Ausgabe 
13.2.1898 Erstes Blatt
 
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Indien stets in Erwägung ziehen werde- einstweilen sei aber die Dringlichkeit zu verneinen.

Beim TirelPekmg" wünscht Abg. Jebseu (nl.) eine Vermehrung der Consulate in Hainan. In Amoy seien unsere Jatereflen zurückgegangen.

Director Reichardt bestätigt dies, bemerkt aber, ei sei doch nicht ausgeschlossen, daß unsere Jutereffen dort wieder zunähmen. Eine Ermäßigung der Eonsulatsgebühreu werde von der Reichsregierung bereits in Erwägung gezogen.

Beim TitelPetersburg" geht Abg. Jebseu (nl.) aus die Handelsverträge ein, wobei er betont, daß der Wohl­stand in Deutschland zweifellos jetzt größer sei, als vor den Handelsverträgen. Für ganz undenkbar halte er die sofortige Kündigung aller Handelsverträge. Deutschland müffe viel­mehr au brn bestehenden Verträgen festhalteu für die ganze vereinbarte Dauer der Verträge.

Beim TitelWashington" beleuchtet Abg. Barth (frs. Vg.) unsere handelspolitischen Beziehungen zu Amerika. Während der letzten fünsjährigeu Periode habe Frankreich au seiner Ausfuhr um 57 Millionen Rückgang, Deutschland dagegen unter der Caprivi'ichen Handelsvertragspolitik das ganz enorme Anwachsen um 600 Millionen Mark. Die deutsche Ausfuhr sei nie größer gewesen als 1892 und 1893, wo der Klnleytarif in seiner Blüthe gestanden. WaS die Vertragsverletzung in der Zuckerzollsrage aulauge, so sei Deutschland ja sormell zu Repreffalien berechtigt ge­wesen. Aber e- würde nicht klug gewesen sein, Repreffalieu zu üben. Im Vorjahre seien zum ersten Male weit über 40 pCt. des amerikanischen ZuckerconsumS Rübenzucker ge­wesen, und der Löwrnautheil daran habe auS Deutschland gestammt. Die deutsche Regierung habe weise gehandelt, als sie nicht dem Recept der Agrarier folgte. Redner berührt noch die Frage der San JosL-Schildlan». Die Gefahr werde überschätzt, denn die Nachkommenschaft entferne sich nachweis­lich immer nur höchstens einige Zoll vom Mutterstamm aus.

Präsident v. Buol bittet die nachfolgenden Redner dringend, zu bedenken, wohin es führen würde, wenn bei dem Titel Washington die gesawmte Handelspolitik oder auch nur die ganze Zuckerpolitik ausführlich erörtert werde.

Abg. Hehl zu Herrnsheim (natl.) geht trotz der Bitte des Präsidenten gleichfalls ausführlich auf die Handels­politik ein und verlangt dabei Kündigung der Meistbe- gÜastiguugSverträge.

StaatSsecretär Graf PosadowSkh bemerkt zu der Aeußeruug des Abg. Barth, betreffend die Sau Josv-Schild- laus, daß der Reichskanzler in dieser Tache nur seine Pflicht gethan habe. In Hamburg seien auf importirten Birnen und Aepfeln die Schildläufe gefunden worden- desgleichen auch soeben auf Aepfeln in Berlin. Redner verliest nun eine Reihe von wiffenschaftlichen Gutachten, aus denen die Ge­fährlichkeit des JufecteS heroorgehe. Deutschland habe sich schützen müffen, und Amerika könne sich darüber nicht be­schweren. WaS die Handelsverträge anlange, so könnten die­selben doch bis zu ihrem Ablauf nicht geändert werden. Für die neuen BertragSschlüffe werde zunächst ein autonomer Tarif gebraucht. Einen Zollkrig werde Deutschland nie anfangen, so lange eben auf deutscher Seite noch ein merkantiler Nutzen liege.

Abg. Graf Kanitz (cons.) empfiehlt in der Amerika- frage ein gemeinsames Vorgehen der europäischen Staaten.

