Ausgabe 
13.10.1898 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

treu in friM tloob. 8itltn SRtiitä', nb MWr-SlllvSrttn ch In ganz DtWlwö H fikh In DamstaLl Men: Btlassung btr Hz die an- btm öitil* rhtstand getreten sind. btt StifaimotlnBgl' g für WbenuM auf 12 M Stffm btt LtitzllovMto.

Ottn

Wanblnnj a etatlmafeifi« »eamten« tjabtt - im Slvöh- lOt btm 20. LtbtnlM btjwtdtn bit Vtrtint/ ein famtrabiiaftliibii imgtn an bit gtmtlnfam iura groß'" btnilitn Hebern mit M nj r lHM * -en Rantxabtn nW Der Streif für ml fr (Mi S° 'W > Slttltütr ab, wobei

te*» ->»'» iS** Ial "kbtr ab r

;»5«ää:

tflt Äta| «b-»

M. »b « mb »nitoiim,, ft'8'8»!««- 7 , ,8W: Jtadi

Mn ' MUt nnb Ol>l«n: ^Btn, Mttr tytil. ^aatljt Svrstthhnnbt, . Hictvl Hasfia, nsikt 'kler, Githen; Qm ©erfel&e. Jngtnb» V. Fabrikant Kinn, 1 Brfiytr: Derstlb'. -rstrr drtir, Bt^n: ia^f. Slino von btt utad Äfiblamen, 4t votstthhundt: itt: ft ar [ Mülltr, tthGa,jMiittW», )ach-hnnbt: 6itgm nb Ehttnptti», Ltfitzn.

httttigtn W bklli bi» bn ö-liC'r o

V» 8 .Lier ntcu

6i{ it»*jCn M **Ä» -

««I B1, B" .riiu W

««V' s-'L-° «oft * ^r»l«'8bd fftf***

9114 .,iio S® »£*£**** , In btö,rt Morbt' (fltno®® !, bäten/JJ Jt wie »il' Del ÄxS«? K-.-

* Geflügelzucht Bereia. Die Hauptversammluug bei Vereins für Vogel« uad Geflügelzucht findet am Mitt« mach den 19. bfl. Mts., Nachmittags Bx/t Uhr, auf Louys Bierkeller statt. dl kommen hierbei zur Vorlage die von den Architekten Stein n. Meyer gefertigten Pläue der auf der Hardt anzulegenden GeflÜgelznchtstation. Auch ist eine verloolnng unter den Mitgliedern in Aussicht genommen.

* Befitzmechsel. Gebr. Röhrle kauften die Hofraithe Marburgerstraße Nr. 7, de« ftoufmann Jean Boeck ge« hörig, für 20,000 Mk.

Ganfebraten! Die Zett, in welcher der schmackhafte Gänsebraten eine Rolle spielt, ist da. Da viele Frauen die Gänse nicht selbst mästen, sondern lebend oder entsedert aus de» Markte kaufen, so mögen Unerfahrene sich folgende Semtzeichen junger Gänse zur Unterscheidung von alten (und daher zähen) merken: Weißer Ring um die Pupille des Angel, während er bet den alten gelb oder blau anlfieht, blaßgelber Tchnab'l, spitze Nägel, leicht zerquetschbarer Flügel und Gurgel (während diese bet den alten sehr hart find). Die dicken Febern find bet jungen Gänsen viel reicher wie bei den alten.

Wetterbericht. Die Lustdruck-Vertheilung ist sehr unregelmäßig. Eine flache Depreffion bedeckt den äußersten Nocdosten Europas, eine zweite zieht fich über Sardinien und Stellten und endlich ist ein drittel Minimum über der Rheinpsalz zu erkennen. Dal letztere verursachte am Morgen für den Westen und Norden TübdeutschlavdS trübes regne' risches Wetter. Der Sern des barometrischen Maximums lagert über Galizien, woselbst die Temperaturen heute früh bis unter den Gefrierpunkt gesunken waren. Im Süden der Alpen ist dal Barometer seit gestern gestiegen und haben fldj einzelne kleine Reint hohen Druckes gebildet. voraus' sichtliche Witterung: Zunächst woiktges Werter mit zrilweisen Niederschlägen und oonn wieder Besserung.

