Les Retchßamt« des Innern ist damit erledigt. Die nächste Sitzung der Bubget-Commisfiou ist auf Montag auberaumt, wo der Postetat zur Berhaudluug kommt.
Berliu, 13. Januar. Wie die „Berl. Corresp." mit« therlt, ist gegen bs« Urtheil der Dißciplioarbehörbe wider den Criminalcommiffar Tausch vou der Staatsanwaltschaft die Berufung au bas StaatSministerium eingelegt worden.
Berit«, 13. Januar. Bei einer Explosion in der Schöneberger eugltschrn Gasanstalt fanden drei Personen heute früh ihren Tod- drei andere wurden schwer verletzt.
Hambnrg, 13. Januar. Die Beleidigungsklage des Inspektors Bruns gegen den Grafen Rautzau ist heute dem Beklagten iu Frtedri^Sruh zugestellt worden. Die Klage ist bet dem Amtsgericht Schwarzeabeck anhängig.
Berlin, 13. Januar. Heute Nachmittag hat im Hotel „Kaiserhof- die vom Centralverband deutscher Industrieller einberufene große Versammlung von Handel- uud Gewerbetreibenden behufs einer Kundgebung für die Flottenvorlage stattgefunden. Die Versammlung war von über tausend Personen aus allen Theilen des Reichs besucht. Vertreter großer Handelshäuser und Banken waren erschienen, auch die offictelleu Vertreter vieler Handelskammern sowie die Oberbürgermeister zahlreicher Städte. CommisfionSrath Haßler-Augsburg eröffnete kurz nach 2 Uhr die Versamm- lung mit einer begrüßenden Ansprache, tu welcher er u. A. betonte, daß diese Kundgebung nicht den Zweck habe, dem Reichstag vorzugreifeu, man erkenne die Autorität des Reichstags voll an, die Demoustrattou gehe nur gegen Diejenigen, welche unbegreiflicher Weise sich ablehnend gegen die Vorlage der Regierung verhalten, die wohldurchdacht und wohlbegründet sei. Redner brachte hierauf ein Hoch auf den Kaiser aus. Senator Woermann-Hamburg führte aus, daß die Nettesten der Berliner Kaufmannschaft die Betheiligung au der Versammlung abgelehut hätten, weil eS sich um eine politische und nicht um eine wirthschaftltche Frage handle. Dieselben hätten sich damit auf den Standpunkt der Abgeordneten Schönlaok und Richter gestellt. (Großer Beifall.) Gegen diesen Einspruch der ersten Vertretung der deutschen Kaufmannschaft müsse protestirt werden. (Lebhafter Beifall.) Die deutsche Flotte sei zum Schutze des EtgenthumS der Angehörigen des Deutschen Reiches in überseeischen Ländern geradezu unentbehrlich, ebenso wie zum Schutze der Colonien. Die Ausgaben für die Flotte seien gewissermaßen als Versicherungsprämie für überseeische Unternehmen aufzufasseu. Generalsecretär Bueck erörterte ausführlich die finanzielle Seite, wobei er zu dem Schluß kam, daß das Deutsche Reich wohl iu der Lage sei, die Mittel zur Flotteuverstärkung auf. zubringen und vielleicht noch mehr, wenn eS noththue. (Beifall.) DaS Deutsche Reich brauche eine machtvolle Flotte, das deutsche Volke werde sie ihm geben. (Anhaltender stürmischer Beifall.) Capttan Vogelsang-Hamburg erklärt, er könne fich keine bessere Captralanlage denken als für Kriegsschiffe. (Heiterkeit und Beifall.) Er fordert sodann die Ver« sammluug auf, die vollste Ueberzeugung auSzusprechen, daß sie auf dem Boden der Regierungsvorlage stehe. (Beifall.) Aabrikant Schöuerer-Nürnberg überreicht der Versammlung tm Auftrage einer Anzahl Industrieller ein Schreiben, welches zum Ausdruck bringt, daß iu der alten Handelsstadt Nürnberg noch ein anderer Geist herrsche, als nach dem Beschluß der dortigen Handelskammer angenommen werde. (Beifall.) Redner theilt noch mit, daß eine große Anzahl Derjenigen, welche die Adresse mitunterschriebeu, der deutsch-freisinnigen Partei augehörtev. (Beifall.) Nunmehr wird folgende Re- solntiou einstimmig angenommen: Die aus allen Theilen Deutschlands heute in Berlin versammelten Vertreter von Handel uud Industrie, von Groß« und Kleingewerbe, sprechen die Ueberzeugung aus, daß das Reich einer Verstärkung seiner Seemacht dringend bedürfe, welche der Machtstellung des Deutschen Reichs, seiner wachsenden politischen, vor Allem aber seiner gesteigerten wirthschastlichen Interessen entspricht, uud daß das gesammte deutsche Volk mit seiner nationalen Ehre und seiner politischen Entwicklung an dem Schutz der deutschen Rüftc uud an dem Schutz der deutschen StaatS- augehörigeu, sowie an der Wahrung der politischen Interessen betheiligt ist. Die Versammlung erklärte eS hiernach als ein Bedürfniß, daß die geplante Ausgestaltung der deutschen Seemacht zur Annahme und gesicherten Durchführung gelange. Mit dem Liede ^Deutschland, Deutschland über Alles" wurde die Versammlung geschloffen.
