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14.7.1898 Erstes Blatt
 
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Paris, 12. Juli. Ja der Kammer verlas um 4*/zUhr der Präsident die Interpellation FouruiSre». Minister- Präsident Brisson erbittet die Vertagung um einen Monat. Krtegsminister Lavaiguac fügt sehr erregt hinzu, nachdem sich die Kammer erst eiumüthig ausgesprochen habe, lehne er jetzt entschieden eine neue Aeußeruug ab. Nach kurzem Wider­spruch Fouruiöres wird die Interpellation auf einen Monat vertagt.

Locales unb prooinsicIUs*

Gießen, 13. Juli 1898.

* Hoher Besuch. Wie uns mitgetheilt wird, werden Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin diesen SamStag um >/,4 Uhr eintreffen und bis 6 Uhr hier verweilen, um dann nach Schloß Wolfs- garten zurückzukehren.

* * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der G r o ß - Herzog haben Allergnädigst geruht, dem Fretherrttch Riedesel'scheu Kawmerkasfier Johannes Sandmann in Lauterbach das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, dem Gemeindeetnuehmer Philipp Geil in Eimsheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.

* * Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 6. Juli dem ersten Assistenzarzt der psychiatrischen Klinik zu Gießen Dr. Adolf Dannemaun den Titel alsOberarzt der psychiatrischen Klinik" zu verleihen.

* * Der Allgemeine Deutsche Sprachverein hatte im ver­gangenen Jahre durch Vermittelung der Zweigvereine au zahlreiche Gasthöfe im deutschen Sprachgebiete ein Schreiben gerichtet, in dem unter Hinweis auf die nationale Bedeutung der Sprachreinheit und auf das Beispiel mehrerer deutscher Fürstenhöfe die Besitzer um eine Erklärung darüber ersucht wurden, ob sie deutsch abgefaßte Rechnungen und Speise­karten bereits führen oder künftig zu führen gewillt seien. Darauf gingen zustimmende Erklärungen in sehr großer Zahl ein, darunter auch solche aus Gießen, In derZeitschrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins" ist mit der Ver­öffentlichung der Namen der Zustimmenden begonnen worden. Zugleich werden dabet die Mitglieder des Verein- gebeten, den genannten Gasthöfen und Wirthschaften unter sonst gleichen Bedingungen bet ihren Reisen den Vorzug zu geben. Der Zweigveretu Kaffel hat mit dem dortigen Wirtheverein eine deutsche Speisekarte entworfen und au die Wirthe in Kaffel vertheileu lassen. DerGastwirthe - Verband für Mitteldeutschland" hat einen Antrag auf Einführung einer deutschen Speisekarte gestellt, der demnächst zur Berathung kommt. Die Mitgliederzahl des Allgemeinen Deutschen Sprachverein-, der solche Bestrebungen nach allen Seiten fördert, hat schon 15,000 überschritten. Er besitzt tu allen bedeutenderen Städten auch in Gießen Zwetgveretue und wächst von Jahr zu Jahr. Das find erfreuliche Zeichen dafür, wie lebhaft das Empfinden für unsere Muttersprache jetzt tu allen Kreisen geworden ist.

* Oberhesfischer Geschichtsvereiv. Wir machen die Leser nochmals auf den Samstag den 16. d. Mts. fiattfindendeu Ausflug des Oberhesfifcheu GeschichtSvereins aufmerksam. Die Befichtiguug der hervorragenden Denkmäler und Bauten Friedbergs und die Vorträge, die da- Programm (s. Ins.) in Aussicht stellt, versprechen den Mitgliedern und Freunden des Verein- genuß- und lehrreiche Stunden.

