den Socialt»muß als strafbar und llaatSgefährlich kennzeich- nete, zu der Ansicht verleitet worden, daß die Socialdemo, kratie „Ansichtssache" sei, also eine Frage, deren Anhänger durch Gründe überzeugt und bekehrt werden könnten, kurz, eine Partei, mit der sich durch Vernunft und friedliche» Wort auf der Grundlage herrschender gesellschaftlicher Anschauungen verhandeln laffe. Jetzt sieht man allmählich ein, daß dies nicht der Fall ist, sondern daß der Kampf mit der Social- demokratie einzig und allein eine Machtfrage darstellt .... Deshalb muß die Regierung thalkräftig vorangeheo, rück- fichtSlo» und mit kräftiger Faust da eingreifen, wo da» Wohl des Staates es erheischt. Nicht mit geheimen Erlassen, sondern offen und bestimmt, damit Jeder weiß, woran er ist. — Die „Verl. N. N." schreiben zu den Vorgängen in Ham- borg: Die Solidarität der Hamburger Arbeitgeber gegen immer neue Herausforderungen und stärkeren Zusammenschluß der unter soctaldemokratischer Leitung stehenden Arbeiter ist kräftig zu begrüßen und findet hoffentlich weitere Nachahmung. ES gilt den Kampf, ob die Unternehmer die Herren im Hause bleiben sollen, oder der Willkür nicht nur der Arbeiter, sondern politischer Hetzer und Umstürzler verfallen, es gilt schließlich der Existenz des deutschen Gewerbes und Sürgerthum». Jedenfalls thuo die Hamburger Arbeitgeber sehr recht, wenn fie sich nach jeder Richtung rüsten.
Weißenfels, 11. Juli. Der Delegirtentag de» deutschen Kriegerbunde» wählte zum nächsten Der- sammluugSort Osnabrück. Die Tagungen werden künftig alle zwei Jahre stattfillden. An den Kaiser wurde ein HuldiguogStelegramm geschickt. Den Verhandlungen wohnte der Oberpräfident v. Bötticher bei.
Spezia, 11. Juli. Drei italienische Kriegsschiffe haben Befehl erhalten, nach Spanien abzugeben.
Pari», 11. Juli. Der amerikanische Dampfer „Delaware" gerieth vor dem Hafen vor Philadelphia in Braud. Der Capitän Ingram bildete eine doppelte Kette der Matrosen, ließ die Boote herab und sämmtliche Pafla- giere, Frauen und Kinder zuerst, wurden gerettet. Der Capitän mir dem Revolver in der Hand hielt die DiSciplin so gut aufrecht, daß Niemand auch nur naß wurde. Zwanzig Miauten darauf flog daS Schiff, welches Munition für die ÄußeufortS an Bord hatte, in die Luft.
Pari», 11. Juli. JauröS erklärte in einer Unter- redung, er bedauere, daß die Socialdemokraten in der Kammer nicht den Muth hätten, anzugeben, daß ein Thril der öffentlichen Meinung für Dreyfu» eintrete. Die Erklärung de» KriegSmintsterS fei ein indtrecte» Plaidohrr für die Proceß- reform.
Madrid, 11. Juli. Die Regierung giebt allmählich die verzweifelte Lage Santiagos zu. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß sie jetzt trotz aller Ableugnungen mit allen Kräften auf den Frieden hinarbeitet. UebrtgeuS wird fie hierin von Silvela. dem Führer der Neu-Coufervativen energisch unterstützt. Nur fragt es sich, ob fie auch geschickt genug sein wird, diese Lösung und die zweifellos damit verbundenen Opfer dem Lande annehmbar zu machen.
Cocafcs und provinzieller.
Schotten, 11. Juli. Am gestrigen Sonntag hatte unsere Stadt sowohl als der Hoherodskopf und da» Lehrerheim zahlreichen Besuch au» der Wetterau. Der Gesangverein „Ltederkranz"-Friedberg machte einen Ausflug mit Damen nach dem Lehrerheim,- die „Cafinogesellschaft" von Reichelsheim suchte den Hoherodskopf auf und kehrte ebenfalls auf dem Rückwege im Lehrerheim ein. Die Gesommt- heit mag über 200 betragen haben. Leider war da» Wetter Vormittag» trübe, Nachmittag» regnerisch.