Vrannfchveig, 13. Januar. Die „LaudeSzeitung" meldet: Heute wurde der Tischler Wilhelm Waldmann verhaftet uud der Militärbehörde zugesührt. Er ist beschuldigt, im September 1897 auS den MunitiouSräumen des Feldarttllerie- Regiments Nr. 31 in Btschwetler mittels Einbruchs Zünd- thetle besonderer Construction rc. entwendet zu haben. Waldmann desertirte 1890 au« dem genannten Regiment, diente 5 Jahre in der französischen Fremdenlegion und verbüßte nach seiner Rückkehr eine einjährige FestuvgSstrafe.
Attsland.
Prag, 13. Januar. Die Vertreter sämmtlicher deutscher Parteien beschlossen, in der heutigen Landtagssitzung die Erklärung abzugeben, daß sie sich gegen die Einsetzung einer Commission zur Berathung des Antrags Buquay mit der Motivirung aussprächen, die Regelung der Sprachen- frage gehöre nicht in den Landtag, sondern in den Reichs- -rath. Als weiterer Einwandsgrund ist die Haltung des feudalen Großgrundbesitzes während der Ausgleichsverhandlungen vom Jahre 1890 angeführt. Die deutschen Abgeordneten werden daher keinesfalls in eine Commission eintreten.
Budapest, 13. Januar. Das Sxecutiv-ComttL de- Nationalträren - Congreffe« veröffentlicht etnen Protest gegen die Magyariftrung der Ortsnamen uud richtet an die Krone die Bitte, diesem Gesetze die Sanctiou zu verweigern.
Bozen, 13. Januar. Bet Btrgleberg erfolgte ein
furchtbarer Bergrutsch. DaS Bahugeleise wurde vou einer kolossalen Menge Steingeröll überschüttet. Die Stelle hatte wenige Minuten vorher der Trienter Eilzug pasfirr.
Ferrara, 13. Januar. Die Behörden von Mtgliarim und mehreren anderen Ortschaften haben von der Regierung Truppenabtheilungen verlangt, da die Arbeitslosen Straßen- Unruhen Hervorrufen.
Cadix, 13. Januar. In Lazar uud Barrameda find ebenfalls Arbeiteruuruheu auSgebrocheu.
Paris, 13. Januar. Der „Jour" meldet: Die Verhaftung PiquartS erfolgte wegen FälfchungSverdacht. ES handle sich angeblich um den nicht zur Post beförderten Rohrpostbrtef, der die Adresse Esterhazys trug, aus dem die Beziehungen Esterhazys zu einem fremden Militärattache heroorgehen sollten. Piquart habe, um dem Briefe ein Echt- heitSmerkmal zu verleihen, vorgefchlagrn, einen falschen Poststempel draufzusetzen. — Die Esterhazy freundliche Presse verlangt wegen de« heutigen Briefes die Verhaftung ZolaS oder dessen Unterbringung in eine Irrenanstalt.
Parts, 13. Januar. In dem heutigen Ministerrath e theilte der Ministerpräsident Meline das Jnter- pellationsbegehren des Deputaten de Pontbriand über die Maßregeln mit, welche die Regierung zu ergreifen gedenke, um der Campagne zu Gunsten des Hauptmanns Dreyfus ein Ende zu machen. Die Minister vertagten ihre Entscheidung über diese Angelegenheit und über andere ähnliche angekündigte Anfragen bis zu dem am nächsten Samstag unter dem Vorsitze des Präsidenten Faure stattfindenden Ministerrathe.
New-York, 13. Januar. Mau nimmt an, daß bei dem gestrigen Wirbelsturm in Fort Smith 50 Personen umgekommen find. Bisher find 41 Leichen geborgen.
