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nicht diesseits.
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Bom Main, 12. Januar. Wie die Bürger zu Rückers- doch und Kahl, so leisteten auch die Bürger zu Stockftadt ans die EivquartirungSgelder auS der letzten Manöverzeit zu Gunsten ihres Kirch end au fand S Verzicht. Der dortige lkircheubauvereiu umfaßt 198 Mitglieder.
Universität- • Nachrichten.
— Aus London wird berichtet: Der Prosessor der Physiologie an der „RoyabJnstttutton". Waller, hat sein Amt niedergelegt, weil ibm die Anstalt keine Mittel zum Studium seiner Wissenschaft bot. Er hat die Prosefsur nur ein Jahr bekleidet.
Eingesandt.
Gieße«, 14. Jrnuar 1898.
Das „Eingesandt" in Nr. 11 Ihre« geschätzten Blattes vom 13. Januar bringt beachtenSwerthe Gesichtspunkte zur Frtedhossfrage zur Sprache, doch scheint der Zeitpunkt zur Discusi'.on darüber verpaßt zu sein. Man darf annehmen, daß unsere städtische Vertretung nur nach reiflichster Erwägung und unter dem Drucke stichhaltigster Gründe den schwerwiegenden Entschluß gefaßt hat, eine U große Geldopfer fordernde Neuanlage zu schäften, statt den alten Friedhof zu erweitern. Ich mochte daher dem Herrn Einsender, nachdem ich ihm ein „Zu spät!" zugcrufen habe, nur in derjenigen Richtung seines Jdeenganges folgen, welche durchdlicken läßt, daß er darin der Ansicht detz größten Theils der Bürgerschaft ist, daß ein Frttd- hof so weit wie nur immer möglich vor die Stadl gehört. Wir wollen unseren Tobten eine schöne, aber vor Allem auch friedliche, ruhige Stätte schaffen, deren Lage derartig ist, daß sie niemals unseren Nachkommen ein Hinderntß bereiten kann. Mit Rücksicht darauf möchte ich dem „Eingesandt" in Nr. 10 b-ipfl chten, daß der Friedhof auf den Rodberg jenseits der Main Weserbahn htngehört, und
Dermildftes.
• Zu« Tode Rudolf Hertzog- verlautet nachträglich, daß I ber Berliner Großkausmann doch durch Selbmord aus dem I Leben geschieden sei. Wie daS „N. W. zu berichten weiß, hatte Hrrtzog durch sein reizbares Wesen schon lange feine Umgebung besorgt gemacht. Er selbst fürchtete für sein I L iben, er reiste stets mit ärztlicher Begleitung, und er reiste old. Im November kam er in traurigem Zustande nach Aerlin zurück. Riesenhafte Baupläne, die ihn unaufhörlich boschäftigten, wirkten weiter zerrüttend auf sein geistige- I Nlrichgewicht. Die gewaltigen neuern Berliner Kaufhäuser: I btt Kaiserbazar, Wertheim und Israel sollten durch ein monu- «eutaleS Waartnhaus übertroffen werden. Ueber 20 Häuser I n«he dem bereits sehr ansehnlichen Hertzog'ichen Geschäft-- I Haufe wurden angekaust. Der projectirte Neubau, der theil- I weise schon tu Ausführung begriffen ist, hätte den Louvre in Arris erreicht. Die Nervosität deS verstorbenen wuch- | dwrch häusliche- Unglück. Von seiner ersten Frau, der Mutter I se ne- einzigen Sohne-, geschieden, hatte er vorige- Jahr I eine Gräfin Baudisfin geheirathet, die er gelegentlich eine- I LrfenthalteS in einer Wiesbadener Kaltwaflerheilanstalt kennen I geleint hatte. Alsbald gerieth er euch mit der zweiten Frau I in Zwist. Die Scheidungsklage ist im Gange gewesen. Die g-rau beanspruchte eine Million Entschädigung- eine halbe I wallte Hertzog geben. Die Ehegatten lebten getrennt. I hrrtzog starb, nur umgeben von einem gemietheten Wärter- I ptifonal. Einer seiner Aerzte in letzter Zett war Edel, I Leiter einer bekannten Berliner Nervenaostalt. Der unge» I heure Geschäftsbetrieb wird zunächst unverändert fortgesetzt. I Ob später eine Umwandlung in eine