sitzung seine Aussagen fort; er soll dem General Gonse gegenübergestellt worden sein und diese Gegenüberstellung soll sehr bewegt verlaufen fein. Oberst Plcqaart habe feusationelle Enthüllungen gemacht, die von außerordentlicher Wichtigkeit seien. Diese Gerüchte wüsten mit ganz besonderer Reserve aufgenommen werden. Zahlreiche Neugierige hatten fich vor dem GerichtSgebaude angesammelt, um die Zeugen und die Mitglieder des Kriegsgericht- zu erwarten, wurden aber von den Polizeibeamteu zerstreut.
Pari-, 11.Januar. Prozeß Esterhazy. Nachmittags 2 Uhr wurde die Verhandlung wieder aufgenommen bei strengstem Ausschluß der Oeffeutlichkeit. ES sollen nur noch zwei Zeugen zu verhören sein, alle übrigen find bereit- Vormittags vernommen. ES werden sodann noch die Schriftsachverständigen gehört werden. Der Ausschluß der Oeffent- lichkeit wird so rigoros durchgeführt, daß der Zutritt zum GerichtSsaal sogar den GerichtS-Iourualisten untersagt ist. Dem Vernehmen nach wurden am Vormittage auch die Obersten Picquart und Henri gegevübergestellt. Picquart und der Advocat LebloiS sollen bekanntlich von Henri überrascht worden sein, al- fie in Actenstücke Einficht nahmen, welche im Kriegsministerium in Verschluß gehalten werden.
Paris. 11. Januar. Infolge de- Vorgehen- de» Präfi- deuten der Vereinigung der Gerichtsberichterstatter und gemäß dem von General Sauffier erlastenen Befehl ist den GerichtS- berichterstattern ein Saal im GerichtSgebäude durch den General Luxer zur Verfügung gestellt worden. Trotz dieses halb und halb gewährten Zutritt- ist denselben bisher noch nicht- von dem zu Ohren gekommen, waS im Sitzungssaal vorgeht. Die Zeugenvernehmung war um 5 Uhr beendet. Da- Plaidoher des Staatsanwalts war sehr kurz, die Schlußfolgerungen deffelbeu find noch nicht bekannt. Tözena- hielt die BertheidigungSrede für Esterhazy.
Locales nnb ^provinzielles.
Sieben, den 12. Januar 1898.
• • Kirchliches. Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des GroßherzogthumS Hessen enthält u. A. eine Bekanntmachung , daß an Stelle des in den Ruhestand getretenen Oberlande-gericht-rathS Maurer LandgerichtSrath Kolb zu Darmstadt und au Stelle de- zum Vorstande des Erbschaftssteueramts ernannten Oberamt-richterS Muhl Ober- amt-rtchter vr. Lahr zu Darmstadt zu stellvertretenden Mitgliedern des kirchlichen DiScipliuarhofeS von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog ernannt worden find. — Ernannt wurde Pfarrasfisteut Schultheis zu Drei- eichenhain, Decanat Offenbach, zum Pfarrverwalter daselbst.
* * Dir diesjährige Generalversammlung des Evangelischen Bundes wird vom 3. bis 6. Oktober in Magdeburg abgehalten werden.
* * Preußen «ad Hessen. In der hessischen (25.) Division und der Mainzer Garnison befinden fich laut Mitteilung des „M. Anz." im Ganzen 33 Militärärzte, worunter nur vier hessische Uuterthanen.
• • Stadttheater. Kommenden Freitag wird ein hier noch nicht aufgeführtes Werk in Scene gehen, nämlich das Bolkrfchaufptel „Deborahs von Salomon Herrn. Mofen- thal. Die Vorstellung gewinnt aber noch besonders an Interesse, da fie zum Benefiz für Fräulein Maria Marloff stattfindet. Die beliebte und geschätzte Künstlerin creirt in dem Stück die Titelrolle, „Deborah", und bedarf eS wohl nur dieses kurzen Hinweises, um alle Theaterbesucher auf den bevorstehenden Kunstgenuß aufmerksam zu machen. Die Beuefiziautia, welche so Schätzbares bis jetzt leistete und der wir so manchen, durch sie künstlerisch verschönten Abend ver- danken, wird mit ihrer Benefizrolle ihr Bestes bieten und voraussichtlich zu den zahlreichen Verehrern ihres Talente» noch deren viele gewinnen.
