Wies, 9 October. Di- Anweisung dc» Minister- des Jnnern betreff- der Au-weisung von agitatorisch auftretenden Ausländern richtet sich, wie von iofor« mittet Seite verlautet, hauptsächlich gegen die immer mehr zunehmende Agitation der Deutsch-Nationalen in Böhmen.'
Bo-eu, 9. sOctober. In verschiedenen Theilen Süd- Tirol- fanden gestern heftige Erdbeben statt.
Triest, 9. October. Die aus Anlaß der Orient»eise de- deutschen Kaiserpaare- hier etngetroffeueu 140 Personen find gestern auf dem Lloyddampfer Bohemia nach der Riviera abgegangen.
Rom, 9. October. Die Allocutiou de- Papste- an die französischen Pilger soll hauptsächlich ein Werk de- Cardinal- Rampolla sein, deffeu Einfluß in letzter Zeit beim Papste der allein maßgebende geworden ist.
Rom, 8. October. Nach officiellen Mittheilungen werden ein weitere-Bataillon Infanterie und zweiSchiffe nach Kreta abgehev.
Btuffel, 8. October. Im Courierzuge Calais-Köln wurde in der letzten Nacht eine in einem Coupä allein reisende Dame von einem eiudringendeu Manne durch Faustschläge betäubt uud ihres Koffers beraubt. Al-die Dame wieder zu fich kam, meldete fie den Vorfall. Nach sofortiger Recherche wurde der Dieb mit zerschmettertem Kopfe tu der Nähe von Mechcln auf den Schienen gefunden. Er muß beim Abspringen gegen eine Telegraphenstange geschleudert wordeu sein.
Paris, 8. Octooer. Da- „Petit Journal" meldet, DrehfuS werde auf einem Handelsschiffe uud nicht auf einem Krieg-schiffe nach Frankreich zurückgebracht werden. Er soll vorläufig in einem Küsteufort abgesetzt und erst später noch dem Mont Valerien gebracht werden.
Pari-, 8. October. Die Zahl der Strikenden beträgt augenblicklich 35000 Mann. Mau glaubt, daß dieselbe fich bi- Montag verdoppelt haben wird.
Pari-, 8. October. An den beiden Seine-Ufern ist neuer-tng- die bewaffnete Macht vermehrt worden. Die Arbeitergruppeu vermeiden die unmittelbare Nähe de- Militär-. Zahlreiche Strikeude treiben Angelsport. Die Syndikate der Eiseubahuarbeiter in Paris uud der Provinz widrrratheu vorläufig den Anschluß an den Strike, weil die genügenden Vorbereitungen dazu fehlen.
Paris, ,9. October. Der Seiue-Präfect erklärte, der Beschluß des Pariser Gemetuderaths, durch welchen die verlangte Lohnerhöhung den Erdarbeitern gewährleistet wird, werde unverzüglich die Sanktion der Regierung erhalten.
Paris, 9. October. Der Muuictpalrath beschloß, eine Pariser Straße Faschoda-Straße zu nennen. Weiter beschloß der Municipalrath mit 55 gegen eine Stimme, durch den Seine-Präfecteu die Unternehmer aufzufordern, die Arbeit innerhalb 24 Stunden wieder aufzunehmen, widrigenfalls die Verträge mit der Stadt ungültig würden.
Paris, 9. October. Die „DöbatS" demeutiren die gestrige Meldung, wonach die Militär Justiz der Aufhebung der geheimen Haft PtcquartS zugestimmt habe. Der nächste Mtnisterrath werde fich mit der Frage beschäftigen. Zola war in letzter Zeit magenleidend, ist aber jetzt wieder genesen.
Paris, 9. Oktober. Dem „TempS" zufolge trafen gestern Abend und heute früh starke Truppeu-Abthetluugen, Infanterie und Cavallerie zur Verstärkung der Pariser Garnison ein. Zwei Infanterie-Bataillone find schon vorgestern gekommen. Alle Bauplätze, besonders längs der Seine- Quai-, auf der Jnvaliden-ESplauade und dem MarSfelde find von Truppen besetzt. Da- General-Quartier ist in den Mairien aufgeschlagen. Auf dem Boulevard Saint Germain kam e- zu einem leichten Zusammenstoß zwischen Polizei und Strikenden. Ueberall spannten die Strikeuden die Pferde von den Sand- und Steiuwagen lo- und warfen die Wagen um. Polizei und Militär kamen fast immer zu spät, um dies zu verhindern.
