würdigeres Aussehen zu erlangen glauben, gelangen zu ihren Posten meist durch Protection und sind oft genau ebenso unwissend, als der einfachste Lastträger, dabei aber von dem Gefühl ihrer Würde in einer Weise durchdrungen, die sie oft ganz unbeschreiblich komisch erscheinen läßt. Dem Europäer gegenüber glauben sie schon als Söhne des himmlischen Reiches und noch mehr als Beamte auf einer viel höheren Stufe zu stehen und suchen dies überall da geltend zu machen, wo man ihnen nicht gleich von vornherein mit Energie entgegentritt oder sie an ihrer verwundbarsten Stelle, bei der Bestechlichkeit, anfaßt. Natürlich gibt es auch Ausnahmen; ich habe auch sehr nette und verhältnißmäßig gebildete chinesische Beamte kennen gelernt, aber sie sind eben nur Ausnahmen.
Mit den wohlhabenderen chinesischen Kaufleuten läßt sich recht angenehm verkehren. Sie leben besonders da, wo sie sich in europäischen Colonien angesiedelt haben und nicht befürchten müssen, die Habsucht der Beamten zu reizen, auf ziemlich großem Fuße, halten sich gute Pferde, statten ihre Wohnungen hübsch aus und führen eine gute Tafel, wenigstens nach ihren Begriffen. Dem Europäer wollen ihre Delicatessen, Hundebraten, Rattenbraten, gebackene Regenwürmer, Eier, die so lange in die Erde gegraben werden, bis sie halbfaul sind, Haifischflossen und dergleichen nicht recht schmecken. Rur die Schwalbennester, die größtentheils aus einer gallertartigen Speichelabsonderung der Salangane bestehen, haben europäische Feinschmecker von ihnen angenommen; ich für meine Person gestehe offen, daß ich mit meinem plattdeutschen Gaumen einer Spickgans oder einem geräucherten Aal bei Weitem den Vorzug vor dieser Delicatesse gebe. Dagegen habe ich den Weinen, welche sie aus Europa beziehen und unter denen der Champagner eine Hauptrolle spielt, stets volle Gerechtigkeit widerfahren lassen.
Die große Masse des Volkes ist den Europäern nicht gerade abhold, wenn sie nicht, was leider nur zu oft vorkommt, durch fanatische Priester der Confutse, des Begründers der chinesischen Religion, gegen dieselben aufgehetzt wird. Dann allerdings geräth der chinesische Pöbel in einen wahren Taumel und ist schwer zu bändigen, selbst wenn die Beamten Lust haben, seinen Ausschreitungen Einhalt zu thun, was durchaus nicht immer der Fall ist. Nachgewiesenermaßen haben sie Emeuten gegen die Europäer nicht selten dazu benutzt, sich an dem diesen geraubten Gut zu bereichern und die Schuldigen erst bestraft, als für sie nichts mehr zu holen war. Ihre Justizpflege ist eine barbarisch grausame. Schon bei der Untersuchung spielt die Tortur eine große Rolle, und die Strafen auch für geringe Vergehen sind oft sehr schwer: Jahrelange Hast in gräßlich schmutzigen und übelriechenden Kerkerlöchern, unter schwerer Kerkerlast, häufig auch der Tod durch Henkershand, meist durch Abhauen des Kopfes mit einem schweren Säbel vollstreckt. Bei Civilprocessen gewinnt fast ausnahmslos Derjenige, der die größte Bestechungssumme aufwendet.
Ganz außerordentlich entwickelt sind bei dem Chinesen der niederen Stände die Eigenschaften des Fleißes, der Geduld und der Genügsamkeit. Der Arbeitstag des Chinesen ist oft zwölf- bis vierzehnstündig, ohne daß er im Mindesten darüber klagt, wenn er auf solche Weise eben nur seinen bescheidenen Lebensunterhalt gewinnt. Um eine gute Lackarbeit herzustellen, überstreicht er denselben Gegenstand bisweilen zwanzigmal mit einer dünnen Lacklösung auf das Sorgfältigste. Mit einer Handvoll Reis oder einem Stückchen Fisch oder Fleisch, das kaum den dritten Theil einer Mahlzeit unserer Arbeiter bilden würde, kommt er vollkommen aus und leistet dabet schwere Arbeit, wie besonders das Tragen von Lasten auf Bambusstäben oder das Fahren derselben auf schweren Schubkarren.