Stockholm, 13. Januar. Professor Nordenskiöld theilte in der Akademie der Wissenschaften mit, dem Ministerium des Aeußeren sei eine Nachricht zugegangen, nach welcher zwischen dem 4. und 7. August 1897 in Britisch-Columbien unter 53 Grad 20 Minuten nördlicher Breite und in 121 Grad 30 Minuten westlicher Länge, 7 Meilen nördlich vom Quesnelle- See von mehreren glaubwürdigen Personen ein Ballon beobachtet worden sei. Nordenskiöld hält diese Nachricht für eine derartige, daß eine nähere Untersuchung derselben empfehlenswerth sein dürste.
Cocales und ^provinzielles.
Gießen, den 14. Januar 1898.
** Ja de» SouutagS'Postschalterfiuudev wird voraussichtlich eine Aenderung eintreten, so daß die Postschalter Sonntags nicht mehr Nachmittags zwischen 5 uud 6 Uhr, sondern um die Mittagszeit (etwa zwischen 11 und 1 Uhr, bestimmte Zeitangaben liegen noch nicht vor) geöffnet sein werden. Wahrscheinlich wird den localen Verhältnissen im Rahmen der angegebenen Zeit möglichst Rechnung getragen und namentlich berücksichtigt werden, daß die Schalterstunden mit denen zusammtnfallen, an denen auch die kaufmännischen Bureau« geöffnet sein dürfen. Nebenbei ist mit der Neuerung wohl auch bezweckt, daß auch die Postbeamten an der Wohl- that der Sonntagsruhe theiluehmen können.
•• Kuustverei«. In der Gemäldeausstellung im Thurmhau« am Brand hat wieder ein Wechsel der Gemälde stattgefunden. Gleichzeitig wollen wir e« nicht unterlassen, unsere Kunstfreunde aufmerksam zu machen, daß ein Theil der Gemälde höchstens acht Tage, einschließlich zweier Sonntage, in der Ausstellung verbleiben, um an deren Stelle einen Theil neuer Bilder zur Ausstellung bringen zu können.
**<? Gießener Eoveettverei». Concert am 16. Januar. E« ist eine Ehrenpflicht guter Coucertvereinigungen, alljährlich einmal den vornehmsten Zweig der Kammermusik, das Streichquartett, in ihren Rahmen aufzunehmeo. Mit Freude können wir coustatiren, daß auch der Gießener Concertverein dieser Ehrenpflicht entspricht, wenn auch die Minorität darüber murrt, die Majorität der Mitglieder wird e« stet« dankbar anerkennen und gern und andächtig den weihevollen Darbietungen lauschen. Freilich ist bei einem Streichquartett die Mindestforderung das Beste, und nur eine Künstlerleistung ist auf diesem Gebiete möglich, jedes Mittelgut vom Uebel. Wir zählen in unseren Mufik- städten eine verhältnißmäßig kleine Anzahl von Körperschaften, die diesen Kunstzweig pflegt, von denen fich wieder nur ein Theil ganz auf der Höhe befindet. Zu diesem gehört nun neben den Vornehmsten, wie Berlin, Frankfurt und München, da« Cölner-Gürzenich-Quartett, bestehend au« den Herren Covcertmeister W. Heß, Concertmeister W. Seibert, Mufikdirector I. Schwarz, Concertmeister Fr. Grütz- macher, und die gewonnen zu haben, ist ein Verdienst de« Vorstände«. Alle vier Herren gehören dem Lehrkörper des berühmten Cölner ConservatoriumS an, alle vier find Meister auf ihrem Instrument. Ein wohlgelungenes Gruppenbild ist im Schaufenster der Mufikaltenhandlung Ernst Challier (Rudolph Nachf.) ausgestellt.
*• Befitzwechfe!. Herr Schornsteinfegermeister Nebl kaufte vou G e f ch w t ft e r K e l l e r deren Grünbergerftraße 48 belegene Hofraithe für den Preis von 30,000 Mark.
•* Sparsame Mariuesoldateu. Im Jahre 1896 liefen von den deutschen Kriegsschiffen 8743 Postanweisungen über 908,153 Mk. in der Hetmath ein- dies ist ein schöne« Zeichen dafür, daß die deutschen Matrosen sparsame Männer find.