Loudon, 8. Oktober. „Daily Mail" berichtet, daß die Königin Victoria den Zaren eingeladeu habe, von Kopenhagen aus einen Besuch auf Balmoral zu machen. Die Königin wolle mit dem Zaren die Lage im äußersten Osten persönlich besprechen. Für den Fall, daß der Zar der Einladung Folge leistet, wird er incognito nach Balmoral reifen. Et sei aber nicht unwahrscheinlich, daß der Zar einen Vorwand gebraucht, um nicht zu kommen.
Loudon, 8. October. Nach einem Bericht aus Kairo soll die Centrale der englischen Heeresleitung von Kairo nach Khartum verlegt werden, um den Sirdar in den Stand zu setzen, die für die vollkommene Verwaltung des Sudans uoth- weudigeu Einflüffe autzuübeu.
Madrid, 9. October. Der bekannte Republikaner Ca stel ar ist schwer erkrankt. Sein Befinden gibt zu ernsten Besorgntffen Anlaß.
Belgrad, 9. October. König Alexander fährt nächsten Montag nach Serbien zurück, wird fich in Belgrad aber nicht aufhalten, sondern sogleich nach.Kruchewatz zu den Mauöoern weiter reisen und sich dann wieder nach Ntsch begeben.
Kousiautiuopel, 8. October. Der gestrige Ministerrath beschäftigte fich mit der Kreta-Note der vier Mächte. Ein definitiver Beschluß über die zu ertheilende Antwort wurde bisher nicht gefaßt.
Konstantinopel, 8. October. Das armenische Patriarchat erhielt vom Sultan den strengen Befehl, dafür zu sorgen, daß fich die Armenier während der Anwesenheit des deutschen Kaisers ruhig verhalten.
New-York, 9. October. Wie New-York Herald aus Manila meldet, weigern fich die Insurgenten, die gefangenen
Priester frei zu lassen, wenn nicht Spanien 100000 Dollar Entschädigung giebr. Mac Kinley forderte Spanien auf, Portorico spätestens am 18. October zu räumen.
Locales unfc j-rovlirzlelles.
Gießen, 10. October 1898.
** Empfang. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen am 8. Oktober u. A. den Obersteuer- inspector Weißenbruch von Gießen.
Eine Eingabe des gefchäftLführeudeu Vorstand-Mitgliedes der evangelischen Conferenz, die Nrureguliruug der Pfarr- g eh alte in Hessen tetr., hat folgenden Wortlaut: Einem hohen Prädivm der zweiten Kammer der hesfischen Laudstäude gestattet fich der ergebenst Unterzeichnete, beigeschlossene Resolution der „Evangelischen Conferenz für daS Großherzog- rhum Hessen" vom 18. Juli l. I., bett. PfatrgehaltS- Aufbesserung, im Auftrag der Conferenz und mit der gehorsamen Bitte zu unterbreiten, genannte Resolution der hohen Kammer vorzulegeu und in ihr in geeignet erscheinender Form geueigtest zu geschäftlicher Behandlung bringen zu wollen. Friedberg, den 30. September 1898. D. W. Weiffenbach, Director, geschäftsführende- Vorstandsmitglied der „Evangel. Conferenz". — Resolution: Die am 18. Juli 1898 zu Friedberg zusammengetretene Jahresversammlung der „Evangel. Conferenz" spricht im Allgemeinen ihr Einverständniß mit dem Referat de- Herrn Pfarrers Ellenberger über die Frage: „Was dürfen die evangelischen Geistlichen nach Annahme de- BeamtengehaltSgesetzeS für fich erwarten?" aus und glaubt, nach Annahme des Gesetze- erwarten zu dürfen, daß die evangelischen Geistlichen, insbesondere in Rücksicht auf ihre gleiche Vorbildung mit den akademischen Beamten, auf die Bedeutung de- Pfarramtes für das religiö-.fittliche Volksleben uud auf die dem Staat und der Kirche drohenden Gefahren, den akademisch gebildeten Beamten der untersten Instanz bezüglich Höhe des Gehaltes, AlterSklaffe, Wittwen- gehalt uud Pension gleichgestellt werden, und daß wenigstens vorerst zur annähernden Erreichung dieses Zieles, da es nach den Zeitverhältuiffen untauglich resp. inopportun erscheint, die Kirchensteuer wesentlich zu erhöhen, nach den Vorgängen anderer Lander der Staat-zuschuß zu den Bedürfnissen der evangelischen Kirche hinreichend erhöht werde.