Actiengesellschaft erfolgt, I tztht dahin. DaS Hertzog'sche Geschäft zählt tausende Auge- I fttllter. Für den Umfang deS Betriebes spricht, daß Über I 300 Hausdiener Maaren auszutragen haben. Es bleibt I immer noch da- größte Manufacturwaaren-Geschäft Deutsch- I iradS, namentlich daS Versandt Geschäft, daS bis in jeden I Dinkel Deutschlands ging, war und ist wohlorgauifirt. DaS I hinterlassene Vermögen wird auf 40 Millionen Mark geschätzt. I Oer einzige Sohn deS Verstorbenen zählt erst 17 Jahre und I ift leidend. Er hält sich gegenwärtig mit seiner Mutter zur I Erholung io dem Kurorte Heluau bei Kairo auf. Die Firma I hrrtzog wurde vor 90 Jahren vom Großvater deS Verstör- I denen begründet und auS kleinen Anfängen nahm sie gar I bald einen raschen Aufschwung. Der Sohn deS Begründers I vergrößerte da- Geschäft. Er war der Erste am Berliner Platze, der den sogeuaunten Coupou-Einkauf eiuführte. Wollte I Jemand einer Dame ein Geschenk machen, so kaufte er bei Hrrtzog einen Coupon, der eine Anweisung auf einige Meter Stoff bildete. Die betreffende Dame ging nun in da- Hertzog'sche Geschäft und wählte sich daselbst unter Vorweisung des Coupons nach eigenem Geschmack auS. Diese Mauipu- lrtiou fand im Publikum den größten Anklang, und da Hertzog I nvr Maaren bester Qualität führte, vergrößerte sich der ÜLudenkretS immer mehr und mehr. Als Hertzog jun., der strh jetzt erschaffen hat, daS Geschäft übernahm, mußte er dasselbe bedeutend erweitern. Fünf große, vierstöckige Häuser wvrden vereint und bildeten die enormen Maarenlager und imPonirendev VerkaufSgewölbe der Firma. Beinahe sämmt- liche einschlägigen Geschäfte auS ganz Deutschland deckten lljtec Bedarf bet Hertzog, und der größte Theil de- Berliner Detailgeschäftes war in Händen dieser Wellfirma. Offictell «wirb erklärt, Hertzog sei an Gehtrnschlag plötzlich gestorben. Mdolph B. Hertzog stand seit dem am 2. Mai 1894 erfolgten Tode seines Vaters an der Spitze des weitausgedehv- len Geschäftes.
• • Königin Victoria nnb die dentfche Literatur. Seit- d'tm die Königin Victoria von England nicht mehr ! so gut wie früher sehen kann, gelangen zwei Persönlichkeiten igste- Haushalts zu immer größerer Bedeutung bei ihr. SS find dies die „ßectricen* oder Vorleserinnen, die von der Matton angestellt worden find, um das noch vorhandene Augenlicht der Monarchin so viel wie möglich zu schonen. Der verstorbene Lord Beaconsfield nannte einst in seiner hmmoristischen Weise diese beiden Damen „die Brillen der Königin". Grit langen Jahren haben Fräulein Bauer und Mademoiselle Noröle diese Stelle inne. Die Königin ge- b-iaucht ihre Dienste nur zum Bortragen auS dem Deutschen Md dem Französischen, das Englische lesen ihr ihre Hofdamen ober Ehrenfräuletn vor. Nach Fräulein Bauers Mittheilung liest die greise Herrscherin Großbritanniens sehr viel au» der «oberneu beutschen Literatur, auch schaut sie sich gern die Witzblätter an, auf beren beste sie abonnirt ist. Ihr deutscher ©ecietär, Herr Maurice Muther, fieht sorgfältig jeden Zeitungsartikel, der sie interessiren dürfte, durch und schickt ihn ihr angestrichen zu. Schiller scheint der Königin Lieb- liugSdichter zu sein, doch auch Goethe mag sie gerne- von Heine will sie indessen nichts wiffen. Sie äußerte einmal Nirn Prinz-Gemahl, daß Heines Genius da» phoSphoreSzirende Licht der Fäulutß an sich trüge. Von Romanen zieht sie die historischen vor, besonder- LaubeS „Der deutsche Krttg" anb Scheffels „Ekkehard". Felix Dahn und Gustav Freytag gehören ebenfalls zu ihren Günstlingen.
