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11.10.1898 Erstes Blatt
 
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Heidelberg

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tnbe heüwaßer überall zu empfe. mnober, 25. Juli 1888.

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Nr. 238

Erstes Blatt.

Dienstag den 11 October

1898

Siebener Anzeiger

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Deutsches Reich.

Darmstadt, 8. October. Wie dieDarmst. ßtg.' schreibt, werden Ihre Kaiserlichen Hoheiten der Großfürst und die Großfürstin Sergiu» von Rußland am 15. d. hier rintrrffen, einige Zeit zu Besuch der Allerhöchsten Herrschaften in Jagdschloß Wolssgarten verweilen und von hier auß die Reise nach England fortsetzeo.

Berlin, 8 October. Osfic öl wird gemeldet, die kürzlich io auswäetigen Blättern versuchten Ausstreuungen, al» könnte die Reise de» Kaiser» nach Konstantinopel und Jerusalem eine Verzögerung erleiden oder überhaupt aufgegebeu werden, stob ebenso unbegründet wie die noch immer andauernden Bemühungen gewisser fremder Organe, den Eharaeter dieser Reise politisch zu entstellen. Hingegen hat gutem vernehmen nach der Kaiser, von dem Wunsche geleitet, bei der Wichtigkeit der in Ausficht stehenden Vorlagen die parlamentarischen Arbeiten keinerlei Aufschub erleiden zu lassen und den Reichstag io Person zu eröffnen, den Entschluß kund gegeben, auf den Abstecher nach Aegypten zu verzichten.

Berlin, 8. Oktober. Die Prinzessin Albrecht von Preußen, Gemahlin de» Prinzregenteo von Braunschweig, ist heute Abend um 5 Uhr tu Lamenz tu Schlefieu g e storbeu.

Berlin, S. October. Zar K a t s e r r e t s e nach Jerusalem. Rach einem Telegramm derNew Uorker Staats Zeitung" ans Quincy, Illinois, wo seit einigen Tagen die Hauptver- fawmlung der deutsch-evangelischen Synode von Nord-Amerika tagt, hat der deutsche Kaiser durch den Berliner Oberkircheu- rath die deutsch amerikanischen Evangelischen auffordern laffen, zur Einweihung der Eclöserkirche in Jerusalem einen Ver­treter zu entsenden. Mit großer Begeisterung wurde diese Aufmerksamkeit des Kaisers begrüßt und der Pastor Paul L. Menzel zum Abgesandten der Synode gewählt. Einige der anwesenden Geistlichen waren in ihrer Freude sofort bereit, die gelammten Reisekosten ihres Amtsbroders ans eigener Tasche zu bezahlen. Pastor Menzel wird noch diese Woche zum Gefolge des Kaiser» abreisen.

Berlto, 9. October. Die beabsichtigte Reise der Prinzessin Heinrich nach Kiautschou zum Besuch ihres Gemahl» soll neuerdings in Frage gestellt sein, da ivsolge der chtnefischea Wirren ein vorheriges Dispontren über den Aufenthalt der in Ostafien statioairten Schiffe anSgeschloffen erscheint.

Berlto, 9. October. Den deutsch-skandinavischen Verkehr sucht, wie uns aus Kopenhagen geschrieben wird, aus Kosten des unmittelbaren Verkehrs zwischen Deutschland uad Dänemark die am Sunde, gegenüber der dänischen Hauptstadt brlegeue schwedische Stabt Malmö mt großer Thatkraft sich zuzusühren. So dachte mau dort an eine d recte Dawpffähreu Verbindung mit dem mecklenburgischen Hasen Warnemünde, also mit Umgehung der dänischen Station Gjedser. Zunächst aber ist soeben eine neue Bahn zwischen Malmö und Trelleborg, im Anschluß an die deutsch-schwedische Dampserltuie von Saßnitz aus, eröffnet worden, woran die Stadt Malmö mit einem ansehnlichen Betrage des Aktien- eapitals fich betheiligt hat. vorläufig wird die als vollbahn ausgebaute Strecke nur mit 60 Kilometer Geschwindigkeit besahren, doch soll diese im Frühjahr, zuc Hauptreisezeit, auf 90 Klometer io der Stunde gebracht werden. In Däne­mark steht mau diesem neuen von Schweden auS unter­nommenen versuche, den deutschen Verkehr von Dänemark abzuleukrn, natürlich sehr ongeroe zu.

