weisen dieselben auf Einführung von Juftruction-'Curfen für die Bevölkerung hin. — Abg. Horn bespricht das Stromer- wesen und wünscht die Wiedereinführung de- Wanderbuches und Einführung eines Arbeitsnachweises bei den Berpfleguugs- stationen. — Miuisterialrath Schlippe erklärt, die Gefäogniß- arbeit sei nothwendig und für die Gefangenen unentbehrlich. Die Gefängnißverwaltungen seien daher auch gezwungen, sich Absatzgebiete zu verschaffen. Da man aber einem Nothstande gegenüberstehe, seien die Verwaltungen gezwungen, auch Arbeitskräfte nach Außen abgeben zu müssen. Die Verwaltung in Darmstadt habe die Bürftenfabrikation deßhalb etn- geführt, weil gerade diese Industrie in Hessen fast gänzlich verschwunden sei. Zu Schleuderpreisen habe die Verwaltung die Maaren nicht offerirt. ES sei auch beabsichtigt, nunmehr für den eigenen Bedarf arbeiten zu lassen. — Abg. HaaS- Offenbach bespricht die GehaltSverhältniffe der Hilfsgerichts- schretber und der KreiSamtsgehülfen und wünscht eine völlige Gleichstellung dieser Beamten. TS werde fich bet der Be- rathung des Besoldungsgesetzes empfehlen, eine möglichst genaue Ausgleichung herbeizuführen. Die Frage de- No« tartatS sei noch nicht entschieden, da man nicht wisse, welches System zur EtnsÜhrung kommen solle. — Abg. Reinhardt bespricht die Gefängnißarbeit und der Abg. Bähr spricht fich gegen die Einführung der Notariate in Obrrheffeu auS. — Abg. Schröder stellt fest, daß man in Rheinhessen mit dem Notariat sehr zufrieden sei, wenn auch die Kosten nicht gering seien. Sache der Regierung sei es, hier eine Aeuder- ung berbeizuführen. In Starkenburg und Oberhessen hätten die Ortsgerichtsvorsteher die Besorgniß, daß fie bei Einführung der Notariate um ihre Einkünfte kämen. Eine Petition um Besolduag der Bürgermeister bestätige dies. Die Hilfs- gerichrsfchreiber und die Schreibgehülfen feien in ihren Gehältern aufzubeffern, wie dies schon längst geplant sei.
NachmittagS-Sitzung.
Die Berathuugen über den Justizetat werden heute Nachmittag um 4 Uhr fortgesetzt.
Bor Eintritt in die Debatte stellt der Abg. vr. David einen Antrag auf Abänderung der Geschäftsordnung. Er beantragt, die Sitzungen der Zweiten Kammer von Vormittags 10 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr mit einstündiger Mittagspause abzuhalten. — Präsident H«aS-Offenbach stellt dabei fest, daß das Budget nach der Geschäftslage des Hauses bis zum 1. April von den beiden Kammern fertiggestellt werden könne, wenn nicht ein anderes Tempo beliebt werde.
Abg. Metz-Gießen erklärt, daß es Thatsache sei, daß ein gewtffeS geipanuteS Berhältuiß zwischen dem Richterstand bestehe, und dies besonders bei den jungen Richtern zu Tage trete. Der Ansicht des Abg. Bähr und Genossen, als feien die Ortsgerichte billiger, als die Notariate, könne er nicht beitreten. DaS Billige fei nicht immer gut- das bewiesen die Ortsgerichte, denn den OrtSgerichtSvorstehern feien Geschäfte übertragen, denen sie nicht gewachsen seien. Er giebt eine Anzahl drastischer Fälle über die Führung der OrtS- gerichte auf dem Lande zur Kenntniß der Kammer. Dadurch werde man doch eine andere Auffassung von den OrtSgerichtrn haben. Bezüglich des bürgerlichen Gesetzbuches habe er davertrauen in unseren hessischen Richterstand, daß derselbe bis zur Einführung des Gesetzbuches fich diejenigen Kenntnisse desselben angeeignet haben, um fie zum Nutz und Frommen i des Volkes verwenden zu können. — Abgg. Bähr und !