Abg. Richter (frs. Vp.) verbreitet sich zunächst über die Schildlaus und sodann über den LandwirthschaftSrath, wobei er fragt, wer denn eigentlich mit den akademischen Sieben über die Handelsverträge angefangen habe. Herr v. Miquel sei doch int preußischen Abgeordnetenhause daS Sarnickel gewesen. (Heiterkeit.) Nachdem Redner noch die Zuckersteuerfrage berührt und

Staatssekretär Graf Posadowsky zugegeben, daß der Abg. Barth bezüglich der SchildlauS nur gemäß seiner sach­gemäßen Ueberzeugung gesprochen habe, spricht

Abg. Paasche (nl.) daS Vertrauen seiner Freunde zu der Handelspolitik der jetzigen Regierung aus.

Die Debatte wird geschloffen. Die Pofitionen deS Etat» »erden damit erledigt.

Samstag 1 Uzr: Etat der Schutzgebiete, der Zölle und Verbrauchssteuern.

Schluß 5Vi Uhr.

Deutsche* Leich.

Darmstadt, 11. Februar. DerDarmst. Ztg." zufolge »erden Ihre Königlichen .Hoheiten der Groß Herzog und die Großherzogin morgen Nachmittag von Berlin nach hier zurückkehren.

Berlin, 11. Februar. DerReichsanzeiger" veröffent­licht den Wortlaut der Erklärung des Staatssekretärs v. Posadowsky vom 8. Februar in der Budget-Commission, worin er die außerordentliche Gesährlichkeit der San Jos 6- Schild lau» nach amtlichen amerikanischen Quellen nach­weist und schließlich betont, die Verordnung vom 5. d. M. halte das nach den bisherigen Erfahrungen unbedingt ge­botene Maß ein. Die wiffenschaftliche Forschung, ob die ergriffenen Maßregeln den Obstbau genügend schützen, wird sortgesetzt und hinzugefügt, Deutschland übte nur da» selbst­verständliche Recht eines jeden Staates au», fich vor der Ein­schleppung von Seuchen zu schützen. Die Regierung sei ledig­lich bestrebt, schwere Verheerungen sernzuhalten.

Köln, 11. Februar. DieKöln. Ztg." wendet fich gegen die Zola freundlichen, deutschen Kundgebungen und sagt zum Schluß, die amtliche deutsche Welt habe vollständig ausreichende und unzweideutige Stellung genommen. Was jetzt vor dem Pariser Schwurgericht geschieht, das ist eine rein inner-französische Angelegenheit, die umso­mehr ihres Eindruckes ficher ist, je mehr fich Deutschland davon sernhält.

Wiesbaden, 11. Februar. In der vergangenen Nacht wurde im Lahngebiet ein Erdbeben verspürt, da» mehrere Sekunden andauerte.

Hamburg, 11. Februar. Rudolf Herzogs neuestes Schauspiel:Da» Recht der Jugend" errang gestern Abend im Thalia-Theater einen vollen Erfolg. Der Berfaffer wurde schon nach de« zweiten Acte gerufen und de» Oesteren nach Schluß de» Stücke».

Arr-Urird.

Basel, 11. Februar. Der Special Correspondent der Baseler Nachrichten" in Pari» ist wegen seiner Haltung in der Dreyfus-Angelegenheit von der französischen Regierung anSgewtesen worden.

Wien, 11. Februar. Die Prinzessin Clementine von Coburg ist hier an Lungenentzündung erkrankt.

Wien, 11. Februar. Die Hörer der hiesigen Akademie der bildenden Künste gaben dew Rectorat bekannt, daß sie fich dem allgemeinen Studentenstrike wegen de» Prager Farbentrageu-Verbot» anschließen und von heute ab die Ab­haltung von Vorträgen und Hebungen verhindern werden.

Wien, 14. Februar. DaSFremdenblatt" schreibt: Die Zustimmung, die der Rede der StaatSsecretär» v. Bülow sowohl im Reichstage al» auch in der Preffe zu Theil wurde, wird hier gewiß auch im Volke selbst nicht fehlen. Die Rede war von ruhigem Freimuth im Tone, der dem Selbstbewußtsein und der Loyalität einer Großmacht entspricht, und der da» fichere, kräftige Gesühl der politischen Leiter deS Reiche» auch drffen Bürgern rmttheilt. Inhaltlich war sie nicht weniger geeignet, sowohl in Deutschland, wie auch im AuSlande angenehm zu berühren. Da»Neue Wiener Tagebl." sagt: Durch diese Diplomatenrede ging ein frischer, kräftiger Zug. Man firht fich einem klaren, festen Willen und einem scharfen Geiste gegenüber, der dem hohen Ernste der Weltpolirik sogar ein Stückchen guten Humor» abzuringen weiß.