Laubach, 5. Juli. Die am gestrigen Tage hier ein- getroffene Frankfurter Feriencolonte war diesmal zum ersten Male in der Lage, zur Verkürzung ihrer Reise die Eiienbahnstrecke Friedberg-Hungen benutzen zu köanen. Da hierdurch eine wesentliche Verbilligung der Reise eingetreten, so steht zu hoffen, daß künftighin, wie tu früheren Jahren, eine Doppelcolonie hierher verlegt wird. — Auf dem fünf Minuten entfernten Ramsberg, an den sich die schönsten Waldungen anschließen, find die städtischen Anlagen wesentlich erweitert worden,- da» hier stehende Au»ficht»hauS sowie auf umliegenden AuSficht»puukten stehende Ruhebänke haben durch den hiesigen Zwetgveretn de» „V. H. C." eine Wiederherstellung erfahren.
t Wallernhaufe« bet Nidda, 11. Juli. Gestern beging der hrefige Krtegerveretn da» Fahnenwethfrst und hielt gleichzeitig der Bezirk-verein Nidda feinen diesjährigen Be- ztrkStag dahier ab, womit unsere Gemeinde noch da» Kirchweihfest verband. Die äußerst geschmackvolle Fahne unsere» Kriegerveretus ist in dem Geschäft de» Herrn Schultze zu Gießen hergestellt worden.
t Rabertshausen, 11. Juli. Auf entsetzliche Weise kam unser Mitbürger Konrad Heinrich Koch gestern um» Leben. Derselbe war in seiner Scheuer mit Heruuterbesördern von Viehfutter auf dem Gerüst beschäftigt, wobei er jedenfalls infolge eines Fehltrittes auf den Teunenbodeu stürzte, denn daselbst fanden ihn seine Angehörigen bewußtlos mit tödt- licher Verletzung vor, der da» Familienhaupt auch bald erlag.
• Berlin, 10. Juli. In einer Villa in der Brückenallee wohnt bet dem Kaufmann S. deffen fett Kurzem erblindeter Schwiegervater, ein Rentner B. Letzterer, ein besonderer Gönner der Drehorgelspieler, erhielt von S. regelmäßig Rollen mit Zehnpfeuutgstücken, um diese den „Hosmufikanten" zuwerfen zu können. Mittwoch Nachmittag nun kam ein Drehorgelspieler zu Herrn S. tn die Wohnung mit der Erklärung, daß mau ihm wohl trrthümlich ein Zehnmarkstück zugeworfen habe. E» stellte sich darauf heran», daß Herr B. statt der Rolle mit Nickelmünzen eine solche mit Zehnmark.
stücken erhalten und von diesen bereits drei Exemplare Armen geopfert hatte. Herr S. erkundigte sich nach den Verhält- ntffen de» Drehorgelspieler» und erfuhr, daß dieser, ein ehemaliger Kaufmann, infolge einer Lähmung seiner rechten Hand seine Stellung verloren hatte. Der ehrliche Drehorgelspieler durfte zur Belohnung das Zehnmarkstück behalten und erhielt eine Anstellung im Geschäft de» Herrn S.
» Rüderheim, 7. Juli. Die gestrige öffentliche Versammlung in Angelegenheit der Nationalfestspiele, die Abends 71/, Uhr begann, war sehr zahlreich besucht. Der Vorsitzende des Reichsautzschuffes, v. Schenckendorff, hielt seinen U/4 stündigen Vortrag über den „Zweck und die Ziele der Nationalsefte", der sehr beifällig ausgenommen wurde. Redner wußte den zahlreichen, zum Theil wohl noch nicht mit dem nationalen Unternehmen sympathisirenden Rhein« gauern die idealen Vortheile klar zu machen, welche die Nalionalfeftspiele für das deutsche Volk bringen sollen. Auch verstand er es, die wirthschaftlichen Vortheile des Unternehmens für die in Betracht kommenden rheinischen Städte darzulegen, so daß wohl Manchen, der allein für die Ideale sich an der „Spekulation" nicht betheiligen roiH, die pecuniären Erfolge locken mögen. Der Beifall am Schluffe feiner Rede bekundete, daß es dem Vortragenden gelang, neue Freunde für die Sache zu werben. Der Vorsitzende des rheinischen Aus- schuffes, Herr v. Beckerath, dankte Herrn v. Schenckendorff für die ausführliche Schilderung. Es wurde hierauf ein Ortsausschuß gebildet, dem verschiedene Herren beitraten, welche eine stete Förderung des Unternehmens versprachen. Der Vertreter Wiesbadens, Herr Bürgermeister Heß, ver- sprach seinerseits, im Wiesbadener Ortsausschuß eine eifrige Thätigkeit zu entfalten. Heute Vormittag begann hier eine Berathung der Vertreter des Reichs- und Rheinischen Aus- schuffes mit dem Magistrat der Stadt Rüdesheim zwecks Ankaufs des Geländes, dem noch einige Schwierigkeiten im Wege standen, die im Laufe des heutigen Tages behoben werden sollen. (Rh. K.)