A«s der gelt fflr die -ett

Vor 76 Jahren, am 13. October 1822, ftarb zu Venedig der berühmte Bildhauer Ant. Canova. Begabt mit einem großen Talent der Ausführung und mit einem feinen Sinn für Schönheit und Anmuth, wußte er seinen Statuen eine große Grazie einzuhauchen. In seinen späteren Jahren sah fich der vielbewunderte Mann durch größere Geister (Thorwaldsen) verdunkelt und fand zuletzt nur noch geringe Beachtung.

Momente Pilgerlieder. Für die »Frstfahrt nach Jerusalem" ist ein Lilderbüchiein zusammengestellt, das auf dem Titelblatte als Motto den Vers eines alten Pilgerliedei enthält:Jerusalem mirabilis, Urbs beatior aliis, Quam permanens optabilis Gaudentibus te angelis. Rudolf RögelsGott will eil* bildet den Eingang. Wir theilen daraus den ersten und letzten ®rrl mit:

Gott will es, daß wir schauen Zum Stern von Bethlehem, Gott will es, daß wir bauen Die Stadt Jerusalem. Gott will's! Laßt eure Grüße Zum Morgenlande gehn, BiS daß einst eure Füße In SalemS Thoren stehn.

Der Jahatt dieses fo zu sagen ^osficiellen" Lieder­büchleins für die Festfahrt bringt zunächst 20 Ehoräle, dann geistliche Lieder, Vaterla.dslteder und Volkslieder. Den Beginn macht alsReiselied4' der Choral: «Ju allen meinen Thaten Laß ich den Höchsten ratheu." In der Abtheilung Geistliche Lieder4' eröffnet das »In Gottes Namen fahren wir, Sein-r Gnade begehren wir4' die Reihe. Als erstes vaterlandslted ist »Deutschland, Deutschland über Allel" gewählt, all erstes der Volkslieder »An der Saale Hellem Strande." Den Beschluß macht das LiedWoblauf noch getrunken den funkelnden Wein!"

Zn bpelterinis Ballonfahrt schreibt Prof. Heim in der »N. Z. Ztg.": »AuS den Berichten von verschiedenen Orten ersteht man, rote sehr man fich über die Lage eines Ballons von solchen Größenverhältniflen ohne Meflung täuschen kann, viele meinten, er stünde senkrecht über Montreux und gehe gegen Lausanne. Andere glaubten von unten Wechsel In der Bewegungsrichtung, sogar Umkehr zu beobachten. Thatsächlich war der Gang des Ballons von Conthey bei Sitten weg dis zum Landungsplatz fast ganz genau gerad« liuig stetig gegen NW. gerichtet, während in der tieferen Luftschicht unter dem Nebelmeer Ostwind blies. Der genauere Weg ist bezeichnet durch folgende Punkte, über welche der Ballon senkrecht oben fuhr, wobei die in Riammern gesetzten Zahlen die Meerhöhe del Luftschiffes an den betreffenden Stellen bedeuten: Conthth 11 Uhr 20 (2500 Meter.), Derborence 11.39 (4100), Diableretl 11.41 (4500), Ormont 11.50 (4550), k/z Rilometer östlich Kocher de Nrye 12.03 (5200), Remausens bei Chatel St. Denil 12.22 (5400), Oran la Ville 12.44 (6300), 27, Rilometer westlich Yverdon 1.06 (4800), Les Verrißes 1.27 (6000), Mouthier, 27, Rilometer östlich Otnons (6000), Besatitzon 2.25 (4900), Fluß Clgnon bei Chambornay, Gray sur-Saüue 3.40 (6100). Die mitgenommenen Landkarten besagten von hier an 4.00 (5300), 4.07 (4300), dann rusches, absichtliches Sinken durch ventilziehen nm etwa 200 Meter in der Minute. Auf dem Boden 4 Uhr 30 beim Dorfe Riviöre gerade auf der Grenze der Departements Cöte d'Or und Haute-Marne. Die fast gradlinige gesamwte Bahn bei Luftschifferi mißt horizontal 232 Rilometer. Diese Strecke wurde in 340 Minuten durch« fahren, wovon aber 15 Minuten auf Bertikalaufstieg in ruhiger Lust bei Sitten und ebenso Abstieg bei Riviäre ent« lullen. Diese abgerechnet, ergiebt fich für die Buhn eine borizontulgeschwindigkett von etwu IP/, Metern in der Secuabe, toal einem guten Eisenbuhnzng entspricht.