Geradezu musterhaft ist seine Pietät gegen seine Eltern. Nach der Lehre des Consutse schreiten die Seelen der Verstorbenen dadurch in der Vervollkommnung fort, daß ihre Hinterbliebenen für sie beten und gute Werke thun. Dies geschieht denn auch im reichsten Maße. Aber nicht allein für die Seelen der Verstorbenen findet solche Fürsorge statt, sondern auch den noch lebenden Eltern wird sie im reichsten Maße gewidmet, am meisten von den Frauen. Junge Mädchen bleiben oft unvermählt, um ihre Eltern oder die ihres Verlobten, wenn dieser vor Eingehung der Ehe gestorben ist, bis zu deren Tode zu pflegen. Sie stehen dann in hoher Achtung, und nicht selten werden ihnen Denkmäler gesetzt, während das Weib im Allgemeinen sich in China keiner besonderen Werthschätzung erfreut, und die Geburt eines Mädchens nahezu als ein häusliches Unglück angesehen wird, während bei der eines Knaben so große Feierlichkeiten stattfinden, als es der Geldbeutel des glücklichen Vaters erlaubt.
(Schluß folgt.)
London, 10. September. „Daily Mail" meldet aus Peking, daß die Nachricht der „China Gazetta", wonach eine der Bank von Hongkong gemachte Coucefsiou zur Erbauung einer Eisenbahn nach Shantnng erweitert worden sei, al» unbegründet. Dasselbe Blatt versichert, daß der Bau einer anderen Eisenbahn einer amerikanischen Ftnauz- ßnippe übertragen wurde.
London, 10 September. Der sudanesische Correspondent der „Times" meldet, daß alle Truppen, die an der Einnahme von Omdurman theilgenommeu haben, sich auf dem Rückwege befinden.
London, 10. September. „Daily Mail" meldet au» Athen, dort seien zahlreiche Flüchtlinge aus Kandta eingetroffen. Dieselben beschuldigen die Muselmanen der größten Schandthaten. Es seien im Ganzen 600 Christen umgekommen. Die Zahl der getödteten Soldaten betrage 80, darunter befinde sich ein Offizier- zwei Offiziere seien der- wandet. Die Admirale handeln nur auf Befehl ihrer Regierung.
— ES besteht heute kein Zweifel mehr darüber, daß man Esterhazy hat entwischen lassen. Schon am
Donnerstag hatte sich ein Reporter de» „Siscle" durch ein nicht eben saubere» Mittel, da» freilich da» für sich hatte, daß e» bet einem Esterhazy sicheren Erfolg versprach, die Gewißheit verschafft, daß er nicht mehr in Pari» weilte. Der Mann verkleidete sich al» Geldbrtefträger und überbrachte Esterhazy einen Werthbrief, der auf 2500 Franc» lautete. Marguerite Payr sagte dem Geldbrtefträger, der die persönliche Unterschrift Esterhazys forderte, er solle am Abend wiederkommen. Als der Reporter wiederkam, sand er Niemanden in der Wohnung vor. Ware Esterhazy in Parts, so schließt er mtt Recht, so hätte er sich sicher die 2500 Franc» nicht entgehen lassen, vielleicht wird die nächste Ueberraschuug, wenn man in dieser Sache noch von Ueber- raschuogeu reden kann, die Nachricht sein, daß auch du Paty de Clam, der Vetter Cavaignac», nicht mehr zu finden ist. Obwohl so stets neue Thatsachen eiutreteu, die die Revision de» Dreyfus-Proceffe» unabwendbar machen, läßt der neue KrtegSmtnister, General Zurlindeu, verkünden, daß er seine Entscheidung, ob er da» RevifionSgesuch befürworten könne oder nicht, bi» nach den Manövern, zu denen er den Präsidenten der Republik begleiten müsse, verschiebe. Der Präsident der Republik reist am 12. September, Abend» 10 Uhr, zu den Manövern ab und kehlt am 16. September Abend» nach Paris zurück. Bermuthlich wird General Zurltuden daun als Ersatz der für die Prüfung verlorenen Manövertage eine neue Frist fordern.