Am folgenden Morgen erwacht Jerusalem zu neuem Jubel. Den ganzen Vormittag auf den Straßen Umzüge, Fröhlichkeit, Sonnenschein, Mufik, Freudenschießrn. Und Aufbauen neuer Blumengewinde, neue- Herumfächeln der Palmenzweige. . . .
Jetzt gegen 10 Uhr.
Großes Drängen nach dem Jaffathor- denn hier wird der Kaiser zur Einweihung der Erlöserkirche eiareiten. Vor dem gelblichen Gebäude der Deutschen Palästina-Bank zusammengepfercht Fez an Fez, gleich einem sonnenbeglänzten Feld frisch erblühter Mohnblumen. Ringsum all jene bunten Erscheinungen, wie fie im Chor der Opern mit orientalischen Sujets auftreten, nur in- Tausendfache vergrößert. O, ihr stoffhungrigen Maler, wenn jetzt einer von euch braven Kerlen »einen Platz einnehmen könnte!
Da kommt er in langsamer Feierlichkeit angeritten, der kaiserliche Zug. Vorau ein Wald von Lanzen, ein Blitzen kühngeschwungener, krummer Säbel, ein Schimmern rother Gammtschabracken und filbersunkelnder Zügel ... Der Kaiser fitzt auf einem weißen Araberhengst mit gold- strahlenden Bügeln und grellfarbigen, tief herabbaumelnden Troddeln.
^Hosianna!" . . . „Hurrah!" . . . „Evivva!" ruft's begeistert durcheinander, während von der Erlöserkirche her feierlich summendes Glockengeläut einsetzt.
Im Gefolge des Kaiser- deutsche Fürsten und hohe Geistliche au- allen deutschen Provinzen. O, da- wird eine gewaltige Kundgebung der deutschen Christenheit in Jerusalem. Äl« einem der an mir dicht vorbeireitenden Fürsten der durchdringende Jerusalemer Straßenduft um die Nase brodelt, fragt er seinen Nachbar: w2Blr teilen wohl jetzt hinein in rine große Volksküche?" Der glänzend uniformirte Nachbar schüttelt fich vor Lachen auf seinem Sattel.
Langsam geht'- hinab die David-straße bi- zum frisch durchgebrochenen Eingang-portal zum Muristanplatz, auf dessen anderer Seite sich die Erlöserkirche erhebt. Man umfaßt die schlichte Schönheit des fahnengeschmückten Baues mit seinem hochgemauerten, mit einer Phramideuspitze verseheneu Thurm und der gewölbten Kuppel auf einen Blick.
Hier steigt der Kaiser und sein Gefolge vom Pferd, um die kurze Strecke bis zur Kirche durch einen Baldachin auf* gepflanzter Palmen über einen Teppich hingestreuter roth- glühender Anemonen, wilder Reseden, rosasarbeuer Cyclamen zu Fuß zurückzulegen ....
Joutz sprachen fich gegen die Einführung des Rotariat- auS. Wenn auch die Gebührenordnung für dasselbe noch nicht frststehe, so sei e- sicher, daß nach den Erfahrungen in anderen Ländern die Sache sehr kostspielig werde. — Mtnt- sterialrath Ditt mar erwidert, daß er e- streng vermieden habe, für oder gegen da- Notariat Stimmung zu machen. Wenn aber jetzt schon im Hause eine Stimmuugmacherei eintrete, so werde dieses für die demnächsttgen Verhandlungen Über die Notariate nicht förderlich fein. — Abg. Schmalbach weist die Beschuldigungen de- Abg. Metz wegen der Ort-gerichtSvorsteher mit Entschiedenheit zurück. Auch im Stande der Rechtsanwälte kämen Unregelmäßigkeiten vor.
Damit ist die Discusfion geschlossen. ES wird sodann der Antrag deS Ausschusses, an Besoldungen 115448 Mk. zu bewilligen, einstimmig genehmigt. Ferner beschließt die Kammer, die in Tit. 1 enthaltene GehaltSnormirung, Gehalt von 2410—3250 Mk., zu streichen und für sachliche Ausgaben 2470 Mk. zu bewilligen. Sodann soll die Großh. Regierung ersucht werden, von den zur Belohnung der Schreib- gebülfen eingestellten Betrag von 4000 Mk. den Betrag von 1000—1600 Mk. zur widerruflichen Anstellung eines Canzlei- gehülfen zu verwenden.