Stenographie. Gestern Abend fand im Kaiserhof die roustitnireude Versammlung desC o r r e s p o n d e n z-V e r e t n s Babelsberger für Hessen und Nassau" statt. Derselbe zählt bereits 24 Mitglieder und steht eine recht starke Bethetliguug Seitens alleinstehender Stenographen, welche einem Ortsverein nicht beitreten können, zu erwarten. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender: Hetr stud. med. Stade, Frankfurterftraße 10; Schrift­führer : Herr Kaufmann Otto Maudler, Vorsitzender der Stenographengesellschaft Babelsberger, Gießen, Schützeu­straße 18; Kassier: Herr stud. math. Kammer. Wir begrüßen dieses stenographisch sörderliche Unternehmen mit Freuden und empfehlen einem jeden Gabelsberger Steno­graphen, gleichviel, ob schon einem verein augehörend oder nicht, sich dieser Bereinigung anzuschließen, zumal der Jahres­beitrag sich für erste auf 2.50 Mk., für letztere auf 5 Mk. beläuft. Nächsten Mittwoch, den 20. d. MtS., findet im Kaiserhof die erste offictelle Versammlung statt, die beste Gelegenheit zum Beitritt bietet.

* Vortrag. Im Saale des Casö Leib wird der aus dem Elsaß gebürtige ehemalige Fremdenlegiovär Herr Aloys Weiß am Donnerstag Abend 8Uhr seine Erlebnisse in der französischen Fremdenlegion schildern.

* Oberhesfische GewerbeauSstelluug in Butzbach. Das AuSstellungscomtts richtet die Bitte au alle Aussteller, soweit rS noch uicht geschehen, deu Werth ihrer Ausstellungsgüter dem Eomitv umgehend mittheilen zu wollen, da der Feuer­versicherungsvertrag abgeschlossen werden soll. ES wird weiter au die durch besonderes Rundschreiben bekannt ge­gebenen Vorschriften wegen der Güterbeförderung alsAus- stelluugsgut" erinnert, und schließlich bittet daS Comitö die Aussteller in ihrem eigensten Interesse, rechtzeitig für die uöthigeu Stellagen Vorsorge treffen zu wollen, da bei der Ueberlastuog der Butzbacher Handwerker kaum auf deren ge­nügende Mithilfe gerechnet werden kann.

Turnerische». Das seit einer Reihe von Jahren statt- findende Vorturuer-Turneu des Mittelrheinischru TurnkretseS, welches Sonntag deu 10. Juli, im Hause des TuruvereinS Frankfurt a. M. abgehalten wurde, stand diesmal unter dem Zeichen des Hamburger Deutschen Turnfestes. ES waren 90 Turner aus Bockenhelm, Bornheim, Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Hanau, Homburg v. d. Höhe, Mainz, Offenbach, Sachsenhausen und Wiesbaden zusammengekommeu, außerdem die Mitglieder des KreiS-TuruauSschuffeS und Kreis- Vertreter Rothermel-Darmstadt anwesend. Unter Leitung des

I Turuwartes Krach-Frankfurt begann Vormittags halb zehn Uhr das Turnen mit Aufmarsch und deu Hamburger Fest- Stabübungen, die deuN. heff. VolkSbl." zufolge noch recht fehlerhaft gemacht wurden und weiterer fleißiger Uebuug be­dürfen. Sodann wurden die für Hamburg angemeldeten Mufterriegen vorgeführt, von welchen sich die Keuleuriege des Turnvereins Frankfurt und die Barrenriege der Turn- gemeinde Darmstadt ganz besonders auSzetchueten. ES folgte ein Durchturnen der Pflichtübungen zum Einzel-Wettturnen in Hamburg, bei welchem wiederum die tüchtigen Leistungen einzelner Darmstädter allgemeine Anerkennung fanden. Den Beschluß machte das Turnen der volkSthümlicheu UebuvgS- arten, Dreisprung, Hiudernißlauf und Dreisprung, und war daS gesammte Turnen Nachmittag- halb 2 Uhr beendet. Nach der Mittagspause begann die Besprechung unter dem Vorsitz de- KreiSturnwarteS Heidecker-Wie-baden, die von 3 bis 5 Uhr dauerte und eine Kritik des Turnens am Vor­mittag, Anordnungen für die Gesammtübung de- Kreise- in Hannover (bei der Fahrt nach Hamburg) und andere da- turuerische Auftreten in Hamburg betreffende Angelegenheiten zum Gegenstand hatte. Für da- Deutsche Turnfest find aus dem Mtttelrhein-Krei- angemeldet: 329 Turnende inSge- sammt, davon 140 Einzel-Wettturuer, 110 Turner für be­sondere Vorführungen und 26 Mufterriegen Zahlen, wie sie bei früheren Deutschen Turnfesten Seiten- de- Kreise- noch niemals erreicht wurden. Für den Fest-Mittwoch Abend, nach Schluß der Turnarbeit, findet in dem Stand­quartier der Mittelrheiner (Restaurant Neu-Rainville, Chauffee- straße, in Altona) ein Commers der Kreis Angehörigen statt, und hofft die Kreisleitung, hierbei recht viele Sieger be­grüßen zu können.