Laibach, 11. Februar. Die Majorität begründete den Antrag auf Errichtung einer slovenifchen Universität in Laibach. Der Antrag wurde einstimmig dem VerwaUungS- au»schuffe zugewiesen. Baron Schwegel und Genoffen stellten einen Abänderungsantrag, der die Regierung auffordert, die Errichtung einer Univerfität in Erwägung zu ziehen, woran nebst Vorlesungen in deutscher Sprache auch in einzelnen Fächern solche in den andern Landessprachen der südlichen Kronländer entsprechende Berücksichtigung finden. Der Zusatz­antrag Schwegel wurde nach der Geschäftsordnung ohne Ab­stimmung dem BerwaltungSauSschuß zugewiesen.

Prag, 11. Februar. Bet der heute fortgesetzten Der- Handlung der LandtagScomm-sfion sür die Bezirks- und Ge- metndeangelegenheitrn über den Antrag WaranSkh betr. die Prager Straßentafeln verliest der Regierungsvertreter eine Entscheidung der Statthalterei, wonach Prag als Haupt­stadt eines doppelsprachigen Landes und als Sitz der landeS- fürstlichen und autonomen Behörde doppelsprachige Straßen­tafeln haben sollte. Bis 1897 habe Prag unangefochten doppelsprachige Straßentafeln gehabt. E» empfehle fich dies aus Zweckmäßigkeitsgründen für die Orientirung d-r Fremden. Der Antrag Zedtwitz wurde darauf angenommen, daß der Antrag WaranSkh an den LandeSauSschnß zu verweisen sei, damit dieser mit den LandeSauSschüffen anderer gemischt­sprachiger Kronländer, namentlich mit Mähren, ein analoges Vorgehen erziele.

Troppau, 11. Februar. Der Landtag nahm heute mit 21 gegen 5 Stimmen den Antrag deS AuSschuffeS zur Borberathung de» Antrages Stratil auf Einsetzung eines permanenten AuSschuffeS zur Erörterung der Sprachen- verhältniffr in Schlesien an, wonach dem Antrag Stratil keine Folge gegeben werden soll. Namens der slavischen Abgeord­neten gab hierauf Swieczh die Erklärung ab, da» bisherige Vorgehen des schlesischen Landtages habe ihnen die Ueber­zeugung betgebracht, daß die schlesischen Slaven in dieser Körperschaft auf nationalem Gebiet niemals Gerechtigkeit finden werden, dagegen verurtheilt sein sollen, immer den­selben nationalen Druck zu ertragen. Aus diesen Gründen sehen fie fich gezwungen, da» HauS za verlaffen und an den Berathungen nicht mehr theilzunehmen. Die slavischen Ab­geordneten verließen hierauf den Saal. Die Sitzung wurde unterbrochen. Nach Wiederaufnahme der Sitzung sprach Adg. Haase NamenS sämmtlichrr Mitglieder der Majorität daS tiefste Bedauern über die Erklärung SwieczyS aus und erklärte, die Majorität werde nach wie vor an den Grund­sätzen der Gerechtigkeit und der Gesetzmäßigkeit festhalten und stet» den Bedürfuiffen und berechtigten Forderungen der slavischen ebenso wie der deutschen Bevölkerung SchlefienS auch ferner nachzukommen fich bemühen und fich freuen, wenn die tschechischen und polnischen Abgeordneten auf den Boden der ReichSverfaffung zurückkehrten und dadurch eine friedliche Auseinandersetzung ermöglichten.

Loudon, 11. Februar. DaS Bowstreet-Polizeigericht sällte heute gegen die Ruffen Bortzeff und Clemens Wi nzb ezki, die unter der Anklage standen, zur Ermordung de« Zaren Nikolaus durch Flugblätter aufgereizt zu haben, das Urtheil. Ersterer wurde zu 18 Monaten, Letzterer zu zwei Monaten Zwangsarbeit verurtheilt.