**P. Stadttheater. Dem gestern zur Darstellung gelangten historischen Lustspiel „Um Nancy" von Kobersteiu, darf kein besonderer dichterischer Werth zugesprochen werden. AlS streng geschichtlich kann die Handlung nicht angesehen werden, uud man würde da- Stück kaum als Lustspiel bezeichnen können, wenn eS nicht durch eine wirksame komische Rolle über Wasser gehalten würde. HanS von Schweiuichen, ein alter, bärbeißiger Haudegen des 30jährigeu Krieges, der an dm unverwüstlichen Sir John Falstaff erinnert, tief in der urwüchsigen Gestaltung, die ihm Herr Director Helm verlieh, stürmischen Beifall hervor. Die eifersüchtige, schließlich aber versöhnte Herzogin Nicoletta, ihre muntere und resolute Schwester Klaudia, die gefallsüchtige und intrigante Gräfin von Cantecro'x wurden von den Damen Würdig, Pauli und Schuhmann mit Verständniß und Geschick gespielt.' Hubert Die tzsch suchte dem schwankenden Character des Herzogs nach Kräften gerecht zu werden, Herr Merker machte uu- als sein jüngerer, begabterer Bruder Franz die geschichtlich ungeheuerliche Umwandlung auS einem römischen Cardinal in einen deutschen Herzog so out als möglich glaubhaft, Herr Liebscher stellte den fein berechnenden französischen Gesandten mit gewohnter Sicherheit dar. Die Costüme waren zeit- gemäß und ansprechend, daS Zusammenspiel flott- doch konnten diese Vorzüge der Aufführung nicht über die innere Unbedeutendheit und Ungereimtheit deS Stückes hinwegtäuschen.
** Etadttheater. Die berühmte Herzog!. Meiningmsche Hofschauspielerin Frau Emma Tellet-Habelmann, fett zwei Jahren am Stadttheater in Köln wirkend, wird am 12. ds. MtS. ein einmalige- Gastspiel als Isabella in der »Braut von Messina" absolviten. Der bedeutende Ruf der Künstlerin, den fie fich als eine der Hauptstützen de- unvergeßlichen Meininger Ensemble- erworben, veranlaßt unS, auf dieses leider nur kurze Gastspiel besonder- aufmerksam zu machen. Hoffentlich wird ein vollbesetztes Hau- die sympathische, hochbedeutende Künstlerin begrüßen.
** Der Saalbau-Vereiu wird in diesem Winter seinen Mitgliedern eine reiche Fülle von Unterhaltungen dar- bietej. Verschiedene Umstände haben dazu geuöthigt, diesmal von Kammermusik-Abenden ganz abzuschen. Dagegen ist wiederum ein Liederabend in Aussicht genommen, für welchen die Mitwirkung eines auSgezeichnetm und bei unseren Mitbürgern besonder- beliebten Sängers erhofft wird. Für zwei Abende find Dilettanten-Aufführuugen geplant uud zwar für einen musikalisch-dramatische, vorzugsweise heiteren Inhalts, und für den zweiten theatralische. Endlich hofft der Verein für einen vierten Abrnd daS berühmte Udel Quartett aus Wien gewinnen zu können.