Zu Capitel 91, Landgerichte und Amtsgerichte, beantragt der Ausschuß, den Betrag von 1171078 Mk., sowie für persönliche Ausgaben 277 500 Mk. zu bewilligen. Ferner beantragt die Majorität des Ausschusses dccretmäßige Anstellung von je drei Cauzleigehülfeu an den Landgerichten der Provinzen Starkenburg und Rheinhessen und von zwei Canzleigehülfen am Landgericht der Provinz Oberhessen. Die Minorität ist gegen die Anstellung. Für sachliche Ausgaben werden zur Genehmigung 118800 Mk. beantragt. Abg. Köhler-Darmstadt hält den Antrag David für unklar, weil kein BerthetluugSplan demselben für die geforderte Summe zu Grunde liege. — Abg. Reinhardt bespricht die Ge- schäftSverhältniffe des Landgerichts zu WormS. — Abg. David begründet seinen gestern gestellten Antrag auf Aufbesserung der Gehälter der Hilfsgerichtsschreiber-Aspiranten bezw. Erhöhung der eingestellten 4500 Mk. auf 12000 Mk. Der Andrang zu diesen Stellen sei nicht so schlimm, wie eS vom RegierungStisch auS geschildert worden sei, weil die Gehalte sehr niedrige seien. Wenn die Regierung die Schreibgehülfen- stellen den Mtltiäranwälteru preiSgeben müsse, so sei dies bedauerlich- dann müßten andere Wege gesucht werden. — Abg. Schmeel beantragt, die Pos. 7 u. 8 dieses Capitels an den Ausschuß zurückzuweisen. Abg. David und Abg, Friedrich stimmen diesem Antrag zu, während Abg.Jöckel fich dagegen erklärt. — Abg. Friedrich erklärt noch, die Kammer sei verpflichtet, den Leuten, die schon im vorigen Budget auf eine Zulage vertröstet wurden, jetzt endlich einmal zu helfen. — Abg. Köhler ist für Zurückoer. Weisung deS Capitels 91 an den Ausschuß. — Abg. Osann ist der Ansicht, daß alle Schwierigkeiten, die der Aufbesserung der Gehälter der Gerichtsschreiber-Aspiranten entgegenstehen, beseitigt werden müssen. Er wünscht ebenfalls, daß diese- Capitel 91 an den Ausschuß zurückverwiesen werde.
Der Antrag auf Zurückverweisung wird gegen acht Stimmen angenommen. Damit wird die Sitzung um 7 Uhr geschlossen. Morgen früh 9>/z Uhr Fortsetzung der Be- rathungeu.
Jetzt schweigen die Glocken. Ein mächtiger Posaunenchor setzt ein: „Lobet den Herrn, den mächtigen König der Ehren!" Ergreifend schmettert e- über die Ruinen des Muristau, schmettert eS hinüber in die nahe GrabeSkirche, schmettert eS hinauf nach dem Oelberg.
Bor der Kirche die ganze Gemeinde versammelt und die Geistlichkeit und allerhand Würdenträger. Bon einem benachbarten Schutthaufen aus eröffnet eine Horde Amateur-Photographen ein wahre- Bombardement auf die Festlichkeiten. Rasch folgen Gesang, Ansprachen, Ueberreichung der Kirchengeschenke, Auszeichnung des Baumeisters, Schlüsselübergabe — Alles unter dem von den vielen Kircheneinweihungen in Berlin her gründlich bekannten Ceremoniell.
