Ausgabe 
14.1.1898 Erstes Blatt
 
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eschäfte erreicht werden könne. Auch die verbündeten Re« gierungen hätten kein andere- AbhülfSmittel gefunden.

Abg. Levzmanu (frs. Bp.) hält eS für das Beste, die ganze Prozeßordnung aufzuhebeo und die alte preußische wieder etozuführeu. Eine bedauerliche Erscheinung deS modernen Gerichtsverfahrens seien die zahlreichen Strafen wegen Ungebühr vor Gericht. Die Hauptschuld an der Ueberlastung deS Reichsgerichts trage die Regierung mit ihrer Finanzwirthschaft, die eS nicht erlaube, die nöthigeu richterlichen Kräfte zu besolden. Den Bortermin bezeichnet Redner als eine bedenkliche Einrichtung und für nörhtg hält er eS, daß der Stand der Rechtskonsulenten der Willkür des Einzelrichters entzogen werde. Hoffentlich würden in der Eommisfion annehmbare Aeoderungen an den Vorlagen vor­genommen.

StaatSsecretär Nieberding erwidert dem Borredner, daß eS an jeder thatsächlichen Unterlage für die Annahme fehle, daß an der ArbeitSüberbürdung des Reichsgerichts fiScaltsche Rücksichten schuld seien.

DaS Haus vertagt die Berathung.

Nächste Sitzung Donnerstag 2 Uhr. Tagesordnung: Erste Lesung de» Antrages Arenberg und Genossen betreffend Aevderung des Strafgesetzbuches (sog. lex Heinze).

Schluß 6 Uhr.

Deutscher Reich.

Berlin, 13. Januar. Bor dem Geburtstage des Kaisers wird außer dem Ordens feste und dem Capitel des hohen Ordens vom schwarzen Adler mit Rück­sicht auf deu Gesundheitszustand der Kaiserin kein anderes Fest bet Hofe stattfiaden. Die große Kur im Rittersaale, welche in früheren Jahren fast regelmäßig vor dem 27. Januar abgehalten worden ist, wurde diesmal auf einen späteren Termin verschoben. Soweit bisher bekannt, werden zum Geburtstage des Kaisers der König von Sachsen, Prinz Georg von Sachsen, der König von Württemberg, der Groß. Herzog und die Großherzogin von Hessen, der Erdgroßherzog und die Erbgroßherzogiu von Baden hier eintreffen.

Berlin, 12. Januar. DiePost" bringt Mittheiluugen über die Pläne betreffs deS Hafens von Ktao-Tschau. Danach besteht keineswegs die Absicht, Ktao-Tschau in erster Linie zu einem befestigten Stützpunkte für die Flotte zu ge­stalten. Vielmehr soll der Ausbau de- Hafen» nur ent­sprechend dem Aufblühen des Platzes in seiner Eigenschaft als Handelshafen erfolgen, da ja auch vor Allem handels­politische Gesichtspunkte zur Erwerbung der Bucht geführt haben. Von fiScaltscheu Bauunternehmeu, die bereits im Gange seien, kann daher auch zur Zeit noch gar keine Rede sein. Die Martue-Berwaltuug wird größere Einrichtungen erst dann in Angriff nehmen, wenn Ktao-Tschau wenigstens tu einem gewissen Grade die au seine Erwerbung als empor­blühender Handelshafen geknüpften Hoffnungen erfüllt haben wird. Vor Allem eilt die jetzt in ziemlich bestimmter Form auftretende Nachricht, eS würden dem Reichstage die Nach- tragSetatS vorgelegt werden, deu Thatsacheu weit voraus. Gewiß ist es richtig, daß durch die wettere Ausgestaltung der deutschen Verwaltung (Entsendung deutscher Martuetruppeu) und was sich sonst noch auS dem Pachtverträge ergibt, ein gewisser Kostenaufwand nöthtg wird.