** Die große Bedeutung der Ratten für die Uebertraguug der Pest illustrirt ein Aufsatz de« Herrn Prtvatdozenten Dr. Sticker, eine« Mitgliedes der vorjährigen deutschen Pestcommtsfion sür Indien, in der neuesten Münchener Med. Wochenschrift. Al« uralte Heimath der Pest gelten die großen Alpenländer de« Himalaya. Hier haust der Erreger der Pest in den Geschlechtern der Ratten und Mäuse und begnügt sich gewöhnlich damit, unter diesen Thteren Verheerungen anzurichten. Eine Ueberschwemmung, ein Erdbeben, eine lange Dürre treibt die Schaareu der pestkranken Ratten
au« den Bergen in die Ebene zu den Wohnungen ber Menschen und giebt so durch das Zusammenleben der Hau«° ratten mit den Menschen Veranlassung zu den Pettläafeu, die vou Zeit zu Zeit verderbenbringend über die Erde ziehe». Als Zwischenträger der Pest zwischen Ratten und Menschen dienen vornehmlich Jnsecten, die von der lebendigen oder tobten Pestratte fich nähren und später zufällig auf den Menschen gelangen, Ameisen, Flöhe, Milben und andere Schmarotzer. Der pestkranke Mensch, die Pestleiche, da« Pestgewand find an fich weniger gefährlich und stecken zumeist wieder vermittelst des kleinen Ungeziefers an. Auch kann die Pest von Menschen wieder auf die Ratten zurückgehen, wo eine mangelhafte Leichenversorgung diesen Thiere» daS Annagen der Pestcadaver erlaubt. Dieser Zusammenhang zwischen Thier- und Menschenpest, der jetzt sicher erkannt ist, macht neben der Jsoliruug der Kranken und der Urberwachung beß Handelsverkehr« Maßregeln erforderlich, die fich gegen die thierischen Pestverbreiter und ihre Zwischenträger zu richten haben werden.
** Wichtig für Radfahrer. Einem jeden Radfahrer fink wohl die Unannehwltchketteu eine« undichten Radreifen« während einer Fahrt bekannt, indem man oftmals gezwungen ist, abzusteigeo, um wieder Luft in den Reifen nachzupumpen. Dieser große Uebelstaud wird nun durch einen während der Fahrt fich selbstthätig füllenden Luftreifen für Fahrräder beseitigt. In dem Lauftheil de« Luftreifen« befindet fich ein Luftcanal, dessen eines Ende mit einem Luft- Vevtil verbunden ist, welche« nach dem Innern des Luftreifen« führt. Dieser Luftcanal äußert nun eine stetige Pumpenwirkung, sodaß bei abnehmendem Drucke sofort Luft selbst» thätig nachgepumpt wird uud der Reifen in einem dauernd gleichmäßig aufgepumpten Zustande erhalten bleibt. SS steht außer jedem Zweifel, daß, wenn fich diese Erfindung praktisch gewährt, dieselbe auch sofort zu einer allgemeinen Einführung belangt.
•• Der Kaffee wurde zu Ende beß 17. Jahrhundert« au« Frankreich bei nnß eingeführt und Anfangs al« Seltenheit bei Kindtaufschmäusen gereicht. 1697 wurden in Leipzig öffentliche Kaffeeschänken errichtet. Doch ward der Kaffee erst 1720 in Sachsen allgemein bekannt. In Wittenberg wurde der erste Kaffee 1710 im italienischen Keller geschänkt, weil andere Personen ihn nicht zu machen wußten. Da« erste deutsche öffentliche Kaffeehaus war zu Nürnberg 1696 eröffnet, worden. Doch ging eß damit langsam, Augsburg z. B. erhielt erst 1713 ein Kaffeehaus. Die Obrigkeit sah da« Kaffeetrtnken gar nicht gern. Die Heffen-Darmstädtische Re> gteruug z. B. erließ am 12. September 1766 eine Verordnung, in welcher fie dea „Mißbrauch" beß Kaffeetrinkeu« verpönt und aus „laubeSväterlicher Vorsorge vor da« Wohl und Beste unserer getreuen Untertanen" alle Kaffeeschänken auf dem Laube verbietet, ben Gebrauch beß Kaffee« auf dew Dörfern bei 10 Reichsthalern eveut. 14tägiger Ge- fängnißstrafe verbietet, sogar ben Bauern befiehlt, ihr sämmtliche« Kaffeegeschirr zu verkaufen, da die Obrigkeit nach Verlauf von sechs Wochen auf solches bet den Bauern Haussuchung halten werde. In Städten dagegen war daS Kaffeetrinken mit Maß gestattet. Diese« landesherrliche Verbot half so gut wie nichts- im Jahre 1775 wurden in Gieße» allein über 40 000 Gulden für Kaffee und Zucker au«- gegeben.