Beim Eintreten kommt die neue Kirche — in ihrer Aus- sührung ein frühgothischer Steinbau mit Anlehnung an süd- französischen Styl aus dem zwölften Jahrhundert und vermischt mit arabischen Elementen — zur glänzendsten Geltung. So mächtig wie nach der Festpredigt das alte DankeSlied: vNun danket Alle Gott —" den wetten, von farbigen Fenstern dämmerig erhellten Raum durchbraust, dürfte eS in der ZiouS- stadt noch nicht erklungen fein. —
Am Nachmittag besucht der Kaiser verschiedene heilige Orte Jerusalems. Die Weihekerzen der GrabeSkirche strahlen auf ihn herab. Gedankenvoll schreitet er unter den Olivenbäumen Gethsemanes dahin, gedankenvoll erklimmt er zu Fuß die steinigen Höhen deS OelbergS und blickt in wundersamster Beleuchtung hinüber nach dem tiefblauen Spiegel des Tobten Meeres. Sogar über die ehrwürdigen Steine des Tempel- platze- lenkt er feine Schritte, hin nach der herrlichen Omar- Moschee. . . .
Daun besucht er im Preußischen Johanniter-Ho-piz jene Zimmer, in denen sein Vater während seines Jerusalemer AusenthaltS wohnte, besucht hierauf das schöogelegeue deutsche katholische Hospiz. Den Abend verbringt er im trauten, künstlerisch auSgestatteten Heim des deutschen Consuls, während draußen im Staubgewölk der Straße eine ungeheure Menschenmenge das steinwürfelartige, von einer riesigen Canarienvogelhecke umzwitscherte Gebäude umlagert. —
Am folgenden Vormittag zieht Se. Majestät unter hell- strahlender Sonne in Bethlehem ein. Er kriecht durch den niedrigen Eingang in die GeburtSkirche, beteiligt fich an der Einweihung des neuen evangelischen Waisenhauses, hält fich kurze Zeit in der deutschen Kirche auf und probirt im trän»
Vernaschte-.
• Eppstein bei Frankenthal, 3. März. Gestern war in unserer Gemeinde ein förmlicher Aufruhr. Etwa 35 Confcrtbtrte und andere Barschen auS Frankenthal machten Eppstein einen Besuch und ließen ihrer Rohheit die Zügel schießen. Die Strefler'sche Wirthschast wurde Übel zuge- ächtet, die Fenster eingeschlagen, Gläser zertrümmert, Tische und Stühle beschädigt. Da die Bürger meistens auf dem Felde arbeiteten, die Siebenten den Ortseingang besetzt hielten, damit die FlomerSheimer nicht zu Hilfe kommen konnten, wußte man sich nicht anders zu helfen, als die Sturmglocke zu läuten. Die Bauersleute eilten mir M st- gabeln, Hacken usw. bewaffnet herbei und trieben schließllch die Aufrührer in die Flucht.
• Salerno, 4. März. AIS heute in der Gemeinde Bi- bonay von der Gemeindeverwaltung Brod an die Armen vertheilt wurde, brach der Fußboden deS Saales ein, in dem die Bertheilung stattfand. Zwei Frauen wurden getödtet und etwa 30 Personen schwer verletzt.
• In der Findigkeit für Steuerobjecte waren die früheren preußischen Finanzbehörden unserem Herrn v. Miquel doch noch weit über. So mußte, wie -dn- im „Bär" con- statirt, unter der Regierung Friedrichs I. von Preußen Jeder, der Gold oder Silber auf feinen Kleidern tragen wollte, jährlich 1 Thaler Steuer zahlen. Das Tragen einer Perrücke kostete jährlich 1 bis 3 Thaler Steuer. Wer in einem Wagen fahren wollte, also das theure Pflaster mit verderben half, mußte sich mit 3 bis 4 Thalern jährlich besteuern lassen. Wer Kaffee, Thee oder Chocolade trinken wollte, mußte die Erlaubniß für 2 Thaler jährlich erlaufen. SS gab sogar eine Strumpf-, Stiefel', Pantoffel- und Hutsteuer. Am lästigsten aber war die Kopfsteuer, welche selbst der Hof bezahlte. Der König gab für seinen Kops 4000, die Königin 2000 Thaler. Auch eine Jungsernsteuer existirte. Ein jede» Mädchen mußte in der Zelt vom 20. bis 40. Lebensjahre 1 Thaler Steuer zahlen, wenn es ihr nämlich nicht gelang^ bis dahin unter die Haube zu kommen.