Berlin, 9. October. Ja der Grünenthal'schen Strafsache ist noch in letzter Stunde eine erhebliche Er­weiterung der Anklage eiogetrrten. Während früher die Fälschungen Grünenthal- auf 250800000 Mk. geschätzt wurden, ist jetzt nach einer durch die Reichsbavk erfolgten Zusammenstellung festgestellt, daß bis jetzt bereits 494000 Mk. von gefälschten Banknoten ungehalten find. Demgemäß ist auch die Anklage auf diesen Betrag erweitert. Als Grünen­thal von dieser «eiteren Entdeckung erfahr, soll er völlig verwirrt gewesen sein uad erklärt haben, daß er, nachdem nunmehr Alles entdeckt sei, er auch keine Veranlassung habe, irgend Jemand zu schonen,- er werde nunmehr Alles ausdeckeo. E» stehen also vielleicht noch weitere Enthüllungen zu er­warten, und man darf auf dea weiteren Verlauf der An- gelegeohett gespannt sein. Zu dea Berthetdigern der e'vzclaea Angeklagten ist aeuerbing» ooch Rechtsanwalt Dr. Lubczhuski hiozngetreten.

Berlto, 9. October. Außer de« Großherzog von Badea kommt heute auch deffea Schwägerin, die Prinzrfftu Wilhel« von Badea mit ihren beiden Kindern, die Erbprtoztfftn von Anhalt und Prinz Max hier an. Morgen wird auch die

Braut deS Prinzen Mox, die Großfürstin Helene mit ihrer Mutter, der Großfürstin Wladimir hier eiotreffen, um bann de« Katserpaar in Potsdam vorgestellt zu werden.

Wie dieKöln. Ztg." «eldct, trifft morgen der Oberpräfidrvt der Provinz Westpreußen Dr. v. Goßler in Köln ein und wird von Director Jordan-Elberfeld und van der Zhpen-Köln empfangen. Der Zweck der Reise ist ein Besuch der industriellen Anlagen und Fühlungnahme mit den Industriellen deS Westens, die sür die Verhältnisse im Osten iateresfirt werden sollen.

Die Genera lversawmlnng de» evange­lischen Bundes in Magdeburg nahm folgende Resolutionen an: 1)Durch die stetig vordrtogende Macht de» iUltrawoa- tanismuS auf allen Gebieten des öffentlichen Leben» wachsen die Gefahren für unser deutsch.evangelische» Volk in immer bedrohlicherem Umfange. Allein die Kräfte de» evangelischen Geiste» und Glauben» find im Stande, diese Gefahren zu befiegrn, uad unser deutsche» Volk auf der Höhe wahrer Reltgtofität, christlicher Eultur, christlicher Gefittuug und christltchea Familieofiane» zu erhalten. Die im evangelischen Geist uad Glauben ruheudea Kräfte erlangen ihre volle Wirkung und Machtentfaltung nur durch Geschloffenheit und Einheit. Die Seneralversammluog de» evangelischen Bunde» richtet daher die Aufforderung an da» deutsch evangelische Volk, fich mehr al» bisher aas dem Grunde deS Evangeliums zusammenzufinden, mehr als bisher im Glauben an Christus und sein erlösendes HrilSwerk eine Brudereivhett zu bilden. Diese Einheit ist wözlich trotz aller Verschiedenheit. Ja naserer Mannhaftigkeit liegt unser Reichthum und unsere Freiheit. Durch brüderliche E'uheit «erden wir uaüberw ud- ltch sein." 2) Wette Kreise der Arbeiterbevölkernag stehen in Gefahr, fich zugleich vou der evangelischin Kirche und dem natioualea StaatSlebea innerlich abzuwenden. Die General­versammlung des evangelischen Bundes richtet au alle deutsch und evangelisch fühlenden Männer die dringende Bitte, un­beirrt durch herrschende Zettströmungen, in dem Streben nicht müde zu werden, diese Kreise von Neuem sür die Wahr­heit deS Evangeliums und für rechte Vaterlandsliebe zu ge­winnen uad durch die That zu beweisen, daß die evangelische Kirche ein warme» Herz für die sozialen Nöthe der Zett und unseres Volkes hat."

vertraulich. Bei Verfügungen der Regierung wird dem vernehmen nach schon feit längerer Zeit, seitdem mit überflüssigen Eurialien aufgeräumt wird, auch von dem Actenvermerkvertraulich" nur noch der nothwendigste Ge­brauch gemacht. So lag auch sür die Verfügung über den Waffengtbrauch der Polizei bei Aufläufen kein Grund vor, eine Geheimhaltung derselben vor der Öffentlichkeit durch den vermerkvertraulich" zu kennzeichnen.