— Die Geschworenen im ersten Zola-Proeeß. Die „Anrore" hält, wie man der „N. Fr. Pr." mittheilt, Umfrage bei den Geschworenen des ersten Zola ProceffeS, um Auskunft zu erhalten, ob sie Zola auch heute nach der Entdeckung der Fälschung Henry» verurtheileu würden. Der Obmann Dutreuz antwortete, daß, wenn sie die Fälschung gekannt hätten. Alle» ander» gewesen wäre. Aehnltch äußern sich auch die anderen Geschworenen. Bemerken»werth ist, daß alle Geschworenen die Behauptung Pellteux' bestreiten, ein Geschworener habe während de» Processe» an ihn ge> schriebe« und Beweise für die Schuld de» Dreyfu» verlangt. Der Brief, von welchem Pellieux sprach und welcher unterfertigt war: „Ein Geschworener", war offenbar wieder eine Fälschung. Durch dieselbe hat Pellieux sich bestimmen lassen, ein geheimes gefälschtes Documeut zu verlesen.
— Daß die Kundgebung de» Zaren keinerlei Abrüstung bezweckt, findet jetzt wenigstens mittelbare Bestätigung in zwei militärischen Erlassen desselben, in denen Nikolaus II. seine besondere Anerkennung für das auf dem Gebiete der Rüstungen Geleistete k-ndgibt. Anläßlich des Besuche» de» Kaisers in Sebastopol ist ein Tagesbefehl ergangen, in welchem es heißt: „Seine Majestät hat alle Truppenthetle, über welche Se. Majestät dort Schau abhtelt, in glänzendem Zustande und glänzender Ordnung befunden, war vollkommen zufrieden mit der Ausrüstung der Sebastopoler Festung, sowie dem vorzüglichen Zustande der geschichtlichen Denkmäler der ruhmvollen Bertheidtgung Sebastopol» und spricht dem Befehlshaber der Truppen de» Odessaer Militär-Bezirk-, Grafen Masiin Puschkin, seinen allerhöchsten Dank au». Ein kaiserlicher Erlaß au den General-Admiral Großfürsten Alexis vom 6. d. Mt». erinnert ferner daran, wie vor zwölf Jahren Kaiser Alexander III. mtt dem jetzigen Zaren in Sebaftopyl und Nikolajew frc^otg die Wiedergeburt der Schwarz Meer- Flotte begrüßt habe und kaüpft an die jetzt erfolgte Besichtigung dieser neuen Flotte und der Marine Anlagen folgende Bemerkung: „Ich fand Alles in vorzüglicher Ordnung und in vollkommenster Bereitschaft. Ich freue mich der erzielten Erfolge, denn in der starken Flotte, welche gegenwärtig bet Sebastopol versammelt ist, erblicke ich ein solides Unterpfand für die fernere ruhige und friedliche Entwicklung des gesammten Süden» Rußlands." Ungeachtet dieser Betonung der FrtedenSaufgabe der Flotte dürfte der Erlaß, ähnlich wie der Tagesbefehl an die Landtruppeo, etwas dämpfend auf die allzu begeisterten Erwartungen brtrcff» der sogenannten AbrüstungSconferenz etnwtrken. Suttuer'sche Gedanken sprechen jedenfalls nickt daraus.
Cocaies uttö provinzielles.
Gießen, 12. September 1898.
• • Ernennung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allerguädigst geruht, am 10. September den Hauptsteueramt-controleur bei dem Hauptsteueramte Gießen Georg Balzer zum HauptsteueramtSrendauteu bet dem Hauptsteueramte Worm» zu ernennen.
• * Das Gießener Volllbad. Wir hatten gestern Gelegeu- hett, da» seiner Vollendung entgegengehende hiesige Volk»- bad eingehend zu besichtigen und müssen gestehen, daß unsere Erwartungen in Bezug auf dasselbe nicht nur voll erfüllt, sondern bei Weitem übertroffen worden find. Die äußerst sinnreiche und praktische Anlage, sowie die durchweg gediegene Ausführung müssen jede» Fachmannes wie der Laien Beifall und Anerkennung finden. Eingehende Schilderungen de» ganzen verdienstvollen Baues hoffen wir demnächst von berufener Feder bringen zu können, für heute beschränken wir uns darauf, die Leser unsere» Blatte» auf die am 17. d. M., Nachmittag» 3 Uhr stattfindende Eröffnung des Bade» aufmerksam zu machen. Die Stunden, in welchen eine Besichtigung de»selben erfolgen kann, werden von dem Vorstand seinerzeit bekannt gegeben werden.