* Einen ganz bedeutenden Umfang hat in den letzten Jahren die Versendung der Ansichtspostkarten ge­nommen. ES läßt fich die- au- dem stets wachsenden Ver­brauch der 5-Psg.-Freimarken entnehmen; derselbe betrug im Jahre 1896, bis dahin reicht die bis jetzt veröffentlichte Statistik, über 352 Millionen Stück, was einem Betrag von nahe 18 Millionen Mark gleichkommt. Der Zuwachs gegen das Vorjahr betrug 38 Mill. Stück. 100 Millionen An­sichtspostkarten, die der Postverwaltung, die nicht einmal das Papier dabei zu stellen hat, die nette Summe von 5 Mill. Mark einbringen, kommen alljährlich zum Versandt; die ge­wöhnliche RetchSpostkarten haben dabei in ihrer Verschickung keine Verminderung sondern ebenfalls eine Steigerung von 12 Millionen erfahren. Erwägt man, daß in dem letzten Jahre fast jeder Ort seine Ansichtspostkarte erhalten, die Sammelwuth fich aber noch gesteigert hat, so dürfte eine gleichmäßig procentuale Zunahme auch für 1897 zu ver­zeichnen fein.

8. Trais-Horloss, 11. Juli. Hier herrscht zur Zeit eine außergewöhnliche Bauthätigkeit. Abgesehen von Privat­bauten, läßt besonder- auf derGrube Friedrich" dahier der Hess. Rhein. Bergbauveretn mehrere Bauten ausführen; man spricht z. B. von zwölf Arbeiterhäusern, wovon ein Theil bereits in Angriff genommen ist. Auch befinden fich ein neue- Kesselhaus, ein zweiter, großer Fabrikschornstein, sowie ein größere- Gebäude, welche- zur Theerfabrikation dienen soll, im Bau. Durch den Bau von Arbeiterwohnungen sucht man dem hier herrschenden Wohnung-- und Arbettermangel abzuhelfen; es find bereits mehrere Arbeiterfamilien hier an­gekommen.

8. Hungen, 12. Juli. Da- nächstjährige Bezirk-- fest de- Kriegervereinsbezirks Hungen wurde für unsere Stadt vorbestimmt, und soll damit da- 25. Stiftungs­fest des hiesigen Krtegerverein- verbunden werden.

Scholten, 11. Juli. Hier ist eine Agitation im Gange, um da- am Marktplatz stehende Rath hau-, einen stilvollen Holzbau, welcher einer äußern Herstellung bedarf, von der Tünche zu befreien und wieder tn ursprünglicher Form her­zustellen.

K. Liudheim, 12. Juli. Vielleicht find deu Lesern Ihrer Zeitung einige kurze Nachrichten au- unserer Gegend, dem unteren Niddergrunde, nicht ganz unerwünscht, denn seit vielen Monaten haben wir nichts mehr von un- hören lassen. Trotz de- schlechten Winters ohne Frost bauten sich die Felder gut, und eS wuchs Alle- befriedigend in die Höhe. Mit der Heuernte hatten wir Mißgeschick; die Nidder trat über ihre Ufer, wochenlang stand unser herrlicher Wtesengrund unter Wasser, und nur mit großer Mühe wurde ein Theil des Heue- geborgen, der andere Theil ist bi- heute noch nicht abgeerntet. Alle Frühjahrs- und Sommerarbeiteu konnten nur nothdürftig und mit großen Kosten und Mühen bewältigt werden. DaS Obst hat bedeutend gelitten, die sonst so ausgezeichneten Kirschen in Rodenbach und Himbach schmecken wässerig, auch das Beereuobst: Johanni--, Stachel-, Erd- und Himbeeren. Dagegen wuchert das Unkraut ge­waltig. Unsere Halmfrüchte haben fich vielfach gelagert, wodurch die Körnerbildung starke Einbuße erleidet, ganz ab­gesehen davon, daß daS Ausreisen der Körner unmöglich wird. Die Kartoffeln und Dickwurzeln standen prachtvoll, fangen jedoch an zu kränkeln. Die Viehpreise hielten fich seither recht gut. Unsere Spar- und DarlehnSkasse, die im vorigen Jahre 8 Proc. Dividende an die Mitglieder zahlte, konnte dieses Jahr sogar deren 9 Proc. geben.