* • Vortrag. Am Montag den 17. Januar findet in Stein» Garten, Abends 8i/,Uhr, ein Vortrag eines Deutsch- Oesterreichers, de» Herrn Dr. Wastian, über die nationalen Verhältnisse, insbesondere die Lage des DeutschthumS in Oesterreich, statt. (Siehe Inserat.) Der Redner hat bereits in mehreren deutschen Städten, zuletzt in* *Darmstadt, dieses interessante Thema nach seiner persönlichen Erfahrung behandelt. Der Einwohnerschaft Gießens bietet fich hier eine günstige Gelegenheit, fich über diesen, von den verschiedensten Seiten vorurtheilsvoll dargestellteu Gegenstand ein klares Urtheil zu verschaff«».
♦ ♦ Pareelleuvermeffuugeu. Unter den 268 Ortschaften der Provinz Oberhessen find noch 230, deren Grundbüchern vollständige Parcellenvermrssungen mangeln.
• • Post-Fahrräder. Die Reichspostverwaltung hat die Oberpostdireetionen ermächtigt, künftig nach eigenem Ermessen Fahrräder Überall zu verwenden, wo ihre Anwendung zu Dienstzwecken Vortheilhaft erscheine.
* • Der Bereia selbstständiger Zahntechniker der Provinz Hessen-Nassau und des GroßherzogthumS Hessen hält nächsten Sonntag den 16. d. M. iu Offenbach im Hotel Schwan feine dritte Generalversammlung ab. Der Versammlung voran» geht eine Vorstandifitzung des Verein». Außer Abrechnung und Vorstandswahl sowie Erledigung einer reichen Tagesordnung werden fünf Fachvorträge gehalten. Den Verhandlungen schließt sich ein Festessen und Abendunterhaltung und Ball an.
• • Die Vorträge de» Phyfiker» Gustav Amberg Berlin, welche derselbe auch für diese Saison auf Veranlassung de» kaufmännischen Verein» und de» OrtSgewerbevereiu» Gießen zu halten zugefagt hatte, waren eine Zeit lang in Frage gesellt. Nunmehr hat Herr Amberg zugesagt, am Donners- rag den 20. Januar einen Experimental-Vortrag au» dem Gebiete dc» Schalle» und der musikalischen Töne und Freitag den 21. Januar einen solchen über Licht und Farbe (Spectral-Analyse) zu halten. Beide Vorträge beginnen um 9^2 Uhr Abends und finden in Steins Saalbau statt.
* • Verhaftet. Zwei Burschen, welche gestern Abend zudringlich und in angetrunkenem Zustand bettelten, wurden
in Haft genommen. Während einer derselben die Leute beschimpfte, die nicht oder nicht genügend gaben, drohte der andere sogar mit Todtfchießeu und Todtstechen.
• • Diebstahl. In den Pferdestall eine» hiesigen Oeconovten hatte fich gestern Abend ein fremder, stellenloser Dienst- kue ch t eiugeschlichen und daraus zwei Röcke und eine Peitsche gestohlen. Er wurde beim Verlassen dc» Hofe» von dem Bestohlenen ertappt und nach Verabfolgung einer Tracht Prügel der Polizei überliefert.
Fernsprechverbindung mit de« Kohlenrevier. An eine Anzahl Industrieller ist seitens der ReichSpoftverwaltung die Anfrage gestellt worden, wie man fich zur Aufbringung einer Garantie von ca. 1000 Mk. Pro Jahr für eine event. zu errichtende Telephonverbindung zwischen Wetzlar-Siegen und dem Kohlenrevier verhält, an welche sämmtliche an der Strecke liegenden Orte Anschluß erhalten sollen. Vorläufig würde allerdings erst der Ausbau der Linie zwischen Wetzlar und Haiger in Frage kommen, doch kann man wohl annehmen, daß eine Weiterführung auf der einen Seite nach Siegen und dem Kohlenrevier, auf der anderen Seite nach Gießen-Frankfurt nicht lange auf fich warten lassen wird, ohne welche die ganze Sache wenig oder künen Werth haben dürfte. Bei dem großen Vortheil, den eine derartig ausgedehnte Telephonaulage sowohl für die Industrie, al» auch für sonstige Geschäfte hat, kann die Aufbringung der erforderlichen Garantie wohl nicht schwer fallen. Wie das „Herb. Tagbl." erfährt, würde, falls die Anlage gemacht wird, ein 3 Minuten dauerndes Gespräch 25 Psg. kosten, eine Anlage im HauS würde fich auf 150 Mk. jährlich stellen, wofür dann Gespräche innerhalb 50 Kilometer frei fein würden.