* Deutsche Heilstätten in Davos, «ul Duval geht )er ,$ägl. Rundschuu" die Mittheilung zu, daß der dortige

altbewährte Uaterstützuagsverein, der i» Jahre 1897 Reichs deutschen mit 11,600 Fravcl die Beendigung ihrer Rur ermöglichte, durch den Rücktug der srunzöfisch.belgischen und englischen Gesellschaft am Ort seine Thätigkeit hat einstellen müffen. Die holländische und englische Kolonie, welche über eigene Heilstätten in Duvol zu Gunsten ihrer minder- bemittelten Landsleute bereits verfügen, find hierdurch weit weniger betroffen, als die numerisch stärkeren Deutschen. Dal (SomuS, dal fich vor einem Jahre die Errichtung einer deutschen Heilstätte für minderbemittelte Lungenkranke in DuvoS zur Aufgabe setzte, an dessen Spitze der kaiserlich deutsche Gesandte und der könig­lich bayerische Mtnisterrefibent In Bern stehen, versügt außer i über einen Buusonds von 140000 Mk über ein Lapital zur Gewährung von Freibetten von 100000 Mark. Zur Hinuussührung seiner Ausgabe fehlen heute noch 80000Mk. Au Alle, welche für deutsche Bestrebungen im Aullande und Werk- der Nächstenliebe ein Herz haben, richtet das Somitä die B tte um Unterstützung. Dal deutsche Vice-Consulat in i Davos nimmt Beiträge für die »Deutsche Heilstätte in Davos" I entgegen.

Eingesandt.

Gietzev, dm 12. October 1898.

ES dürste wohl nicht allgemein bekannt sein, daß Herr Cur sch - mann in diesem Jahre sein fünfzigjähriges BefcheerungS- Jubiläum fcteit und daß dasselbe mit der Feier seines achtzigsten Geburtstages am 8. Drcemder zulammensallen wird. Was Herr Eurschmann für die Bedürftigen unserer Stadt seit fünfzig Jahren gethan, wie er so viele Kinderherzen mit Hilfe wohlthättger Spender alljährlich reichlich mit Gaden beglücken konnte, weiß Jedermann. Möge sich diese Doppelfeter zu einer erhebenden gestalten! X.

Wissenschaft, Literatur nnd Annst.

Wie der Sohn bc6 verstorbcnm Th. Fontane mlttheilt, ist j er NamenS der Familie Fontane zu der Erklärung ermächtigt,bafe | wir die gute Absicht dieser Anregung die Briefe des verstorbenen i Dichters zu veröffentlichen zwar dankbar anerkennen, gegen ihre ! Vrrwtrkltchung jedoch Einspruch erheben müffen, well eS den wieder­holt und in bestimmtester Weise geäußerten Wünschen meines VaterS mtgegen wäre, wenn Niederschriften von ihm veröffentlich würden, die er nicht selbst zur Veröffentlichung bestimmt hat."

Universität- - Nachrichten.