• Das neueste Epielzeng der Pariserinnen. Der Par i s er Thierschvtzvereiu nimm' sich gegenwärtig der kleinen indischen Schild kröt en an, die daS neueste Spielzeug der Pariserinnen I ver guten und auch der anderen Gesellschaft find. Der Schild Kiefer winzigen Thiere, die ungefähr die Größe einer Wall- »uß haben, ist mit einem filbernen Stern bedeckt, den eingelegte Edelsteine verzieren. Einige der Strahlen find zur Befestigung am Rande des Schildes umgebogen und am Ende te» hintersten befindet fich eine Oese, an der eine feine goldene Kette mir einer BersicherungSnadel angebracht ist.
Diese wird am Kleide augesteckt, so daß daS Gchildkrötchen am Halse und auf den Schultern der Trägerin lustwandeln kann. Die Thterschutzvereine behaupten, da» set Thierquälerei, die Juweliere verfichern, Niemand set glücklich-r, alö die krabbelnden Vierfüßler, und da» Weitere bleibt nun abzuwarten.
• Sechs Schulärzte hat die Stadt Nürnberg am 1. Januar angestellt. AuS der Dienstordnung für die Schulärzte geht hervor, daß da» Honorar für 50 Schulklassen 400 Mk., für 50—70 Schulklassen 500 Mk. und für mehr als 70 Schulklassen 600 Mk. beträgt. Im Durch- schnitt kommen auf jeden Arzt 3400 Kinder. Die Aerzte haben jede Schule monatlich einmal zu besuchen, im Be» darf-falle einzelne Klaffen öfter. Sie haben hierbei auf alle für die Gesundheit der Kinder und der Lehrer getroffenen Einrichtungen zu achten, vor Allem auf Ekwäcmuug, Lüftung, Beleuchtung und Reinigung srr Räume, auf Schulbänke, Aborte, Turnsäle und Schulbäder, Maffen-Untersuch- uugen von Schulkindern zur Lösung hygienischer oder rein wiffenschastlicher Fragen dürfen die Schulärzte nur dann vornehmen, wenn der Magistrat im Einverständniß mit dem königlichen Bezirksamt und dem Schulvorstande die Erlaub- niß dazu ertheilt. Die Anstellung erfolgt vom Magistrat auf drei Jahre, doch steht in diesem Zeitraum beiden Theileu jederzeit das Recht der vierteljährlichen Kündigung zu.
• Auf einfache Weife hat sich ein Posthilfsbote in Weißenfels den Dienst zu Neujahr erleichtert: er verbrannte einfach die ihm anvertrauten NeujrhrSbriefe und brachte so die Weißenfelser um manchen Glückwunsch. Der Mann wird vorauSfichtlich empfindlich bestraft werben.
♦ Kindlich. Mama: „Wozu find wohl die Augen ba?M — Kind: „Zum Sehen." — Mama: „Und die Nase?" — Kind: „Zum Putzen."
* Umschrieben. „ . . . Aber, lieber Neffe, wie ich gehört, sollst Du ja im Examen auf alle Fragen geschwiegen haben!" — ^Na, weißt Du, lieber Onkel, ich red' halt nicht gern Unsinn!"