** Sektion Gießen bei Deutschen uud Oesterreichifchen Alpenvereins. Seine Wiuterthätigkeit begann der Verein mit der MonatSverfammlung am vergangenen Freitag in günstigster Weise. Nach kurzer Begrüßung der zahlreich Erschienenen Seiten- de- stellvertretenden Herrn Vorsitzenden hielt Herr Professor Dr. ginger, ein al- Hochtourist auch in weiteren Kreisen geschätztes Mitglied, einen seht interessanten Vortrag über seine diesjährigen HochgebtrgStoureu. Von der Darmstädter Hütte im MooSthale au- führt die vieltägige Wanderung durch die Oetzihaler Alpen über Innsbruck und St. Ulrich nach dem Grödener Thal, der Langkofel Gruppe und Rosengartengruppe mit dem Endpunkte Bozen- dann nach kurzer Rast, über Brunrck in daS Taufeuer Thal und Ziller- tyal. Lebhaft wußte der Vortragende feine in den einzelnen Gruppen vorgenommenen Bergbesteigungen zu schildern. Gewissermaßen als Vorübung galt e-, die Saumspitze zu besteigen- der Abstieg erfolgte auf theilweise nicht bekannten Wegen. Der Traverfirung deS Saß Rigai- von Osten schloß fich — eine Leistung von besonderer Bedeutung — die Besteigung der Grohmannspitze an, jene- noch wenig besuchten, riesigen uud steilwendigen Vierkant-. Von gutem Wetter begünstigt, war auch bis Besteigung de- Fensterlekofel und de- Thurmerkamp (3414 Meter) im Taufener Thal. Wie wenig
die zu überwindenden Schwierigkeiten den frohen Waudermnth de- Vortragenden zu beeinflußen vermochten, bewiesen die humorvollen Schilderungen der sonstigen Erlebnisse. Mit reichem Beifall dankte die Versammlung Herrn Finger für feinen Vortrag und sein Versprechen, auch fernerhin feine Reiseerlebnisse im Verein schildern zu wollen. — Die nun* «ehr vorgenommene Festsetzung der Ausflüge für den Winter fand durch die fast unveränderte Annahme der Commtsfion-- vorschläge bald ihre Erledigung.
Kanfmännifcher Verein. Um vielseitigem Wunsche zu entsprechen, hat die Schulcornmisfion in ihrer letzten Sitzung beschlossen — siehe heutige Annonce — auch in diesem Winter uud zwar von Mitte October bi- Anfang März wieder einen VortragS-CursuS in einfacher, doppelter und amerikanischer Buchführung abzuhalten. Es hat fich diese Einrichtung, welche im vorigen Winter ihren Anfang nahm, sehr gut bewährt, indem die 19 Herren, welche den CursuS besuchten, am Schluffe ihre volle Befriedigung darüber ausdrückten. Die einzelnen Vorträge werden an jedem Donuer-tag Abend von 9y4 bis 10^4 Uhr abgehalten und wird dadurch den Kaufleuten wie auch Herren aus anderen Ständen Gelegenheit geboten, auf billige Weise die Buchführung, namentlich doppelte und amerikanische zu erlernen, ohne fich in schulmäßiger Weise unter» richten lassen zu müssen, und sollten eS darum Interessenten nicht versäumen, fich zu diesem CursuS anzumelden, zumal da» Honorar für den ganzen Winter auf nur 10 Mark festgesetzt ist.
• • Christlich.soeialer Parteitag. Am 10. und 11. Oktober findet hier ein christlich-socialer Parteitag statt. Die Versammlungen werden in SieinS Garten abgehaiten. Wir hoffen, ein sachliches kurze- Referat darüber bringen zu können.
* * Die Reichsbank erhöhte heute ihren Wechsel» diScont auf 5 pCt., den Zinsfuß für Darlehen auf 6 pCt.
* * Anläßlich feiner Vermahlung veranstaltete Herr Carl Hornberger, Theilhaber der Firma Gebrüder Homberger u. Söhne, seinen Arbeitern in der Restauration Sauer eine größere Festlichkeit. Nachdem Herr Homberger die An» wesenden begrüßt und seinen Dank für die feiner lieben Gemahlin und ihm erwiesenen Aufmerksamkeiten ausgesprochen hatte, nahm Herr Obermeister Graf da- Wort, um Herrn Homberger die Glückwünsche deS Personal- darzubringen und für die Veranstaltung zu danken. Herr Maschinist Stroh brachte einen Toast au- auf die Firma im Allgemeinen und ihre Herrn Chef- im Besonderen. Nunmehr wechselten launige und ernste Reden und Vorträge in bunter Folge und ein später veranstaltetes Tänzchen hielt die Theilnehmer bi- zum frühen Morgen beisammen. Möge da- gute Einvernehmen, welche» hier zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer herrscht, fortbauern.