Berlin, 12. Januar. DieKreuzzeitung" schreibt: Prinz Heinrich dürfte auch durch äußere Zeichen bekunden, daß nicht kriegerische Zwecke in erster Linie ihn an die Küsten EhtnaS führen, daß seine Sendung vielmehr der Erhaltung und Festigung de» Friedens gilt. ES ist avzunehmen, daß Prinz Heinrich Gelegenheit findet, in Peking selbst dem Kaiser von China die Berficheruug zu überbringen, daß die deutsche Regierung stets bestrebt setu wird, die Bande der Freundschaft mit China zu erhalten und zu festigen. So würde die Sendung de» Prinzen neben dem uothwendigen kriegerischen Gepräge vornehmlich als Mission de» Friedens zu betrachten setu.

Berlin, 12, Januar. Der Cultu-etat fordert für die Errichtung eines neu zu gründenden Institut» für experimentelle Therapie in Frankfurt a. M. 80000 Mk.

Berlin, 12. Januar. Das Herrenhaus verwies deu Gesetzentwurf, betreffend das Anerbenrecht bei Landgütern in der Provinz Westfalen, au eine Commission von 15 Mit­gliedern. ES folgt die erste Berathung de» Anträge» de» Herzogs von Ratibor, in welchem die Regierung aufgefordert wird, unverzüglich einen Gesetzeutwurf, betreffend möglichste Verhütung von Hochwasserschäden, besouder» in deu Pro­vinzen Schlesien und Brandenburg, vorzulegen. Herzog von Ratibor begründet seinen Antrag. Laudwirthschaft»- Minister Frhr. v. Hammerstein ist der Meinung, daß der Antrag nicht nothwendig gewesen wäre, denn die Staats- regierung werde einer so großen Noth gegenüber alles thun, wa» nöthig sei, um möglichst noch tu dieser Session dtr Sache zu erledigen. Er könne aber noch keine bestimmte Erklärungen abgebeu, ob es möglich sein werde, alle Schwie- rigkeiten so schnell zu beseitigen. Nachdem noch mehrere Redner zu dem Anträge gesprochen haben, wird derselbe mit einem Zusatzantrage de» Grafen Pfeil, betreffend die An- schooung entwaldeter Höhen, sowie die Verhütung weiterer schädlicher Entwaldungen, an eine Commisfion von 15 Mit­gliedern verwiesen. Nächste Sitzung unbestimmt.

Berlin, IL.Jaouar. Die Reichstags-Commission für den Entwurf, betreffend die Entschädigung der im Wiederaufnahme.Verfahren freigesprochenen Personen, hat heute nach eingehender Generaldebatte die erste Lesung begonnen. Die gestellten Anträge auf Ab- änderung des bestehenden Wiederaufnahme-Verfahren» wurden abgelehnt. In der Generaldebatte ließen die Erklärungen der Regierung keinen Zweifel darüber, daß eine Ausdehnung ser EntschädigungSpfltcht auf Untersuchungshaft daS Scheitern dec Vorlage bedeuten würde, Die Verhandlungen werden Montag fortgesetzt.

Berlin, 12. Januar. Die Budget-Commission de» Reichstages trat heute unter dem Borfltz deS Ab­geordneten v. Sardorff in die Berathung des Hau»halt»etatS ein. Zur Berathung stand zuerst der Etat für deu Reichs- kauzler und die Reichskanzlei. ES wird beantragt, die RepräsentatiouSgelder von 18,000 auf 64,000 Mk. zu er­höhen, da der Betrag von 18,000 Mk. zu dem Umfange der Repräsentation-Pflichten deS Reichskanzler- in keinem Ber- hältniß steht. Die Forderungen de- Erat» für deu Reich»- kanzler wurden gegen die Stimmen der freifinnigeu VolkS- partet, der Soctaldemokratru und Antisemiten genehmigt. Auch die übrigen Ansätze de» Etat- wurden nicht beanstandet.