Nunmehr liegt der amtliche Bericht über die Höhe der amerikanischen Verluste an Osstzteren und Mauu- schaften während deS spanisch amertkantschen Krieges vor. Die Gesammtstärke der an den Operationen zur See und zu Lande bethetligten Truppen beträgt 275000 Mann, denen ein Gesammtverlust von 2910 Tobten gegenübersteht. DaS macht etwas über 1 v. H. UebrigevS ist nur ein ganz kleiner Theil jener 2910 Mann vor dem Feiad gefallen, denn nicht weniger als 1465 erlagen Krankheiten. Das verhältniß ist noch schlimmer, als man in den vereinigten Staaten befürchtet hatte. Tausende find außerdem als Invaliden in die Heimat gesandt worden, die fich niemals von dem Fieber oder der Ruhr, welche fie fich zugezogen, erholen werden. Die Unter- suchung über die im Kriegsdepartement zu Tag getretenen Mißstände hat begonnen, dürfte aber allem Anschein nach im Sand verlaufen.

Stuttgart, 6. Ocrober. Lonferenz der deutschen Sittlt chkeitSvereine. Die öffentliche Hauptversammlung wurde heute vormittag nach einleitendem Gesang und Gebet durch den Borfitzenden Pfarrer Lic. Weber (München-Glad­bach) mit einer Begrüßungsansprache eröffnet. Regierung»- director v. Nestle überbrachte freundliche Grüße und Wünsche deS Ministers deS Innern, t« Namen des evangelischen Eon- fistoriumS begrüßte Stadtdecan Dr. Braun die Versammlung. Weitere Begrüßungsansprachen widmeten Pastor Fritsch (Berlin) im Auftrage deS EentralausschuffeS für innere Mission und deS Verbandes evangelischer Jungfrouenvereine und General v. Süßmtlch im Auftrag der Dresdener Vereine zur Hebung der Sittlichkeit, gegen den Mißbrauch geistiger Getränke und der Frauenveretue. Nach einer Umschau de» vorfitzeodeu in der Sittlichkeitsbewegung hielt Profeffor D. v. Nathufiu» (Greifswald) einen Vortrag über die Ent­wicklung der Uufittlichkett seit Ludwig XIV. in ihren Wirk­ungen auf die Gegenwart. Leine Darlegungen gipfelte»

Hbrcffe für Depeschen: Anzeiger chiege«.

Fernsprecher Nr. 51.

darin, daß die Geschichte lehre, das Evangelium sei die einzige ! Macht, welche Widerstand gegen die Uufittlichkett zu leisten im Staude sei. Die christliche Sitte müffe als starke Mach» der Unfittlichkeit gegevübergesttllt werden. Ueber den Stand der Sittlichkeitsgrsetzgedung verbreitete fich Reichstagabgeord- neter Generalsecretär Henning (Berlin). Aus den Mittheil- ungen des Vorsitzenden über die Beschlüffe der gestrigen Delegirtenconferenz ist hervorzuheben, daß die Gründung eine» großen evangeltsch-christlichen Frauenbundes angestrebt wird.