♦ Angenehm enttäuscht. Arzt: „Leider müffen wir, wenn Ihr Leben gerettet werden soll, daS linke Beim ampu- tiren." — Kranker: „Bin ich aber froh, Herr Doctor, ich fürchtete schon, Sie könnten mir am End' daS Bier verbieten!"
arixchliche Anzeigen der Statt Gi-tzen.
Evangelische «emeiode.
Gottesdienst.
Sonntag, den 16. Januar (2. Sonntag nach Epiphanias).
3» der Aova»«esttr»e.
Vormittags 9‘/a Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.
Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die JohanneS- gemeinde. Pfarrer Dr. Naumann.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Beichte und heil. Abendmahl für die Lucas- und Johannes- gemeinde. Anmeldungen vorher bei den Pfarrern erbeten.
Montag den 17. Januar, Abends 8 Uhr: ®U>tMtaHbt im Confirmandensaal der Johanneskirche. Psalm 8.
Pfarrer Dingeldey.
I« btt AriedhofSeapelle.
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Schlosser.
Im ikonfitmandettsaal, Rtuftadt 61.
Vormittags 11 Uhr: Kinderktrche für die MatthäuSgemeinde.
Pfarrer Schlosser. . .. .
Die Vorbereitung dazu findet SamStag, den 15. Januar, Nachmittags 3 Uhr, statt.
Donnerstag den 20. Januar, Abends 8 Uhr. ®ibtlj stunde. 1. Cor. 9. Pfarrer Schlosser.
Katholische Gemeinde.
Samstag den 15. Januar.
Nachmittags um 4 Uhr und Abend» um 8 Uhr Gelegenheit zur hl Beichte.
Sonntag den 16. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanie. Ramen-Jesu-rdest.
Vormittags von 6'/, Uhr an Gelegenheit zur bl. Beichte: um 7 Uhr erste hl. Messe; vor und in derselben AuS- thetlung der heil Communion;
um 8 Wjr: zweite heil. Messe; Militärgottesdienst mit Predigt;
„ um 9'/r Uhr Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 5'/» Uhr: Christenlehre, darauf sakramenialtsche Bruderschaftsandacht.__
Aeueste Nachrichten.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 14. Januar. Die Ueberstedlung deS Hoflagers vom neuen Palais nach Berlin ist auf den 24. Januar festgesetzt.
Berlin, 14. Januar. Gegen daS Urthetl ber Disziplinarbehörde gegen Criwinal-Eommiffar v. Tausch hat bie Staatsanwaltschaft Berufung bei dem Staat-- Ministerium eingelegt.
Berlin. 14. Januar. Die „Berl. Reuest. Rachr." erklären die in London verbreitete Version, Deutschland habe für Englands Zustimmung zu der Besetzung der Kiao-Tschau- Bucht der englischen Politik in Südafrika freie Hand gelassen, für unbegründet.
töten, 14. Januar. Der Austritt der Deutschen aus dem böhmischen Landtage dürfte bald erfolgen. Die Eonferenz Gautschs mit den mährischen Abgeordneten soll morgen stattfinden.
Rom, 14. Januar. In Sau Remo soll ein Denkmal ür Kaiser Friedrich errichtet werden.
Brüssel, 14. Januar. D!e belgische Regierung hat be- chlosirn, eine Internationale Eonferenz zur Abschaffung »er Zuckerprämten nach Brüffel einzuberufen.