• ®anernreiten vor der Kaiserin. Die Kaiserin hat dem Altenburger Hof einen Besuch in diesem Frühjahr in Aussicht gestellt. Die Bauernschaft der Umgegend von Altenburg hat nun beschlossen, der Kaiserin ihre Huldigung durch Veranstaltung eine» großen Bauernreitenß darzubringen.
* Wie wir einem uns ^gegangenen Berichte entnehmen, hat der Kaufmännische Verein in FravkfnN a. M., durch dessen Vermittlung seit deren Bestehen schon über 38000 Kaufleute die gesuchte Stellung fanden, im Jahre 1897 placirt: 176 Verkäufer aller Brauchen (darunter 94 Decora» teure, 13 Filialführer), 204 Lageristen, 71 Detailreisende, 181 Reisende aller Branchen, 521 jüngere Comptoiriste» (Factnristen, Expedienten), 470 Correspoudenten und Buchhalter, 21 Disponenten, 12 Bureauchefs, 8 Geschäftsführer. Die BermittlungSthätigkeit de» genannten Vereins erstreckt sich auf in- und ausländische Plätze, worüber die vom verein zweiwöchentlich herauSgegedenen Verzeichnisse offener Stellen, von denen durchschnittlich 500 bis 600 angemelbet find, näheren. Aufschluß geben.
* 825 000 6entenarmebeiHtn sind bisher, jedoch fast au»- schließlich in Preußen, zur Bertheilung gelangt, während mindestens eine gleiche Anzahl noch verliehen werben soll. Wie nunmehr bestimmt ist, gelangt die Kaiser Wilhelms- Medaille nicht nur in Preußen, sondern auch in den übrigen licheu Pfarrhause den goldfuukelnden Bethlehemer Wein. . . , Dann in voller Carriöre zurück nach Jerusalem.
•
Demnächst bekommt der ohnehin vielbeschäftigte Jerusalemer- Souneuschein etwas mehr Arbeit- er hat noch in vielen neubackenen Orden herumzuglitzrrn, welche von glücklichen Knopf- lochbefitzern auf der Jaffastraße spazieren geführt werden. O, baß war aber auch ein wohlthätiger Orden-regen, ein leuchtender Stemeufall, der fich gleich Manna auf heißhungrige Jerusalemer Knopflöcher herabseukte! Bon einem rothwulstigen Schnurrbart erzählt man, daß er darüber ertappt mürbe, wie er seinen „rothen Adler" letzter Garnüur leidenschaftlich küßte. Leute gibt- in dieser Welt, denen kann ein dürftiger Happen Orden-metall die Braut ersetzen.
Reden diesen ein wenig humoristisch angehauchten Nachrichten schreiten auch solche mit ernster Würde einher. So soll der Sultan dem Kaiser baß Coeuaculum geschenkt haben, jenen geweihten Saal, in welchem nach der Tradition am Gründonner-tag Christus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl hielt. —
Se. Majestät ist wieder von dannen gezogen. Das schwarzqualmende Rauchgewölk der „Hoheuzollern" verschwand auf der Rhede von Jaffa in der Richtnng nach Konstantinopel. Die leuchtenden Jubeltage des Jerusalemer Kaiserbesuchs — hinabgeglüht. . . .
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Doch was ist da-? Plötzlich blökt und frißt eine dichtgedrängte, weidende Schafheerde hinein in meine Darstellungen. Der Leithammel ist sogar damit beschäftigt, mit feiner weichen Schnauze und seinem zottigen Hängebart mein Geficht zu beschnuppern. Ich schlage um mich und berühre — den Fel-- grund des muhamedanischen Kirchhofs. Verwundert reibe ich mir die Augen ....
Ach, meine Phantasie hat mir • ein arges Schnippchen geschlagen. Das Reich der Träume, tu der fie ihre luftigen Schleier aufhängt, ist eine gar schwanke Welt! Schwer läßt fich bei diesem Durchetnanderwogeu ein genauer CurS einhalten - wie Rauch schlägt die Beleuchtung auf die andere Seite, Personen und Dinge verwirren sich und — man träumt daneben. Hoffentlich ist mir dies Unglück bei diesem Traumartikel nicht allzu mächtig zugeftoßen!
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