• ♦0. Unseren mufikliebeudeu Mitbürgern wird von Interesse fein, zu erfahren, daß der Bauer'sche Gesangverein, unter Leitung seines vortrefflichen Dirigenten Herrn Paul Polster, gestern Nachmittag und Abend in dem von der Curverwaltung auf der Terrasse von Bad Nauheim veranstalteten Doppelconcert mit ganz außerordentlichem Erfolge thätig gewesen ist. An dem Programm war der Verein mit neun Nummern betheiligt, denen auf stürmisches Verlangen noch zwei Einlagen zugegeben werden wußten. Sämmtliche Stücke wurden von dem überaus zahlreichen Publikum mtt rauschendem Beifall ausgenommen und durch wiederholte Hervorrufe de» Dirigenten belohnt. Da» Programm begann
mit Dürrner'» „Sturmbeschwöruug" und endete mit dem „Morgenlied" von Rietz. Schon durch diese Wahl bekundete der Dirigent sein Vertrauen auf da» nicht gewöhnliche Können seine» Verein» und dies Vertrauen ist auf da» Glänzendste gerechtfertigt worden. Zunächst fiel Allen, die den Verein zum ersten Male hörten, sein Reichthum an ausgeglichenen, wohlklingenden Stimmen in allen Lagen auf, die mit immer gleicher Frische auSdauerteu von der ersten bi» zur lrtzten Note. Musterhaft war der Ansatz und die Aussprache, tadellos die Einsätze und der Wechsel von forte und piano, namentlich gelang den Tenoristen daS gehauchte pianissimo ganz vorzüglich- überall war der Schwung und die Sicherheit zu erkennen, die nur durch strammste Schulung uud fleißigste» Studium erzielt werden. Unter der Hörerschaft waren verschiedene Gießener, die mit Freude und Stolz den Erfolg ihrer strebsamen Mitbürger begleiteten.
* ♦ Radfahrsport. Unter sehr starker Betheiligung der Bezirk-Vereine fand gestern in Biedeukopf da» diesjährige Herbstfest des Nordbezirk» des Gaues 9 de» Deutschen Radfahrer-Bunde» statt. An der damit verbundenen Vereins-Dauerfahrt nahm auch der „Gießener Radfahrer-Vereiu 1885" Theil, indem er Nachts um 8 Uhr mit 20 Mann unsere Stadt verließ uud auf Umwegen über Herborn, Dillenburg, Eibelshausen um 8 Uhr früh das Ziel Biedenkopf, ca. 83 Kilometer, geschloffen pasfirte. Bei der Abend» stattfindenden PreiSvertheilung wurde demselben in der Gruppe dcr größten Vereine de» Bezirks der erste Preis, ein stibervergoldeter Pokal, Ehrenpreis der Damen Biedenkopf», und eine Ehrenurkunde zuerkannt. Bei dem am Nachmittag veranstalteten PreiScorso errang derselbe Verein tu gleicher Gruppe ebenfalls den ersten Preis, ein fllberbefchla- genes Trtnkhoru mit Unterständer. Beide Preise find in dem Schaufenster des Herrn Kürschner Kretzschmar, Marktplatz 22, ausgestellt. All Heil!
• * Jubiläum. Am Samstag Abend vereinigte sich eine stattliche Anzahl Freunde und BerufSgenossen des Locomotiv- führer» Herrn Chr. K. Seth im Restaurant Sauer, Neustadt, um dessen am 1. September stattgehabtrS 25jährige» Dienst-Jubiläum festlich zu begehen. Die tu mehreren schwungvollen Toasten hervorgehobeneu Verdienste de» Jubilars in Freunde»- sowohl al» wie in Collegenkreiseu zeigten so recht die Beliebtheit, deren er sich allseitig zu erfreuen hat.