♦♦ Vereinfachte Gepäckabfertigung. Nach einer Meldung der „Köln. Volksztg." hat die Eisenbahndirection Köln angeordnet, daß vom 15. Januar ab im Verkehr mit den Stationen Köln (Hauptbahnhof) und verschiedenen anderen Stationen des eigenen Bezirke» und derjenigen der Directions- bezirke Elberfeld, Essen, Hannover, Mainz, St. Johann- Saarbrücken, Frankfurt und Kassel das Gepäckabfertigungs- Verfahren vereinfacht und nach amerikanischem Muster eingerichtet werden soll. Da» Verfahren erstreckt sich nur auf das Gepäck, bei welchem Uebergewicht nicht in Frage kommt, also keine Gepäcküberfracht zu zahlen (ft, und ist ein sehr einfache». Der Reisende erhält einen Gepäckschein, der nur die Nummer und die Namen der Abgang»- und Bestimmungsstation de» Gepäckstückes enthält.
* * Unterricht im Lefen der Fahrpläne. Kürzlich ging eine Notiz durch viele Blätter, daß die Bezirksichulverwaltnug in Ludwigshafen ungeordnet habe, daß in den Fortbildungsschulen da» Lesen der Fahrpläne zu üben fei. Auch im Tübinger Bezirk fei in einer Lehrprobe gezeigt worden, wie die Schüler in da» Verständniß der Fahrpläne eiozu- weisen seien. Bei un» in Hessen üben, wie die „Darwst. Ztg." bestimmt versichert, viele hessische Lehrer in den oberen Klassen der Volksschulen da» Lesen der Fahrpläne. Den Lehrern, die die» bi» jetzt aber unterließen, dürfte diese Notiz von Interesse, namentlich aber auch den Schulbehörden zu empfehlen fein, der Sache einmal näherzutreten. E» herrscht gerade in Hinsicht auf das Lefen der Fahrpläne, die mit Ausbreitung des Bahnnetzcs zudem immer weitschweifiger werden, viel Unkenntniß.
* * Prinzipal vnd Handlungsgehilfe. Mit dem 1. Januar sind die neuen gesetzlichen Bestimmungen des ReichS- handelSgesetzbucheS, welche das Berhältniß zwischen Prinzipal und Handlungsgehilfen regeln, in Kraft getreten. Die wichtigsten Bestimmungen desselben find: 1) DieKünbigungS- frist muß für beide Theile gleich fein, sie darf urcht weniger als einen Monat betragen und kann nur für den Schluß eine» Monats zugelassen werden. 2) Probe-Engagements find verboten. 3) Die Gehaltszahlung muß spätestens am Schluß eines jeden Monats erfolgen. 4) Die Pflicht des Prinzipals zur Fortzahlung des Gehalts bei unverschuldetem Unglück de» Gehilfen für die Dauer von sechs Wochen kann nicht mehr durch entgegenstehende Vereinbarungen aufgehoben werden. 5) Die SchadevSersatzpflicht de» Prinzipal» dem Gehilfen gegenüber wird schon jetzt nach den §§ 842 bl» 846 de» Bürgerlichen Gesetzbuches geordnet. 6) Dem Gehilfen muß auf Verlangen ein Dienstzeugniß ausgestellt werden. 7) Sowohl da» Concurrenzverbot wahrend der Dauer de» Dienstverhältnisses, als auch in den Engagementsverträgen vielfach enthaltene Covcurrenzclauseln nach Beendigung des Dienstverhältnisses find erheblich zu Gunsten der Gehilfen abgeändert worden. Der kaufmännische Lehrvertrag ist vollständig neu geregelt. Die einzeln vorstehend angesührten Punkte haben rückwirkende Kraft auf die schon bestehenden AnstellungSverhältnisse.