* Von de« Röntgenstrahle». In der jüngsten Nummer der Münchener „Medicinischen Wochenschrift" bringt Herr Privatdocent Dr. Rieder weitere Mitteilungen über die Wirkung der Röntgenstrahlen auf Bakterien und auf die mensch- liche Haut. Diese Mittheilungen sind infolge der practischen Resultate, die sich an die rein wissenschaftlichen Versuche an- schließen, von größtem, allgemeinen Jntereffe. Wir haben s. Z. ichon an dieser Stelle über die ersten Versuche berichtet, die Dr. Rieder in der Gesellschaft für Morphologie und Phyfio« logie im Januar dS. JahrrS mitgetheilt hat, und möchten heute nur kurz die weiteren Erfolge besprechen, die er mit Hilfe der neuen besonders geeigneten Voltohm-Röntgen- Apparate erzielte, welche die Voltohm ElectricitätS-Gesell- schäft A. G. München fertigt. Die Versuche wurden theils im Hygienischen Institut, theilS in der Medicinischen Klinik, wo solche Apparate im Gebrauch find, auSgesührt. ES er- qab fich u. A., daß die Tödtuug der Bakterien durch Röntgen- strahlen auch erfolgt, wenn die gleichzeitig mit den Röntgenstrahlen auftretendcn elektrischen Strahlungen beseitigt bezw. unwirksam gemacht wurden, so daß also die bacterientödtende Wirkung ausschließlich auf die Röntgenstrahlen zurückzuführen ist. Von besonderem Jntereffe ist die Anwendung dieser Eigenschaft der Röntgenstrahlen in der Praxi«, indem bei verschiedenen, besonder» Parafitären Hautkrankheiten, die in der Münchener Medicinischen Klinik nach dieser Richtung behandelt wurden, eine Reihe bemerkens- werther Heilungen erzielt worden find, wie z. B. bei Favus, PsoriafiS, Lupus, Leichentuberkeln und chronischem Ekzem. Dr. Rieder schließt seine intereffavten Ausführungen mit folgenden Worten: „Schien e» Anfang», als ob auf dem großen Gebiete der Medicin die Entdeckung Röntgens nur der chirurgischen Diagnostik Gewinn bringen sollte, so steht es jetzt bereits fest, daß auch andere DiSciplinen, d. h. normale und pathologische Anatomie, Embryologie, ferner die der Pathologie sowie die Diagnostik und vielleicht auch die Therapie der inneren Krankheiten, daran» Nutzen ziehen können. DaS Gebiet für die Verwendung der Röntgenstrahlen in der Medicin hat fich somit seit ihrer Entdeckung stetig vergrößert und so ist zu hoffen, daß die Erkenntmß ihrer Wichtigkeit speciell für Diagnose und Therapie immer weitere Verbreitung in ärztlichen Kreisen finden wird.
• Rofenfreuude machen wir auf die neueste Nummer des practischen Rathgeber» im Obst- und Gartenbau (Frankfurt an der Oder) aufmerksam, die ganz den Rosen gewidmet ist und besonders zahlreiche Abbildungen neuerer Rosensorten enthält. Die Nummer wird auf Wunsch gern vom Geschäft»« amt genannter Wochenschrift umsonst zugeschickt.
» Der Sport, dem heute alle Welt nach dieser oder jener Richtung huldigt, treibt wohl auch in der rauhen Jahreszeit seine BlÜthen, aber seine besten Tage har er doch im Frühling und Sommer. Demgemäß gelangt er jetzt in verschiedenen seiner Arten auch in „Ueber Land und Meer", der trefflichen Familienzeitschrift (Stuttgart, Deutsche Verlag»- Anstalt) zur Darstellung. Die neuesten Nummern und Hefte de» Blattes führen in Wiedergabe thatsächlicher Ereigniffe Scenen vom Turf und von der Rennbahn der Radfahrer vor Augen, und ebenso wird da» neueste Modefpiel, daö in England eifrig gepflegte, neuerdings auch in deutschen Groß- städten viel geübte „Golf", in Bild und Wort eingehend geschildert.