Paris, 11. Februar. Proceß Zola. Die heutige Sitzung begann um 12*/, Uhr. Bei der Fortsetzung der Zeugenvernehmung erklärte General Pellieux, daß er der Verhandlung, welche zur Freisprechung Esterhazy» geführt, beigewohnt habe und für die Rechtschaffenheit und Unab­hängigkeit der Offiziere drS Militärgericht» fich verbürge. Ein Actenbündel sei von Picquart nicht geöffnet worden, sondern befinde fich noch immer im Kriegsministerium. Auf die Aussage einrS Zeugen, Picquart habe ihn geftagt, wie eine abgestempelte Postmarke auf einen Brief aufzukleben fei, erwiderte Picquart, daß er Stücke einer Karte gefunden, auf der von Esterhazy die Rede war. Der Zeuge verwies sodann auf die Sehnlichkeit der Schriftzüge Esterhazys und Dreyfu»'. Auch Schriftkundige hätten daffelbe erklärt. Picquart sagte au«: Man schickte wich nach Tunefien, wo alle für mich bestimmten Briefe stets geöffnet ankamen. Bei seinem Ab­

treten bereitete daS Auditorium Picquart lebhafte Ovationen. Die S'tzuug dauert fort.

Pari», 11. Februar. Oberst Picquart widerlegt bei seiner Zeugenvernehmung ruhig und treffend alle gegen ihn erhobenen Anklagen. Bezüglich de» Esterhazy-Prozeße» theilte er mit, daß der Untersuchungsrichter Ravaiy fich ge­weigert habe, mehrere Offiziere vorzuladen, welche P cquart ihm al» Zeugen angab und welche ausgesagt haben würden, daß Esterhazy schon früher unsaubere Machenschaften getrieben habe und nur durch die Nachsicht seiner Kameraden dem Kriegsgericht entgangen sei. Weiter erklärte Picquart, die Juden hätten seit JahreSsrist Jemanden angestellt, der sich darauf einübe, die Schrift Dreyfu» nachzuahmen.

Petersburg, 11. Februar. Vielfach verlautet, daß dir Aerzte bei dem Grafen Murawjew den Uebergang von Windpocken in echte Blattern conftatirt haben. Diese Er. scheinung wird hier häufiger beobachtet. DaS Befinden de» Patienten ist befriedigend. Anlaß zu Brsorgniß ist nicht vorhanden.

Konstantinopel, 11. Februar. Hier eingelaufene Re- gierungSdepeschen melden, daß Rußland große maritime Vorkehrungen im Schwarzen Meere trifft. Gelegentlich eine« Scheinmanöver- haben mehrere Kriegsschiffe bei Batum 4000 Soldaten gelandet, die sofort nach der türkischen Grenze abmarschirten.

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Locales unb Provinzielles.

Sietze«, den 12. Februar 1898.

** Vorträge inEinhorn" am 14., 16. und 21. Februar de» Herrn Dr. Horne ffer auS Berlin. Im Anschluß an unsere gestrige Notiz bringen wir heute einen Bericht au» Leipzig, einen anderen au» Dresden. Beide find fie voller Anerkennung und wohl dazu angethan, auch bet unS in Gießen das Interesse wach zu rufen.Leipziger Tageblatt:Wir haben der Vortragsweise de» Herrn Dr. Horneffer unsere vollste Anerkennung zu zollen. Klar und mit dem liefen Ernst der Ueberzeugung behandelte er sein Thema, sodaß man ihm mit Leichtigkeit auf dem Pfade der wunderlichen Ge­dankenwelt Nietzsche» folgen konnte. Der Vortrag ist einfach gehalten, ohne Anhäufung von Fremdwörtern, die einem größeren Publikum das Berfländniß erschweren und die Eigen­art Nietzsches tritt in den AuSftlhrungrn lebendig hervor/ Dresdener Nachrichten":Einen hochintereffanten Vortrag hielt Herr Dr. Horneffer, ein noch junger Gelehrter, über Friedrich Nietzsche. Die Ausführungen, die klar und sachlich, wenn auch durchaus Nietzscheanisch gehalten waren, zeugten von der vollendeten geistigen Beherrschung deS Stoffe», sür den der Vortragende, der fich mit großem Glück in der bilderreichen, phantastischen Sprache Nietzsche- bewegte, un­gemein zu erwärmen wußte. Wir können diese Vorträge auf das Angelegentlichste empfehlen."