Statistik der deutschen Universitäten. Pcofeffor Dr. F. Ascherson gibt der eben erscheinenden Ausgabe seines Untver- sitätbkalenderS eine tabellarische Ueberstcht bet, deren Zahlen manches Neue bieten. Man erhält zunächst ein Bild über die Glöße der Lehrkörper. Gegenwärtig besitzen die 21 deutschen Universitäten, ein­schließlich der Akademie Münster, eine Gesammtzahl von 2776 Lehrern (gegen 2661 zu Beginn detz vorigen Winterhalbjahrs). Auf Berlin kommen 402 (mehr 24); eS folgen Leipzig mit 220 (m. 8), München mit 187 (m. 5), Breslau mit 162 (m. 0), Bonn mit 122 (m. 10), Halle mit 149 (weniger 5), Heidelberg mit 148 (m. 5), Straßburg mit 131 (w. 6), Göllingen mit 127 (m. 3), Königsberg mit 116 (m. 0), Freiburg i. B. mit 115 Lehrer (m. 3). Die kleinsten Zahlen in Bezuc, auf die Docenten weilen auf: Münster 47 (m. 2), bann Rostock 52 (m. 4), Erlang'n 67 (w. 2), Gießen 76 (m. 2), Würz- bürg 85 (m. 2), GrerfSwald 92 (m. 1), Marburg 92 (w. 6), Jena 93 (w. 2), Tübingen 94 (w. 1) uub K«rl 103 (in. 4). Die Zahl der ordentlichen Pioftsioren an allen deutschen Untversiläten beläuft sich zur Zeit auf 1078, 5 weniger als im vorigen Semester (in Berlin 83 Ordinarien); außerordentliche Professoren gibt eS 591 (w. 4), in Berlin 80; Honorar-Professoren und lesende Akademiker zählen wir 92 (m. 17), in Berlin 17; ferner 801 Privatdocmten, Repete- len 11 (m. 43), in Berlin 184; endlich 148 (w 2) Spracb- und Exercttrenmeister; in Berlin 30. Wettere Tabellen geben dte Frequenz der Studirenden vom abgrschlosienen Sommerhalbjahr an. Die Gesammtzahl der tmmatrtkultrten Studenten an allen Univer­sitäten btl:uj 32 241 (m. 1311). B-rltn steht mit 4882 (m. 175) an der Spitze; München zählte 4028 (m. 157), Leipzig 3174 (m. 110), Bonn 1975 (m. 86), Halle 1604 (m. 70), Breslau 1587 (m. 53), Freiburg 1545 (m. 96), Heidelberg 1384 (m. 154), Tübingen 1377 (m. 88), Würzburg 1312 (w. 118, Göttingen 1216 (m. 93), Mar­burg 1115 (m. 73), Erlangen 1070 (w. 70), Straßburg 1040 (m. 24), GrerfSwald 864 (m. 30), Kiel 838 (m. 111), Jena 755 (m. 51), Königsberg 733 (m. 38) und Gießen ebenfalls 733 (m. 70), Münster 537 (m. 50), endlich Rostock 462 (w. 25). Zu der Gefammtzahl der Jmmalrrkultrten kommen noch im Ganzen 5446 Personen, die zum Hören der Vorlesungen berechtigt sind, in Berlin allein 4009. BemeikenSwerth sind die Angaben über die Pflege der einzelnen W'sienSgebtete, denen wir noch Verglrichszahlen vom Jahre zuvor beifügen; Evangelische Th:ologie Uudirten msgesamml 2682 (w. 116). Des größten BcsucheS erfreute sich die Hallenser theologische Facultät 433 (m. 14); es folgt Le.pztg mit 319 (w. 32), an dritter Stelle erst Berlin mit 315 (w. 49), Tübingen 309 (m. 53), Greifswald 249 (w. 7), Erlangen 235 (w. 59). Sn den 7 katholischen Fakultäten ftublrten 1571 (m. 43); obenan stehen hier Münster mit 308 (m. 8) und Bretzlau mit 302 (w. 5). Der Rechts' und Eameralwtsienschaft widmeten sich 9153 (m. 428). Bevorzugt für diese Fäch.r waren Berlin 1468 (m. HO), München 1288 (m. 33), Leipzig 991 (m. 27), dann Frctdura 531 (m. 64), Heidelberg 513 (m. 43), Bonn 501 (m. 28) und Tübingen 469 (w. 4). Dte Grsammtzahl der Medtctner und Pdarmazeuten stellt sich auf 8633 (w. 49). Hier hat München denRecord" mit 1416 (w. 56), Bersin zählte nur 1090 (w. 32); es folgen Würzburg mit 680 (w. 97), Leipzig mit 630 (w. 74), Freiburg 522 (m. 11), Kiel mit 428 rc. AnPhilosophen" Philo­logen, Mathematikern rc. waren tnsgesamml 10,202 (m. 995) vor­handen. Hier hat Berlin mit 2009 (m. 148) weitaus den Vorrang; Leipzig zählte 1234 (m. 189), München 1169 (m. 158), Bonn 770 (m. 5), Halle 554 (m. 14), Heidelberg 541 (m. 74), Göttingen 500, BreSlau 424 rc. Die Tabellen aus Oesterreich-Ungarn und der Schweiz, die Profesior Asche, son gibt, haben leider manche Lücken. Die Unlverfi'äl Wien hat 404 Lehrer und wurde im letzten Sommer von 4425 rmmatrikulirten Studenten besucht.