Wetterbericht. Ein ausgedehnte« iutenfive« barometrische« Maximum bedeckt heute den südlichen Theil Europa«. Der Kern de« 780 Millimeter hohen Luftdruckes liegt über Deutschland. Auf unserem Gebiete ist das Wetter größtentheil« nebelig. An den Hochstationen aber wolkenlos, und ist dort auch heute Temperatur-Umkehr eingetreten. — Voraussichtliche Witterung: Im Allgemeine» eine wesentliche Aenderung.
Srünberg, 13. Januar. Der seit einem Jahr hier bestehende Schützender ein, der bi« jetzt etwa 20 Mitglieder zählt, beabsichtigt, mit Beginn beß Frühjahr« bie zur Abhaltung der Hebungen nöthigen Schießstände mit Wirthschaft«- Halle aufführen zu laffen. Die Anlage soll in unmittelbarer Nähe der Neumühle errichtet werden- dem Verein ist vov dem Besitzer der Neumühle da« nöthige Gelände zur Verfügung gestellt worden.
4* Nidda, 13. Januar. Wegen eineß Ueberwaud- lungßrecht« spielen schon seit Jahren zwischen zwei hiesige« Nachbarfamilien vielbesprochene theuere Rechtßstreite, die biß- her immer zu Gunsten de« klagenden Theilß entschieden wurden. Ihre namentlich für die Landbevölkerung intereffante Geschichte ist folgende: Die Beklagten begannen vor etwa vier Jahren daß über ihren Hof in der Richtung nach der Straße den Klägern zustehende Gang- und Fahrtrecht durch hohe Dungschichten und Anbringen eine« Pflasters zu erschweren und eine besonder« zur Regenzeit unangenehm empfundene Stauung der Abwasser herbeizuführen, so daß gerichtliche Hilfe angerufen werden mußte. Obwohl n»n schon der erste Hauptproceß auch in höherer Instanz damit endigte, daß die Verklagten schuldig erkannt wurden, alle Störungen de« gegnerischen Servitut zu unterlassen, die Hindernisse zu beseitigen, sowie den hierdurch verursachte« bezw. den Klägern noch erwachsenden Schaden zu ersetze» und sämmtliche Kosten zu tragen, haben die Verklagten die Wegbahn ihrer Nachbarn doch nicht urthetlßmäßig hergestellt, so daß gegen fie ein zweiter Rechtsstreit anhängig gemacht wurde, um die fragliche Herstellung zu erzwingen resp. auf Kosten der Dernrtheilten durch Dritte vornehmen lassen z» können- auch hierfür erwirkten die Kläger einen obfiegeudeo Bescheid in erster und kürzlich in zweiter Instanz, so baß man jetzt gespannt ist, wie die Ausführung der gerichtlich« Anordnung geschehen wird, da bei der Halsstarrigkeit de« einen Theil« auch fernere Renitenz nicht ausgeschlossen erscheint. — Daß die seither entstandenen Gerichts-, Anwalt«- und Pateikosten, namentlich im Hinblick auf die mehrfache» umfangreichen Beweisaufnahmen, schon über 1500 Mk. betragen, ist sehr begreiflich.
W11' blL tu«»
. z.» v'
g<rll=
l*61“ 2 »«*, n6 ‘" i; idii« iiii1»*” (11! I»*®‘ WsenthM in geleint hatte, i. 8* » Frau beanspl< ' wollte
Hertz»« starb, personal- ®in Leiter einer 6 benre Geschah Ob später eine steht dahin. £ Mer. Für t 300 Hauidieni tonnet noch dai lanbl, nanientl WM Deutsch' hinterlassene B Der einzige S ist leidend. E Erholung in d Hertzog wurde denen begründ . bald einen ras vergrößerte da Platze, der den Fernand einer Hertzog einen ( Stoss bildete. Hertzog'sche Ges bei Coupons r lrtion sand im nnr Maaren Kundenkreis in sich jetzt erschos dasselbe bedeut, wurden vereint iwponirenden l Üche einschlägig ihren Bedarf l Detailgeschästei wird erllärt, j Rudolph 8, § folgten Tode s ten Geschäftes.
" Koch dem die Söni lo gut wir \x\ ihrer haushal find diel
Ration anges Augenlicht de Der verstarb, homoriftischeo Kalgin*, G Mademoiselle braucht ihre r ”Db drut ssrauz 2 bie greise. Irenen beut jWatter Qn re,5r- He! WWwtifel, 1 °agest, Dichter zu will fie »Mem
ÄS,. «Sa™ aDb •!ä -m «5'6