München, 12. Januar. Die Kammer der Abge­ordneten berieth heute den Eisenbahn-Etat. Dabei fragte Scherm (Soc.) an, wie man sich in bayerischen Regierung»- kreisen zu der ztelbewußten preußischen Eisenbahn-Politik verhalte, welche daraus auSgehe, sich nach und nach alle deutschen Bahnen anzug'.iedern. Schon jetzt habe Preußen durch deu Ankauf der Hessischen LudwigSbahn einen Fuß nach Süddeutschlaud gesetzt. Wettere Bahnen würden folgen. Minister v. Crailsheim erwiderte, die ReichSeisenbahupolitik sei schon vor Jahren hier erörtert worden und die bayerische Regierung habe damals ihren Standupnkt genau festgelegt. Wir denken nicht daran," so fuhr der Minister etwa fort, die bayerischen Eisenbahnen au Preußen oder daS Reich abzugeben. E» ist aber durchaus kein Anzeichen vorhanden, daß Preußen vorhärte, die bayerischen Eisenbahnen au sich zu ziehen. Arußeruugeu dieser Art in der Presse beweise« noch nicht, daß derartige Absichten in Preußen wirklich vor­handen find. Kein größerer politischer Fehler könne gemacht werden, alS wenn die Selbstständigkeit der einzelnen Staaten in Bezug auf da» Eisenbahnwesen angetastet werde. Hessen habe au» freier Entschließung jenen Schritt gethan und zwar spectell au» finanziellen Gründen. Unsere Beziehungen zu den preußischen Eisenbahnen find die denkbar freundlichsten."

Ari»taud.

Bern, 12. Januar. Gegen das Eisenbahnrückkaufs­gesetz liegen bis heute bereit» 49 898 Referendum-unter- schriftrn statt der erforderlichen 30000 vor. Es muß also eine Volksabstimmung über da» Gesetz stattfindkn. Sie ist auf den 20. Februar angesetzt.

Wien, 12. Januar. Wie dasN. Wiener Tagebl." meldet, wird die ursprünglich aus 11 Kriegsschiffen gebildete österreich-ungarische Flottille in den kretischen Gewässern von jetzt ab nur noch auS fünf Schiffen bestehen.

Wie», 12. Januar. DaS Reichsgericht erkannte, daß durch die angefochtene Entscheidung des Ministeriums des Innern, welches fich in der Prager Straßentafel­frage für unzuständig erklärte und den Reeur» de»Deut­schen Verein» für die Stadtsngelegenheiten Prags" abwies, da» Recht der freien Meinungsäußerung und der sprachlichen Gleichberechtigung nicht verletzt sei- dagegen sei durch die abweiSliche Entscheidung de» LandesauSschusse» da» Recht deS Gebrauchs der nationalen Sprache verletzt.

Brünn, 12. Januar. Landtag. Von tschechischer Sette werden behufs vollständiger politischer und kultureller Gleichberechtigung beiter Nationalitäten Anträge eingebracht betr. Aenderung der Landesordnung, Erweiterung des Wahl­rechts, Abgrenzung der Wahlbezirke nach den Nationalitäten, Vermehrung der Wahlbezirke, Aufhebung der Wahlen der Handelskammern, ferner auf geheime Vornahme der Wahle«, Theilung der Großgrundbesitzer in Wahlcurten nach fidet- commtssarischen und nicht fideicommissarischen Grundbesitzen, Erlaffung administrativer oder gesetzlicher Verfügungen behufs Durchsührung der sprachlichen Gleichberechtigung und der Gleichwerthigkeit des ganzen öffentlichen Lebens, ferner ein Antrag betreffend Errichtung einer tschechischen Universität, einer technischen Hochschule, ferner auf Vermehrung der tschechischen Staats- und Landesmittelschulen, Errichtung von Minoritätsschulen, sowie ein Antrag, wonach in den Volksschulen nur der Unterrichtssprache mächtige Kinder ausgenommen werden sollen. Von deutscher Seite wurde ein Antrag eingebracht auf Einführung nationaler Gurten mit dem Vetorechte, Einführung des geheimen und direkten Wahlrechts in allen Sutten, Trennung des Landesschulraths in zwei nationale Sektionen, Trennung der Bezirkeschulräthe nach nationalen Gruppen, Ecrichtung von MiuorttätSschulen, Errichtung einer deutschen Universität, ferner ein Antrag auf Ausgestaltung der deutschen und tschechischen Hochschule, sowie der Mittel- und Fachschulen, erner ein Antrag auf Aufhebung der Sprachevverordnungen, owie auf Regelung der Sprachenfrage bei den autonomen Behörden Mährens.