♦ Wieviel Geld lassen die Amerikaner in Europa? Nicht weniger als 25000 DankeeS begeben sich jährlich auf die Reife nach dem alten Continent, um besonders England, Frankreich und Deutschland zu besuchen. Die meisten halten sich ungefähr ein Vierteljahr in Europa auf; die Kosten der Reife sind für den Einzelnen natürlich je nach der Größe de» Geldbeutels sehr verschieden, aber im Durchschnitt kann man rechnen, daß jeder Amerikaner für Schiffs- und Eifenbahnfahrten, Hotelrechnungen und Einkäufe gegen 4000 Mark auSgiebt. Für alle diese Besucher Europas er- giebt das die Totalfumme von 100 Millionen Mark. England und Frankreich erhalten den Löwenanthell von dieser Summe;
je 40 Millionen Mark bleiben in diesen beiden Ländern. In Frankreich sind es besonders die fashionablen Badeorte und vor allem Paris, die den Hauptantheil an oem Gewinn haben. Die amerikanischen Damen pflegen das meiste Geld in den großen Pariser Modemagazinen zu laffen, die Herren dagegen geben viel Geld bei den Herrenschneidern, den „TailorS" in London aus. In Deutschland sind es neben Berlin besonders Hannover, Dresden und W imar, die von Besuchern aus der neuen Welt aufgesucht werden.
» Unsere Pilze. Der ursprüngliche, von der Natur fest- gesetzte Dienst de» Pilze», als SanttätSpolizei, ist nicht der einzige, welchen der Pilz dem Menschen erweist, er bildet für ihn auch eine vorzügliche und nährstoffreiche Speise. Als Fleisch im Walde könnte man ihn seinem Eiweißgehalte nach bezeichnen. Leider steht seiner allgemeinen Verwendbarkeit die Furcht einer Vergiftung durch ihn hemmend im Wege. Die Giftigkeit eines Pilze» ist nicht ander» festzustelleu, als den giftigen und den Speisepilz selbst kennen zu lernen. Ein-, solche eingehende Kenntniß ermöglicht uns da» neueste Heft der allbekannten illustrirten Familienzeitschrift „Zur Guten Stunde" (Deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. 57. Preis des VierzehntagShefteS 40 Pfg.). Dem Aufsatze, der den obigen Titel trägt, ist ein vrächtigeS Farbenkunstblatt beigegeben, auf welchem unsere Pilze nach der Aehnlichkeit so gruppirt find, daß man die giftigen von den eßbaren sofort unterscheiden lernt. Auch die übrigen Darbietungen de» HefteS stehen wieder ganz auf der besonderen Höhe dieser ausgezeichneten Zeitschrift.
• Die mittlere Lebensdauer in den Staaten Europas. Nach der Statistik von zehn Jahren gestaltet fich die mittlere Lebensdauer in den einzelnen europäischen Staaten folgender« maßen: In England 45 Jahre 3 Monate, in Belgien 44 Jahre 11 Monate, Schweiz 44 Jahre 4 Monate, Frankreich 43 Jahre 6 Monate, Oesterreich 39 Jahre 8 Monate, Preußen und Italien 39 Jahre. Da» höchste Alter wird durchschnittlich in Schweden-Norwegen erreicht, nämlich 50 Jahre- die niedrigste Ziffer weist Spanien auf: 32 Jahre 4 Monate.
♦ Ein förmlicher Sklavenhandel besteht noch in Kali« fornien bei den dort eingewanderten Chinesen. Der Menschenhandel wird von zwei Gesellschaften betrieben, die einen förmlichen Markt mit einer Masse von Kunden organL firt haben. In San Francisco gibt es augenblicklich etwa 8000 Personen, die mittelbar oder unmittelbar von Kauf oder Unterbringung weiblicher Sklaven leben. Man berechnet in San Francisco ungefähr 20000 Chinesen, von denen 5000 in Fabriken beschäftigt find, 5000 sollen Kaufleute sein, 4000 dienen als Befinde, und 3000 leben, wie gesagt, vom Sclavenhandel. Die Zahl der verheiratheten Chinefinnen schätzt man auf etwa 1000, wahrend die übrigen 1500 Sklavinnen im wahrsten Sinne de» Wortes find. Sie wurden in China durch List oder Betrügerei gestohlen und unter irgend einem falschen Vorwand nach Amerika geführt. Dort wurden fie wie Thiere an den Meistbietenden verkauft. Dor einigen Monaten wurde eine solche unglückltche Sklavin Oer bandelt, und da fie glaubte, ihr Berkaus stände mit de« Landesgesetzen im Einklang, ließ fie olle» Über fich ergehen. Als ihr Besitzer ihr sechsjährige» Kind wegnehmen und unter dem Vorwand, daß e» die Mutter beim Arbeiten hindere, verkaufen wollte, entlief fie und suchte Zuflucht in einem Miffion»hause. Erst dort erfuhr fie, daß amerikanische Ge« fetze nichts von Sklaven wüßten und daß fie völlig frei wäre. Aber der chinesische Consnl erschien bei den Miffionaren und verlangte die Auslieferung der Flüchtigen, „zur Ehre Chinas und der Chinesen", wie er sich au»drückte. Natürlich wies man ihm die Thür, der Vertreter de» himmlischen Reiches gab indeffen seinem Freund, dem Sclavenhändler, den Raih, da« Gericht in Anspruch zu nehmen, und das unglückliche Wesen mußte auch hier erscheinen. Der Proceß, der fich einige Zeit hinzog, endigte zwar endlich mit Ab Weisung de« Sclavenhändlers, doch ist es bezeichnend, daß die Chinesen die ©dotieret als eine Einrichtung auffaffrn, wegen der fie den Schutz der Gerichte anrufen können. In San Franzisco gilt eine kleine Chinesin von 9 bi» 10 Jahren 750 bi« 2500 Francs, und ein Mädchen von 12 di« 16 Jahren kann, wenn sie hübsch ist, einen Preis von 2500 bi» 7000 Francs bedingen. Für Frauen über die» Alter geht der Preis sehr in die Höhe, bis zu 20000 Franc», und da» Kapital, da» in dieser Weise placirt wird, gibt trotzdem eine Verzinsung von 20 bis 30 pCt.