* * Größere Sicherheit im Eifenbahndienst. Dem Bundes- rathe liegen nach Anhörung der Eisenbahn-Directionen zur Zeit verschiedene Anträge des Eisenbahn-Minister» vor, welche eine bedeutende Vermehrung der Sicherheit im Eisenbahn-Betriebe bezweckten und somit jedenfalls die Za stimmung de» BundeSrath» finden werden. Unter Anderem sollen die Schnellzüge nur noch 40, Personenzüge nur noch 80, Güterzüge nur noch 120 Achsen stark fein (ein Wagen hat zwei bi» vier Achsen), währenddem seither die Schnellzüge bis zu 60, Personenzüge bis zu 100 und Güterzüge bi» zu 150 Achsen stark waren, brzw. sein durften. Durch die neue Einrichtung werden die Züge an Beweglichkeit sehr gewinnen und dadurch Verspätungen mehr und mehr vermieden werden. Allerdings werden durch diese „Verkürzungen" der Züge mehr Züge erforderlich werden. Auch hinsichtlich der farbigen Signale sind vielfache Versuche an- gestellt worden. Das seitherige grüne Licht in den Vorsignalen sollte durch ein weiterleuchtendes orangefarbenes Licht ersetzt werden, damit der Führer eine» Zuge» beim Erscheinen diese» Lichte», noch sehr weit von der Station entfernt, die Geschwindigkeit mäßigen und so ein Ueberfahren des Abschlußfignal» verhüten kann. Die Versuche, welche» Licht am weitesten leuchtet, werden fortgesetzt.
* * Für Loosebefitzer. Nach den soeben erschienenen Listen aller gezogenen und nicht erhobenen Treffer von inländischen und ausländischen Staatsloosen aller Art befinden fich eine ganz enorme Anzahl großer und größter Gewinne, die noch nicht eingelöst find, zum Theil sogar demnächst verfallen. E» empfiehlt fich daher, daß jeder Loosebefitzer seine Loofe am besten durch den nächsten Bankier nachsehen läßt.
* * Wetterbericht. Ueber Central- und Südeuropa ist der Luftdruck noch mehr gestiegen, doch ist die Verthetlung desselben keine gleichmäßige. Bom Norden her verläuft die gestern über Frankreich vorhandene Furche relativ geringeren Druckes heute über Süddeutschland und über die Alpen bi» in das Mitte'meergeb'et, wobei auch auf der Rückseite derselben das Barometer stärker gestiegen ist. Die Witterung hat dahe^ vielfach einen trüben Sgaracter angenommen und eS find in Süddeurschland im Laufe des Tages auch leichte Niederschläge eingetreten. Die Temperaturen find noch etwa» gestiegen. — Boran» sichtliche Witterung: Zunächst noch Fortdauer de» milden Witterungscharacter».
An» Offenbach a. M. kommt die Trauerkunde vom Hin- scheiden des Fabrikanten Emil Pirazzi, de» in weiten Kreisen bekannten Dichters und VatrrlandSfreunde». Er hat allezeit feine Muse in den Dienst der vaterländischen Sache gestellt, er war ein begeisterter Lobsänger der deutschen Ein- Helt, eine reich begabte, für alle idealen Bestrebungen feine Kraft einfetzende Natur. Die nationalllberale Partei verliert an ihm einen treuen Mitarbeiter; außer anderen Corporationen werden ihn auch schmerzlich der Kunstverein und der Alice» verein vermissen, dessen Sache er treu ergeben war. Bekannt find PirazziS Schriften „Bilder und Geschichten au» Offenbachs Vergangenheit", „Die Gründung der deutsch- katholischen Vergangenheit", „Stimmen des Mittelalters über die Päpste und ihr weltliche» Reich", „Eiu Wort an England vom Schleswig-Holsteinischen Recht", „L’Angleterre et FAllemagne ä propos de Schleswig-Holstein“. Auch der dramatischen Muse war Pirazzi ergeben. 1855 schrieb er eine Vorspieldichtung zu Schillers 50 jähriger Todesfeier, dann folgten die Dramen „Rienzi, der letzte der Tribunen", „Moderne Größen", „Die Erbin von Mäurach", „Gräfin Chateaubriant", „Gräfin Sonnenburg" und daS Operntextbuch „Der Sturm". Ein arbeitsvolle- und erfolgreiche» Leben ist mit Emil Pirazzi abgeschloffrn.