Paleruro, 12. Januar. Die ErinnerungSfeier der Revolution von 1848 erreichte heute, nachdem gestern die Einweihung der Ausstellung von Eriunerungs- gegenstäuden, sowie die Enthüllung eine» Denkmal» patriotischer Schriftsteller und Vorführung lebender Bilder aus der Zeit der sicilianischen Revolution ftattgefundeu hatte, ihren Höhe- )unkt. Di Rudtvt war eigen» zu diesem Tage hierher ge­kommen. Ein gewaltiger Zug bewegte fich zum Revolutions­platze und zum Freiheittplatze, um da» Denkmal und eine Gedächtnißsäule einzuwethen. Die Menge war von der Be­geisterung hiugeriffen. König Humbert sandte dem Kron- »rtozen eine Depesche etwa folgenden Inhalte: An dem Tage, au dem daS starke und redliche Volk da» Jubiläum de» wirklichen und ruhmreichen Kampfes um seine Frecheit eiert, ist mein Herz glücklich, Dich mit der theureu Helene n seiner Mitte zu wissen, um an seiner Freude und seinen Hoffnungen theilzunehmeu.

Paris, 12. Januar. Die republikanischen TenatSgruppen nahmen davon Abstand, Sche urer-Kestner als Candidaten für die Bic epräst deut sch aft aufzuftelleu. Sie über­ließen den Mitgliedern diesbezüglich freie Hand.

Barcelona, 12. Januar. General Dehler ist nach Madrid abgereist.

Bombay, 12. Januar. Während der letzten 48 Stunde« find 154 Personen an der Pest erkrankt und 167 gestorben.

Revyork, 12. Januar. Gegen Mitternacht wüthete ein Wirbelwind bei Fort Smith und zerstörte einen große« Theil der Stadt. Dann zog der Sturm gegen Wrsten nach Little Rock und zerstörte dort eine große Anzahl von Ge­bäuden, ebenso in der Stadt Alma. In Fort Smith brach an mehreren Stellen Feuer an». 18 Leichen wurden bisher aufgefunden. In Alma und auf der Strecke zwischen Stadt und Fort Smith wurden mehrere Personen getödtet.

Locale» rrnd provittsielte»*

Gießen, den 13. Januar 1898.

* Empfang. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog empfingen am 12. Januar u. A. den Lehrer Kredel von Perterweil, d-n Decan Wahl von Hausen.

* In den Ruhestand verseht wurde der Zugführer in der Hessisch-Preußischen E'seubahngemeinschaft Johann Friedr. Storck zu Gießen auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1898 an.