Bad Salzhausen, 10. Juli. Die Großh. Badedirection hat dieser Tage eine Einrichtung früherer Zelt, die damals unser Bad zum Mittelpunkt der geselligen Vergnügungen der ganzen Umgebung machte und ihm viele Gäste zuführte, wieder aufleben lassen, die sogen.Reunion»", wozu nur etngeladene Personen Zutritt haben. Die erste dieser Ver­anstaltungen fand gestern statt und war zahlreich auS der Nähe und Ferne besucht.

Bingen, 12, Juli. DaS anhaltende Regenwetter mit dem orkanartigen Sturm von gestern hat in den Wein­bergen großen Schaden verursacht und find infolge- dessen die Herbstaussichten sowohl in qualitativer, al- auch

in quantitativer Beziehung sehr ungünstig. Hauptsächlich richtet der Heuwurm vielen Schaden an.

Alzey, 11. Juli. Vor einiger Zeit hatte die hiesige Stadtverwaltung dem Ministerium in Darmstadt einen An­trag um Errichtung eine- Gymnasium- in Alzey unter- breitet. DaS Ministerium hat nunmehr mitgetheilt, daß die Regierung geneigt sei, wegen dieser Frage mit dier Bürger« metsterei in Uuterbandlung zu treten.

Aas bet Zeit für bie Kett»

Vor 109 Jahren, am 14. Juli 1789, erfolgte in Paris die Erstürmung der Bastille. Die Zerstörung dieses berüchtigten Staatsgefängnisses sollte vor Allem das Ende der Zwingherrschaft und den Sieg der neuen Zeit über die mittel­alterlichen Feudalzustände bezeichnen. Der Befehlshaber und sieben Mann fielen als Opfer der Volkswuth, und der Pöbel, gab durch Ermordung mehrerer Aristokraten zu erkennen, daß die Gewalt bereits in seinen Händen sei.

Vermischtes.

* Ueber die Wahl von RüdesheimNiederwald al- Ort für die deutschen Nattonalfeste schreibt die Zeitschrift Da- humanistische Gymnasium" (Organ de- Gymnasial- verein-):Auch wir halten diese Wahl für die glücklichste auS mehr als einem Grunde. Man kann zwar nicht sagen, daß der Niederwald der räumliche Mittelpunkt Deutschlands ist; aber ein geistiger Mittelpunkt ist er geworden durch das- unvergleichliche Denkmal und die Erinnerungen, die sich daran knüpfen. Ja, lange bevor dieses dort stand und bevor die Wacht am Rhein", bevor da-Sie sollen ihn nicht haben" erklang, hat der sagen- und liederumwobene Rhetnstrom einen. Platz, wie kaum eine andere deutsche Gegend, in den Herzen, aller Deutschen gehabt, und gern werden zu diesem Olympia der Deutschen auch vom weiten Osten und vom Norden und vom Ausland die StammeSgenossen wallfahren. Auch daß die Feststätte nicht in oder unmittelbar neben eine größere Stadt gelegt ist, sagt un- zu. Der Character der Feste- wie er uns vorschwebt, von Festen, die nicht, wie die land­läufigen, augenblickliche Unterhaltung, eine möglichst große Summe von Vergnügungen bezwecken, sondern die körperliche Kraft und Gewandheit der jungen deutschen Männer und zum Theil auch das künstlerische Können des deutschen Volkes, insbesondere eine kunstvolle Pflege de- Volksgesanges zeigen sollen, der Eharacter solcher Feste wird besser entwickelt und gewahrt werden in der freien Natur, zumal in einer so reizvollen, wie sie die gewählte Stätte schmückt, al- inner­halb oder bei einer größeren Stadt. Und noch ein-! Der im vorigen Herbst erschienene, musterhaft objective Bericht des Arbeitsausschusses für die Deutschen Nationalfeste über die Besichtigung der in Mainz, auf dem Niederwald, bet- Cassel, am Kyffhäuser, in Leipzig und bet GoSlar geplanten, Feststätten hat wiederholt auch auf die confesfionelle Zu­sammensetzung der Bevölkerung an den einzelnen Orten Bezug genommen und dies mit Recht als einen nicht un­wichtigen Gesichtspunkt angesehen. Ein Fest, da- zugleich ein engere- Zusammenschlteßen der verschiedenen Elemente des deutschen Volke- al» Ziel verfolgt, muß in einer Gegend gefeiert werden, die von einer confessionell gemischten Be­völkerung bewohnt wird. Dies trifft bet dem Niederwald und seiner Umgebung ungleich mehr zu, als bei den zwei andern in die engere Wahl gekommenen Orten. Und so haben wir die feste Ueberzeugung, die Wahl ist die richtige."