Paris, 14. Januar. Gestern ist dem Major Esterhazy mitgetheilt worden, daß er auS ber Armeeliste gestrichen ei. Die Fälle Esterhazy und Zola beschäftigten gestern die lammet eingehend. Ministerpräsident Mvline erklärte, daß >ie Regierung die gerichtliche Verfolgung Zolas beschlossen labe. Kriegsminister Billot wiederholte seine schon öfter gemachten Acußerungen über den Proceß DrehfuS. Die Kammer nahm schließlich mit 313 gegen 141 Stimmen eine TageS- ordnung an, in welcher ihr ein Vertrauensvotum ertheilt wird. — Im Senat ist Scheuerer Kestner nicht wieder zum Vlcepräfidenten gewählt worden. Er erhielt von 239 nur 80 Stimmen. Der Generalprocurator wurde braustragt, die Verfolgung Zolas wegen Verläumdung voa Beamten in Ausübung ihres Amtes anzuordnen. Die Angelegenheit dürfte vor die Februar-Asfisen gelangen. Im Studenten« viertel kam es zwischen Studenten und der Polizei zu Zusammenstößen. Die Studenten veranstalteten Umzüge und beabsichtigten vor ZolaS HauS zu ziehen uod ihn aulzu» pfeifen. In Fanbourg Montmartre wurde ZolaS Brief an den Präsidenten Faure verbrannt.
Paris, 14. Januar. Die ministeriellen Organe bestätigen, daß Piquart^ deshalb nach Tunis verschickt wurde, weil er durch eine Rohrpostkarte, deren Schrift Pic- quart als die des deutschen Attachö Schwartzkoppen auSgab und einen künstlich en Beweis gegen Esterhazy con- strniren wollte. Die Rohrpostkarte gelangte in den Besitz bei Generalstabes in einer jener regelmäßig abgelieferten Couverts, welche Papierschnitzel enthielten, die angeblich den Botschaften entstammen. Die Karte zeigte keinen Poststempel. Picquart soll einen Kameraden ersucht hoben, die Stempelung der Karte zu besorgen Der betreffende Offizier sagte die- in der geheimen Sitzung auS.
Paris, 14. Januar. Picquart wurde von einem Obersten in seiner Wohnung adgeholt. Bor der Thüre wartete ein Wagen- bevor er einstieg, wollte Picquart dem Hausverwalter einige Worte deS Vertrauens sagen, was nicht gestattet wurde. Picquart sagte dann laut: „Sie sehen, waS mir widerfährt, doch ich bin ein rechtschaffener Mensch. DaS Kriegsgericht gegen Picquart dürfte zu Montag einberufen werden.
Paris, 14. Januar. „Gaulois" sagt, daß die Entrüstung in. Parts große Dimenfionen angenommen hat und ein allgemeiner Ausbruch deS Unwillens zu befürchten fei, wenn dem Shndicat DrehfuS nicht rasch ein Ende gemacht werde.
Brüffel, 14. Januar. Nach einem Drahtbericht au- Boma an den Kongoftaat wird gemeldet, daß eine Bande von Aufständischen eine Abteilung Soldaten des Longo- staateS im Norden vom Tanganjika-See am 18. November angegriffen und verschlagen habe. Der Führer der Ab- theilung ist getödtet worden. Baron DhaniS meldet, daß sein Hauptquartier in den letzten Monaten in Locandu auf» aeschlagen worden sei und daß er persönlich die Leitung der Operationen gegen die Aufständischen übernommen habe.
London, 14. Januar. AuS Haiti wird gemeldet, der Präfident der Republik wird fich nach Washington begeben, um über die Annexion der Insel durch die Vereinigten Staaten zu verhandeln.
Belgrad, 14. Januar. Die Ernennung deS ehemaligen Minister- im radicalen Cabinet, Gjaja, zum SectionSchef im Ministerium deS Aeuheren ruft die größte Sensation hervor. Mon bringt diese Ernennung mit ddm wachsenden Einfluß MilanS in Zusammenhang und glaubt, daß Gjaja auf diesen Vertrauensposten berufen worden sei, um der Königin Natalie die Rückkehr nach Serbien unmöglich zu machen.
Bukarest, 14. Januar. Der Justizminister Djuvara erklärte, seine aufl persönlichen Gründen gegebene Demission ausreckt erhalten zu müffen. Die von der Preffe an diese Demission geknüpften Krtsengerüchte find gegenstandslos.
Koustauiiaopel, 14. Januar. Ja Pfortekreisen ver- lautet, daß Rußland, unterstützt von England, auf der Candidatur des Prinzen Georg von Griechenland zum Gouverneur von Kreta bestehe.
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