*H. Stadttheater. Wir hatten iv voriger Woche das Vergnügen, zwei hervorragende Bühnengrößen, Fräulein Mathilde LipSki, Kgl. Hofschauspielerm in Wiesbaden, und Herrn Rudolf Possiu, Kgl. Hofschauspieler vom National-Theater in München, anläßlich der Aufführung von Madame SauS-Gsae" zu sehen und kennen zu lernen, und sind erfreut, daß e» unserer Bühnendirection gelang, die ge­schätzten Gäste zu nochmaligem Auftreten für gestern Abend zu gewinnen. Gegeben wurde daS LustspielFreund Fritz" von Erckmann-Chatriau, daS seinem dürftigeu Inhalt nach wohl schon längst vom Repertoir verschwunden wäre, wenn nicht die über olle Maßen köstliche Figur des Rabbi Sichel darin den Ausschlag geben würde. Dieser Rabbi Sichel, ein Schadchen, wie e» nicht besser gedacht werde« kann, prophezeit seinem FreundFritzchen", dem elsässischen Grundbesitzer und Junggesellen Holm, dessen baldige Beroei- rathung mit Susel, der Tochter seines Pächter», die fich auch binnen Jahresfrist vollzieht. Da» ist der ganze Inhalt, dem durch verschiedene Bühnenbearbeitungen mehr oder minier lustspielmäßiges Beiwerk und Ausschmückung verliehen und dadurch einigermaßen einer Enttäuschung de» Publikums vor- gebeugt wurde. Die Wiedergabe war zufriedenstellend - die Geburtstagsfeier im ersten Act hätte etwa» lebhafter, frischer sein dürfen. Herrn Posfin als Rabbi Sichel müssen wir für diese Leistung vollste Anerkennung und Be­wunderung zollen. Er verstand e-, jeder Uebertreibung fern- bleibend, ein solch sympathisches, wahrheitsgetreues Charakter­bild zu schaffen, daß e» eine Luft war, diesen klugen, humor­vollen Rabbi zu hören und zu sehen. Der geschätzte Künstler bewies damit die Vielseitigkeit seine- Talent», da» sich hier als ein vollendet meisterhaftes zeigte. Die ihm gewordene« Ehren de» Abends find wohlverdiente. Frl. LipSki al» Susel war einfach köstlich- ihre Naivität, ihr munteres, frisches und hauptsächlich natürliches Sichgeben, ihre aller­liebste Drolerie: all' dies zusammen schuf eine Susel, die vom ersten Augenblick an fich Aller Herzen im Sturm er­oberte und eS nicht verwunderlich erscheinen ließ, daß der alte Rabbi so gut prophezeien konnte. DaS war ein achtes Elsüffermädel, dem der reiche Applau- in ungeteilter Weise auch gegolten. Von den übrigen Rollen sind erwähnenSwerth die deS Steuereinnehmers Hansen, de» Gastronomen oder besser gesagt Vielfraßes, welche Herr Doser in vortrefflicher Weise in MaSkr und Spiel durchführt-, sowie deS Feldmesser- Friedrich, den Herr Forsch charakteristisch wiedergab. De« Gutsbesitzer Holm hatte Herr F ritz sch le r zu geben. Leider müssen wir constat-ren, daß er denselben in keiner Weise glaubhaft darzuftellen vermochte- e- überraschte dies um so mehr, als Herr Fritzschler sonst sogar in seinem Fache nicht liegenden Rollen Brauchbare» bietet. Dieser Grund­besitzer (im schönsten, blühenden ManneSalter stehend, zwar als Junggeselle behäbig, von gedrungener, kraftig-kerngesunder Bauernnotur mit dicken Backen und angehendem Doppelkinn, aber nicht beleibt wie ein abgelebter Lebemann und phleg­matisch in seinem Handeln und Wesen) wurde in der Maske schon unwahrscheinlich, zu alt und m t einem Embonpoint und Kopfschmuck wiedergegeben, welcher der Susel im Ernstfall wohl einige schwerwiegende Bedenken gegeben haben dürfte. Herr Liebscher als Pächter Christel war ein Bauer vo» echtem Schrot und Korn- die Rolle stellte leider sonst keine Ansprüche an seine große Befähigung. Wirkungsvoll war auch der Zigeuner des Herrn Albrecht. Al- appetitlich­frische Schnitterinnen Präseutirten fich Frl. Berner und Frl. BudowSka Das Haus war gut besetzt und spendete für daS Gebotene reichen Applaus.

Gebrauchsmuster Siutragu»g. Nr. 86850. Zeichen­bogen mit Vordruck und perfortrten Randlinien für gewerb­liche Lehranstalten. Ernst Balser, Gießen. 10. Januar 1898.

* * Darmstadter Gewerbehalle-Lolterie. Der erste Preis der vorgenannten Verloosung fiel auf Nr. 4646 in die Collecte deS Herrn MatheS in Darmstadt. Der glückliche Gewinner ist da Vicewachtmeister des 23. Drag.-Regts. Der Gewinn besteht in einer feinen Schlafzimmer-Einrichtung.

* * Sine Desinfektion» - Anstalt für Reben gedenkt das Ministerium in Mainz zu errichten und zwar für die au» nichthessifchen Weinbau-Bezirken eingeführten sogenannte» Blindreben.

Gegen de» Geheimwittel- und Sperialitateu-Unsnt. Eine größere Anzahl Apotheker au» dem Grotzherzogthu« Hessin haben beschlossen, gegen den Geheimmittel, und Speciali- täten-Unfug einzuschreiten.

* Bon dem Mittelrheinische» KreiStnrnfest t» Hom­burg v. d. H., das vom 10. biS 14. Jali 1897 stattgefundev, liegt nunmehr die Abrechnung de» geschäftsführenden Aus­schusses vor. Danach hat da» Fest, ohne die Baarbeiträ-e der Stadt Homburg und der Bürgerschaft im Betrage vo»