Stuttgart, 7. Oktober. Sozialdemo kratischer Parteitag. Der heutige Verhandlungstag brachte in der Nachmittagsfitzung einen Hauptiffect, indem ein Franzose, de» aus Parts mit seine« Freunde Mathieu eingetroffene Dtpu- ttrte Jules GueSde, zum Worte griff. In französischer Sprache hielt er seine Rede, die daun Liebknecht verdolmetschte. Im Auftrag de» parti ouvrior sei er gekommen bezw. wteder- gekommen, denn schon vor acht Jahren habe er den Partei­tag damals in Halle als Delegtrter der franzöfischen Arbeiterpartei besucht. Die Sozialdemokratie sei seitdem in Frankreich bedeutend gewachsen und fortgeschritten. GueSde betonte dann die Solidarität der Arbeiter der ganzen Welt und schloß unter stürmischem Beifall «tt der Versicherung, tm Namen der Arbeiter Frankreichs reiche er den deutschen Parteiqenoffen die Hand. Liebknecht betheuerte daraushto, Genosse GueSde habe Allen au» dem Herzen gesprochen, wa» wieder durch lebhaften Beifall von der Versammlung be­kräftigt wurde. Die rührende verbrüderuogsscenr bot nach den vorangegangeneu Zänkereien unter den deutschen Genossen und Genosfianeu eine Adwechsirmg. Bezügi.ch der beutswra Zoll- und HandelSpolitck hat fich der Parteitag heute nach langen Debatten mit großer Mehrheit sür die Resolution KautSky und Genoffen entschieden, zu der noch ein Zusatz­antrag BebelS angenommen wurde. Der Zusatz betrifft 3 ff er 3 deS Antrages, die nun lautet:Daß tm Allgemeinen die deutsche Industrie wett genug entwickelt tst, um den Zoll­schutz entrathen zu können." In der Debatte bat Kautsky, die andere, von Schippel befürwortete Resolution abzulehnen, da fie ungenügend sei und keine Klärung in der dringenden Frage schaffe. ES sei absolut nöthtg, die Anschauung der Parteimehrheiteu in dieser Angelegenheit zu erfahren, wa» doch nur auf de« Parteitag möglich sei. Da die Industrie die Schutzzölle nunmehr entbehren könne, müffe mau die Auf­hebung der Schutzzölle fordern, sonst trage die Partei zur Verewigung deS Schutz oll ystem» bei. Kautsky zählte dann die verschiedenen Gründe auf, die zur Bekämpfung de» Schutz­zollsystems ins Gewicht fallen- dabei bemerkte er u. A.: schon deshalb müffe die socialdemokratische Partei das Schutzzoll­system bekämpfen, weil durch dasselbe dem Staate riefige Einnahmen zuflteßen. Man dürfe aber den heutigen Staat nicht kräftigen, am allerwenigsten durch indirrete Steuern, die da» arbeitende Volk aufzubringen hat. Redacteur Her­bert (Stettin), Dr. Schönlank (Leipzig) und Bebel unter­stützten KautzkyS Ausführungen. Buck (Ntederbaruim) hielt die Frage für noch nicht spruchreif, ebenso Redacteur David (Mainz) und Heine (Berlin), v. vollmar erklärte, er halte eine Resolution in dieser Frage gar nicht sür nöthig. Wenn er fie mit unterschrieben habe, so sei dir» nur deshalb ge­schehen, um ihr den schlimmsten Gts'zahn auszuzteheu- in de» ursprünglichen Faffuog habe fich nämlich die Resolution» den reinen Freihandel erklärt. Er ersuche, auf jede Beschluß- faffung zu verzichten. Schippel zogim Jntereffe der Einig­keit" seine Resolution zurück, worauf der Parteitag fich mit großer Mehrheit sür Kautsky» Resolution erklärte. Heute Nachmittag hielten die weiblichen Delegtrten eine besondere Eonfereuz ab. In den nächsten Tagen halten etliche Partei- Häupter in verschiedenen Orten Schwabens Versammlungen ab. E» treten dabet als Redner aus: v. vollmar, Frohme, Geck, Meist, S tzinger rc. Württemberg soll gelegentlich de» Parteitag» gründlich bearbeitet werden.

Stuttgart, 9. October. Der socialdemokratische Parteitag tst gestern geschloffen worden. Al» Ort de» nächsten Parteitage» wurde Hannover bestimmt. In den nächsten Parteitag wurden gewählt: Bebel al» Vorsitzender, Auer ol» Seeretär und Gertfch al» RafRrtr.

Ausland.

Wien, 8. October. Nach Meldungen tschechischer Blätter erklärte der Eisenbahnminister Wtttek einem Abgeordneten, sowie dem Bürgermeister von Prag, daß ihrer Forderung, die Doppelsprachigkeit der Staatseisenbahn- beamten in ganz Böhmen und Mähren zu deeretiren, nicht Folge geleistet werden könne, da laut Regulativ die Dienst- spräche bei der Eisenbahn deutsch sei.