- j- Nidda, 12. Januar. In. hiesiger Gegend wurden sowohl schön ausgebildete Wald-Maiblumen, al» auch an verschiedenen Rainen viele Veilchen gefunden. — Verflossene» Jahr find in der evangelischen Pfarrei Nidda 68 Kinder getauft, 38 Personen kirchlich beerdigt und 26 Paar kirchlich getraut worden. — Unter dem Namen „Weihnachtskasse" hat fich kürzlich dahier ein Verein junger Leute gebildet, mit dem Zwecke, durch wöchentliche Beiträge den Sparfinn zu fördern und die JahreSsumme der Mitglieder-Einlagen je auf Verlangen zn Weihnachten mit Zinsen auszubezahlen. Der Verein zählt schon über vierzig Mitglieder.
Lanbach, 9. Januar. Ein RevistonSzug der Kgl. Eisen- bahndireciion Frankfurt, aus zwei Personenwagen bestehend, befuhr gestern die Strecke Hungen—Laubach, sowie die Abzweigung Billingen—FriedrichshÜtte. Begleitet wurde derselbe von sechs höheren Beamten aus Gießen und Frankfurt; unter Letzteren befand fich Herr Eifenbahnpräfident Becher, sowie OberregierungSrath Stindecke, dem die Nen- bauten unterstellt find. ES soll fich dabei auch um die Fortsetzung nach Mücke gehandelt haben, wobei man der Meinung gewesen sein soll, daß eine Fortsetzung in der jetzigen Richtung nicht möglich und eine Verlegung deS Bahnhof» an die Wetterfelder Straße zu planen fei.
Neu Isenburg, 9. Januar. Am DonnerStag-Abend wurde da» Dienstmädchen de» Gastwirth» Schlefinger in große Lebensgefahr versetzt. DaS Mädchen war damit beschäftigt, da» jüngste Kind zur Ruhe zu bringen und hatte es zum Entkleiden auf dem Schoß liegen. Das älteste Kind spielte am L.cht und warf unvorfichtiger Weise die Stehlampe um, welche auf das Mädchen fiel. Das auslaufende Petroleum fing sofort Feuer und setzte das Mädchen in Helle Flammen. Das Dienstmädchen befaß noch die Geistesgegenwart, da» kleine Kind auf ein Sopha zu werfen. Durch da» Geschrei wurden die Hausbewohner auf da» Unglück aufmerksam, und es gelang dem herbeigeeilten Barer de» Kindes, die Flammen durch eine Bettdecke zu ersticken. Da» Dienfimädchen erlitt schwere Brandwunden und wurde heute in da» Landkrankenhau» verbracht.
• Westerland-Lylt, 10 Januar. Die Vollendung de» neuen Kurhauses geht ihrem Abschlüsse entgegen. Die Inneren Räume machen durch schöne Wandtäfelungen und prächtige Parketfußböden einen vornehmen und dabei gemüth- lich anheimelnden Eindruck. Zwei große Möbelhäuser ia Hamburg find mit der Einrichtung drS Hauses betraut und ist Herr Paul Gerlach in Berlin al» Pächter verpflichtet worden. Mit der Eröffnung deS Bade», am 15. Mai, werden fich auch die gastlichen Thore deS Kurhause» den Gäste» öffnen.
* Dann und wann, schreiben die „Ba»l. Nachr.", gleicht Bafel einer Garnisonpadt: an den Festtagen, wenn die jungen Krieger au» den benachbarten Staaten Urlaub erhalten und nun ihre Freunde und Verwandten ta der schöne» Rheinstadt aufsuchen. Dieser Tage durchschritten ein deutscher Matrose, ein deutscher Dragoner, in ihrer Mitte ein französischer Infanterist, die belebte Freiestraße. Da» friedliche, köstliche Bildchen hemmte unwillkürlich die Schritte der Borübereilenden, und Mancher knüpfte wohl den Wunsch daran: I So wäg'» auch im neuen Jahre bleiben!
* Männerkleiduug tragen zu dürfen, ist nach Pariser Blättern in Frankreich jetzt zehn Frauen von der
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