• • Sch. Jubiläum. Am letzten Samstag waren e» 25 Jahre, daß Herr SchlachrhauSverwalter Julin» Möhl dem hiefigen Gesangverein „Liederkranz" al- active» Mitglied angehört. Seine Freunde und Gesange-brÜder hatten deß- halb am SamSiag Abend im „Frankfurter Hof" eine kleine Jubiläumsfeier veranstaltet, die ein beredte» Zeugniß ablegte, wie sehr fich Herr Möhl die Liebe und Achtung seiner BereinSbrüder erworben hat. Wir aber wünschen, daß e» Herrn Möhl vergönnt fein möge, seine Kraft noch recht lange in den Dienst der edlen Gesangetkuust zu stellen.
* • Schlägereien und Körperverletzungen. Am 6. l. Mt-. Mittags überfiel in der Sieiustraße ein hiesiger Kellner feine ehemalige Braut und schlug dieselbe mit einem Stocke nieder. Anzeige wegen Körperverletzung wurde erhoben. — Bei der Tanzmusik auf Lonys Bierkeller entstand gestern Abend zwischen Soldaten und Civilisten Streit, welcher auf der Straße in Tätlichkeiten avSartete. Die an dem Streit beteiligten Gebrüder Ludwig und Jean Arnold von hier haben einen Soldaten vom Jnf.-Regt. 116 derartig mit dem Messer verletzt, daß derselbe in das Garnison-Lazareth getragen werden mußte und hoffnungslos darnieder liegt. Die Thäler sind verhaftet. — Ein Weißbindergefrlle wurde gestern Abend von zwei hiesigen Unternehmern in der Steinstraße überfallen und blutig geschlagen. Anzeige wurde erhoben. — Am Wieseckerweg wurden drei junge Leute von einem hiesigen bekannten Raufbold Überfallen und blutig geschlagen. Anzeige wegen Körperverletzung ist erhoben. — In der Wetzsteingasse wurde in vergangener Nacht ein junger Kaufmann von einer Anzahl Burschen angefallen und blutig geschlagen.
♦ ♦ Im Berlage von H. Kühn! Papierhandlung sind nachstehende drei Ansichtspostkarten erschienen: Gießen mit JohanneSkirche, Liebigdeakmal und Stadtwappen in feinster farbiger Ausführung hergestellt von I. C. König u. Ebhardt in Hannover, e» dürfte die» wohl die am schönsten anSgesührte farbige Karte von Gießen fein, welche bis jetzt erschienen ist. Bnrg Gleiberg und Hessische Trachten nach den Entwürfen eines hiesigen jungen Künstler» in flotter Aquarellmanier gezeichnet, find die Vorläufer einer ganzen Serie, welche zu Anfang nächsten Jahre- erscheint und großen Anklang finden dürfte. Auch hatten wir Gelegenheit, in dem Verkauf-locale obiger Firma einen sehr praktischen Übersichtlichen Verkaufskasten für Ansichtspostkarten zu sehen, welcher in 100 verschiedenen Mustern 5000 Karten enthält.
• • Zur Beförderung uuverpacktei eiufitziger Zweiräder find vom 10. October L I. ab weiter folgende Schnellzüge: 1) zwischen Frankfurt (H. B.), bezw. Mainz und Köln (H.-B.), die Schnellzüge 101, 104 und 113, 2) zwischen Gießen und Loblenz die Schnellzüge 121, 122, 123 uud 124 — die Züge 121 uud 124 auch im Direciiou-bezirk Saarbrücken — freigegeben.
• • Wetterbericht. Die Luftdruck-Vertheilung ist über Ceutraleuropa unregelmäßig geblieben. Da- Barometer ist zumeist noch etwa» gesuuken. Eine Hanptdepresfiou liegt heute über dem Westen Irland-, derselben ist über Frankreich ein Theilminimum vorgelagert. Niederer Druck bedeckt außer» dem da- Mittelmeergebiet uud liegt dortselbst ein kleines


