straffer (conf.) mit 3115 Stimmen gewählt.

Berlin, 15. November. DasKleine Journal" meldet au» Pari»: Der Eaffatioushof gedenkt ans bas verhör Freycinets und Lebrun RLaaults zu verzichten. Die Unter­suchung ist wahrscheinlich bald beendet.

Hamburg, 15. November. Da» hanseatische Ober-Landes» gericht berieth gestern Über die Berufung der Photographen Wilcke und Priester gegen die Verfügung de» Hamburger Landgericht», wonach die Benutzung und Verbreitung der Silber de» Fürsten Bismarck auf dem Sterbelager bei An­drohung von sechs Monaten Hait sür jeden einzelnen lieber» tretungsfall verboten wurde. Der Urtheilsspruch wurde auf den 21. November ausgesetzt.

München, 16. November. Die bayrische Staats-Regierung beschloß die Aushebung ber Beamten Kautionen in ab­sehbarer Zeit.

Wien, 15. November. J-t hiesigen politischen Kreisen hält «an eine englisch-amerikanische Vereinbarung für eine auSgemachte Sache. Doch glaubt man, bie Entente sei geeignet, den Dreibunb bezüglich seiner FriebenSzwecke zu starken und bie Bedeutung be» rusfifch-franzöfifchen Zwei- bundeS babu'ch abzuschwächen.

Wien, 15. November. In der vor vergangenen Nacht wurden durch starken Nebel auf den galizischen Staat-bahnen drei Up fälle verursacht. Außer dem bereits gemeldeten Unfälle bei Czarnow kamen noch zwei Unfälle bei den Stationen Tainow und Markowice vor. E» wurden mehrere Personen getödtet und verwundet, auch der Materialschaden ist bt trächtlich.

Paris, 15. November. In derLibre Parole" erklärt Drumont, Rußland habe Frankreichs Ersuchen um Unter­stützung in der Faschoda-Frage durch eine Demonstration an der afghanischen Grenze ober im chinesischen Meere schroff zurückgewiesen uno bie französischen Politiker burch frostige Zurückhaltung geängstigt.

Rom, 15. November. Bei dem Besuch in Eagliari wirb das brutsche Kaiserpaar, begleitet von dem Staats» Secretär Tirpitz bie Neptun Grotte in Alghero besuchen. Das italienische unb das französische Mittelmeer-Geschwader begrüßt das Kaiserpaar in Eagliari. Vier italienische Kriegs­schiffe find bereits dort eingetrofftn.

Lyon, 15. November. Infolge heftiger Regengüffe ist die Rhone bedeutend gestiegen. Mau befürchtet Uederschwemmungen des Userlandes.

London, 15. November.Daily Mail" berichtet an» Kairo, daß man in dortigen Kreisen sehr verwundert sei, daß Marchand nicht über da» Nitthal zurückberusen worden ist. Das Blatt glaubt, die sranzöfische Regierung beabfichtige hiermit zu verhüten, daß burch die Rückkehr durch englische» Gebiet das Ansehen der sranzöstschen Armee leiden könnte.

London, 15. November. Daily Ehronicle meldet vom Eongo: Eine starke sranzöfische Expeditton, die muthwaßlich mit Marchand in Verbindung stehe, marschtre auf El-Odeid und Kordosan, wo scharfe Kämpfe erwartet werden.

London, 15 November.Daily Ehronicle" de«entirt enifch'eoen die Nachricht von einem Aufstande im Niger- Gebiet.

London, 15. November.Daily Telegraph" meldet aus New-Uork, - ein französischer Luftschiffer morgen, Milt» noch, eine Reise mit einem neu erfundenen lenkbaren Luftschiff von NewYork nach Washington unternehmen werbe. Da» Schiff soll in einer Stunde eine Meile zu­rücklegen.

Madrid, 15. November. Ministerpräsident Sagasta

ist seit gestern krank unb muß das Bett hüten.

Madrid, 15. November. Zahlreiche Kaufleute, sowie auch Pächter und Landbewohner haben fich gegen baß Rifico im Falle eines Bürgerkrieges versichert. Man glaubt all- gemein, daß Don Lar los in Kürze einen Handstreich ausführen werde.

gernee, 15. November. Die Notablen von Ereta wur­den burch ben Admiral Pottier benachrichtigt, baß Prinz Georg von Griechenland bald als provisorischer Eom- «iffar sür bie Insel ber Pforte vorgeschlagen werden wird. Der rusfische Admiral thtilte dem Executiv-Eomitä mit, die türkische Flagge werbe nicht, wie anzekündigt, heute nieder­geholt werden, was einen außerordentlichen Eindruck machte.

THEE-MESSMER

Berühmte Mi'chungm Mk. 3,50 und 2,80 per Psd. Probepackete »0 und 80 Pig. Nur In feineren Geschästm käuflich. »76L