* • Vorsicht! Mau schreibt un»: Bet dem am Freitag Nachmittag 3 Uhr 11 Mtn. hier eiutreffeuden L o c a l zu g von Fron- Hausen flog kurz vor der Einfahrt in hiesigen Bahnhof au einem Waggon mtt Einzelcoupös beim Pasfiren einer Weiche au einem mir drei Personen besetzten Coups eine jedenfalls nicht vorschriftsmäßig geschlossene Thüre auf. Der betr. Schaffner, welcher beim Halten des Zuges auf da» Geschehene aufmerksam gemacht wurde, schien die» für bedeutungslos zu halten, da er nur gemüthltch erwiderte: „So!" Ganz ander» dürfte hierüber jedoch das Publikum deukeu. Bekanntlich stellen sich Kinder mit Vorliebe trotz aller Ermahnungen an die Coups- thüren, und wie leicht können durch Ausstiegen nicht vorschriftsmäßig geschloffrner Thüren Menschenleben zu Schaden kommen. Daß die» bei dem geschilderten Borkowmntß nicht zu beklagen war, ist nur einem glücklichen Zufall zuzuschretbeu.
* ♦ Verhaftet. Am vorigen Sam»tag Abend wurde ein verheiratherer Arbeiter von hier wegen Verbrechens gegen § 177 bezw. § 43 des Reichsstrafgesetzes verhaftet.
• • Für Kaufleute und Gewerbetreibende dürfte die neue gesetzliche Bestimmung von Jntereffe sein, wonach mit dem 1. Januar 1900 ab jeder Geschäftsmann in feinem Firmenschild außer dem Familiennamen mindestens einen Vornamen bekannt geben muß und zwar ohne Abkürzung - stad mehrere Geschäftsinhaber an einer Firma betheiligt, so müssen wenigstens die Namen von zweien angegeben werden.
* * Wetterbericht. Die Depression im Nordwesten hat stch vertieft und haben über den britischen Inseln und an der norwegischen Küste die Winde aufgefrischt. Die Furche, welche sich gestern von dieser Depression über Irland zur Biscayasee zog, verläuft heute über Frankreich, während an der französischen Westküste das Barometer bereits wieder steigt. In Central-Europa ist das Wetter anhaltend heiter und sehr warm. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch heiter und warm.
n. Vom Laude, 11. September. Oester» füllen wieder Berichte über verheerende Feuersbrünste, die in den verschiedensten Gegenden wütheteu uud so manche köstliche Habe uud so manche» stattliche Befitzthum tu etien Trümmerhaufen verwandelten, die Spalten der Blätter. Wohl die größte Zahl der Brände wird durch kleine Linder verursacht. Der angeborene Nachahmungstrieb des Kindes veranlaßt e», Handlungen und Thätigkeiteu Erwachsener im Spiele selbst- thätig au-zuführen, ohne Bedenken, ob es durch sein Thun Nutzen ober Schaden stiftet. Daß sein Spiel der Anfang unsäglichen Unglücks und Elends werden kann, dazu fehlt ihm noch jede Ueberlegung. ES giebt wohl keine Familie und keine Schule, in der man nicht die Kinder und Schüler ermahnt und warnt, ja nicht mit Zündhölzchen und feuergesähr- licheu Gegenständen zu spielen, ja man verwahrt diese an einem möglichst sicheren Orte- aber ein» läßt man außer Betracht: darauf hinzuweisen, soll der Zweck dieser Seilen sein. Am Feldraine steht eine dichte Dornhecke, auf dem Acker liegen Unkräuter, Disteln u. s. w., in der Wiese wurden beim Reinigen derselben allerlei brennbarer Uarath aufgehäust. Der kürzeste Weg, diese kleinen Hebel zu beseitigen, ist da» Verbrennen. Kommt erst die Zeit der Kartoffelernte, daun erfreuen sich Jung und Alt an dem flackernden Feuer und dem qualmenden Rauche, den die aufgeschichteten dürren Kartoffelstauden liefern. Vom Dorfe au» sehen die Kinder die Feuerchen. WaS sie in der Ferne sehen, da» möchten sie gerne in der Nähe haben. Jetzt machen wir un» auch ein Feuerchen, erschallt e» au» dem Munde der Spielenden. Schnell werden Stroh, Reiser und Streichhölzer herbeigeschafft, und wenn nicht der Zufall durch da» Eingreifen Erwachsener den Anschlag verhindert oder da» Feuerchen erstickt, dann ist
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