Ans dem Vatican. In der Sala Regia de- Vatikan-- wird jetzt die Restauration des Deckengewölbe-in An­griff genommen. Dasselbe ist reich an Stuccaturen, Ge» mälden und Vergoldungen, die von Pterin del Vaga und Daniel da Volterra auSgeführt wurden. Die RestaurationS- arbeiten leitet der vaticanilche Architekt Besptgnant, dem ver­schiedene Fachleute, u. A. Profrffor Seitz, zur Seite stehen- Die Sala Regia, einer der schönsten Säle de- Vatikan-- wurde unter Paul III. nach den Zeichnungen von Sangallo angelegt und diente früher für die feierlichen Empfänge von Gesandtschaften. Die Wände de» Saales sind mit herrlichen FreScogemälden geschmückt, die wichtige Eretgntffe in der Ge­schichte der Päpste verewigen. Eurige derselben stud von Vasari und stellen dar: Friedrich I. Barbarossa und Alexander III auf dem Marcusplatze zu Venedig; die Schlacht bet Lepanto tm Jahre 1571; ©eenen aus der Bartholomäus­nacht; Rückkehr Gregors XI. von Avignon nach Rom. Andere wurden von den Brüdern Zuccart gemalt, nämlich: Gregor VII. spricht Heinrich IV. in Gegenwart der Prinzessin Mathilde von Canossa vom Kirchenbanne Io»; die Eroberung vou Tunis- tm Jahre 1558. Ferner befinden fich in dem Saale noch, Malereien von Salviati, Soma-chini, Sabbatlnt da Bologna. Sicciolanti, Marco da Siena und Agresti.

* Sin Italiener über Deutschland. Der bekannte italienische Publizist ScipioSighele veröffentlicht in derTribuna" Reisebriese, in welchen sich die folgenden beachtenswerthen Bemerkungen über Deutschland finden:In Deutschland ist das öffentliche Leben nicht wie bei uns sichtbar und- geräuschvoll. Die Blätter werden nicht auf den Straßen aus­gerufen; in den großen Kaffeehäusern werden sie viel gelesen, aber ruhig und ohne überflüssige Kommentare. Die sensuale Kälte dieses Volkes hat ihr Pendant in der politischen Kälte. Alles mit Ruhe und Ordnung!" das ist sozusagen das Banner, das Loosungswort der Deutschen, die große Dinge vollbracht haben. Die Kraft und die Macht Deutsch­lands bestehen nicht in der Genialität einiger Männer, nicht in plötzlichen und impulsiven Kundgebungen der Menge wie in den lateinischen Ländern, sondern in der obskuren und täglichen Hebung der bürgerlichen Tugenden, die wie Pedan­terie erscheinen und, nach ihren Wirkungen beurtheilt, im Kriege zu den Siegen von 1870 und im Frieden zu dew kommerziellen Siegen gegen die französische Industrie führen. Von uns haben die Deutschen ungefähr denselben Begriff- den man im nördlichen Italien von den Süd-Jtalienern hat. Sie schätzen uns als ein Volk, das von Natur und Kunst

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