Berlin. An der Rectoren-Eonferenz, die vom 6. bis 10. ds. unter dem Vorsitz deS Ministers Bosie in Berlin tagte, nahmen die Rectoren aller preußischen Hochschulen lheil. Unter Anderm kamen der Nationalzeilung zufolge zur Besprechung die Frage des FrauenstudiumS, die Veranstaliung volkSthümlicher Hoch- schulcurfe und die ^ulastung der Abiturienten von Realgymnasien zum medicinischen Studium.

Tie Melduna, daß der Wtrkl. Geh. Rath Prof. v. ESmarch am 7. ds. MtS. sein öOjährigeS Doctorjublläum begangen, ist dahin richtig zu stellen, daß v. Esmarch am 7. October 1849 promovirt bat und das diesbezügliche Jubiläum daher erst Im nächsten Jahre feiern kann.

Würzburg. Die medic'ntlche Facultät hat beschlosien, im kommenden Winter Semester die Mediciner noch vor der Approbation zum Toclor Examen zuzulossm. Nach Ostern können nur noch approdirle Serz'e promovtren.

Leipzig. Der Proicflor der Phllosophie, ve. v. Schub ert- Soldern, ist au8 dem Lehrkörpn der hiesigen Untoerfiiät auSge- schieden.

Kairo. Der Profesior der Chemie und Ttrector des chemischen Laboratoriums der hiesigen medicinischen und vharma- |

zeulifchen Hochschule, Dr. Karl Kippenberger, der vor seiner im Jahre 1896 erfolgten Berufung biet her Privatdocent in Jena war, hat zum 1. October seine Entlastung aut dem ägyptischen Staats- dtenst genommen und wird nach Teutschland zurückkehren.__________

Wöchentlich, Ueberficht der Todesfälle in Gießen.

41- Woche. Born 2. October bis 8. October 1898 (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 100 (tncl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 28,05, nach Abzug der Ortsfremden 17.26«/,, ES starben an: Zusammen: Erwachsene: hn Ä *1 6 r rDOm

1. Lebensjahr:

2.-15. Jahr:

BoSart. Neubildung

2 (2)

2 (2)

Lungenschwindsucht

2 (1)

2 (1)

_

Lungencatanh

1

1

Atrophie

1 (1)

1 (1)

Diarrhöe

3

2

1

Malern

1

_

1

Bruchlciden

1 (1)

1 (1)

Gallenstitnen

1

1

_

_

Verunglückung

1

1

Summa: 13 (5)

7 (4)

3 (1)

3

An». Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenben Krankheit auf von aulolrtl nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Verkehr, Land- unb volkswirthschaft.

Gießen, 12. Oct ober. Der gestrige Kuhmarkt halte einen Austrieb von 800 bi» 900 Stück Vieh, darunter 200 di« 250 Stück Kälber. Trotz deS RegenwelterS war der Handel belebt, da besonders die Käufer vom Main und von der Sieg stark vertreten waren. Vorhanden war meistens Vieh besstfcher Landrasse. Die Preise waren für Milchkühe nicht übermäßig hoch. Gehandelt wurden Kühe, frischmelkend und tragend, beste Waare am Markt mtt 400 btS 500 Mk., zweite Sorte 300 bi« 350 Mk. pro Stück, «bmelkkübe waren wenig aufgetrieben. Der Handel in Kälbern machte sich ebenfalls gut; hiesige Metzger kauften lebbaff, schwer Waare wurde mit 68 bis 60 Mk., mittlere Sßaare mit 53 bi« 56 Mk. pro Gentner Schlachtgewicht gehandelt. Der spätere Anfang de« Markte« hat allgemein den Beifall der Marktbesucher gefunden.

Neueste Hadwicbtcn.

Depeschen bei Bureau .Herold".

Berlin 12. October. Aus Paris »clbit dal ,R(. 3ourn/: Im gestrigen Ministerraihe sicherte der Rrtegl- Minister Ehanoine auf das Drängen Brissons den baldigen Abschluß der Untersuchung gegen Picqaart zu.