* Der Nutze» der Geistesgegenwart. In einem Artikel des Budapester TagblattS Über Baden und Schwimmen heißt es u. A.: „Besonders gefährlich für den Badenden und Schwimmer ist der Krampf. Wird man von einem krampfartigen Gefühl befallen, so ist eS am rathsamsten und besten, dem davon ergriffenen Gliebe einige plötzliche, starke und heftige Bewegungen, womöglich außerhalb deS Waffrrs, zu geben; sollte dies nicht» nützen, so muß fich der Schwimmer auf den Rücken legen und diese Bewegungen fortsetzen. Ei» Schutzmittel gegen den Krampf ist, wenn man die Glieder vor dem Baden mit einem rauhen Handtuch reibt. Zu welcher Bortreffllchkeit eß auch die Menschen im Schwimmen gebracht haben mögen, so ist eß doch bemerkenswerth, baß viele Schwimmer, die tnß Wasser fielen, hätten ertrinken müffev, wenn fie nicht durch fremde Hilfe gerettet worden wären. Die Ursache davon ist vielfach der Schreck. Eß ist bekannt, daß der menschliche Körper nach phyfikalischeu Grundsätzen schwimmen muß, wenn er nicht durch unsere Anstrengungen da.au verhüt'ert wird, daß etu Mensch in Salzwaffer, wenn er ganz ruhig mit außgestreckten Armen daliegt, schwimmen und frei athmen wird, und daß er daßselbe auch in gewöhn- l chem Waffer thuu kann, wenn er eine leichte Bewegung seiner Hände eintreten läßt. Sollte daher Jemand, der sich im Waffer befindet und nicht schwimmen kann, versuchen, gelaffen und ruhig zu bleiben, anstatt im Schreck alle mög' lichen Anstrengungen zu machen, die ihn nur erschöpfen nni zum Sinken bringen, so würde er vor dem Ertrinken fick leichter schützen. Die Plötzlichkeit deS Fall» wird ihn erst zum Sinken bringen, unmittelbar darauf aber hebt ihn das
"WH
aut M
WS MS
Itni
VtsU^
Berlin: 315 »009 Anselme ° •*%!?£ - L182 (16 Züb"b.) MoiopMn tfW 157 fcolpl'«'11*
LeipM 319
3174; d-lUM «- 59 iWM.W<n-
Sonn: 76 en
I-.37 Meiner, "6 fnnmai 1975; bann W. 96 Will«'
654 Angehörige der nnier 136 Ausland! Moren, 56 Privaido
Breslau: 821 364 Meiner, 422 iimmtn 1687; d-rui Lnatn. 106 Prvsess
Arbeit
Freitag de Machmittags SGrokh. 'Bürgern inachstehinde Arl Iben Accord nergt
ßlmMen
-chlofferackiten Wanirarbeiten kWnMim
Gießen, W 9.
Tn W Senf
Wimch in
Nachnii werden im Bieler' niedrere Zoo 2 Sesseln und >n Nukdauni (.Wniaschjne y.mit Mrn 9lafs, Porzell 2 SBeinbojvlen, Hirschgeweihen, Z'tzeugschran Werkholz, 1
er
u. M. IN
' Geihltt
r\ i11' . Mb t'l
FlNsch
"bt,i QNil, «tfc 14 <