* Zu den Nietzsche-Vorträge« de» Dr. Horneffer schreibt unS einer unserer Mitarbeiter: Dr. Horneffer gehört zu den jungen deutschen Gelehrten, di- allem Anschein nach einer bedeutenden wiffenschaftlichen Zukunft entgegen gehen. Ma» sollte fich den Namen schon srühzeitig merken. Wer irgend Gelegenheit hat, seine nach Form und Inhalt gleich tollen- beten Borträge zu hören, möge e» ja nicht versäumen. Ob Einer Anhänger oder Gegner der Nietzsche'schen Weltanschauung ist, daS spricht hier garaicht mit, denn Horneffer zählt nicht zu den blinden Nachbetern, er steht aas eigenem Grunde. Ader wie er seinen Stoff behandelt und in Beziehung zr setzen weiß mit den Grundproblemen aller Philosophie daS ist geradezu meisterhaft und dürfte wenig (Soncnneuj haben. Vom ersten bi» zum letzten Satz bleibt man gefesselt und verläßt den Saal mit dem sicheren Gefühl: heute Haie ich etwa» für meinen inneren Menschen erobert. Dr. Hör« neffer spricht vollständig frei und wird durch ein klangvolle», edle» Organ unterstützt. In Heidelberg, Frankfurt, Dar«- stadt und Wi-Sbaden haben seine Vorträge zu denEreil' niffen" de» vergangenen Winter» gehört.

Befitzwechsel. Bon beteiligter Seite wird un» mit- geteilt, daß die Kaufsumme de» an Herrn Agent Hos Übergegangenen L. Reiß'scheu Hauses 46 00 0 Mk. (nicht 43000 wie in voriger Nr. angegeben) beträgt.

Der Oberhesfische Feuerwehrtag findet am 18. uit 19. Juni in Nidda statt.

* Geflügel- und Bogel Ausstellung. Der Geflügelzuchl- Berein Fulda hat an den hiefigen verein aus Anlaß feinet Ausstellung al» Ehrenpreis eine prachtvolle Torten« schüfst! mit versilberter Umrandung übersandt. Dal Großh. KreiSamt hat dem Verein aus demselben Anlaß eint B erloosung genehmigt, bei der 4000 Loose beraul* gabt werden dürfen.

Jubiläum. Der Telegraphenmeister Max LezinSktz, Ebelstraße wohnhaft, begeht morgen, Sonntag, den Ta», »i er 25 Jahre im Dienst sich befindet.

AuSfichtrthurm auf dem DunSberg. Zur Förderuui dieses Baues fand am 10. d. Mt». eine vorberathung statr Bon dem Vorstand de» früheren Dün»bergverein» find noä drei Mitglieder in Gießen, Herr Fabrikant Georgi, frfi^ Vorfitzender deS Verein», Herr Ph. Uhl und Herr L. Lof Zur Bildung eine« AuSschuffeS wurden weiter gewählt di Herren: E. Pi stör, Commerzienrath Gail, F. Kühn A. Znrbuch und ferner beschloffen, noch nachstehende Herren zu bitten, dem Ausschuß beizutreten: die Herren S. Betz, Lehrer Backes, Fr. Habenicht, Fr. Helm, W. Löbeti H. Meyer, Baumeister Sch man dt und Director Ranfa. In nächster Zeit soll alsdann eine neue S!tznng statlfindkkv in welcher über Zuziehung weiterer für die Sache intereffW Persönlichkeiten, namentlich auch solcher ans Wetzlar, Lollars, sowie über die Art der Ausführung des Thurmes berathi» werden soll.

Wetterbericht. Das barometrische Maximum, dess« Kern seine Lage über Jütland beibehalten hat, hat aus dr« Continente an Raum erheblich gewonnen. Ferner ist * Süden der Luftdruck erheblich gestiegen, sodaß da» Deprn?