Riel, 12. October. Die Marlne-Berwaltung hat die dauernde Lommandlrung eine« See Offiziers als Marine- Attache bei der deutschen Botschaft in New Arrk In Ausficht genommen.

Lembtrg, 12. October. Die Regierung hat In zehn von 83 politischen Bezirken den Ausnahmezustand auf­gehoben.

Arad, 12. October. Die L q sidation der in verlegen- heiten gerathenen bürgerlichen Sparkasse ist ohne In­solvenz gefichert.

Venedig, 12. October. Es find hier eingetroffen die italienischen Mtntster Pelloux und Eanevaro, sowie der deutsche Botschafter in Rom, Freiherr von Saurma- Jeltsch.

Paris, 12. October. Seitens der Militärbehörde wurde erklärt, kein bestehendes Gesetz könnte fie zwingen, den Verkehr Picq^artS mit seinem vertheidiger zu gestatten, da man aber nunmehr nach 20:ägiger Abschlteßung Picquarts an ihre Humanität appellirt habe, werde Labori innerhalb gewiffer Grenzen mit seine« Clienten verkehren dürfen.

Paris, 12. October. Einige hundert ausständige Arbeiter versuchten gestern Abend eine Anzahl Arbeitende zum Ausstande zu zwingen, wurden jedoch von Truppen zerstreut. Acht Ausständige wurden tn Folge von aus- gestoßenen Drohungen verhaftet. Da« Schwurgericht verurtheiite gestern mehrere Ausständige wegen ausgestoßeneu Drohungen gegen die Polizei zu Gefängnißstrafen von 14 Tagen biS zu eine« Monat.

Paris, 12. October. Der Correspondent der Berliner tzRreuz Zeitung", Jago, wurde aus Frankreich aus gewiesen, well er alarmlrende Berichte aus Paris nach Berlin gesandt hat. Der deutsche Botschafter lehnte jede Intervention ab.

Ostende, 12. October. Der Muaicipalroth von Ostende hat beantragt, dte Privat - Sp t elclubS mit 600 000 FrcS. tu besteuern. Jeder Spielclub muß außerdem noch 100.000 Francs Specialstenern zahlen.

Madrid, 12. October. Wie aus Paris gemeldet w'rd, forderten dte Amerikaner die vollständige Annexion der Philippinen. Sie übernehmen die Schulden dieser Insel, weigern fich aber, dte cubanische Schuld von 2721 Millionen zu Übernehmen. In hiesigen politischen Rreifcn glaubt man, daß die Unterhandlungen des Friedens AuSschuffes vorläufig abgebrochen seien.

Ranea, 12 October. Neuerdings wurden hier acht- nnddreißtg Haupt-Rädelsführer durch d e internationale Polizei vorsichtshilter verhaftet.

New-York, 12. Occober. Der Aufstand d er Indianer ist noch nicht beendet. Dieselben nehmen wieder eine drohen­dere Haltung an, sodaß weitere amerikanische Berstärkangs- truppen unbedingt erforderlich sind.

San Francisco, 12. October. 45000 Soldaten find nach den Philippinen eingeschifst worden. Diese Zahl soll alS boue/nbe Besatzung aus den Philipp neu verbleiben.

t Sorgsame Mütter! L Ax bei fttnbern, besonders im zartesten Säuglingsalter, sollte eine Hauptaufgabe jeder Mutter fein, denn hiervon hängt tn vielen Fällen das Gedeihen und die Gesundheit unserer lieben Kleinen ab. Von größter Wichtigkeit ist es, eine milde, reizlose Seife anzuwenden, welche die Thätigkeit der Haut förbert, sie geschmeidig macht, vor Wundsein und Aufspringen schützt, überhaupt in vielen Fällen Hautleiden verhütet und beseitrgt. Ta nun hervorragende Aerzte die ^Patent-Myrrholin-Seise als die beste Kinderseife erklären, dieselbe auch auf der Ausstellung von Er- zeugnisien für Kinderpflege rc. in München-Nymphenburg die höchste Auszeichnung, die .goldene Medaille", erhielt, so liegt es im Interesse einer jeden Mutter, nur diese Seife für den täglichen Gebrauch zu nehmen. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich. 10126